Montag, 22. Mai 2017
Killerphrasen
Angriffe erfolgreich abwehren
Rechtfertigen oder verteidigen Sie sich nicht!
- Schlagen Sie nicht zurück!
- Geben Sie keine Erklärungen ab!
- Nicht laut oder beleidigend werden!
- Verfallen Sie nicht in Drohungen!
- Zweifeln Sie die Kompetenz des anderen nicht an!
- Treiben Sie niemanden in die Enge!
- Erzeugen Sie keine Schuldgefühle!
- Nichts abstreiten oder zustimmen!
„Ihre Äußerung trifft mich und ärgert mich. Sie können das sicher verstehen. Lassen Sie uns bitte wieder inhaltlich diskutieren/reden.“
| Killerphrasen oder unfaire Angriffe | Mögliche Antworten darauf |
„Das haben wir noch nie gemacht.“
„Das haben wir schon immer so gemacht.“ |
„Was spricht dagegen, etwas Neues auszuprobieren?“ „Wofür ist es Ihnen wichtig, die bisherige Vorgehensweise beizubehalten?“ |
| „Das sehen Sie völlig falsch!“ | „Was genau sehen wir/sehe ich Ihrer Meinung nach falsch?“ |
| „Wir haben jetzt keine Zeit für solche Kleinigkeiten.“ | „Wann können wir uns gemeinsam Zeit nehmen, um diese wichtige Frage zu klären?“ |
| „Ständig machen Sie dies oder das.“ |
„Was genau meinen Sie, was ich tue?“
|
| „Sie verstehen überhaupt nichts.“ „Davon haben Sie keine Ahnung.“ | „Was genau meinen Sie, das ich nicht verstehe?“ |
| Passend auf unterschiedliche Angriffe ist: „Was möchten Sie damit sagen?“ „Wie meinen Sie das genau?“ „Auf was beziehen Sie sich?“ „Wie/wo zeigt sich das konkret?“ „Es tut mir leid, dass Sie das so sehen.“ |
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marcus knill
um
01:33
Sonntag, 21. Mai 2017
Steter Tropfen höhlt den Stein
Trumps Fehlleistungen und die Medien
Ich vertrete noch heute die Meinung, dass Trump nicht aus dem Amt gekippt werden kann.
Alle Trump Gegner haben ihn schon seit der Wahl als unfähig schlechtgeschrieben.
Nachdem aber Trump laufend Patzer produziert, könnte der Druck der Oeffentlichkeit doch noch
zu stark werden. Dabei spielen die Medien ein grosse Rolle.
In den USA hat zwar Trump immer noch viel mehr Anhänger, als es die Medien in Europa wahr haben wollen.
Wenn es aber Trump nicht gelingt, die Pannenserie zu stoppen, könnte es in den USA doch noch zum Stimmungswechsel kommen.
Bekanntlich sind es am Schluss nur wenige Tropfen , die ein Fass zum Ueberlaufen bringen.
-
Amtsenthebung – schreibt Trump Geschichte?
Ein Amtsenthebungsverfahren gilt als schwierig. Trotzdem fordern erste Politiker in Washington ein solches gegen Trump.
Aus NZZ:
Das US-Justizministerium ernennt einen Sonderermittler für die Russland-Ermittlungen. Der ehemalige FBI-Chef Robert Mueller soll die Einflussnahme Russlands auf die amerikanische Präsidentschaftswahl untersuchen und hat dabei einige Freiheiten. Er kann aber von Trump entlassen werden. Ausserdem will sich ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses mit der Entlassung von James Comey beschäftigen.
Ich zitiere BILD:
Notiert von
marcus knill
um
00:09
Umstrittener Umgang mit Journalisten
Marcon wählt seine Journalisten aus
Das hatte wohl niemand erwartet, dass der neue Präsident in Frankreich sich gegen die Medien abschottet.
Das lässt vermuten, dass er unangenehme Journalisten ausschliessen will und nur jene handverlesenen Medienvertreter will, die wohlwollend über ihn schreiben.
Das ist erstaunlich. Die Medienvertreter reagieren sauer.
