Samstag, 16. März 2013

Franziskus und die Medien

Der neue Papst wurde als medienscheu bezeichnet.
Ich bin der Meinung: Er ist sich der Bedeutung der Medien bewusst und hat zu den Journalisten ein ungestörtes Verhältnis.
Ein Pontifex muss mit den Medien umgehen können.
Franziskus  macht es sehr gut.




Das bestätigen die Bilder an der ersten Medienkonferenz.

Auswüchse der politischen Korrektheit

Ich einem längeren Beitrag habe ich schon einmal die Grenzen und Absurditäten im Umgang mit der weiblichen Form in Texten aufgezeigt (Siehe LINK).

Während der Papstwahl kam es wieder einmal zu einer sonderbaren, fragwürdigen für mich auch absurden Doppelung (Radio SRF):



Alle Katholiken und Katholikinnen

Es würde mich nicht verwundern, wenn dieser Radiojournalist auch sagen würde:

Alle Reformiertinnen und Reformierten


oder:

Alle Atheistinnen und Atheisten

Das erinnert mich an   Auswüchse wie:

 Menschinnen und Menschen oder Gästinnen und Gäste

Weshalb nicht auch:

Liebe Kindinnen und Kinder!


Es lohnt sich - nach wie vor - den gesunden Menschenverstand nicht völlig auszuklammern.     
Ich verweise auf den Lietfaden"feministische Sprache" in rhetorik.ch:

LINK:

Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
 

Freitag, 15. März 2013

Der erste Eindruck des neuen Papstes



Vor dem Mikrofon im Studio des katholischen Fisherman 
Radios durfte ich  vor der offiziellen Aufnahme zufälligerweise die überraschende Papstwahl live mitverfolgen und aus rhetorischer Sicht mit kommentieren.








Marian meets Marcus Knill

Mehrmals im Jahr duelliert sich der Schweizer Jugendbischof Marian Eleganti in einem stündigen Gespräch mit einer Person aus einem anderen Hintergrund.

13. März 2013 – Marian meets Marcus Knill

"Schein oder Sein?
 Wo grenzt Kommunikationstraining an Manipulation?"

In der ersten Ausgabe der neuen Sendereihe "Marian meets" ist der bekannte Kommunikationsberater und Coach Marcus Knill zu Gast. Der Schweizer Jugendbischof Eleganti und der Medienprofi Knill duellieren sich in einem stündigen Live-Gespräch und hinterfragen sich gegenseitig.

Internetauftritt von Marian Eleganti: www.jugendbischof.ch
Internetauftritt von Marcus Knill: www.rhetorik.ch

Live auf Fisherman.FM, 20 bis 21 Uhr

Kommentar:

Unmittelbar vor unserem festgelegten Gespräch im Studio von Radio Fisherman konnten  wir unverhofft die Papstwahl mitverfolgen.
Unvorbereitet konnte ich live meinen ersten Eindruck des neuen Pontifex  schildern.


Zum ersten Eindruck des neuen Papstes:




 Bei der Begegnung einer Person urteilen alle Leute sehr schnell, ob jemand sympathisch ist oder nicht. Dieser Entscheid wird innerhalb weniger Sekunden gefällt. Erstaunlicherweise muss man kein Experte sein, um die Wirkung einer ersten Begegnung zu beurteilen. Auch Laien  erkennen sofort, ob eine Person authentisch auftritt oder ob sie uns etwas vorgaukelt. Mein Vorgehen: Ich beschreibe jeweils zuerst immer  genau das, was ich sehe und achte darauf, wie diese Person auf mich wirkt. Meine Beobachtungen beim Erscheinen des neuen Papstes vor dem Publikum: Franziskus tritt ruhig, sicher und bedacht auf dem Balkon vor der Menschenmasse auf.
Aufrecht - in weiss - steht er gut geerdet da und blickt wohlwollend zum Publikum. Eine Hand streicht er - das Volk gleichsam segnend - vor sich waagrecht hin und her. Stabil,  mit offenem Blick.  Die niedere Lidzahlfrequenz, welche Menschen nicht steuern können, signalisiert trotz verständlicher Spannung innere Lockerheit. Die ungewohnte Begrüssung "guten Abend" wirkt wie ein Eisbrecher. Die Brücke zum Publikum ist errichtet. Die überlange Pause strahlt für mich Sicherheit aus. Franziskus steht sehr lange ruhig da. Die Hände hängen vorerst seitlich am Körper. Kein Schwanken, kein Zittern, keine Signale von Nervosität. Wer sich so präsentiert vor einem Millionenpublikum (den 3800 Journalisten und unzähligen Radio und TV Sendern, die alle auf den neuen Pontifex fokussiert sind), der muss innerlich im Lot sein. Beim "Unser Vater" und während des Ave Marias stelle ich fest: Die Gestik ist natürlich und aussagekräftig, die Stimme auf  einer ausgeglichenen Resonanzlage, die Mimik wohlwollend - ab und zu mit einem bescheidenen, sanften Lächeln.  Das lange Schweigen, die Demut, die angenehme Zurückhaltung - aber ebenso die stattliche, sichere Haltung, die wohlwollende, natürliche Ausstrahlung, dies alles überzeugt mich. Es stimmt als Ganzes überein. Gesamtwirkung: So eine Person  muss sympathisch wirken.  Wir haben einen Menschen vor uns, der Bescheidenheit, Intelligenz und Menschennähe in sich vereint. Dieser erste Eindruck von einer schlichten Person, die auf Menschen zugehen kann, ist während den ersten Minuten noch  nicht beeinflusst von den zahlreichen nachträglichen Zusatzinformationen aus der Presse, die positive oder negative Vorurteile  auslösen könnten. Beispielsweise das Wissen um Herkunft, Vorlieben, Lebensgeschichte usw.

Es nimmt mich wunder, ob das Verhalten des neuen Papstes diesen geschilderten ersten  Eindruck bestätigt oder ob diese Wahrnehmung später revidiert werden muss.
Fazit: Der erste Eindruck  ist immer aufschlussreich. Er prägt jedenfalls die Einstellung gegenüber einer Person.   





 



Donnerstag, 14. März 2013


Begeisterung als Baustein des Erfolges








Offensichtlich  üben zu viele Menschen ihren Job aus, ohne das Gefühl zu haben: "Ich bin in meinem Element - wie ein Fisch im Wasser." Es mangelt meist an Begeisterung.

Wenn die Freude am Tun fehlt, müssen wir uns fragen, was wir unternehmen können, um bei unserer Tätigkeit öfters ein Funken der Begeisterung in den Augen zu haben.

Nur weil wir es gewohnt sind, den Alltag im gleichen Trott zu tun, muss dies nicht unbedingt richtig sein.

Gibt es Möglichkeiten,  unserer Arbeit einen anderen Stellenwert zu geben?








Ja, dies ist möglich. Wir könnten erfüllende Arbeit  verrichten damit die Tätigkeit  uns Freude macht.
Es gibt Wege, die zur Begeisterung beim Job führen:

Ich muss  eine Arbeit suchen und finden, die ich im Idealfall aus tiefster Ueberzeugung ausführen kann. Eine Arbeit die ich gerne verrichte.

Erobern wir uns eine Arbeit zurück, die wir als sinnvolle Tätigkeit empfinden und die uns Spass machen kann.


Leider gehen viele einem Job nach, der in erster Linie  Geld bringt oder vom Umfeld anerkannt wird.
Die Freude am Tun ist  weniger wichtig.

Ich habe  bei mir festgestellt: Wenn ich etwas gerne tue, dann arbeite ich zwangsläufig mehr und länger. Dadurch werde ich immer besser.  Ich erarbeite mir eine aussergewöhnliche Fertigkeit. Dank dieses USP--> dies bedeutet ein  Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition)  werde ich als Arbeitnehmer immer mehr gefragt. Die Kasse stimmt hernach  automatisch.

