Donnerstag, 2. Oktober 2014

Zur Pechsträne der linken Anliegen

LINKE INITIATIVEN HABEN EINEN SCHWEREN STAND

 

Analyse von Politologe Michael Hermann

Aus 20 Min

Darum hat die SP mit Initiativen kein Schwein

Ob Mindestlohn oder Einheitskasse – linke Initiativen scheinen zum Scheitern verurteilt. Politologe Michael Hermann rät der SP, künftig zweimal zu überlegen, bevor sie eine Initiative lanciert.





Am 28. September 2014 scheiterte bereits der vierte Anlauf zur Einführung einer Einheitskasse. 61,9 Prozent der Stimmbürger sagten Nein.
Auch nach der 61,9-Prozent-Klatsche am Sonntag konnten die Einheitskassen-Initianten dem Abstimmungsergebnis etwas Positives abgewinnen: Immerhin hätten sich knapp vier von zehn Stimmbürgern für eine öffentliche Krankenkasse ausgesprochen – damit habe man einen Achtungserfolg erzielt.
Dass die Ansprüche bescheiden sind, kommt nicht von ungefähr: Linke Initiativen haben an der Urne traditionell einen schweren Stand. Die Mindestlohn-Initiative von SP und Gewerkschaften scheiterte im Mai mit 76,3 Prozent Nein-Stimmen erbärmlich, die 1:12-Initiative der Juso erfuhr im November davor nur unwesentlich mehr Zustimmung. Davor lehnte das Stimmvolk die Ferien-Initiative und die Steuergerechtigkeits-Initiative genauso ab wie die Volksbegehren «Schutz vor Waffengewalt» oder «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht». Unnötig zu erwähnen, dass auch die Anläufe für eine Einheitskasse in den Jahren 2003 und 2007 keine Chance hatten.

Unpopuläre Forderungen

Für Politologe Michael Hermann liegt die Erklärung dafür auf der Hand: Eine Volksinitiative sei nur dann erfolgreich, wenn es ein Spannungsfeld zwischen Elite und Bevölkerung gebe: «Das Volk muss in einem Thema weiter gehen wollen als das Parlament.» Dies sei heute vor allem in den Bereichen Strafrecht und Migration der Fall. «Das Pech der SP ist, dass ein Ausbau in ihren Kerngebieten – etwa bei den Sozialwerken – nicht mehrheitsfähig ist. Solche Forderungen sind zu wenig populär.»
Am ehesten waren in den letzten Jahren noch Initiativen aus der ökologischen Ecke erfolgreich, die von der Linken unterstützt wurden, wie etwa die Zweitwohnungs- (2012), die Alpen- (1994) oder die Rothenthurm-Initiative (1987). Aber auch dort funktionierten laut Hermann nur jene Vorlagen, die einen konservativen Anstrich hatten. «Es steht der Heimatschutz im Vordergrund – das sind keine klassisch linken Initiativen.» Auch die Abzocker-Initiative entsprach zwar einer linken Forderung, hatte mit Thomas Minder aber einen rechtsbürgerlichen Unternehmer zum Vater. 

Eher Bremse als Gaspedal

Regelmässig Erfolge feiern darf die SP dagegen mit Referenden – zuletzt etwa bei der Gripen-Beschaffung. «Es liegt den Linken besser, bei Fehlentwicklungen zu bremsen, als selbst in einem Thema Gas zu geben», so Hermann. Die gewonnenen Referenden seien denn auch positiv für das Image der SP, während die Initiativen oft eher als «Eigengoals» taxiert werden müssten.
«Die Annahme, die von Initiativen erzeugte Aufmerksamkeit sei auf jeden Fall positiv für Parteien, ist falsch», ist Hermann überzeugt. Scheitere eine Partei immer wieder mit Volksbegehren an der Urne, kratze dies an der Glaubwürdigkeit. «Ich würde mir anstelle der Sozialdemokraten sehr gut überlegen, was mit einer künftigen Initiative zu gewinnen ist – und was zu verlieren.» 

