Montag, 12. Mai 2014

Verhalten vor Mikrofon und Kamera

Ueberzeugen vor Mikrofon und Kamera





Es liegt mir daran, anlässlich unserer Arbeit mit Videofeedback folgende Zusatzinformationen zu vermitteln, die Sie jederzeit zu Hause wieder abrufen können.




Mit dieser kurzen Einführung will ich Ihnen bewusst machen, dass Kommunikation etwas GANZHEITLICHES ist. Wir werden uns vor allem mit der Wirkung der Personen beschäftigen und der Frage nachgehen, weshalb wir im Alltag überzeugen oder auch nicht.

Wir verzichten bei unserer Arbeit  auf rezeptorientierte oder theaterzentrierte Tipps oder Rezepte. Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck und in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können wir nicht einfach alles ungefiltert sagen, was wir denken. Es gilt stets die Balance zu finden zwischen - sich ernst nehmen und sich adressatengerecht verhalten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen NATUERLICHKEIT und KONZESSIONEN gegenüber den Adressaten (Anpassungen). Die Kunst des Ueberzeugens besteht darin, beide Anliegen (Natürlichkeit und Rücksichtnahme) unter einen Hut zu bringen.





Selbstsicherheit ist gut und wichtig. Doch hat übertriebene Selbstdarstellung nichts mehr zu tun mit der geforderten Natürlichkeit. Offen, klar, eindeutig formulieren ist nicht zu Verwechseln mit Taktlosigkeit. Auch wenn Sie Sie selbst bleiben, müssen wir uns immer situativ verhalten. 90 Prozent des Eindrucks wird durch unser Erscheinungsbild und unser Auftreten, unser Verhalten bestimmt.
 


Deshalb sind:

- Die Rolle, die wir innehaben

- unsere Kleider

- unsere Körpersprache

- unsere Stimme

- und das, was wir sagen

keine Nebensächlichkeiten.

Wir müssen in verschiedensten Situationen überzeugen können, ohne Theater zu spielen. Wir müssen künftig unsere Aussagen konkret auf den Punkt zu bringen.

Schwerpunkte unserer Ausbildung sind: Wahrnehmung, Zuhören, Verstehen- Verstanden werden. Verständlichkeitshelfer.

Das Wichtigste vorweg:
Das Zauberwort: EINSTELLUNG

Bei der Einstellung geht es um die innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt die Stimme ebenfalls mit dieser Stimmung überein und der Körper sendet automatisch die Signale, die unserer Einstellung sendet.

Wir können nur überzeugen, wenn unsere EINSTELLUNG mit dem - was wir sagen - übereinstimmt!

Ich kann andere nur überzeugen, wenn ich selbst von meiner Aussage überzeugt bin.

Er ist erstaunlich, wie viel verziehen wird, wenn man die eigene Ueberzeugung - das Feux sacré - spürt. Mein Wunsch für den Alltag: Dran- bleiben und sich weiterhin Spiegel als Lernhelfer zu Nutze machen. Es gibt Hofnarren, denen ich vertrauen kann. Bestimmen Sie Ihre Hofnärrin oder Ihren Hofnarren. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, gilt es nun: TUN - TUN - TUN (lernen Sie weiterhin praxis- und prozessorientiert )

EINIGE HILFREICHE LINKS ZUR VERTIEFUNG DER THEMATIK:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar
  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar
  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar


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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar
  2. Die Balance finden

    Wir müssen die situationsgerechten Balance finden im Spannungsfeld: Ich- Bezogenheit und Integrationsfähigkeit.d.h. Beides darf nicht vernachlässigt werden. ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html -Cached - Similar




    Schwierige Gesprächsituationen

    Es lohnt sich, schwierige Situationen zu simulieren und sich in einem fachgerechten Coaching mit den gewünschten Situationen vor der Kamera ... www.rhetorik.ch/Gespraech/Gespraech.html - Cached - Similar



    LOCKERHEIT IST DAS A und O



    Oeffnung schafft Vertrauen






    Bei allen Kommunikationsprozessen lohnt es sich, vor Gesprächen, Auftritten immer zu kontrollieren, ob der Körper, die Muskeln, die Hände  locker sind.



    Die Lockerheit des Körpers beeinflusst  die Lockerheit im Denken.



    Dank dieser Lockerheit fliesst die Kommunikation.



    Die Spannung im Stresszustand erkennen wir sofort im Gebiss-Hals bereich. Wer sich muskulär verspannt, blockiert auch das Denken.


