Sonntag, 21. März 2010

Was zu denken gibt:

Einem Jugendlichen, der sich beim Sex mit einer 13 - Jährigen filmen liess und den Film mit dem Handy einem Kollegen übermittelte,

habe das Unrechtsbewusstsein gefehlt,

hiess es. Der Täter wurde nicht bestraft.

Ich zitiere TAGI-online:

16-Jähriger filmte Sex mit 13-Jähriger

Dem Jugendlichen fehlte beim Filmen scheinbar jedes Unrechtsbewusstsein. Mit seiner Freundin hätte er das aber nie gemacht, sagte er. Er wurde verurteilt, aber nicht bestraft.

Ein 16-jähriger Lehrling hat im November 2006 mit einem 13½-jährigen Mädchen mit dessen Einverständnis geschlafen. Er beauftragte einen Kollegen, das Geschehen mit dem Handy zu filmen und ihm dann den Film auf sein eigenes Handy zu überspielen.

Jedes Unrechtsbewusstsein fehlte

Der Video-Clip war kurz und von schlechter Aufnahmequalität. Doch er erfüllte den Tatbestand der Pornographie: Herstellung kinderpornographischen Bildmaterials. Eine weitere Verurteilung wegen sexueller Handlungen mit einem Kind kam nicht in Betracht, weil solche Handlungen laut Strafgesetzbuch nicht strafbar sind, «wenn der Altersunterschied zwischen den Beteiligten nicht mehr als drei Jahre beträgt».

Der Verteidiger des Jugendlichen machte vor dem Gericht einen sogenannten Verbotsirrtum geltend. Der Jugendliche habe zwar das Alter des Mädchens gekannt. Ihm sei der Gedanke aber gar nie gekommen, dass er mit dem Video-Clip einen Kinderporno herstelle.

Deshalb habe es ihm «an jedem Unrechtsbewusstsein gefehlt».

Viele habens schon getan (!!??)

Für den 16-Jährigen sei es nichts Aussergewöhnliches gewesen, sich beim Sex mit dem Mädchen filmen zu lassen. Viele in seinem Umfeld hätten dies schon getan. Er habe auch gewusst, dass sich die 13½-Jährige schon mit anderen Sexpartnern habe filmen lassen, sagte der Verteidiger. Es sei dem Jugendlichen einzig um eine Erinnerung gegangen und darum, den Film ausgewählten Kollegen zu zeigen, um damit anzugeben.

Tatsächlich billigte das Obergericht dem Jugendlichen, einen Verbotsirrtum zu. Es hielt ihm also zu Gute, dass er stets davon ausgegangen war, überhaupt nichts Unrechtes zu tun. Dieser Irrtum wäre aber vermeidbar gewesen, meinte das Gericht. Denn ein gewissenhafter Jugendlicher gleichen Alters hätte sehr wohl nachvollziehen können, dass Jugendliebe zwar erlaubt, deren öffentliche Zurschaustellung aber verboten ist.

«Machistische Haltung»

Im Rahmen der Strafuntersuchung war der 16-Jährige gefragt worden, wie er sich verhalten hätte, wenn es sich an Stelle der 13½-Jährigen um seine Freundin gehandelt hätte. In diesem Fall wäre es nie so weit gekommen, meinte er. Er hätte das niemals erlaubt. Als Grund gab er an, bei seiner Freundin wolle nur er ran. Er wolle nicht, dass ein anderer seine Freundin nackt sehe und herumerzählen könne, wie sie aussehe. Damit würde er sich doch selber erniedrigen. Das sei doch eine Blamage, so eine Freundin zu haben.

Bestraft wurde der 16-Jährige nicht. Gemäss dem 2006 geltenden Strafgesetzbuch kann das Gericht von einer Massnahme oder Strafe abgesehen, wenn zum Urteilszeitpunkt «seit der Tat ein Jahr verstrichen ist».

Kommentar: Wenn Jugendliche nicht mehr wissen was Recht und Unrecht ist, haben wir es mit einem Zeitproblem zu tun, das alle Personen beschäftigen müsste, die irgendwie, irgendwo mit Erziehung zu tun haben. Wie sollen Jugendliche eigentlich wissen, was Unrecht ist, wenn es gar nie gesagt wurde? Nach der Aera der Beliebigkeit, des Gewähren lassens, des Hedonismus nach dem Motto: Ich darf alles haben, was ich will - möglichst SUBITO - müssen wir umdenken - aber auch SUBITO. Es ist nicht verwunderlich, wenn Jugendliche Menschen zusammenschlagen können, nur weil es andere auch tun oder wenn Grenzen überschritten werden, weil man weder zu Hause noch in der Schule je gelernt hat, dass es Grenzen gibt?

