Dienstag, 22. Juli 2014

EInfallsreich kommunizieren



Kreatives Sprechdenken fördern - aber wie?



Die Situation ist allen bekannt. Sie diskutieren und plötzlich  sollten sie ein neues Argument oder eine kreative Lösung eines Problems aus dem Hut zaubern können. Viele gehen davon aus, dass das Entwickeln von kreativen Gedanken Begabung ist und sind sich nicht bewusst, dass wir unsere Denkfähigkeit beeinflussen können. Einfallsreiches Kommunizieren lässt sich fördern!
Ich hatte die Gelegenheit, verschiedenste Veranstaltungen mit Neuropsychologe Prof. Lutz Jäncke zu konzipieren.
Immer wieder hat es mich erstaunt, wie der Neurowissenschafter der Universität Zürich komplexe Erkenntnisse anschaulich darlegen konnte.


 

Im ALPHA vom 19./20. Juli erklärte er, was in unserem Gehirn vorgeht, wenn wir einen Einfall haben. Ideen werden vor allem im Stirnhirn generiert. In diesem Gebiet oberhalb der Augen werden Funktionen beherbergt, wie Konzentration, Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle, Disziplin, Arbeitsgedächtnis. Es erlaubt oder verhindert das kreative Denken.

Wenn wir die Erkenntnisse Jänckes auf die kommunikativen Prozesse bei Interviews übertragen, so ist es  das Stirnhirn, das auch während des Sprechens neue Ideen produziert und uns Zugang zu vorhandenen Informationen produziert.
Neue Einfälle sind die Folge des Kombinierens von Informationen. Diese intellektuelle Leistung eine völlige andere Form als die Gedächtnisleistung.

So gesehen ist der Umgang mit unserem Wissen ausschlaggebend.
Nach Jäncke verlieren viele Menschen durch das Ansammeln von Informationen, die Fähigkeit, Informationen neu zu kombinieren.


Meditative Ruhe kann den Prozess des Kombinierens von gespeicherten  Informationen mit den persönlichen Erfahrungen fördern.


 LINK:

knill blog: Erholen aber wie?

knill.blogspot.com/2014/07/erholen-aber-wie.html
vor 3 Tagen - Wir haben unseren eigenen Modus gefunden, uns zu erholen. Es freut uns dass die Erholungsforschung unsere Erkenntnisse teilt.
Wenn ich mich entspanne, wenn ich Kontrolle und Spannung zurückfahre, habe ich immer wieder erkannt, dass dann die besten neuen Einfälle geerntet werden können. Wer an einer Präsentation stundenlang hirnt, kommt nicht weiter. Wer sich von Denkzwängen löst, wird hingegen plötzlich fündig.
Das erlebe ich immer wieder bei meiner Tätigkeit. Je mehr ich mich von einem Problem entferne (ich begebe mich beispielsweise auf einen Spaziergang), desto schneller nähere ich mich einer kreativen Lösung.

Auf der Suche nach Argumenten, Einfällen oder  Lösungen hat sich vor allem die Technik der Brainstormings bewährt.


LINK: 
So verhält es sich auch mit Kreativität Besondere Begabungen stecken in jedem von uns. Es gilt die verbrgenen Talente zu entdecken, zu fördern und ihnen ...
www.rhetorik.ch/Kreativitaet/Baustein.html
... kennt auch die Osborn Methode. Mehr über Kreativitätstechniken kann in den Beiträgen Team und Kreativität oder Bausteine der Kreativität gefunden werden.

Prof. Dr. Lutz Jäncke: "Ihr Hirn kann mehr als Sie ... - YouTube

www.youtube.com/watch?v=oVr_Pbo88Ow
17.12.2012 - Hochgeladen von BrainDateAG
Gastreferent am Afterwork-Event "Ihr Hirn kann mehr als Sie denken" am 29. Oktober 2012 im ...
Es fehlt: kreativität

Montag, 21. Juli 2014

Wulff sieht sich als Medienopfer und teilt nun aus

Mit dem jüngsten Konter macht sich Wulff keinen Gefallen

Nach dem jüngsten Interview wird die Kränkung deutlich und wirkt kontraproduktiv.
Es ist ein Unterschied, ob ein Aussenstehender sich für Wulff stark macht oder ob sich ein gekränkter Politiker selbst verteidigt. Für mich zeigt Wulff mit seinem jüngsten Verhalten erneut, 
dass er im Umgang mit heiklen Situationen nichts gelernt hat.
Wulff fehlt eine Frau als Hofnärrin, die ihm bewusst macht, was es heisst: Sich weise verhalten.




