Dienstag, 11. April 2017

Trump und die Medien

Trump und die Medien im Clinch

(Entwurf Medienseite SN: Beitrag von Marcus Knill)
Bildergebnis für trump und die medien 

Seit seiner Wahl dominiert Donald Trump die meisten Medien. Schon vor der Wahl konnten wir sein gespaltenes Verhältnis zu den Journalisten erkennen.
Bislang galt in der Politik:
Akteure sind auf die Medien angewiesen und profitieren von Ihnen und umgekehrt. Medienberater sehen im professionellen Umgang mit Medien immer eine Chance.
Jeder profitiert vom Anderen. Die Politiker von der Medienpräsenz und die Medien verkaufen  die prominenten Persönlichkeiten, die Journalisten dank des Kontaktes mit Informationen „füttern“.
Trump sieht dies völlig anders. Weil er von vielen Journalisten enttäuscht ist,  sendet er seine Kurzbotschaften in unüblicher Manier  über Twitter zu „seiner“ Bevölkerung. Er umgeht so die missliebigen Medien.


Trump attackiert die Medien

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Er schliesst sie sogar von Pressekonferenzen aus.
Vom täglichen Pressebriefing im Weissen Haus wurden renommierte Medienhäuser wie die „New York Times“, „Politico“ oder der Sender CNN ausgebootet, worauf auch die Nachrichtenagentur AP und das „Time“-Magazin die Fragerunde boykottierten.
Trump geht sogar so weit, dass er die Medien offen vor den Kopf stösst.
So war es äusserst ungewöhnlich, dass Trump dem traditionellen alljährlichen Journalisten-Galadinner ferngeblieben ist.

Nach den  Enthüllungen über Kontakte seines Stabschefs und dem FBI und Gesprächen mit Vertretern Russlands stellt Trump sogar den Grundsatz der Pressefreiheit, den Quellenschutz in Frage.
So etwas hat es  im Weissen Haus in der langen Geschichte der Berichterstattung noch nie gegeben.
Es ist offensichtlich, dass Donald Trump mit Teilen der Medien  auf  Kriegsfuss steht. Er setzt seinen Machtkampf gegen sie mit  Härte fort.
Es ist   durchaus verständlich, dass Trump von den Medien weiterhin nicht geschont wird.
Trump ist sich aber zu wenig bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit mit Medien ist.

Das Spannungsfeld Medien und Trump muss jedoch  auch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden.
Es geht um das Verhalten der Medien  nach der Wahl. Bedenken wir:
Während der Wahlperiode, haben die Medien dem Kandidaten Trump keine Wahlchance eingeräumt und meist nur  über ihn gelästert.
Es war vielen Journalisten klar: Trump  kann und darf niemals Präsident werden. Er wurde nie ernst genommen. Zwar schrieben sie viel über ihn, vor allem über seine Provokationen. Seine unkorrekten, sexistischen und rassistischen Aeusserungen wurden genüsslich zum Besten gegeben.
Die Medien schrieben  schon vor der Wahl ständig negativ über und gegen den  unerwünschten Präsidentschaftskandidaten.

Trump bleibt  Zielscheibe der Medien
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Nach der Wahl wirkt sich nun  der Frust der Journalisten über den unerwarteten Wahlsieg  aus.  Von allen Seiten wurde   weiter über Trump schlecht geredet und   geschrieben. Die Journalisten regten sich auf, sie mussten ihrem Aerger über seinen Sieg Luft verschaffen. Aber gleichzeitig fesselte Trump die Medien, indem er   laufend für  Provokationen und Ueberraschungen sorgte.
Er blieb jedenfalls  das dominierende Medienthema.
Trump, Trump, Trump immer nur Trump, wenngleich vorwiegend negativ.
Trump befeuerte mit seinem ungewöhnlichen Verhalten die ganze Medienwelt. Er brachte  es fertig, die Journalisten ständig zum Kochen zu bringen.
Auch das Schweizerfernsehen („Club“, „Arena“, „10 vor 10“, „Rundschau“, „Tagesschau“) widmeten Trump Sendezeit. Die Klicks und Quoten bei Portalen belegen ebenfalls: Keiner kriegt genug vom neuen, eigenartigen Präsidenten  mit der orangen Haut und den gelben Haaren.

So kam es  zur  demagogischen Medienhetze gegen Trump.