Mein Ziehvater in der Psychologie hatte mir schon vor Jahren gesagt. Wie soll jemand wissen, dass man nicht töten darf, wenn man ihm dies nie gesagt hat. Früher gab es die Religion und Gebote. Heute besteht ein Vacuum im Bereich Rechtsbewusstheit. Es macht sich seit Jahren eine Orientierungslosigkeit breit, der wir unbedingt begegnen müssen.

In der ARENA vom 26. März waren sich die meisten Teilnehmenden einig, dass die Gewaltwelle bei Jugendlichen einer SINNLEERE entspringt.

Die Aussage eines Jugendlichen an der Sendung war aufschlussreich. Er sagte:

«Es ist normal, dass man ab und zu mal einstecken oder austeilen muss.» Auch er selber habe schon die Kontrolle verloren. Als Brennwald nachfragte, wie das denn sei, antwortete der Jugendliche: «Die Sicherung brennt durch.»

Dass man einfach hinnehmen muss, dass Jugendlichen die Sicherung - einfach so - einfach durchbrennt, darf nicht sein. Wir müssten endlich erkennen, dass Kinder schon im frühen Altern lernen müssen, sich zu beherrschen. Es gehört zum Erziehungsauftrag von Familien (falls es sie noch gibt) und Schulen, dass ein Kind lernen muss, dass man nicht einfach alles nach Gutdünken haben kann. Wer in der Jugend nicht gelernt hat, was "sich Beherrschen" oder "verzichten können" heisst, geht davon aus, dass es selbstverständlich ist, dass halt dann die Sicherungen durchbrennen, wenn nicht alles so läuft, wie man es will.

Es darf behauptet werden: Das Unrechtsbewusstsein kann man schon in der Kindheit erwerben.

Gestern hat der Frühling Einzug gehalten

Krokuspflanzen recken sich in die Frühjahrsluft 2008

Hat BLICK die Persönlichkeitsrechte verletzt?

Der böse BLICK Borers gegen BLICK verdeutlicht, dass es erneut zu Spannungen gekommen ist zwischen Ringier und Borer.

Ich zitiere TAGI-online:

«Ich weise seit Jahren darauf hin, dass ich grossen Wert auf die Respektierung meiner Persönlichkeitsrechte lege»: Thomas Borer.

«Ich weise seit Jahren darauf hin, dass ich grossen Wert auf die Respektierung meiner Persönlichkeitsrechte lege»- Thomas Borer. Bild: Keystone

Die Boulevardzeitung schrieb vor einer Woche, Thomas Borer habe die Polizei in seine Villa gerufen, und zitierte einen anonymen Informanten, der behauptet, Borers Frau Shawne sei «ausgeflippt». Der «Blick» schrieb weiter, dass Borers Frau vor acht Jahren in Berlin schon einmal die Polizei gerufen habe. Weil er seine Ordonnanzwaffe nicht gemeldet habe, sei damals ein Verfahren ­gegen Borer eröffnet worden. «Der Bericht verstösst eindeutig gegen die Persönlichkeitsrechte meines Mandanten», sagt Borers Anwalt Peter Bratschi gegenüber der «SonntagsZeitung». Er habe ihm empfohlen, gegen Ringier zu klagen. Im Gespräch mit dem Blatt gibt sich der Ex-Botschafter entschlossen. «Ich weise seit Jahren darauf hin, dass ich grossen Wert auf die Respektierung meiner Persönlichkeitsrechte lege», sagt Borer. «Ich werde sie wenn nötig auch rechtlich durchsetzen.»

Beim «Blick» reagiert man gelassen. «Wir sehen das Persönlichkeitsrecht von Herrn Thomas Borer in unserem Artikel vom 12. März nicht tangiert», sagt Sprecher Stefan Hackh gegenüber dem «Sonntag».

2002 hatte der «SonntagsBlick» über eine angebliche Sex-Affäre des damaligen Botschafters in Berlin berichtet und musste Borer dafür viel Geld zahlen. Damals am Artikel beteiligt: Ralph Grosse-Bley, seit vorgestern «Blick»-Chefredaktor.

