Dienstag, 6. November 2012


Authentizität: Bin ich ein Original oder eine Fälschung?


Menschen, die authentisch sind, mögen sich in der Regel so, wie sie sind.




Mut zur Authentizität

Authentisch sein, heisst mit sich im Lot sein, sich akzeptieren.
In der Regel stelle ich bei Weiterbildungen fest, dass es oft ein längerer Prozesse ist von der Konfrontation mit der eigenen Person (beim Videofeedback) bis hin zur Phase des "sich Akzeptierens".

Werde, die Du bist, und Du willst keine andere mehr sein oder wie Oscar Wilde schon sagte: Be yourself, everyone else is already taken!

Montag, 5. November 2012

„Rhetorik – eine praxisorientierte Vertiefung“





Zur Einstimmung des vertraulichen individuellen Coachings während dieser Woche können Sie als CEO auf Ihrer bisherigen Rhetorikausbildung aufbauen.  Sie sind alles Kommunikationsprofis, denn Kommunikation ist bekanntlich Chefsache.  Ich freue mich auf das bevorstehende Intensivseminar.
Wir arbeiten mit professionellem Videofeedback. Sie werden in der Selbstbeurteilung erkennen, dass Sie besser sind, als Sie es vermutet haben. Anfänger erstaunt dieses Phänomen. Obschon die Kamera ein Stressfaktor ist und sie für viele einer  Röntgenkamera gleichkommt, so kann das Fernsehbild nicht mit einem Schirmbild verglichen werden. Vieles, was in ihrem Kopf vorgeht, sieht das Publikum nicht. Unsere Aufnahmen werden nicht manipuliert. Sie werden dank eines ausgebildeten Kameramannes einen möglichst neutralen Videospiegel vorgesetzt bekommen (So wie sie vom Gegenüber wahrgenommen werden) und können dadurch  die Wirkung Ihrer Persönlichkeit selbst erkennen.   Ihre Stärken und allfällige Defizite werden Ihnen rasch bewusst . Die vertraulichen Aufnahmen werden sofort gelöscht.
Mir geht es im bevorstehenden Coaching vor allem darum, dass Sie bei Kommunikationsprozessen überzeugen und bei Ihrem Optimierungsprozess sehen, was bei der Auftrittskompetenz wichtig ist:


- Echtheit ist gefragt.


- Sie müssen verstanden werden!


- Sie werden nach dem Coaching die wichtigsten bewährten Bausteine der Rhetorik kennen.



- Kommunikationsprozesse werden  Sie situationsgerechter VEREINFACHEN können.

- In unserem Modul werden Sie am Schluss befähigt,  nachher selbständig das Gelernte festigen zu können.


- Sie werden nach einigen Wochen die Nachhaltigkeit selbst überprüfen können und überprüfen können, ob sich die Ausbildungstage gelohnt haben.



Am bevorstehenden Intensivseminar erhalten Sie eine Dokumentation.
Hier zur Einstimmung nur noch ein paar Grundsatzartikel, die Sie überfliegen oder nachträglich lesen können.

Dieser Animationstext wird nicht gelöscht.


EINIGE HILFREICHE LINKS ZUR VERTIEFUNG DER THEMATIK:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar
  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar
  1. Natuerliche Kommunikation

    Kommunikation, Training, Natuerlichkeit Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Natuerlich/Natuerlich.html - Cached - Similar
  2. [PDF]

    IST NATÜRLICHES KOMMUNIZIEREN LERNBAR?

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML 22. Juni 2005 ... Willkommen im Simulator: Natürlich kommunizieren? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ... ernst ist – alles andere als natürlich ist. Die ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_22/06_2005_black.pdf - Similar


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  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar




  2. Aus der Praxis für die Praxis:

     
























    LOCKERHEIT IST DAS A und O



    Oeffnung schafft Vertrauen





    Bei allen Kommunikationsprozessen lohnt es sich, vor Gesprächen, Auftritten immer zu kontrollieren, ob der Körper, die Muskeln, die Hände  locker sind.

    Die Lockerheit des Körpers beeinflusst  die Lockerheit im Denken.

    Dank dieser Lockerheit fliesst die Kommunikation.

    Die Spannung im Stresszustand erkennen wir sofort im Gebiss-Hals bereich. Wer sich muskulär verspannt, blockiert auch das Denken.