    Offene Haltung beim Sprechen




    FAZIT: Beginnen Sie nie mit einer Scheinlockerheit. Nehmen Sie sich die Zeit, den Start  zu zelebrieren, bis sie echt locker sind! Selbstverständlich benötigen Sie immer auch eine gewisse Grundspannung. Es gibt bewährte Methoden oder Techniken, diese Lockerheit innert weniger Sekunden zu gewinnen.




    Zur Haltung:

    Geerdet STEHEN - zur Aussage STEHEN
    WURzeln





    Beim Kommunikationscoaching spielt die Haltung eine wichtige Rolle.



    Es zeigt sich, wer geerdet da STEHT -  mit Bodenhaftung - der wird  auch besser verSTANDen.

    Die Stimme klingt auf der senkrechten Wirbelsäule sonorer. Sie ist ausbalancierter.



    Wer groundet (Begriff in den Staaten), wer geerdet da steht, signalisiert, dass er zu seiner Aussage STEHT.  Wer seinen STANDpunkt eindeutig vertritt, wird zwangsläufig auch besser verSTANDen.
    (In unserem fachgerechten Coaching erkennen Sie, wie  die Energie- dank richtigem Verhalten - konkret  zum fliessen gebracht werden kann.


    Fazit: Wer verankert ist, kann auch bei heiklen Kommunikationsprozessen verbale Stürme überstehen.

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Für die Russen dekadent

Der Sieger des SONG CONTEST verwirrt die Russen
Das Urteil über den Sieger CONCHITA WURST ist hart.



 Ich zitiere:

«Der Untergang Europas»

Russische Politiker wetterte gegen die angeblich von Wurst symbolisierte Dekadenz des Westens: Das Ergebnis zeige «Anhängern einer europäischen Integration, was sie dabei erwartet – ein Mädchen mit Bart», twitterte Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Sonntag.
Der nationalistische Abgeordnete Wladimir Schirinowski sagte Europa gar den Untergang voraus. «Das ist das Ende Europas! (...) Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es», sagte Schirinowski im russischen Fernsehen und fügte hinzu: «Vor 50 Jahren hat die sowjetische Armee Österreich besetzt, es freizugeben war ein Fehler, wir hätten dort bleiben sollen.»

KOMMENTAR: Die Wahl dieses androgynen Sängers sehe ich  als Zeichen des Zeitgeistes der Toleranz gegenüber  Schwulen und Lesben. In Russland werden Homosexuelle immer noch geächtet.
Die Beliebigkeit (alles ist möglich) führt zwangläufig zu einer gewissen Verunsicherung und Orientierungslosigkeit.

Sonntag, 11. Mai 2014

Tagi online kennt Blochers Pläne nach dem Rücktritt

Mit Blocher ist nach wie vor zu rechnen.

Er hat nun Zeit zu kämpfen - am Geld wird es beim Oberstrategen wohl auch nicht mangeln




Ich zitiere TAGI-online:

Der Anti-EU-Vordenker will die Schweiz mit einer Propaganda-Lawine überziehen, in der er den drohenden EU-Beitritt an die Wand malt. Obwohl eine Abstimmung über eine institutionellen Anbindung an die EU und eine allfällige Revision der Bestimmungen der Masseneinwanderungsinitiative erst in zwei Jahren zu erwarten ist, will Blocher bereits im Juni mit ersten Veranstaltungen die Propaganda-Schlacht eröffnen.
Mit dieser frühzeitigen Lancierung der Kampagne erwischt Blocher die Befürworter des Bilateralismus auf dem falschen Fuss. Quer durch die Parteien, von der FDP bis zur SP und auch in den Wirtschaftsverbänden, gibt es noch keinerlei strategische und organisatorische Pläne zur unausweichlich kommenden Ausmarchung. Abwarten heisst es unisono bei Economiesuisse, den Sozialdemokraten und bei den Freisinnigen.
Noch hat man keine konkreten Vorstellungen, wie man die Behauptung von Christoph Blocher kontern will, es gehe nächstens nur noch um die Frage EU-Beitritt ja oder nein. Zudem gibt es derzeit bei den Parteien keinerlei Bereitschaft, die Debatte über den Entscheid vom 9. Mai wieder aufzunehmen.
Einzig die Neue Europäische Bewegung Schweiz, kurz NEBS, will sich der Debatte stellen. Sie hegt Pläne, die Verfassungsbestimmungen der Masseneinwanderungsinitiative zu revidieren. Die Pro-Europäer wollen einen Europartikel in der Verfassung verankern. Dieser könnte festlegen, dass die Schweiz die Beziehungen zur EU weiterführt und vertieft sowie die Verletzung der Personenfreizügigkeit mit der EU verhindern.