Kommentar: Ich protokollierte in rhetorik.ch die alte Mediengeschichte, die mit einem Vergleich abgeschlossen wurde. Bis heute ist übrigens immer noch unklar, was tatsächlich in der Botschft geschehen ist mit der Nackttänzerin. Es gab nie ein verbindliches Urteil.

Dass Shawne Fielding sich immer wieder ungeschickt verhalten hatte, steht ausser Frage. Die unzähligen Geschichten wurden in den Medien jarhelang publiziert und können jederzeti aufgewärmt werden. Thomas Borer müsste wissen: Publiziert bleibt publiziert. Die Wurstmaschine kann man leider nicht rückwärts laufen lassen, im Glauben, es gebe dann wieder Kühe.

Obschon es immer wieder zu echten Persönlichkeitsverletzungen kommt, sind nicht alle Beiträge, die Medien als Gerüchte kolportieren, eine Verletzhung der Persönlichkeitsrechte.

Thomas Borer muss nun damit leben, dass die alten Geschichten immer wieder aufgewärmt werden. Die Schuld müsste er eigentlich bei seiner Frau suchen, die leider zu mediengeil war und immer wieder alles getan hatte, um in die Medien zu kommen! Er muss wahrscheinlich noch lange für dieses unprofessionelle Verhalten "im Umgang mit Medien" leiden.

LINKS:

  1. Die Katze lässt das Mausen nicht - rhetorik.ch aktuell:

    3. Febr. 2002 ... Auch die Botschaftergattin Shawne Borer-Fielding kann es nicht lassen, ... August 2005: Shawne Fielding ist zurückhaltender geworden ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Feb_03_2002.html - Cached - Similar
  2. Borer und die Medien - rhetorik.ch aktuell:

    Damit muss Shawne Fielding in der neuen Residenz nicht unter Celebrity Entzugserscheinungen leiden. Der Karierreschritt kommt auch nicht ganz unerwartet, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_14_2002.html - Cached - Similar
  3. Shawne Fielding's Klage - rhetorik.ch aktuell:

    12. Apr. 2003 ... Shawne Fielding Borer schiesst mit grossem Geschütz auf die Medienkonzerne Burda und Bertelsmann. Eine längere Geschichte geht somit weiter: ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_12_2003.html - Cached - Similar
  4. rhetorik.ch aktuell: Verhalten und Wirkung

    6. Mai 2001 ... Fielding Bilder vom Max Magazin, Quelle: Fotoausschnitte von André Rival http:// Shawne Fielding, die Frau von Botschafter Thomas Borer, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_06_2001.html - Cached
  5. rhetorik.ch aktuell:

    27. Mai 2001 ... Fielding auf Iguana in CH-Botschaft,Fotomontage: rhetorik.ch,Quelle: Dass Shawne Fielding selbständig handeln will und den Beruf als ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_27_2001.html - Cached
  6. [PDF]

    PRIVATLEBEN UND ÖFFENTLICHKEIT – EIN BALANCEAKT

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View kanzlers Schröder oder von Shawne Fielding – haben dies bestätigt. Wir teilen diese Ansicht, solange ein Fauxpas mit dem Verlag gelöst werden kann. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/balance/07_2004.pdf - Similar
    [ Bookmark ]
  7. Der Fall Borer - rhetorik.ch aktuell:

    1. Apr. 2002 ... Shawne Fielding-Borer konnte in der deutschen Boulevardpresse ihre Chance ..... Borer ist seit Juni 1999 mit Shawne Fielding verheiratet. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_01_2002.html - Cached
    1. knill blog

      Thomas Borers "Texas Girl " SHAWNE FIELDING sorgt auch nach der ... Im Jahr 2002 war es Shawne Borer-Fielding, die in Berlin die Polizei zu Hilfe rief. ... knill.blogspot.com/2010/03/thomas-borers-texas-girl-shawne.html - Cached
    2. knill blog

      21. März 2010 ... Thomas Borer muss nun damit leben, dass die alten Geschichten immer wieder aufgewärmt werden. Die Schuld müsste er eigentlich bei seiner ... knill.blogspot.com/.../hat-blick-die-personlichkeitsrechte.html - 18 minutes ago
    3. knill blog: 15.02.2007

