Dienstag, 8. Dezember 2015

Alte Geschichte durch unbedachten Fehler wieder aufgewärmt


Firmensitz im Stadthaus

20 Min Print

Neuer Ärger für Geri Müller

Geri Müller verlegte im Mai das Domizil seiner Künstleragentur ins Stadthaus Baden. Obwohl er angibt, ihm sei ein Fehler unterlaufen, ist das nicht unproblematisch.


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Stadtammann Geri Müller hat im Mai 2015 den Sitz seiner Künstler-Agentur Gibellina-Arts AG ins Stadthaus Baden verlegt. Die Firma betreut und managt laut Handelsregister Künstler, organisiert Veranstaltungen, stellt Tonträger her und treibt mit diesen Handel.


Bei der Stadt Baden ist ein Vorstoss eingegangen, der den Stadtammann Geri Müller in ein schlechtes Licht rückt. Denn Müller hat das rechtliche Domizil seiner Firma Gibellina-Arts AG im Mai 2015 an die Rathausgasse 1 in Baden verlegt. Dabei handelt es sich um die Adresse des Stadthauses von Baden.
Müller bestätigt 20 Minuten, dass der rechtliche Firmensitz an die Rathausgasse 1 verlegt worden ist. Dies sei aber ein Fehler gewesen. «Die Domiziladresse wurde mit der Postadresse verwechselt», sagt Müller. Und: Er habe mittlerweile den Fehler gemeldet und bereits die Änderung veranlasst.
«Keine rechtlichen Handlungen vom Stadthaus aus»
Müller bestätigt auch, dass er der Eigner der Firma sei, die im Bereich Künstlerbetreuung und -management, Veranstaltung, Tonträgerherstellung und -handel tätig ist. Bis im Mai 2015 sei deren Sitz an der Bahnhofstrasse in Baden gewesen. Dann habe man umziehen müssen.
Er habe in der Firma nicht mehr mitgearbeitet, gibt Müller an. Sie habe nur wegen des Lizenzwesens und für allfällige Bestellungen noch weiterbestanden. «Aber von der Adresse des Stadthauses aus wurden nie irgendwelche rechtlichen Handlungen im Namen dieser Firma vorgenommen.»
«Privatfirma mit Sitz im Stadthaus könnte täuschenden Charakter haben»
Dennoch ist die Anmeldung einer privaten Firma an der Adresse einer öffentlichen Verwaltung nicht unproblematisch. Bei der Gemeindeabteilung des Kantons Aargau, der rechtlichen Kontrollinstanz der Gemeinden, glaubt man nicht, dass dies ohne Zustimmung des Gebäudeeigentümers möglich sei. Jurist Martin Süess: «Mitspielen tut zudem sicher die Frage, ob der Firmensitz im Stadthaus mit dem Inhaber als Kulturförderer der Stadt Baden nicht auch einen täuschenden Charakter aufweisen könnte.»

Marco Sandmeier, Stadtschreiber von Baden, will sich nicht zur Frage äussern, ob dies erlaubt ist oder nicht. «Es ist dazu ein Vorstoss bei der Stadt Baden eingegangen – und dieser wird bearbeitet. Es ist zu früh, um dazu Stellung zu nehmen.»
«Fragen, die geklärt werden müssen»
Eingereicht hat den Vorstoss Serge Demuth, Präsident der SVP Baden und Mitglied des Grossen Rats des Kantons Aargau. «Dass ein Stadtammann den Sitz seiner Privatfirma ins Stadthaus verlegt, wirf für mich Fragen auf, die man meiner Meinung nach klären muss.»
Geri Müller war bereits 2014 wegen der sogenannten Nacktselfie-Affäre in die Schlagzeilen geraten. Dabei ging es um intime Handy-Fotos, die der Politiker zum Teil im Stadthaus aufgenommen haben soll und an eine Bekannte geschickt hatte.

KOMMENTAR: Wo gearbeitet wird, gibt es bekanntlich Fehler. Bei der Nackselfie  Affaire machte Geri Müller viele Fehler. Er entschuldigte sich auch damals. Es gibt aber Fehler, die einem Politiker nicht unterlaufen dürfen. Ein Stadtammann darf den Kopf nicht verlieren und  Krisensituationen sollte er meistern können. Da hatte Geri Müller versagt.   Es sah so aus, als sei über die alte leide Geschichte Gras gewachsen.  Nun unterläuft Geri Müller ein neuer Fehler.
Er entschuldigt sich erneut und hofft, dass damit die Sache erledigt ist.
Doch ist er sich nicht bewusst, dass er mit der neuen unbedachten Handlung die alte peinliche Geschichte  aufwärmt und die Medien den neuen Fehler dankbar ausschlachten. 

Montag, 7. Dezember 2015

Der grosse Erfolg von Le Pen war vorhersehbar

Nach dem Terroranschlag in Paris lag es in der Luft:

Bildergebnis für le pen  
Die Bevölkerung tendiert  Richtung "Ruhe und Ordnung".
Die Flüchtlingsströme und die Arbeitslosigkeit haben auch zum Erfolg der rechtsextremen Partei mit beigetragen.

aus NZZ:




Front national Parteichefin Marine Le Pen während einer Rede nach der Bekanntgabe der Glanzresultate ihrer Partei.


Eine Person wird in den kommenden Monaten die politische Diskussion in Frankreich dominieren: Marine Le Pen. Nicolas Sarkozy dürfte einen schweren Stand haben.

SRF:
Regionalwahlen in Frankreich: Der Front National triumphiert (Artikel enthält Video)

Regionalwahlen in Frankreich: Der Front National triumphiert

Die rechtsextreme Partei erreicht rund 28 Prozent der Stimmen. Wird sie auch bei der kommenden Stichwahl dominieren?

Zum zweiten Advent

Diese weihnachtlichen Klänge wecken Erinnerungen:

1. An die Bachfeste in Schaffhausen. Als Student durfte ich als Platzanweiser alle Bachkonzerte jahrelang verinnerlichen.

2. An die überraschende persönliche Begegnung mit  Helmut Rilling --> "Kosmische Wahrnehmung" (Siehe LINK)


'Schlafe, mein Liebster' JS Bach * Ingeborg Danz ... - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=E0zCA-HZudE
08.01.2010 - Hochgeladen von mariandelochs
'Schlafe, mein Liebster' J S Bach * Ingeborg Danz * Bach-Collegium Stuttgart. mariandelochs ...
LINK:


Helmuth Rilling - knill blog

knill.blogspot.com/2009/.../kosmisches-wahrnehmen-gedanken-nach.ht...
03.06.2009 - Kosmisches Wahrnehmen. Gedanken nach einer überraschenden Begegnung mit Helmuth Rilling. Gestern traf ich zufälligerweise im ...

Eigentlich pervers - So eine Weihnachtskarte scheint in Nevada (USA) niemanden zu stören

Stolz präsentiert sich die bewaffnete Familie:
(Quelle: BILD-online)

Michele Fiore und Familie wünschen „Fröhliche Weihnachten“

KOMMENTAR UEBERFLUESSIG

Sonntag, 6. Dezember 2015

Frage des Tages:

Wer ist der richtige Klaus?

Photo 20 Min.

Eine Sprengkandidatin wird ins Spiel gebracht

Die Spannung wächst

Eine Frau und ein Mitglied der SVP wäre ein idealer Sprengkandidat.

20 Minuten fragt sich (Ich zitiere):



Ist Widmer Gysel die neue Widmer-Schlumpf?

 Vier Tage vor den Bundesratswahlen kommt eine neue Sprengkandidatin ins Spiel: Die Schaffhauser Finanzdirektorin Rosmarie Widmer Gysel.



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Plötzlich kommt sie als Sprengkandidatin für die 
Bundesratswahlen ins Gespräch:
 Die Schaffhauser Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel.


Es war kaum mehr als eine Randnotiz: Am 9. Dezember 2007, vier Tage vor der Bundesratswahl, berichtete die «NZZ am Sonntag» über mögliche Sprengkandidaten, die gegen den SVP-Übervater Christoph Blocher ausgespielt werden könnten. Im Vordergrund stand das Szenario, dass die CVP den verlorenen Sitz von Ruth Metzler zurückergattern könnte. Nur beiläufig wurde erwähnt, dass am Wochenende in links-grünen Kreisen auch «die Bündner SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf als mögliche Kandidatin genannt» worden sei. Was dann geschah, ist Geschichte.

Nun das Déjà-vu: Vier Tage vor den Bundesratswahlen 2015 bringt die Zeitung erneut eine SVP-Regierungsrätin als Sprengkandidatin ins Spiel: Die Schaffhauserin Rosmarie Widmer Gysel. Sie steht der Finanzdirektion ihres Kantons vor – genau wie Eveline Widmer-Schlumpf damals im Bündnerland. Die 59-Jährige sei diese Woche an mehreren Veranstaltungen als mögliche Sprengkandidatin gehandelt worden, heisst es im Artikel. Für sie sprächen ihre Regierungserfahrung sowie «ihre Führungserfahrung in Wirtschaft und Militär, wo sie bis zum Oberst aufstieg». Auch ihre Herkunft – Schaffhausen hatte noch nie einen Bundesrat – könnte ihr zum Vorteil gereichen. 