    Offene Haltung beim Sprechen




    FAZIT: Beginnen Sie nie mit einer Scheinlockerheit. Nehmen Sie sich die Zeit, den Start  zu zelebrieren, bis sie echt locker sind! Selbstverständlich benötigen Sie immer auch eine gewisse Grundspannung. Es gibt bewährte Methoden oder Techniken, diese Lockerheit innert weniger Sekunden zu gewinnen.

    Zur Haltung:
    Geerdet STEHEN - zur Aussage STEHEN
    WURzeln






    Beim Kommunikationscoaching spielt die Haltung eine wichtige Rolle.

    Es zeigt sich, wer geerdet da STEHT -  mit Bodenhaftung - der wird  auch besser verSTANDen.
    Die Stimme klingt auf der senkrechten Wirbelsäule sonorer. Sie ist ausbalancierter.

    Wer goundet (Begriff in den Staaten), wer geerdet da steht, signalisiert, dass er zu seiner Aussage STEHT.  Wer seinen STANDpunkt eindeutig vertritt, wird zwangsläufig auch besser verSTANDen.
    (In unserem fachgerechten Coaching erkennen Sie, wie  die Energie- dank richtigem Verhalten - konkret  zum fliessen gebracht werden kann.

    Fazit: Wer verankert ist, kann auch bei heiklen Kommunikationsprozessen verbale Stürme überstehen. 




    DAS WICHTIGSTE IN KUERZE


    1. VORBEREITUNG




    Vor dem Anlass die Aussagen (Argumente) nochmals gedanklich durchgehen. Ohne Manuskript!
    - Welches ist die Kernaussage?
    - Wie vermittle ich diese Kernbotschaft dem entsprechenden Publikum, damit sie ankommt?
    Link:


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    1. Vorbereitung unter Zeitdruck

      Das bedingt eine besondere Vorbereitung, die auch unter Zeitdruck beherrschen weren müssen. Links zum Thema: Antizipieren, Zeitmanagement ...www.rhetorik.ch/Vorbereitung/Vorbereitung.html -Cached - Similar

    2. KURZ VOR DEM AUFRITT


    Sich lockern 

    Entspannt



    Muskeln lockern - Kiefer - Zunge - Gesicht. Evt. auf die Brust trommeln.



    3. NATUERLICH BLEIBEN



    Sich nie so benehmen, wie man meint, dass es andere von mir erwarten. Niemanden imitieren.



    4. KEINE NEBENGEDANKEN



    Viele überlegen sich, wohin mit den Händen.Weder an die Hände noch die Augen denken.Denken Sie an das Denken und sprechen Sie das Gegenüber an (einzelne Personen im Publikum). Wenn Sie ganz bei der Sache sind, können Sie sich unzählige Fehler leisten. Wer authentisch bleibt und adressatengerecht spricht, überzeugt. 


     


    5. EINE GEWISSE GRUNDSPANNUNG IST NOTWENDIG
    Benutzeravatar

    Mit der Grundspannung ist der positive Stress gemeint. Wer jedoch Angst hat, nimmt sich eigentlich zu wichtig. Die Zuhörer setzen sich in erster Linie mit dem Inhalt der Botschaft auseinander. Nur Referenten, die verkrampft sind und sich sonderbar verhalten, werden zum Thema. Wer keine Spannung mehr hat, wirkt spannungslos, ist lendenlahm.


      
    und unter Rhetorik AKTUELL (11. Juni 08): 

    rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren

    Sinnvoll Kommunizieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Wortwirkung · Wort und Bild. Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren ...www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html - 6k -Cached - Similar pages

Sonntag, 4. November 2012

Parteien, die sich für die Sicherheit der Bürger stark machen, werden punkten.

Das Sicherheitsbedürfnis ist ein zentrales Grundbedürfnis der Menschen. Wer dieses zentrale Bedürfnis der Bevölkerung ernst nimmt, wird künftig punkten. Es ist ein Fakt, dass in der Schweiz die Einbrüche massiv zugenommen haben. Wir dürfen diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen. Die zunehmende Gewalt verunsichert.

