Donnerstag, 1. Mai 2014

KRITIK an Kaviar LINKEN

Nicht nur Maurer steht im Fokus der Kritik in den Medien
BLICK titelt:

"Populistische Attacke»

 Empörung wegen Calmy-Reys 3-Mio-Wohnung

Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat sich in Genf eine Eigentumswohnung für 3 Millionen Franken gekauft. Typisch «Kaviar-Linke», schimpfen ihre Gegner.

Nun steht auch die ehemalige, eigenwillige linke Bundesrätin im Fokus der Kritik.
Ob auch die Geschichte - so wie der fragwürdige Witz Maurers - auch bei Calmy zu einem Medienhype führen wird? Ueber den Dominoeffekt  der Kritik eines Beitrages hatte ich mich ausführlich ausgelassen. Nicht immer kommt es zu einem Tsuami in der Presselandschaft. Im Unterschied zu Maurer: Die Attacke gegen Calmy Rey wird als populistisch bezeichnet. Die Attacke gegen Mauer wurde nicht als inszenierte Medienaktion gekennzeichnet, obschon bei Maurers aufgewämten fragwürdigen Witz vieles für eine gezielte  Medien-Kampagene gesprochen hatte.
Ich zitiere Blick:
play Calmy-Rey: Als EU-Mitglied hätte die Schweiz mehr Einfluss (Archiv) (Keystone)
Ch. RieuCh. Rieu
Ch. Rieu, Genf
Adresse ist nur annähernd genau
An dieser Strasse soll die ehemalige Bundesrätin eine Wohnung gekauft haben.

«Kaviar-Schweiz!»

Bertinat schiesst noch schärfer: «Ein Sozialdemokrat ohne Villa ist wie ein Essen ohne Wein, wie eine Sonne ohne Strahlen.» Damit zettelte er auf seiner Facebook-Seite eine heftige Diskussion an, wie «Le Matin» berichtet. Jemand beklagt sich über die «Kaviar-Linken». Andere finden, dass es eine Schande ist, wenn sich ein Sozialdemokrat eine Wohnung kauft.
Doch auch Verteidiger Calmy-Reys melden sich zu Wort. So etwa Christian Bavarel. Er sei geschockt über die populistische Attacke auf die ehemalige Bundesrätin. «Die Gehälter der Räte werden ja offengelegt. Man weiss was sie verdienen. Das Geld ist ehrlich verdient worden und Calmy-Rey kann damit machen, was sie will.» (kmm)
KOMMENTAR: Immer dann, wenn eine Person der Oeffentlichkeit Wein trinkt und Wasser predigt, ist dies ein gefundenes  Fressen für die Medien. Mich nimmt wunder, ob nun  der jüngste Fall Calmy-Reys auch so ekaliert, wie der Medienwirbel nach dem Maurer Witz oder der Empörungswelle nach der früheren Kopftuchgeschichte der Bundesrätin im Iran.  On verra! Bei der Medienwetterlage spielen recht viele Faktoren ein Rolle, die entscheidend sind, ob sich ein Medientaifun entwickeln kann. Es benötigt gleichsam einer Initialzündung.
Nachtrag: 20 Min doppelte bereits  nach



Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey will sich eine teure Wohnung in Genf leisten.

Die Odenwaldschule hat angeblich nichts gelernt

Die Grosszügigkeit und die sexuelle Befreiung der Jugendlichen führte  in der Odenwaldschule in den 68 er Jahren zu pädophilen Handlungen, die von den progressiv denkenden Pädagogen grosszügig geduldet wurden.


Die Realität hat dann aber die fragwürdige Ideologie eingeholt.
Die Befreiung der Jugendlichen gegen eine verklemmte Sexualmoral wurde den antiautoritären Pädagogen allmählich zum Stolperstein.
Die damals gut gemeinte Grosszügigkeit mit grenzenlosen Spielräumen schädigte den Ruf der viel gepriesenen  Odenwaldschule.
Cohn Bendit - auch ein Kind jener angeblich "unverklemmten" Generation - wurde jüngst Opfer der damaligen Grosszügigkeit (hinsichtlich sexuellem Ausleben im Umgang mit Jugendlichen).