Im Gespräch mit dem deutschen Nachrichtenmagazin «Spiegel» teilte Wulff aus. Zur Rolle der deutschen Journalisten sagte er: «Das erinnert mich an eine Jagdgesellschaft, die ein nicht zum Abschuss freigegebenes Tier erlegt und anschliessend sagt: War trotzdem richtig, das Tier hatte sicher Tollwut.»
Wulff sieht sich als Opfer der Medien. Diese hätten ihn aus politischen Gründen zum Rücktritt gezwungen. Die angegebenen Gründe wie die angeblichen Vorteilsnahmen seien nur vorgeschoben gewesen: «Ich war einigen mächtigen Medienschaffenden zu unbequem geworden», sagte er dem «Spiegel». Sein Bekenntnis, dass der Islam zu Deutschland gehöre, hätte viele Journalisten verärgert. Andere hätten ihm seine Kritik an den Banken und der katholischen Kirche verübelt. Die Journalisten hatten den Eindruck, dass er vom Springer-Verlag «zum Abschuss freigegeben wurde». Da wollten auch die anderen Medien nicht abseits stehen und schossen sich auf ihn ein, so Wulff.
Als Konsequenz aus seiner Affäre forderte Wulff, dass die Regeln des deutschen Presserates überarbeitet werden. Auswüchse in der Berichterstattung sollten strenger geahndet werden können. Die Medien müssten sich immer wieder kritisch fragen, ob sie mit ihrer grossen Macht auch verantwortungsvoll und korrekt umgingen. «Was ich beklage, ist die Verrohung des Diskurses, diese ganze Häme, mit Diffamierung und Denunziationen», sagte Wulff. So hätten sich etwa Journalisten darüber lustig gemacht, dass sein Lieblingsbuch das Märchen «Der kleine Prinz» sei und nicht ein Buch aus dem literarischen Kanon.
In den deutschen Medien wurde das Interview breit besprochen. «Nach dem Freispruch durch die Justiz erhofft sich der frühere Bundespräsident nun auch eine Rehabilitierung durch die Öffentlichkeit», schreibt der «Tagesspiegel». Doch ob Wulff sich mit solchen Interviews einen Gefallen tut, sei eine andere Frage. Offenbar sei das Ausmass der Kränkung so gross, dass es dieser Art der Aufarbeitung bedarf, so der «Tagesspiegel». Die «Welt» berichtet, dass das Gespräch mehrmals vor dem Abbruch gestanden sei.
Christian Wulff war von seinem Amt als Bundespräsident zurückgetreten, nachdem mehrere Medien über angebliche Vorteilsnahmen von ihm berichtet hatten. Zudem hatte er das niedersächsische Parlament nicht korrekt über einen privaten Hauskredit informiert, der ihm von einem befreundeten Unternehmer genehmigt wurde. Für Aufruhr sorgte ferner ein Anruf bei Kai Diekmann, dem Chefredaktor der deutschen «Bild»-Zeitung. Wulff versuchte, Einfluss auf deren Berichterstattung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme im Amt und der Korruption. Wulff wurde freigesprochen.(Quelle Tagi-online)

KOMMENTAR: Die Analogie mit der Jagdgesellschaft tönt zwar gut und ist mediengerecht. Nur müsste dieses Bild aus berufenem Munde kommen, nicht vom angeschossenen Politiker selbst. Dem gekränkten Politiker  fehlt nämlich immer noch die Einsicht, dass er mit seinen Vorteilnahmen und dem unannehmbaren Anruf bei Kai Diemann selbstverschuldete Fehler gemacht hat und durch seine Uneinsichtigkeit  mit beigetragen hat, dass die Medien damit gereizt wurden, die vielen Geschichten  zu thematisieren.
Mit der erneuten Medienschelte kann Wulff nicht mit einer Rehabilitation durch die Oeffentlichkeit rechnen.

