Matthias Kaufmann hat auf Spiegel-online hat einen Redegenerator entwickelt: Mit unserem
Abi-Reden-Generator können Sie schnell eine passende Ansprache
zusammenbauen. Sie ist gegliedert in die wichtigsten Bausteine, von der
Gratulation über die gesellschaftliche Perspektive bis hin zum
lateinischen Sinnspruch, der nie fehlen darf.
Am besten, Sie klicken sich durch alle Varianten - und nehmen keine allzu ernst.
Anita Fetz (SP, BS) spricht während der Wintersession 2015 im
Ständerat. Für ihren Wahlkampf hatte sie 2003 25'000 Franken von
Finanzhasardeur Dieter Behring erhalten. 2004 sagte die Ständerätin,
dass sie das von Behring erhaltene Geld einer gemeinnützigen
Organisation zukommen lassen werde, falls der Financier verurteilt
würde.
Sollte die sozialdemokratische Ständrätin Anita Fetz das von Finanzbetrüger Behring erhaltene Geld spenden?
8 %
87 %
5 %
Erfuhr das angebliche Finanz-Genie Behring anfänglich noch positive
Resonanz in der Presse, häuften sich 2004 die kritischen Berichte. Der
Zweifel an Behrings zweistelligen Renditeversprechen und seinem
undurchsichtigen Anlagesystem nahm zu. Schliesslich wurde auch die
politische Klasse vom Fall Behring erfasst: Der Basler Financier sass
neben Anita Fetz und dem Solothurner Regierungsrat Roberto Zanetti im
Stiftungsrat der gemeinnützigen Organisation Pro Facile, die als
Geldbeschafferin für wohltätige Institutionen agierte.
Dafür hatte sie einen aus Darlehen stammenden Betrag von rund 3
Millionen Franken in die von Behring gesteuerten Fonds investiert. Zudem
mussten die SP-Politiker Zanetti und Fetz einräumen, Wahlkampfspenden
von Behring empfangen zu haben. Die sogenannte Pro Facile-Affäre
entwickelte sich daraufhin zum Politskandal des Sommers 2004 – und zum
Auftakt des innert Wochen erfolgten, völligen Zusammenbruches des
«System Behring».
Den Prozess verfolgen dürfte auch die Basler Ständerätin Anita Fetz,
denn Behring hat ihr im Jahr 2003 25'000 Franken für ihren Wahlkampf
gespendet (siehe Box). Drei Jahre später kündigte Fetz in der «Basler
Zeitung» an: «Vorgesehen ist, dass ich ihn (den Betrag in Höhe der
Behring-Spende, Anm. d. Red.) einer gemeinnützigen Organisation zukommen
lasse, falls Herr Behring verurteilt wird.» Das Geld des Spekulanten
hatte Fetz auf einem Sperrkonto deponiert, nachdem Behring 2004
verhaftet worden war. «Ein Versprechen darf man nicht vergessen»
An
das Versprechen erinnert sie nun der Sozialdemokrat und ehemalige
Schaffhauser Stadtrat Werner Geel in einem E-Mail: «Ich frage Dich, ob
Du, falls Behring verurteilt wird, die damals erhaltene Spende an eine
gemeinnützige Institution überweisen wirst.» Fetz müsse sich jetzt
ernsthaft überlegen, welcher Organisation sie die Spende überweisen
wolle, führt Geel aus. Eine Antwort hat er bislang nicht erhalten. SVP-Nationalrat
Lukas Reimann, der sich für mehr Transparenz in der
Parteienfinanzierung einsetzt, sagt: «Es ist ein No-go, sein Versprechen
gegenüber den Bürgern einfach zu vergessen. Das gehört sich nicht für
unabhängige und ehrliche Politiker.» Sich als Sozialdemokratin auf
solche Geschäfte einzulassen, sei schon fahrlässig genug gewesen.
«Zu meinem Wort stehe ich»
Fetz
hält auf Anfrage fest: «Ich äussere mich nicht zu einer Geschichte, die
seit 12 Jahren abgeschlossen ist». Die Stiftungsaufsicht habe sie in
ihrem Untersuchungsbericht voll entlastet – und: «Zu meinem Wort stehe
ich. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.»
Kommentar: Ist für Fetz nun die Sache abgeschlossen, oder lösst sie das Versprechen ein? Welches Wort der Politikerin zählt?
Die Gesichtsleser finden immer wieder Menschen, die einfache Rezepte schätzen und sogar bereit sind, dafür zu bezahlen. Viele gehen davon aus, es sei möglich, Menschen auf Grund von Gesichtsmerkmalen umfassend zu analysieren. Obwohl wir heute längst wissen, wie fahrlässig es ist, aus dem Gesicht signifikante Merkmale zu Persönlichkeitsbeurteilungen schlüssig zu beurteilen, boomt dieser Markt.