Aus blick-online:


Check: Ist Ihr Haus sicher? Alle 10 Minuten wird in der Schweiz eingebrochen
Kommentar: 
Die Fakten sprechen für sich. Baselland hat 33% mehr Einbrüche. Aargau rechnet mit 
einer Zunahme von 10 Prozent.
Die starke Zunahme von Einbrüchen in der Nordostschweiz ist eine Tatsache! Es zeigt sich: Die Schweiz hat eine zu lasche Gesetzgebung. Bedingte Geldstrafen sind lächerlich klein und schrecken die Einbrecherbanden nicht ab. Im Gegenteil.
Repression und Abschreckung würden sich auf die Zahl von Einbrüchen rasch auswirken.
Die FDP hat erkannt, dass wir sofort mehr Geld für die Sicherheit der Bürger investieren müssten.
Es fehlen Plätze für die Ausschaffungshaft. Die Grenzpolizei könnte vermehrt eingesetzt werden, um Kriminaltouristen abzuhalten. Dies wäre wichtiger, als die Kontrolle von Hausfrauen, die zu viel Fleisch im Kofferraum haben.

Macbeth-Klima im Bundeshaus.

Erneute Indiskretionen im Bundesrat - ein Rückfall


Mit der jüngsten Konstellation im Bundesrat erhofften sich alle, dass künftig alle am gleichen Ende des Strickes ziehen. Leider leidet das Kommunikationsklima erneut unter der Unverträglichkeit zwischen den beiden Frauen Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard. Auseinandersetzungen werden zur Zeit verbissen und hart ausgetragen. Besonders schlimm: Es geht um Indiskretionen. Der interne Machtkampf eskaliert nun dermassen, dass interne Beobachter verlauten lassen: Die beiden Bundesrätinnen könnten sich Gift geben. Wichtig wäre es, die Auseinandersetzung unverzüglich  konstruktiv und professionell anzugehen. Dieser Zwist in der Oeffentlichkeit schadet dem Image des Gesamtbundesrates. Besonders bedauerlich, denn die Oeffentlichkeit erhoffte sich im Bundesrat -  dank  Frauenpower -  eine positivere Kommunikationskultur als früher.  Statt Gemeinsamkeit und Teamwork sind wir leider erneut mit  einer offensichtlichen Kraftprobe zwischen zwei ALPHA Frauen konfrontiert. Das haben wir früher vor allem  bei den Männern erlebt. Eveline Widmer-Schlumpf wird heute Unverfrorenheit und Sturheit attestiert, nachdem sie lange von der Offentlichkeit und den Medien hochgejubelt worden war. Die FInanzministerin eckt zunehmend an: Bei der Oekosteuer -bei der Weissgeldstrategie - weil sie eigensinnig politisiert. 
Wenn zwei Kontrahentinnen sich öffentlich umarmen, aber im Hinterhalt das Messer in der Hand haben, um bei der besten Gelegenheit zu zustechen, ist dies  gefährlich.


(Zitat Basler Zeitung)
Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard bekämpfen sich. Leise, verbissen – und mit Folgen. Ein Kommentar:
Einigkeit oder Kraftprobe? Eveline Widmer-Schlumpf (links) und Doris Leuthard.

