Donnerstag, 15. März 2018

Zur Macht der Sprache

Für rhetorik.ch ist dieses Buch empfehlenswert:

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Worte vom Wolf

Einer der bildmächtigsten Sprachkünstler ist der Journalist, Buchautor und Querdenker Wolf Schneider. Er war 16 Jahre lang Leiter der Hamburger Journalistenschule, ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und seine 27 Fachbücher sind eine wahre Inspiration für Redner, Schreiber und Sprachliebhaber.

Zum Einstieg empfehlen wir:

Wolf Schneider
Wörter machen Leute
Magie und Macht der Sprache
Piper Verlag,
14.00 €




Mittwoch, 14. März 2018

Auch bei den Menschen braucht Annäherung Zeit

Zürichs Tiger daten sich noch durchs Zoo-Gitter (Artikel enthält Bildergalerie)

Zürichs Tiger daten sich noch durchs Zoo-Gitter

Amurtiger Sayan ist neu im Zoo Zürich eingezogen.  (Quelle SRF)

KOMMENTAR: Wer kennt nicht jene Menschen, die zu direkt, 
zu plump mit der Türe ins Haus fallen. Sie könnten von dem
Tigerpaar lernen. 

Dienstag, 13. März 2018

Mediensplitter zur EU Arena vom 9. März

Blocher startet zum letzten Gefecht - in der ARENA überzeugt er  heute medienrhetorisch nicht mehr.



Der Gralshüter der unabhängigen Schweiz ist in der ARENA nicht mehr der Medienrhetoriker wie bei der EWR Auseinandersetzung. Christoph Blocher ist  medienrhetorisch stehen geblieben, nach meinem Dafürhalten sogar zurückgefallen. Sein Poltern und sein ständiges Dreinreden kommt nicht mehr gut an.
Die Bevölkerung liebt harte Auseinandersetzungen. Geschätzt wird heute aber das Fechten mit dem Florett des Geistes und nicht mehr die Brüllrhetorik.  Ich habe mir die Sendung angesehen und stellte fest: Blocher kann in so einer Runde zu wenig diffenzieren zwischen den Formaten TELE-BLOCHER und ARENA. Auf dem Internetkanal hat er genügend Zeit, seine Gedanken lange auszubreiten. Doch in der ARENA hat er es verlernt, Sachverhalte kurz und konkret auf den Punkt zu bringen. Weshalb delegiert er nicht jene Akteuere in den Ring, welche  vor Mikrofon und Kamera überzeugen? Akteure wie Roger Köppel oder Adrian Amstutz. An guten Personen mangelt es bei der SVP nicht.
Wer die Sendung gesehen hatte, konnte sehen, dass Blocher ungehalten und meist viel zu laut sprach. Er bringt es in so einer Runde nicht mehr fertig, souverän über das Sache zu stehen. Er war zu ungehalten. Seine Lippen vibrierten, wenn er nicht sprechen konnte und fiel allen ständig ins Wort.   
Wenn Blocher sein letzte Gefecht gewinnen will, muss er bei solchen heiklen Medienauftritten die Rollen neu verteilen. Er sollte nicht mehr allein die Rolle des Kämpfers an Duellen übernehmen. Er hat fähige Leute, die am Bildschirm besser wegekommen. Roli Brunner war so eine Person.
Christoph Blocher hat zwar  die Europapolitik geprägt wie kein anderer. Nun tritt er aus der SVP-Leitung ab – und will das Rahmenabkommen mit der EU versenken. Es ist  nachvollziehbar, dass Jonas Projer den zurücktretenden Strategiechef der SVP in der Runde haben wollte.
Die ARENA machte bewusst, dass auch Camille Lothe und Christoph Blocher am Bildschirm kein Dreamteam  sind. Blocher entzog selbst der Präsidentin der Jungen SVP/ZH  das Wort. Während Blocher nicht mehr ARENA tauglich ist, so ist Lothe  nach meinem Dafürhalten  noch zu wenig ARENA tauglich. Ihr fehlen  einige Trainingseinheiten. Die ARENA darf für die SVP in der heutigen Situation kein Trainingsfeld mehr sein.
Es ist übrigens erstaunlich, wie Euroturbo Wermuth medienrhetorisch mit seiner ruhigen Art punkten konnte.
Er hat seine raffinierte Dialektik in den letzten Jahren laufend verfeinert. Seine Gegner haben es schwer, sein gedankliches Schachspiel zu erkennen. Er spielt auf einer höheren Liga wie der ehemalige Blocher Gegner Peter Bodenmann bei der EWR Auseinandersetzung.
Heute gewinnt nicht mehr der Brüller und Polterer. Wir haben es bei der No Billag Debatte erleben können, wie Ladina Heimgartner mit ihrer natürlichen freundlichen Art aber ihren kurzen, klaren, verständlichen Aussagen viel mehr überzeugte als Kessler. Oder in Oesterreich: Dort verstand es der neugewählte Kanzler Kurz die Bevölkerung für sich zu gewinnen. Auch dank  des echten freundlichen, stets guten Zuhörens. Er zeigte Verstädnis für die Gegenseite, verdeutlichte dann aber immer wieder, warum er die Situation anderst beurteilt. Das Publikum honoriert heute  Schreier nicht mehr.