Volksinitiative geplant

Christoph Blocher will zudem mit einer neuen Volksinitiative das Parlament umbauen und den National- und Ständeräten die Bezüge drastisch kürzen. «Man muss die Entschädigungen auf höchstens einen Drittel eines guten Jahressalärs – sagen wir 50‘000 Franken Jahresfixum – beschränken und die Sitzungsgelder abschaffen», sagt Blocher in dem Interview mit der «SonntagsZeitung» weiter.
Zudem hat es Blocher auf die Kommissionen abgesehen. «Die ständigen Kommissionen mit Ausnahme der Finanzkommission müssen verschwinden und durch Ad-hoc-Kommissionen für konkrete Vorlagen ersetzt werden.» Diese würden sich nach der Beratung über ein Geschäft wieder auflösen. «Dann wird sich das Parlament selber disziplinieren», sagt Blocher. Schon vor einer Parlamentsreform von 1991 tagten die Kommissionen nach Blochers Vorstellung. Mit dem früheren System dauerten die Sitzungen oft nur ein bis zwei Stunden, trotzdem hätten die Parlamentarier ein ganzes Taggeld kassiert, sagte Ruth Lüthi von den Parlamentsdiensten der «SonntagsZeitung»: «Das heutige System ist deshalb effizienter.»
Die Entschädigungen für Parlamentarier in den letzten Jahren mehrmals erhöht. Zuletzt gönnten sich die Parlamentarier 2012 eine Lohnerhöhung von 1000 Franken pro Jahr. Gemäss Angaben der Parlamentsdienste verdienten die 200 Nationalrätinnen und Nationalräte 2013 im Schnitt pro Kopf 138‘108 Franken, die 46 Mitglieder des Ständerats kamen auf je 155‘571 Franken.

Blochers Pläne



KOMMENTAR:
Christoph Blocher darf noch nicht abgeschrieben werden. Er ist ein typisches Wiederaufstehmännchen, der nun nach dem Erfolg bei der Einwanderungsinitiative gestärkt agieren kann.
Er hat jetzt Zeit, seinen Kampf für (s)eine unabhängige Schweiz zu führen.
Das Erfolgsprinzip "Bündelung der Kräfte" dürfen wir nicht unterschätzen - es ist ein Erfolgsprinzip.
Wie ein Zauberer versteht er es - anlässlich seines Rücktrittes aus dem Parlament - einmal mehr, die SVP ins Rampenlicht der Aufmerksamkeit zu stellen.
Ich würde deshalb Blocher noch nicht abschreiben.
Den EU Befürwortern empfehle ich, sich warm anzuziehen. 
 
Was mich bei Blochers Botschaften enorm störte: Dass er das Parlament dermassen in den Dreck zieht. Das gebührt sich nicht. Damit schadete sich der Vollblutpolitiker enorm. Der bekannte Politstratege hätte  sich einen weitsichtigen Politberater leisten können.

100 Jahre Muttertag

Heute feiern wir den MUTTER-Tag!

Ist der Muttertag im Grunde genommen veraltet?
Es gilt zu bedenken:
- Vielen Kindern fehlt eine Mutter, die  so präsent ist wie früher. Es gibt leider immer weniger Mütter - als konstante Bezugspersonen.

- Kinder werden adoptiert
- Traditionelle Familien mit einer Mutter als Bezugsperson und einem leiblichen Vater werden immer seltener.
Dennoch dürfen wir am heutigen Tag allen Müttern danken, die ihre Kraft und Zeit für die Kinder selbstlos  opfern. Dieser Beitrag ist mit keinem Ersatz wettzumachen.
Eine MUTTER ist und bleibt die MUTTER - als nächste Bezugsperson eines leiblichen Kindes.



Für mich hat der MUTTERTAG somit nach wie vor seine Berechtigung!
Allen Müttern sei nach wie vor gedankt für den persönlichen Beitrag an unserer Gesellschaft. Die fehlende Präsenz in der frühkindlichen Phase kann leider  später nicht mehr nachgeholt werden oder mit Geld aufgewogen werden.

Nachlese des SwissMediaForums in LUZERN

Die Standortbestimmung  am SwissMediaForum hat sich gelohnt.

Ich schätzte diese Stunden der Reflektion in Luzern über die derzeitige Situation unserer Medienlandschaft.
Auch die zahlreichen Kontakte mit  wichtigen Persönlichkeiten  aus der Medienwelt waren für mich eine Bereicherung.


