Dienstag, 7. April 2015

Griechenland ist längeren Hebel

Griechenland kann weiter pokern, 
denn Europa kann und will sich 
keinen Ausstieg der Griechen leisten.

Ein weiterer Streich:

Tsipras-Regierung
droht mit Neuwahlen



  Griechenlands Schulden-Drama: Tsipras-Regierung droht  mit Neuwahlen
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras (40) will die Bevölkerung zu Neuwahlen aufrufen, sollte die EU bei ihren Forderungen nicht nachgeben
Die Lage in Griechenland ist so ernst, dass die Verantwortlichen auch an Ostern darüber beraten, wie es weitergehen soll. Mitten in den schwierigen Verhandlungen kommen erneut Drohungen aus Athen.

KOMMENTAR: Wäre Europa konsequent, dürfte es den unfolgsamen südlichen Nachbarn nicht ständig finanziell weiter unterstützt, obwohl  Vereinbarungen laufend missachtet werden.Wetten, das Geld wird einmal mehr wieder fliessen?
Tsipras weiss dies ganz genau. Er kann weiter poltern und poken.

Athen pocht auf ein Guthaben:

Athen beziffert deutsche Schuld auf 278 Milliarden Euro

Zweiter Weltkrieg: Athen beziffert deutsche Schuld auf 278 Milliarden Euro

(aus Spiegel)

Die Deutschen werden so oder so zahlen. 

Sind sie ein Eiertänzer Herr Giezendanner?

Der SVP Nationalrat will erstaunlicherweise fremde Richter anrufen.


Die Schweiz soll sich vom Ausland nichts vorschreiben lassen müssen, findet die SVP. Aus diesem Grund startete die Volkspartei vor gut einem Monat mit der Unterschriftensammlung für ihre Selbstbestimmungs-Initiative «Schweizer Recht statt fremde Richter». Genau auf solche fremde Richter hofft jetzt aber SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner im Kampf gegen die Maut in Deutschland.


KOMMENTAR: Das ist aber nicht konsequent - Herr Giezendanner! Wie wollen Sie Ihr Lavieren begründen?

Wie Täter zu Opfer werden

Früher musste die Tat gesühnt werden - 
Täter wurden kaum entlastet.
Und heute?

Ob ein Brandstifter oder ein Mörder psychisch labil ist, spielte meist keine Rolle.
Für eine kriminelle Tat musste ein Täter büssen. Die Umstände zählten kaum eine Rolle.
Heute stellen wir immer wieder fest, dass  Täter zu Opfer mutieren. Es bedarf lediglich eines entsprechenden Gutachtens. Bei der jüngsten grauenhaften Tat eines Co-Piloten, der 149 Menschen mit in den Tod riss, macht ein Neurologe den Täter ebenfalls zum Opfer. Das kommt bei der Oeffentlichkeit nicht gut an.


Ich zitiere 20 Min:

Germanwings-Absturz



«Lubitz war kein Täter, sondern ein Opfer»
Co-Pilot Andreas Lubitz riss beim Flugzeugabsturz 149 Menschen mit in den Tod. Ein US-Arzt sieht in ihm dennoch keinen Täter. Lubitz sei unschuldig, seine Krankheit habe das getan.


Andreas Lubitz (27) war der Co-Pilot der Germanwings-Maschine, die am 24. März 2015 in den französischen Alpen in eine Felswand krachte.
Andreas Lubitz (27) war der Co-Pilot der Germanwings-Maschine, die am 24. März 2015 in den französischen Alpen in eine Felswand krachte. Das Haus der Familie Lubitz in Montabaur (Rheinland-Pfalz) wird am Donnerstag von Polizisten bewacht. Die Familie befindet sich derzeit auf dem Weg zur Unglücksstelle. Die Polizisten sollen Journalisten vom Haus fernhalten. Seinem Facebook-Profil ist zu entnehmen, dass er ein begeisterter Pilot war. Zudem war Lubitz ein langjähriges Mitglied eines Fliegervereins der Region Montabaur. Seine Kollegen sind von seinem Tod betroffen. Lubitz folgte auf Facebook einer Seite, auf der technische und operative Informationen rund um den Flugzeugtyp A320 diskutiert werden. Erfahrene Piloten besprechen dort verschiedene Szenarien, die bei dieser Maschine auftreten können.