Blocher tut seinem Anliegen mit solchen Aufritten, wie wir sie an der letzten ARENA erleben konnten, keinen Gefallen.
 Jonas Projer hatte folgende Besetzung  in der «Arena»:
  • Robin Udry, Generalsekretär Pro Tell
  • Urs Berner, Vorstandsmitglied Swissmem, Inhaber Urma AG
  • Peter Gehler, Vorstandsmitglied scienceindustries, Leiter Pharmapark Siegfried Zofingen

Montag, 12. März 2018

Politisch korrekte Zensoren verschlechtern die Literatur

Testleser sollen in US Verlagen kritische Stellen entfernen

Felix E. Müller bringt es in der NZZ am Sonntag  auf den Punkt:

"Etwas lässt sich in der Debatte nicht wegdiskutieren: Im Kern geht es darum, dass gewisse Dinge nich tmehr gesagt oder geschrieben werden dürfen."


Links über die Zerstümmelung der Literatur:  

1. Jan. 2004 ... Die Anstrengungen in den 60er und 70er Jahren, Fairness und Balance in die Textbücher der Schule und Prüfungen zu bringen waren sicher zum Teil notwendig. Die Sache wurde aber auch übertrieben. Das Sachbuch "Die Sprachpolizei" von Diane Ravitsch analysiert und kritisiert Fehlentwicklungen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
10. Okt. 2016 ... Political Correctness führt in den USA bereits zur Hexenjagd, und die Kommunikationslandschaft mutiert zunehmend zum Minenfeld. Auch die Medien sind betroffen. Die grotesken Forderungen der. Sprachpolizisten schiessen am Ziel vorbei und geben Provokateuren wie Donald Trump sogar. Auftrieb.
www.rhetorik.ch/Aktuell/16/09_27/10_16.pdf

Samstag, 10. März 2018

Ruhe vor dem Sturm?

Zum umstrittenen Rahmenabkommen:

RUHE VOR DEM STURM





Die Positionen werden allmählich besetzt.

Der Krieg um Worte hat begonnen.







Euroturbos und Verfechter der Unabhängigkeit der Schweiz rüsten sich bereits für eine bevorstehende Auseinandersetzung.

Der Schweiz steht eine harte Ausmarchung à la EWR Abstimmung bevor.

Die Blocher TV Konsumenten haben längst erkannt:

Christoph Blocher konzentriert sich bei der Grundsatzdiskussion Rahmenabkommen seit geraumer Zeit auf die Kernproblematik:  Unabhängigkeit der Schweiz bewahren und  Kampf gegen fremde Richter. Es ist damit zu rechnen, dass er  bei dieser Grundsatzfrage schon vor einer Abstimmung sein ganzes Vollprogramm abrufen wird. Seinen überraschenden Rücktritt aus dem Parteileitungsausschuss begründet er ungechminkt: „ Ich trete aus der Parteispitze zurück, um mich für den Kampf gegen das Rahmenabkommen zu stärken."


Lange Zeit herrschte in der Europafrage Ruhe vor dem Sturm. Politiker wollten bis anhin dieses heisse Eisen nicht richtig anpacken.

Ein EU Beitritt war zu wenig beliebt. Bei den meisten Parteien war dies bislang  gar kein Thema.