      ( so wie Thomas Borer, der nach seinem Versagen bei der ersten Befrageung nach der Nackttänzerin - nachher sich als Krisenberater zur Verfügung stellte? ... knill.blogspot.com/2007_02_15_archive.html - Cached

Aus 20 Min (Nachtrag):

Freitag, 19. März 2010

Nervenkrieg mit Libyen geht weiter

Absurde Forderungen:

Die Schweizer sollen Bundesrätin Calmy-Rey in den Genfersee werfen!

ich zitiere Blick:

Nervenkrieg um die Polizeifotos von Hannibal Gaddafi. (Keystone)

Nervenkrieg um die Polizeifotos von Hannibal Gaddafi. (Keystone)

Überraschende Wende: Gestern Abend hat Hannibal Gaddafi erklärt, dass er keine finanzielle Entschädigung von Genf wolle. Auf diese Weise widerfahre ihm nicht Gerechtigkeit für die Veröffentlichung der Polizeifotos in der «Tribune de Genève».

«Wir fordern ein internationales Schiedsgericht, das meine Unschuld beweisen wird», sagte Hannibal. Und: «Wir haben Beweise, dass die Anschuldigungen aus der Luft gegriffen sind, das werden wir der ganzen Welt zeigen.» Unterdessen haben sich heute die Anwälte von Hannibal Gaddafi, der «Tribune de Geneve» und des Kantons Genf vor Gericht getroffen. Gaddafi hatte im Dezember gegen den Kanton, die Zeitung und einen ihrer Journalisten Klage eingereicht. Nach Ansicht von Medienexperten ist der Fall der Foto-Veröffentlichung klar: Sie sehen eine Verletzung der Persönlichkeitrechte durch die «Tribune». Uneins sind sie sich über der Höhe der allfälligen Genugtuung: Die Schätzungen reichen von 5000 bis 100´000 Franken. Bislang haben Schweizer Gerichte in ähnlichen Fällen selten mehr als 10´000 Franken Genugtuung gesprochen. «Ich rate ihr, zurückzutreten» Ob sich der Konflikt rasch lösen lässt, ist fraglich. Libyen scheint genügend Zeit zu haben. Täglich wird der Forderungskatalog des Regimes länger. Zur Aufhebung der Einreisesperren in den Schengenraum, einem internationalen Schiedsgericht, Geld und Entschuldigungen kam heute eine weitere Forderung dazu:

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sei das Dossier wegzunehmen, verlangte Aussenminister Moussa Koussa in der Zeitung «La Liberté». Sie nehme die Krise «nicht ernst» und «versteht uns nicht». Koussa möchte künftig mit Bundespräsidentin Doris Leuthard verhandeln. Gaddafi selber sagte über Calmy-Rey: «Ich rate ihr, zurückzutreten und aus der Politik auszusteigen.» Und das Schweizervolk rief er dazu auf, Calmy-Rey in den Genfersee zu werfen, weil ihre Regierung nicht den Interessen des Volkes diene. Keine Zeit hat Max Göldi, der seit über drei Wochen in einem libyschen Gefängnis sitzt. Seine Hoffnung auf eine Begnadigung machte Koussa zunichte: Göldi «muss eine viermonatige Gefängnisstrafe verbüssen. Danach wird er freigelassen.» Ob Göldi Libyen dann verlassen kann, steht auf einem anderen Blatt. (SDA/snx)

Dienstag, 16. März 2010

Mario Fehrs mutige Worte über das jämmerliche Verhalten des Bundesrates

Tagi online:

«Der Bundesrat macht Kotau vor China»

Kotau vor einem chinesischen Yamen

Annamese kowtowing to French soldiers.jpg

SP-Nationalrat Mario Fehr erklärt im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz, wieso er die Absage des Bundesrates an den Dalai Lama nur noch peinlich findet.

Video: Hubert Mooser, Roman Weber

Der Bundesrat hat keine Zeit für den Dalai Lama: Das spirituelle Oberhaupt der Tibeter bei seinem Besuch in Lausanne 2009.

Der Bundesrat hat keine Zeit für den Dalai Lama: Das spirituelle Oberhaupt der Tibeter bei seinem Besuch in Lausanne 2009. (Bild: Keystone)

Artikel zum Thema

Aus terminlichen Gründen (?????) könne kein Mitglied des Bundesrats das Oberhaupt der Tibeter treffen. Dies sagte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Montagnachmittag in der Fragestunde des Nationalrats.