Trump steht zwar mit den Medien auf Kriegsfuss, aber manche Medienhäuser führen seit der Wahl gleichsam einen Krieg gegen ihn. Weil man  ihn durch die Wahl nicht stoppen konnte, muss er nun rückwirkend demontiert werden. Diese Medienhäuser hoffen, ihr Rufmord führe doch noch zu seiner Amtsenthebung.
Vor allem in Deutschland werden
verzerrte Hassbilder vermittelt und das Ganze gipfelt in einer  demagogische Medienkampagne gegen den  Präsidenten der Vereinigten Staaten.
In den Diskussionsforen und Berichten wird an Trump kein gutes Haar gelassen. Das Trump Bashing dominiert (Maischberger und Anne Will lassen grüssen!).  In  Europa stimmt aber das veröffentlichte Bild des neuen Präsidenten  nicht überein mit seinem Image in den Vereinigten Staaten.
Gewiss hat Trump viel   dazu beigetragen, dass er durch seine verbalen Entgleisungen Häme und Kritik entgegen nehmen musste. Doch dürfen  Journalisten Trump nicht mit  Massenmördern wie Hitler und Lenin vergleichen. Die Medien haben jedoch das Recht, Trumps Lügen und Fake News zu entlarven.
Wer die Medienlandschaft etwas distanzierter verfolgt, erkennt die tagtägliche gezielte Demontage des Präsidenten, welche nichts mit seinen fragwürdigen Fehltritten zu tun hat. Die gezielten Attacken gegen den missliebigen Politiker, die Hasskommentare und die Schläge unter die Gürtellinie sind derzeit nicht zu übersehen. Wenn Journalisten einseitig und mit Scheuklappen zur Feder greifen, ist dies nicht der richtige Weg. Trump sollte über Gerichte und das Parlament korrigiert werden.
Ohne gravierende Fehler wird Trump  bis zur nächsten Wahl im Amt bleiben.  Wenn aber Medienhäuser hoffen, das permanente Sperrfeuer zeige bald Wirkung,  ist dies  Wunschdenken. Trump kann vorgeworfen werden, er sei ein Egozentriker. Wer jedoch die Dinge nur noch aus einer Hassperspektive sieht, ist nicht minder ichbezogen.


KOMMENTAR:
Es war mir ein Anliegen, das Spannungsfeld Trump - Medien bewusst aus verschiedenen Seiten zu beleuchten.
Wer nicht bereit ist, den Sachverhalt ganzheitlich zu betrachten, entfernt sich von der Objektivität.
Derzeit scheint  im Spannungsfeld TRUMP-MEDIEN der Dialog unterzugehen.
Es bleibt dennoch die  Hoffnung, Trump fahre auf dem Weg zum präsidialen Kommunikator fort (Stichwort:  Gelungene Rede vor dem Kongress) und die Hassmedien erkennen, dass die Manipulation  beim Publikum kontraproduktiv sein kann, weil verzerrten Hassbilder zu einer Gegenbewegung führen könne. Eine Anti-Trumphaltung ist noch keine Botschaft.

FAZIT:
Die Medien haben eine Wächterfunktion. Als vierte Gewalt dürfen und müssen sie Unzulänglichkeiten aufdecken.  Das muss so bleiben. Auch die Pressefreiheit darf nicht geschmälert werden.
Anderseits sind Journalisten keine Medienpriester  mit einem Röhrenblick.  Als Profis sollten sie strikte unterscheiden  zwischen Kommentaren (Meinungen),  Fakten und Informationen.
Wenngleich Trump - trotz seiner Lügengeschichten - nicht so leicht aus dem Sattel gehoben werden kann, dürfen wir im Duell Trump gegen die Medien und umgekehrt die Macht der Medien nicht unterschätzen. Die Wiederholungstechnik wirkt langfristig. Jeder Tropfen höhlt bekanntlich den Stein.