Bei den Euroturbos zeichnet sich nun offensichtlich eine Wende ab. Immer mehr Politiker wollen der EU entgegenkommen. Weil die Schweiz auf die EU angewiesen ist und die EU von der Schweiz kompromisslos Zugeständnisse fordert (schon wegen des Brexit), sind viele bereit, die Unabhängigkeit in Frage zu stellen. Sie möchten vor allem mit einem RAHMENABKOMMEN die bilateralen Verträge  retten. Für die SVP ist dies jedoch ein Schleichweg zu einem EU Beitritt.


Der ehemalige Juso Präsident und Nachfolger von Tim Guldimann (SP) positionierte sich jüngst glasklar und unverblümt. Er sagt:

"Die Schweiz gehört in die EU".

Die FDP ist die Gralshüterin des Bilateralen Weges. Als einzige Partei hat sie diesen immer ohne Wenn und Aber unterstützt. Sie sucht beim Rahmenvertrag eine Lösung mit einer roten Linie.

Bundesrat Cassis skizziert nun bei dieser Auseinandersetzung  einen Ausweg. Er hat gleichsam seinen "Reset Knopf" gefunden. Das System ist jedenfall wieder am hochfahren. Ob das  unabhängigen Schiedsgericht das Ei des Kolumbus ist, wird sich noch zeigen.


An einer  Auslegeordnung der FDP in Genf zur Europapolitik war zu vernehmen, dass diese Partei in der bevorstehenden Europadebatte eine Allianz aus FDP, CVP und SP gegen die SVP anstrebt.

Bei der SP drängt  Christian Levrat  den Bundesrat zu einem schnellen Abschluss des Rahmenabkommens. Er hat jedoch ein Problem: Die Gewerkschaften sind ihm in den Rücken gefallen.

Sie akzeptieren das Abkommen in dieser Form nicht. Die Gewerkschaften befürchten  eine Aufweichung der flankierenden Massnahmen.



Die Krux mit dem Namen.


Die Gegner des Rahmenvertrages machen bereits auf  verbale Beschönigungen dieses Rahmenabkommens aufmerksam, der die  Eigenständigkeit der  Eidgenossenschaft aushebeln würde.

Junker tarnte den Rahmenvertrag  als "Freundschaftsvertrag". Nach den Druckversuchen aus Brüssel scheint aber dieser Begriff erst einmal vom Tisch.

Statt automatischer Rechtsübernahme macht der harmlose Begriff "dynamische Rechtsanordnung" die Runde.

Die Strafmassnahmen, welche die EU bei Nichteinhalten einer neuen Anordnung erlassen kann, wurden als "Ausgleichsmassnahmen" beschönigt. Es gibt auch den Versuch, das Rahmenabkommen als "Konsolidierungabkommen" zu verbrämen. Der Krieg um Worte ist  jedenfalls bereits im Gang.

Aussenminister Cassis, der die Verhandlungen mit neuem Schwung vorantreibt, spricht neu von "Marktzugangsabkommen".

Für die SVP ist das Abkommen in der heutigen Form  ein "Knebelvertrag".

Aussenminister Cassis jüngster Vorschlag, die Problematik  "fremde Richter" mit einem unabhängigen Schiedsgericht, kommt zwar allgemein gut an.

Einzig die SVP ist unzufrieden. Sie spricht von einem "Unterwerfungsvertrag". Matchentscheidend sei die geplante dynamische Rechtsübernahme. Auch mit dem Schiedsgericht gelte das Recht des Stärkeren.


Fazit: Nachdem der Bundesrat nun gewillt ist, das  Rahmenabkommen mit der EU- dank der festgelegten roten Linie - möglichst rasch abzuschliessen, ist es absehbar, dass  trotz des jüngsten Vorschlages von Bundesrat Cassis noch eine  harte Auseinandersetzung bevorsteht. Die Bundesräte haben sich in der Europapolitik während den vergangenen Wochen noch heftig widersprochen. Falls das Volk mit entscheiden kann, ist mit einer sehr emotionalen Ausmarchung zu rechnen,  bei der beide Seiten aus allen Rohren schiessen werden. Die Geschütze werden jedenfalls  bereits in Stellung gebracht. Die Profiteure der Auseinandersetzung sind im bevorstehenden Kampf: Politologen, Medien, Analytiker und Parteien. Medienrhetorisch können sich bei dieser Debatte die Parlamentarier profilieren. Bei der Europafrage lautet die Wetterlage in der politischen Landschaft derzeit: Ruhe vor dem Sturm.