Einigkeit oder Kraftprobe? Eveline Widmer-Schlumpf (links) und Doris Leuthard.
Bild: Keystone
Zurzeit häufen sich die Indiskretionen, die aus der Bundesverwaltung oder aus dem Bundesrat in die Medien gelangen. Was gemeinhin ein Zeichen dafür ist, dass in der Regierung harte, ja böse Auseinandersetzungen aus­getragen werden. Lady Macbeth an der Macht, Maria Stuart im Bundeshaus. Mittels Verrat, mittels einem vertraulichen Papier, das sie einem Jour­nalisten zustecken, bekämpfen die Stabsleute der Bundesräte die anderen Bundesräte. Projekte werden so gefährdet, weil sie zu früh bekannt werden, Pläne durchkreuzt, indem das Klima im Bundesrat mit Absicht verseucht wird.
Offenbar mottet gegenwärtig kein Konflikt kräf­tiger als der Gegensatz zwischen Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) und Doris Leuthard (CVP). Es mag persönliche Unverträglichkeiten geben, die die beiden Frauen gegeneinander aufbringen – Beobachter, die ihnen nahestehen, berichten, die beiden Frauen «könnten sich Gift geben».
Doch wie immer liegen auch handfeste politische Ursachen vor: Während Leuthard, die Umwelt­ministerin, so rasch als möglich die Energiewende und den damit verbundenen Atomausstieg forcieren möchte, ist Widmer-Schlumpf die undankbare Rolle zugefallen, die finanziellen Auswirkungen dieses gigantischen Schritts zu planen und durchzusetzen.
Für Leuthard winken anscheinend nur Gewinne: Im Bewusstsein, Geschichte schreiben zu können, möchte die Aargauerin den Atom-Exitus vors Volk bringen – und hofft selbstverständlich nicht bloss auf eine Mehrheit, sondern auch auf Anerkennung für ihren Mut. Wie aber die Energiesparziele erreicht werden, die den Ausstieg und die Energiewende überhaupt ermöglichen, diese äusserst anspruchsvolle, weil unpopuläre Aufgabe muss die Finanzministerin lösen, indem sie zahllose Lenkungsabgaben und Steuererhöhungen dem Parlament und sicher einmal auch dem Volk beliebt machen muss.
Aus dem Finanzdepartement hört man derzeit fast real, wie die Beamten unter ihrer Last stöhnen. Der eine oder andere mag Leuthard dafür ver­fluchen. Ob Widmer-Schlumpf auch zu diesen gehört, weiss nur sie selbst, sicher aber ist diese Arbeitsteilung für sie eine Zumutung.

Aneinandergekettet


Verschärft wird der Streit zwischen den beiden Bundesrätinnen, weil beide sich auf Parteien ­stützen müssen, auf die sie sich nicht verlassen können, oder genauer: die ihnen nicht viel helfen. Nachdem Leuthard als Präsidentin der CVP deren Niedergang etwas abzubremsen vermocht hatte, scheint die Partei heute von irreversibler Schwindsucht ergriffen. Obwohl Leuthard vermutlich die beste Kommunikatorin ist, die die Schweizer ­Politik in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat, nützt das ihrer Partei nicht mehr viel. Längst dreht sie in einer Todesspirale.
Zu allem Überfluss muss diese CVP nun erleben, wie sich die Partei von Widmer-Schlumpf, die BDP, auf ihre Kosten ausdehnt. Klein ist die BDP zwar immer noch, aber die Prozente, die sie der CVP abnimmt, genügen, um deren Politikern wehzutun. Dass Widmer-Schlumpf selbst ihre Wahl und ihre Bestätigung vor einem Jahr in erster Linie der gleichen CVP verdankt, macht die Sache umso vertrackter. Eigentlich müsste sie der CVP und ihrem Star Doris Leuthard ewig dankbar sein – und alles tun, was diese sich auch nur im Entferntesten erträumt. Jeden Wunsch müsste die Bündnerin der Aargauerin von den Lippen ablesen.
Tatsächlich geht Widmer-Schlumpf ihren eigenen Weg – auf eine Art und Weise, die man in ihrer unverfrorenen Sturheit schon fast bewundern muss. Sie bewegt sich in Bern, als stünde hinter ihr eine grosse Bundesratspartei, während sie bloss eine Operettenpartei hinter sich weiss – die kaum überleben dürfte, wenn dann Widmer-Schlumpf in vier, acht oder zwölf Jahren einmal zurücktritt. Sie ist faktisch eine Bundesrätin ohne Partei – ein Phänomen, das es so in der Geschichte des Bundesstaates noch nie gegeben hat. Umso mehr kümmert sie sich darum, vermeintlich Populäres zu tun. Eine Bundesrätin des täglichen Plebiszits ist sie.
Mit einer Mischung von Erstaunen und Ohnmacht verfolgen die Christdemokraten Widmer-Schlumpfs Politik. Erstaunt sind sie, weil sie nicht begreifen, was ihnen widerfahren ist, ohnmächtig fühlen sie sich, weil Widmer-Schlumpf ihnen stets von Neuem zeigt, dass sie sich nicht nach den Wünschen der CVP richtet. Wenn Widmer-Schlumpf eine Partei pflegt, dann die SP: Sowohl in ihrer Personalpolitik als auch in der mitleid­losen Abwicklung des Finanzplatzes ist zu erkennen, wie sehr sie sich bemüht, die Linke ja nicht zu enttäuschen. Wie Goethes Zauberlehrling ­werden die Christdemokraten die Geister der BDP nicht mehr los, die sie gerufen haben. Wer Stoff sucht, um einen politischen Krimi zu verfassen, er findet ihn hier: im Königinnendrama dieser beiden Frauen, die sich vor dem Publikum um­­armen – und hinter dem Rücken zustechen.
Ginge es allein um diese etwas morbide Auseinandersetzung zweier Ministerinnen und ihrer beiden Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen keine fröhliche Zukunft vor sich haben, man müsste keine weiteren Gedanken darauf ver­wenden. Hass im Bundesrat, Machtkämpfe und Intrigen, Verrat und Lüge, das hat es immer gegeben, oft hatten solche Konflikte auch politische Folgen. Meistens jedoch hielten sich die Verheerungen in Grenzen.
Was diese Zwietracht beunruhigender macht: Sie ist Ausdruck des allgemeinen Malaise in unserer Regierung. Ohne zu übertreiben, kann ich fest­halten: Widmer-Schlumpf und Leuthard betreuen derzeit die wichtigsten Themen der Schweizer Politik – und sie haben wohl auch am meisten Einfluss in der Regierung. Das gilt insbesondere für Widmer-Schlumpf – was erneut verblüfft in An­­betracht der Tatsache, dass sie im Parlament über keinerlei nennenswerte Hausmacht verfügt. Wenn diese zwei Bundesrätinnen sich nicht verstehen, hat das deshalb Auswirkungen auf das ganze ­Gremium und die gesamte Politik des Landes.
Zumal die übrigen Bundesräte deutlich abfallen, was ihre Performance anbelangt. Man wird den Verdacht nicht los, dass sie den beiden zerstrittenen Frauen wenig entgegenzusetzen haben: Didier Burkhalter (FDP), so der Eindruck, ist nach wie vor damit beschäftigt, sich in die Geheimnisse des EDA einzuarbeiten. Seit Anfang Jahr ist er Aussenminister. Von ihm ist wenig zu hören, wenig zu sehen, wenig zu spüren.