Seehofer duldet keine Kritik

Das Verhalten Seehofers wird von den Lesern nicht goutiert.


PKW-Maut Seehofer verbietet 

CSU Kritik an der Maut

Bayerns Innenminister Herrmann wagte es, "seinen Senf" zum Maut-Konzept der CSU abzugeben. Sein Parteivorsitzender zeigt daraufhin, was er von parteiinterner Kritik hält.


Horst Seehofer CSU
Der Parteivorsitzende der CSU, Horst Seehofer, spricht am 26.05.2014 in München (Bayern) auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die CSU-Vorstandssitzung. Foto: Peter Kneffel/dpa [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ]  |  © Peter Kneffel/dpa
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat Ausnahmen bei der geplanten Pkw-Maut harsch abgelehnt. Einen entsprechenden Vorschlag seines Innenministers Joachim Herrmann (CSU) wies der bayerische Ministerpräsident mit scharfen Worten zurück. Es sei überhaupt nicht notwendig, dass jemand mit Interviews "seinen Senf dazugibt", wenn Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt seinen Gesetzentwurf ausarbeite, sagte Seehofer nach einer Klausur des bayerischen Kabinetts am Tegernsee.
Herrmann, der in Bayern auch für die Verkehrspolitik zuständig ist, hatte Ausnahmen für die Grenzregionen vorgeschlagen. "Alle Landkreise entlang der Grenzen, in Bayern also nach Österreich, Tschechien und der Schweiz, könnten von der Mautregelung ausgenommen werden", schlug der CSU-Politiker in der Welt am Sonntag vor. "Damit bliebe der kleine Grenzverkehr unbeeinträchtigt. Die Maut wäre dann erst ab dem nächsten Landkreis fällig."

KOMMENTAR:
Es gibt zwar eine Regel, die besagt, dass in einer Institution zuerst intern Wäsche gewaschen werden soll. Herr Seehofer müsste sich aber auch sagen lassen, dass er seine Kritik an Hermann auch nicht öffentliche austragen dürfte. 

Sonntag, 20. Juli 2014

Die Schweiz als Vorbild für die EU?


Britisches Wirtschaftsmagazin «Economist» sieht die Schweiz als Vorbild für die EU

Die Schweiz hat in England noch Freunde. Der «Economist» schreibt in der jüngsten Ausgabe, die Schweiz sei ein «hoffnungsvolles Modell» für die EU.

Illustration im «Economist»: Schweizer Lektion für die EU. play Illustration im «Economist»: Schweizer Lektion für die EU.
Zitat BLICK- online:


In London hat die Schweiz aber noch Freunde. Der «Economist» wirft sich in seiner jüngsten Ausgabe mit voller Kraft für unser Land in die Bresche.
Die Schweiz könne ein «hoffnungsvolles Modell» für die EU sein, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Das Land biete für jeden Geschmack etwas: ein skandinavisches Wohlstandsniveau, deutsche Budgetdisziplin, Solidaritätszahlungen nach französischem Muster, die gleiche Liebe zum Bankgeheimnis wie Luxemburg, Steuerwettbewerb wie Irland und eine Abneigung gegen die EU wie die Briten.
Besonders lobt das britische Wirtschaftsmagazin die Schuldenbremse, den Föderalismus und die Eindämmung des Zentralstaates zugunsten von Kantonen und Gemeinden. Gleichzeitig habe die Schweiz bei der UBS-Rettung und dem Kampf gegen die Frankenaufwertung bewiesen, dass sie schnell und entschieden handeln könne.

KOMMENTAR: Der Föderalismus, die direkte Demokratie, die Schuldenbremse, der Steuerwettbewerb sind tatsächlich Vorteile, die nach einem Beitritt in die EU aufgegeben werden müssten. Die EU wird aber wohl kaum das Schweizer Modell übernehmen.