Der Zürcher SP-Nationalrat Mario Fehr hält dies für eine billige Ausrede. «Wenn US-Präsident Barack Obama Zeit findet, den Dalai Lama zu empfangen, dann sollte dies auch für den Schweizer Bundesrat möglich sein», kritisiert Fehr.

«Schäbig und jämmerlich» sei, dass der Bundesrat den Dalai Lama nicht empfangen wolle. In der Schweiz lebten seit 50 Jahren viele Tibeter. Sie hätten den Bundesrat auch zu einer Jubiläumsfeier eingeladen. «Der Bundesrat jedoch kneift und macht den Bückling vor China. Das ist einfach nur noch peinlich.»

In den letzten vier Jahren hat der Dalai Lama vier Mal ein Mitglied des Bundesrats getroffen. Bei seinem Besuch in Lausanne im letzten Jahr wurde das spirituelle Oberhaupt der Tibeter zudem von der damaligen Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi empfangen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Kommentar: Dass sich der Bundesrat von China die Hände binden lässt, ist nicht nur peinlich - es ist ein fragwürdiges Zeichen der Schwäche.

Montag, 15. März 2010

TV Doku-soap mit Behinderten

Nach den Pfahlbauern am Bodensee den Soldaten im Réduit sollen nun Behinderte dieses Jahr für Traumquoten sorgen. Das Schweizer Fernsehen will in den Sommermonaten acht bis zehn Protagonisten gemeinsam eine Badeanstalt führen lassen. Die Hälfte der Gruppe sind geistig behindert. Die Macher von "Big Brother sind beauftragt (die TV Firma Endemol). Pro Infirmis soll für die Behinderten während der Aufnahmen beratend zur Seite stehen. Man will verhindern, dass es zu einem Container-TV kommt oder die Behinderten als Kasperli missbraucht werden. Programmentwickler Urs Fitze: "Es geht darum, Behinderten auf Augenhöhe zu begegnen." Aus meiner Sicht ist es eine Frage der Machart, dass mit dem Film auch das Verständnis für Behinderte gefördert werden kann. Es ist notwendig, zu kontrollieren, dass die moralischen und ethischen Grundsätze eingehalten werden. Was verhindert werden muss ist vor allem eine "Zurschaustellung" der behinderten Akteure. Der voyeuristische Ansatz muss mit allen Mitteln vermieden werden. Dies Sendung ist ein Wagnis und stellt für die Macher eine grosse Herausforderung. Das Fernsehen kann die Chance nutzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Dokumentationsserie bei professioneller Begleitung eine gute Sache werden kann.

Laut Blick ist als Drehort eine Badeanstalt im Raum Schaffhausen vorgesehen. Entschieden soll angeblich noch nichts sein.

Aus meiner Sicht ist es gut, der Gesellschaft bewusst zu machen, dass es geistig behinderte Menschen gibt. Wenn es professionell gemacht wird, können Medien die Realität abbilden.

Meine Söhne hatten das Glück sich in den Sommerferien mit einem geistig behinderten Knaben eines Freundes zu spielen. Ich behaupte, dass diese Erfahrung fürs ganze Leben wertvoll war. Der selbstverständliche Umgang mit diesem behinderten Kind führte zu einem unverkrampften Umgang mit diesem Knaben. Ich darf heute sagen: Diese Kontakte waren für uns alle eine Bereicherung.

Sonntag, 14. März 2010

Hintergrundinformationen zu meinem Vortrag (17. März) am Kongress im KKL:

Kommunikation im Alltag

Wie wirke ich?

Wie überzeuge ich?

von Marcus Knill

Die meisten Menschen interessiert es zu erfahren, wie sie auf andere wirken. Sie möchten vor allem wissen, was ausschlaggebend ist, um andere Personen zu überzeugen.

ZUR WIRKUNG DER PERSOENLICHKEIT

Wer sich mit den Phänomenen der Menschenkenntnis auseinandersetzt, merkt rasch, dass unser BILD (IMAGE), das wir vermitteln, mit vielen Missverständnissen gekoppelt ist.

