Montag, 16. Mai 2016

Schumachers Zustand: Gerüchte ohne Ende

Wer nicht informiert, fördert Gerüchte
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Letzte Woche schockte das US-Portal «Daily News», auf Berufung eines nicht genannt sein wollenden Doktors: «Schumi liegt im Sterben!» Natürlich wurde die Sache auch von einigen Online-Seiten übernommen.
Am Freitag dann die Wende. Die spanische Sportzeitung «Mundo Deportivo»: «Schumacher wird im Rollstuhl durch den Garten seiner Villa geschoben. Zehn Sicherheitskräfte schauen, dass kein Fotograf zu einem Bild kommt!»
Da holen wir uns am besten Hilfe bei Niki Lauda (67): «Als ich meinen Unfall 1976 auf dem Nürburgring hatte, musste ich in meinem Haus in Hof bei Salzburg wegen den Paparazzis Polizeischutz anfordern. Jeder Mensch hat das eigene Recht, was veröffentlicht wird. Man muss Schumis Frau Corinna verstehen, dass sie Michael schützt – und keinen Kommentar abgibt. Das muss zum Teufel jeder Mensch akzeptieren und respektieren. Mich ärgern diese vielen Gerüchte, aber man kann sie leider kaum abstellen.» (Quelle Blick-online)

KOMMENTAR: 
Es gibt eine bewährte These. Den Informationslead sollte man in Krisensituationen nie aus der Hand geben.
Bei Schumacher wurden die Medien bewusst abgeschottet und dank den notwendigen Mitteln gelang es bislang, Paparazzis vom Grundstück abzuhalten. Was selten der Fall ist.
Man kann durchaus der Standpunkt vertreten: Die Privatsphäre geht niemand etwas an. Der Patient Schumacher hat das Recht die Medien fern zu halten. Bei einer Person der Oeffentlichkeit ist es dann aber verständlich, dass die Gerüchteküche angeheizt wird. Die Medien möchten Licht ins Dunkel bringen und suchen PRIMEURE.
Aus meiner Sicht, hätte man den Medien sagen dürfen, weshalb Schumi den Medien nicht vorgeführt werden möchte.
Das Verhalten der NICHTKOMMUNIKATION der Kommunikationschefin Kehm lässt vermuten, dass  sich der mehrfache Weltmeister in einem sehr schlechten Zustand befinden muss. Die Gerüchteküche kaltet nicht ab.

LINK:

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
3. März 2014 ... Michael Schumacher liegt nach einem Ski-. Unfall (29. Dezember 2013) in Méribel schwer verletzt im Spital. Es besteht Lebens- gefahr.
www.rhetorik.ch/Aktuell/14/03_07/03_14.pdf

SCHLAGFERTIGKEIT aus derwesten.de:

Kommunikation

Wie man online Schlagfertigkeit lernen kann

Essen. Wer an seiner Schlagfertigkeit arbeiten will, kann sich einen allerersten Überblick im Internet verschaffen. Wir stellen zwei unterhaltsame und informative Webseiten zum Thema vor.

Auf einem leeren Parkplatz kann man sich nicht hinstellen, wie man gerade Lust hat. Pingelige, überkorrekte Zeitgenossen nehmen einem das übel und meckern lauthals los: „Brauchen Sie immer zwei Parkplätze zum Einparken?” Ein lahmes „Ääh nein” in Kombination mit einem hochroten Gesicht ist nicht die geistreiche Reaktion, von der man hinterher stolz seinen Freunden erzählen kann. Ein schlagfertiges „Ja, falls mal einer kaputt geht” - das wäre es gewesen.
„Ich bin nicht klein. Ich bin ein Konzentrat.”