Fazit: Wer begeistert ist von seiner Arbeit, setzt sich aus Ueberzeugung mehr ein. Er spürt  die positive Resonanz, erntet Anerkennung,  diese spornt dann erneut an. Die Spirale des Erfolges beginnt sich zu drehen.

Ich kenne einen guten Berufsberater. Sein Credo: Suche in erster Linie eine Tätigkeit, die dir Spass macht d.h. die Du gerne machst.

Daraus lässt sich meist ein Beruf entwickeln, der  aus Berufung getan wird. Wir beginnen nicht nur deshalb ein Studium, weil es uns Karriere oder  Ansehen verspricht.

Menschen verfügen oft über  Fähigkeiten, die von Eltern,  Lehrern und Vorgesetzten nicht erkannt worden sind.

Viele Erzieher arbeiten nach starren Schemen. Einmalige Fähigkeiten werden zugeschüttet. Hierzu die wahre Geschichte von Frank (Quelle: Förster, "Hör auf zu arbeiten"):

Frank war ein pfiffiger Erstklässler, der neben tausenderlei Dingen besonders an Mathe interessiert war. Er bekam in den ersten Wochen seiner Schulkarriere zusammen mit seinen Klassenkameraden eine Aufgabe:

Aufgemalt war ein Feld mit zwei Aepfeln drin. Daneben war ein anderes Feld, das war leer. Zwischen den Feldern war ein Pluszeichen. Rechts daneben stand ein Gleichheitszeichen und ein drittes Feld, indem waren sieben Aepfel. Klar, die Aufgabe war so gemeint: Wie viele Aepfel musst du zu den zwei Aepfeln legen, damit du sieben Aepfel bekommst? Ziel des Ganzen: Addieren  lernen - so haben es jedenfalls die lehrplanschreibenden Pädagogen ausgedacht.
Sie haben aber nicht mit dem mathematisch begabten Frank gerechnet. Dem war sofort klar, dass zwei plus fünf sieben ist - ob nun Aepfel oder Autos oder Raumschiffe. Das war ihm zu langweilig.
Er wendete seine Fähigkeiten zum divergierenden Denken an  und malte in das erste Feld mit den beiden Aepfeln noch einen dazu. Jetzt waren es drei. Also malte er vier Aepfel ins zweite Feld.

Er grinste, denn dies fand er witzig. Hey, eins plus sechs gleich zwei plus fünf gleich drei plus vier gleich sieben. Das ist ja cool. Er gab der Lehrerin freudestrahlend das Blatt, und dann setzte das Drama unseres Bildungswesens mit voller Wucht ein: "Nein Frank, das ist falsch! Schau doch mal, da sind zwei Aepfel, nicht drei. Du darfst da keine Aepfel reinmalen, da sind doch schon zwei! Nein das hast du falsch gerechnet. Versuchs noch mal!"
Und hat Frank noch mal gerechnet? Nein hat er  nicht. Er bockte.
(Ende Zitat)







  ERKENNTNIS: Die Freude am Tun, am Denken wird leider oft unbedacht zerstört. Eltern, Erzieher und Vorgesetzte sind sich vielfach nicht bewusst, was Kinder oder Mitarbeiter für Potenziale haben. Ich kenne viele Geschichten, die zeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer einem Kind die Freude am Tun in kurzer Zeit zerstört haben.
Ein Schüler, der eine Mauer mit gefärbten Steinkiesel gemalt hatte, wurde im Zeichnungsunterricht getadelt: "Male es noch einmal!" befahl die Lehrerin. "Die Steine sind grau!"



 




 Der Schüler hatte aber vor wenigen Tagen mit dem Vater zusammen in einer Kiesgrube  Steine gesammelt. Weil es geregnet hatte, fiel dem Kind auf, dass die Steinkiesel farbig sind: Rot, Grün, Weiss sogar Schwarz.
Unprofessionelles Verhalten kann  bereits in früher Kindheit, die Freude am Tun vergällen.