LINK:
 

Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
92. 06 Juni 2013. Daniel Cohn-Bendit schlägt momentan seine wichtigste Schlacht: für einmal nicht gegen den politischen Gegner, sondern gegen seine eigene ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/05_28/06_13.pdf

Die Schule scheint nun leider aus dem fragwürdigen Umgang mit Jugendlichen - nach der harten Kritik in den Medien -
nichts gelernt zu haben

Internat im Odenwald: Die vergiftete Schule

 Ich zitiere SPIEGEL:
Odenwaldschule: "Der ist Pädo, da kommt der Pädo" Zur Großansicht
DPA
Odenwaldschule: "Der ist Pädo, da kommt der Pädo"

Die Odenwaldschule scheint kaum Lehren gezogen zu haben aus den Missbräuchen im eigenen Haus: Wieder reagierte man auf Vorwürfe gegen einen Lehrer diskret, keine Meldung ans Schulamt oder an die Staatsanwaltschaft. Nun wird die Zukunft der einst renommierten Schule in Frage gestellt.

Adrian Koerfer ist einer derjenigen, die den Horror an der Odenwaldschule am eigenen Leib erleben mussten. "Der Becker, der Becker, der findet kleine Jungen lecker", sangen die Schüler damals, erzählt Koerfer, 59, heute Vorsitzender des Vereins "Glasbrechen", in dem sich viele Missbrauchsopfer der Odenwaldschule organisiert haben.


In den siebziger und achtziger Jahren hatten der damalige Schulleiter Gerold Becker und mehrere andere Lehrer das Internat am abgelegenen Odenwald-Weiler Ober-Hambach zu einem Ort des massenhaften Kindesmissbrauchs an mehr als 130 Schülerinnen und Schülern gemacht.
Der Verein war 2010 gegründet worden, nachdem das ganze Ausmaß des jahrzehntelangen Missbrauchs an der Odenwaldschule bekannt geworden war. "Glasbrechen" wollte sich um die Opfer von Becker und all den anderen kümmern, die Schule versprach, Lehren aus dem Debakel zu ziehen.
Doch das scheint ihr nicht wirklich gelungen zu sein, nicht nur Koerfer fühlt sich derzeit fatal an die schlimmen alten Zeiten erinnert.

"Und was passierte? Nichts"
Im vergangenen Jahr, das hat Koerfer inzwischen erfahren, gab es wieder einen Spottruf: "Der ist Pädo, da kommt der Pädo", sollen Schüler gerufen haben - in Richtung jenes 32-jährigen Lehrers, der inzwischen zugegeben hat, kinderpornographisches Material aus dem Netz geladen zu haben. Und über den mehrere Schülerinnen und Schüler berichten, er sei gegenüber Minderjährigen zumindest grenzverletzend, vereinzelt wohl auch übergriffig geworden.
"Und was passierte?", fragt Koerfer und gibt sich fassungslos selbst die Antwort: "In beiden Fällen, damals wie heute: nichts."
Spätestens seit einer Klassenfahrt mit Zeltlager in Südfrankreich im vergangenen Jahr hätte die heutige Schulleitung Alarm schlagen müssen. Denn kurz nach der Fahrt kursierten Schüler-Berichte über diesen Lehrer, der in mindestens einer Nacht mit Schülern gemeinsam in einem Zelt übernachtet hatte. Die Einzelzelte von Lehrern und Schülern seien nach langem Regen durchnässt gewesen, wie es zur Erklärung in der Schule heißt.