Wer an seiner Schlagfertigkeit arbeiten will, kann sich einen allerersten Überblick im Internet verschaffen. Rhetoriktrainer Gero Teufert beispielsweise betreibt einen amüsant zu lesenden Blog. Hier verrät er Tipps und Tricks und sammelt lustige Anekdoten. Folgende gehört zu seinen Favoriten: In einem Frankfurter Kaufhaus probiert ein circa acht Jahre alter Junge Kleidung an. Seine Mutter sagt irgendwann: „Dafür bist du zu klein.” Antwortet der Knirps: „Ich bin nicht klein. Ich bin ein Konzentrat.”

Teufert leitet aus solchen Geschichten Techniken ab. Im gerade geschilderten Fall spricht er von der Methode des Um-Interpretierens: „Der Junge hat den ursprünglich negativen Vorwurf ,zu klein' für sich positiv umgedeutet in ,viel Inhalt auf kleinstem Raum'.” Köstlich auch dieser Blogeintrag: Nach den Ostertagen berichtet der Macho der Firma: „Ach Margret, Ostern war so geil. Ich hatte drei Tage nur Sex.” Margret: „Mit der rechten oder der linken Hand?”

Schlagfertigkeit im Alltag sei oft eine vorher 
eingeübte Schubladenantwort, so der
Schweizer Kommunikationsexperte Marcus Knill.

Dass man Schlagfertigkeit lernen kann, davon ist auch der Rhetoriktrainer Matthias Pöhm überzeugt. . Hier zwei gelungene Beispiele:

„Das habe ich dir schon hundertmal erklärt!” Erwiderung: „Aber kein einziges Mal richtig.”

18 Uhr, der Chef blickt kritisch auf seine Uhr und sagt zu seinem Mitarbeiter: „Ach, Sie wollen schon gehen?” Der antwortet: „Ja, ich versuche mich an meinen Arbeitsvertrag zu halten.”


Schlagfertigkeit: Die vorher eingeübte Schubladenantwort

Lady Astor, die 1919 einen Sitz im britischen Unterhaus bekam und die erste Frau war, die das Amt auch annahm, erwies sich als ebenbürtige Gegnerin, wenn sich folgender Dialog wirklich zugetragen hat: Churchill soll zu ihr gesagt haben, dass eine Frau im Parlament vergleichbar ist mit einer Frau, die in sein Badezimmer eindringt. Worauf Lady Astor gekontert haben soll: „Sie sind nicht attraktiv genug, um solche Befürchtungen haben zu müssen.”

Schlagfertigkeit im Alltag sei oft eine vorher eingeübte Schubladenantwort, so der Schweizer Kommunikationsberater Marcus Knill. Man könne sich also vorbereiten. Nur dürfe einem niemand die Vorbereitung anmerken. Weitere Informationen gibt Marcus Knill hier:





31. Aug. 2002 ... Schlagfertigkeit, Schnelles Antworten. ... Schlagfertigkeit · Schlagfertigkeitstechniken · Schlagfertigkeit Lernen.
www.rhetorik.ch/Schlagfertig/Techniken.html
Wer nicht so schlagfertig ist, kann sich mit den Worten des US-Schriftstellers 
Mark Twain trösten: „Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst
 24 Stunden später kommt.” 
(NRZ)

Sonntag, 15. Mai 2016

Die Siegerin

Die Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest 2016

Aus SRF:
Mit ihrem Song «1944» lässt die ukrainische Sängerin Jamala alle 25 Konkurrenten hinter sich und siegt beim 61. Eurovision Song Contest.
Neben der Ukraine zählten Australien und Russland zu den Favoriten. Sie schafften es auf die Plätze zwei und drei. Bis zuletzt hatte Australien die Nase vorn gehabt. Das Zuschauer-Voting kehrte in letzter Minute alles um. Der ESC 2017 findet nun in Kiew statt.

Ukraine gehört zu erfolgreichsten Ländern

Für die Ukraine ist es der zweite Sieg beim Eurovision Song Contest. Während der erste Beitrag 2003 mit dem 14. Platz noch im Mittelfeld landete, wurde mit Ruslana und «Wild dances» bereits im Folgejahr der erste Sieg im Wettbewerb erzielt. 

