Sonntag, 26. März 2017

Geiz ist wieder geil

Sie sind geizig und noch stolz darauf

Luxus ist heute alles – wer kann, leistet sich viel. Doch es gibt eine kleine, wachsende Gruppe, die gegen diesen Trend schwimmt. Sie spart, was das Zeug hält. (Quelle 20 Minuten)


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Wer sparen will, kauft so wenig neue Kleider wie möglich und pflegt vor allem das, was er hat. Geschaut wird nach Gebrauchtem auf Auktionsbörsen. Wenn es aber trotzdem etwas Neues braucht, ist der Ausverkauf Pflicht. Denn etwas zum vollen Preis zu kaufen, ist für Sparfüchse ein No-Go.



Ikea-Gründer Ingvar Kamprad sagte 2010 zu «Le Matin»: «Ich bin geizig und stolz darauf.» Der bald 91-jährige Gründer der Möbelkette Ikea gehört zu den reichsten Menschen der Welt, doch Luxus leistet er sich kaum. Er fährt einen alten Volvo und lebt in einem bescheidenen Haus im schwedischen Almhust, fliegt Economy-Klasse und geht im lokalen Supermarkt einkaufen.
Mit dieser sparsamen Haltung ist Kamprad nicht allein. Zwar lebt die grosse Mehrheit nach dem Motto «Ich lebe hier und jetzt» und gibt das Geld mit beiden Händen für teure Luxusgüter aus.

 Doch es gibt auch eine Gegenbewegung. Sie ist nicht gross, aber deren Anhänger, die vor allem in Frankreich und der Romandie zu finden sind, haben bereits eine eigene Website. Sie scheinen eine wachsende Gruppe zu bilden, wie den Foreneinträgen zu entnehmen ist. Und: Sie sparen meist nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Überzeugung.
Diese Sparfüchse gehen nicht ins Restaurant, die Disco oder die Bar. Geschenke sind out und ständig neue Kleider gibt es auch nicht. Wer Geld ausgibt, tut dies sehr gezielt und überlegt und vergleicht zuvor alle Möglichkeiten. Beliebt sind Secondhand-Waren oder Artikel aus dem Ausverkauf.
Auf den Internetportalen finden sich aber auch unzählige Ratschläge zum sparsamen Leben. So kann man dort nachlesen, wie man sein eigenes Shampoo herstellt oder den Schatz am Valentinstag überrascht, ohne Geld auszugeben. Die Liste der Sparvorschläge in allen Lebensbereichen ist lang: Günstige Ferien, Cashback-Angebote, Sparpläne, die richtige Versicherung, sparsam Kochen und günstig Lebensmittel einkaufen. 
Gespart wird aus Prinzip
Und wozu die ganze Sparerei? Viele tun es aus Prinzip, andere mit einem konkreten Ziel. Sie sparen für unvorhersehbare Ereignisse, grössere Anschaffungen, die Altersvorsorge, das Eigenheim oder eine Ausbildung.

KOMMENTAR:
Zwischen "sparsam sein" und "geizig" ist ein grosser Unterschied. Sparsamkeit ist immer angebracht - auch wenn man über viele Mittel verfügt.  Geiz macht krank. Geizige Menschen sterben einsam.

Samstag, 25. März 2017

Oh du "schöne" Sommerzeit

Am Sonntag werden die Uhren wieder vorgestellt
- aber nicht überall!
Bildergebnis für sommerzeit

Sommerzeit (Quelle Blick-online):

Welche Länder haben keine Sommerzeit?

Da es sich bei der Sommerzeit um eine künstlich eingeführte Zeitregulierungsmassnahme handelt, nutzen längst nicht alle Länder weltweit dasselbe System.