Es gab ferner Berichte, dass der Lehrer auch an der Schule immer wieder mal im Schlafraum der ihm anvertrauten Schüler aufgetaucht sei. Und es gab den Pädo-Spottruf.
Schule schickte Lehrer auf Fortbildung
Doch außerhalb der Schule erfuhr davon niemand etwas. Nicht die Heimaufsicht des Landkreises Bergstraße, die das Internat kontrollieren soll. Nicht das Staatliche Schulamt, das ebenfalls über das Wohlergehen der Schüler wachen soll. Und schon gar nicht die Staatsanwaltschaft.
Die Schule behandelte den Fall lieber intern. Sie schickte den unter Pädophilie-Verdacht stehenden Lehrer diskret auf eine Fortbildung zum Thema "Grenzverletzung" und hätte wohl bis heute über all das geschwiegen, wenn die Staatsanwaltschaft Darmstadt nicht nach einem Tipp, der sich aus Ermittlungen gegen Kinderpornographie ergeben hatte, am 9. April die Räume des Lehrers an der Schule durchsucht hätte - wovon örtliche Medien einige Tage später Wind bekamen.
Doch die Schule mauerte trotzdem weiter.  Eine Liste mit Fragen, die das besorgte Landratsamt aufgrund kursierender Gerüchte über weitere Vorwürfe gegen den Lehrer an die Schule schickte, ließ die Schulleitung vergangene Woche unbeantwortet: Man habe doch schon alles Wichtige gesagt, richtete ein Rechtsanwalt im Namen der Schule dem Amt kühl aus.

"Es ist alles wie zu meiner Zeit"
Erst am Dienstag, nachdem der empörte Vize-Landrat Matthias Schimpf die Schulleitung zum Rapport bestellt hatte, räumte der Schulleiter Siegfried Däschler-Seiler ein, dass möglicherweise doch noch mehr gegen den Lehrer vorliege. Das habe eine nachträgliche Befragung von Schülern ergeben, hieß es. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen dieser weitergehenden Vorwürfe.


Bis Anfang Oktober muss die Schule ihr Präventions- und Interventionskonzept überarbeiten. Zudem empfehle er "dringend", so Schimpf, auch das Betreuungskonzept des Internats zu überprüfen - das berüchtigte "Familienmodell", nach dem Lehrer als "Familienoberhäupter" unter einem Dach mit Schülergruppen leben. Gerade dieses Modell, warnen Kritiker seit langem, ziehe Pädophile geradezu an, weil es einen besonders engen, kaum kontrollierbaren Kontakt zu den Schülern zulasse.
Missbrauchsopfer Koerfer hat die Hoffnung schon aufgegeben, dass das Internat noch zu retten ist: "Es ist eine vergiftete Schule, die kann man nicht mehr von Grund auf sanieren", sagt er. Momentan sieht alles danach aus, als hätte Koerfer Recht.
Aus 20 Min:




Kommentar: In der heutigen Zeit wird im Umgang mit Jugendlichen sexuelle Grosszügigkeit nicht mehr toleriert,  so wie sie es Cohn Bendit laut seinen alten Aussagen zur angebliche Befreiungspädagogik noch gelobt hatte. Die Bevölkerung lehnt heute derartige Freiräume strikte ab. Die Odenwaldschule müsste desahlb dringend einen Neuanfang wagen - mit klaren Grenzen.

Mittwoch, 30. April 2014

Die traditionlellen 1. Mai Kravalle stehen bevor

Seit Jahren kommentierten wir nach dem 1. Mai die grenzenlose Gewalt  in Zürich.

Zum Beispiel:

1. Mai 2001 ... Mai die Nachdemonstrationen mit dem "Schwarzen Block" trennen laesst. Seit Jahren erlebte ... Für die Krawalle am 1. Mai signalisieren die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_01_2001.html
1. Mai 2007 ... Erste Schätzungen beziffern die entstandenen Schäden eine halbe Million ... Mai -Krawallen besonders viele sensationslustige Handy-Filmer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/05_01/index.html


Gespannt erwarten wir, wie der linke Polizeivorstand Wolff morgen die Sicherheit in Zürich durchsetzen will. Sein Herz schlägt für die Demonstranten.

Seit Jahren geht es um das analoge Dilemma.
Einschreiten und die Krawalle im Keim ersticken  - verbunden mit  dem Vorwurf die Polizeipräsenz habe den schwarzen Block provoziert.

Oder:

Die Randalierer gewähren lassen und grossen Sachschaden in Kauf nehmen - verbunden mit dem Vorwurf: Das Privateigentum werde nicht geschützt!