«Es war nicht Andreas Lubitz, der das getan hat, es war seine Krankheit» – mit dieser Aussage nach der Germanwings-Tragödie in den französischen Alpen sorgt der US-Neurologe Robert M. Sapolsky für Empörung.

Sapolsky ist Professor für Neurologie an der renommierten Stanford-Universität. In einem Beitrag für die «LA Times» schreibt er: «Der Germanwings-Absturz hatte 150 Opfer, nicht 149».

Lubitz habe aufgrund seiner Depressionen keinen Einfluss auf seine Entscheidung gehabt, er sei deshalb unschuldig, so Sapolsky weiter. Der Germanwings-Co-Pilot litt unter schweren Depressionen und war für den Tag des Absturzes eigentlich krankgeschrieben.



 Die Krankheit sei biologischen Ursprungs: «Eine Depression ist wie alle psychischen Erkrankungen eine Störung. Sie bringt den Betroffenen in einen Zustand, bei dem das Wesen aufgrund biologischer Veränderungen nicht wiederzuerkennen ist.»

Er warnt vor Pauschalurteilen. Die meisten Menschen, die unter Depressionen leiden, würden nicht zu aggressiven Handlungen neigen, schreibt er weiter. «Wenn die beispiellose Tat von Andreas Lubitz Menschen, die unter Depressionen leiden, dazu bringt, ihre Krankheit zu verstecken, zu verleugnen oder zu ignorieren, wird die Zahl der Unschuldigen, die umkommen, 150 klein erscheinen lassen», so der Arzt.

Empörte Leser

Bei den Lesern der «LA Times» stiessen die Worte des Neurologen auf Unverständnis. So ist etwa in den Kommentaren zum Artikel zu lesen: «Wir alle kennen Menschen, die an Depressionen leiden, jedoch haben nur wenige von ihnen die Fähigkeit, einen Massenmord zu begehen.» Zahlreiche andere werfen Sapolsky vor, die Tat zu verharmlosen. Lubitz sei kein Opfer, sondern ein Massenmörder.


Lubitz hat die Lufthansa bereits im Jahr 2009 als Flugschüler über eine «abgeklungene, schwere depressive Episode» informiert, nachdem er seine Pilotenausbildung für mehrere Monate unterbrechen musste. Er galt vor mehreren Jahren als selbstmordgefährdet.

(pat)

 KOMMENTAR: Massenmörder oder Opfer? Einerseits hat die Oeffentlichkeit ein Recht vor "kranken" Tätern geschützt zu werden. Anderseits dürfen wir die Krankheit eines Menschen nicht völlig ausklammern. Das unter einen Hut zu bringen, ist und bleibt schwierig. Dieses Spannungsfeld ist kaum lösbar. Taten dürfen nicht verharmlost werden mit einer vorschnellen Opferthese. Gerichtsentscheide sind vielfach nicht nachvollziehbar, weil beide gegensätzlichen Aspekte mit berücksichtigt werden müssen.

Montag, 6. April 2015

Millionen gegen Blocher

Mit einer aufwändigen Kampagne soll Blocher gestoppt werden

Verein gegen SVP-Patron  gegründet 

An Geld soll es nicht mangeln.

(Blick-online)
Eine neuer Verein will eine Volksbewegung auslösen und so die Bilateralen retten.

Hansjörg Wyss ermöglichte das neue Forschungszentrum (Archiv)  Der Anti-Blocher: Milliarden-Unternehmer Hansjörg Wyss. 
Ein gutes Jahr nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative erhält Christoph Blocher einen potenten Gegner im Kampf um die bilateralen Verträge: Letzte Woche haben Unternehmer und Politiker in Bern einen Kampfverein mit dem Namen «Vorteil Schweiz» gegründet.
Das Ziel der Gruppe: die Angriffe Blochers und dessen SVP auf die Bilateralen und das Völkerrecht zu bekämpfen. Dies berichtet die «Sonntagszeitung». Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Nationalräte Ruedi Noser (FDP), Hans Grunder (BDP), Grünen-Präsidentin Regula Rytz, SP-Ständerätin Pascale Bruderer sowie SRG-Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan. Als Hauptsponsoren mit dabei sind auch der Berner Unternehmer und Kunstmäzen Jobst Wagner sowie Multimilliardär Hansjörg Wyss. Die beiden sorgen für eine «Anschubfinanzierung» von gegen zwei Millionen Franken.
Sollte es zu einer Europa-Abstimmung kommen, sollen weitere fünf Millionen Franken für eine Abstimmungskampagne dazukommen, berichtet die Zeitung und beruft sich dabei auf Mitglieder des Vereins. Offiziell spricht Wagner von einer «tiefen siebenstelligen Summe».