Johann Schneider-Ammann (FDP) bleibt eine Enttäuschung: Er meint es gut – oder vielleicht nicht einmal das – , sicher aber setzt er sich selten durch. Ueli Maurer (SVP) desgleichen: zu viele Fehler, zu wenige Erfolge. Was soll diese Begeisterung für Olympia? Warum bringt er keine Ruhe in das Beschaffungsgeschäft der neuen Kampfflugzeuge? Wo sind die schmerzlich vermissten bürgerlichen Akzente?
Selbst die beiden Sozialdemokraten verharren unter den Erwartungen, wenn sie auch ihre Misserfolge besser tarnen: Simonetta Sommaruga versinkt im Orkus der Asylpolitik. So schlechte, nämlich dauernd steigende Zahlen von Asylgesuchen wies noch keine Justizministerin vor. Es herrscht Chaos im Reich der Pianistin. Und Alain Berset macht nach wie vor den Anschein, klug auszusehen, klug zu sprechen, aber wenig Kluges zu erreichen.

Stunde des Populismus


Wenn ausgerechnet jene zwei Bundesrätinnen die Regierung dominieren, die es schwer miteinander können, und wenn sich diese beiden zudem auf Parteien stützen, deren Bedeutung gering ist (BDP) oder laufend abnimmt (CVP), dann besteht Anlass zur Sorge.
Dazu verdammt, direkt beim Volk Unterstützung suchen zu müssen, weil sie diese im Parlament nicht automatisch erhalten, machen Leuthard und Widmer-Schlumpf eine Politik (und damit der Bundesrat insgesamt), die gelegentlich fast unschweizerisch sprunghaft wirkt. Was in den Medien, dem virtuellen Volk, gerade gefällt: ökologische Steuerreform, Abschaffung des Bankgeheimnisses, Atomausstieg – es wird an­­gekündigt und beschlossen. Ob es dann je dazu kommt, damit müssen sich die Beamten herumschlagen, nicht ihre Chefinnen.
Bern wird erst wieder zur Vernunft kommen, wenn die Landesregierung wieder mehr oder weniger jene Kräfte repräsentiert, die in diesem Land wirklich etwas zu sagen haben. (Basler Zeitung)