Wir werden nun sehen, was der Polizeivorstand morgen entscheiden wird. Für ihn ist der 1. Mai angeblich sein Sechseläuten. On verra. Möge das Geläut für ihn morgen auch recht friedlich klingen.
Ich zitiere 20 Min:

Läden am Bellevue rüsten sich gegen Demonstranten

 Wegen der Schlusskundgebung der 1.-Mai-Demonstration auf dem Sechseläutenplatz haben dort ansässige Geschäfte Sicherheitspersonal engagiert und Stahl-Rolläden montiert.

storybildSchaufenster sind am 1. Mai beliebte Ziele von Chaoten.
(Bild: Keystone/Martin Rütschi)

«Stürmen wir die Festung Schweiz!» Das ist das Motto des diesjährigen 1.-Mai-Umzugs, der von der Lagerstrasse über das Limmatquai zum Sechseläutenplatz führt. Die Umgebung ist dabei reich an potenziellen Zielen von Zerstörungswut: Bankfilialen, Juweliergeschäfte, Warenhäuser, das Opernhaus und der Sitz der «Neuen Zürcher Zeitung» waren in der Vergangenheit beliebte Ziele von Schmierereien oder Steinwürfen.


NACHTRAG:  ERSTAUNLICH:
Wolff hat die Bewährungsprobe bestanden! Er schaffte es als linker Alternativer, die Balance zwischen Härte und Flexibilität
 zu finden. Wir gratulieren!
   




Tagi schrieb im Vorfeld :


Bewährungsprobe für Wolff



Interview in der Süddeutschen Z.

Die Info-Lawine


Ständig neue E-Mails und Faxe, dazu Stapel von Post: Wie man die tägliche Informationsflut eindämmt.
Papierberge bewegen sich wie Wanderdünen über den Schreibtisch, Mail-Ordner wachsen ins Monströse - viele Menschen können die Informationsmengen, die sich an ihrem Arbeitsplatz ansammeln, nicht bewältigen. Der Schweizer Kommunikationsexperte Marcus Knill sucht nach Abhilfe.
Arbeitsplatz. Bücherstapel

(Foto: Foto: ddp)
SZ: Poststapel, Mailbox, Faxflut - wie viel Zeit verbringen Büroarbeiter täglich mit dem Sichten von Information?

Knill: Zu viel, nach unserer Erfahrung braucht man mehr als zwei Stunden, um sich aus der Lawine zu wühlen. Schließlich muss man alle Nachrichten lesen - es könnte ja etwas Wichtiges dabei sein.

SZ: Einen hohen Anteil hat die interne Firmenkommunikation. Wie lässt sich die hausgemachte Flut eindämmen?
Knill: Indem man zuerst eine Bestandsaufnahme macht. Wo und wie wird informiert? In Sitzungen, per E-Mail, in der Hauszeitung, auf Charts? Dann sollte man sich fragen, ob alle Informationen bei denen landen, die sie betreffen. Man hört ja auch immer wieder von Mitarbeitern, die sich nicht ausreichend informiert fühlen und darüber klagen, etwa von anstehenden Veränderungen im Betrieb aus der Presse erfahren zu haben.

SZ: Aber es geht ja eher um das Zuviel.

Knill: Und deshalb lautet die wichtigste Frage: Bei wie vielen Adressaten landen Informationen, obwohl diese gar nichts damit anfangen können?

SZ: Ist es denn nicht nachvollziehbar, dass eine Assistentin E-Mails lieber an alle weiterleitet, als sie mühevoll zu bewerten und zuzuordnen?

Knill: Information ist Chefsache. Ein gutes Informationsmanagement muss von höchster Stelle eingeleitet werden. Ein funktionierendes Intranet wirkt zum Beispiel Wunder. Allerdings muss man bereit sein, jemanden zu benennen, der sich ausschließlich mit dem Selektieren, Dosieren und Reduzieren von Nachrichten beschäftigt.

SZ: Wie luxuriös.