Länder die Sommerzeit nutzen

  1. Alle Staaten der Europäischen Union
  2. Staaten, in im selben Zeitraum wie die EU liegen: Albanien, Andorra, Kosovo, Färöer,Bosnien und Herzegowina, Liechtenstein, Mazedonien, Monaco, Montenegro, Serbien, Vatikanstadt, San Marino, Moldawien, Gibraltar, Ukraine (Ausnahme auf der Krim)
  3. Süd- und Lateinamerika: Brasilien (teilweise), Paraguay, Mexiko
  4. USA, Kanada und Alaska
  5. Karibik
  6. Afrika: Marokko, Namibia und Westsahara
  7. Asien: Mongolei
  8. Australien (teilweise) und Neuseeland

Länder die keine Sommerzeit nutzen

  1. Grosse Teile Asiens wie zum Beispiel China, Japan, Laos, Indien, Indonesien, Kambodscha, Thailand, Kirgistan, Russland, Saudi-Arabien oder Irak
  2. Der grösste Teil der afrikanischen Länder

500 Mal das Wort zum Freitag

Die Sendung ist ein Phänomen und wird in die Mediengeschichte eingehen

Als Kurt Felix das Konzept der Sendung gesehen hatte, staunte er nicht schlecht.
Kein Vorbesprechung. Nichts wird geschnitten. Kostenpunkt ledigleich 500.-- Fr pro Sendung.
Ein Moderator, der es immer verstanden hatte, das Gegenüber zum Reden zu bringen. Das Sendegefäss sollte verboten werden.  Selbst  für Bundesräte war die Plattform im Internet ein Dorn im Auge. "Teleblocher" überstand alle Stürme und  alle Versuche, die Sendung  zu verbieten.

 Tele BLOCHER konnte nicht gekillt werden.
Die Sendung ist heute ein Phänomen.


(Aus SRF):
Das Wort zum Freitag (Artikel enthält Audio)

Das Wort zum Freitag

In diesen Tagen geht «Teleblocher» zum 500. Mal auf Sendung. Ein Besuch in Herrliberg, wo die Sendung produziert wird.

Donnerstag, 23. März 2017

Nur schon ein Terrorist ist zu viel

"Es sind nur ganz wenige, die Anschläge ausüben",

wird immer wieder moniert. Daraus könnten wir folgern: Bauschen wir doch die Terroranschläge nicht auf.
Es gilt aber zu bedenken. Schon ein einzelner Terrorist kann als lebende Bombe in unserer zivilisierten Gesellschaft verheerende Schäden anrichten.
Es ist gefährlich, mit Vergleichendie Gefahr fanatischer Einzeltäter zu bagatellisieren.
Der jüngste Anschlag in London wurde auch von einem Einzeltäter ausgeübt. Nicht die grosse Zahl der Terroristen muss uns zu denken geben. Nur schon EIN Täter ist zu viel.


Terroranschlag in London: Mehrere Tote und Verletzte durch IS-Terror


(Zitat NZZ) Selbstverständlich sterben mehr Menschen an Autounfällen als an Terroranschlägen. Es sind ja viel mehr Autos als Terroristen auf den Strassen unterwegs.
Auch der Vergleich zwischen Opferzahlen in europäischen und nicht-europäischen Ländern ist nicht hilfreich. Denn zu wissen, wie viele Tote der Terror im Irak gefordert hat, sagt noch nichts darüber aus, wie wir auf eine mögliche Gefahrsituation in der Schweiz reagieren sollen.


Um Zahlen vergleichen zu können, müssen wir sie miteinander vergleichbar machen. Ansonsten bleibt der Erkenntnisgewinn aus. Was lernen wir aus der Tatsache, dass der Terror in Europa weniger Menschenleben fordert als Autounfälle, Blitzschläge oder verschluckte Fischgräten? Dass Autos und Fischgräten gefährlicher sind als Terroristen? Gilt das pro Jahr beziehungsweise verspeiste Gräte oder hochgerechnet auf alle Ereignisse? Und bedeutet das im Umkehrschluss, dass sich ein zugfahrender Vegetarier mehr vor dem Terror fürchten sollte als ein fischliebender Autonarr?
Natürlich nicht. Selbst wenn die Vergleichszahlen stimmen – und das tun sie im Falle der Fischgräte schon mal nicht – wird hier ein allzu simpler Ansatz gewählt, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen: Anzahl Tote geteilt durch Gesamtbevölkerung – fertig ist das Sterberisiko durch Terroranschläge, Blitzschläge oder Fischgräten. Eine reine Milchbüchleinrechnung.
Selbstverständlich sterben mehr Menschen an Autounfällen als an Terroranschlägen. Es sind ja viel mehr Autos als Terroristen auf den Strassen unterwegs. Auch Blitze schlagen häufiger ein, als Autobomben gezündet werden. Und jeder von uns würde wohl lieber einen besonders grätigen Fisch verspeisen, als ein Rendezvous mit einem Terroristen zu haben.

