Mittwoch, 15. Oktober 2014

Die Verteidigungsministern wird zur Selbstverteidigungsministerin.

Von der Leyen verteidigt sich:



In der Welt gebe es aktuell Krisen, die "nicht darauf warten, dass Deutschland sich bequemt zu kommen oder nicht, sondern die danach rufen (...), dass wir Verantwortung übernehmen", sagte Ursula von der Leyen in einem Fernsehinterview. Angesichts der massiven Ausrüstungsprobleme der Bundeswehr fügte die Verteidigungsministerin hinzu: "Und wir können das auch." Das Ressort habe sich in der Vergangenheit sehr stark auf Investitionen für Auslandseinsätze fokussiert, das zahle sich nun aus. (Das Artikelbild zeigt von der Leyen mit deutschen Soldaten im Juli in Afghanistan.)

KOMMENTAR: Von der Leyen ist eine Könnerin im Wegschieben von Problemen. Pannen sind für sie kein Thema mehr.
Mit dem Satz "Und wir können dies auch".... ist die lange Reihe an Pech und Pannen abgetan. Halt! So einfach wird das nicht gehen. Weggeschoben ist weder aufgehoben noch gelöst. Wetten dass....! 

Wenn Gesichtszüge entgleisen








Dienstag, 14. Oktober 2014

Nun kann die Schlacht beginnen

Die Messer sind gewetzt:

Die Auseinandersetzung Pro oder Contra EU ist eröffnet


Ich zitiere Blick-online:

Die Pro-Europa-Clubs schiessen aus dem Boden

 



Weiter will eine Gruppe von hochkarätigen Vertretern (Alt-Bundesräte, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler) diese Woche einen Aufruf zur Rettung der Bilateralen ans Volk richten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Heute morgen hat zudem die von Jugendlichen forcierte «Operation Libero» den «Abschottern» den Kampf erklärt.
Alle diese Gruppen eint nicht nur das Engagement für die Offenheit der Schweiz. Sie distanzieren sich auch ganz offen von der institutionellen Politik. Der Eindruck, es handle sich um Spin-Offs bestimmter Parteien, soll gezielt vermieden werden.

Der Marathon Blochers ist programmiert

 

Auch bei den EU-Gegnern steigt die Betriebstemperatur. Vor fünf Monaten hat sich SVP-Stratege Christoph Blocher aus dem Nationalrat verabschiedet und zugleich ein Comeback als Anführer des «EU No»-Bündnisses angekündigt. Jetzt bricht Blocher, erholt und gestärkt von ausgedehnten Ferien im Iran, zu einem Wanderprediger-Marathon auf.
Fünf öffentliche Auftritte will Blocher diese Woche bestreiten, die Mehrheit mit seiner Roadshow «Schleichender EU-Beitritt - Nein danke!». Morgen Dienstag steigt die Premiere in Biberen BE, dann folgen drei Auftritte im Kanton Graubünden, ehe Blocher am Sonntag abermals in den Kanton Bern reist. In Münsingen will er die Biographien dreier historischer Persönlichkeiten aus dem Aaretal deuten. Weitere Auftritte dürften in Kürze folgen.
Der Schweiz stehen bewegte Wochen und Monate bevor.

KOMMENTAR:

Die EU Gegner werden künftig als Abschotter bezeichnet.

Die EU Befürworter tragen  hingegen gemäss  Blocher die Unabhängigkeit der Schweiz zu Grabe und wollen einen schleichenden EU-Beitritt.
Es wird sicherlich mit harten Bandagen gekämpft werden. Ich rechne mit rhetorischen Duellen. Medien werden auch Stellung beziehen.
Entscheiden wird aber letztlich das Volk. Es wird sich zeigen, wer besser überzeugen kann.  

