Mittwoch, 25. November 2015

Angela Merkels Wandel

Merkel merkt endlich: So kann es nicht weiter gehen.


Nur ganz langsam rückt nun die Willkommkanzlerin  von ihrer starrköpfigen Haltung ab:

Wir nehmen ALLE auf! 

Sie sagt heute bereits das, was Maizière, Schäuble und Seehofer schon längst gefordert haben:
Quelle: BILD:

Schellen Ursli - wieder einmal ein gut gemachter Schweizer Film

Ein Filmbesuch lohnt sich


SCHELLEN-URSLI / OFFICIAL TRAILER - über ... - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=hL4N0F6u7GA
14.08.2015 - Hochgeladen von C-FILMS AG
Nach dem gleichnamigen Buch-Klassiker "Schellen-Ursli" von Selina Chönz und Alois Carigiet. DER ...

Schellen-Ursli. Der Film. - Offizieller Teaser - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=y2EYrYZ7AQI
11.06.2015 - Hochgeladen von EngadinScuolSamnaun
Am 15. Oktober 2015 kommt Ursli mit den struppigen schwarzen Haaren und zu kurzen Hosen, der ...

Der Vorwurf lag in der Luft: Es fehle die Gesellschaftskritik. Der Film sei eine Werbung für den Verkehrsverein.
Ich habe den Film angeschaut und bin überzeugt:
Das Drehbuch lehnt an das Kinderbuch an und wurde filmisch hervorragend umgesetzt:
- mit einer sehr guten Besetzung
- mit einer guten Dramaturgie
- mit eindrücklichen  historischen Sequenzen (z.Bsp. Schule)
- dank hervorragenden Aufnahmen in der Bergwelt
- mit gelungenen filmtechnischen Besonderheiten
- und dem Aufzeichnen menschlicher Schwächen (Neid, Habsucht usw.)
Der Film ist auch für Erwachsene spannend, wenngleich das Schwarz-Weiss Schema überdeutlich gezeichnet wurde: Die rothaarigen Bösen und die armen Guten.
Koller hätte den Film auch mit einem typischen Musikteppich oder einem Song zusätzlich vermarkten können - analog der Schiwagomelodie. Koller ist ein hervorragender Regisseur Filmemacher und erfreulicherwiese kein Marketingmensch.

Bis heute, drei Wochen nach dem Kinostart, haben 152 215 Personen den Film im Kino gesehen! Ein Besucher-Rekord in Sachen Schweizer Film für 2015. Und der 5,6 Millionen Franken teure Film hat sehr gute Chancen, in die ewigen Top 10 der Schweizer Filme zu klettern!
Kleine Profis: Uorsin (Jonas Hartmann, r.), Sereina, Roman.
Die Schellen-Ursli-Stars.

Ditti Bürgin-Brook (50), Produzent von «La Siala Entertainment», freut sich: «Die Zahlen sind hervorragend – Tendenz steigend!» Der Grund für sein Selbstvertrauen ist simpel: Es haben schon diverse Open-Air-Kinos den Film für nächsten Sommer angefragt. «Gerlafingen SO plant sogar eigens ein Open-Air-Kino, um unseren Schellen-Ursli zu zeigen.»
Bürgin schwärmt: «Für mich sind nicht die Zahlen der Erfolg, sondern, dass wir mit dem Film so viele Herzen erreicht haben.» Und das wird Schellen-Ursli ab dem Frühjahr auch in Deutschland! Bürgin-Brook verrät Blick am Abend: «Wir haben mit DCM bereits einen starken Partner für Deutschland gefunden.»

Dienstag, 24. November 2015

Motivieren heisst......

Mit Menschen zusammen arbeiten heisst: Beziehungen gestalten, Vertrauen schaffen und gemeinsam Ziele verfolgen.

Andere motivieren – sich selbst motivieren; aber wie?

Manche Bewerber werden nicht eingestellt, weil sie nicht anders eingestellt sind.
Wir müssen uns bewusst sein, dass Motivation nicht einseitig betrachtet werden darf. "Andere motivieren können" ist die eine Seite, "sich selbst motivieren" die andere. Beides ist notwendig. Motivation wird in der Arbeitswelt vor allem als Bereitschaft zur Leistungserbringung betrachtet, die dem eigenen Unternehmen Nutzen bringt. Wer sich jedoch eingehender mit den Motivationsphänomenen befasst, stellt in der Praxis rasch fest: Motivation ist zwar eine Antriebskraft für Handlungen. Aber diese Kraft, dieser Motor benötigt laufend Kraftstoff. Wer motivieren will, der möchte andere auf etwas ausrichten. Selbstverständlich können wir uns, wie erwähnt, auch selbst motivieren. Die Sportler sprechen dann von "mentaler" Arbeit. Dazu zählen unter anderem die autosuggestiven Techniken. Die Selbstmotivation ist aber eindeutig schwieriger als die Motivation von aussen.
Untenstehend lesen Sie ein paar besonders wichtige Faktoren, die im Alltag zu wenig berücksichtigt werden:
  • Sich selbst und andere motivieren kann nur jemand, der von seiner Meinung überzeugt ist und selbst über genügend Begeisterungsfähigkeit verfügt. Ohne eigenes Feuer (feu sacré) kann niemand, weder im eigenen Herzen noch im Innern der Mitmenschen, ein Feuer entfachen.
  • Glaubwürdigkeit erleichtert das Motivieren. Ein Vorgesetzter kann diese Glaubwürdigkeit nicht künstlich aufbauen. Er muss selbst an das glauben, was er sagt. Zudem muss er auch an die Fähigkeiten der Mitarbeiter glauben.
  • Die Einstellung zur Sache und zu den Mitarbeitenden beeinflusst die Motivation enorm. Viele werden nicht eingestellt, weil sie nicht anders eingestellt sind. Tatsächlich können wir unsere Einstellung Menschen und Arbeitsprozessen gegenüber stets neu beeinflussen. Die Bedeutung der optimistischen Grundeinstellung sich selbst und anderen gegenüber darf nicht unterschätzt werden.
Unsere Antriebskräfte (Motivation) werden beschleunigt durch:
  • Eine natürliche Stimme, die mit der situativen Stimmung übereinstimmt (Der Ton macht bekanntlich die Musik).
  • Das ständige Bemühen: Die eigenen wie auch die fremden Stärken und Schwächen zu kennen.
  • Anerkennung des Erfolges, d.h. durch das Erlebenlassen des Erfolges. Jeder Mensch möchte von anderen akzeptiert werden. Vorab Lob und die Bestätigung des Erfolges steigert das Selbstwertgefühl. Durch die Anerkennung werden die Erfolgserlebnisse bewusst gemacht.
  • Förderung der Eigenverantwortung. Das heisst: Die Mitarbeitenden auftragsorientiert arbeiten lassen, ohne dauerndes Einflussnehmen und Kontrollieren. Die Führungskraft gewinnt damit nicht nur Zeit und Energie. Die Freude und Begeisterung für die Arbeit wächst auf beiden Seiten.
Wir sehen: Ohne Motivation läuft wenig. Ein hilfreicher Tipp zu Selbsthilfe: Notieren Sie sich künftig jede Woche einmal, was Sie persönlich besonders motiviert hat und notieren Sie ebenfalls, mit welchen Massnahmen, Argumenten oder Verhaltensweisen Sie Ihre Mitarbeitenden erfolgreich zu motivieren vermochten.
Quelle: Fachbeitrag im STELLENMARKT (Beilage "Schaffhauser Nachrichten", "Der Landbote" und "Thurgauer Zeitung"), Hildegard Knill + Marcus Knill

Montag, 23. November 2015

Der WInter ist da

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Perspektivewechel in der Arena

Bei Problemen ist es hilfreich, die Position bewusst zu wechseln.

In der Arena nach den Terroranschlägen in Paris erhielt der Zuschauer durch die Auswahl der Akteure ein ungewohnte Sicht über den IS. Die Teilnehmenden beleuchteten die Situation aus einer ungewohnten Warte. Man könnte diese Optik als einseitig bezeichnen. Vielleicht war dies gewollt, weil bei einer Runde mit Politikern die Terrorproblematik auch einseitig  beleuchtet wird. Das war wohl beabsichtigt.
Aus SRF:

Die Terror-Anschläge von Paris haben die Zivilbevölkerung und damit auch die Werte der westlichen Gesellschaft getroffen. Wie ist es dazu gekommen? Welche Massnahmen sind nötig – auch in der Schweiz? «Arena»-Moderator Jonas Projer erörtert diese Fragen mit Persönlichkeiten fern der Politik.
  Video ««Arena» vom 20. November 2015» abspielen

«Arena» vom 20. November 2015

In der «Arena» diskutieren

Nach den Anschlägen in Paris vor einer Woche setzt Moderator Jonas Projer in der «Arena» auf Persönlichkeiten fern der Politik.

