Sonntag, 14. Mai 2017

Muttertag

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)


An meine Mutter

Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als wär’ die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluss vor ew'gem Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm’schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug’ entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom
Vom Schmerz gepeitscht bald stürmend drüber fließt,
Und von der Freude bald gestreichelt still
Sie deckt und sie verhindert, dass sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

Zum Muttertag

wünschen wir allen Müttern, die den Kindern 
das Urvertrauen vermittelt haben
eine Strauss roter Rosen
Bildergebnis für zum muttertag

Stunde der Wahrheit in Nordrhein-Westfalen

Schulz-Effekt verpufft?

Dritte Schlappe für die SPD?


Samstag, 13. Mai 2017

Nichts geht über die eigenen vier Wände

20 Minuten schildert, mit welch unsinnigen Reklamationen Mietnachbarn Mietern das Leben schwer machen können.

Diese Zusammenstellung ist die beste Werbung für Immobilienfirmen, die Einfamilienhäuser verkaufen.
Wer es sich leisten kann, tut gut daran, auf eine Wohnung in einer Mietskasere zu verzichten.

Als Hausbesitzer bleibt Ihnen viel Aerger erspart.

Vielleicht haben sie zwar  dann Probleme mit dem  Nachbar hinsichtlicht Baumbeständen oder Grenzbepflanzungen,

doch folgende Probleme haben Sie als Hausbesitzer wohl kaum:

Bildergebnis für reklamation mieter


Reklamation: Nachts aufs Klo
 
Eine Mieterin wollte dem Nachbar verbieten, nachts auf die Toilette zu gehen (Pinkel und Spülgeräusche) obschon dies nicht verboten werden kann.

Reklamation: Mittags Geschirr abwaschen
 

Ein verärgerterMieter hat das Geräusch sogar auf einem Gerät aufgenommen hatte. Genützt hat ihm das nichts. Mieter dürfen über mittag Geschirr abwaschen.

Reklamation: Nachts Möbel umstellen


Dies ist nicht erlaubt. «Bei solchen Reklamationen stellt sich dann aber oft heraus, dass der
Nachbar bloss ein paar Mal von seinem Stuhl aufgestanden ist.»

 Reklamation: Nächtliche Unterhaltungen

Während der Nachtruhe gilt in Mietwohnungen: ‹Zimmerlautstärke›. «Das heisst, dass man so laut reden und Musik hören darf, dass man es im gleichen Zimmer versteht.» Auf einem Balkon gelte «ab Eintritt der Nachtruhe ‹Tischlautstärke›, so dass man es nur noch am gleichen Tisch versteht.»

Reklamation: Lauter Sex
 

Hörbaren Sex in der Mietwohnung zu haben ist nicht verboten Lustgeräusche› gehören zu den normalen Lebensgeräuschen dazu»,

Reklamation: Kinderlärm

 
Reklamation: Musik hören oder ein Instrument spielen

usw.

 




Freitag, 12. Mai 2017

Gut gemeint - aber die Inklusion bremst alle

In Deutschland wird der Fehlentscheid erkannt-
und in der Schweiz?

Inklusion:

  Der alltägliche Irrsinn an deutschen Schulen

Inklusion: Der alltägliche Irrsinn an deutschen Schulen


Es ist eine große Idee, dass behinderte Kinder mit nicht behinderten lernen. Aber: So wie Inklusion in Deutschland betrieben wird, funktioniert sie nicht - und schadet Schülern, Eltern und Lehrern.


KOMMENTAR: Wie lange geht es, bis auch in der Schweiz erkannt wird, dass bei einer Klasse, die Behinderte und Nichtbehinderte, Hochbegabte und Kinder mit erschwerte Auffassungsgabe gemeinsam unterrrichtet werden - alle zu kurz kommen?
Die Hochbegabten langweilen sich.
Die schwachen Schüler werden überfordert.
Der Lehrer kann sein Ziel nicht erreichen, weil er zu viel Zeit für die Schwachen aufwenden muss,
Dadurch verliert er die Freude am Unterrichten. Auch er ist überfordert.
Weshalb fehlt der Mut, den falschen Kurs in unseren Schulen zu korrigieren?