  


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Montag, 10. April 2017

SRF verschwieg die Medienkonferenz mit dem Buch über Jürg Jegge

Die Begründung: Wir publizieren erst, wenn sich auch der Beschuldigte zu Wort gemeldet hat

Fall Jürg Jegge

SRF berichtete erst am Freitag darüber

«Qualitätsjournalismus ist nicht das Resultat von Reflexen, sondern von Reflexion», sagte SRF-Radiochefin Lis Borner am Sonntagabend im «Echo der Zeit». Angeschuldigte hätten das Recht, angehört zu werden. (Aus PERSOENLICH.COM)
KOMMENTAR: Es ist sicherlich klug, vor einer Publikation eine zweite Quelle zu prüfen.
Im Fall Jegge hätte aber das Fernsehen die Medienkonferenz immerhin als Fakt schon am Dienstag beschreiben müssen. Das Verschweigen der Buchpublikation wirkte so, als wolle SRF Jaeggi bewusst schonen.
Bei anderen Vorkommnissen wurde nicht immer abgewartet, bis der Beschuldigte befragt werden konnte. Wäre dies der Fall, könnte künftig ein Täter bewusst schweigen und somit das Schweizer Radio und Fernsehen dazu zwingen, die Sache nicht an die Oeffentlichkeit zu bringen.  Bei Verbrechen dürfen die Medien nicht schweigen, bis die Schuldfrage geklärt ist oder der Beschuldigte sich zu Wort meldet. 
Im Fall Jegge überzeugt somit die Argumentation der Radiochefin nicht.
Sachverhalte beschreiben sind keine Reflexe.  Sachverhalte verschweigen sind hingegen viel fragwürdiger. 
Was ist jetzt objektiver?
Die Anschuldigungen eines Opfers, die im Buch geschildert werden, bewusst auszuklammern und dann später im Schweizer Fernsehen den Täter ausführlich seine Taten als Erziehungsmassnahme begründen zu lassen?
Man lässt Jegge schildern, wie er ihm es bei seiner Therapie nur um die Schüler gegangen sei, sie zu befreien - ledigllich aus Freude und Spass. "Es ging nicht um mich!" behauptete der Täter.
Diese unglaubwürdige Rechtfertiung lässt das Fernsehen unwidersprochen so stehen.
Wenn Jegge gemeinsam mit einem Kind auf dem Bett bei der sogenannten Therapie "Dureschnuufä" onaniert, soll er selbst dabei keinen Spass gehabt haben. Wer das glaubt?!
Nur das Schweizer Fernsehen  
 

Täter in Stockholm war abgewiesener Asylbewerber

Wahrscheinlich aus politischen Motiven wurde in den meisten Medien verschweigen, dass es sich um einen Asylbewerber gehandelt hatte.

Interessant, dass die meisten deutschen Medien lediglich geschrieben haben, der Täter  habe mit der Terrormiliz sympathisiert. Er hätte ausgewiesen werden sollen. Das Wort Asylbewerber wird bewusst verschwiegen.

Ich vertrete die Meinung, dass es falsch ist, wichtige Fakten zu verschweigen, nur weil man befürchtet, 
dies fördere die Fremdenfeindlichkeit.
Fakten auszuklammern, kann sogar kontraproduktiv sein. Die Rechtextemen sehen sich bestätigt, dass 
die Presse manipuliert.

Ich zitiere den Spiegel:

Lastwagenanschlag von Stockholm Schwedens Behörden wollten Täter seit 2016 abschieben

Die Polizei in Schweden hat neue Details zum Täter des Lkw-Attentats von Stockholm genannt: Der mutmaßliche Extremist habe nach einem abgelehnten Aufenthaltsgesuch abgeschoben werden sollen.
Bei dem Stockholmer Lastwagenattentat mit vier Toten ist der Hauptverdächtige gefasst. Der 39-Jährige soll aus Usbekistan stammen und mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" sympathisiert haben, erklärte die Polizei bei einer Pressekonferenz.
Weiter hieß es, der mutmaßliche Täter habe sich 2014 um einen Aufenthaltstitel in Schweden bemüht, das Gesuch sei jedoch im Juni 2016 abgelehnt worden. Er wurde von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben, weil man ihn abschieben wollte.
Eine zweite Festnahme einer verdächtigen Person meldete eine Sprecherin des Stockholmer Bezirksgerichts. "Die Polizei hat jemanden festgenommen, dem wir einen Pflichtverteidiger zugewiesen haben", sagte Richterin Helga Hullmann.

Sonntag, 9. April 2017

Jürg Jegge gesteht die sexuallen Uebergriffe

DAS INTERVIEW:
"Dummheit ist nicht lernbar, die ist gegeben, so wie die Uneinsichtbarkeit."