Zu den Thesen zur Einwanderungspolitik des Oekonomen Paul Collier

Collier fordert ein Umdenken bei der Einwanderungspolitik

Nach Professor Collier wird die Masseneinwanderung verharmlost.
- Er findet, dass die Bootsflüchtlinge, die 1000 Dollar für die Ueberfahrt zahlen können, nicht zu den Aermsten zählen
- Wir geben heute jenen, den Vorzug , die Geld besitzen
- Wir müssten den Mut aufbringen und diese wieder in ihre Heimat zurück zu schicken
- Es ist nicht unmoralisch rational über die Probleme der Einwanderung zu sprechen
- Das Problem der Armut werden wir nicht durch Einwanderung in den Griff bekommen 
- Etwas Migration ist nützlich. Zu viel ist schlecht
- Wenn begabte junge Leute in wohlhabende Länder ziehen, hilft das den Migranten und dem Aufnahmeland. Für die Heimat der Flüchlinge hat dies aber katastrophale Folgen
- Flüchtlinge, die zurückgeschafft werden sollten, dürfen nicht so lange bleiben, bis sie Kinder haben und nicht mehr wegwollen
- Die Europäische Immigrationspolitik muss kollektiv organisiert werden
- So lange Italien die Immigranten nicht reristriert und weiter schickt ist das Schengen Abkommen eine Farce
- Vielen Spricht für eine Obergrenze der Migrationsrate
- Mit dem heutigen System haben illegale Einwanderer mehr Rechte als vor der Reise
- Der Anreiz zur Ueberfahrt wurde grösser, nachdem das Risiko zu ertrinken dank Rettungsschiffe minimiert werden konnte
 
 
 

Colliers Frage lautet: Wie viel Vielfalt erträgt Europa?


Zu seinen Büchern:

exodus

Bei der Gewalt von Salafisten gegen Kurden in Hamburg, Celle und anderswo sieht man erneut: Wir importieren Konflikte aus aller Welt. Die Probleme für die Menschen lassen sich offenkundig nicht lösen, in dem wir sie zu uns holen. Doch Politiker und Medien verharmlosen die Masseneinwanderung weiter als notwendige Hilfe. Sie behaupten, wir müssten noch viel mehr Personen Asyl gewähren. Dabei ist längst ein Exodus nach Europa im Gange. Paul Collier nannte so auch sein neues Buch, das wie eine Bombe einschlagen müsste, wenn mehr Menschen es verinnerlichen würden!
Collier ist kein Fremdenhasser. Er forscht an der Uni Oxford und beschäftigt sich mit den Ärmsten dieser Welt. Er ist erwartungsgemäß schlauer und objektiver als unsere Politjournaille. Er fragt nicht nur nach den individuellen Problemen der Asylsuchenden. Er untersucht auch die Situation der Herkunfts- und Zielländer. Einige heilige Kühe der Migrationsindustrie schlachtet Collier eindrucksvoll: So sei es absurd, den „Fachkräftemangel“ oder die Überalterung Europas als Grund für die grenzenlose Masseneinwanderung zu bemühen.
Endlich spricht ein Kenner aus, dass das Kernproblem die Schaffung von Anreizen für die potentiellen Asylanten ist. Wer in einem afrikanischen Land lebt und von den Märchen des europäischen Schlaraffenlandes träumt, der setzt gern sein Leben für den versprochenen Luxus ein. Er schadet nicht nur sich und seiner Familie, sondern auch seinem Land. Collier weist nämlich nach, dass meist Angehörige der Mittelschicht ausreisen. Diese wäre jedoch der eigentliche Motor einer Entwicklung im Herkunftsland! Indem wir sie zu uns holen, berauben wir die ärmeren Ländern ihrer so genannten „Human Ressources“.
Collier wertet in seinem flüssig geschriebenen Buch unterschiedlichste Studien aus, deren Lektüre jedem kritisch Denkenden empfohlen ist! Verraten sei schon mal sein Fazit: „Jeder, der mit dem Boot kommt, sollte automatisch zurückgeschickt werden. Erst wenn das durchgesetzt wird, werden die Leute aufhören, es zu versuchen.“
ansturm auf europa
KOMMENTAR: Colliers Thesen sind hoch aktuell, nachdem die europäischen Länder dem Ansturm bald nicht  mehr Meister werden. Interessant ist, dass die Frage der Kontigentierung nicht mehr nur die Schweizer beschäftigt. In allen Ländern wird  der EXODUS nach Europa zu einem der wichtigsten Zeitprobleme.