KOMMENTAR: Die SP wäre gut beraten, die Pannenserie abzubrechen und sich auf Themen einzuschiessen, die sich  im Spannungsfeld zwischen Parlament und Bevölkerung ergeben.
Für Politologe Herrmann hätte die "Pauschalbesteuerung der Reichen" an der Urne durchaus eine Chance. Bei der Erbschaftssteuer hingegen wurde die Schwelle zu tief angesetzt. Die Partei muss hier mit dem Widerstand des Gewerbes rechnen.
Denn Kleinbetriebe sind auf das Vererben des Betriebskapitals angewiesen. Es entspringt einem Wunschdenken, wenn sich die Verlierer heute sagen: Niederlagen sind normal. Man muss nur lange genug auf dem gleichen Weg beharren.  SP Sprecher Sorg ist überzeugt, dass die abgeschmetterten Vorlagen seiner Partei nicht geschadet haben. Mit diesem Wunschdenken lassen sich aber die Sorgen nicht entsorgen. Herr Sorg!
 NACHTRAG 20 Min:


 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Der Moderator mit Beisshemmung verlässt die Bühne

Die Sendung mit Reinhold Beckmann - dem ARD Talker - wird aus dem Programm gestrichen.



 Inhaltlich konnte man dem ehemaligen Sportjournalisten Beckmann kaum Vorwürfe machen.
Er griff auch heikle Themen auf, so  jüngst, als um die Flüchtlingstragödien ging.
Es war die Art und Weise seines Verhaltens, das  dem Publikum missfiel. Sein leutseliger Ton mit den jeweiligen Gesprächspartnern, mit dem er sich mit anbiederndem Ton einschmeichelte. Das sich Vorbeugen mit dem gespielten einfühlsamen Nicken wurde nicht geschätzt
Seine Interviews ohne Biss, setzte er  dass für sich ein. Die Zuschauer hatten das Gefühl, dass er es mit den Gästen das freundschaftliche Verhältnis nie  gefährden wollte.
Wenn er sagte: "Da muss ich noch einmal nachfragen" signalisierte er: "Wenn Sie nichts sagen wollen, habe ich volles Verständnis."

Dieser Kommunikationsstil entspricht nicht dem Harvard Prinzip bei Kommunikationsprozessen, der lautet:
Hart in der Sache - freundlich mit der Person. Beckmann war auch weich in der Sache. Das war sein Fehler. Bei Esklationen wich er aus und verbündete sich  gegen die Zuschauer.
Krass fiel dies bei Wilhelm Gauck und Helmut Schmidt auf.
 Wieland Backes versteht es, gut zu zuhören, die Gesprächspartner ernst zu nehmen. Im Gegensatz zu Beckmann versteht es Backes, mit gezielten Fragen, das Gespräch zu führen. Er kann auch hart in der Sache sein.

LINKS:


2. Aug. 2003 ... Das "Harvard-Prinzip"1 ist ein wichtiger Baustein bei lösungsorientierten Verhandlungen. Es erlaubt auch bei schwierigen Verhandlungen ...
www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/Harvardkonzept.html



24. Mai 2008 ... Obwohl Wieland Backes das Gespäch mit einer Fragekette eröffnete, brachte er die Frau zum Reden. Die Frau zeigte ihr altes Kleidungsstück ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_24/

Hoffentlich ist dieser Gehörnte kein Vorbild für frustierte Jugendliche

In der Pubertät haben viele Jugendliche das Bedürfnis, sich von der Normalos zu unterscheiden.

Sie machen Tatoos, lassen sich Hörner einpflanzen und Piercings stechen.
Es gibt aber  originellere Möglichkeiten, sich von der Erwachsenenwelt bewusst abzusetzen und die unsichtbaren Hörnchen des Pubertierenden abzustossen, anstatt den eigenen Körper zeitlos zu verunstalten.


Ein schlechtes Vorbild - nicht zur Nachahmung empfohlen.
 (Quelle BLICK)

«Satan» (34) muss in den Knast

Mörgeli und Geri müssten sich von Sekundarschülern coachen lassen

Wenn Politiker fahrlässig mit den sozialen Medien umgehen, ist dies nicht zu entschuldigen.

Bei Christoph  Mörgeli wie bei Geri Müller gibt es keine Rechtfertigung.
Beide sind sich leider nicht bewusst, was es heisst unbedacht zu chatten. Gesendet ist gesendet! Und damit öffentlich!

Verräterische Anzeige:

Sucht Mörgeli Singles 

auf Twitter?

Der Nationalrat folgt im Netz der Dating-App «Zoosk». «Keine Absicht», sagt der SVPler, er wolle den Kuppel-Service löschen.


«Ein Fehler»: Christoph Mörgeli alias @ChrMoergeli folgt «Zoosk». play «Ein Fehler»: Christoph Mörgeli alias @ChrMoergeli folgt «Zoosk».
Eine hübsche Frau lächelt auf dem Werbebild, «schau dir Dating-Profile von Singles in deiner Nähe an», lockt Zoosk auf Twitter. Follower ist seit kurzem auch Christoph Mörgeli.
Twitter-Usern wird dieser Fakt quasi aufs Auge gedrückt. Denn Zoosk schaltet Werbeanzeigen – und Twitter blendet dazu automatisch Namen von Followern ein (siehe Elipse).
Sucht der SVP-Nationalrat also die grosse Liebe im Internet? «Nein, das muss ein Fehler sein», sagt ein überraschter Christoph Mörgeli am Telefon. «Absichtlich habe ich das sicher nicht angeklickt.»

Mit Andrea liiert

Schliesslich ist Mörgeli momentan mit der medizinischen Praxisassistentin Andrea (25) liiert – oder war es zumindest im Juli 2014, als die «Aargauer Zeitung» über die Liaison berichtete.
Er sei nicht auf der Suche nach einer Partnerin, sagt Mörgeli denn auch am Telefon. «Ich werde diesem Account so schnell wie möglich wieder entfollowen.

KOMMENTAR: Das mit dem Löschen ist schneller gesagt als möglich. Ich frage mich: Wie können Politiker nur so naiv sein. Im Netz gibt es oft kein zurück mehr. Ein kleiner Patzer kann nachhaltige Folgen haben. Das wird jetzt auch Christoph Mörgeli erfahren. Ich möchte den Dialog Mörgeli mit seiner Praxisassistentin hören. Dieser wird wohl kaum ins Netz gestellt.

So begehrt kann ein Mann sein

Ein Phänomen, 
wie viele Frauen  diesen Mann 
als Traum-mann sehen:

Offiziell verheiratet

Nun ist er offiziell verheiratet

An was liegt es, dass die Herzen viele Frauen diesem

Mann zufliegen und sogar traurig sind, dass er für sie

nicht mehr in Frage kommen kann?

- Ist es das Aussehen?

- Sind es seine schauspielerischen Fähigkeiten

Für Männer ist es jedenfalls schwer nach zu vollziehen,

dass auch ältere Frauen sich so verhalten können wie 

kreischende pubertierende Mädchen bei einem Pop-Star.  

Für viele ist nun ihr Traum vorbei:

Traumhochzeit in Venedig 
Hollywood-Beau George Clooney 
heiratet seine Freundin Amal Alamuddin.

Für viele Schwärmerinnen ein Trauertag.

Dienstag, 30. September 2014

Stinkefinger Melanie

Die Körpersprache ist auch eine Sprache

Unverständlich, dass sie es mit dem Stinkefinger nicht lassen kann: Melanie Winiger

Sie packt schon wieder den Stinkefinger aus!

Quelle Blick: Missen-Coach Melanie Winiger zeigt erneut den Stinkefinger. Für Samantha Haug und Konkurrentin Seraphine Schütz ist das Missen-Abenteuer seit gestern Abend vorbei.



Montag, 29. September 2014

150 Jahre Max und Moritz

Wilhelm Buschs Erfolgsrezept



Vor 150 Jahren wurden die Lausbubengeschichten von Max und Moritz publiziert.
Es ist das meist übersetzte Kinderbuch aller Zeiten!
Die Streiche der beiden Buben wurden weltbekannt.
Der Welterfolg basiert darauf, dass Bildsprache und Wort (Reime) eine Einheit bilden.
Die Geschichten wurden Alltagssituationen entnommen und blieben dadurch zeitlos.
Humor, Schadenfreude und Situationskomik sind von Jung und Alt nachvollziehbar.



- Für 1000 Gulden verkaufte Busch die Rechte der Geschichten an den Verlag Braun&Schneider in  München.
- Pädagogen kritisierten damals diese "jugendgefährdende Schrift"!
- Bereits 1910 wurde die Auflage von einer halben Million geknackt.

KOMMENTAR:
Es ist erstaunlich, dass  die modernen Psychologen und Pädagogen alle Streiche von Max und Moritz tolerieren.
Ich habe von keinen Anträgen gelesen, die verlangen, dass die Geschichten neu zu bearbeiten sind. Und zwar politisch korrekt. Auch keine militanten Feministinnen haben sich bislang daran gestossen, dass kein Mädchen an den Streichen beteiligt ist. 
Denn es ist nur von LausBUBEN die Rede.  

Max & Moritz - 6. Streich, Lausbubengeschichten ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=hOWSgSxT6DQ
10.10.2013 - Hochgeladen von Der Geschichtenerzähler
http://ow.ly/pGTcX Max und Moritz - Fünfter Streich - Lesung Max und Moritz, eine Bubengeschichte ...