«Ich wäre die falsche Person»

Auf Anfrage winkt Rosmarie Widmer Gysel aber ab: «Ich musste schmunzeln, als ich meinen Namen in der Zeitung gelesen habe. Das ist nichts weiter als das übliche Spiel vor den Bundesratswahlen.» Sie stehe dazu, dass sie nicht in allen Punkten auf SVP-Linie politisiere. «In Schaffhausen wird das weitgehend akzeptiert, aber für den Bundesrat wäre ich damit die falsche Person.» Damit nun Ruhe einkehre in der Landesregierung, dürfe sich die Geschichte von Eveline Widmer-Schlumpf nicht wiederholen. «Nur, wenn ein linientreuer SVP-Kandidat gewählt wird, kann die Partei ihre Verantwortung im Land wahrnehmen.» Sie würde eine Wahl deshalb ablehnen.
Dass die Schaffhauser SVP gerne endlich zu einem Bundesrat käme, ist kein Geheimnis. Nachdem es keiner ihrer Kandidaten auf das Dreierticket geschafft hatte, teilte die Partei per Communiqué mit: «Die wählerstärkste SVP-Kantonalpartei der Schweiz nimmt mit grosser Enttäuschung zur Kenntnis, dass keiner der beiden renommierten Bundespolitiker Hannes Germann oder Thomas Hurter von ihrer Bundeshausfraktion nominiert wurden.» Dass stattdessen ein «parteiexterner» Lega-Politiker und ein «dritter, welscher Bundesrat» portiert werden, werfe Fragen auf. Widmer Gysel sagt dazu: «Natürlich wäre es schön, wenn Schaffhausen irgendwann zu einem Bundesrat käme. Wenn überhaupt, dann stünden derzeit aber Hannes Germann und Thomas Hurter im Vordergrund.»
Hurter und Germann waren von der SVP-internen Findungskommission aufgestellt worden, verpassten aber den Sprung auf das Dreierticket. Auch sie gelten deshalb weiterhin als mögliche Sprengkandidaten. Laut der «SonntagsZeitung» glauben links-grüne Strippenzieher von Hurter, dass er eine Wahl in den Bundesrat auch gegen den Willen seiner Partei annehmen könnte. Der Linienpilot machte sich als Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission einen Namen. Für Hannes Germann spricht, dass er im Ständerat viel Rückhalt geniesst. Er präsidierte die kleine Kammer im letzten Jahr. Ein SP-Kadermitglied geht sogar so weit, zu sagen: «Wenn Germann antritt, ist er gewählt.»

NZZ am Sonntag schreibt:


Die Schaffhauser Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel wird als Sprengkandidatin aus der SVP für den Bundesrat gehandelt.

Die offiziellen Kandidaten der SVP überzeugen viele nicht. Die SP sucht nach möglichen Sprengkandidaten. Auch Bürgerliche hoffen noch auf eine Überraschung

BLICK übernimmt heute ebenfalls diese Thematik:


Wer sprengt das SVP-Dreierticket? 

KOMMENTAR: Je konkreter und intensiver solche Optionen in den Medien thematisiert werden, desto unrealistischer werden solche Spiele. Erfolg haben Coups nur, wenn niemand vorher davon erfährt und nur ganz wenige in eine derartige Aktion eingeweiht sind.
Die Nacht und Nebelaktion mit Widmer-Schlumpf war deshalb ein Erfolg beschieden, weil jener Coup generalstabsmässig bis ins letzte Detail im Stillen ausgearbeitet worden war und unter der Strippenführung einer kleinen Kerngruppe bis zum Wahlmorgen geheim gehalten werden konnte.
Damit will ich nicht sagen, dass es am 9. Dezember keine Ueberraschung mehr geben könnte. Während der Wahl kann es immer noch zu einer Eigendynamik kommen. Wer weiss, ob derzeit nicht im Stillen erneut eine Aktion gegen den SVP Fürungsstil ausgeheckt wird, der aber nicht publik geworden ist. Es hätte genügend Politiker, die der erfolgreichen SVP ein Schnippchen schlagen möchten. 
Uebrigens:
(Quelle SRF)
Bundesratswahl: Widmer Gysel steht nicht zur Verfügung (Artikel enthält Video)

Bundesratswahl: Widmer Gysel steht nicht zur Verfügung

Sank Nikolaus und Krampus

 
(Ich zitiere nikolaus.nl)
Früher lag der Schwerpunkt der Erziehung auf Druck, Strafe und Angst.
Heute legt man Wert auf positives Verstärken, Freude am Erfolg, Selbstmotivation und Wertschätzung.
 