Knill: Rechnet sich aber, weil es Zeit spart. Wir haben gerade eine Firma beraten, die eine Viertelstelle für Informationsmanagement eingerichtet hat. Der neue Mitarbeiter hat das Informationssystem so strukturiert, dass jetzt alle Kollegen die Nachrichten, die für sie wirklich wichtig sind, selber einholen müssen. Dazu können sie sich an Stellen bedienen, die im Intranet oder am Schwarzen Brett eigens für ihre Bedürfnisse eingerichtet sind. So entsteht gezielte Information anstelle von überbordender Quantität, die auf Dauer ja sogar desinformiert, weil es für den Empfänger immer schwieriger wird, Zusammenhänge zu erkennen.

SZ: Dass Informationsmanagement betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, leuchtet ein. Wie aber überzeugt man einen Mitarbeiter, der es womöglich genießt, sich hin und wieder zu verzetteln?

Knill: Ein guter Betrieb bringt seine Leute dazu, dass sie sich nicht langweilen wollen. Außerdem: Gute Information macht mehr Lust als schlechte.

Dienstag, 29. April 2014

Was sagen Sie dazu?

aus wgfdl.com

ACHTUNG SATIRE

KOMMENTAR:
Hinkt der Vergleich?
Wenn ja -- weshalb (auch als Satire)?
Gibt es Situationen, bei denen gleichsam für eine "gute " Sache getötet werden darf?
Ihre Meinung interessiert mich. Bitte mailen an: k-k@bluewin.ch


Helden der Moderne?

Der Massenmörder Che Guevara und der Hilfsmassenmörder Breivik.
Das Bild Breiviks ist blasser, unschärfer als das des Massenmörders Guevaras. Das muss so sein.  Hat sich doch das Bild Guevaras in das Gehirn von Millionen von Menschen ohne Widerstand  gegen seine Morde eingeprägt. Bei Breivik wird noch eine Menge Arbeit erforderlich sein, um ihn auf einen ähnlich hohen Tron zu setzen. Zumal er mordsmäßig mit Che Guevara nicht mithalten kann.

Achtung,  das  ist Satire!  Ein Hinweis an die Neuzeit,
in der zwischen Massenmördern unterschieden wird!

Vorbildliche Streitkultur

Viele Ehen gehen in Brüche, weil die Paare nicht gelernt haben, konstruktiv zu streiten.

In vielen Teams ist leider die Meinung verbreitet, dass man immer gleicher Meinung sein müsste.

LINK:
Streiten-aber wie?

29. Juni 2002 ... Autor mit Sportlern im WDR Steitigkeiten müssen nicht immer zum Gattenmord führen. Wer jedoch das "konstruktive Streiten" nicht gelernt hat, ...
www.rhetorik.ch/Streiten/Streiten.html
Ich zitiere ein Künstlerpaar, das gelernt hat, mit Dissens umzugehen (Quelle Blick-online):


Das Komikerduo ist ein eingespieltes Team. Seit 27 Jahren stehen Urs Wehrli und Nadja Sieger gemeinsam auf der Bühne. Für beide ist das auch harte Arbeit. «Nadeschkin kann mich zur Weissglut treiben», sagt Ursus. «Wenn sie nicht auf meine Empfehlungen hört, dann kommt es auch mal zum Krach.» Und umgekehrt genauso. Beide seien sture Köpfe. Sie hätten aber inzwischen gelernt, damit umzugehen. «Wir sind effizienter geworden. Eine Auseinandersetzung dauert nur noch fünf Minuten. Früher konnte das Stunden dauern», sagt Ursus und schmunzelt.


«Wenn man sich zofft, dann ist einem der Inhalt eben wichtig.» Sie streben nicht nach Harmonie. «Denn nur die Auseinandersetzung bringt einen weiter», sagt Nadeschkin. «Dafür gebe ich eher nach», kontert Ursus und wird gleich wieder von Nadeschkin unterbrochen. «Moment mal! Ich finde, dass ich zuerst nachgebe», entgegnet sie. Das Clown-Duo hat aber nicht nur Differenzen. Eine Gemeinsamkeit ist der Turboschlaf. Den gönnen sie sich vor jeder Vorstellung. «Zwanzig Minuten legen wir uns aufs Ohr, das wirkt Wunder», so Ursus.
Auf der Bühne gilt Nadeschkin eher als die Emotionale, während Ursus ruhig Blut bewahrt. «Ich habe die Gesamtübersicht der Bühnenstücke im Griff», sagt er. 
Die beiden Komiker sind über die Jahre richtig dicke Freunde geworden.  
Das Geheimnis ihres Erfolgs: 
«Trotz der kleinen Streitereien 
respektieren wir uns voll und ganz.»