Vielen Risiken können wir  kontrollieren. Ein Forstwart wird eher von einem Baum erschlagen als ein Bankangestellter. An einem Motorradunfall stirbt nur, wer Motorrad fährt. Auf dem Trockenen ist noch niemand ertrunken.

Bei einem Terroranschlag gibt es aber kaum Möglichkeiten zur individuellen Vorbeugung. Zumindest nicht, ohne massive Einbussen der eigenen Lebensweise in Kauf zu nehmen.

Ethik und Recht unterscheiden klar zwischen vorsätzlicher Schädigung und Unfall; zwischen Ereignissen höherer Gewalt und menschlicher Niedertracht. Diese Unterscheidung wird ausgeblendet, wenn man einen terroristischen Anschlag mit dem Verschlucken einer Gräte vergleicht.

Egal, um welche politische Frage es geht: Wir dürfen Zahlen nicht für sich selber sprechen lassen, sondern müssen ihnen immer einen gesellschaftspolitischen Wert zuweisen. Ansonsten stiften wir Verwirrung, anstatt Klarheit zu schaffen.
Nur schon ein Täter ist zu viel. 

Mittwoch, 22. März 2017

Medientrainings ja - aber nur mit erfahrenen Coachs


Das Interesse unter Politikern und Unternehmenschefs  an Kommunikationstrainings nimmt stetig zu.

Das hat  mit der verstärkten Medialisierung unserer Gesellschaft durch die digitalen Medien zu tun. Wirtschaftsführer, Verbandsvertreterinnen, Politiker und Verwaltungsangestellte haben ein enormes Bedürfnis zu verstehen, wie die Medien funktionieren und wie sie richtig mit ihnen umgehen.

In der Praxis stellen wir fest:

Journalisten werden vielfach als Feinde oder nützliche idioden betrachtet.
Das ist völlig falsch.  In unseren professionellen Beratungen im Simulator machen wir den Kunden die Funktion der Journalisten bewusst. Die Medien sind kritische Mittler zwischen Publikum einerseits und Institution, Firma, Partei oder  Wirtschaftsführer anderseits. Wer sich der unterschiedlichen Rollen bewusst geworden ist, beeinflusst zwangsläufig Einstellung, Haltung und die Art und Weise der Botschaftsübermittlung.

Durch die Digitalisierung sind heute neue Kompetenzen gefragt.
Bildergebnis für iPhone interview

Eine Führungspersönlichkeit muss heute fähig sein, auch bei einem iPhone zückenden Journalisten ein glaubwürdiges Interview zu geben.

Auch rhetorisch hat sich viel geändert:

Referenten sind heute meist abhängig von PowerPoint.
Sie gestalten ihre Reden nicht mehr selbst. Das freie Sprechen muss vielfach neu erarbeitet werden.
Unsere Haupttätigkeit ist es, den Kunden zu zeigen, wie sie innert weniger Sekunden eine Botschaft auf den Punkt bringen können.

FAZIT:
Wer sich vor Kamera und Mikrofon fit machen lässt, tut gut daran, einen erfahrenen langjährigen Profi zu wählen. K+K ist Ihnen gerne behilflich, wenn sie Ihre Medienkompetenz optimieren möchten.


Dienstag, 21. März 2017

Angebliche Sprachmuster des Faschismus

Fragezeichen sind angebracht


Unterschiedlichste Parteien wurden nach hinsichtlich Sprachmustern durchleuchtet.
Diese Kriterien dienten (laut Tages-Anzeiger) zur Beurteilung, ob eine Partei urfaschistische Züge hat.
die Sprachmuster: