Freitag, 26. Juli 2013

Antworten, wenn sie nicht antworten wollen

Antworttechniken,
wenn wir nicht antworten wollen



Immer wieder werde ich als Berater gefragt, wie man sich verhalten kann, wenn man nicht antworten will und dennoch etwas sagen sollte.
Zur Zeit sammle ich Varianten, wie man antworten kann, wenn man nicht antworten kann oder nicht antworten will. Wenn wir Fragen stoppen möchten, wenn wir nicht wissen, wie man reagieren kann, wenn wir Denk-Zeit gewinnen wollen, wenn wir andere nicht vor den Kopf stossen wollen, usw.

Es würde mich freuen, wenn Sie mithelfen,  mir meinen geplanten Beitrag zu bereichern. Nennen Sie mir konkrete Antwortbeispiele auf k-k@bluewin.ch. Ich werde dann Ihre Version im vorgesehenen Beitrag  später einbauen. Schreiben, Sie mir, ob ich Ihren Namen als Quellenangabe publizieren darf. Vielen Dank fürs Mitdenken. Hier ein paar Beispiele:

Antworten, falls  Sie keine Ahnung haben:

Da bin ich die falsche Ansprechperson.

Ich bin kein Experte, um dies Frage fundiert beantworten zu können.

Das habe ich mich auch schon gefragt.

Auf diese Frage würden Sie wahrscheinlich von zehn Personen zehn verschiedenen Antworten kriegen.

Müsst man diese Frage nicht in Frage stellen?

Ja. Die Frage kenne ich, die Antwort aber nicht.

Sie fragen Sachen.

Diese Frage muss sich jeder selbst geben. 

Themenwechsel:

Können wir über etwas anderes reden?

Diese Frage gehört nicht zum Thema XY.

Wenn Sie auf eine überraschende Frage noch nicht sagen können:

Diese Frage ist typisch von.......

Wir können nicht Aepfel mit Birnen vergleichen.

Beginnt jetzt ein Verhör?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Da muss man differenzieren.

Ich weiss genau, was Sie hören möchten.

Dazu gäbe es viel zu sagen.

Das ist doch hier nicht die Frage!


Das weiss kein Mensch.

Da müsste man ein Kind fragen.

Wer kann diese Frage schon in zwei Sätzen beantworten?

Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss.

Antworten um Zeit zu gewinnen:

Darüber habe ich noch nie nachgedacht.

Da müsst vorher noch Vieles geklärt werden.

Moment, nochmals von vorn: Es geht um....

Darauf komme ich gerne später noch zurück.

Wie bitte?

Sie wollen wissen .......(Frage paraphrasieren, d.h. mit eigenen Worten wiederholen)?

FAZIT:

Vor allem Politiker wünschen von mir Tipps, wie man antworten könnte, ohne sich festzulegen. Sie fürchten, dass man sie später an den verbindlichen Antworten festnageln könnte.

Ich bin kein Befürworter von Menschen, die REDEN und NICHTS SAGEN.
Ich verweise auf folgende LINKS:
 
 
12. Mai 2002 ... "Airbagrhetorik" ist eine defensive Art der Kommunikation. Worthaufen drängen sich zwischen die Gesprächspartner. Diese leeren Worte im ...
www.rhetorik.ch/Airbag/Airbag.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Der Vorteil der Airbag-Rhetorik liegt auf der Hand: Niemand kann die Redner später an den Aussagen messen. Wenn das Pu- blikum solche Standardphrasen  ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/09_07.pdf
Über die fragwürdige Kunst des Redens mit hohlen Worthülsen. Sehen Sie auch die Beiträge über Quasseln und Airbagrhetorik.
www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html
   
   
 
Quasseln, Reden und nichts Sagen, Reden mit leeren Phrasen und Worthuelsen .
www.rhetorik.ch/Quasseln/Quasseln.html


Donnerstag, 25. Juli 2013

Witschaftsführer sind Druck ausgesetzt

Carsten Schloter durfte keine Schwächen zeigen

Der Tod des erfolgreichen Managers der Swisscom macht uns bewusst, dass Wirtschaftsführer an der Spitze einem enormen Druck ausgesetzt sind und die CEOs auch lernen müssen, mit Musse umzugehen.



Ich zitiere cash:

Die Nachricht vom mutmasslichen Selbstmord Carsten Schloters bewegt die Schweiz. Kaum ein Unternehmensführer war hierzulande so bekannt wie der Mann, der als einziger Deutscher ein Unternehmen des Swiss Market Index führte. Und dies seit 2006 erfolgreich tat.
Weshalb macht uns der Tod von Schloter so betroffen? Es ist zunächst einmal das völlig Unerwartete aus einer Wirtschaftswelt, in der von aussen alles reibungslos zu funktionieren scheint. Auch der Freitod von Julius-Bär-CEO Alex Widmer Ende 2008 konsternierte die Schweizer Wirtschaftswelt auf ähnliche Weise.
Schloter stand für Kontinuität, Freundlichkeit, auch Charme. Und was die Swisscom-Mitarbeiter und auch wir Journalisten an Schloter besonders schätzten: Er war nahbar, frei von Arroganz und Abgehobenheit. Schloter nahm sich Zeit für sein Gegenüber.
Wir werden wohl nie erfahren, warum sich Schloter offenbar das Leben nahm. Das ist aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen auch gut. Die Mutmassungen über seinen Tod werden sich nebst den familiären Hintergründen auch um die Art und Weise drehen, wie Schloter arbeitete und wie er seine Freizeit gestaltete.

"Ich versuche, die Grenzen auszureizen", sagte Schloter einmal. Ja: Er war ein Workaholic und schien damit bisweilen etwas zu kokettieren. Das Verschmelzen von Privat- und Geschäftsleben war für ihn selbstverständlich. Schloter hatte schon fast panikartige Angst vor dem Sich-Zurücklehnen. Sonst könne man die Vielfalt und die Reichhaltigkeit der Welt nicht wirklich auskosten, sagte er. Selbstredend war Schloter auch in der Freizeit äusserst aktiv, betrieb Ausdauersport.
Schloter arbeitete zudem in einer Branche, in welcher der Wandel fast minütlich stattfindet und in der es schon für Experten schwierig ist, die technischen Veränderungen zu verarbeiten. iPhone, iPad - die Begeisterung für neue Mobile-Gadgets teilte Schloter mit allen.
Kritik ging an Schloter nicht spurlos vorbei. Sein schwierigster Moment im Unternehmen war die Sanktionsdrohung der Wettbewerbskommission in Sachen Mobilisierungsgebühren, die bei einer halben Milliarde Franken lag. Da werde man auf der Strasse wie ein Verbrecher betrachtet, sagte Schloter vor zwei Jahren. "Das belastet enorm."
Der Swisscom-Chef war aber auch ein Mann, der sich viele Gedanken machte. Und sich selber auch immer hinterfragte. Er investierte mit den obersten Führungskräften viel Zeit in Kultur-, Philosophie- und Psychologiefragen. Und Schloter sagte im Frühling: "Ich stelle bei mir fest, dass ich immer grössere Schwierigkeiten habe, zur Ruhe zu kommen".
Der Tod von Carsten Schloter wirft viele Fragen auf und gibt wenig Antworten. Aber er sollte Anlass für uns sein, sich selber Gedanken über Geschwindigkeit, Belastung und Grenzen zu machen

Kommentar: Ich habe Carsten Schloter als vorbildlichen Kommunikator kennen gelernt, der bei seinen Auftritten - auch vor Mikrofon und Kamera - stets überzeugte. Er verlangte von sich alles und suchte auch körperliche Herausforderungen (Tortour). Die Nachricht von mutmasslichen Selbstmord habe ich vor wenigen Tagen auf einer Alp erfahren, wo  ich einige  Tage bewusst Musse gesucht hatte. Die Nachricht schockierte mich.
Es wurde mir auf 1200 Metern erneut bewusst, dass all jene, die  intensiv und gerne arbeiten (weil es Spass macht und die Belastung kaum bemerkt wird) wichtig ist, die Musse zu pflegen. Auch für mich ist der Beruf gleichsam Berufung geworden. Der Körper erträgt zwar Belastungen. Doch bedarf es unbedingt des Ausgleiches - der bewussten MUSSE. 
LINKS:

23. Nov. 2010 ... Miriam Meckel Professor für Corporate Communication an der Uni St.Gallen hat Probleme mit dem Begriff Burnout, weil er als Depression für ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/11_23/



Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
24. Mai 2012 ... Swisscom-Chef Carsten Schloter war Gast in der Talksendung «Schawinski». Dort überzeugte er vor allem mit einem: dem Spiel mit Beispielen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/05_24/05_12.pdf

Sonntag, 21. Juli 2013

Moritz

Jahrelange hatten wir einen  Dackel als treuen Begleiter. 

Er war damals ein vielgesehener
Rassenhund. Heute ist er leider selten zu sehen. Ich bin sicher, dass dieser eigenwillige Hund mit "Charakter", bald wieder
als intelligenter Begleiter  geschätzt  wird.

Dackel Alexa gilt als Kampfhund

Freitag, 19. Juli 2013

Das Non-Stop Chatten - Ein Problem für Eltern

Non-Stop am Chatten

aus 20 min:

WhatsApp schmälert Einfluss der Eltern

WhatsApp ist die Lieblings-App Schweizer Jugendlicher, zeigt eine neue Studie. Mit der App steigt der Einfluss der Peer-Group. Die Eltern hingegen verlieren an Bedeutung.

 

Non-Stop am Chatten

 



Durch die Non-Stop-Verfügbarkeit der eigenen Freunde können sich Jugendliche heute viel einfacher abkoppeln. (Bild: colourbox)
Der Instant-Messagingdienst WhatsApp ist aus dem Leben vieler Jugendlicher und junger Erwachsener nicht mehr wegzudenken. Für 60 Prozent der 14 bis 25-Jährigen ist es gar die meistgenutzte Smartphone-App überhaupt, wie eine aktuelle Studie der Agentur «jim & jim» ergab.
Die hohe Bedeutung der App bleibt nicht ohne Folgen: Laut Daniel Süss, Medienpsychologe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, hat sie einen unmittelbaren Einfluss auf das Umfeld der Jugendlichen. «Durch die ständige Verfügbarkeit von WhatsApp steigt der Einfluss der Peer-Group», so Süss. Durch die Non-Stop-Verfügbarkeit der eigenen Freunde per Smartphone-App sei es für die Jugendlichen heute dafür viel einfacher, sich vom unmittelbaren Umfeld abzukoppeln - etwa dem gemeinsamen Abendessen mit den Eltern.
Daniela Melone, Leiterin Beratung Eltern Club Schweiz von Pro Juventute, bestätigt, dass sich «Eltern zunehmend wegen Fragen im Umgang mit neuen Medien wie Facebook, Handygebrauch, Chatten – und neu auch What’s App» bei ihnen melden. Der permanente Austausch mit der Peer Group kann laut Melone den Druck auf die Jugendlichen erhöhen, weil diese überall dabei sein wollen. «Das wirft bei Eltern Fragen in der Erziehung auf.»

«Einfluss der Peer-Group kann auch postiv sein»
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Eine starke Peer-Group kann aber auch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Jugendlichen haben, ist Soziologin Emanuela Chiapparini von der Universität Zürich überzeugt. In einer aktuellen Studie untersucht sie den Einfluss von Peer-Groups auf Berufseinsteiger. «Wir konnten zeigen, dass Jugendliche in Peer-Groups beispielsweise einfacher über persönliche Probleme sprechen können als mit ihren Eltern», so die Forscherin. Dies helfe ihnen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und den Alltag zu bewältigen.

KOMMENTAR: Chatten ist im Grunde genommen auch ausserschulisches Lernen. Die Jugendlichen müssen ständig lesen uns schreiben. Elternhaus und Schulen müssen  nur lernen klare Regeln durchzusetzen. Das ist machbar. Viele Jugendliche finden es auch uncool, wenn man beim Zusammensein weniger miteinander spricht, weil das Gegenüber chattet. Auch Schülern kann dies auf die Nerven gehen. Wenn es Eltern und Lehrer nicht mehr fertig bringen, dass Handys während dem Essen lautlos gestellt werden und deponiert werden, ist dies ein Armutszeugnis für die Erziehungsbeauftragten.

Freitag, 12. Juli 2013

Persönlichkeitsentfaltung

Das THEMA der nächsten Woche:

Persönlichkeit entwickeln - aber wie?

PERSOENLICHKEITSENTWICKLUNG

 Der rote Faden

1. Einführung in die Thematik


2. Wer bin ich?


3. Mein Persönlichkeitsprofil 

4. Warum ist Persönlichkeit wichtig?


5. Persönlichkeitsmerkmale


6. Persönlichkeitsentfaltungsmodell
(Welche Fähigkeiten sind bei mir ausgeprägt, welche weniger?
Wie lassen sich die einzelnen Fähigkeiten entwickeln?)


6.1. Umgang mit dem DU (Beziehungsfähigkeit)


6.2. Umgang mit dem ICH (Selbstakzeptanz)


6.3. Umgang mit KONFLIKTEN (Verarbeitungsfähigkeit)


6.4. Umgang mit AKTIVITAET (Arbeitsfähigkeit)


6.5. Umgang mit Problemen, mit NEUEM (Lernfähigkeit),


 6.6. Umgang mit der GRUPPE (Teamfähigkeit)


 6.7. Umgang mit der RUHE (Fähigkeit zur Musse, Psychohygiene)


 6.8. Umgang mit höheren WERTEN (Kultur und Religionsbezug)




 6.9. Nonverbale Kommunikation

7. Führung und Einflussnahme (Motivation)


8. Verantwortung


9. Selbstbewusstsein


10. Das Zauberwort SELBST


11.Wie weiter?




Vorwort:



 Cyril Meier, Leiter for Communications, an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich betonte am Communikation Forum 2013 betonte:"Das Zentralste, was Studenten mitgegeben werden kann, ist die Persönlichkeitskompetenz (Manpower)."

An der SHW wird deshalb die Persönlichkeitsentwicklung gross geschrieben,  indem die Studierenden ihre Stärken und Schwächen kennen lernen. Rhetorik und Psychologie, das Wahrnehmungsmanagement haben einen hohen Stellenwert. Es gibt Leadership Seminare und Rollenspiele d.h. Gezielte Trainingselemente.


1. EINFUEHRUNG IN DIE THEMATIK

Die ETH publiziert folgende Gedanken für Personalführung der Mitarbeitenden:
Suchen Sie einen (aus Ihrer Sicht) wichtigen Gedanken, die hilfreich sein können, sich selbst und anvertraute Personen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung zu fördern:

Ziel- und entwicklungsorientiert führen

Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren
sich mit ihren Aufgaben und kennen ihre Ziele. Ich über-
nehme Verantwortung dafür, dass diese Ziele gemeinsam
erarbeitet werden. Als Vorgesetzte und Vorgesetzter för-
dere ich das eigenverantwortliche Handeln, unterstütze
meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der
Zielerreichung, und evaluiere diese sorgfältig.



Eigenverantwortliches Handeln


Kompetenzen
Delegieren
Mittelbereitstellung
Positives Feedback
Negatives Feedback

...
Vorbildfunktion
Pünktlichkeit
Zuverlässigkeit
Loyalität
Freundlichkeit
Wertschätzung / Respekt
...

Offen informieren und klar reden

Ich informiere rasch, klar und umfassend. Mit meiner
Offenheit und Ehrlichkeit schaffe ich Vertrauen. Ich
pflege einen direkten und respektvollen Dialog auch
dort, wo es um unterschiedliche Sichtweisen und
Konflikte geht.

Regelmässige Teamsitzungen
Konflikte offen ansprechen
Offene Information zum richtigen Zeitpunkt, Klartext sprechen
Privatsphäre wahren
„Kollegialitätsprinzip“
Nicht nur wissen sondern auch tun!
...

Persönliche Entwicklung aktiv unterstützen

Ich kenne das Potenzial meiner Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, entwickle mit ihnen mögliche berufliche
und persönliche Perspektiven und fördere sie mit ent-
sprechenden Aufgaben und Massnahmen.
Gemeinsam Schulungsplan definieren (kurzfristig)
Aufgaben/Ziele mit Verantwortung und Kompetenzen delegieren
Persönliche MA-Perspektiven versuchen zu berücksichtigen
Mitfinanzierung von Weiterbildungen
Laufbahnplanung (langfristig)

...
Teamgeist fördern

Ich fördere die Zusammenarbeit im Team und
binde die Vielfalt der Interessen und Persönlichkeiten
ein.
Bedürfnisse äussern
Privates kennen
Gemeinsamkeiten finden
Znüni
Teamausflug
Erfolge feiern
Einsichtnahme in andere
Arbeiten
Gegenseitige Schulung
Potenzieren
Identifikation
Gemeinsamkeiten pflegen
Wir-Gefühl erzeugen
Klare Aufgabenteilung
Klare Strukturen
Wertschätzen
...

Wandel gestalten

........ verändert und entwickelt sich als ler-
nende Organisation. Ich gestalte diese Veränderungen
aktiv mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
indem ich Potenziale und das Know-how auf allen
Stufen einbeziehe und nutze.

Weiterbildung
Kurse
Seminare
Zukunft adaptieren
Vergleich mit anderen
Umgang mit neuem
Überzeugen statt befehlen
Hintergründe erklären
Agieren statt reagieren
Lösungsvorschläge einholen
Unsicherheiten abbauen
Optionen schaffen
Herausforderungen annehmen
...

Wertschätzender Umgang

Als Vorgesetzte und Vorgesetzter schaffe ich durch
Vertrauen in mein Umfeld und mich selbst, die
Grundlage für einen wertschätzenden und respekt-
vollen Umgang mit meinen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Wir fördern durch diese positive
Grundhaltung die gegenseitige Loyalität auf allen
Ebenen.

Freiräume für Anliegen der
Mitarbeitenden schaffen:
Vertraulichkeit
Respekt
Anliegen ernst nehmen
Vorbildfunktion („Knigge“ etc.)
Zeit nehmen zum zuhören
Grundhaltung: ich bin OK, du bist OK
Selbstkritisch, aktiv mit sich selber aus
einandersetzen
Schulung wertschätzender Umgang
Kultureller Hintergrund
Toleranz
Lob und Tadel im richtigen Zeitpunkt
Positives betonen
Leistungsprämie
Spontanprämie
...

Dienstleistungsgedanken fördern

Als Vorgesetzte und Vorgesetzter fördere ich den
Dienstleistungsgedanken bei den Mitarbeitenden
aktiv. Die Bedürfnisse unserer Kunden stellen wir in
das Zentrum unseres Handelns.

Vorbildfunktion
Freundlichkeit
Kundenorientiert
Unterstützung bei Kundenbedürfnissen
Schulung
Auswertung Kundenumfrage?
Massnahmen umsetzen
Kundeninformation
Auftragsmanagement
Persönliches Feedback suchen und pflegen
Bedürfnisse verstehen
Gute Stimmung schaffen
Innere Bereitschaft fördern

...

2. WER BIN ICH?

http://www.spektrum.de/alias/philosophie/wer-bin-ich/1063967


3. MEIN PERSOENLICHKEITSPROFIL

Erstellen Sie Ihr Persönlichkeitsprofil


In welchen Bereichen Ihrer Persönlichkeit sind Sie unsicher, in welchen selbstbewusst?

Ihre Aufgabe: Lesen Sie die gegensätzlichen Aussagen zu jedem der sechs folgenden Bereiche. Betrachten Sie die Aussagen als eine mögliche Beschreibung Ihrer Persönlichkeit. Stellen Sie sich eine Punkteskala zwischen eins bis fünf vor: Eins bedeutet unsicher, fünf bedeutet sicher. Ordnen Sie sich mit Ihren Aussagen zwischen den beiden gegensätzlichen Polen ein – nach Ihrer jetzigen Position, die Ihr momentanes Verhalten am besten beschreibt, nicht nach Ihrer Idealvorstellung!

Bereich 1: Entscheidungen

Ich akzeptiere generell die Entscheidungen von anderen. (unsicher)
Ich suche nach gemeinsamen Entscheidungen, die durchführbar, wenn auch nicht immer perfekt sind. (selbstbewusst)

Bereich 2: Überzeugung

Ich schließe mich den Meinungen, Verhaltensweisen und Vorstellungen anderer an oder versuche, nicht Partei zu ergreifen. (unsicher)
Ich höre zu und suche nach Ideen, die sich unterscheiden. Ich habe klare Überzeugungen, reagiere aber auf gute Ideen, indem ich meine Meinung äußere. (selbstbewusst)

Bereich 3: Konflikt

Wenn Konflikte auftauchen, versuche ich, neutral zu bleiben oder mich herauszuhalten. (unsicher)
Im Konfliktfall versuche ich die Gründe dafür herauszufinden, die Ursachen und Folgen zu beseitigen. (selbstbewusst)

Bereich 4: Selbstbeherrschung

Im Konfliktfall fühle ich mich unsicher, welche Richtung ich einschlagen soll oder ob ich meine Meinung ändern muss, um weiteren Druck zu vermeiden. (unsicher)
Ich weiß, dass Spannungen Störungen verursachen, deshalb reagiere und vermittle ich auf eine sehr persönliche, freundliche Art. (selbstbewusst)

Bereich 5: Humor

Ich zeige wenig Humor, weil ich befürchte, dass mein Humor von anderen als fehl am Platz angesehen wird. (unsicher)
Mein Humor passt genau in die Situation. Selbst unter Druck behalte ich meinen Sinn für Humor. (selbstbewusst)

Bereich 6: Persönlicher Einsatz

Ich strenge mich nur so weit an, dass ich nicht in den Fokus gerate. (unsicher)
Ich engagiere mich kräftig, andere haben Vertrauen und folgen mir. (selbstbewusst)Sie haben jetzt eine bessere Vorstellung davon, wie Ihr Profil zurzeit aussieht und in welchen Aspekten Sie sich weiterentwickeln können.