Zum Abschluss setzte am Freitag unsere Medienministerin den Schlusspunkt und spielte die Hofnärrin, indem sie den Medien mutig den Spiegel vor die Nase hielt.


Ich zitiere 20 Min:


Bundesrätin Leuthard



«Westschweizer Zeitungen sind besser»

Der Branche fehle es an Ideen, Doris Leuthard am Swiss Medien Forum. Besonders hart ins Gericht ging sie mit den Deutschschweizer Zeitungen.

storybild 

Bundesrätin Doris Leuthard spricht während dem Swiss Media Forum am Freitag, 9. Mai 2014, im KKL in Luzern. (Bild: Keystone/Alexandra wey)

Anlässlich des Swiss Medien Forums in Luzern hat Bundesrätin Doris Leuthard den anwesenden Medienschaffenden den Spiegel vorgehalten. Der Branche fehle es an Ideen, sagte sie. Besonders hart ins Gericht ging sie mit den Deutschschweizer Zeitungen.
«Die Qualität der Zeitungen ist derzeit in der Westschweiz höher», sagte die Medienministerin im Interview in der «Nordwestschweiz» vom Samstag. Die welschen Blätter würden nicht nur oft ganz anders gewichten, sondern Themen häufiger vertiefen und böten «mehr umfassend eingebettete Hintergründe».
Das würde sich Leuthard auch von den regionalen Zeitungen wünschen. Diese «ordnen oft nicht ein und kommentieren nicht», sagte die Bundesrätin. Auch wenn es im Zuge des Strukturwandels zu einer Konzentration gekommen sei, böte sich den Konsumenten hierzulande noch immer eine grosse Vielfalt.
Trotzdem brauche es von Seiten der Medienunternehmer mehr Ideen: «neue Geschäftsmodelle, neue Apps, neue Kanäle, um Informationen zu den Leuten zu bringen». Denn während die ältere Generation mit Tageszeitungen und der Radiosendung «Echo der Zeit» gut abgedeckt sei, informierten sich die Jungen ganz anders. «Da müssen die Medien reagieren.»

Abstimmungsfilme auf YouTube

Eine Expansion ins Ausland sei denkbar. Immerhin gelten die Schweizer Medien gemeinhin als ausgewogen und neutral.
Auch der Bund müsse sich fragen, wie er die Jungen mit vertieften Informationen erreichen kann. Diese Generation sei weder apolitisch noch desinteressiert, spreche aber auf amtliche Verlautbarungsinformation nicht an, sagte Leuthard. «Deshalb überlegen wir uns, ob wir YouTube-Filme zu den Abstimmungen machen sollen.»

(sda)


AUS PERSOENLICH.COM

Stelldichein der Medienbranche

350 Personen aus Medien, Politik und Wirtschaft nahmen teil.
350 Teilnehmer aus Medien, Politik und Wirtschaft verzeichnete das Swiss Media Forum, das am 8. und 9. Mai 2014 im KKL in Luzern stattfand. Neben Referaten und Diskussionen über die Zukunft der Medien kamen auch der gesellige Teil und das Networking nicht zu kurz. 
Im oberen Bild sind zu sehen: Bernard Maissen (Chefredaktor SDA), Roger Schawinski, Wolfgang Büchner (Chefredaktor "Spiegel") sowie Peter Hartmeier (Lemongrass Communications, ehemaliger Chefredaktor des "Tages-Anzeigers")

Sandro Brotz, Andreas Durisch

Diego Yanez, Susanne Wille, Philipp Cueni


 PERSOENLICHE GEDANKENSPLITTER NACH DER VERANSTALTUNG:

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In einer Kaffeepause sagte mein Tischnachbar:
"Leider gilt bei vielen Medien nicht mehr das "Vieraugenprinzip", sondern das "Vier Glaubens-Prinzip". Der Konsument muss das Gelesene nicht mehr verstehen, sondern er hat einfach  die Botschaft zu GLAUBEN. Das saubere Recherchieren unter vier Augen fehlt. 
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Viele FRAGEN wurden zu wertvollen Gedankenanstössen:


- Sollten die Medien nicht vermehrt die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen?

- Könnten die traditionellen Medien nicht auch etwas von den sozialen Medien lernen und  das Zauberwort DIALOG ernster nehmen?