 


Erneut Kritik an Schawinskis Moderation


Der Ombudsmann hat Beanstandern, die sich an der Sendung mit Andreas Glarner störten, teilweise recht gegeben. (Quelle Persönlich.com)

Die Kritik ist laut Ombudsmann teilweise berechtigt, aber in seinem Sendegefäss darf er konfrontativ sein.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Zur spannenden Diskussion im Ringierhaus über das Verhalten der Presse im Fall Jegges

Da ich eine Analyse über Jegges Interview geschrieben hatte, besuchte ich die Diskussion vom 8. Mai. (Sie wird im neuen Heft PERSOENLICH publiziert).

Aus Persönlich.com

Verhindert Schnelligkeit das Fairness-Prinzip?

Haben die Journalisten von SRF über den Fall Jegge zu spät berichtet? Oder waren sie einfach sorgfältiger als die Kollegen anderer Medien, die aktueller reagierten? In einem Podiumsgespräch diskutierten Journalisten anhand dieses Falles über Grundsatzfragen.
Fall Jürg Jegge: Verhindert Schnelligkeit das Fairness-Prinzip?
Diskutierten über die Rolle der Medien im Fall «Jürg Jegge» (v.l.): Rainer Stadler (NZZ), Hugo Stamm (Co-Autor des Buches «Jürg Jegges dunkle Seite – Die Übergriffe des Musterpädagogen»), Gabriella Baumann-von Arx (Verlegerin desBuches im Wörterseh Verlag), Hannes Britschgi (Gesprächsleitung, Leiter der Ringier-Journalistenschule), Lis Borner (Chefredaktorin von Radio SRF) und Tristan Brenn (Chefredaktor TV von SRF). (Bild: Tim Frei)
KOMMENTAR: 
 Ungefähr 40  Journalisten besuchten die Diskussionsrunde des Vereins Qualität im Journalismus. Das Thema:
"Der Fall Jegge und die Fairness".
Es ging vor allem um die verspätete SRF Berichterstattung.
Die SRF-Informationssendungen hatten im Gegensatz zu den meisten anderen Medien erst drei Tage nach der Medienkonferenz über die Jegge vorgeworfenen sexuellen Übergriffe berichtet.
Lis Borner begründet das Zuwarten:
"Wir entschieden uns gegen eine sofortige Berichterstattung wegen dem in unseren Leitlinien festgeschriebenen Fairness-Prinzip". Das will heissen, dass der Angeschuldigte bei schwerwiegenden Vorwürfen das Recht habe, Stellung zu beziehen. "Es gab keinerlei Zeitdruck. Hätte sich Jegge nicht geäussert, wären wir ohne seine Stellungnahme rausgegangen."
Hugo Stamm kontert: "Das bedeutet doch, dass Täter in Zukunft einfach nichts sagen müssen, um eine Berichterstattung zu verzögern". Stamm ärgerte sich, dass bei ihm niemand nach den anderen Zeugen fragte. "Das sind doch alles nur Ausreden!" Tristan Brenn wehrt sich :
"Davon kann keine Rede sein. Wie Lis Borner gesagt hat: Es ging uns darum, dem Beschuldigten Zeit zu geben, sich zu den Vorwürfen zu äussern."
und Borner findet:
«Der Entscheid ist uns nicht leichtgefallen. Es hat sich um einen Grenzfall gehandelt."  "Wir fühlten uns alles andere als wohl dabei, aber ich stehe nach wie vor zu 100 Prozent hinter dem Entscheid", ergänzt Tristan Brenn.
Auch ich fand es sonderbar, dass das Schweizer Radio und Fernsehen drei Tage verstreichen lässt, bis über das Buch gesprochen wird.
Mich interessierte an dieser spannenden Veranstaltung die Frage: Warum hat man nicht über die Medienkonferenz informiert, ohne zu werten? Man hätte immerhin die Publikation des Buches sachlich beschreiben können. Dies hätte nicht gegen die journalistischen Spielregeln verstossen.
Die absolute Funkstille wirkte nach aussen, als wollten Radio und Fensehen die Publikation des Buches todschweigen.
Ich fand es gut, dass das Chefredaktorenteam bereit war, Selbstkritik zu üben.
Heute sieht man dieses Vorgehen am Leutschenbach eindeutig selbstkritischer. Brenn und Borner waren sich einig, "dass wir Jegge eine härtere Deadline hätten geben müssen". "Tagesschau"-Moderator Franz Fischlin, der als «QuaJou»-Mitglied ebenfalls im Publikum beim «Q-Club» sass, teilt diese Meinung: "Wir von SRF warteten wohl etwas zu lange und hätten Herrn Jegge in nützlicher Frist ein Ultimatum für eine Reaktion stellen sollen". 
 