GESCHICHTE PAPAGEI

LINKS (rhetorik.ch):

1. Menschenkenntnis

Obwohl es keine eindeutigen Dechiffrierlisten gibt, ist es oft möglich, Menschen zu durchschauen. Wer Menschen "durchschauen" will, ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html - Cached - Similar

2. Ist Menschenkenntnis lernbar?

10. Aug. 2000 ... Selbsterkenntnis als Schlüssel zur Menschenkenntnis · Menschen durchschauen - ist dies möglich? Pseudopsychologie ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html - Cached - Similar

3. rhetorik.ch aktuell: Selbsterkenntnis als Schlüssel zur ...

Menschen durchschauen · Ist Menschenkenntnis erlernbar ... Die Fähigkeit andere Menschen zu "erkennen" beginnt bei der Selbstwahrnehmung. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_26/index.html - Cached - Similar

Zum ersten Eindruck

LINKS (rhetorik.ch):

1. Wahr-nehmen oder Falsch-nehmen

1. Der erste Eindruck. Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale Rolle. Der erste Eindruck kann trügen, ... www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html - Cached - Similar

2. Erster Eindruck

15. März 2007 ... In der Fachliteratur wird der erste Eindruck unterschiedlich thematisiert. Es gibt Autoren, die messen ihm keine grosse Bedeutung bei. ... www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html - Cached - Similar

Experten urteilen beim ersten Eindruck oft einseitig.

  1. Erkenntnis: Das Image, das Ansehen einer Person beeinflusst unserer Wertschätzung. Deshalb legen Firmen und Politiker sehr viel Wert auf ihren Ruf.

Wir lassen uns zwangsläufig von Aeusserlichkeiten (Kleidung, Frisur, Attributen), vom Ruf, vom Vorwissen usw. beeinflussen. Ein bekannter PR-Berater erklärte, Stadtratskandidat Zweifel sei bei den Zürcher Wahlen nicht wählbar, weil er lange Haare habe.

LINKS aus rhetorik.ch:

1. rhetorik.ch aktuell: Der Blickwinkel beeinflusst

1. Febr. 2010 ... Das Bild ist eine Allegorie für die Tatsache, dass die eigene Haltung von rechts oder links beeinflusst werden kann. Je nach Blickwinkeln ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_01/index.html - Cached

2. rhetorik.ch aktuell: Der Regina Dugan Test

9. Febr. 2010 ... Der Regina Dugan's Test wird von Peter Lee demonstriert. Dem Zuschauer wird für 5 Sekunden ein Bild mit farbigen Punkten gezeigt, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_09/index.html

Im Alltag lohnt sich, die Wirkung einer Person auf das Gegenüber nicht nur auf Grund EINES Aspektes zu beurteilen, sondern sie ganzheitlich zu betrachten.

==> Ein Stimmanalytiker kann mit einer Stimmanalyse wichtige Aspekte bewusst machen.

Ein Phoniater erklärte mir während des Studiums, wie er mit Stimmanalysen versucht, herauszufinden, ob jemand lügt.

==> Ein professioneller Graphologe überraschte mich mit seinen präzisen Analysen einzelner Schriftbilder.

==> Kinesik Spezialist Samy Molcho ist fähig, aus dem Verhalten einer Person Erstaunliches ablesen.

LINKS (aus rhetorik.ch):

Pseudopsychologie

Pseudopsychologie. ... Auf dieser Seite finden Sie ein Beispiel einer fragwürdigen Pseudopsychologie. Vergleichen Sie die Artikel: ... www.rhetorik.ch/Pseudopsychologie/Pseudopsychologie1.html -Cached

Ich lernte im Laufe der Jahre zahlreiche Spezialisten kennen, die sich mit der Wirkung der Mitmenschen auseinandergesetzt haben.

==> Ein NLP Spezialist (NLP =Neurolingustisches Programmieren) entlarvte in einem Seminar das Gegenüber an den Augenstellungen und versuchte zu prognostizieren, was die jeweilige Person tatsächlich dachte.

==> Es gibt Wahrseher, die beispielsweise erklären, aus einem Signal der Körper- und Gesichtsform usw. das Gegenüber zu entlarven.

Auf dem Markt finden wir zahlreiche Bücher, die beschreiben, wie körpersprachliche Signale punktgenau interpretiert werden können.

==> Ich kenne Personalchefs, die aus dem Vokabular eines Interviews mehr herauskristallisierten können, als der Bewerber eigenlich von sich preisgeben wollte.

