Freitag, 26. Januar 2018

Ein besonderer Händedruck am WEF - der für sich spricht

May-Trump


Selbstversuch: Copieren Sie diesen Händedruck
- einmal als Trump (Sie quetschen dem Sparringpartner 
genau so die Hand)
 

-  dann noch einmal, indem Sie sich die Hand vom Sparringpartner pressen lassen (in der Rolle von May)

 Tauschen Sie die Erkenntnisse aus.

Sie stellen sehr schnell fest, 
was ein derartiger Händedruck 
gefühlsmässig auslösen kann.

Dank dieser kurzen Uebung  erkennen  

Sie zudem, was prozessorientiertes Lernen ist.

 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Das Mädchen und der Milchbubi

Es geht um die Macht der Worte - 
es geht aber nicht immer nur  um Sexismus?

Angela Merkel wurde am Anfang  ihrer Karriere oft als „Kohls Mädchen“ bezeichnet. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl hatte Merkel stets gefördert. Später mutierte sie dann von „Kohls Mädchen“ zur „Mutti der Nation“. Beide Bezeichnungen sprechen der Kanzlerin Kompetenz ab.

Bildergebnis für Merkel  
 
Man denkt zwar bei „Mutti“ nicht an  erfolgreichen Resultate  bei ihrer Tätigkeit.
Die Kritiker wollen die Politikerin mit Worten demontieren.
Worte wie „Mädchen“ und „Mutti“ sind zwar normalerweise gar nicht beleidigend. Eine „Mutti“ ist im familiären Kontext durchaus angebracht, wenn eine Familie ihr "Mutti" schätzt. Auch „Mädchen“ hat als für Bezeichnung Minderjährige nichts abwertendens. Wenn jedoch bei einer Kanzlerin von „Mutti“ und „Mädchen“ gesprochen wird, so will man diese Person bewusst abwerten und ihr die Kompetenz absprechen. Das erfolgt aber nicht nur bei Frauen.

Auch Politiker werden bewusst abgewertet, wie beispielsweise mit der Bezeichnung "Milchbubi" für den neuen oeserreichischen Kanzler Kurz.
Oder auch beim sprechgewandten Kontrahenten von Schulz, dem Jungsozialisten Kevin Kühnert, der als "Der Mann mit dem runden Bubigesicht" oder im Titel in der Bildzeitung so beschrieben wird:
"Dieses Milchgesicht will Merkel stürzen".

Bildergebnis für Kühnert


Die Abwertung mit Worten sollten wir beachten. Doch dürfen weder Politikerinnen noch Politiker zu
dünnhäutig sein, wenn sie bewusst verbal demontiert werden. Oft wird die Demontage nur bei den Frauen gesehen. Das trifft nicht zu. Die bewusste Abwertung von Personen an der Macht dürfen somit nicht auf die sexistische Ebene verlagert werden.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Zur Rhetorik der SPD Exponenten am Parteitag

Nach dem Parteitag ist die SPD gespalten:
Schulz hat zwar gesiegt (dank Nahles).
Doch überzeugt hat des Jungsozialist Kühnert.

Kühnert werde ich später gesondert analysieren.
Nachfolgend die Beurteilung der Reden von Nahles und Schulz.
Beide wollten die Skeptiker der Partei überzeugen.

Zur Brüllrede der SPD Frontfrau Andrea Nahles:

Bildergebnis für Brüllende Andrea Nahles  

- Es ist eine emotionale Rede
- sie wirkt authentisch
- engagiert
- energisch
- kämpferisch
- teilt aus (gegen den "blöden Dobrinth")
- man glaubt, dass  sie glaubt, was sie sagt
- überzeugt  dadurch
- beschränkt sich auf EINE Botschaft (Bürgerversicherung)
- spitzt die Botschaft zu
- spricht frei
- motiviert
- kann begeistern (erntet laufend Applaus)
- Die Rede hat oft auch etwas Flehendes
- spricht zukunftsgerichtet
- nutzt  Boulevardrhetorik:
"Wir werden verhandeln, bis es quietscht auf der anderen Seite"
- spricht den Genossen Mut zu
- die Rede ist akzentuiert, einfach, kurz, ausdruckstark

Zur Rede von Martin Schulz:
Bildergebnis für Elende Rede von Martin Schulz


- Die Rede überzeugt nicht
- spricht schwammig: "Solidarität der Gesellschaft"
   "Zusammenhalt und Vernetzung im Gesundheitswesen"
- liest zu viel ab
- ist nicht konkret, betont aber, es brauche konkrete Inhalte
- zu abstrakt: "Staatsbürgerliche Verantwortung"
- argumentiert aus Rückschau: 
  "Die Bundesrepublik hat so eine lange Auseinandersetzung noch nie erlebt".
- wirkt elend, vor allem während der Rede von Nahles
- erntet nur 65 Sekunden Applaus

FAZIT:

Es ist nicht sicher, dass die Basis der SPD der "GroKo" nach den letzten Verhandlungen endgültig zustimmen wird.
Wenn sie dann ebenfalls zustimmt, dann ist es vor allem Andrea Nahles zu verdanken.


 

Dienstag, 23. Januar 2018

Für "Bild" liegt Davos in Schweden


Ausriss der Frontseite der deutschen Zeitung «Bild» 
vom heutigen Dienstag. (Quelle Blick)

Sturmtief Friederike in Deutschland hinterlässt Spuren




KOMMENTAR: Auch extreme aggressive Rhetorik kann
zerstörend wirken.

