Freitag, 16. September 2016

Der Segen der Handy Verschnaufpause ist umstritten

Immer mehr Schüler verbringen ihre Pause lieber mit dem Smartphone als mit Klassenkameraden.

 Das wollen mehrere Kantis jetzt ändern.

Funkstille: Mehrere Zentralschweizer Gymnasien verbannen das Handy während der Pause.
Funkstille: Mehrere Zentralschweizer Gymnasien verbannen 
das Handy während der Pause.













«Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in den 10-Minuten-Pausen zwischen den Lektionen praktisch mit dem Läuten das Handy zücken und noch am Platz oder direkt vor dem Schulzimmer anfangen zu gamen», sagt Peter Hörler, Direktor der Kantonsschule Zug zur «Zentralschweiz am Sonntag».
Die Folgen: Das Gelernte wird schlechter behalten, der Klassenzusammenhalt leidet und die Schüler gehen zu wenig an die frische Luft. Damit soll jetzt Schluss sein.
An mehreren Schulen herrscht seit Beginn des neuen Schuljahres ein Handy-Verbot während den Pausen, schreibt die Zeitung. Neben Zug haben auch die Gymnasien in Stans, Willisau LU und Beromünster LU Massnahmen ergriffen: Dort bleibt das Smartphone der 1.- und 2.-Klässler vormittags und teils nachmittags ausgeschaltet – und das auch während der Pausen. Besondere Kontrollen gibt es nicht. «Die Lehrpersonen machen Schüler, die sich nicht daran halten, einfach darauf aufmerksam», sagt Hörler. Strafen seien bisher nicht nötig gewesen.

Integration statt Verbot

An der Kanti in Stans wurde sogar ein komplettes Handyverbot diskutiert, was aber schliesslich abgelehnt wurde. Der Grund: Die älteren Schüler sollen von den Pädagogen den vernünftigen Umgang mit dem Smartphone lernen. Man ziehe eine Integration in den Unterricht deshalb einem Verbot vor, sagt Rektor Patrik Eigenmann.
Das neue Handy-Verbot zahle sich bei den jüngeren Schülern aber aus, so Eigenmann: «Die Lehrpersonen haben beobachtet, dass die Schüler konzentrierter sind und mehr miteinander reden.»

Bedürfnis der Eltern

Nicht alle Gymnasien sehen bei dem Thema Handlungsbedarf. Dazu gehört auch die Kantonsschule Alpenquai in Luzern. Wie kommt das? «Es ist immer ein Spagat zwischen Selbstverantwortung, einem zentralen Anliegen jedes Gymnasiums, und pädagogischem Schutz», erklärt Dienststellenleiter Aldo Magno.
Dass sich Schulen diesem Thema widmen, sei ein Bedürfnis der Eltern, wie eine Umfrage der Luzerner Kantonsschule Seetal im Juni 2016 gezeigt habe. Von 176 Elternpaaren, die bei der Befragung mitgemacht hatten, unterstützen 166 die Beschränkung des Smartphone-Gebrauchs. (pat)
(Quelle TAGI)
Bildergebnis für HAndysucht