Wenn Macron die Medien an die kurze Leine nimmt, verkommt diese Massnahme zum Bumerang. Medien sind nämlich für jeden Politiker wichtige Partner.
Ich zitiere SPIEGEL-online:
Frankreich;
Macron schottet sich von Journalisten ab
Regierungssprecher Christophe Castaner sprach von einem neuen Umgang mit der Presse. Was das heißt, konnte man unter anderem bei den Aufnahmen der traditionellen Kabinettsfotos mit allen Ministern sehen. TV-Kameras waren nicht zugelassen, nur ein Regierungsfotograf durfte das Mannschaftsbild festhalten.
Dazu kommt: Macron will sich auf Reisen offenbar nur von selbst ausgewählten Journalisten begleiten lassen. Verschiedene Medien berichten, die Regierung habe versucht, entsprechende Vorschriften zu machen. Bislang konnten die Redaktionen entscheiden, wen sie mit auf Reisen schicken.
Diese Verschärfung kommt nicht gut an
Medienvertreter reagierten wütend auf die verschärften Regeln und sehen darin einen Angriff auf die Pressefreiheit. Über 20 Medienhäuser brachten ihre Empörung in einem offenen Brief an Macron zum Ausdruck. Der neue Staatschef hatte sich in der Vergangenheit darüber beklagt, von den Medien schlecht behandelt zu werden.
Notiert von
marcus knill
um
00:09
Samstag, 20. Mai 2017
Jubiläum von Tele Blocher
Es war als kurzfristiges Experiment vorgesehen
wurde angefochten und überlebte
Jubiläum für «Teleblocher»
Das Wort zum Freitag
«TeleBlocher» oder die Überlistung der etablierten Medien
- Seit bald zehn Jahren hat Christoph Blocher sein Sprachrohr «Teleblocher».
- Jede Woche lässt er sich für die Internet-Sendung vom Journalisten Matthias Ackeret interviewen.
- In diesen Tagen steht bereits die 500. Folge von «Teleblocher» auf dem Programm. Ein Augenschein.
Bild in Lightbox öffnen.
Blocher ungefiltert
500 Sendungen – das sind mittlerweile über 180 Stunden «Teleblocher». Dabei war die Sendung ursprünglich gar nicht als langfristiges Projekt geplant, sondern nur für ein Jahr. Norbert Neininger, der mittlerweile verstorbene Verleger der Schaffhauser Nachrichten, hat das Format im Herbst 2007 fürs Schaffhauser Fernsehen kreiert. Es strahlt die Sendung auch heute noch aus und finanziert sie.Die aktuelle Teleblocher-Episode
Ackeret stört diese Umschreibung nicht:
« Man kann so eine Sendung nicht über zehn Jahre im Stil von Roger Schawinski machen. »
Journalist
Kontrastprogramm: Blocher bei Schawinski
In diesem Sinne sei Teleblocher mit dem Twitter-Kanal von US-Präsident Donald Trump vergleichbar. Die Idee, das Konzept sei im Prinzip identisch:
« Du verfügst als Präsident, Bundesrat oder Oppositionsführer über einen alternativen Kanal, über den du deine Meinung einspeisen kannst – und überlistest damit die ‹etablierten Medien›. »
Journalist
Privataudienz fürs Volk
Punkt 7 Uhr kommen wir bei der Villa Blocher an. Wir klingeln, das Eingangstor öffnet sich. Der Hausherr steht im Anzug bereit. Christoph Blocher ist schon lange wach: «Ich bin um 4 Uhr aufgestanden. Ich arbeite meistens vor der Sendung noch, also beschäftigt es mich nicht gross, ob wir um 6, 7 oder 8 Uhr anfangen.»Er rede Ackeret bei der Themenwahl nicht drein, sagt der SVP-Stratege: «Ich gebe das nicht vor, das macht er.» Ganz so naiv geht Blocher dann aber doch nicht in seine eigene TV-Sendung. Auf Nachfrage räumt der alt Bundesrat ein: Wolle er ein bestimmtes Thema ansprechen, dann mache er das auch.