Kommentar: An negativen alten Beispielen mangelt es nicht (Siehe LINKS). Sie veranschaulichen, wie der Bundesrat schon früher immer wieder die gleichen Fehler gemacht hatte: Probleme wurden in der Oeffentlichkeit ausgetragen, statt intern. Bundesräte agierten vielfach als Einzelkämpfer. Teamkommunikation war ein Fremdwort. Die Exekutive sprach nach Aussen nicht mit einer Stimme. Indiskretionen waren an der Tagesordnung. Der neue Bundesrat begann hoffnungsvoll. Nun dieser Rückfall!
Das Duell Widmer - Schlumpf / Leuthard hat nichts mit Stutenbissigkeit zu tun, vielmehr mit einem mangelhaftem Kommunikationsmanagement und einer unprofessionellen Streitkultur. Der Bundesrat müsste rasch über die Bücher!




LINKS:

7. Mai 2009 ... Zur Kommunikationsstrategie des Bundesrates ... Analysen feststellen konnte, dass beim Bundesrat die Kommunikationsstrategie, das ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_07/index.html



Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
21. März 2006 ... Seite 76 persönlich März 2006 | KOMMUNIKATION MEDIENRHETORIK. In dieser Rubrik analysiert Medienpädagoge, Kommunikationsberater ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/03_21/03_2006

11. Juni 2004 ... In der "Tele" Ausgabe 25/04 wurde eine aufschussreiche Rangliste der für die Medien beliebtesten Bundesräte veröffentlicht. Die Daten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jun_11_2004.html


4. Dez. 2010 ... Die Kommunikationsprozesse im Schweizer Bundesrat waren oft unkoordiniert. Einzelkämpfertum dominierte. Der Bundesrat sprach in heiklen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_04/index.html
14. Aug. 2011 ... Der Wirtschaftminister erhält schlechte Noten für das Kommunikationsmanagement im Zusammenhang mit der Frankenkrise. Der Grund: ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/08_14/index.html


28. Juni 2010 ... Mais im Bundeshaus ... Der Bundesrat hat aus den früheren Kommunikationsfehlern nichts ... Zerbricht der Bundesrat an der Libyen-Krise?
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/06_28/index.html
12 Jun 09: Zum Rücktritt von Couchepin ... 18 Sep 08: Vom Reden in öffentlichen Verkehrsmitteln ..... 26 Jul 03: Couchepins Seitenhieb gegen Calmy-Rey ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Schweiz.html

30. Nov. 2005 ... Nach Aussage der Politologin Regula Stämpfli im 10 vor 10 besteht derzeit ein Kommunikationsgau im Bundesrat. Im Zusammenhang mit dem ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/11_30.html

4. Okt. 2004 ... Öffentliche Kollegenschelte lehnen wir ab. Gemäss 'NZZ am Sonntag' vom 3. Oktober soll nun Couchepin Blocher öffentlich gewarnt haben, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Oct_04_2004.html



26. Juli 2003 ... Couchepins öffentlicher Seitenhieb gegen Calmy-Rey ... Couchepin über die Bundesratskollegin Calmy-Rey öffentlich geäussert. Anlässlich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_J

Samstag, 3. November 2012

Grosser Jöh Effekt bei kleinen Raubkatzen

Diashow im Grossformat »


Am 29. Oktober ist Bantu zwei Monate alt. Der Löwe lebt im Zoo von Cali, Kolumbien. Bild: Reuters/Jaime Saldarriaga

Am 1. Juli kamen die drei weissen Tiger zur Welt. Am 22. August wurden sie im Liberec Zoo in Tschechien vom Tierarzt untersucht. Dieser stellte fest, dass es sich bei den Babys um zwei Jungs und ein Mädchen handelt. Bild: Keystone/AP/Radek Petrasek

Im Zoo von Wuppertal durchstreifen die Babys der sechsjährigen Tigerin Mymoza am 22. August 2012 zum ersten Mal das Aussengehege. Bild: Keystone/Jonas Guettler

Drei Monate alt sind diese Bengalkatzen im Zoo von Krasnoyarsk - und schon richtige Brummer. Bild: Reuters/Ilya Naymushin