4. WARUM IST PERSOENLICHKEIT WICHTIG?

Führen, erziehen und ausbilden heisst in erster Linie "kommunizieren".
Viele Menschen in verantwortlichen Posititionen besitzen oft zu wenig wissen über sich selbst. Mit der Folge: Sie werden im Verhalten vom Autopiloten gesteuert. In kritischen Situationen ist dies gefährlich. Wir müssen dann im nachhinein zugeben: Das Verhalten war unangemessen, übertrieben, nicht wirksam. Etwas in uns hat uns dazu gebracht so unbedacht zu handeln.
Das reine Fach- und Methodewissen genügt heute nicht mehr, um den täglichen komplexen Anforderungen im Beruf gerecht zu werden.
Gefragt sind heute zusätzliche Kompetenzen im Umgang mit anderen Menschen:
- Soziale- und emotionale Kompetenz.
Es gibt Situationen, da genügt das Seminarwissen nicht. Im Alltag werden wir oft überrascht  und - schneller als uns lieb ist - in Konflikte hineingezogen! Wir stossen auf Widerstände, fühlen uns überfordert und verspüren negative Gefühle. Dann helfen uns auch nicht Tipps von Partnern und Kollegen. Etwas ist stärker in uns - wider alle Vernunft, wie es scheint.

Um eine bleibende Verhaltensveränderung zu erreichen, müssen wir über den Erwerb von Techniken hinausgehen. Antrainierte Verhaltensänderung genügt nicht. Sie muss verinnerlicht werden, damit wir nicht in alte Grundmuster zurückfallen.


5. PERSOENLICHKEITSMERKMALE

Big Five - 5 Persönlichkeitsmerkmale

Mit Big Five bezeichnet man die 5 Hauptdimensionen der Persönlichkeit – also die 5 grundsätzlichen Persönlichkeitsmerkmale, nach denen man gesunde Menschen charakterisieren kann.

Die Big Five sind überdauernde Eigenschaften, die sich auf unser Verhalten in konkreten Situationen auswirken. Mit Hilfe des Persönlichkeitstests NEO-FFI von Paul T. Costa und Robert R. McCrae kann man herausfinden, wie das eigene Persönlichkeitsprofil im Hinblick auf die Big Five aussieht.

Die 5 Persönlichkeitsmerkmale sind:

1. Neurotizismus vs. Emotionale Stabilität

Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt, ob wir schnell aus dem emotionalen Gleichgewicht geraten, uns z.B. Uns häufig sorgen  und häufig negative Gefühle (z.B. Angst , Unsicherheit , Traurigkeit Niedergeschlagenheit) erleben, oder eher sorgenfrei, in uns ruhend und in Stress-Situationen  gelassen sind.

2. Introversion vs. Extraversion


Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt, ob wir eher zurückhaltend, zurückgezogen und in uns gekehrt sind oder eher gesellig, selbstsicher und gesprächig. Der Introversion-Extraversion Test  zeigt Ihnen, ob Sie eher zu den introvertierten oder extravertierten Menschen gehören.

3. Offenheit für neue Erfahrungen vs. Konservativ

Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt, ob wir eher experimentierfreudig, wissbegierig und phantasievoll sind oder eher bei Bewährtem und Bekanntem bleiben.

4. Verträglichkeit vs. im Wettstreit mit anderen

Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt, ob uns die Harmonie wichtig ist, wir anderen gegenüber eher hilfsbereit und nachgiebig sind, oder ob wir eher misstrauisch sind und für unsere Interessen kämpfen.

5. Gewissenhaftigkeit

Dieses Persönlichkeitsmerkmal beschreibt, ob wir eher pflichtbewusst, diszipliniert und zuverlässig sind, oder ob wir eher nachlässig und ungenau handeln. Gewissenhafte Menschen sind verlässlich und berechenbar, da sie Verpflichtungen und Versprechen einhalten.


6. DAS PERSONELICHKEITSENTFALTUNGSMODELL

(Welche Fähigkeiten sind bei mir oder meinen anvertrauten Personen ausgeprägt, welche weniger?
Wie lassen sich die einzelnen Fähigkeiten entwickeln?)


Die acht Entfaltungsmöglichkeiten:

Umgang mit dem DU (Beziehungsfähigkeit)

Umgang mit dem ICH (Selbstakzeptanz)

Umgang mit KONFLIKTEN (Verarbeitungsfähigkeit)

Umgang mit AKTIVITAET (Arbeitsfähigkeit)

Umgang mit Problemen, mit NEUEM (Lernfähigkeit),

Umgang mit der GRUPPE (Teamfähigkeit)

Umgang mit der RUHE (Fähigkeit zur Musse, Psychohygiene)

Umgang mit höheren WERTEN (Kultur und Religionsbezug)

7. FUEHREN UND EINFLUSSNAHME

Aus Wikipedia:

Menschenführung umfasst in der Psychologie   alle Maßnahmen von Vorgesetzten, die auf die Kooperation, Koordination und Kommunikation aller Angehörigen einer Organisation einwirken.
In der humanen Ethik ist sie der begründete Versuch, durch eine Führungskraft steuernd und richtungsweisend auf eigenes und fremdes Handeln  mit geeigneten Führungsinstrumenten einzuwirken, um eine Vorstellung von den Führungszielen zu verwirklichen. Führung ist eine Methode, „geführte" Menschen für die gesetzten Ziele zu motivieren und auf den Weg der Erfüllung der Ziele mitzunehmen, für den gemeinsamen Erfolg. Der Führungsprozess ist eine „ständige Begleitung“ der Geführten. Als Geführte können im Rahmen der Individualführung einzelne Personen aber auch Personengruppen genannt werden.
Bei Arbeitsgruppen, Schülergruppen wird auch der speziellere Begriff Teamführung genutzt. Bezieht sich die Führung auf die Gesamtheit aller Mitarbeiter, dann wird von Personalführung  oder Mitarbeiterführung gesprochen. Diese Führungsformen werden im englischen Sprachraum als „leadership“ bezeichnet.