Deshalb gilt es bei unser Arbeit zu ergründen, was uns eigentlich bei unserem Tun Spass macht. Aus Freude am Tun entwickelt sich dann zwangsläufig Begeisterung und Begeisterung ist  ein starkes Fundament unserer "Treppe zum Erfolg".













 

Mittwoch, 13. März 2013

FDP Frauen werden nun doch noch abgestraft

Ich gab schon 2011 zu bedenken. (Zitat):


Marketing und Werbung: Zur Oben-ohne Foto der FDP Frauen

Marcus Knill
Aufmerksamkeit wecken darf nie Selbstzweck sein. Es geht bei der Werbung vor allem auch um die glaubwürdige Übermittlung einer Kernbotschaft. Das Image der FDP wird mit der jüngsten “oben ohne Foto” nicht aufgewertet. Es darf bezweifelt werden, dass durch diese Aktion künftig mehr Frauen in der Verwaltungsräten sitzen.

Ein Ausschnitt aus der neusten Kampagne der FDP Frauen, die ab Donnerstag auf Facebook und ab September im Kino zu sehen sein wird. Ich zitiere 20min.ch: “So sexy haben sich die Freisinnigen Frauen noch nie präsentiert: Mit nackter Brust, nur bedeckt von einem Banner «Nicht mehr oben ohne», posiert Generalsekretärin Claudine Esseiva ab heute Donnerstag auf Facebook für die neuste Kampagne der FDP Frauen. «Der Slogan zielt auf unsere Forderung, dass mehr Frauen in den oberen Etagen von Wirtschaft und Politik vertreten sein müssen», sagt die 32-jährige Generalsekretärin gegenüber 20 Minuten Online. «Mit dem Bild und dem Satz bringen wir das Thema auf den Punkt», ist Esseiva überzeugt.
«Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen»
Esseiva ist aber klar, dass gerade ihr Auftritt einigen zu gewagt sein könnte. «Mit dem Oben-ohne-Foto provozieren wir bewusst. Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen.» Zudem sei das Ziel der Kampagne, junge urbane Frauen anzusprechen, und dies gelinge nur mit einer frischen und frechen Kampagne. Dieser Meinung ist auch Carmen Walker-Späh, Präsidentin der FDP Frauen und betont gegenüber 20 Minuten Online: «Mit der Kampagne wollen wir weg vom feministischen Mief, hin zu einer fortschrittlichen liberalen Politik, die auch einmal lustvoll sein darf.»
Mein Kommentar: Selbstverständlich hat die Oben-ohne Foto ein Teilziel erreicht. Sie macht immerhin von sich reden. Doch müssen wir uns fragen, ob die “Pin-up-Aktion” hinsichtlich Imageförderung und Botschaftenmanagement der FDP langfristig Erfolg hat. Für mich wird dieser verzweifelte Versuch mit einer provokativen Foto, die
bewusst aneckt und der FDP das Image einer frechen, frischen Partei vermitteln soll, keine Ernte einfahren wird. Bei politischen Werbeaktionen ist die Wirkung beim Adressaten (Stimmvolk) ausschlaggebend. Ich habe 20 Personen das Bild gezeigt. Das Echo war ernüchternd: Muss dies sein? Weshalb hat sich die FDP nicht von Marketing-Profis beraten lassen?  war zu hören. Nur eine Minderheit fand die Aktion modern und frech. Niemand diskutierte über den Frauenanteil auf den Chefetagen.
Mit dem Pin-up-Girl lösen sich die FDP Frauen auch nicht vom feministischen Mief. Sie unterstreichen höchstens zusätzlich die Frau als Sexobjekt. Meine kritischen Gedanken zu der Playboyaktion der deutschen Fussballerinnen bestätigten mir, wie Themen mit Frauen als Sexobjekt polarisieren. Die einen finden solche Aktionen modern, unverkampft und gut. Andere lehnen jegliche Versuche ab, mit der Frau als Sexobjekt zu spielen. Nach meinem Dafürhalten ist immer das Resultat der Werbung ausschlaggebend. In diesem Fall bezweifle ich, dass auf Grund des “Oben – ohne Auftrittes” die Frauen der FDP im Herbst mehr Stimmen bringen werden und künftig etwas getan wird, damit  mehr Frauen in den Verwaltungsräten sitzen. Ich bin ferner davon überzeugt, dass meine Bedenken auch von vielen Marketingspezialisten geteilt werden. Der Erfolg der Kampagne zeigt erst später, ob eine Werbung gut war. On verra!


