Bundeskanzlerin Angela Merkel sitzt neben Berlins
Regierendem Bürgermeister Michael Müller im Berliner Dom. (Quelle RP-online)
Berlin An
diesem Mittwoch feiert die Bundesrepublik 28 Jahre deutsche Einheit. Im
Berliner Dom beginnen am Vormittag die offiziellen Feierlichkeiten. Zum
Bürgerfest rund um das Brandenburger Tor werden Zehntausende erwartet.
KOMMENTAR: Ich arbeite oft in Deutschland. Immer noch sprechen die Westdeutschen von den Ossis. Immer noch gibt es Lohnunterschiede. Immer noch muss der Westen für die ehemalige DDR zahlen. Wie lange es geht, bis tatsächlich von EINHEIT gesprochen werden kann, steht in den Sternen.
5 Gründe, warum es eine aussergewöhliche Serie ist
Zugegeben: «Babylon Berlin» bedient mich mit perfekt inszenierter
Reizüberflutung. Hier sind 5 Gründe, warum die Serie Erfolg haben wird.
Legende:
Im Club «Moka Efti» werden in der Serie die wildesten Parties gefeiert.
1: Verruchtes Berlin der 20er
Hemmungslose
Parties, Kokain und offen gelebte Homosexualität.
Die deutsche Hauptstadt war in den 1920er Jahren ihrer Zeit weit
voraus.Die Stimmung in der Serie erinnert häufig an heute. Motto:
Feiern bis zum Weltuntergang.
2: Eine Serie wie ein Videoclip
Die
besten Szenen sind jene, wo gar nicht viel passiert. Wo man eintaucht
in schrille 20er-Jahre Parties. Oder absteigt in den düsteren Berliner
Untergrund. Babylon Berlin kommt daher wie ein Videoclip mit schnellen
Schnitten und lauter Musik.
«Babylon
Berlin» ist clever in den geschichtlichen Hintergrund eingebettet. Wir
sind im Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen, es herrscht
Klassenkampf zwischen verarmten Bürgern und opulent lebender
Oberschicht. Hinter dieser Kulisse rotten sich die Nazis zusammen.
Teuerste Deutsche Serie
Legende:Kulisse bei den Dreharbeiten zu «Babylon Berlin».Sky/ARD
Mit
Produktionskosten von 40 Millionen Euro geht «Babylon Berlin» als
teuerste nicht-englischsprachige Fernsehproduktion in die Geschichte
ein. Ganze Häuserzeilen des weitgehend zerstörten Vorkriegs-Berlin
wurden nachgebaut. Mehr als 1'000 Leute arbeiteten am Grossprojekt.
Gedreht sind bislang zwei Staffeln. Eine dritte haben die Fernsehsender
ARD und Sky in Auftrag gegeben.
4: Verschwörungstheorien
Geheimniskrämerei
gibt es zu genüge in «Babylon Berlin». In versteckten Wohnungen werden
Pornos gedreht. Splittergruppen russischer Kommunisten schmuggeln
tonnenweise Gold ins Land. In abgelegenen Tälern treffen sich Nazis zu
Geheimversammlungen. Und irgendwie hängt das alles zusammen. Nur wie? Der Überblick über die sehr dichte Handlung geht oft
verloren. Aber halb so schlimm: «Babylon Berlin» zu schauen, fühlt sich
ein bisschen an wie eine rasante Schnellzugfahrt. Da muss man auch nicht
jeden Baum am Gleisrand sehen.
5: Heisse, heisse Hauptfiguren
Legende:
Sexy und immer ein bisschen abgelebt: Polizeikommissar Gereon
Rath (Volker Bruch) und seine Ermittlungspartnerin Charlotte (Liv Lisa
Fries).
Sky/ZDF
Polizeikommissar Gereon
und seine Assistentin Charlotte sehen gut aus. Man könnte
ihnen stundenlang zusehen, wie sie durch die Strassen Berlins rennen.