BLICK: Ihr ehemaliger Schüler Markus Zangger beschreibt in einem Buch, wie er von Ihnen jahrelang sexuell missbraucht wurde. Stimmt es, was im Buch steht?
Jürg Jegge:
Ich muss es vielleicht so sagen, ich habe mich als Lehrer wahnsinnig für meine Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Das ging so weit, dass die Schüler bei mir zu jeder Tag- und Nachzeit reinlaufen konnten.
Stimmt es, was im Buch steht?Zwei Sachen waren mir damals wichtig. Das eine war die seelische Stärkung der Kinder, das andere war möglichst viel Anregung. Im Rahmen dieser seelischen Stärkung war das dazumal in diesem grün-linken Kuchen und in der Zeit der sexuellen Befreiung wirklich fast Allgemeingut.
Sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern waren auch damals kein Allgemeingut.Allgemeingut ist vielleicht übertrieben, aber es wurde schwerstens diskutiert, es gab Tagungen und Bücher dazu. Mir ging es nicht nur um die sexuelle Befreiung, sondern ich habe mich generell für ein anderes Körpergefühl eingesetzt.
Kam es zu sexuellen Kontakten?Ja, es kam zu sexuellen Kontakten. Ich habe das damals als spielerisch angeschaut. Wir haben viel gelacht.

Jürg Jegge im Gespräch mit BLICK.
Jürg Jegge im Gespräch mit BLICK. Sabine Wunderlin
Die geschilderten Vorfälle stimmen.Viele Details habe ich ganz anders in Erinnerung. Andere habe ich gar nicht mehr in Erinnerung. Das Buch ist die Erinnerung von Markus Zangger.
Wieviele Opfer gibt es?Es sind ein paar. Was ich nicht will, ist, dass man jetzt damit beginnt, die Beteiligten auszugraben.
Wieviele sind es?Es sind auf jeden Fall unter zehn.
Waren alle in der gleichen Klasse wie Markus Zangger?Ja. Mit einer Ausnahme.
Warum haben Sie sexuell mit Ihren Schülern verkehrt?Ich war der Meinung, dass das möglicherweise etwas bringt. Nicht allen Schülern, aber gewissen.
Sie sagen damit also: Sie haben das zum Wohl der Buben gemacht?Ganz stimmt das nicht. Jeder Mensch, der mit einem anderen Menschen zärtlich ist, befriedigt dabei auch eigene Bedürfnisse. Wichtig ist nur, dass der andere mehr davon hat, als man selber. So sah ich das damals.
Wie kamen Sie auf die Idee, dass Ihre Schüler das wollten?Wir haben darüber sehr offen gesprochen. Sachen, die jemand nicht wollte, passierten auch nicht. Was ich damals nicht sah: Die Spiesse waren nicht gleich lang. Ich war schon damals die gewichtigere Person.
Ihre Opfer waren Sonderschüler - die Schwächsten also.Nein, ich habe mich ein Leben lang für die Schwächsten eingesetzt. Es ging immer darum, dass sie mehr Selbstvertrauen bekommen. Sie konnten sich immer wehren, wenn ihnen zum Beispiel das Rechnen stinkte. Wir haben gesagt, es waren unter zehn Opfer: Das waren alles schwachbegabte Schüler und jeder von denen hat eine dreijährige Berufslehre gemacht. Das muss man auch mal sagen.
Sie konnten sich gegen das Rechnen aber nicht gegen die sexuellen Kontakte mit Ihnen wehren.Das ist der Punkt, den man heute anders sieht.
Sie haben Pädagogik-Bestseller geschrieben. Wenn Sie es damals richtig fanden, warum haben Sie darüber kein Buch geschrieben?Es war damals weniger tabuisiert, aber schon tabuisiert. Ich habe mir überlegt, dass ich so viel schreiben müsste, um das alles zu erklären. Ich habe das immer als Randgeschichte angeschaut.