Kommentar: "In verra" schrieb ich damals am Schluss des Blogs. Nun ist es soweit. Die FDP Frauen eckten  parteiintern erneut an, weil sie sich gegen die Parteiparole bei der Fremdbetreuung stellte.  Ich zitiere 20 Min:

Die FDP hat der Frauen-Generalsekretärin Claudine Esseiva einen Maulkorb verpasst. Während die Parteispitze schweigt, stellt sich Ständerätin Christine Egerszegi hinter das Enfant terrible der Freisinnigen.

storybildGeneralsekretärin der FDP-Frauen Claudine Esseiva sorgt für Wirbel.
 
Nicht nur einmal haben sich die FDP-Frauen politisch gegen die Mutterpartei gestellt. Nun kommt die Generalsekretärin Claudine Esseiva für den eigenwilligen Kurs an die Kasse. Die FDP hat ihr kurzerhand einen Maulkorb verpasst, wie «Le Matin» berichtet. Ausserdem soll Esseiva laut dem «Sonntag» zur einfachen Sekretärin degradiert werden. Offiziell aus Spargründen. Doch hinter vorgehaltener Hand kritisiert man ihr «unmögliches Verhalten» und ärgert sich über den medialen Wirbel, den sie verursachte. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Ja-Parole zum Familienartikel – entgegen dem Nein der FDP. Davor hatten die FDP-Frauen offensiv für eine Geschlechterquote beim Staat geworben. 2012 war Esseiva an der Spitze der Kampagne gegen die Initiative «Abtreibung ist Privatsache». Und unvergessen ist auch die Kampagne, in der Esseiva mit nacktem Oberkörper für mehr Frauen in der Chefetage warb.

 «Kein Kommentar», sagt  Esseiva selbst und verweist auf die Präsidentin der FDP-Frauen Carmen Walker Späh. Walker Späh sagt nur: «Die Geschäftsleitung der FDP-Frauen Schweiz steht geschlossen hinter der Generalsekretärin.»

«Esseiva ist Ausdruck von FDP-internem Spannungsfeld»

«In der Tendenz sind bürgerliche Frauen linker, feministischer, ökologischer und progressiver als ihre männlichen Kollegen», sagt Politologe Louis Perron. Der Fall Esseiva sei Ausdruck dieses Spannungsfeldes. «Die FDP-Elite ist eher konservativ und altväterlich.» Die Freiburgerin habe sehr pointiert auf Themen aufmerksam gemacht, die die FDP in den letzten Jahren verschlafen habe. «Modernisiert sich die FDP im politischen Alltag nicht bald, läuft sie Gefahr weiter Wähler an die Grünliberalen zu verlieren.»

Fazit: Es schadet jeder Partei, wenn der Spaltpilz Einsitz nimmt. Die Kommunikationsregel lautet:
Differenzen intern bereinigen! Nach aussen mit einer Stimme sprechen! Die Wäsche muss intern gewaschen werden, nicht in der Oeffentlichkeit. Insoweit hat Claudine Esseiva recht, wenn sie in dieser Situation schweigt.

Dienstag, 12. März 2013

Kommentar zum Schweiger Tatort

Ich zitiere Bild:







  • Wie fanden Sie den neuen Schweiger- ?: Kommissar „Nuschel“ Tatort: Willkommen in Hamburg: Die besten und die schlechtesten Szenen tatort


Was sagt Krimi-Deutschland zum neuen Schweiger-„Tatort“?


Bei einem waren sich viele einig: Das war ein Nuschel-Tatort. Teilweise waren weder Schweiger, noch seine Tochter oder sein Partner Fahri Yardim deutlich zu verstehen.