Freitag, 9. März 2018

Ein bekanntes Volkslied "Im Märzen der Bauer....."

Im Märzen der Bauer

 

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Volkslied

Das romantisch verklärtes Lied vom fleissigen Bauernvolk stammt aus Mähren. Die erste Strophe geht auf ein älteres Kalenderlied zurück, das der Sternberger Männergesangsversion 1884 für einen Wettbewerb überarbeitete und erweiterte.
Das uns heute geläufige Lied wurde von dem Musikpädagogen und Mitbegründer der Jugendmusikbewegung Walter Hensel (1887–1956) textlich und musikalisch bearbeitet. 1923 erschien diese Version erstmalig in seiner Liedersammlung Das Aufrecht Fähnlein.
Im Märzen der Bauer ist bis heute eines der bekanntesten und beliebtesten Frühlingslieder. (Quelle: Liederarchiv) 

Musiknoten zum Lied Im Märzen der Bauer

Liedtext

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt.
Er setzt seine Felder und Wiesen in Stand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät.
Die Bäurin, die Mägde, sie dürfen nicht ruhn,
sie haben im Haus und im Garten zu tun;
sie graben und rechen und singen ein Lied
und freun sich, wenn alles schön grünet und blüht.
So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.
Das ursprünglich aus Nordmähren stammende Lied wurde »von der deutschen Landbevölkerung der mährischen Sudeten häufig und gern gesungen.« so der österreichische Ethnomusikologe Josef Pommer (1845 -1918). Daher sind verschiedene Fassungen überliefert. So lautet eine ältere Version des Liedtextes:
Im Märzen der Bauer
Die Rößlein einspannt;
Er pfleget und pflanzet
All' Bäume und Land.
Er akkert, er egget,
Er pflüget und sät
Und regt seine Hände
Gar früh und noch spät.

Den Rechen, den Spaten,
Den nimmt er zur Hand
Und ebnet die Äcker
Und Wiesen im Land.
Auch pfropft er die Bäume
Mit edlerem Reis
Und spart weder Arbeit
Noch Mühe und Fleiß.

Die Knechte und Mägde
Und all sein Gesind,
Das regt und bewegt sich
Wie er so geschwind.
Sie singen manch munteres,
Fröhliches Lied
Und freu'n sich von Herzen,
Wenn alles schön blüht.

Und ist dann der Frühling
Und Sommer vorbei,
So füllet die Scheuer
Der Herbst wieder neu.
Und ist voll die Scheuer,
Voll Keller und Haus,
Dann gibt's auch im Winter
Manch fröhlichen Schmaus.

.

Im Märzen der Bauer - Kinderlieder zum Mitsingen | Sing Kinderlieder ...

https://www.youtube.com/watch?v=LoJ4_9zyfe4
11.08.2014 - Hochgeladen von Sing mit mir - Kinderlieder
Im Märzen der Bauer - Unser gutgelaunter Bauer zeigt Euch, was er ab dem Frühjahr alles erledigen ...
KOMMMENTAR:
Das Lied verklärt die Landidylle. In Wirklichkeit übernimmt heute der Traktor das pflügen, eggen und säen.  Auch früher gab es keine Rösslein, sondern schwere Ackergäule. 
Das Lied romantisiert auch dies harte Arbeit im 19. Jahrhundert.
Ohne die heutigen maschinellen Küchenhelfer, ohne Staubsauger, Waschmaschine und andere technische Hilfen war die Arbeit im Haus damals ebenfalls sehr  schwere Arbeit. Auch von den beschwerlichen Verrichtungen im Stall und in der Scheune erfahren wir nichts. Wenn damals der Bauer das Gras und Getreide gemäht hat, war damit  enorm viel Arbeit verbunden.
Wir erfahren auch nichts von all dem grossen Aufwand, den er betreiben musste: Mit der Sense das Gras mähen,  es ab und zu zum besseren Trocknen mit der Heugabel umzudrehen. Dann mit der Sense das Getreide zu  mähen und es zum Trocknen in Garben zu binden. Später musste es der Bauer auf einen Anhänger mit Pferdegespann laden und mit dem "Rößlein" zur Scheune bringen. Dort war das Heu in Heuhaufen zu stapeln und das Getreide portionsweise auf der Tenne auszubreiten, um es dann tagelang mit dem Flegel schweisstreibend zu dreschen.
Die Körner mussten in Säcke gefüllt, die Säcke auf den Anhänger getragen und zur Mühle gefahren werden usw. Eine Arbeit ohne Ende.
Das Lied Im Märzen der Bauer wird jedoch noch heute wegen des leicht verständlichen Inhalts und der eingängigen,  einfachen Melodie im Dreivierteltakt gern gesungen, weniger von den Leuten auf dem Lande, als von den Städtern, die gern mal dem Getriebe der Stadt und der Stadtluft entfliehen oder mit Familie und kleinen Kindern "Ferien auf dem Bauernhof" machen und sich an der Natur und der guten Luft erfreuen.