Glück hat dieses weisse Löwenbaby, dass es in einem Zoo lebt. Denn in der freien Wildbahn haben solche weissen Exemplare - die keine Albinos sind - kaum eine Überlebenschance, da sie nicht getarnt sind. Auf die Welt kam das Kleine zusammen mit fünf Geschwistern vor einer Woche, am 11. Juli 2012, im Zoo von Kempten in Bayern. Bild: AFP/Tobias Kleinschmidt

Zum ersten Mal zeigt Mutter Delta am 26. Juni 2012 ihre drei Monate alten Söhne den Besuchern des San-Diego-Zoos. Es sind Conrad (r.) und Thomas. Bild: AFP/Tammy Spratt


19. Juni 2012, San Diego Zoo, Kalifornien: Dieses Bübchen und seine Zwillingsschwester kamen am 27. April zur Welt, heute zeigen sie sich erstmals den Besuchern. Bild: AFP/ken Bohn

Dieses Jaguar-Baby wurde im April geboren. Am 12. Juni 2011
 entzückt es zusammen mit ... Bild: AFP/kay Nietfeld

EIN ALTER JAGUAR:

Jaguar C-Type

... seinem Geschwisterchen die Besucher im Berliner Zoo. Bild: AFP/kay Nietfeld

Dieses Geparden-Baby kam vor einem Monat per Kaiserschnitt im National Zoo in Washington zur Welt. Dieses Foto entstand am 23. Mai während ihm nach dem Trinken das Gesichtlein geputzt wird. Und das Beste ist, ... Bild: Keystone/AP/Jacquelyn Martin

Gewichtskontrolle heisst es am 9. Mai 2012 für eines der beiden Jaguar-Babys, die am 27. April im Zoo von San Diego, Kalifornien, zur Welt gekommen sind. Bild: Reuters/Handout


Deplatziert - rücksichtslos - schockierend

Wenn jemand nicht merkt, dass Leidtragende und Opfer einer Katastrophe vor den Kopf gestossen werden d.h. wenn man sich auf  Kosten der leidtragenden Bevölkerung profiliert, ist dieser Person nicht  mehr zu helfen.

Ich zitiere 20 Min:

«Miss Katastrophe» erzürnt die New Yorker

«Ich pfeif auf Sandy, ich bin in New York», sagte sich das brasilianische Ex-Playmate Nana Gouvea und posierte für ihre Urlaubsfotos vor kaputten Autos. Die Folge: Ein Sturm der Entrüstung.

Bildstrecke im Grossformat »
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Die Brasilianerin Nana Gouvea hat sich nach dem verheerenden Orkan Sandy in New York fotografieren lassen.

Wie kann man sich im Internet unbeliebt machen? Wenn jemand eine Antwort darauf hat, dann ist es die Brasilianerin Nana Gouvea. Das Ex-Playmate hatte keine bessere Idee, als einen Tag, nachdem Orkan Sandy in New York gewütet hatte, sich vor den Katastrophen-Szenarios von ihrem Mann Carlos Keyes fotografieren zu lassen. 

Besonders schockierend wirkt dabei ihre gelassene Fotomodell-Pose.

Gouvea lächelte vor umstürzenden Bäumen und zerschlagenen Autos in die Kamera. Die Bilder lud sie kurz darauf auf ihr Facebook-Profil. Es dauerte nicht lange und schon war der Hashtag «Nana Gouvêa in Disasters» entstanden. Die Photoshop-Aficionados lassen nun die Brasilianerin vor diversen Unglückskulissen erscheinen: Nana Gouvea auf der Titanic, Nana Gouvea in Hiroshima, Nana Gouvea bei der Selbstverbrennung von Thich Quang Duc 1963, und vielen anderen.

Den Sturm im Bett verbracht

In einem Interview mit dem spanischen Magazin «Ego» gibt sich die Frau unschuldig. «Ich fand die Fotos sehr lustig», sagte sie. Sie habe nicht versucht, «das Desaster zu sexualisieren. Ich bin auf den Fotos völlig bekleidet.» Es sei ihre erste Reise nach New York gewesen, erzählt sie weiter. Während des Sturms habe sie «die meiste Zeit im Bett verbracht». Das habe sie und ihren Mann einander näher gebracht. Von den über 50 Toten, die Sandy hinterliess, kein Wort.