KOMMENTAR:
Wir zu erwarten war, kam es zu Protesten. Das Handyverbot sei ein unzulässiger Eingriff.
In der Pause dürfe die Schule nicht in die Persönlichkeitsphäre der Kinder eingreifen.
Die Frage, ob die Pause auch in die Obhut der Schule zählt, scheint umstritten.
Persönlich finde ich es gut, wenn der "süchtige" Mensch  kurzfristig lernt,  auf eine Gewohnheit zu verzichten. Ich kenne Schulen, da ist es selbstverständlich, dass während der Schulzeit das Handy verwahrt bleibt. Es ist verständlich, wenn Lehrkräfte,  sich daran stören, wenn an Exkursionen oder Schulänlässen nur noch aufs iPhon gestarrt wird.
Bildergebnis für HAndysucht
Es ist aber nie einfach, Spielregeln einzuführen, die schmerzen.
Eine Sekundarschule wollte zur Förderung der körperlichen Ertüchtigung ein Mofaverbot einführen.
Dies scheiterte an einem Rechtsanwalt der im Auftrag zweier Elternpaare druchzusetzen vermochte, dass der angebliche Eingriff in die Verantwortung der Eltern nicht realisiert werden konnte.
Es ist schon sonderbar, wenn zusätzliche Turnstunden gefordert werden, weil die Kinder sich nicht mehr bewegen. Wenn ein Kind täglich nur 30 Min zu Fuss oder mit dem Velo zur Schule geht, würde dies 3-4 Turnstunden entsprechen.
In der Lehrerweiterbildung hat mir eine Lehrerin erzählt, dass sich die Handy- Verschnaufpause recht positiv ausgewirkt habe. Persönliche Gespräche sind angeblich neu entdeckt worden.

 

Donnerstag, 15. September 2016

Clintons Kommunikationsverhaltenwird ihr zusätzlich schaden

Wie Clinton kommuniziert ist schlecht

Diagnose Lungenentzündung: Das ist zwei Monate vor der US-Präsidentenwahl eine schlechte Nachricht für Kandidatin Hillary Clinton. Sie musste deshalb Wahlkampfauftritte absagen, die sie heute und morgen in Kalifornien geplant hatte.

Schlecht ist allerdings nicht nur die Nachricht, sondern auch die Art und Weise, wie die Demokratin sie kommunizierte. Die Diagnose erhielt sie bereits am vergangenen Freitag. Darüber informiert hat sie erst am Sonntag, nachdem sie an der 9/11-Gedenkveranstaltung in New York ins Taumeln geraten ist und diese verlassen musste.
SRF-Korrespondent Peter Düggeli, weshalb hat Clinton erst so spät über die Diagnose Lungenentzündung informiert?
Es passt ins Bild der Clintons: zurückhaltend, zu wenig transparent, immer nur kommunizieren, was wirklich nötig ist und wenn man nicht mehr anders kann. Das hat mit dem Wunsch nach Privatsphäre zu tun, den die Clintons seit Jahren haben. Dieser gründet vor allem bei Hillary auch in einem Misstrauen gegenüber den Medien. Durch diese Zurückhaltung macht sie die Sachen aber oft schlimmer, als sie wirklich sind.
Haben die Wähler ein Anrecht auf genaue Angaben zum Gesundheitszustand der Präsidentschaftskandidaten?
Es gibt kein Gesetz und keine Regeln, was veröffentlicht werden muss. Ich halte die Forderung aber ein Stück weit für berechtigt, vor allem bei Kandidaten, die nicht mehr die jüngsten sind. Der Druck auf Clinton, mehr Informationen über ihren Gesundheitszustand herauszugeben, wird jetzt sicher steigen. Sie wird wohl versuchen, das hinauszuzögern. Aber dass nun Trump genauere Daten zu seiner eigenen Gesundheit veröffentlichen will, wird sie in Zugzwang bringen.
Inwieweit spielt Clintons Schwächeanfall den Republikanern in die Hände?
Es ist ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker, die schon lange behaupten, Clinton sei krank und nicht fähig für dieses Amt. Das hat auch Trump in der Vergangenheit immer wieder suggeriert. Diese zum Teil absurden Theorien gründen in der sexistischen Vorstellung, Frauen seien für ein solches Amt zu schwach. Trump profitiert zudem davon, dass man nun wieder über den Gesundheitszustand der Kandidaten spricht und nicht über Inhalte, denn dort würde er den Kürzeren ziehen.
Wird der Vorfall Clinton nachhaltig schaden?
Hillary Clinton hat jetzt ein Thema mehr, das ihre Kandidatur überschattet. Die Leute werden nicht aufhören darüber zu sprechen und zu spekulieren, auch wenn sie nach der Lungenentzündung wieder kerngesund sein wird. Gravierender ist ihre Art zu kommunizieren, die zu ihrem grossen Problem mit der Vertrauenswürdigkeit beiträgt. Allerdings denke ich, dass Clintons Aussage vom Freitag, die Hälfte der Trump-Wähler seien Rassisten, Sexisten, Homophobe, Xenophobe und Islamophobe, ihr auf längere Sicht mehr schaden wird. (Quelle SRF)