In meiner Tätigkeit begegne ich oft selbsternannten Experten, die derartige Gesichtsanlysen propagieren.
Ich zitiere aus der Zeitschrift FACES (Juni 16)
Unter dem Titel "Let's face it!"
macht Pietro Sassi eine Analyse nach einer Foto über die Person des Fussballstars Ronaldo.
Hier seine Beurteilung STIRNKANTEN:
Die Person hat ein gutes technisches Verständnis, wo er den Ball treffen muss.
DICHTE DER AUGENBRAUEN:
Sie verrät Leidenschaft, Temperament
BREITER NASENRUECKEN:
Die Person ist belastbar, kann mit Druck umgehen. Belastbarkeit ist jedoch begrenzt
AUSGEPRAEGTE UNTERLIPPE:
In Sachen Frauen hat der Stürmer von Real Madrid einen exklusiven Geschmack
DAS UEBER DEN AUSSENRAND HERAUSRAGENDE INNENOHR:
Verrät grosses Selbstbewusstsein
DER ABSTAND ZWISCHEN AUGE UND BRAUEN IST AM AEUSSEREN ENDE GROESSER:
Das zeigt, dass der Sportler ein Perfektionist ist
KOMMENTAR: Es ist erstaunlich, wie viele Leute derartige Analysen ernst nehmen. Mich erinnert es an das Phänomen bei Kartenlesern und Wahrsager,n die ebenfalls regen Zulauf haben. Wenn wir Horoskope lesen, wird uns schnell bewusst, dass es nicht schwer fällt, Formulierungen zu finden, die in der Regel bei allen Menschen mehr oder minder gut zutreffen. Wir hatten schonwährend des Psychologiestudiums Feldversuche gemacht mit intuitiven Prognosen und Beurteilungen. Die Probanten waren nachher überrascht, dass diese spontanen Urteile nicht belegt werden konnten. Sie wurden aber weitgehend als richtig beurteilt. LINK:
5. Mai 2015 ... Sterndeutern vage, positive Formulierungen. ... Diese Formulierung spiegelt
beispielsweise ... zierten Wünsche zählen zur Plausibilitäts-.
Erst kurz nach der Abstimmung über die Milchkuhinitiative wurde die jüngste STAU-Statistik publiziert. Diese zeigt, dass die Staustunden um 6% zugenomme haben.
Ich zitierer20 Min:
Stau-Statistik
«Die Bürger sind vom Bund beschissen worden»
Die Statistik für 2015 weist eine deutliche
Stauzunahme gegenüber dem Vorjahr auf. Der Zeitpunkt der
Veröffentlichung sorgt für Kritik.
Vor allem an Feiertagen wird die Fahrt auf der A2 Richtung
Gotthard
zur Geduldsprobe: Mehrere Kilometer Rückstau
zwischen Quinto und Airolo
am Ostermontag. (28. März 2016)
Während 22'828 Stunden hat sich 2015 der Verkehr
auf den Schweizer Nationalstrassen gestaut, damit nahm die Zahl der
Staustunden um sechs Prozent zu. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat
diese Zahlen am Montag publiziert – «just einen Tag nach der Abstimmung
über die Milchkuh-Initiative», wie der Gewerbeverband in einer
Medienmitteilung anmerkt.
SVP-Nationalrat Walter Wobmann ist erbost. «Die Stimmbürger sind vom
Bund beschissen worden», kritisiert er. Es sei völlig klar, dass der
Publikationszeitpunkt nicht Zufall, sondern Kalkül sei. «Man wollte den
Leuten nicht zeigen, wie schlimm es um die Stausituation in unserem Land
steht.»
Bund spricht von Zufall
Das
Astra widerspricht. Die Auswertungen seien dieses Jahr aufwendiger
gewesen als in anderen Jahren, weil sie zum ersten Mal auf Basis eines
neuen Verkehrsmodells erfolgt seien. Die Prüfung und Plausibilisierung
der Stau-Zahlen nehme eine gewisse Zeit in Anspruch, so Sprecher Thomas
Rohrbach. «2015 war die komplette Auswertung Ende April bereit, 2012
erst Mitte August und 2011 gar erst im November.» Es gebe keinen
einheitlichen Zeitpunkt für die Kommunikation.