Kommentar: Die Uneinsichtigkeit der Ex-Playmaid ist bedenklich. Da ist wohl  Hopfen und Malz verloren. Der Sturm der Entrüstung bei der betroffenen Bevölkerung ist nachvollziehbar.

Freitag, 2. November 2012

Für die SVP könnte die Rechnung aufgehen

Von allen Seiten wollen Politiker und Banken das Bankgeheimnis aufweichen- auch der Bundesrat.
Nach meinem Dafürhalten könnte nun jene Partei Erfolg haben, die das Bankgeheimnis in der Verfassung verankern will. Man kann davon ausgehen, dass die Bevölkerung die Anonymität schätzt und bei einer Abstimmung das Bankkundengeheimnis in der Schweiz beibehalten möchte.

2o Min:




Ich zitiere Tagi-online:

SVP plant Initiative zur Rettung des Bankgeheimnisses

Banker und SVP-Mitglied Thomas Matter ist irritiert ob den Aussagen von UBS-Chef Sergio Ermotti von gestern im TA-Interview. Nun will seine Kantonalsektion der SVP handeln.
Wollen die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung so beibehalten, wie sie heute besteht: Christoph Mörgeli und Thomas Matter. (Archivbild)

Wollen die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung so beibehalten, wie sie heute besteht: Christoph Mörgeli und Thomas Matter. (Archivbild)
Bild: Keystone

Die Zürcher SVP will nicht zuschauen, wie die «Schweiz ihren Finanzplatz demontiert», sagt Thomas Matter, Zürcher Banker und SVP-Mitglied. «Die Geschäftsleitung hat grünes Licht gegeben für intensive Arbeiten an einer nationalen Initiative zur Rettung des Bankgeheimnisses im Inland», sagt Matter und bestätigt damit Recherchen des «Bund». Er zeigt sich besorgt über das Ansinnen von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf, das Bankgeheimnis zu schwächen.
UBS-Konzernchef Sergio Ermotti doppelte gestern im TA-Interview nach. Der Banker erklärte, «ein Doppelstandard in der Bankgeheimnisfrage» wäre «ein Witz». Mit anderen Worten: Die Schweiz solle das Bankgeheimnis im Inland ebenso schwächen wie gegenüber dem Ausland. Genau das will Matter verhindern. «Das Hauptanliegen der Initiative besteht darin, die urschweizerische Tradition aufrechtzuerhalten, dass der Staat für die Bürger da ist und nicht umgekehrt», sagt Matter. «Wir wollen das Recht auf eine finanzielle Privatsphäre in der Verfassung verankern.» Die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung solle weiterhin so gelten, wie dies heute der Fall ist.

Ermottis Aussagen polarisieren

«Die SVP muss verhindern, dass künftig auch bei Steuerhinterziehung das Bankgeheimnis aufgehoben wird», sagt Matter. Dies sei gefährlich, weil sonst bald einmal Bagatelldelikte als schwere Steuerhinterziehung taxiert und Bürger wegen eines schlichten Fehlers in der Steuererklärung «mit einem Fuss im Gefängnis stehen» würden. FDP- und CVP-Politiker zeigen sich hingegen bereits seit einigen Monaten offen dafür, dass das Bankgeheimnis in Fällen von schwerer Steuerhinterziehung künftig durch die Kantone aufgehoben werden kann. «Definitiv beschliessen über die Lancierung der Initiative werden die Delegierten der SVP Zürich», sagt Matter. Er hofft, dass dies im ersten Quartal 2013 passiert. Matter geht davon aus, dass die SVP Schweiz später bei der Unterschriftensammlung mithilft, und er hofft, dass er von Verbänden und weiteren Parteien Unterstützung erhält.
«Ermotti vertritt die Interessen einer internationalen Bank», meint Nationalrat Christoph Mörgeli. «Die SVP hingegen vertritt die Interessen der Schweizer, die einen Schutz ihrer Privatsphäre wünschen.» Andere Parlamentarier wie Ruedi Noser (FDP) und Susanne Leutenegger Oberholzer (SP) begrüssen hingegen die Aussagen Ermottis.

Kommentar: Fragen Sie sich heute im Bankentenkreis um. Sie werden staunen, wie viele Leute für die Beibehaltung des Bankkkundengeheimnisses sind.