So schreibt Steph Tøgel auf Facebook: „Nuschelnator“. Und Claudia Fischer auf Facebook: „Vorhin habe ich echt geglaubt, die sprechen chinesisch, ich versteh teilweise kein Wort.“

Tagi kommentiert:

Die Rollen waren klar verteilt. Hier die bösen Gangster, dort Hamburg-Neuling Tschiller – dessen Arbeit von seinen Vorgesetzten unterminiert wurde. Hatte die Polizei mit dem mächtigen Astan-Clan doch einen «Kiezfrieden» geschlossen, sodass die Bande Hamburgs fiese Wirtschaftskapitäne mit Ostblock-Mädchen versorgen konnte. Damit wusste Tschiller, dessen eigene Tochter im Alter der Prostituierten ist, natürlich nichts anzufangen. Im Showdown schlug der Bodycount nochmals tüchtig aus.
 



Übrigens: 

Die Schlägerszenen, das viele Blut hat immerhin 30% der Konsumenten gefallen. Wenn jedoch der Tatort aus der Sicht des Konzeptes, des roten Fadens, Verständlichkeit beleuchtet wird, dann kommt dieser Krimi sehr schlecht weg. Ballern und Action allein genügt nicht. Das Schwarz-weiss Schema (gut-böse) war zu plump. 
Was ich mich bei diesem Film als Kommunikationsberater frage: Weshalb darf ein Schauspieler so unverständlich nuscheln, dass er auch von Normalhörenden kaum verstanden wird? Das ist eigentlich eine Zumutung. Wer gehofft hatte, jene Aera von Filmen, die bewusst den Ton vernachlässigt haben und Dialoge mit  Hintergrundmusik bewusst "stören", währen Vergangenheit; der hat sich getäuscht. Verständlichkeit ist und bleibt etwas vom Wichtigsten bei allen Kommunikationsprozessen - auch beim Film. 

ECHOS zum Nuschelkönig:

BILD.TV – Die Top-Videos


  1. Wer nuschelt so spät durch Nacht und Wind, es ist der Schweiger mit seinem Kind. #Tatort #TilSchweiger (hey, das hat er selbst gesagt!)
  2. Ein #tatort mit Semmelrogge UND Til Schweiger. Das verkraftet der Logopädenverband nicht.
  3. Kommentar zum #Tatort: Mich beschleicht der Verdacht, dass über die neu erzwungenen Gebühren pro Haushalt die Munition finanziert wird.
  4. Der nächste Tatort sollte der Einfachheit halber direkt im Apple Store spielen! #tatort
  5. gleich wird alles in einem manta-rennen entschieden. #tatort
  6. Und gleich humpelt er blutend in den Sonnenuntergang. Vermutlich trägt er dabei eine Bewusstlose auf Händen. #Tatort
  7. Nach Kein-Ohr-Hase und Zwei-Ohr-Küken jetzt Drei-Schuss-Daneben. #Tatort
  8. #Tatort Bei den ganzen Mädeln mit irgendwie osteuropäischem Akzent, fällt gar nicht auf, dass der Schweiger nicht ordentlich spricht.
  9. Til Schweiger singt auf der neuen Nuschelrock übrigens alle Lieder. #Tatort
  

Montag, 11. März 2013

Das Image und das Geld





Mir war klar, dass Vasella mit seinen Millionen in der Schweiz nicht mehr glücklich leben kann. Trotz seines immensen Vermögens, trotz der These "Geld macht sexy", wird er, seine Frau und seine Kinder als Abzockerfamilie stigmatisiert bleiben. Wo immer sie auftreten: Auf der Strasse, an Partys im Alltag. Das negative Image würden sie nicht so leicht los.
Dass Vasella auswandern wird, lag somit in der Luft.
LINK:

18. Okt. 2009 ... Christian Fichters Team an der Universität Zürich ist auf Imageforschung spezialisiert. Eine Untersuchung des Teams wurde im Scheizer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/index.html