Samstag, 19. Juli 2014

Morgen besteht Aussicht auf ein Ende der Hitzewelle 2014

Schön wer eine Klimaanlage hatte oder ein Pool

Schöne Leserphoto - weckt Erinnerungen an die jüngsten Tage der Erholung

Das Bild von Renate S. wurde in Saas Fee gemacht

Gravierende Fälschung beim ZDF




Showchef Fuchs kosten Manipulationen bei Ranking-Show

den Kopf

Wer sind "Deutschlands BESTE"? fragte vor zwei Wochen ZDF die Fernsehzuschauer und manipulierte dann die Antworten selbst.

Wenn das Fernsehen  Resultate fälscht, so ist dies keine Bagatelle. Die Manipulation schadet dem Ruf eines renommierten Senders und untergräbt das Vertrauen.

Die Glaubwürdigkeit ist für jede Fernsehstation eines der höchsten Güter.


Mit dieser dreisten Fälschung wurde das Misstrauen in Umfragen aufs Schlimmste bestätigt.

 

Eingeladene Gäste waren bei "Deutschlands Beste!" hochgestuft worden.
ZDF-Showchef Oliver Fuchs nimmt nach den Manipulationen beim Show-Zweiteiler "Deutschlands Beste" seinen Hut. Doch damit nicht genug: Die Mainzer verwarnen auch zwei Redakteurinnen. In der Show war das Ranking gefälscht worden, um geladenen Gäste besser dastehen zu lassen.
"Fuchs ist mit sofortiger Wirkung freigestellt", sagte ein Sprecher. Ausserdem habe eine Teamleiterin ihre Führungsfunktion eingebüsst, sie sei wie eine weitere Redakteurin abgemahnt worden. Der Showchef wusste laut ZDF nichts von der Manipulation. Das Fehlverhalten habe bei der Redaktion gelegen.

Eingeladene Gäste hochgestuft
Der Sender präsentierte am 2. und 3. Juli im Zweiteiler "Deutschlands Beste!" die angeblich nach Umfragen beliebtesten 50 Frauen und Männer. Die Redaktion hatte dem ZDF zufolge aber das Ranking manipuliert - eingeladene Gäste seien hochgestuft worden. Der Mainzer Sender will die Reihe nun ganz einstellen und weitere Konsequenzen vorschlagen, um einen solchen Fall künftig auszuschliessen.

Was war passiert? Für die Shows gab es drei Umfragen: eine des Instituts Forsa in zwei Stufen, eine via ZDF online und eine der TV-Zeitschrift "Hörzu". Daraus habe aber keine repräsentative Umfrage erstellt werden können. Die Teamleiterin der Redaktion habe deshalb beschlossen, die Online- und die "Hörzu"-Umfragen nicht zu berücksichtigen, ohne die Vorgesetzten zu informieren. Dann habe die Redaktion eigenmächtig die Forsa-Liste verändert.
Beckenbauer und Steinmeier stiegen auf
Beim Ranking lagen Altkanzler Helmut Schmidt und Kanzlerin Angela Merkel jeweils auf Platz eins. Doch Aussenminister Frank-Walter Steinmeier stieg bei den Männern nachträglich von Platz 10 auf 6 auf, Fussballlegende Franz Beckenbauer von 31 auf 9.

ZDF-Moderator Claus Kleber kletterte von Platz 39 auf 28, Michael "Bully" Herbig von 42 auf 36. Finanzminister Wolfgang Schäuble fiel von Platz 6 auf 11, RTL-Anchorman Peter Kloeppel von 27 auf 39, "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer rutschte von 36 auf 42.
Bei den Frauen verbesserte sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von Platz 5 auf 4, Sängerin Helene Fischer stieg von Platz 10 auf 5 auf, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen fiel von Rang 4 auf
Keine Fortsetzung
Der Sender wird die Reihe "Deutschlands Beste!" nicht fortsetzen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Ausserdem werde er Programmausschuss des Fernsehrats Massnahmen vorschlagen, mit denen eine Wiederholung eines solchen Falls ausgeschlossen werden soll. (sda/lmy)

Bild: ZDF/Carmen Sauerbrei

KOMMENTAR: Mit der Glaubwürdigkeit und dem Vertrauen ist es wie mit der Unschuld. Man kann sie nur einmal verlieren.
Für diese gravierende Manipulation in der Ranking-Show gibt es keine Entschuldigung. Auch ein Schönreden wäre nach diesem krassen Vorfall unglaubwürdig.