Brigitte Bardot kritisiert auch "MeToo"

Brigitte Bardot findet Schauspielerinnen scheinheilig

Wirft den Schauspielerinnen Heuchelei vor: Brigitte Bardot, wie sie der Fotograf Sam Levin 1959 sah.
Wirft den Schauspielerinnen Heuchelei vor: Brigitte Bardot, 
wie sie der Fotograf Sam Levin 1959 sah.



Viel ist für Bardot Heuchelei


Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot hat Schauspielerinnen der «MeToo»-Bewegung gegen sexuelle Belästigung Heuchelei vorgeworfen. Deren Vorwürfe seien lächerlich, weil viele von ihnen Produzenten angemacht hätten, um eine Filmrolle zu bekommen, sagte die 83-Jährige in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Paris-Match».
Viele Schauspielerinnen träten jetzt mit Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens von Männern in der Filmbranche hervor, «damit wir über sie reden», sagte Bardot. Sie selbst sei nie Opfer sexueller Belästigung gewesen und habe gedacht, es sei «nett, gesagt zu bekommen, dass ich schön war oder dass ich einen süssen kleinen Arsch hatte».
Brigitte Bardot war ein Sexsymbol der 1950er und 1960er Jahre. Mit dem Film «Und immer lockt das Weib» wurde sie 1956 zum Star. Bardot ist nach Catherine Deneuve die zweite international renommierte französische Schauspielerin, die Kritik an der globalen «MeToo»-Bewegung übt. Deneuve unterzeichnete ein Schreiben, in dem es hiess, ein Klaps auf den Hintern einer Frau sei noch kein Verbrechen. (Quelle 20 Min)

Montag, 22. Januar 2018

Wenn eine Wunde berührt wird - schmerzt es.

Blog

18.01.2018 - Marcus Knill

Leserkommentare sind ein wichtiges Ventil

Die NZZ würgt aufschlussreiche Meinungsäusserung der Konsumenten ab. Vorbildlich löst das 20min.ch.

 

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Im Blog Persönlich.com setzte ich mich für eine möglichst offene Handhabung der Kommentarspalten ein. Ich plädierte  in keiner Art und Weise dafür, dass Online - Medien  bei Kommmentaren die  beleidigenden Texte nicht eliminieren dürfen. Ich verwies sogar  noch auf die zulässige Selektion:  Leserkommentare die beispielsweise gegen das Rassismusverbot,  Persönlichkeitsrechte verstossen oder zu Gewalt auffordern, müssen   von der Redaktion ausgeschieden werden. Doch vertrat ich eindeutig die Meinung, in Kommentaren sollten alle Meinungen zu Worte kommen, unabhängig des politischen Couleurs. Mein Anliegen: Jedermann darf ohne Hürden seine Meinung (Zustimmung  oder Ablehnung)  durch Anklicken bewerten. Leser wünschen auf keinen Fall parteiische Redaktionen nach altem Muster: Hier die Kaste Redaktion und dort der unmündige Bürger. Die Leser wollen keine parteiischen Medien.
 
Ich war mir durchaus bewusst, dass meine Ansicht bei all jenen Redaktioen, die eine offene unparteische Publikation von Kommentaren  (auch mit  Stammtischniveau) ablehnen,  in den falschen Hals geraten könnte.
Wenn die einfache Leserschaft ohne grossen Aufwand - nur mit einem Klick - die Gedanken der Kommentatoren bewerten kann, passt dies jenen Redakteuren nicht, die im Kopf noch das Bild eines "ungebildeten Volkes" haben (populistische Meinungen).
Nachdem ich mich gegen die Haltung von Medienpriestern stark machte und die Kommentare von "20 Minuten" lobte, weil sie ein besseres Abbild der Volksmeinung spiegeln, als die selektiven Kommentare bei der NZZ, erhielt ich - wie erwartet - ein Bashing  jener Elite, die ganz genau weiss, was unterbunden und was  der Leserschaft zugemutet werden kann. Die Reaktionen  bestätigten mir - wie erwartet -, dass sich jene Medienmissionare, die das Publikum vor populistischem Gedankengut schützen wollen, meine dialogische Haltung bei der Publikation von Kommentaren betupft fühlten.
Der Beitrag hat gleichsam ein heikle Frage angesprochen, die Abwehrreaktionen auslösen musste. Vor allem bei jenen Online Redaktionen, die bei Kommentaren Hürden einbauen.
Da habe ich wohl bei denen einen Nerv getroffen.

Dank der grosszügigen Feedbackkultur von "20 Min" ist diese Gratiszeitung übrigens dadurch viel näher am Puls der Stimmbürger, als jene Medien, die Kommentare  zensieren. Es hat  sich  zudem gezeigt, dass auch von  Umfragen von "20 Min"  oft treffsicherer sind, als die Prognosen  von Meinungsforschungsinstituten.
Die Echos auf meinen Beitrag sprechen für sich. Es ist übrigens auch zulässig, dass eine Redaktion gar keine Kommentarspalte betreibt. Wenn jedoch eine solche Spalte geführt wird, dann dürfte sie nicht so zensiert werden, dass die Leser diese Aeusserungen nur mit Hindernissen bewerten kann, und  nach Gesinnung (parteiisch) selektioniert werden.