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- Wenn heute Journalisten Themen vermehrt vertiefen sollten und die Rolle von AUFKLAERERN übernehmen müssten, bin ich mir als Blogschreiber bewusst geworden, dass wir auf dem richtigen Weg sind, indem wir Informationen aus der Medienwelt zusätzlich kommentieren, einordnen und  vertiefen.

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Die Moderatorin SUSANNE WILLE hat mich einmal mehr überzeugt. Dank ihrer intensiven Vorbereitung gelang es ihr, locker und hochprofessionell zu moderieren. Ihre Hauptstärke: DIE PRAESENZ  - DIE GEISTESGEGENWART
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Die Veranstaltung in Luzern hat mir zudem bewusst gemacht, dass das Netz nicht kostenpflichtig sein darf. Internet heisst: KEINE HUERDEN AUFBAUEN.
Vertreter des Tagis, der NZZ behaupten zwar, so wie die Verantwortlichen für BILD-online, dass das kostenpflichtige Lesen im Netz der Weg der Zukunft ist. Mit der Einschränkung: Die Beiträge müssten einmalig und spannend sein. Dann werde nämlich für die online Beiträge problemlos bezahlt. Alle Anbieter, die für ihr Produkt Geld verlangen, werden aber nach meiner Prognose vom Gros der Bevölkerung gemieden und ich bin überzeugt: Die Nutzung sinkt mit der Kostenhürde enorm schnell.
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Was mir in Luzern ZU DENKEN gab:
Google kann von uns ein erstaunlich präzises Profil erstellen, das sich vermarkten lässt.  Ein Beispiel:
"Wenn sich Herr Mayer 70% seiner Arbeitszeit in Deutschland aufhält, so könnte man ihm das Handy XY empfehlen, welches sich für ihn bezahlt macht."
Seit 2007  werden laufend Daten  gesammelt. Wir leben unbemerkt im Fichenland GOOGLE -  mit einer immensen Datenspeicherung - die wir nicht mehr kontrollieren können.
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Auch das Thema SICHERHEIT wurde in Luzern angesprochen.
Bei der Briefpost durfte früher der Postbote die Couverts der Briefe nicht öffnen. Die Privatsphäre blieb dadurch stets geschützt. Ein Mail ist im Grunde genommen ein elektronischer Brief. Doch die Mails können heute problemlos geöffnet werden. Die Erstellung eines DNA Profils verdeutlicht,  wie heikel die Frage der Sicherheit geworden ist.
Das Netz wird in den meisten Ländern bei Strafdaten überwacht,  schon bei einem Verdacht. Wir sollten uns  vehement wehren, wenn wir  bereits bei einem  Verdacht überwacht werden. Das  sollte ein "No go" bleiben.
Die Datenhoheit müsste künftig stets beim Betroffenen liegen.
Die heutigen Datenflut benötigt unbedingt gesetzliche Rahmenbedingungen. Die Datenlawine hat in den letzten Jahren eine unvorstellbare Dimension erhalten. Viele Konsumenten sind sich  dessen nicht oder zu wenig bewusst: Wir haben bereits eine Ueberwachung,   die noch umfangreicher ist, als es damals  in der DDR mit ihren Fichen der Fall war. Das globale Registrieren nehmen wir  zu leichtfertig in Kauf.    
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In einem Gespräch mit Peter Rothenbühler unterhielten wir uns über typische VERAENDERUNGEN IN DER MEDIENWELT. Vergleiche machen bewusst: Die Bedeutung der BILDER wächst ständig. Es gibt auch einen Trend zur Boulevardisierung. Peter Rothenbühler wies darauf hin, dass früher VERBEN im Titel nicht zugelassen waren. Heute haben wir ein ganz anderes Sprachverständnis. In der Medienrhetorik wird schon in der Ausbildung die Bedeutung der VERBEN   unterstrichen. 
Haben Sie übrigens gewusst, dass früher in der Zeitung Interviews verboten waren? Es musste indirekt geschrieben werden. Im Glauben, dies sei objektiver.

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Samstag, 10. Mai 2014

Nach dem Rücktritt aus dem Nationalrat müssen wir mit Blocher erst recht rechnen

Blocher rüstet zum Kampf und bündelt die Kräfte.

Der überraschende Rücktritt erfolgte nicht aus gesundheitlichen Gründen.

Ich zitiere TAGI-online:

Blocher bläst zur grossen Schlacht

 

Trotz Rücktritt aus dem Nationalrat: Man wird künftig eher noch mehr als weniger von Christoph Blocher hören. Der 73-Jährige rüstet sich für den Kampf «gegen den schleichenden EU-Beitritt». Mehr...