Für Ulrich Tilgner ist - global gesehen  - Paris nur eine Episode. Denn letztes Jahr habe es weltweit 30‘000 Tote durch Terroranschläge gegeben. In der Woche vor Paris etwa seien in Beirut genauso viele Menschen getötet worden wie in Paris – doch dies werde  hierzulande kaum zur Kenntnis genommen.
«  Dem Terror fallen mehrheitlich Moslems zum Opfer – und nicht Leute im Westen. »
Der Nahost-Experte sieht aber auch im Umgang des Westens mit dem arabischen Land Handlungsbedarf: Frankreichs Präsident François Hollande etwa spreche gegen den IS, fahre gleichzeitig aber nach Saudi-Arabien und verkaufe dort Rüstungsgüter für Milliardenbeträge. «Da passt etwas nicht zusammen.»

Nach Religionslehrer Bekim Alimi müssen wir schauen, was zu Hause – in Paris, in Europa – getan werden kann. Alimi bedauert, dass etwa in der Schweiz zu wenig mit der muslimischen Bevölkerung zusammengearbeitet werde.

«  Der Islam ist noch immer ein nicht anerkannter, nicht akzeptierter, noch immer fremder Teil der Schweiz. »
 Kommentar: Für Bekim Alimi muss die Schweiz viel mehr tun für den Islam. In Schulen usw.
Ob sich dadurch die Extremisten befrieden lassen?
Die Haltung von Adolf Muschg - er unterstützte die Willkommhaltung von Angela Merkel - war auch ein Kontrapunkt. Ich gehe davon aus, dass das Publikum seine Haltung mit einer unbegrenzten Aufnahme aller Asylanten nicht teilt. Doch sind Perspektivewechsel hilfreich, um den Horizont zu erweitern. Die Politologin Schori Liang vertrat als einzige die Meinung, man müsse den Terrorismus bekämpfen. Sie wechselte aber die Meinung wie eine Windfahne, als die Runde einhellig die Meinung Tilgners teilte, dass das Eingreifen von aussen die IS nicht schwäche, sondern stärke.





Sonntag, 22. November 2015

ERSTAUNLICH

Die Fragen beschäftigen mich:

Wieviel ist einstudiert? .. hartes Training (wie bei chinesischen Kindern beim Bodenturnern)?
Wieviel ist echt (Emotionen)?
Möglicherweise ist beides vorhanden.
Der Weg zum Erfolg führt über Schweiss, Freude und Begabung.

Schauen sie sich den Auftritt an:

Incredible Little Boy and Girl sing "You Raise Me Up" by ...

https://www.youtube.com/watch?v=LxDXnM1Jd6Q
13.10.2015 - Hochgeladen von Sam Ford
Mix - Incredible Little Boy and Girl sing "You Raise Me Up" by Josh Grobanby YouTube · 10 Year Old ...

Die Online Medien bringen Journalisten unter Druck

Das Rad kann nicht mehr zurückgedreht werden.

Bei jedem neuen Vorfall werden von Betroffenen Bilder und Kommentare ins Netz gestellt.
Das bringt Korrespondenten und Journalisten unter Druck. 
Ich zitiere SRF:

Das Netz bringt die Medien unter Druck

Die Anschläge von Paris sind auf allen Kanälen das vorherrschende Thema. Die Informationsflut ist für die Medien zugleich Fluch und Segen. Peter Hogenkamp, ehemaliger Digitalchef der NZZ, spricht über Zeitdruck, Fehler und neuen Ansätzen für gute Berichterstattung.
Fernsehreporterin vor der Kamera. 
Bildlegende: Das Fernsehen kommt durch die sozialen Medien unter Druck, schnell Live-Schaltungen zu machen. Reuters 
 
SRF: Welche Unterschiede haben Sie bei der Berichterstattung zwischen den klassischen und den neueren Medien ausgemacht?