KOMMENTAR:

Die Ukrainerin Jamala gewinnt mit dem dramatischsten Titel des Abends. Ihr Song "1944" erzählt die traurige Geschichte ihrer Urgroßeltern, die unter Stalin von der Krim vertrieben wurden. Die Ukrainerin holt den Wettbewerb zum zweiten Mal in ihr Heimatland. 2004 gewann Ruslana mit "Wild Dances"
Ich finde Jamala ausdruckstark. Der Song hat einen harten, klaren Beat.

Trotz des Dauer-Regens:

Geruhsame Pfingsttage!

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Samstag, 14. Mai 2016

Seehofer und die Willkommenskultur

Mit Worten scharf schiessen - gegen wen - für wen?

(aus Spiegel online)

Und so kann man davon ausgehen, dass sich Horst Seehofer seine Wortwahl genau überlegt hat, als er der "Süddeutschen Zeitung" in Bezug auf die Fortführung der Grenzkontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze unverkennbar triumphierend mitteilte: "Das Ende der Willkommenskultur ist notariell besiegelt."

Seehofer beendet Willkommenskultur: Der Gekränkte schlägt zurück
Es ging um Grenzkontrollen, doch Horst Seehofer sprach vom "Ende der Willkommenskultur". Was will uns der bayerische Ministerpräsident damit sagen? Ein Kommentar von Stefan Kuzmany

Zwar hat kein Notar beurkundet, was Seehofer im Streit mit dem Bund über die Grenzkontrollen ausgehandelt hat. Der CSU-Chef lässt den Notar nur auftreten, um seine Interpretation deutlich zu machen: Das hier ist keine politische Verabredung, die unter anderen Umständen von einer anderen politischen Verabredung ersetzt werden kann. Sie ist vielmehr amtlicherseits für unumstößlich erklärt worden.
Kalte Absage an die Flüchtlingshelfer
Problematischer jedoch ist Seehofers Wortwahl an anderer Stelle: Was treibt den CSU-Chef, vom "Ende der Willkommenskultur" zu sprechen?

Medialer Höhepunkt der deutschen Willkommenskultur waren die Bilder vom Münchner Hauptbahnhof, wo zahlreiche Bürger frisch angekommene Flüchtlinge mit Applaus begrüßten. Solche Szenen gibt es nicht mehr zu sehen - was es aber immer noch gibt, sind Tausende Helfer in Flüchtlingsheimen, Sozialarbeiter, Sprachlehrer, Ärzte und Beamte, die sich nach wie vor, amtlich und ehrenamtlich, wenn auch ohne große öffentliche Aufmerksamkeit, darum bemühen, den Flüchtlingen die Ankunft und Eingliederung zu ermöglichen.
Die Applaudierenden von München werden von Rechten mittlerweile als "Bahnhofsklatscher" diffamiert. Wenn der bayerische Ministerpräsident "das Ende der Willkommenskultur" ausruft, dann ist das eine ebenso kalte Absage an alle (übrigens auch an die zahlreichen bayerischen Bürger), die sich weiterhin um eine menschliche, zugewandte Behandlung der Flüchtlinge sorgen.
Anbiederung oder Verbitterung
Diese Willkommenskultur war Seehofer, der auch schon mal von der Abwehr der Zuwanderung ins deutsche Sozialsystem "bis zur letzten Patrone" gesprochen hat, anscheinend seit jeher zuwider. Nach seinem Verständnis muss man Kriegsflüchtlinge wohl zwar zähneknirschend dulden und irgendwie unterbringen. Aber freundliche Zugewandtheit ist dabei nicht vorgesehen, sogar schädlich: Die betrachten das sonst ja noch als Einladung.
Horst Seehofers Satz vom "Ende der Willkommenskultur" entstammt mithin der Gedankenwelt der Ausländerfeinde. Denn über die Zahl der Flüchtlinge, über die Politik der Bundesregierung, über Grenzkontrollen und Kontingente mag man demokratisch streiten. Aber wer, der nicht Ausländerfeind ist, würde einem Gast nicht grundsätzlich positiv begegnen wollen?