Kommentar: Es ist ein Wunschdenken der Blocher Gegner, dass der SVP Vordenken physisch angeschlagen sei.  Das Sendungsbewusstsein des Anwaltes für die  UNABHAENGIGKEIT DER SCHWEIZ ist dermassen gross, dass wir noch einige Jahre mit Blocher rechnen müssen. Uebers Wochenende werden wir sicherlich in allen Medien vertiefende Analysen über diesen spektakulären Rücktritt  lesen können. BLICK, der  heute zuerst aus allen Rohren gegen Blocher geschossen hatte, änderte nun überraschend die Taktik und ignoriert derzeit auf der online Plattform das BLOCHER-Thema.
Die Redaktion hatte wohl erkannt: Je mehr der Vollblutplitiker angegriffen wird und über ihn geschrieben wird, desto mehr profitiert der SVP Stratege. Das schlimmste wäre nämlich für ihn, wenn er ignoriert und nicht mehr zur Kenntnis genommen würde. 

Der Rheinfall ist in Gefahr!

Aus TAGI:

Das Spektakel am Rheinfall könnte der Energiewende zum Opfer fallen

Sagt das Schaffhauser Stimmvolk Ja zur Änderung des Wasserwirtschaftsgesetzes, ist der Weg frei für mehr Stromgewinnung am grössten Wasserfall Europas.

Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet eine teilweise Trockenlegung des Naturspektakels: Der Rheinfall bei Neuhausen SH. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)
Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet eine teilweise Trockenlegung des Naturspektakels: Der Rheinfall bei Neuhausen SH. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)