Mittwoch, 14. September 2016

SCHLAGFERTIGKEIT - VERHANDELN

LINKS:

SCHLAGFERTIGKEIT

12. Okt. 2002 ... Schlagfertigkeit, Schnelles Antworten. ... Aktuell Artikel · Artikel Inhaltsverzeichnis , Suche in Rhetorik.ch: Schlagfertigkeit Lernen. von Marcus ...
www.rhetorik.ch/Schlagfertig/Lernen.html

31. Aug. 2002 ... Schlagfertigkeit, Schnelles Antworten. ... Schlagfertigkeit · Schlagfertigkeitstechniken · Schlagfertigkeit Lernen.
www.rhetorik.ch/Schlagfertig/Techniken.html
  1. Mit Fragen umgehen

    Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Antworttechnik.html - Cached - Similar
  2. Klug zu fragen ist oft schwieriger als klug zu antworten

    15. Dez. 2005 ... Bei allen Gesprächen könnten wir derartige Antworttechniken antizipieren. ... Den Antworttechniken werden wir uns später wieder zuwenden. www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_15/index.html - Cached - Similar
  3. Indiskrete Fragen

    27. Apr. 2007 ... Rhetorik, Fragetechniken, Lenkungstechniken, Fragen. www.rhetorik.ch/Antworttechnik/Indiskret.html - Cached - Similar
  4. Medienkommunikation

    2. Okt. 2002 ... Erweitern von Frage - und Antworttechniken. Optimieren die Schlagfertigkeit. Situationsgrechtes Umgehen mit kritischen Gesprächspartnern. ... www.rhetorik.ch/.../Medienkommunikation.html - Cached
  1. Unredliche Methoden

    Wie man unredlichen Argumentationsmethoden begegnen kann. www.rhetorik.ch/Unredlich/Unredlich.html - Cached - Similar
    1. TTT-Formel als Lenkungstechnik

      28. Juli 2007 ... Lenkungstechniken müssen trainiert werden. Das Lesen dieses Beitrages allein genügt noch nicht. Wir sind gerne bereit, Sie im Simulator ... www.rhetorik.ch/TTT/TTT.html - Cached - Similar
    2. Mediencoaching

      Verhalten vor Mikrofon und Kamera; Unterschiede zwischen Print, Radio und Fernsehen; Das Statement, das Interview; Frage-, Antwort-. und Lenkungstechniken ... www.rhetorik.ch/Mediencoaching/Mediencoaching.html - Cached - Similar
    3. Echosignale als Gesprächslenkungstechnik

      Wenn wir nicht ausgetrickst werden wollen, lohnt es sich, die wichtigsten Lenkungstechniken (Ablenkungstechniken) zu kennen. Nur wer die rhetorischen ... www.rhetorik.ch/Echosignale/Echosignale.html - Cached - Similar
    4. VERHANDELN

      2. Aug. 2003 ... Vielerorts hapert es jedoch an der notwendigen Verhandlungskompetenz, obschon überall verhandelt wird. Bereits Kinder verhandeln und ...
      www.rhetorik.ch/Harvardk

       

      10. Apr. 2011 ... Der Artikel in ZV- INFO April 11 basiert auf einem Referat an der Veranstaltung in Brunnen [PDF]mit dem Titel "Verhandeln-aber wie?".
      www.rhetorik.ch/Aktuell/11/04_10/index.html
      Jedes Kind übt sich ständig im Verhandeln. "Muss ich tatsächlich um zehn Uhr schon ins Bett?", fragt Anna beispielsweise die Eltern. Nach längerem Hin und ...
      www.rhetorik.ch/Verhandeln/Verhandeln.html

       

Das Publikum nicht aus den Augen verlieren!