Ich zitiere persönlich.com:

Franz Fischlin begrüsste den Beitrag von Borner im im «Echo der Zeit». «Ich würde mir aber wünschen, dass SRF die Kommentare wieder einführen würde», erklärte er gegenüber persoenlich.com. Darunter versteht er sowohl Kommentare zur eigenen Berichterstattung als auch Einordnungen von SRF-Journalisten von Ereignissen wie zum Beispiel bei Abstimmungen.

SRF-Kritik an anderen Medien

Ab Freitag nach der Publikation nahm Jegge erstmals Stellung zu den Vorwürfen Stellung. Die von da an einsetzende Berichterstattung von Schweizer Medien kritisiert Franz Fischlin: «Jegge konnte sich in diversen Online- und Printmedien sowie TV-Stationen äussern, ohne dass seine Aussagen von Experten wie beispielsweise Psychologen eingeordnet wurden. Damit hat man Jegge eine Plattform geboten.» Jegge habe sich doch mit seinen Aussagen selber demontiert, meinte Rainer Stadler. «Auch die Opfer konnten in diesen Beiträgen nicht Stellung beziehen. Insofern wurde auch die Ausgewogenheit verletzt», so Fischlin weiter.
Stamm lobte das NZZ-Interview mit Jürg Jegge und kritisierte gleichzeitig jenes im Tagi: «Während der Journalist der ‹Neuen Zürcher Zeitung› stets nachfragte, macht jener des ‹Tages-Anzeigers› dies nicht, und die Bezeichnung ‹sexueller Kontakt› für das Vergehen zog sich durch das Interview».
Gabriella Baumann-von Arx konnte zu Beginn des Podiums darlegen, wie es zum Buch kam. Sie bedauert, «dass sich das Buch schlecht verkauft. Jedenfalls viel schlechter als wir erwartet hätten».(Ende Zitat)

In der lebhaften Diskussion wies ich darauf hin, dass sich Jegge mit seinen Antworten seber demontiert habe.
Nach dem meine Aussage von einem Journalisten bezweifelt worden war,  schätze ich es, dass mich Rainer Stadler hinsichtlich dieser Feststellung nachträglich unterstützte.  Wer nämlich die sonderbaren Aussagen des Täters liest, kann nämlich nur den Kopf schütteln. Jegge demontierte sich selbst.
Ich teile  aber auch die Meinung Fischlins, dass man bei dem völlig uneinsichtigen "Lehrer der Nation" nachträglich viel professioneller hätte nachhaken müssen.

Die Veranstaltung machte den anwesenden Journalisten bewusst, dass die Qualität der Medien tagtäglich zusätzlichen Effort erheischt. Und die Medienschaffenden müssen dieser Qualität laufend Sorge tragen.