Montag, 13. Oktober 2014

Wie Titel beeinflussen

Urteilen Sie:
Analoge Fakten. 2 zwei unterschiedliche Titel, 
mit unterschiedlicher Wertung. .

Aus 20 MIN:


Aus TAGI:

Christoph Blocher krebst zurück

Der SVP-Chefstratege zeigt sich erstmals offen für eine Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ohne Kontingente.

Plötzlich kompromissbereit: SVP-Stratege Christoph Blocher. (17. Januar 2014) 
 Plötzlich kompromissbereit: 
SVP-Stratege Christoph Blocher. (17. Januar 2014)

KOMMENTAR:

GLEICHER SACHVERHALT - UNTERSCHIEDLICHE INTERPRETATION.
Welcher Titel ist manipulativer?
Urteilen Sie selbst.
Solche Vergleiche sind angewandte Medienkunde. 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Wie können alte Walliser Häuser gerettet werden?

Heute  wollen die Besitzer oft lieber die alten 
Häuser abreissen und Parkplätze erstellen

Ein Hintergrundbericht:

Ich zitiere NZZ:







Raumplanung und Zweitwohnungsinitiative

Die alten Walliser Dörfer gehen unter

Die alten Bauten im Dorfkern sind reizvoll, die Sanierung ist aber vielen zu aufwendig.
Die alten Bauten im Dorfkern sind reizvoll, 
die Sanierung ist aber vielen zu aufwendig.  
(Bild: Karin Hofer / NZZ)

Viele alte Gebäude, die Walliser Dörfer prägen, zerfallen. Die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative begünstigt den Umbau von Scheunen abseits bewohnter Siedlungen.
«Es braucht schon viel Beharrungsvermögen und dann noch eine gute Portion Glück», sagt Edwin Pfaffen, wenn er auf den Umbau mehrerer landwirtschaftlicher Gebäude mitten im alten Dorfteil von Ausserberg oberhalb Visp zu sprechen kommt. Zusammen mit seinen Geschwistern klaubte er in mühsamer Überzeugungsarbeit die wegen der Realteilung bis in kleinste Bruchteile zersplitterten Eigentumsanteile zusammen. Während der Umbauarbeiten kam er auf die Idee, eine Art Experiment anzustellen: «Warum nicht dort wohnen, sagte ich mir. Ich liess es auf einen Versuch ankommen», meint der eher wortkarge Historiker. Aus dem Versuch sind mittlerweile zehn Jahre geworden.
Dass es einen hierherzieht, verwundert nicht. Der Dorfkern mit den Holzhäusern und der Kirche trägt alle Attribute Walliser Volkskultur, ganz im Gegensatz zum Siedlungsbrei tief unten im Rhonetal, das man von hier oben breit überblickt. Trotzdem ist es um den Fortbestand dieser alten Baukultur schlecht bestellt.

KOMMENTAR: Ich habe im Wallis verschiedene Stadel gesehen, die man verfallen liess. Es ist sinnvoll, solche Gebäude zu retten, indem man sie so nutzen lässt, dass das Haus so erhalten bleibt mit der Holzkonstruktion und dem Steindach. Es gibt genügend finanzkräftige Interessenten, die bereits sind, etwas gegen den Zerfall der Bausubstanz zu tun. Es geht um Sonderbewilligungen.
Ein weiteres Problem ist die Vergandung der alten Aecker. 
Da gilt es die Bergbauern als Landschaftsgärtner zu unterstützen.  Ich weiss von was ich rede:
Seit Jahrzehnten ist eine Maiensäss mein Refugium.