Während der letzten Wochen war ich im Publikum bei zahlreichen grossen Veranstaltungen.

Was mich erstaunte: 
Die wenigsten sprachen zuhörerorientiert.

Jede Führungspersönlichkeit müsste lernen, während des Sprechens das Publikum im Auge zu behalten.
Der Blickkontakt ist die Nabelschnur der Kommunikation.
Weshalb wird das freie Sprechen nicht in der Grundausbildung trainiert?
Falls Sie das freie Sprechen in kürzester Zeit optimieren wollen, wenden Sie sich an
K+K Kommunikationsberatung

LINK:

7. Jan. 2007 ... "Kann der Blick nicht überzeugen, überredet die Lippe nicht." Grillparzer. "Um sich begreiflich zu machen, muss man zum Auge reden". Herder ...
www.rhetorik.ch/Blickkontakt/Blickkontakt.html

Wasser auf dei Mühlen von Trump

Der Gesundheitszustand der Kandidatin wird thematisiert


 Bildergebnis für Clinton muss gestützt werden


Quelle SRF

Schwankende Clinton wird gestützt

Nach Angaben der Ärztin hatte Clinton die 9/11-Gedenkveranstaltung verlassen, weil sie «überhitzt und dehydriert» gewesen sei. Danach sei ihr aber Flüssigkeit zugeführt worden, «und sie erholt sich gut».
Im Fernsehen waren dann Bilder zu sehen, die zeigten, dass Clinton schwankte und beim Einsteigen in ein Fahrzeug gestützt werden musste. Danach hielt sie sich zunächst in der New Yorker Wohnung ihrer Tochter Chelsea auf und kehrte dann in ihr eigenes Haus im mondänen Vorort Chappaqua zurück.
In der Mitteilung der Ärztin heisst es Medienberichten zufolge, Allergien hätten bei der Kandidatin hartnäckigen Husten verursacht. Bei einer Nachuntersuchung sei dann Lungenentzündung festgestellt worden. Clinton werde mit Antibiotika behandelt. Ihr sei zudem geraten worden, «sich auszuruhen und ihre Terminplanung zu ändern».

Wasser auf Trumps Mühlen

Clintons Krankheit dürfte auch Wasser auf die Mühlen ihres republikanischen Rivalen Donald Trump sein: Der 70-Jährige hatte wiederholt angedeutet, dass Clinton auch aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet sei, die Präsidentschaft zu übernehmen – ohne dies aber in irgendeiner Form zu belegen.
Clintons Gesundheitszustand war in den vergangenen Jahren mehrfach ein Thema. Im Dezember 2012 erlitt sie eine Gehirnerschütterung und wenig später ein Blutgerinnsel im Kopf. Ihr Arzt hat in einem im Juli veröffentlichten Brief Clintons Gesundheitszustand als «exzellent» beschrieben und erklärt, sie sei fit, um die Aufgaben einer Präsidentin zu erfüllen.

Zu zurückhaltende Kommunikation?

Der Demokratin macht im Wahlkampf auch der Vorwurf zu schaffen, dass sie verschwiegen und nicht vertrauenswürdig sei – Kritiker könnten sich angesichts der späten Information über die bereits am Freitag diagnostizierte Lungenentzündung darin bestätigt fühlen. Insgesamt liegt Clinton in Umfragen zwar vor Trump, aber ihr Vorsprung ist in den vergangenen Wochen geschrumpft.

BLICK schreibt:

Kommt nun die Wende  im Wahlkampf um das Weisse Haus?