Entweder handelt es sich bei Seehofers Worten um einen traurigen Versuch, sich bei den zur AfD abgewanderten Wählern anzubiedern. Es ist zweifelhaft, ob er damit Erfolg haben wird: Die wählen wohl doch lieber das verlässlich rassistische Original als den inszenierten christsozialen Theaterdonner. Oder Seehofer dachte beim "Ende der Willkommenskultur" gar nicht so sehr an die Wähler, sondern mehr an die Person, mit der dieser Begriff (mittlerweile zwar kontrafaktisch, aber immer noch) verbunden wird: Angela Merkel. Runde um Runde drehen seine Spielzeugeisenbahnen nachts in Seehofers Keller, denn er kann nicht schlafen, weil ihn die ständigen Zurückweisungen der Kanzlerin nicht ruhen lassen, weil keine Antwort kommt auf seine SMS, und wenn doch, dann spät, erst nach drei Stunden! Horst Seehofer, ein verbitterter Mann im Winter seiner Karriere, dessen politisches Handeln nur noch von der Rache für erlittene Kränkungen angetrieben wird.
Sei sie also politisch motiviert oder persönlich: Horst Seehofers Haltlosigkeit ist notariell besiegelt.

Zum Autor
Stefan Kuzmany
Jeannette Corbeau
Stefan Kuzmany leitet den Bereich Meinung und Debatte bei SPIEGEL ONLINE.

KOMMENTAR:
Nach Kuzmany stichelt Seehofer gezielt gegen Merkel, weil er
ständig unter ihren Kränkungen leidet. Diese These ist nachvollziehbar. Uebrigens:
Das Wort "Willkommenskultur", im allgemeinen Sprachgebrauch erst seit dem Flüchtlingssommer 2015 vorhanden und im Dezember desselben Jahres in Österreich zum "Wort des Jahres" gewählt, ist bereits im März 2013 in einem Papier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) definiert worden. In dessen "Abschlussbericht: 'Runder Tisch Aufnahmegesellschaft'" bezeichnet "Willkommenskultur" eine positive Haltung der Gesellschaft gegenüber Ankömmlingen: "Neu-Zuwandernde anhand attraktiver Rahmenbedingungen Willkommen heißen und anerkennend in die Gesellschaft aufnehmen. Willkommenskultur richtet sich an alle legalen Neu-Zuwandernden."

Freitag, 13. Mai 2016

Klarheit ist gefragt

Verständlich,  klar reden 
und schreiben  -
als Alleinstellungsmerkmal 
der Kommunikation

In der  heutigen komplexen Welt ist bei allen Kommunikationsprozessen 
Klarheit gefragt.
Wer Aussagen eindeutiger vortragen kann, 
wird nicht nur besser verstanden. 
Er überzeugt und
ist letztlich auch erfolgreicher.
Wie können wir beispielsweise 
klarer argumentieren?
- Die Struktur der Aussage 
 muss erkennbar sein.
- Die Botschaft muss mit einem Bild, 
einem Beispiel oder einem Erlebnis 
(Geschichte) verknüpft werden.

Bildergebnis für klarheit schaffen  

Feinde der Klarheit sind:
- Der Fluch der vielen Worte
- "Verschleiernde" Sprachmuster
Beispielsweise mit dem Konjunktiv "Ich würde nicht sagen, dass das Projekt riskant ist"
- Aussagen anonymisieren "Man sagt....."
- Passiv formulieren
- Aussagen mit Füllwörtern, Fremdworten voll pumpen
- Harmoniesucht
- Angst
- Vorurteile

Verständliche Kommunikation zeichnet sich durch die
K-Kriterien aus:

1. Klar = verständlich kommunizieren, das heisst:
  • kurze Sätze
  • geläufige Wörter benutzen
  •  auf Floskeln und Fachjargon verzichten

2. Konkret = präzise, konkret kommunizieren, das heisst:
  • Daten, Fakten und konrete Sachverhalte
  • Personen  statt „man“
  • Ziele definieren
  • Beispiel, Erlebnis, Geschichte
K+K bietet ihnen individuelle, massgeschneiderte Module an.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

LINK:

Kwie KERNAUSSAGE (Wir überprüfen ihre Kernbotschaften). Kwie KAPAZITÄT ( Wir ergänzen Ihr Wissen und fördern Ihre Denkkapazität). Kwie KONSEQUENT ...
www.rhetorik.ch/K/K.html






Heute ist Freitag der 13.!

Warum bringt die Zahl 13 Glück oder Unglück?

Das hat mit unserer Einstellung zu tun. In der Psychologie gibt es die "Selbsterfüllende Prophezeihung"*. Das was ich erwarte, trifft eher zu. Wenn mir das Horoskop voraussagt, dass ich heute viele schöne Stunden erlebe, erkenne ich jeden schönen Moment. Das Positive wird mir bewusst und die schönen Momente bestätigen mir, dass die Prognose stimmt.
Erwarte ich heute Negatives, so fokussiere ich meine Wahrnehmung auf alles Unangenehme.
Dies bestätigt mir dann ebenfalls, dass ich heute kein Glück habe.
*

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Die selbsterfüllende Prophezeiung ist ein psychologisches Phänomen, dass unser eigenes Verhalten, aber auch das unserer Mitmenschen beeinflussen kann.11.02.2015

Selbsterfüllende Prophezeiung: Definition, Beispiele, Psychotipps ...

karrierebibel.de/selbsterfuellende-prophezeiung/
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Aus Helles- Köpfchen.de:


Warum "Freitag, der 13." bei uns als Unglückstag gilt, wissen viele überhaupt nicht. Zu Unrecht wird oft behauptet, seinen Ruf verdanke dieser Tag dem so genannten "Schwarzen Freitag" des Jahres 1929, dem großen Börsenkrach in den USA - denn dieser fiel gar nicht auf den 13. und begann eigentlich schon am Donnerstag. Die Medien trugen maßgeblich dazu bei, dass einige Menschen jeden Freitag, der auf den 13. eines Monats fällt, mit Vorsicht genießen. Doch woher stammt nun eigentlich der Volksglaube, ausgerechnet an diesem Kalendertag würden wir vom Pech verfolgt?

 

Freitag der 13. - ist er wirklich ein "Unglückstag"? (Quelle: BirgitH/ Rainer Freynhagen | pixelio.de) Der Wecker klingelt, es ist Freitag - gerade willst du aus deinem Bett aufstehen, als es dir durch den Kopf schießt: Es ist der 13. des Monats und ausgerechnet heute, an diesem Freitag, schreibst du eine Mathearbeit. Das kann ja nur schief gehen… Merkwürdig, wie wir ganz selbstverständlich an solchen Tagen vom Aberglauben heimgesucht werden und mit dem "Schlimmsten" rechnen.
Dabei besagen Statistiken, dass sich an einem Freitag, dem 13. nicht mehr oder gar größere Unglücke ereignen als an einem anderen Datum - warum auch? Trotz allem scheint es vielen so, als ob sie an diesem Tag regelrecht vom Pech verfolgt werden. In jedem Jahr gibt es mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf den 13. fallen. Woher haben diese Freitage ihren schlechten Ruf? Ist uns wirklich das Unglück auf der Spur - oder nicht eher wir dem Unglück? So gehört sich das eben für einen Freitag, den 13.