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2011.jpg
     
Fortsetzung Hintergrundbericht NZZ:
  
In der Enge Platz schaffen
Das Wohnhaus von Edwin Pfaffen verhehlt seine frühere Zweckbestimmung als Stallscheune keineswegs. Doch durch eine geschickte Raumaufteilung wirkt das Häuschen trotz dem bescheidenen Grundriss geräumig und wohnlich. – Den engen, verschachtelten Verhältnissen in den über die Jahrhunderte gewachsenen Dorfquartieren kann man entrinnen, indem mehrere Gebäude in die Umnutzung einbezogen werden. Pfaffens Nachbarn gliederten einem alten Wohnhaus eine umgebaute Scheune an. Dank beiden Komponenten nehmen sich die Platzverhältnisse für eine Zweitwohnung grosszügig aus. Diese umgebauten landwirtschaftlichen Gebäude und renovierten Wohnhäuser setzen im Antlitz des Dorfes eigenwillige Akzente; sie fügen sich jedoch trotz modernen Elementen in den Fassaden nahtlos in das noch weitgehend geschlossene, malerische Dorfbild ein.





In Ausserberg, oberhalb von Visp, ist das Spannungsverhältnis zwischen alt und neu unübersehbar.
In Ausserberg, oberhalb von Visp, ist das Spannungsverhältnis zwischen 
alt und neu unübersehbar.(Karin Hofer / NZZ)
Doch diese gelungenen Umbauten stellen selbst in Ausserberg eine Ausnahme dar: Im alten Dorfteil verfallen die in traditioneller Blockbauweise meist aus Lärchenholz erstellten und mit Steinplattendächern gedeckten Wohn- und Ökonomiegebäude. Die Stallscheunen haben im Zuge des Niederganges und der Modernisierung der Berglandwirtschaft ihre Funktion eingebüsst, und die früheren Wohnhäuser genügen heutigen Anforderungen als Erstwohnsitz nicht mehr.
Wie eine Masterstudienarbeit des Institutes für Finanzdienstleistungen Zug am Beispiel von Ernen und Münster im Goms aufzeigt, Drechnet sich die Erhaltung über eine Umnutzung finanziell nicht. «Die Investition in eine Dorfkernliegenschaft bringt nur Verluste», schreiben Dominik Roos und Gallus Faller. Sie führen für ihren Befund neben den Erschwernissen eines komplizierten Erbrechts (der Realteilung) die Baukosten und die Preisvorstellungen der Eigentümer ins Feld. Demgegenüber fallen die realisierbaren Mieterträge zu tief aus, um eine Erneuerung zu finanzieren. Eigentümer und Behörden in den 250 meist kleinen Dörfern und Weilern im Wallis mit schützenswerten orfbildern sind laut den Autoren mit dem Erhalt Tausender alter Gebäude hoffnungslos überfordert. Doch gebe es noch einen Schimmer Hoffnung: Wenn Kanton und Gemeinden im Bau- und Erbrecht investitionshemmende Hindernisse beseitigten und mit vereinfachten Bauverfahren die Umnutzungen erleichterten, könnten die Baukosten um ein Viertel gesenkt werden. Das wäre die wichtigste Voraussetzung, um eine Sanierung der Bausubstanz finanziell erträglich zu machen. «Erst dann kann der Dorfkern für Einheimische wieder Wohnraum zu tragbaren Zinsen bieten. Auch attraktive Ferienwohnungen sind ohne markant tiefere Investitionen nicht rentabel zu bewirtschaften», so folgern die Autoren. Sie regen weiter den Aufbau von Dorfkerngenossenschaften an. Solche breit abgestützten Selbsthilfeorganisationen sollten vernachlässigte Bauten erwerben, schonend sanieren und mit hoher Wertschöpfungsintensität betreiben. Dieser Ansatz böte laut Faller und Roos die Möglichkeit, interessierte Zweitwohnungsbesitzer in die Dorfentwicklung einzubinden. Wenn dies nicht gelinge, gingen die Lichter in den alten Dorfkernen endgültig aus.