KOMMENTAR: Wer sich die wichtigsten Bausteine der Streitkultur aneignen möchte, kann sich mit uns in Verbindung setzen. Wir konzipieren für Sie ein massgeschneidertes Einzel- oder Gruppen Coaching: "Wie wir im Alltag konstruktiv streiten lernen können."
 Bei uns werden Sie - dank  jahrelangerErfahrung - in kurzer Zeit die wichtigsten Werkzeuge erhalten, damit Sie sich auf der nächsten Lernetappe selbst coachen können. 

Montag, 28. April 2014

Gefundenes Fressen für den Maurer Gegner Jo Lang

Ein deplazierter Witz mit Folgen

Wirbel um Witz

Es gibt Politiker, die sind sich immer noch zu wenig bewusst, dass ihre Gegner ständig darauf lauern, jeden verbalen Ausrutscher sofort dankbar aufzunehmen um ihn medial auszuschlachten. So wie Politiker Brüderle nach seiner  Bemerkung über eine Frau mit ihrem schönen Busen einen Medienwirbel verursacht hatte und beinahe daran gestolpert war, hätte Bundesrat Maurer wissen müssen, dass er sich in der jetzigen Situation keine zusätzlichen Patzer mehr leisten kann. Er hätte auch wissen müssen, dass sein Altherrenwitz nicht in einem Schonraum ausgesprochen wurde. Jo Lang - der Erzfeind Maurers - und alle andern Maurer Gegner (nach seiner Medienschelte sind es wohl nicht wenige Journalisten) haben die Empörung umgehend über den fragwürdigen Witz in den Leitmedien ausgekostet. Dank des Dominoeffektes führte am Montagmorgen die fahrlässige Aussage zu einem Medienwirbel (BLICK- TAGI -20 MIN usw.) Alle nahmen die Geschichte umgehend auf die Frontseite - verbunden mit der Forderung  Jo Langs: Maurer muss weg!
Damit wurde eine Lawine losgetreten mit unabsehbarer Wirkung. Falls jedoch der Medienwirbel zu offensichtlich - als gezielte Aktion gegen den unliebsamen Verteidigungsminister  - gesehen wird, könnte die negative Wirkung wieder abflachen. On verra.
Fazit: Populäre Politiker laufen immer Gefahr, im falschen Moment ins Fettnäpfchen zu treten. Es gibt Themen, die immer TABU sind: Witze über Frauen und Nazivergleiche.   

Ich zitiere 20 Min:

Maurer vergleicht Frauen mit «Gebraucht-Gegenstand»

Bundesrat Ueli Maurer sorgte bei einer Abstimmungskampf-Veranstaltung in Zug für einen Lacher. Bei den Jungen Grünen kam der Auftritt des Bundesrates jedoch gar nicht gut an.

storybildBundesrat Ueli Maurer an der Delegiertenversammlung der SVP (Archivbild) (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