Natürlich gebe er sich Mühe, gewisse Dinge unterzubringen, etwa warum man bei einer Vorlage so und nicht anders abstimmen solle. Und dass ein Politiker so lange in einer Sendung sprechen könne, sei natürlich ungewöhnlich:
« Es ist wahrscheinlich die grösste Medienkonferenz der Woche. »
alt Bundesrat und SVP-Stratege
« Ich verplempere meine Zeit in diesem Parlament. »
kündigt seinen Rücktritt aus dem Nationalrat an
Für einmal besinnlich
In dieser Sendung spricht Blocher über den 100. Geburtstag der Zürcher SVP – die Episode dürfte nicht als die brisanteste in die «Teleblocher»-Geschichte eingehen. Aber, sagt Blocher beim Aufräumen, ans Aufhören denke er nicht: «Die Sendung gehört dem Schaffhauser Fernseher, sie müssen bestimmen: Jetzt ist er zu alt, jetzt weiss er nicht mehr, was er ‹schnurred›.»Offenbar gibt es auch nach fast zehn Jahren immer noch ein Publikum, das zuschaut, wie der bekannteste und umstrittenste Politiker der Schweiz 20 Minuten lang «schnurred» – ungefiltert, ungeschnitten, ohne Widerspruch. Die neueste «Teleblocher»-Episode in den ersten drei Tagen rund 5000 Mal angeklickt worden.
-
KOMMENTAR:
Tele Blocher ist ein Phänomen. Entgegen wiederholter Behauptungen wird die Sendung nicht von Blocher gesponsert.
Seit Beginn mit Norbert Neininger kostet jede Sendung immer nur 500 Fr.
- Die Sendung wird nie geschnitten
d.h. Pannen werden auch gesendet
- Die Fragen wird auch nie vorbesprochen
- Matthias Ackeret bestimmt die Themen und versteht das Moderieren so, wie es sein müsste: Der Moderator bringt das Gegenüber zum Sprechen. Blocher fühlt sich wohl und sagt immer wieder etwas, das er nachträglich bereut.
Ich war bei der Aufzeichnung dabei, als Kurt Felix auch die Aufnahme beobachtete. Ich vergesse nie, wie Kurt Felix damals gesagt hatte, so etwas sei einmalig. Ein Kameramann, ein Interviewer und eine Person, dem Gedanken zu aktuellen Themen entlockt werden. Keine gezinkte Karten!
Tatsächlich wird heute Blocher TV auch von jenen Journalten respektiert, die das Heu nicht auf Blochers Bühne haben.
Diese Format hat jedenfalls bereits Mediengeschichte geschrieben.
Notiert von
marcus knill
um
03:01
Freitag, 19. Mai 2017
Von der Leyen versucht sich reinzuwaschen
Rechtsextremismus in der Truppe
"Kritische Fragen lächelt von der Leyen weg"
Kommentar: Einmal mehr versucht sich die Verteidigungsministerin sich selbst zu verteidigen.
Das "Sich rein waschen" versteht sie wie immer.
Die Anworten sind und bleiben aber vage.
Wie die Namen der 20 Kasernen umbenennt werden sollen
(Sie tragen die Namen von NS Kriegshelden) bleibt unklar.
Von der Leyen versteht es, schön zu reden ohne etwas zu sagen:
"Ich glaube, das kann eine sehr konstruktive, sehr positve Debatte werden."
Wie haben einmal mehr eine mediengerechte Show erlebt.
Es fehlt bei von der Leyen der Wille tatsächlich etwas zu ändern.
Bevor sich die Ministerin lächelnd verabschiedet, sagt sie freundlich:
"Alrighty, danke!"
Ob die Teflonpolitikerin noch lange ihre Probleme stets so locker einfach weglächeln kann? Bisher stand sie stets unter dem Schutz von Angela Merkel. So lange Ursula von der Leyen von ihrer "Freundin" unterstützt wird, kann sie weiterhin auch bei peinlichen Krisensituationen selbstsicher und lächelnd auftreten.
Notiert von
marcus knill
um
07:46