Das Thema der Schaffhauser Abstimmung vom 18. Mai klingt unspektakulär: Geändert werden soll der Artikel 19 des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes (WWG). Doch das unschuldig wirkende Begehren birgt Sprengstoff. Denn die Änderung des Artikels 19 soll es ermöglichen, am Rheinfall ein Wasserkraftwerk zu bauen. In den Abstimmungsunterlagen wird ein mögliches Wasserkraftwerk am Rheinfall zwar nicht erwähnt. Doch Naturschützer, Fischer und zahlreiche Privatpersonen sind überzeugt, dass die Gesetzesänderung einem möglichen Rheinfallkraftwerk Tür und Tor öffnet. Ausserdem bedrohe die Aufweichung von Artikel 19 seltene Äschenlaichgebiete oberhalb des Kraftwerks Schaffhausen, schreibt das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz». Am Rheinfall wäre bei einem Ja zur Änderung des WWG auch das Zürcher Kantonsgebiet mit den Rheinfall-Anrainergemeinden Laufen-Uhwiesen und Dachsen betroffen. Nach geltendem Schaffhauser Recht ist die «Nutzbarmachung der Wasserkraft des Rheins grundsätzlich auf das heutige Mass der Ausnützung beschränkt». Erlaubt ist lediglich ein höherer Ausbeutungsgrad bestehender Kraftwerke mittels technischer Optimierung. Doch die Stromkonzerne Axpo und Enalpin, die bereits ein kleines Rheinfallkraftwerk auf Schaffhauser Seite betreiben, würden das 25 Meter hohe Gefälle gerne für ein weiteres Kraftwerk nutzen.
Politiker wollen Wasserkraft
Angesichts der kommenden Energiewende kann ihrer Ansicht nach auf den Ausbau der Wasserkraft nicht verzichtet werden. Die Mehrheit der Schaffhauser Politiker sieht das genauso. Reto Dubach, Schaffhauser Baudirektor und Verwaltungsrat der Axpo, setzt sich klar für die Aufweichung von Artikel 19 ein. Kantons- und Regierungsrat haben der Änderung des WWG bereits zugestimmt. Das Abstimmungsbüchlein empfiehlt sie auch dem Stimmvolk zur Annahme.
Axpo und Enalpin versuchen, die Existenz von Plänen zum Bau eines zweiten Rheinfallkraftwerks herunterzuspielen. Schon jetzt betreiben die beiden Energiegiganten ein kleines Rheinfallkraftwerk. Die Projektstudie zu einem bedeutend grösseren Kraftwerk möchte die Axpo nicht herausgeben. Sie verweist darauf, dass sie die Studie nur im Auftrag von Enalpin erstellt habe. Doch auch Auftraggeberin Enalpin möchte die Projektstudie nicht herausgeben und verweist an die Energiedienst Holding AG, die zusammen mit der Axpo eine Reihe von Kraftwerken am Rhein betreibt.
Martin Steiger, Verwaltungsratspräsident der Rheinkraftwerk Neuhausen AG und Chef der Energiedienst Holding, sagt, die Bedeutung der Projektstudie werde völlig überbewertet: «Bei den aktuellen Strompreisen ist der Bau eines neuen Kraftwerks sowieso nicht wirtschaftlich.» Die Studie sei eine Ideensammlung. Selbst wenn die Strompreise sich wieder erholen, «hängt die Rentabilität eines Kraftwerks davon ab, wie viel Wasser wann verarbeitet werden kann», sagt Steiger.
Das Komitee «Nein zum Wasserwirtschaftsgesetz» befürchtet, dass die Kraftwerksbetreiber am Rheinfall auf die Nutzung einer Wassermenge von 100 bis 150 Kubikmeter pro Sekunde abzielen. Statt wie gewohnt über die Felsen zu rauschen, zu spritzen und kleine Regenbogen in die Luft zu zaubern, würde das Wasser durch einen unterirdischen Stollen geleitet und erst oberhalb der Brücke bei Nohl wieder in den Rhein fliessen. Die befürchtete Entnahme von 100 Kubikmetern pro Sekunde hat das Nein-Komitee auf der Basis der «Potenzialstudie Wasserkraft für den Kanton Schaffhausen» errechnet.
Das bereits existierende Kraftwerk auf der rechten Seite entnimmt oberhalb des Rheinfalls zwischen 20 und 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. In einem unterirdischen Stollen treibt das Wasser eine Turbine an, die 2012 rund 40 Gigawattstunden Strom produzierte. 2011 wurde das kaum sichtbare Kraftwerk überholt und technisch optimiert. Die Stromproduktion konnte damit nach Angaben der Rheinkraftwerk Neuhausen AG um rund 9 Prozent gesteigert werden. Die Wassermenge, die trotz des Kraftwerks noch über die Felsen tost, liegt je nach Jahreszeit und Wasserführung zwischen 250 und 600 Kubikmetern pro Sekunde. Würden im Winter 100 von 250 Kubikmetern abgezwackt, dürfte selbst das Laienauge dies bemerken.
Steiger ist sich bewusst, dass sich Axpo und Enalpin mit einer Trockenlegung des Rheinfalls keine Freunde machen würden. Der Energiemanager betont denn auch, dass für den Betrieb eines allfälligen neuen Kraftwerks nur so viel Wasser entnommen würde, dass das Tourismusspektakel Rheinfall nicht beeinträchtigt würde. «Tagsüber wäre der Rheinfall so, wie man ihn kennt», verspricht Steiger. Der Grossteil des Wassers würde nach Vorstellung seines Unternehmens in der Nacht entnommen. «Auch wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, braucht man Strom», so Steiger. Wer aus der Atomkraft und anderen grundlast­fähigen Kraftwerken aussteigen wolle, müsse Alternativen anbieten.
Von Kraftwerksplänen zu reden, sei jedoch übertrieben, im Moment handle es sich lediglich um «Denküberlegungen und Diskussionsanstösse». Auch für Regierungsrat Reto Dubach ist die angestrebte Gesetzesänderung nur die «Aufhebung eines Denkverbots». «Kein Kraftwerksbetreiber investiert auch nur einen Franken in eine Projektstudie, wenn er damit rechnen muss, dass die Bevölkerung den Bau am Ende ablehnt.» Wie Steiger betont auch Dubach, dass es sich bei der existierenden Studie lediglich um eine «Projektskizze» handle.
Ob die Änderung des Schaffhauser WWG ausreicht, um das von Dubach beklagte Denkverbot aufzuheben, ist fraglich. Denn auch der Kanton Zürich hat das zürcherische Rheinufer beim Rheinfall sowie das Schloss Laufen und seine Umgebung zum geschützten Gebiet erklärt. Gemäss der «Verordnung zum Schutze des Landschaftsbildes beim Rheinfall» aus dem Jahr 1954 ist eine Bewilligung für Bauten «zu verweigern, wenn eine nachteilige Beeinflussung des Fluss-, Ufer-, Landschafts- oder Ortsbildes oder eines im Interesse des Natur- und Heimatschutzes erhaltungswürdigen Objektes zu befürchten ist».
Kraftwerk auf Zürcher Seite
Gemäss der Projektstudie der Axpo käme ein neues Rheinfallkraftwerk mit höherer Wahrscheinlichkeit auf der Zürcher Seite zustande, wo das Schloss Laufen mit der Jugendherberge steht. Anstatt die Zuschauer auf den erst 2010 ausgebauten Stegen nass zu spritzen, würde ein Teil des Rheinwassers auf der Gemarkung der Gemeinden Dachsen oder Laufen-Uhwiesen durch einen unterirdischen Stollen geleitet. Je nachdem, wo das Wasser wieder in den Rhein geleitet würde, hätte nebst den Kantonen Schaffhausen und Zürich auch das Bundesamt für Energie in Bern noch ein Wort mitzureden oder nicht.
Bereits in diese Überlegungen involviert ist die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkomission (ENHK). Da der Rheinfall sich im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) befindet, muss die ENHK Stellung nehmen, bevor Bauprojekte in Angriff genommen werden. Der Bau eines Velostegs über die Brücke oberhalb des Rheinfalls ist vor wenigen Jahren an den Einwänden der ENHK gescheitert.
Schutzkommission ist kritisch
In einem Gutachten bezeichnet die ENHK den Rheinfall als Wasserfall, «der in Mitteleuropa einmalig ist». Bei Bauvorhaben sei die «ungeschmälerte Erhaltung der attraktiven Fluss- und Kulturlandschaft» zu gewährleisten. Die ENHK betont, dass sie der Produktion erneuerbarer und klimaverträglicher Energien grundsätzlich positiv gegenübersteht. Dennoch sei sie der Ansicht, dass nicht genutzte natürliche Gewässer zumindest innerhalb von BLN-Objekten nicht durch zusätzliche Wasserkraftanlagen beeinträchtigt werden sollen.
Grundsätzlich sollten neue Projekte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien ausserhalb von Schutzgebieten, insbesondere auch von BLN-Gebieten, realisiert werden. Eine allfällige Wasserentnahme dürfe die «Dynamik des Falls nicht in einem Ausmass beeinträchtigen, dass die Lebensraumqualität und der Erlebniswert geschmälert würden. Diese Bedingung könne nur bei der «Entnahme einer gegenüber dem Abfluss klar untergeordneten Wassermenge» erreicht werden. Was das genau heisst, müssten im Falle eines Kraftwerksbaus «vertiefte Analysen und Abflusssimulationen» durch Experten ergeben. Die Schaffhauser entscheiden am 18. Mai letztlich auch darüber, ob am Ende ­Hydrologen und Ingenieure bestimmen, wie viel Wasser noch den Rheinfall hinunterrauscht. (Tages-Anzeiger)
(Erstellt: 06.05.2014, 02:23 Uhr)
Rheinkraftwerke. Zum Vergrössern auf Grafik klicken.