Für Ihr Opfer Markus Zangger ist der Missbrauch keine Randgeschichte.Im Buch bin ich der grösste Unmensch. Da steht, wie ich Markus plage und quäle, eben so Zeugs. Es ist einfach aus seiner Perspektive geschrieben.
Was ist Ihre Perspektive?Eine andere dazumal.
Und Ihre heutige Perspektive?Heute würde ich sagen, es war ein grosser Fehler, dass ich das nicht realisiert habe. Ich ging mit bester Absicht vor.
Sie sagen nicht: Es ist falsch, was ich gemacht habe.Aus heutiger Sicht schon. Das ist ein gesellschaftliches Problem. Heute ist das dermassen Pfui, würde man heute so etwas machen und wäre es mit noch so guten Absichten, brächte man einen jungen Menschen in furchtbare Zwiespälte.
Sie haben vor 30 Jahren die Stiftung Märtplatz gegründet. Kam es dort zu Übergriffen?In der Anfangsphase des Märtplatz waren dort nicht nur Jugendliche. Sondern auch Leute, die generell Mühe hatten, einen Beruf zu finden. Einer war mein Freund. Er war zehn Jahre älter als sein Lehrmeister. Mit dem hatte ich eine Beziehung.
Vorfälle mit Minderjährigen gab es nicht?Nein.
Haben Sie heute Kontakt zu den jungen Leuten der Stiftung Märtplatz?Nein, nur noch zu einzelnen Lehrmeistern.
Dem «BLICK» hat ein zweites Opfer seine Geschichte erzählt.Das war ein Lehrmeister vom Märtplatz. Das war jemand, der mir gefiel, und ich habe ihm Avancen gemacht. Fertig. Das war ein erwachsener Mensch.
Haben Sie diese Woche Kontakt mit den anderen Opfer gesucht?Nein, weil ich weiss, dass der Markus ziemlich weibelt und versucht, die auf seine Seite zu ziehen. Es geht ja jetzt auch darum, nicht noch mehr Schaden anzurichten.
Haben Sie heute grundsätzlich noch Kontakt zu Opfern?Ja, zu gewissen sind recht gute Freundschaften entstanden.
Sie trinken Kaffee zusammen.Ja klar. Natürlich nicht mit allen.
Die sexuellen Kontakte aber haben aufgehört. Warum?Einer nach dem anderen hat gesagt: Vergessen wir das. Ich habe gesagt: Das ist in Ordnung, lassen wir das. Ich bin denen nicht nachgelaufen und habe gesagt: Komm ins Bettli.
Fürchteten Sie, dass es herauskommt?Nicht wirklich. Das einzige, was ich mir überlegte, war, dass die Stiftung Märtplatz da hineingezogen werden könnte. Weil das schadet denen, die heute dort arbeiten.
Sie lebten in Angst.Mir ist so viel passiert in meinem Leben. Oft ist es gar nicht so schlimm, wie man sich das vorgestellt hat, wenn man mittendrin ist. Dann merkt man, dass man es schon aushält.
Bereuen Sie, was Sie getan haben?Ich muss so sagen: Wenn das Leuten geschadet hat, dann bereue ich das.
Sie gingen seit dem Dienstag nicht mehr ins Dorfcafé.Ich hatte viel zu tun.
Schämen Sie sich?Wissen Sie, ich war jahrelang der schlechteste Lehrer von Embrach. Ich bin mir das gewohnt. Wobei diese Vorwürfe sind natürlich happiger, als ein schlechter Lehrer zu sein.
Wie war die Reaktion der Leute aus Ihrem Umfeld?Ich habe von vielen ehemaligen Schülern sehr viele Unterstützungsmails bekommen, auch Kondolenzmails. Sie schreiben: Es tut mir leid, wie du da in den Medien herumgezogen wirst.
Möchten Sie mit Markus Zangger reden?Wir hatten in meinen Augen eine gute Zeit miteinander. Wenn er mit mir darüber sprechen will, bin ich sehr gern dazu bereit.