Gescheitertes Modell

In Blatten, dem hintersten Dorf des Lötschentales, hatten Architekturstudierende der ETH unter der Leitung von Gion Caminada ein Modell für die Umnutzung und Wiederbelebung des Dorfteiles Bodmen erarbeitet. Sie zeigten auf, was möglich wäre, wenn alle Eigentümer an einem Strick zögen: eine Mischung aus Altem und Neuem, aus Wohn- und Nutzungsräumen, aus Ungewohntem und Vertrautem. Doch einige der rund 70 Eigentümer liessen sich nicht für ein Gesamtkonzept gewinnen.
Laut Gemeindepräsident Lukas Kalbermatten verfolgt die Gemeinde jetzt eine Strategie der kleinen Schritte: Die Gemeinde kauft einzelne verfallende Objekte auf und versucht sie einer neuen Bestimmung zuzuführen. Die Gemeinde gibt das Caminada-Modell doch nicht ganz verloren. Aber der umfassende Masterplan ist gescheitert. «Wir haben zurzeit auch andere, drängendere Sorgen; wir stecken mitten in einer Baulandumlegung und Baulanderschliessung und kämpfen immer noch mit der Bewältigung der Schäden wegen der jüngsten Hochwasser», begründet Kalbermatten die geschwundene Begeisterung für die Erneuerung.





Schlaue Architektur macht stilvolles Wohnen auch in einer einstigen Stallscheune möglich.
Schlaue Architektur macht stilvolles Wohnen auch in einer einstigen Stallscheune möglich.(Karin Hofer / NZZ)
Gerade bei der Erhaltung der alten Dorfteile zeigt sich der absurde Effekt der Zweitwohnungsinitiative: Während Umbauten von Ökonomiegebäuden in den Maiensässen weit ausserhalb der ganzjährig bewohnten Siedlungen nach den jüngsten Weichenstellungen des Ständerates nicht unter die Beschränkungen für Zweitwohnungen fallen dürften, gelten Auflagen und Einschränkungen für Objekte in den Dorfkernen vollumfänglich. Die meisten potenziellen Zweitwohnungsbesitzer lassen lieber im Grünen umbauen. Weitab von der Enge der alten Dorfteile sind die Objekte wohlfeiler. Die Käufer der früheren Kuhställe suchen meist Naturnähe und freie Sicht auf das Panorama und weniger den Kontakt zu den Menschen, die das ganze Jahr hier leben.
So verwandeln sich reizvolle und mit der Landschaft verwachsene Ansammlungen von Stallscheunen in banale Chaletsiedlungen ohne Infrastruktur, wie zum Beispiel am «Niwärch», einer traditionellen Ansammlung von Stallscheunen oberhalb von Ausserberg. Von rund einem halben Hundert Stallscheunen sind inzwischen gegen ein Dutzend umgebaut. Dort wie andernorts behilft man sich mit rudimentären Klärgruben, weil ein Anschluss an die Kanalisation fehlt. Die landwirtschaftlichen Wege dienen als Zufahrt und nicht selten als Autoabstellplatz. Die Trinkwasserversorgung beruht oft auf Provisorien. Solche Umbauten geschehen gelegentlich mit wenig Fingerspitzengefühl und unter massiver Ausdehnung der ursprünglichen Konstruktion. Selbst dann, wenn das äussere Erscheinungsbild weitgehend unverändert bleibt, wirken die Umbauten mit ihren schlitzartigen Fenstern und den verschämt angebrachten Kaminen wie Karikaturen der landschaftsprägenden Elemente, die sie einmal waren.
Allein in Ausserberg harren noch Dutzende einstiger Agrarbauten einer Umnutzung. Sie sind in einem kommunalen Inventar als «schützenswert» eingestuft worden; nach Walliser Gesetzgebung gestattet dies einen Umbau selbst ausserhalb der äusserst üppig bemessenen Bau- und Maiensässzonen. Ein genaues Inventar über die Zahl der bisher ausgeführten Umbauten und der noch möglichen Umnutzungen fehlt. Insgesamt aber dürften allein im Oberwallis Tausende ungenutzter Agrargebäude als umnutzungsfähig gelten. Dabei ist die Auslastung solcher Feriendomizile dann meist sehr bescheiden. Es entstehen weitere kalte Betten.