Kraftwerk brächte Fische in Gefahr

Die Änderung des Schaffhauser Wasserwirtschaftsgesetzes bedroht gemäss der Naturschutzorganisation Aqua Viva – Rheinaubund nebst dem Rheinfall auch Laichgebiete der selten gewordenen Äsche. Ausserdem sehen die Vertreter des Nein-Komitees die Schaffhauser Schaaren in Gefahr.

Das Naturschutzgebiet oberhalb des bestehenden Kraftwerks Schaffhausen ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem auch Tiere wie der Eisvogel noch anzutreffen sind. Wird die Staumauer des Kraftwerks Schaffhausen erhöht – was erst durch die Gesetzesänderung möglich würde –, stiege auf der 14 Kilometer langen Konzessionsstrecke der Wasserspiegel. Das würde auch den ­Wasserhaushalt des Feuchtgebietes ­beeinträchtigen.

Fische könnten nicht laichen

Gemäss Aqua Viva würde der angestrebte Höherstau zudem die Ab­lagerung von Schwebstoffen fördern und die Flusssohle oberhalb der Staumauer ­verdichten. Kieslaichende Fische wie die bedrohte Äsche seien aber auf eine ­lockere Flusssohle angewiesen. «Die Äsche legt ihre Eier in lockere Kiesböden, verdichtet sich die Flusssohle, können die Fische keine Laichgruben mehr in den Flussboden schlagen», schreibt Aqua Viva. «Die Sauerstoffzufuhr im Sediment wird durch die Verdichtung der Flusssohle unterbunden, was zum Absterben der Eier und frisch geschlüpften Larven führt», heisst es in einem Abstimmungsflugblatt des Nein-Komitees.

Ein Diagramm zeigt, wie der Rhein vom Bodensee bis Basel durch eine Kette von Kraftwerken gestaut wird und dass die Äsche nur noch auf vier kurzen ­Abschnitten zu finden ist, auf denen der Rhein einigermassen frei fliesst.