BEDENKLICH, dass Jürg Jegge sich von der 68 er Euphorie noch nicht gelöst hat.
Jürg Jegge zeigt sich uneinsichtig:
  • Er sei damals der Überzeugung gewesen, dass man den Unterschied zwischen Lehrer und Schüler möglichst klein halten sollte.
  • Er habe nie Gewalt angewandt, deshalb sei es in seinen Augen auch kein Missbrauch.

Er bereut seine"Therapien" nicht. Er sagt im Interview nur, er würde es heute nicht mehr machen.

Ich zitiere:

Hatten Sie damals das Gefühl, Ihre «Therapien», die sexuelle Kontakte mit Minderjährigen beinhalteten, seien ein revolutionärer Akt?

Das kann man so sagen. Es ging um die Selbstbefreiung, darum, dass sexuelle Befreiung zu einer Gesamtbefreiung beitragen kann. Das wurde alles so diskutiert und teilweise auch so gemacht. In den deutschen Kinderläden kam der Samichlaus und hat die Kinder füdliblutt ausgezogen. Alles so Zeug. Das zeigt auch die Diskussion um die Grüne Partei in Deutschland und ihre Beziehung zur Pädosexualität in den Siebzigerjahren.

Haben Sie sich mit anderen Pädagogen über die sexuellen Kontakte mit Kindern ausgetauscht?

Ja. Nicht sehr häufig, aber es kam vor. Wir waren der Meinung, dass man Kinder gleich behandeln soll wie Erwachsene. Und zwar auf der ganzen Linie.

Mit wem haben Sie sich ausgetauscht?
Gleichgesinnten, ich will keine Namen nennen. Wir waren nicht organisiert. Das geschah zum Beispiel im Rahmen einer Supervision. Natürlich hat man dafür gesorgt, dass das nicht überall rumerzählt wurde. In der Wissenschaft wurde die Thematik aber öffentlich diskutiert. Es gab sogar Tagungen. Da war aber nur ein sehr kleiner Teil der Forschenden involviert.

Wissen Sie konkret von anderen Pädagogen, die mit Schülern sexuell verkehrten?

Ja, ich weiss, dass das auch andernorts stattfand.

Bereuen Sie heute Ihre Taten?

Aus heutiger Sicht würde ich so etwas nicht mehr machen. Hauptsächlich deshalb, weil es zwischen Lehrer und Schüler eben ein Ungleichgewicht gibt. Und weil die allgemeine Diskussion heute eine andere ist.

Samstag, 8. April 2017

Singen will die Schweizer Tuner nicht haben

Dutzende Tuner aus der Schweiz fahren regelmässig nach Singen (D). Jetzt hat die Stadt das Tuner-Treffen über Ostern verboten – zum Ärger der Szene.

Aus 20 Min







Schweizer liefern sich in Deutschland immer wieder illegale Rennen.
Denn auf deutschen Autobahnen gibt es keine Geschwindigkeitsbeschränkung.

Trump rechtfertigt den militärischen Schlag

Trump als "GOTTESkrieger"



Der US-Präsident rechtfertigt in seiner Rede den militärischen Schlag gegen Syrien.
Nachdem Donald Trump zuerst den schrecklichen Chemiewaffeneinsatz schildert, macht er  Assad
für den brutalen Einsatz mit Nervengas verantwortlich. "Kein Kind GOTTES sollte so einen
Horror erleben".
Trump rechtfertigt  in der Rede seinen militärischen Schlag gegen den Luftwaffenstützkpunkt in Syrien mit folgenden Argumenten:
1. Der Angriff basiert auf dem grundlegenden nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten, die Verbreitung von Chemiewaffen zu verhindern.
2. Es besteht kein Zweifel, dass  Syrien die verbotenen Chemiewaffen eingesetzt hat.
3. Syrien hat die Chemiewaffenkonventieln und die Forderung des UN Sicherheitsrates bewusst ignoriert.
4. Die jahrelangen Versuche, Assads Verhalten zu ändern, sind gescheitert.
5. Die Region wurde immer instabiler, was eine Bedrohung der Allierten bedeutet.

Im Schlussappell erwähnt Trump zwei Mal GOTT. Zitat:

"Wir bitten um GOTTES Weisheit, während wir vor der Herausforderung unserer sehr aufgewühlten Welt stehen. Wir BETEN für das Leben der Verwundeten und für die Seelen der Verstorbenen. und wir hoffen, dass, solange Amerika für Gerechtigkeit steht, sich am Ende Frieden und Harmonie duchsetzen werden. Gute Nacht und GOTT segne Amerika und die ganze Welt. Danke."

KOMMENTAR: Vor - während - und nach der Wahl wurde ersichtlich: Trump ist unberechenbar. Das kann gefählich werden, bei einem Politiker mit so viel Kompetenzen.
Der amerikanische Präsident könnte nämlich weiterhin international militärisch intervenieren.
Der heilige Krieg im Islam stösst zwar im Abendland auf breite Ablehnung.
Wenn nun Trump im Namen der Gerechtigkeit  militärische Aktionen befiehlt, wird die Diskussion über den sinnvollen Einsatz von Waffen, über legale Militärschläge, über Waffeneinsätze für die Freiheit oder Strafaktionen sich neu entfachen. Gibt es einen gerechten Krieg?
Es ist erstaunlich, dass Trumps überraschender Schlag gegen Assad nachträglich von verschiedensten Seiten akzeptiert wird.

Fazit: Der militärische Schlag macht uns bewusst, dass Trump nicht nur drohen kann. Die Oeffentlichkeit hat erkannt, dass der US - Präsident gewillt ist, Fakten zu schaffen. Trump muss ernst genommen werden.