8. VERANTWORTUNG


Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für Ihre Persönlichkeitsentwicklung
Als Führungskraft managen Sie einen eigenen Kompetenzbereich, verantworten das Erreichen von Zielen und führen Mitarbeiter. – Doch vielleicht spüren Sie auch, dass Sie den Zenit Ihrer Fähigkeiten noch nicht erreicht haben. Sie wollen aber nicht einfach nur hier und dort Seminare besuchen oder an Trainings teilnehmen. Sie wollen vielmehr Ihre Persönlichkeitsentwicklung eigenverantwortlich und zielgerichtet in die Hand nehmen,denn Sie wissen, dass in Ihnen noch Potenzial für weitere Karriereschritte steckt:
* Sie wollen sich in Ihrer aktuellen Position noch erfolgreicher einen Namen machen.
* Sie wollen fit für neue Herausforderungen und anspruchsvollere Aufgaben werden.
Traditionell war es üblich, dass der jeweils nächsthöhere Vorgesetzte die von ihm geführten Führungskräfte förderte und für das Unternehmen aufbaute. Die Initiative zur persönlichen Entwicklung ging also von oben nach unten. Diese Zeiten sind in vielen Unternehmen jedoch vorbei. Die Gründe:
* Langfristige Jobsicherheit bei einem Arbeitgeber wird immer seltener. Es reicht nicht, dass Sie lediglich für den Aufstieg in einem Unternehmen gefördert werden. Sie müssen Ihre Marktchancen ständig auf- und ausbauen.
* In Zeiten schneller Veränderungen, die durch die Globalisierung und den technischen Fortschritt bedingt sind, kommen auf Sie Aufgaben zu, mit denen Ihre Führungsvorgänger selbst wenig oder keine Erfahrungen haben.
* Begriffe wie „Ich-AG“, „Selbstvermarktung“ und „Selbstmanagement“ machen den Trend zur Eigenverantwortlichkeit für den beruflichen Erfolg deutlich.
Verlassen Sie sich daher nicht auf die Initiative Ihres Vorgesetzten oder Ihres Personalchefs. Arbeiten Sie selbst an Ihrer Persönlichkeitsentwicklung für Ihre
Karriere.
Schauen Sie über Ihren aktuellen Aufgabenbereich hinaus
Ihr bisheriger beruflicher Erfolg basiert nicht nur auf Ihrem Wissen und Ihrer Leistungsbereitschaft. Sie verfügen auch über ganz individuelle Persönlichkeitsmerkmale und Fähigkeiten, die Ihnen geholfen haben, dort hinzukommen, wo Sie heute stehen. So sind Sie vielleicht
* eine ganz besonders dynamische Persönlichkeit, die nicht lange herumzaudert, sondern Aufgaben zügig anpackt,
* eine besonders ruhige Persönlichkeit, die sich niemals in Aktionismus stürzt, sondern planvoll an Aufgaben herangeht und Entscheidungen nach reiflicher Überlegung trifft,
* ein kommunikativer Mensch, der seine Ziele durch ein breites Beziehungsnetz erreicht,
* ein eher zurückhaltender Mensch, der lieber wenige, aber dafür wertvolle Beziehungen pflegt
Es gibt keinen Standard, wie eine „Erfolgspersönlichkeit“ sein sollte: Schnelligkeit und Kontaktfreude können ebenso Erfolgsmotoren sein wie Bedachtsamkeit und ein zurückhaltendes Wesen. So wie es im Sport den Spruch „Never change a winning team“ gibt, so sagen Karrierecoaches: „Never change a winning personality.“ Das bedeutet für Sie: Ändern Sie sich nicht, sondern stellen Sie Ihre individuellen Stärken fest und bauen Sie diese kontinuierlich aus.

Überlegen Sie doch einmal in Ruhe, welche beruflichen Erfolge Sie in der Vergangenheit errungen haben und wo Sie Defizite sehen. Lassen Sie sich ruhig ein paar Tage Zeit für diese persönliche Rückschau und notieren Sie all das, was Ihnen einfällt.
(Quelle: Vorgesetzter.de)





9. SELBSTBEWUSSTSEIN

Siehe:
http://leben-ohne-limit.com/blog/

10. Das Zauberwort SELBST

 11. WIE WEITER?



****************

Zusammenfassung (SCHLUSSGEDANKEN):



Seine Persönlichkeit zu entwickeln, bedeutet:

* dass wir als Mensch stärker und robuster werden,
* dass wir flexibler darin werden, wie wir mit den Schwierigkeiten des Lebens umgehen,
* dass wir auf eine gesunde Art unabhängiger von anderen werden,
* dass wir offener werden (ohne uns zu verletzlich zu machen),
* dass wir dazulernen, Fähigkeiten stärken oder uns neue Fertigkeiten aneignen,
* dass wir lernen, Krisen und Probleme zu bewältigen,
* dass wir uns selbst immer besser kennenlernen und verstehen
* und dass wir wirksamer werden und lernen, unsere Kräfte geschickter einzusetzen.

Lassen wir uns von dieser Fülle nicht irritieren. Wir können in ganz kleinen Schritten vorgehen. Wir müssen nur ETWAS mit nach Hause nehmen. Niemand hat bei der Entwicklung as Endziel erreicht. Wir werden dort auch nicht ankommen, denn Persönlichkeitsentwicklung ist eine Reise ohne konkretes Ziel. Es ist mehr ein Weg, den man geht, weil die Reise spannend ist, weil es viel zu entdecken gibt und weil es unser Leben interessanter, sinnvoller und erfüllter macht.