Auf der Suche nach dem Unglück

 

Werden wir am Freitag den 13. vom Pech verfolgt - oder sind wir "auf der Suche nach dem Unglück"? (Quelle: Kurt Michel | Pixelio)An diesem Datum verlassen viele schon sehr vorsichtig die Wohnung, immer im Kopf, dass ein Unglück passieren könnte. Zwangsläufig geschieht es dann auch eher - und erleben wir solch ein Missgeschick, werden wir wiederum bestätigt, dass dieser Tag ein Unglückstag sein muss. Oft handelt es sich um Vorfälle oder Situationen, die an jedem beliebigen anderen Tag für uns ohne Bedeutung wären.
Der amerikanische Börsenkrach vom Oktober 1929, der auch in Europa eine schlimme Krise auslöste, begann eigentlich schon an einem Donnerstag. Wegen der Zeitverschiebung war jedoch in Europa bereits Freitag. Außerdem begann die Weltwirtschaftskrise nicht am 13., sondern am 24. Oktober 1929. Der große Börsenkrach hatte zur Folge, dass sich viele Firmen auflösten und unzählige Menschen weltweit arbeitslos wurden. Das Datum ging als "Schwarzer Freitag" (im Englischen "Black Thursday", also "Schwarzer Donnerstag") in die Geschichte ein und verstärkte bei uns den Ruf vom "Freitag den Unglückstag". Dass dieser Tag für den Mythos um den "Freitag, den 13." verantwortlich ist, stimmt jedoch nicht. Tatsächlich gab es am Freitag, den 13. Mai 1927, einen Kurseinbruch an der Berliner Börse. Vermutlich wurden diese beiden Ereignisse vermischt und so verbreitete sich bei uns die falsche Behauptung.
Vor langer Zeit, vor über 700 Jahren, war für die berühmten Tempelritter ein schwarzer Tag: Es heißt, an einem Freitag, den 13. Oktober des Jahres 1307, habe Philipp IV., der König von Frankreich, die Verhaftung der Ritter des Templerordens in ganz Europa angeordnet. Viele Tempelritter wurden schließlich wegen Ketzerei angeklagt, in Kerker gesperrt und hingerichtet. Der französische König hatte es auf die Reichtümer der Ritter abgesehen. Die Templer - Ritter und Mönche zugleich - waren ein wohlhabender Orden der christlichen Kirche.

Schon in früheren Zeiten ein schlechtes Omen?

 

Die 13 wird auch das "Dutzend des Teufels" genannt. (Quelle: Klausi | Pixelio)Der Aberglauben verbreitete sich in Deutschland erst vor etwa 50 Jahren in der breiten Bevölkerung. Im Jahr 1957 wurde der Stapellauf eines Öltankers verschoben, der sonst auf einen Freitag, den 13. gefallen wäre. Darüber machte sich ein Journalist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, einer großen deutschen Tageszeitung, lustig und trug somit zur Verbreitung des Aberglaubens dieses gefürchteten Freitags bei. Unabhängig voneinander wurde sowohl der Freitag als auch die Zahl 13 aber schon lange mit Unglück in Verbindung gebracht.
Dafür gibt es mehrere Ursprünge. Der Freitag gilt bei den Christen beispielsweise als Trauertag, da Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde. Außerdem war es ein Freitag, an dem Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieben wurden, da sie die Früchte vom Baum der Erkenntnis aßen - im christlichen Glauben ebenfalls ein großes Unglück. Jedoch war der Freitag, bis er sich seinen Ruf als Freitag, den 13. machte, bei den Protestanten sogar als Glückstag angesehen. Oft wurde an Freitagen geheiratet, da solche Ehen als besonders glücklich gelten sollten. Anders als die Katholiken, die den Freitag aufgrund der biblischen Hintergründe eher mit Unheil und Leid in Verbindung brachten. So hieß es, ein Jahr, dass an einem Freitag begann, bringe Unglück - und am Freitag geborene Kinder wurden als "Unglückskinder" bezeichnet.