Nicht mehr der Mail-Skandal, nicht mehr die Clinton-Stiftung – ihre Gesundheit bietet Clintons Gegnern nun die grosse Angriffsfläche. Und ihre Ehrlichkeit darüber.
Zwei Fragen werden die nächsten acht Wochen bis zum Wahltag dominieren: Ist Clinton fit genug, um den härtesten Job der Welt zu machen? Und wie ehrlich redet sie über ihre Gesundheit?
Enge Mitarbeiter Clintons seien nicht über die Lungenentzündung im Bild gewesen, berichtet die «New York Times». Sie seien erst gestern Abend per Mail informiert worden.

Ist sie wieder fit für die TV-Debatte? 

Hillary habe sich ausgeruht und erhole sich prächtig, sagte Ärztin Bardack. Sie habe die Lungenentzündung bereits am Freitag diagnostiziert, nachdem Clinton stark gehustet habe. Welche Form der akuten oder chronische Entzündung des Lungengewebes sie habe, sagte die Ärztin nicht.
Eine erste Hustenattacke erlitt Clinton am Montag. Damals witzelte sie, an einer Trump-Allergie zu leiden.
Nun sagt die Kandidatin eine für heute Montag geplante Reise nach Kalifornien ab. Clinton dürfte sich länger ausruhen wollen. Denn spätestens am 26. September muss sie wieder topfit sein, dann findet die erste TV-Debatte statt.
Muss sie absagen oder erleidet sie am TV einen Schwächeanfall, wäre sie bei der Wahl wohl chancenlos. Bei den TV-Debatten erst machen sich die meisten Amerikaner ein Bild der Kandidaten.
Es ist mittlerweile wohl zu spät für die Demokraten, Clinton zu ersetzen. In zwanzig der 50 US-Bundesstaaten mussten die offiziellen Kandidaten bis Ende August gemeldet werden. Bis Ende September kommen zwanzig weitere Staaten hinzu. Allerdings, glauben Juristen, könnte man vor Gericht eine Änderung dieser Regel erzwingen.

Blutgerinnsel im Hirn

Seit Monaten versuchen die Republikaner den Gesundheitszustand von Clinton zu thematisieren. Immer wieder sprachen sie über ihre Hirnerschütterung von 2012. Damals fiel sie in Ohnmacht – wegen eines Blutgerinnsels im Hirn.
Bis anhin weigerte sich Clinton, ihre Gesundheitsdaten öffentlich zu machen. Das wird sie nun tun müssen. Sonst bleiben Gerüchte, sie verheimliche etwas.

Trump schweigt

Still verhält sich der Republikaner Trump. Mit keinem Wort hat er bisher die gesundheitliche Schwäche Clintons erwähnt. Was taktisch klug ist. Trump weiss: die Bilder der hinkenden Widersacherin sprechen für sich.

KOMMENTAR: Der Berater Clintons müsste in dieser Situation offen und transparent informieren.
Wenn sich vor den Wahlen bestätigt, dass Fakten beschönigt oder negiert worden sind, wäre dies
folgenschwer.  Die Gerüchte, Clinton verheimliche etwas, sind brandgefährlich.

Dienstag, 13. September 2016

Heidenreich nicht mehr tragbar

SRF

Aus PERSOENLICH:

 

Für den Starkritiker ist die 73-Jährige im «Literaturclub» nicht mehr tragbar. Alleine schon ihr Auftritt in der letzten Sendung «hätte eine rote Karte verdient».
SRF: «NZZaS»-Kritiker Manfred Papst attackiert Elke Heidenreich
Steht unter Dauerbeschuss: Elke Heidenreich, 
die bekannte «Literaturclub»-Kritikerin. 