„Kleine Schritte“ ist hier tatsächlich das Zauberwort. Es ist es wichtig, möglichst entspannt und locker an die Sache heranzugehen und sich auf jeder Etappe nur ETWAS vorzunehmen.

O.k. … lassen Sie uns die Liste von oben mal durchgehen.

Als Mensch stärker und robuster werden - aber wie?

Will heissen, als Mensch stärker und robuster zu werden, indem wir lernen, uns von Schwierigkeiten, Angriffen, Ungerechtigkeiten, Enttäuschungen oder Verletzungen nicht mehr so  umwerfen zu lassen. Oder: Bei Schwierigkeiten möglichst schnell wieder in die Balance zu kommen.

Entspannungsmethoden, tägliche Psychohygiene oder Achtsamkeitsübungen sind nur einige der vielen Möglichkeiten, besser mit negativen Empfindungen umzugehen und negativen Gedanken die Macht über einen zu nehmen. Damit werden wir als Mensch stärker und robuster.




Zum persönlichen Wachstum gehört auch, auf eine gesunde Art unabhängiger von anderen Menschen zu werden. Wichtige Themen sind hier:

* Grenzen zu setzen,
* Nein sagen zu lernen,
* klar zu kommunizieren,
* die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, auszudrücken und wahrzunehmen,
* oder zu erkennen, ob einem ein anderer Mensch Kraft gibt oder eher Kraft nimmt.

All diese Fähigkeiten helfen uns, unabhängiger und freier zu werden.
Unser Leben wird direkt und indirekt zu einem sehr großen Teil von den Menschen bestimmt, mit denen wir regelmäßig zu tun haben. Deswegen ist es so wichtig, sich mit Menschen zu umgeben, die gut für einen sind und die einem Kraft geben. Auch wenn das manchmal bedeutet, den Kontakt zu bestimmten Menschen einzuschränken, den Kontakt vielleicht sogar abzubrechen und uns Freunde zu suchen, die gut für uns sind und uns auf unserem Weg unterstützen.

Offener werden (ohne uns zu verletzlich zu machen)
Ein Ziel von persönlichem Wachstum ist es, als Mensch offener zu werden. Offener für neue Gedanken und Ideen. Offener für die eigenen Gefühle. Offener für andere Menschen.

Denn wenn wir uns aus einem Schutzimpuls heraus gegenüber dem Leben verschließen, schließen wir damit auch gleichzeitig die guten Dinge aus: Begeisterung, Lebensfreude, Leidenschaft, Übermut, Spiel und Spaß.

Um diese guten Dinge wirklich zu erleben, müssen wir uns öffnen.

Und was es uns einfacher macht, uns zu öffnen, ist wiederum, als Mensch stärker und robuster zu werden. Denn wenn wir uns öffnen, erleben wir natürlich auch Enttäuschungen. Das muss man einkalkulieren und dann damit umgehen. Und je stärker und robuster Sie sind, desto mehr Offenheit können Sie sich erlauben.

Offenheit ist einer der Schlüssel zu einem erfüllenden, interessanten und gut gelebten Leben. Und an der eigenen Offenheit zu arbeiten, ist gut investierte Zeit.
Die eigenen Fähigkeiten stärken oder uns neue Fertigkeiten aneignen
Persönlichkeitsentwicklung bedeutet ja, als Mensch zu wachsen. Und wachsen kann man nur, wenn man seine persönlichen Grenzen erweitert.

Konkret bedeutet das:

* neue Erfahrungen zu machen,
* neue Fähigkeiten zu lernen,
* bestehende Fähigkeiten zu stärken und noch besser in dem zu werden, was wir schon können,
* Situationen zu bewältigen, die man bisher noch nicht bewältigen konnte
* und unsere Probleme aktiv anzugehen und zu überwinden.


Persönlichkeitsentwicklung bedeutet also, ein Mensch zu werden, der mehr erreichen kann, wenn er will. Nicht weil wir falsch oder schlecht sind, wie wir sind. Sondern weil es ein guter Weg ist, wenn wir uns als Mensch gezielt entwickeln und wachsen.

Die einen streben nach einem bequemen Leben. Die anderen streben nach Zerstreuung und Unterhaltung. Wieder andere streben nach Geld und Macht.

Warum also nicht danach streben, zu lernen und zu wachsen und zu dem Menschen zu werden, der man sein könnte.

Krisen bewältigen und Probleme lösen

Dieses Thema ist für viele Menschen der Einstieg in die wunderbare Welt der Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn wir eine Krise oder einen schmerzhaften Punkt in unserem Leben haben, dann haben wir zwei Möglichkeiten:

-  Man kann das Problem von außen lösen, indem man versucht,
* die äußeren Umstände zu ändern,
* indem man die anderen anklagt und von ihnen verlangt, sich zu ändern,
* oder indem man versucht, die Symptome des Problems zu bekämpfen oder zu lindern.

Nehmen wir an, jemand fühlt sich im Job überfordert und hat ständig Magenschmerzen. Wenn derjenige nun versucht, das Problem von außen zu lösen, würde er vielleicht seinen Arbeitsplatz kündigen, seinem Arbeitgeber die Schuld geben, weil er ihm zu viel Druck gemacht hat oder er würde sich in Alkohol und Tabletten flüchten. Das wären Versuche, das Problem von außen zu lösen.

-  Oder der Mensch löst das Problem von innen, indem er:

* Bei sich selbst anfängt und sich selbst ändert,
* lernt, besser mit Druck, Stress und problematischen Dingen umzugehen,
* einschränkende Einstellungen ändert,
* neue und bessere Gewohnheiten lernt,
* und alte Wunden aufarbeitet und heilt.
Natürlich muss man nicht jedes Problem von innen heraus lösen. Manchmal ist es tatsächlich einfacher, die eigene Umgebung zu ändern. Aber meistens ist es deutlich zielführender, bei sich selbst anzufangen, sich selbst zu ändern und als Mensch aus seinen Schwierigkeiten herauszuwachsen.
Uns selbst immer besser kennenlernen und verstehen
Wer anfängt, als Mensch zu wachsen, der wird sich zwangsläufig selbst besser kennenlernen. Selbsterkenntnis ist gleichzeitig ein Ziel und ein Nebenprodukt von persönlichem Wachstum.