Die runde zwölf und die schiefe 13

 

Im Gegensatz zur 13 gilt die zwölf als göttliche Zahl. Laut der biblischen Geschichte hatte Jesus zwölf Jünger - mit Jesus waren es jedoch 13 Gäste, die am letzten Abendmahl teilnahmen (Bild: "Das letzte Abendmahl"). Die Zahl 13 gilt, wie auch der Freitag, in einigen Kulturen schon lange als schlechtes Omen. Die 13 verdankt ihren Ruf mehr oder weniger der zwölf. Diese Zahl gilt in vielen Kulturen als "heilig". Sie symbolisiert Ordnung und Vollkommenheit. Ganz im Gegensatz zu der darauf folgenden 13, die auf seltsame Weise alles "in Unordnung bringt". Sie erscheint uns nicht rund und gleichmäßig, sondern eher kantig, chaotisch und unberechenbar. Oft wird sie auch mit dem Teufel in Verbindung gebracht und als "Teufelsdutzend" - nämlich 12+1 - bezeichnet.
Die Zahl zwölf - auch "ein Dutzend" genannt - taucht in vielen Zusammenhängen auf. Das Jahr hat zwölf Monate, Tag und Nacht zählen jeweils zwölf Stunden, in der Bibel ist von den zwölf Aposteln die Rede. Auch in Märchen erscheint sie oft und steht für Harmonie und Ordnung, während die Zahl 13 eine negative Bedeutung hat - zum Beispiel ist es im Märchen Dornröschen die dreizehnte Fee, die durch ihren Zauberspruch das Unglück über die Königsfamilie bringt. Es wäre möglich, dass die negative Bedeutung der Zahl 13 ihren Ursprung in der Geschichte des letzten Abendmahls hat. Jesus hielt das Abendmahl mit seinen zwölf Jüngern - mit Jesus waren es also 13. Von Judas, dem dreizehnten Gast, wurde Jesus noch am gleichen Abend verraten.
Einige glauben, dass der Ruf der Zahl 13 mit dem Mondkalender zusammenhängt. Unser heutiger Kalender orientiert sich an der Sonnenzeit, daher umfasst er auch zwölf Monate. Vor der Einführung des Sonnenkalenders lebten die Menschen nach der Mondzeit. Laut des Mondkalenders, der zum Beispiel bei den Kelten üblich war, hatte das Jahr einen Monat mehr, also 13. Damals stand die Zahl 13 noch für Glück. Mit der Einführung des Sonnenkalenders unter anderem durch die Christen änderte sich dies jedoch. Man versuchte, die Menschen mit allen Mitteln von dem Mondkalender abzubringen und verlieh der einstigen Glückszahl eine negative Bedeutung.

Zimmer Nummer 13? Nein, danke!

 
Einige Hotels haben sich angepasst und lassen auf die Etage zwölf direkt Nummer 14 folgen. (Quelle: Wikipedia)Heute ist die Annahme, die Zahl 13 bringe Unglück, ganz oben auf der "Rangliste" des Aberglaubens in unserer sonst so wissenschaftlich ausgerichteten Gesellschaft angekommen. Die Angst vor der 13 geht sogar so weit, dass viele Hotels sich angepasst haben und einfach den 13. Stock oder auch Zimmer mit der Nummer 13 auslassen. Übrigens hat die Zahl 13 in Afrika und Asien nicht mehr oder weniger Bedeutung als irgendeine andere Zahl.
Interessant ist zudem, dass beispielsweise in Ländern wie Spanien oder Griechenland Dienstag der 13. als Unglückstag gilt, wobei in Italien Freitag, der 17. gefürchtet wird. Die Zahl 13 galt im Römischen Reich und im alten China sogar als heilig. Noch heute ist die 13 zum Beispiel in Mexiko eine Glückszahl. Es wäre also nützlicher, Tage, die auf einen Freitag, den 13. fallen, einfach als Glückstage anzusehen - oder zumindest als "ganz gewöhnliche Daten". Das würde vielen das Leben an diesen Tagen bestimmt angenehmer gestalten.