KOMMENTAR:
Grund für die Zunahme der Staus sind laut dem
Bundesamt für Strassen (Astra) vor allem die Verkehrsüberlastungen und
nicht Unfälle oder Baustellen. Ich befahre oft
am späteren Abend zwischen 22.00 und 24.00 Uhr wöchentlich die A1 Bern und Winterthur. Auf der Nordumfahrung Zürich
stecke ich regelmässig im Stau, aber nicht wegen Verkehrsüberlastung,
sondern wegen den ewig vorhandenen Nachtbaustellen. Oft wird von 3 auf 1
Spur reduziert. Dass dieses unprofessionelle Verfahren nicht nötig wäre,
zeigen die Baustellen auf den Autobahnen rund um die Schweiz.
TGNS und weitere Personen haben sich aufgrund der
Verunglimpfung von Transmenschen durch Victor Giacobbo und Mike Müller
in der Sendung «Giacobbo/Müller» bei der Ombudsstelle des SRG beschwert.
So wurden im Beitrag etwa Transpersonen als «Transen» bezeichnet. Die Ombudsstelle gab den Beschwerden recht.
Dieser Entscheid ist ein optimaler Erfolg für die Transpersonen. Sie
können nun unserem Staatssender eine Trans-Policy definieren. SRF will
nach den Protesten und dem Entscheid des Ombudsmannes tatsächlich die
Richtlinien anpassen. Den Ausschlag gaben die Witze von Viktor Giacobbo
und Mike Müller in der Late-Night-Show vom 3. April 2016. So klopften
die Satiriker Sprüche über die «SP-Transen», die sich beim Pinkeln auf
dem WC überlegten: «Bin ich schon so weit operiert, dass ich noch stehen
kann, oder muss ich sowieso absitzen?»
Nach dem Ombudsmann dürfen Satiriker zwar über vieles Witze reissen,
«aber es gibt Heiligtümer, die sie nicht betreten sollten: jenes der
religiösen Gefühle und jenes von benachteiligten Menschen.» Nach Roger
Blum wurde das Diskriminierungsverbot geritzt.
An einer «Trans-Policy», wie sie angeblich entstehen soll, ist Kritik
angebracht. Für Satiresendungen darf es keine separaten Regelungen
geben. Sonst hätten auch andere Gruppierungen, die weniger laut
protestieren, das Recht zu einer Sonderbehandlung. Wir erinnern uns an
die Witze im religiösen Bereich, die stets geduldet worden sind
(katholische Kirche, Hostie, Papst) oder bei Genderfragen und
Bemerkungen, welche das Antirassismusgesetz tangieren. Alle
Gruppierungen müssen in der Praxis mit gleicher Elle gemessen werden. Es
dürfen nicht jene Gruppen bevorzugt werden, die am lautesten schreien.
Gesetzte und Bestimmungen sind so zu formulieren, dass alle gleich behandelt werden und niemand einen Sonderschutz erhält. Das bestehende
Fernsehgesetz gilt für alle. Ich kann mir gut vorstellen, dass
Giacobbo/Müller die neue Sondersprachreglung postwendend auf die Schippe
nehmen. Zu Recht – wie ich meine. Ganz abgesehen davon, sollte man
jedoch die Kirche im Dorf lassen. Nichts wirkt negativer und
lächerlicher als übertriebene Schutzmassmahmen, für welche Personen oder
Gruppierungen auch immer.
Das Lächeln immer einstudiert: Hillary Clinton im März in WashingtonEingeübte Auftritt wirken immer gleich, jedenfalls nicht authetisch.
(Aus DIE ZEIT)
Der Auftritt
ist eingeübt. Und er ist immer gleich. Egal, ob das Podium in einer
Turnhalle einer High School in New Hampshire steht, oder die Bühne in
einem Casino in Las Vegas aufgebaut ist. Hillary Clinton bleibt Hillary
Clinton. Popmusik tönt übersteuert aus Lautsprechern, gern etwas
Motivierendes wie Fight Song von Rachel Platten oder Let's Get Loud von Jennifer Lopez.
Ihr Wahlkampf
gleicht einem Marathon; wer die Distanz überstehen will, braucht
Routinen. Alle Kandidaten haben sie. Bei Clinton stehen die Zuschauer
bei ihren Auftritten je nach Setting mit "Hillary"-Schildern und kleinen
US-Flaggen in der Nähe des Podiums oder sitzen für die Fernsehkameras
gut platziert im Halbrund. Sie werden angemessen laut, sobald sich ein
Vorhang bewegt oder eine Tür einen Spalt aufgeht. Es ist immer ein etwas
zwanghaftes Glücksradjubeln, einstudiert wie das, was dann folgt.