Der  Verein stellt sich direkt gegen Christoph Blocher und macht sich zur eigentlichen Anti-Blocher-Kampftruppe. Die Mitglieder selbst sprechen von einer «Koalition der Vernunft zur Bewahrung des Schweizer Erfolgsmodells». «Vorteil Schweiz» will ein Sammelbecken für alle pragmatischen und Europa-freundlichen Kräfte werden und dazu eine eigentliche Volksbewegung auslösen. Die Vereinsgründer wollen im Sommer 50 bis 100 weitere Mitstreiter aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport präsentieren. Der Verein werde versuchen, mit «nicht elitären, volksnahen» Kampagne die Bevölkerung für die Fortführung einer pragmatischen Öffnungspolitik zu gewinnen. Er werde eine neue Abstimmung über die Fort­führung der bilateralen Beziehungen mit der EU unterstützen.



KOMMENTAR:

Die europafreundliche Kampftruppe gegen Blocher wird es trotz der Millionenschweren Kampagnen nicht einfach haben.
Der Titel ist zwar geschickt gewählt. "Vorteil Schweiz" enthält bereits die Behauptung, dass sich die Schweiz mit den Bilateralen und der Anerkennung der europäischen Richter   Vorteile einhandelt.
Anderseits haben die Blocher Mitstreiter Erfahrung bei Kampagnen und dürften nicht unterschätzt werden.
Obwohl es noch keine offiziellen Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU, geschweige denn ein fertiges Abkommen oder einen Abstimmungstermin gibt, haben sich die EU Gegner schon recht früh auf die Abstimmungskampagne vorbereitet. In den letzten Monaten haben Christoph Blocher und seine Mitstreiter bereits Strukturen aufgebaut, die ein einziges Ziel haben: Das Rahmenabkommen mit der EU, das der Bundesrat anstrebt, in einer Volksabstimmung zu stoppen.
Ihre Kampforganisation wurde am 23. Oktober formell gegründet. Sie bildet die Basis für das neue Komitee «Nein zum schleichenden EU-Beitritt». Für Blocher und seine Mitstreiter ist bereits heute klar, dass der Bundesrat die Schweiz indirekt in die EU führen will. So wie 1992 bei der EWR-Abstimmung, gehe es erneut um die Souveränität der Schweiz.
Jetzt stehen sich zwei potente Gegner gegenüber. Die Auseinandersetzung verspricht eine spannende PR Schlacht.  Geld ist auf beiden Seiten genügend vorhanden. Ich gehe davon aus, dass nicht in erster Linie das Geld, sondern die Argumente entscheiden werden, ob die Bevölkerung sich für den Weg mit Europa oder für die Unabhängigkeit entscheidet. 

Lieber kein Tatoo, als sich nachträglich ärgern und leiden

Wer sich leichtsinnig Tattoos stechen lässt, muss sich der Nachteile bewusst sein.


Vielen denken, dass das Sujet später mit einer Laserbehandlung problemlos entfernt werden kann.
Das ist leider nicht so einfach möglich.
Jugendliche sind sich der Schmerzen und Narben viel zu wenig bewusst.
Kommt dazu: Zahlreiche Farben sind giftig.
Tattoos können zudem im Beruf  die Karriere vermasseln.
Das vorschnelle Stechen sollte deshalb gut überlegt sein.  «Je nach Branche können sichtbare Tattoos immer noch ein Nachteil sein.» Zudem hält nicht jedes Tattoo an jeder Stelle gleich gut.
Vor allem der jüngeren Kundschaft muss zur Vorsicht geraten werden: «Es lassen sich immer mehr 18- bis 22-Jährige stechen», sagt Güntzel in 20 Min. Er nimmt an, dass dies mit der Allgegenwart von Tattoos in den Medien, vor allem in Werbekampagnen, zu tun hat.  «Sie bereuen vielleicht das Stechen lassen diesen Sommer noch nicht, aber vielleicht schon in ein paar Jahren.»

Deshalb: Lieber kein Tattoo, als sich leichtfertig  stechen lassen mit nachträglichem Aerger.

Sonntag, 5. April 2015