Hübsch, aber meist etwas abgekämpft. Wer eine grosse Verschwörung
aufdecken will, kommt halt nicht zu viel Schlaf. SRF zwei zeigt «Babylon Berlin» als Eventserie ab dem 30. September in Blöcken von zwei oder drei Folgen pro Abend. Direkt nach der Ausstrahlung stehen die Folgen online bei Play SRF zur Verfügung. Ab dem 9. Oktober kann dann die ganze erste Staffel gebingt werden, ab dem 5. November Staffel 2.
Berlin
– Die AfD ist einer Umfrage zufolge die zweitstärkste Partei in
Deutschland. Sie legt im Sonntagstrend, den das
Meinungsforschungsinstitut Emnid ...
Die
AfD ist einer Umfrage zufolge die zweitstärkste Partei in Deutschland.
Sie legt im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid
wöchentlich für ...
«Macht das Swisscom tatsächlich, wäre das eine
unglaublich interessante Fallstudie», sagt Tom Hanan auf einem Podium am
Swiss Media Forum in Luzern.(QUELLE PERSOENLICH)
Tom Hanan, Matthias Ackeret, Petra Dreyfus und Manfred Strobl. (Bild: swissmediaforum.ch)
Der Auftritt des abtretenden Bundesrates, der von den Medien immer wieder kritisiert oder lächerlich gemacht wurde, sagte für mich viel aus. Es wurde zwar von einem, lockeren Auftritt gesprochen und geschrieben. Doch wenn man seine Rede genau auf sich wirken liess, hinterliess der von den Medien gebeutelte Magistrat ein trauriges Bild. Es war keine freie Rede. Nach einem gelungenen humorvollen Einstieg klammerte sich der Wirtschaftsminister ans Manuskript und beim Ablesen blickte er stets krampfhaft aufs Papier.
Nichts von Dialogik. Die wichtigste Botschaft vermittelte er immer dann, wenn er fürs Publikum humorvolle Zwischenbemerkungen mit leiser Stimme nur so nebenbei einfügte, welche vom Publikum mit Lachen quittiert wurde. Da konnte man aber erkennen, wie der Bundesrat im Grunde genommen unter der Kritik gelitten haben muss.
Mehrere Male erwähnte er: Mir macht eigentlich Kritik nichts aus, aber meiner Frau, den Kindern, meiner Familie.
Für mich war der Bundesrat vor den Medienvertreters in Luzern eine tragische Figur. Es wurde mir bewusst, wie das Opfer der Medien gelitten haben muss. Die Wunden wurden lediglich übertüncht.
Ella
Fitzgerald mit ihrer stets makellosen Darbietung, Louis Armstrong mit
seiner Stimme wie ein Schmirgelpapier: Die beiden sind die
Idealbesetzung für jede Musik von George Gershwin. Ein Klassiker.
Keiner
ist cooler als Miles Davis in den 1950er-Jahren. Sein Sound hat den
Cool-Jazz mitdefiniert, seine Zusammenarbeit mit Gil Evans ist
unübertroffen.
Im
Summer of Love singt die Blumenfrau Janis Joplin eine Version von
Summertime, wie sie zerrissener nicht klingen könnte. Küsse, Bisse, das
reimt sich – keine weiss das besser als sie.
Dass
der schräge Vogel Schneider ein hervorragender Musiker ist, wissen
immer noch nicht alle. Dass er den Text verdreht (die Frau ist reich,
der Mann schön) passt perfekt zu ihm, auch wenn er das wahrscheinlich
nicht als Erster gemacht hat.
Diese
Version gilt es zu entdecken: 80 Jahre nach der Entstehung von «Porgy
and Bess» mag sich der über 70-jährige deutsche Klavier-König noch immer
auf «Summertime» einlassen. Was für ihn ebenso spricht wie für das
Stück.