Sich selbst zu verstehen und zu kennen, bedeutet:

* dass man weiss, wie man selbst tickt und was einen als Mensch ausmacht (persönliche Eigenschaften),
* dass man weiss, was man braucht, um sich gut zu fühlen und um zufrieden und glücklich zu sein (Bedürfnisse),
* dass man auf dem Schirm hat, was einem wichtig ist und einem etwas bedeutet,
* dass man seine Stärken kennt,
* dass man weiss, was man nicht so gut kann und wo man seine Baustellen hat,
* dass man sich über sein typisches Verhaltensmuster bewusst ist
* und dass man seine eigenen wunden Punkte kennt.

Sich selbst gut zu kennen, bringt meistens ein netteres und verständnisvolleres Verhältnis zu sich selbst mit sich. Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz gehen meistens Hand in Hand. Und Selbsterkenntnis ist zugleich ein Ziel und ein Ergebnis von persönlichem Wachstum.
Wirksamer werden und lernen, unsere Kräfte geschickter einzusetzen
Die meisten Menschen sind sich gar nicht darüber bewusst, was sie im Leben erreichen könnten, wenn sie ihre Ängste überwinden und ihre Kraft besser bündeln würden. Natürlich kann nicht jeder Mensch alles im Leben erreichen. Das zu behaupten, wäre unrealistisch. Aber die meisten Menschen könnten deutlich mehr erreichen, wenn sie sich ihrer Kraft bewusst werden würden.

Allerdings reicht es dazu nicht nur, die eigenen Kräfte zu erkennen. Man muss auch in der Lage sein, die eigene Kraft über einen längeren Zeitraum zu fokussieren. Und man muss sich der typisch menschlichen Stolpersteine bewusst sein und lernen, wie man mit diesen Stolpersteinen umgeht.

Kompetenzen, die einem hier helfen, sind:

* Die Fähigkeit, sich Ziele zu setzen und diese Ziele über längere Zeiträume klar im Bewusstsein zu behalten,
* die Fähigkeit zur Selbstmotivation,
* die Fähigkeit zur Selbstüberwindung,
* die Fähigkeit zur Selbstorganisation,
* Frustrationstoleranz, also die Fähigkeit, Frust aushalten und überwinden zu können
* oder das Wissen, wie man sich äußere Umstände schafft, die einen dabei unterstützen, das eigene Ziel zu erreichen.
Es gibt uns Menschen ein wahnsinnig gutes Gefühl, wenn wir das erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Einen Marathon gelaufen. Die richtige Frau oder den richtigen Mann erobert. Uns einen Job gesucht, der besser zu uns passt. Unseren Chef davon überzeugt, dass wir 3 Monate Auszeit bekommen, um durch die USA zu reisen.

Der Wunsch nach mehr Erfolg oder persönlicher Wirksamkeit ist für viele Menschen der Einstieg in die Persönlichkeitsentwicklung. Denn wenn wir anfangen, als Mensch zu wachsen, verbessert sich oft unser Leben auf allen Ebenen.
Noch einmal zusammengefasst:

Persönlichkeitsentwicklung bedeutet also, dass wir als Mensch stärker, robuster, offener, kompetenter, fähiger, klarer, seelisch gesünder und wirksamer werden.

Und als Nebeneffekt:

* Werden wir selbstbewusster und trauen uns mehr zu,
* werden wir mutiger,
* handeln wir mehr, statt nur zu reden,
* erreichen wir mehr,
* finden wir eher den Platz im Leben, an dem wir gut aufgehoben sind,
* erleben wir öfter Glück und Erfüllung.

Das ist zumindest die Richtung, in die wir uns dabei bewegen. Und jeder kleine Schritt in diese Richtung ist ja für sich genommen schon ein Erfolg und macht unser Leben besser.

Zitate:


Persönlichkeit

„Eine Persönlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles dessen, was gesagt wird, und dessen, wie es gesagt wird.“ Robert Musil (1880-1942), östr. Erzähler, Dramatiker u. Essayist





Persönlichkeit

„Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand auslöschen.“
Aus Kuba



Persönlichkeit


„Gute Ansichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.“


Karl Kraus (1874-1936), östr. Kritiker, Satiriker, Essayist u. Dramatiker 



Persönlichkeit


Ich bin, was ich bin, weil ich getan habe, was ich getan habe.“


Elia Kazan (*1909), amerik. Filmregisseur u. -produzent 


Persönlichkeit

„Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung.“

Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

Querverweise: Prinzip, Zeit, Fortschritt, Grundsatz, Führung, Manager



LINKS:

Mit "The Big Five" werden fünf unabhängige Faktoren bezeichnet, die der Beschreibung von Persönlichkeit dienen. Die fünf Faktoren. I, Extraversion, gesellig ...
www.rhetorik.ch/Bigfive/Bigfive.html
... Beratungen, roter Faden · Beurteilen · The Big-Five (Persönlichkeitsparameter) · Bild und Bildung · Blackouts überwinden · Bossing - Schikane von oben ...
Quelle: diese Geschichte erschien an vielen Orten (wie üblich belassen wir die Referenzen, auch wenn die Webseiten schon verschwunden sind): 1, 2, 3, 4, 5.
www.rhetorik.ch/Management/Management.html