Lieber Parkplätze

Umgebaut und gebaut werden kann an vielen Orten praktisch flächendeckend: So verfügt Ausserberg mit seinen rund 650 Einwohnern trotz deutlichen Bevölkerungsverlusten im letzten Jahrzehnt über Bauland für rund 2500 Einwohner; erst kürzlich ist zusätzlich eine ausgedehnte Reservezone für öffentliche Bauten als Bauland an die Eigentümer zurückgegangen. In diesem «Speckgürtel» entstehen dank vergleichsweise bescheidenen Bodenpreisen meist Einfamilienhäuser.
Gleichzeitig mit der regen Bautätigkeit abseits der Kernzonen häufen sich in den Kerndörfern die Gesuche für den Abbruch alter schützenswerter Landwirtschaftsgebäude. Sie stellen für viele Eigentümer nur noch eine Belastung dar. Vor allem dort, wo diese Gebäude wegen der Bestimmungen zur Erhaltung der Steinplatten-Dachlandschaften in der teuren traditionellen Manier gedeckt werden müssen, kann allein der Erhalt des Granitplattendachs Zehntausende von Franken kosten. Daher fassen die Eigentümer an zentraler Lage lieber einen Abriss und den Bau etwa von Parkplätzen ins Auge.

Wer hat RECHT?

Die Weltwoche und der Tagesanzeiger geben in der veröffentlichen Meinung ein konträres Bild.
Es geht um angebliche Korruption am historischen Seminar der Universität Zürich.
In einem Interview im Tagi bestreitet Sarasin seine Befangenheit.

(Ich zitiere PERSONLICH.COM):

Philipp Sarasin wollte Titelgeschichte verbieten lassen

Bezirksgericht lehnte Klage des Uni-Professors ab.
Philipp Sarasin, ordentlicher Professor am Historischen Seminar der Universität Zürich, versuchte die aktuelle Weltwoche-Titelgeschichte ("Das süsse Gift der Korruption") mittels einer superprovisorischen Verfügung zu verbieten. Sarasin habe dabei persönlichkeitsrechtliche Gründe geltend gemacht, so die "Weltwoche" auf ihrer Internetseite. Das Bezirksgericht Zürich habe jedoch die Eingabe abgelehnt. "Die Universität Zürich steht als öffentlichkeitsrechtliche Anstalt im Fokus der Öffentlichkeit. Ein öffentliches Interesse an der Art und Weise der Berufungen von Professorinnen und Professoren lässt sich nicht in Abrede stellen", so die Begründung.
Es könnten universitäre Richtlinien verletzt worden sein, urteilte das Gericht. In den letzten beiden letzten Ausgaben schrieb die "Weltwoche", dass Sarasin seiner ehemaligen Geliebten und aktuellen Lebensgefährtin zu einem Lehrstuhl an seinem eignen Institut verholfen habe. Sarasin sei in der Berufungskommission gesessen und nicht in den Ausstand getreten. Was er aufgrund der persönlichen Beziehung zur Kandidatin gemäss den Richtlinien der zuständigen Philosophischen Fakultät zwingend hätte tun müssen, so der Artikel. (ma)
Ich zitiere den Tagi:

«Jemand will mir bös»

Interview Der Historiker Philipp Sarasin wehrt sich gegen die Vorwürfe, seine Lebensgefährtin zur Professorin an der Universität Zürich gemacht zu haben. Sie seien erst nach ihrer Anstellung ein Paar geworden. Mehr.

KOMMENTAR: Gespannt erwarten wir eine Antwort auf die Frage, ob Sarasin tatsächlich Korruption vorgeworfen werden kann.