EIN BLICK ZURUECK:
der Krampus
[ oder Knecht Ruprecht - Klaubauf - Pelznickel - Hans Muff - Hans Trab ]

Gefürchtet bei den unartigen Kindern ist ein zotteliges (und nicht schön anzuschauendes) Wesen verschiedener Bezeichnungen wie Krampus (Österreich) oder Knecht Ruprecht bwz. Klaubauf (Deutschland).
Nennen wir das pelzige Wesen in weiterer Folge der Einfachheit halber einfach Krampus.

Im 19. Jahrhundert war es vielerorts Brauch, dass der Krampus gemeinsam mit dem Heiligen Nikolaus am 6.12. durch die schneebedeckten Landschaften zog und als Schreckgestalt den unartigen Kindern Prügel androhte.

Im 20. Jahrhundert wurde der Brauch jedenfalls vielerorts dahingehend verändert, dass der Krampus zu einem selbstständigen Gabenbringer wurde (Krampus-Schokolade), der die Kinder am 5.12 (Nikolausabend) besucht. Vermutlich wurden die schlimmen Kinder im Lauf der Zeit braver:-)
Der Tradition folgend findet man aufwändige Krampusumzüge sehr oft noch in ländlichen Gebieten, beispielsweise Tirol und Vorarlberg (Österreich) und Bayern (Deutschland). Wahre Kunstwerke sind die geschnitzten Krampusmasken mit echte Hörner, Rute und furcht erregend klirrenden Ketten.
Vielerorts laufen diese Krampusse (vielerorts auch Perchten genannt) durch die Straßen der Gemeinden und Städte und versuchen nicht nur bei Kinder ordentlich Furcht einzuflößen.

                                   
Eine Krampusgeschichte

Irgendwo in Österreich im Paznauntale , den Ort nennt die Sage nicht, lebte ein unglückliches Ehepaar, das unter anderem auch ein Kind hatte, welches ihnen sehr viel Verdruss machte und durchaus nicht gehorchen wollte. Oft drohte die Mutter dem Kinde: "Wenn du gar nicht folgsam sein willst, so übergebe ich dich ganz gewiss einmal dem Krampus!" Aber die Drohungen nützten wenig oder gar nichts; das Kind blieb böswillig, halsstarrig und unfolgsam und schlug Mahnungen und Drohungen der Eltern in den Wind. Als nun der Sankt-Nikolaus-Tag herankam, welcher den guten Kindern schöne Geschenke bringt, da stellte sich am Vorabend desselben in der Stube, wo sich das ungeratene Kind mit den Eltern befand, ein furchtbar hässlicher Krampus ein, mit langen Hörnern und glühenden Augen. Dieser fragte die Eltern mit hohler Stimme: "Darf ich das schlimme Kind da mitnehmen?"
Die Eltern hatten zwar keinen Krampus bestellt, meinten aber, dass ein Nachbar sich den Spaß gemacht habe, das Kind zu erschrecken und auf bessere Bahn zu lenken, und sagten: "Ja!"
Der Krampus fragte zum zweiten Male: "Darf ich es wohl gewiss mitnehmen?" Und abermals erlaubten es die Eltern. Nun fragte der Krampus zum dritten Male: "Und darf ich es im vollen Ernst mitnehmen?" Und die Gefragten bejahten es zum dritten Male. Der Krampus nahm es nun auf und trug es zur Türe hinaus. Draußen hörte man von den Lüften herab einen herzzerreißenden Schrei vom Kinde und weiter nichts mehr. Wie die Eltern sich nun hinausbegaben, um nachzusehen, wohin der Krampus mit dem Kinde gegangen sei, fand sich nirgends eine Spur, kein Tritt vor dem Hause, der frisch gefallene Schnee überdeckte alles rundherum rein und sauber, und das Kind war für immer verloren; der Krampus war kein Maskenscherz, es war der Böse. Die Mutter ist an Gewissensskrupeln siech geworden und bald gestorben.


DER SAMICHLAUS-KNIGGE HEUTE:


(Quelle SRF)
In der Tradition ist der «Samichlaus» der gute Mann aus dem Wald. So soll er sich grundsätzlich auch verhalten:

  • Billige Gummistiefel oder Bluejeans unter dem Mantel sind Tabu.
  • Der Bart soll üppig weiss und gestutzt sein.
  • Weisse Handschuhe sind Pflicht.
  • Der Händedruck ist nicht allzu fest, aber deutlich.
  • Worte, die er an die Kinder richtet, soll er sorgfältig wählen: Er soll nicht drohen und dem Kind nicht das Gefühl geben, es sei schlecht oder böse.
  • Er darf ruhig auch ein paar ernste Worte an die Eltern richten – das mögen die Kinder.