Donnerstag, 8. März 2018

Zum Frauentag (Do., 8. März)

 Zur Problematik Mutter und Karriere:

Wo bleibt die Anerkennung der Kinderbetreuung?

Es gibt viele gut ausgebildete Frauen, denen das Wohl der Kinder einen hohen Stellenwert hat.
Sie wissen, wie wichtig die Prägung des eigenen Kindes während der ersten Jahren ist.

Sie wollen keine anonyme Fremdbetreuerin oder das Abschieben des eigenen Nachwuchses.
Ein Kind, das fremdbetreut wird, entwickelt sich nicht gleich, wie wenn es die  Möglichkeit hat, individuell gefördert zu werden. Folgender Satz wertet diese Mutterbetreuung ab:

  «Es gibt kein Land in Europa mit so vielen gut ausgebildeten Frauen, die Teilzeit arbeiten und zu Hause VERSAUERN. Sie können in untergeordneten Jobs ihr Potenzial kaum ausschöpfen."

Das Verb "versauern" redet den bewussten persönlichen wertvollen Aufwand für das eigene Kind schlecht.  Für die Gesellschaft hat die eigene Kinderbetreuung einen unbezahlbaren Wert. Es ist erwiesen: Das  Kind kann in erster Linie mit der Mutter ein Urvertrauen  aufzubauen. Das kann später nicht mehr nachgeholt werden.
Weshalb wollen dies gewisse Autorinnen nicht wahr haben?




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Wer in den Städten die Betreuerinnen sieht, die  Kinder in Wagen mit 5-6 Kinder in Einkaufszentern herumkarren und diese ab und zu füttern, ansonsten diese Kinder nur so betreuen, dass die anvertrauten Sprösslinge später wieder unfallfrei abgegeben werden können.  müsste sich Gedanken machen über die Beziehung Mutter Kind.
Wenn die Beziehungszeit Mutter - Kind in den Medien dermassen abgewertet wird, müssten diese Bilder zu denken geben.
Die persönliche Betreuung und Förderung des eigenen Kindes durch die Mutter sollte viel mehr geschätzt werden.
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Ich zitiere einen Leserkommentar auf SRF:

Es ist schon interessant, dass die Fachleute für Gleichstellungsfragen genau zu wissen scheinen, was Frauen wollen. Könnte es nicht sein, dass es deshalb so wenig Frauen in gewissen Bereichen gibt, weil viele Frauen nicht dort sein wollen. - Vielleicht sollte das Gleichstellungsbüro den Frauen endlich die Freiheit lassen, das zu entscheiden, was sie gerne möchten und aufhören so zu tun, als ob sie alle Frauen vertreten würden. Ich erlebe Frauen nämlich viel mündiger als hier dargestellt wird.

FAZIT: Ueberlasst doch den Frauen die Freiheit, selbst zu entscheiden, was sie als sinnvoller sehen: Eine Karriere bis an die Spitze einer Institution oder mit dem guten Gefühl gelebt zu haben: Ich habe alles getan  für mein Kind. Es ist keine überholte Erkenntnis, dass auch der Staat letztlich von gesunden Familien profitiert.