«Wie viele Gebrauchtgegenstände, die 30 Jahre alt sind, haben Sie noch zuhause?», fragte Verteidigungsminister Ueli Maurer an einer Pro-Gripen-Veranstaltung in Zug vor versammelter Menge. Der Bundesrat gab die Antwort gemäss zentral-plus.ch gleich selbst: «Bei uns sind das nicht mehr viele, ausser natürlich die Frau, die den Haushalt schmeisst.» Mit dem Spruch wollte er die Zuhörer überzeugen, dass die 30-jährigen Tiger-Kampfjets ersetzt werden müssen.
Der Auftritt wirft bereits hohe Wellen: «Die Jungen Grünen sind empört über den respektlosen Altherrenwitz», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Die Aussage sei «absolut sexistisch und frauenverachtend». Die Jungen Grünen fordern nun eine öffentliche Entschuldigung, wie sie in einer Mitteilung schreiben.
Der ehemalige Nationalrat Jo Lang geht noch einen Schritt weiter und findet, dass Ueli Maurer nach einer solchen «Frauenbeleidigung» als Bundesrat nicht mehr tragbar ist.
KOMMENTAR: Mich interessieren heute die Leserkommentare. Ich bin mir nicht sicher, ob Ueli Maurer von der Bevölkerung auch dermassen gegeisselt wird, wie von den Journalisten.
NACHTRAG: Die Vorgeschichte zeigt, dass erst in Zug eine Medienkampagne losgetreten wurde, denn für Ueli Maurer ist dieser angeblich sexistische Witz nichts Neues. Er wurde jedenfalls vor ZUG immer toleriert:
Das Westschweizer Fernsehen RTS strahlte heute Abend eine Sequenz von einem Auftritt Maurers vor Wochenfrist in Neuenburg aus, wo er den Scherz offenbar ein erstes Mal machte – auf Französisch.
Wie die «Schweizer Illustrierte» berichtet, kam zudem auch das St. Galler Publikum bereits am vergangenen Donnerstag in den «Genuss» der fragwürdigen Aussage – wenn auch in leicht abgeänderter Form.
«Wenn zu Hause etwas über 30 Jahre alt ist, entsorgen sie es ja auch», soll Maurer an einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer St. Gallen/Appenzell gesagt haben.
Dabei habe der Verteidigungsminister plötzlich in fröhliche Gesichter geblickt, rapportiert das Blatt – und dann sei auch bei Maurer «der Fünfer gefallen»: «Denken Sie jetzt bitte nicht an ihre Frau zu Hause.»

... dann Holziken AG

Bei einer SVP-Veranstaltung in Holziken AG vom letzten Samstag variierte Maurer den Spruch dann abermals.
«Überlegen Sie sich, was zu Hause nach 30 Jahren noch funktioniert?», fragte er dort laut der «Aargauer Zeitung» sein Publikum. Und Maurer antwortete gleich selbst: «Bei mir ist es nur noch die Frau!»

Erst Zug sorgte für Empörung

Für Empörung schien dies jedoch nicht gesorgt zu haben. 

Erst nach dem Auftritt in Zug konnte Jo Lang in der Medienlandschaft ein Feuer der Empörung entfachen.
Wie vermutet, wird nun der inszenierte Protest bereits zum Bumerang. Nachdem eine Kantonsrätin die Frauen aufgefordert hatte, im Internet ein Selfie gegen Maurer zu publizieren, lese ich auf 20 Min folgende Kommentare:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wegen einem Witzli so ein Theater! Die Gesellschaft wird immer humorloser!


  • 576575

    8685
    Erich am 28.04.2014 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Mücke=Elefant

    Jetzt wirds nur noch Peinlich


  • 405404

    8786
    Caro am 28.04.2014 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ja voll peinlic`!

    Aber es spricht ja auch für sich, wenn sich da die Frau Kusano angesprochen fühlt ;-) Übrigens bin ich auch Weiblich (36)und fand den Witz von Ueli super!

Die neusten Leser-Kommentare



  • 32

    109
    Dani am 28.04.2014 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht doch nichts

    Mit alten Gebrauchsgegenständen, die schon lange ausgemustert werden müssten, kennt sich die SVP ja aus: die haben mit Ch. Blocher ja ein Musterbeispiel dafür in der eigenen Partei! :)


  • 32

    76
    Christian Gross am 28.04.2014 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Schweizer Witz

    Die Schweizer und die Deutschen haben Krieg. Und bei den Schweizern heißen die meistens Hans. Ruft der Deutsche: - Hallo Hans. Hallo Fritz. Ja bist du das Hans? Die Schweizer heben verwirrt den Kopf und werden abgeschossen. Witzig, nicht? Ich finde es doch. Oh, Schweizer finden den Joke nicht witzig? Come on wegen eine Witzli so ein Theater! Ja ja gut so lang es nicht dich selbst trifft!