Peter Hogenkamp

Mann im Anzug schaut auf Smartphone.
Keystone
Peter Hogenkamp war Leiter Digitale Medien bei der NZZ und arbeitet heute als Berater im Bereich Social Media.
Peter Hogenkamp: Alle wollen natürlich sehr aktuell sein und bemühen sich, Social Media einzubinden. Dadurch hat man seine Korrespondenten vor Ort. Das gelingt unterschiedlich gut. Insbesondere beim Fernsehen merkt man, dass sie unter einen enormen Zeitdruck kommen, wenn sie versuchen, die neusten Twitter-Meldungen in die aktuelle Berichterstattung einzubinden. Da macht sich oft ein Stück weit Ratlosigkeit breit, wenn man versucht, das wirklich live zu machen.
Der Zeitdruck kommt also von den sozialen Medien und zeigt sich dann in den klassischen Medien, zum Beispiel im Fernsehen, das noch gar nicht so viel berichten kann?
Das Problem ist, dass alle genau gleichviel wissen. Im Prinzip sitzen am Anfang alle an der gleichen Quelle, den sozialen Medien. Es gibt immer irgendwelche Leute vor Ort, Augenzeugen, die Aufnahmen machen. Das ist das Neue. Die Journalisten können eigentlich nur diesen Nachrichtenstrom analysieren, den auch jede Privatperson analysieren kann. Dadurch kommen die Leute im Fernsehen, die als Korrespondenten professionelle Einschätzungen abgeben sollen, in einen enormen Stress.
Was macht das mit der Qualität der Berichterstattung in den klassischen Medien?
Ich will nicht sagen, dass es notwendigerweise die Qualität verschlechtert. Oft sitzt man aber vor dem Fernseher und erlebt diese Momente der Ratlosigkeit, in dem sich das Fernsehen gezwungen fühlt, eine Live-Schaltung zu machen. Man merkt, die Frau, die da steht, die weiss noch gar nichts. Die kann gar nichts sagen, nur ob es auf den Strassen ruhig ist oder nicht. Man denkt, vielleicht hätte man eine halbe Stunde warten sollen, bevor man sowas macht. Andererseits scheint das schwer möglich, weil ja sämtliche Online-Medien die Diskussion im Minutentakt befeuern. Dann erwartet man natürlich, dass das Fernsehen nachzieht.
Teilen Sie den Eindruck, dass bei fehlenden Fakten einfach auf Emotionen gesetzt wird? Setzt sich bei den klassischen Medien eine Boulevardisierung durch?
Das gibt es natürlich schon, dass man sagt: «Wir haben eigentlich nichts zu berichten, also zeigen wir einen besonders berührenden Facebook-Eintrag, der weder die Nachrichtenlage wiedergibt, noch die Situation weiterbringt.» Ich würde das aber nicht generalisieren. Ich würde nicht sagen, dass das alle machen. Ich finde, dass sich mittlerweile viele Redaktionen sehr bemühen, Social Media sinnvoll einzusetzen. Man merkt, da sind jetzt Leute in den Redaktionen, die gewohnt sind, damit umzugehen, die das wertsteigernd einsetzen können.
Bei den Anschlägen in Paris haben «Spiegel Online» und andere Portale laufen die neusten Fakten zusammengefasst und Falschmeldungen korrigiert. Ist das eine neue Entwicklung?
Das ist eine Art des Online-Mediums erwachsen zu werden. Wir sind jetzt ungefähr zwanzig Jahre dran. Ich denke, man hat schon einiges gelernt. Die zweite Generation der Journalisten, die berühmten «digital natives», ist jetzt auch in den Redaktionen. Es gibt diese stehenden «best practices»: Sachen, die sich irgendjemand ausgedacht hat, die andere für gut befanden und dann übernommen haben. Zum Beispiel: «Zu Beginn jedes Livetickers schreiben wir nur Übersicht, das ist gesichert, das nicht …» Ich denke, dass ist eine reifere Art mit dem Thema Online-Berichterstattung umzugehen.
Wie können es Medien bei so einem Ereignis schaffen, eine adäquate Berichterstattung zu leisten?
Man muss sich in den Nachrichtenräumen immer wieder fragen, was zur Aufklärung beiträgt und was eher effekthascherisch ist. Man darf sich dann nicht von den Boulevardmedien treiben lassen, die das natürlich nach wie vor machen. Seriöser Journalismus kann zu einer höheren Qualität kommen, auch durch den Einbezug von Social Media.
Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur kompakt,