==> In einer Grossbank wurde das obere Kader nach dem DISG Modell in Farbtypen eingeteilt.

- D (dominant ROT)

- I (initiativ ORANGE)

- S (stetig GRUEN)

- G (gewissenhaft BLAU)

Das Kader musste Kurse besuchen, um sich selbst und die Mitarbeiter nach diesem Modell einzuschätzen um daraus erworbene Verhaltenstipps im Job anzuwenden. Die Umsetzung dieses Rasters kostete die Bank viel Zeit und Geld. Es erstaunte mich: Diese einfache Methode wurde von vielen Mitarbeitern geschätzt. Denn sie glaubten nun zu wissen, wie man das Gegenüber behandeln kann. Weil sich die meisten Menschen nach einfachen und eindeutigen Zuordnungen sehnen, werden derartige rezeptorientierten Anleitungen geschätzt.

Aus langjähriger Erfahrung habe ich gelernt, dass solche punktuellen Erkenntnisse unter Umständen richtig sein können. Doch sind es immer nur Teilerkenntnisse. Ein einzelner Mosaikstein vermittelt aber noch kein schlüssiges Gesamtbild.

Im Laufe der Jahre wurde mir bewusst: Alle punktuellen Versuche, hinter die Fassade eines Menschen zu sehen, genügen leider noch nicht. Wer Menschen tiefgründiger erkennen will, benötigt einen

GANZHEITLICHEN Ansatz.

Wir benötigen verschiedenen Steine, um ein Gesamtbild zu erkennen. Ich versuche deshalb als Coach, Menschen bewusst ganzheitlich (holistisch) zu analysieren.

Erst dank verschiedenster Mosaiksteine wird es möglich, uns der "Wahrheit" anzunähern.

Alle punktuellen Methoden auch wenn sie als taugliche Mittel angepriesen werden- genügen leider noch nicht, um unser Gegenüber richtig einzuschätzen.

Die Wirkung einer Person bestimmen übrigens nicht Experten, sondern das Publikum.

Wir haben alle seit unserer Kindheit eine "Ausbildung" im Lesen der Körpersignale

Jeder Mensch verfügt daher über eine jahrelange Erfahrung. Das sind wir uns zu wenig bewusst.

Ich wage zu behaupten: Wir alle sind im Grunde genommen Profis und haben seit früher Kindheit an gelernt , die Signale unserer Mitmenschen (Eltern, Geschwister, Kollegen) zu entziffern. Das geschieht weder mit Tabellen, noch theoretisch, sondern vielmehr über die Intuition. Leider ist diese natürlich erworbene Wahrnehmungsfähigkeit vielfach verschüttet. Wir müssten lediglich unsere Sinne d.h. unsere Wahrnehmungsfähigkeit ständig nutzen und stärken.

ZUR WIRKUNG:

DIE EINSTELLUNG IST AUSSCHLAGGEBEND

Zum Zauberwort: EINSTELLUNG

Ein Beispiel aus der Praxis

  1. Es sollte eine Medienkonferenz werden, die Einigkeit und Geschlossenheit signalisiert. Doch das Verhalten der Akteure sagt mehr als die abgelesenen Worte. Die dunkeln Farben, die Spannung in der Muskulatur, die Blicke und das gespielte Lächeln müssen nicht kommentiert werden.

  2. Gedanken lesen fällt nicht schwer!
  3. (Bildquelle Blick)

    Man braucht kein Samy Molcho zu sein, um zu sehen, wie es hinsichtlich Beziehungsebenen zwischen den beiden Ministern bestellt ist. Der Körper kann nicht lügen. Die Auseinandersetzung mit dem fragwürdigen SMS von Calmy - Rey , das grosse Zerwürfnis - trotz Entschuldigung der Aussenministerin - ist den beiden Kontrahenten nicht nur ins Gesicht geschrieben. Wer glaubt, man könne Risse in der Beziehungsebene rasch kitten, täuscht sich. Es gibt keinen Seelenkleber , der hilft, wenn auf der Beziehungsebene zu viel Geschirr zerschlagen worden wurde.

    Beobachtungsübung: Beschreiben Sie den Gesichtsausdruck, die Haltung und formulieren Sie, wie die zwei Akteure auf Sie gewirkt haben.

    FAZIT: DIE EINSTELLUNG WIRKT SICH ZWANGSLAEUFIG AUF DIE KOERPERSPRACHE AUS. FOLGLICH..........

