Eindeutig JA.
Sie haben sicherlich auch festgestellt, dass sich die Menschen vom Dresscode beeinflussen lassen.
Wer sich gepflegt kleidet, fällt es weniger leicht, sich so zu verhalten, wie wenn er ungepflegt, mit verschmutzten Klamotten in Erscheinung tritt.
Selbst Kinder lassen sich von Verkleidungen beeinflussen. Bei Knaben wirkt sich beispielsweise eine Cowboyaufmachung
schlagartig auf die Gangart und das Verhalten aus.
Es ist erwiesen, dass sich Jugendliche in einer Schule mit Dresscode disziplinierter benehmen, als wenn hinsichtlich Klamotten alles toleriert wird.
Ich zitiere 20 Min:
Wer Anzug trägt, ist besser im Job
Nicht alle Firmen haben einen Dresscode.
Doch diesen vorzugeben, ist sinnvoll: Er sorgt nicht nur für ein
einheitlicheres Bild, sondern beeinflusst auch die Arbeit.
Dieses Top oder doch lieber das andere? Diese Frage muss sich niemand stellen, der in einer Firma mit Dresscode arbeitet.
Kleider machen Leute – aufgrund dieser
Alltagsweisheit putzen sich viele Menschen heraus. Für den Ausgang, aber
auch für die Arbeit. Den Chefs sollte das recht sein. Nicht nur, weil
ihre Mitarbeiter dann netter anzusehen sind, sondern auch, weil sich
diese dann besser auf das grosse Ganze konzentrieren. Das berichten
US-Forscher nun im Fachjournal «Social Psychological & Personality Science».
Das Team um
Michael L. Slepian von der University of Columbia kam in seiner Studie zu dem Schluss, dass formale Kleidung das ganzheitliche Denken fördert.
Bessere Kleidung, klügere Gedanken
Um
zu klären, welchen Einfluss Kleidung auf die Arbeit von Menschen hat,
liessen die Wissenschaftler die Teilnehmer im College-Alter zunächst
ihren Kleidungsstil beurteilen. Die Kategorien reichten von leger bis
hin zu formell.
Anschliessend baten Slepian und seine
Kollegen die Probanden entweder darum, solche Kleider anzuziehen, die
sie in Uni-Vorlesungen tragen würden, oder solche, die sie für ein
Vorstellungsgespräch wählen würden. Zudem mussten sie eine Reihe von
Denkaufgaben lösen.
Dabei stellte sich heraus, dass ein formeller Look
zu einer umfassenderen Denkweise führte.
Die bravere
Kleidung bewirke, dass sich Menschen mächtiger fühlen, so die Forscher.
Das führe dazu, dass sie sich eher auf ihre Aufgaben konzentrierten und
so in der Lage seien, ein hohes, abstraktes Denken anzunehmen.
KOMMENTAR: Ueber Kleidersprache habe ich einen besonderen Beitrag in meinem Lehrbuch "Angewandte Rhetorik" geschrieben. Fazit: Es lohnt im Alltag, sich situationsgerecht zu kleiden, so dass es mir wohl ist und das Kleid auch zu meiner Person passt .
Dass wir uns an einer Preisverleihung nicht so anziehen, wie an einer Sportveranstaltung, müsste eigentlich nicht besonders betont werden.
In meinem Psychologiestudium wurde mir rasch bewusst, dass es zu einer Interaktion zwischen Person und Kleidung kommt. Die Kleidung beeinflusst den Träger und die Person wählt in der Regel jene Kleidung, die sie als passend empfindet.
LINKS:
8. Apr. 2001 ... Zur Kleidersprache: Kleiderdiktat für Moderatoren? ... fassen wir die Erkenntnisse
der Kleidersprache am Bildschirm (Outfit, Schminke, Frisur, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_09_2001.html
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Wie werden Mitmenschen, Zuhörer und wir selber beeinflusst, überzeugt oder
manipuliert? Ob wir es wahr haben wollen oder nicht: Es gibt keine Immunität ...
www.rhetorik.ch/Beeinflussen/Beeinflussen.html
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