Clinton betritt die
Bühne, winkt hierhin, winkt dorthin, das Lächeln eingefroren im perfekt
geschminkten Gesicht. Kein Haar verrutscht, wenn Clinton Hände schüttelt
oder sich für ein Selfie vor einem Smartphone postiert. Kurze Runde,
dann ab vors Mikrofon. Reden über Bildung, Löhne, Krankenversicherungen
und das von der Mittelschicht getragene Amerika, das Clinton als
Präsidentin wieder erschaffen will. Die 68-Jährige ist immer exzellent
vorbereitet. Hat auf jede Frage eine Antwort und kann garantiert von New
York bis Los Angeles die durchschnittlichen Benzinpreise referieren.
Nur: Sympathischer macht sie das nicht.
Und so überlebenswichtig
Kompetenz im Weißen Haus ist, auf dem Weg dorthin ist das nicht
unbedingt die wichtigste Voraussetzung. Die Republikaner haben das mit
der Nominierung Donald Trumps gerade leidvoll erlebt.
Clinton steht für das Establishment in Washington. Ehemalige First Lady,
ehemalige Senatorin, ehemalige Außenministerin. Gold auf dem Papier.
Auf den Straßen im Wahlkampfjahr 2016 jedoch nichts als schweres Gepäck.
Bei Konservativen wie Linken ist der Präsidentschaftswahlkampf geprägt
von Müdigkeit, Wut und Frust. Auf "all die da in Washington", die das
Leben der Menschen nicht verbessern. Donald Trump hat davon profitiert.
Und auch Sanders hat seine Kampagne darauf aufgebaut, sich als radikal
links und Anti-Establishment zu verkaufen.
Sie ist nicht Bill
Das
Aufgesetzte bei Auftritten bringen auch viele Berufspolitiker mit, das hat
Clinton nicht exklusiv.
Doch bei ihr wirkt es nun einmal besonders
unauthentisch und führt dazu, dass sie in Umfragen wenig bliebt ist.
"Clinton hat keine guten Kommunikationsfähigkeiten und sie kann nicht
gut mit Leuten umgehen", sagt Craig Gilbert, langjähriger
Washington-Korrespondent des Milwaukee Journal Sentinel.
Kurz gesagt: Sie ist
nicht Bill Clinton. Der Ex-Präsident gilt immer noch als einer der
begabtesten Politiker in den USA. Ein Menschenfänger, der Wähler für
sich einzunehmen wusste. Selbst in diesem Vorwahlkampf, in dem er in der
zweiten Reihe steht und bei vielen Auftritten blass und müde wirkt,
strahlt sein Charisma aus. Bill Clinton hat die Fähigkeit, Leute zu
umarmen.
Hillary
ist kompetent, er ist der coole, sie hat den Ehrgeiz, er die Empathie.
Doch jetzt steht sie in der ersten Reihe, sie möchte ins Weiße Haus.
Menschen umarmen zu können und es so zu meinen, das würde Clinton jetzt
guttun.
KOMMENTAR: Hillary Clinton hat sicherlich Glück, wenn sie trotz der aufgesetzten Cheesemasche gewählt wird. Sie wird davon profitieren können, dass die Bevölkerung nur zwischen zwei Uebeln auswählen kann und sich letztlich für das Kleinere entscheiden muss. Eine Politikerin bräuchte vor allem EINES: Glaubwürdigkeit. Wer kein Vertrauen ausstrahlt, wer künstlich, theaterzentriert kommuniniziert, kann die Herzen der Menschen nicht erobern. Hillary war stets berechnend, intelligent, schlau und wusste genau: Wenn ich zu meinem Mann stehe nach dem Seitensprung, wird sich das früher oder später auszahlen. Bis anhin ging ihre Rechnung auf. Aber trotz bevorstehender Wahl: Ueberzeugen konnte mich Hillary Clinton nie. Ihre Hauptstärke: Sie liess sich nie unterkriegen und hat ein enormes Durchstehvermögen. Ihr sind zwar immer wieder grobe Fehler unterlaufen. Doch ist sie immer wieder aufgestanden.
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Bewältigung unangenehmer Situationen gefragt. Was hat sich in der Praxis ...
«Die grosse Show der Träume» fällt den Quoten zum Opfer, Rihanna geniesst ihre Ferien – und weitere News aus der Welt der Stars.
Quelle 20 Min:
Beatrice Eglis (27) «Die grosse Show der Träume» wird nach zwei
Folgen bereits wieder abgesetzt, berichtet «FM1 Today». Grund für die
Pleite sind die tiefen Einschaltquoten. Am Samstagabend schalteten bloss
2,57 Millionen Zuschauer ein. Der ARD ist das zuwenig.
(6. Juni) KOMMENTAR: Die Sendung hatte mich nicht überzeugt. Es fehlte echtes "Herzblut". Moderation war zu aufgesetzt.
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Keine separaten Regelungen für Satireformate