  4. DER KOERPER VERRAET IMMER DIE EINSTELLUNG DER AKTEURE.
  5. DIE BUNDESRAETE KONNTEN DIE MISSTIMMUNG NICHT UEBERTUENCHEN, UND SO TUN, ALS SEI MAN EIN HERZ UND EINE SEELE

Bei der Einstellung geht es um unsere innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt auch die Stimme mit der jeweiligen Stimmung überein.Der der Körper sendet automatisch jene Signale, die unsere Einstellung hervorruft.

Ueberzeugen durch verEINfachen

AUSSAGEN UND ARGUMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN

Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation

Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement

  1. Information - Informationsflut

    Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
  2. Zeit managen - aber wie?

    3. März 2002 ... Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu ... www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - Cached - Similar
  3. Die Informationen sammeln – und sinnvoll verarbeiten Beschaffung ...

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View stellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein? In unserem Fall zeichneten wir ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar

Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen

Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen bei Unternehmen.
Eine Kernbotschaft
So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
  • Einem Bild
  • Einer Analogie
  • Einer Geschichte
  • Einer Erzählung
  • Einem Beispiel
Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass alle Sie verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen Sie nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer Person länger als 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild. Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren zu können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig. Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig Eindruck hinterlassen.
  1. Mut zum Vereinfachen

    Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen. www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - Cached - Similar

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Aktuelle Analysen von Personen:

rhetorik.ch aktuell: Die Entschuldigung von Tiger Woods

19. Febr. 2010 ... Nachdem Tiger Woods wochenlang die Negativ-Schlagzeilen dominiert hat, wartete die ganze Welt auf eine öffentliche Entschuldigung des ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_19/index.html -Cached

rhetorik.ch aktuell: Zum Nef-Interview im Tele Züri

Ex-Armeechef Roland Nef hat erstmals nach eineinhalb Jahren öffentlich Stellung zur Affäre genommen. Er rechnete auf "Tele Züri" mit den Medien ab: Er sei ... www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_02/index.htmlCached

7 Regeln zum besseren Überzeugen

I Sorgfältig Planen

Wählen Sie die Redeform, die Manuskriptform und den allfälligen Medieneinsatz. Vollmanuskript, Stichwortzettel oder freie Rede?
Was Kernbotschaft Wann Redner vor mir, nach mir? Wer Zuhörerschaft Wo Technische Mittel, Raum, Klima Wie Methodik, Medienwahl, Redeform

II Thema eingrenzen

Was will ich erreichen? Was wollen die Leute hören? Wie ist die Alters-, Bildungs- und Berufstruktur des Publikums? Ist es eine Pflichtveranstaltung? Gibt es Tabu-Bereiche? Ist etwas aktuell passiert? Versuchen Sie, Ihre Botschaft in drei oder gar nur einem Satz zusammenzufassen. Was ist das Kernargument? Formulieren Sie ein Maximal- und Minimalziel.

III Ideen sammeln

Stoff- und Argumentsammlung, detaillierte Recherchen zum Thema, Publikum, Vor- oder Nachredner, gegnerischen Argumenten. Beim Gedankensammeln kann Brainstorming helfen: Beim Gedankenaustausch von Ihren Interessen leiten lassen.

IV Argumente beachten

Nach der Stoffsammlung und der inhaltlichen Formulierung kommt der strategische Aufbau der Rede oder des Statements. Es geht um die Gliederung und Gewichtung der Argumente, wie auch um Aufbau und Struktur des Beitrages.

V Pausen einplanen

Sprache, Melodie und Rhythmus ist Ihre Visitenkarte. Mit Sprechpausen wird Spannung und Rhythmus erzeugt. Pausen helfen, Struktur und Gedanken zu präzisieren und den nächsten Gedanken vorzubereiten.

VI Authentisch bleiben

Im Zweifel glaubt der Zuhörer der Körpersprache mehr als Worten. Gestik und Mimik sind das "verlängerte Sprachrohr" des Redners. Wer körpersprachlos redet, wird schlechter verstanden und überzeugt nicht. Kein Theater spielen. Arbeiten Sie am eigenen Stil.

VII Frei sprechen

Die Zeiten des auswendig lernens sind vorbei. Wenn Sie nicht zitieren müssen - sprechen Sie frei - nach Stichworten.