Elke Heidenreich, die bekannte «Literaturclub»-Kritikerin, ist unter Dauerbeschuss. In der letzten Sendung bezeichnete sie das Buch der Schweizer Autorin Michelle Steinbeck «Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch» als «grauenhaft», «entsetzlich», «unehrlich, verlogen, konstruiert.» Wenn man dies ernst meine, so Heidenreich weiter,  habe die Autorin eine ernsthafte Störung. Es sei ein Buch «voller Ekel, alles fault, stinkt, blutet, wird zerhackt.» Obwohl die weiteren Gäste, der Germanist Thomas Strässle und Moderatorin Nicola Steiner, Heidenreich zu bremsen versuchten, setzte Heidenreich, die sich selber als Buchautorin einen Namen gemacht hat, ihre Suada fort«Unbelehrbare Wiederholenstäterin»

Der Literaturkritiker der «NZZ am Sonntag», Manfred Papst, kritisiert in der letzten Ausgabe seiner Zeitung das Schweizer Fernsehen ungewöhnlich stark. «Allein schon dieser Fauxpas hätte eine rote Karte verdient», so Papst in seinem prominent aufgemachten Kommentar (Artikel online nicht verfügbar).
original
«Das Schweizer Fernsehen als öffentlich-rechtlicher Sender hat die Pflicht, für die Einhaltung elementarer Regeln in der Diskussion zu sorgen. Das tut sie im Fall des ‚Literaturclubs’ nicht.»  Elke Heidenreich sei – laut Papst – «eine unbelehrbare Wiederholungstäterin» und verwies auf den «Literaturclub» vom 22. April 2014, als Heidenreich den deutschen Philosophen Martin Heidegger mit einem «falschen Zitat diffamierte». Obwohl der damalige Moderator Stefan Zweifel Elke Heidenreich darauf hinwies, dass der von ihr zitierte Satz bei Heidegger nicht stünde, schrie sie Zweifel nieder und knallte das Buch auf den Tisch. Im Nachhinein habe sich aber gezeigt, so Papst, dass Zweifel auf der ganzen Linie recht gehabt habe.

Literaturkritik sei kein Ponyhof

«Und was war die Folge? Er musste gehen, die Heidenreich blieb. Was für eine verkehrte Welt! Es ist eine Schande, wie Nathalie Wappler als Kulturchefin SRF und ihre Entourage sich damals benommen haben. Sie agierten opportunistisch, feig und träge. Sie suchten die Sache zu verwedeln.» Für Papst ist klar, dass Heidenreich nach der erneuten Auseinandersetzung untragbar sei. So meint er am Ende seiner Kritik: «Literaturkritik ist kein Ponyhof. Polemik darf und muss sein. Aber das eitle Heidenreich-Geblök braucht niemand. Am wenigsten das Schweizer Fernsehen.» Bereits andere Medien hatten vergangene Woche Heidenreich wegen ihres Auftritts stark kritisiert. Fortsetzung folgt. (ma)

Die Front gegendie SVP blöckelt

Die Allianz gegen die SVP ist brüchig. 

FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann (53, ZH) kündigt für die Debatte im Nationalrat von kommender Woche Widerstand an. «Ich werde meine Anträge in der Fraktion dahingehend stellen, damit dem Geiste des Volkswillens Rechnung getragen wird», sagt Portmann zu «SonntagsBlick».

 Im Klartext: eine harte Umsetzung mit der SVP – gegen den Widerstand von Mitte-links. «Viele von uns durchlaufen in dieser Thematik eine innere Zerreissprobe», schildert Portmann die Gemütslage in der FDP. Portmann ist nicht der einzige Freisinnige, der sich von der ausgegebenen Losung längst verabschiedet hat.
Auch in der kleinen Kammer regt sich Widerstand. Die Haltung, welche SP-Ständerat und Rechtsprofessor Daniel Jositsch (51, ZH) vertritt, spricht Bände:
 «Ich bin dezidiert der Ansicht, dass die von der nationalrätlichen Kommission vorgeschlagene Umsetzungsvariante klar gegen die Verfassung verstösst und daher so nicht umgesetzt werden kann.» 

Es brauche bei dieser Variante zwingend eine Verfassungsänderung, er werde im Ständerat mitarbeiten, «dass das so nicht umgesetzt wird, wie es die nationalrätliche Kommission plant».