Mittwoch, 24. Oktober 2012

Während des Autofahrens telefonieren und SMS schreiben?

Unglaublich: Viele sündigen. Jeder vierte Autofahrer!

Polizei auf Streife

  3000 Bussen

 wegen Handy am Steuer

Aus Blick- online: Mit Handy oder Rasierer am Steuer: Der Polizist Beat Jost erzählt Blick.ch, wie fahrlässig Autofahrer unterwegs sind.

Während einer einmonatigen Präventionskampagne im Kanton Zürich sowie in der Ost- und Zentralschweiz sind bei gezielten Polizeikontrollen rund 3500 Personen gebüsst oder verzeigt worden, die am Steuer telefonierten oder auf andere Weise abgelenkt waren.
Den Fahrzeuglenkenden sei die Gefahr durch Ablenkungen am Steuer noch viel zu wenig bewusst, sagte Beat Jost von der Zürcher Kantonspolizei als Bilanz. Es bestehe Handlungsbedarf und es werde weitere ähnliche Kampagnen geben.
Die Kampagne «Keine Ablenkung. Weniger Unfälle» wurde ab dem 18. September von den Zürcher Polizeien sowie dem Ostschweizer und Zentralschweizer Polizeikonkordat durchgeführt. Gemäss Mitteilung vom Dienstag erhielten über 3000 Personen eine Busse von 100 Franken, weil sie ohne Freisprechanlage telefonierten. Allein im Kanton Zürich waren es 1250.
Über 450 Verzeigungen wurden geschrieben, weil Leute am Steuer von Autos und Lastwagen wegen anderer Tätigkeiten abgelenkt waren - und deshalb Schlangenlinien fuhren. Die Hälfte der Fälle gab es auf Zürcher Strassen. Wer verzeigt wird, muss laut Jost inklusive Schreibgebühren in der Regel etwa 300 bis 1000 Franken zahlen. In einzelnen Fällen kommt sogar ein Führerausweis-Entzug dazu.

Ablenkung ist Hauptunfallursache

Gemäss Jost ist Ablenkung eine der Hauptursachen von Unfällen im Strassenverkehr. Mit Kampagnen versuche die Polizei, die Verkehrsteilnehmenden für die Gefahren zu sensibilisieren. Man weise bewusst nicht einfach auf das Verbot des Telefonierens ohne Freisprecheinrichtung hin, sondern wolle darauf aufmerksam machen, dass alle Tätigkeiten gefährlich sind, welche die Aufmerksamkeit der Fahrzeuglenker beeinflussen.
Im Strassenverkehrsgesetz ist denn auch nicht eine konkrete Tätigkeit unter Strafe gestellt. Verboten sei vielmehr «jede Art einer Verrichtung, welche die Bedienung des Fahrzeuges erschwert oder die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt», heisst es in der Mitteilung. (SDA)
 Kommentar: Diese Kontrollen sind sinnvoller als das gezielte Abzocken mit Blitzern an Stellen, die das Unfallrisiko nicht reduziert. Viele Fahrer überschätzen sich, sie glauben mit der zusätzlichen Ablenkung umgehen zu können. Telefonieren und gleichzeitig fahren wird leider als Kavaliersdelikt betrachtet.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Der TIGER ist Nr 1 in der Gunst der Menschen -
nicht der LOEWE


20 Min machte eine Umfrage




Der König Tiger -ganz oben auf der Treppe

Tagi listet alle Halbwahrheiten auf aus dem dritten Duells zwischen Obama und Romney:


Zum letzten Mal kreuzten Barack Obama und Mitt Romney in einem TV-Duell die Klingen. Laut den Faktenprüfern äusserten beide Politiker Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten.
1/10 Angesichts der aussenpolitischen Erfahrung Barack Obamas (links) gab sich Herausforderer Mitt Romney (rechts) als verständiger Mann. (23. Oktober 2012)
Bild: Reuters

   
Besuch in Israel, Russland als Feind und die Zahl der amerikanischen Kanonenboote: Die Debatte über die US-Aussenpolitik war voller Behauptungen und gegenseitiger Anschuldigungen. Nicht alle Äusserungen halten der Faktenüberprüfung stand.

Obama: Romney hat als Geschäftsmann in Firmen investiert, die Jobs ins Ausland verlagern.
Urteil von «Politifact»: Streng genommen die halbe Wahrheit. Romneys Investmentgesellschaft Bain Capital kaufte Unternehmen auf, die Arbeitsplätze in den USA abbauen und im Ausland investieren sollten. Als Gründer und Teilhaber von Bain geriet Romney in den Verdacht, das Geschäft einer Finanz-«Heuschrecke» zu betreiben. Allerdings ist umstritten, ob er direkte Verantwortung für das «Outsourcing» trägt. Es gibt keinen Beleg dafür, dass er unmittelbar als Manager für eines jener Unternehmen tätig war.

Romney: Obama schwieg, als 2009 viele Iraner gegen die aus ihrer Sicht gefälschte Präsidentenwahl auf die Strassen gingen.
«Washington Post»: Stimmt so nicht. Obama betonte umgehend, wie wichtig Meinungsfreiheit und das Recht auf friedlichen Widerstand auch im Falle des Iran seien. Er reagierte in den ersten Tagen aber zurückhaltend, um Verhandlungen über das iranische Atomprogramm nicht zu gefährden. Zudem wollte er sich nicht dem Vorwurf aussetzen, die USA stünden hinter den Protesten.

Romney: Forderung nach schärferen Sanktionen gegen Teheran. Schiffe mit iranischem Öl sollten keine US-Häfen mehr anlaufen.
«Washington Post»: Eine rätselhafte Aussage. Die USA bekommen seit langem kein iranisches Öl mehr. Der republikanische Präsident Ronald Reagan hatte bereits 1987 entsprechende Sanktionen durchgesetzt.

Obama: Romney hat Russland als grössten geopolitischen Feind der USA bezeichnet.
«Politifact»: Stimmt. Allerdings fügte Romney hinzu, dass ein Iran mit Atomwaffen die grösste Bedrohung für die Welt wäre.

Romney: Obama war als Präsident nicht in Israel.
«Politifact»: Stimmt. Als Präsident hat er kein einziges Mal den Verbündeten besucht. Dafür war er als Senator 2006 und als Präsidentschaftsbewerber 2008 im Land. Auch eine historische Wahrheit: Die Mehrheit der elf letzten US-Präsidenten hat im Amt auf einen Israel-Besuch verzichtet.
Romney: «Unsere Marine ist kleiner als je zuvor seit 1917.»

«Washington Post»: Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen. Damals waren vor allem Kanonen- und Torpedoboote im Einsatz. Die moderne US-Navy verfügt über atombetriebene U-Boote und Flugzeugträger. Zuletzt standen 285 Schiffe unter dem Kommando der Flotte. Weniger waren es 2007 unter Präsident George W. Bush (278). (kpn/sda)

Der dritte und letzte Schlagabtausch Obama/Romney wird spannend

ZUR VORBEREITUNG:

Ich zitiere Spiegel



Heute Nacht Obama-Romney-Showdown im TV.

Hartes Training für den letzten Schlagabtausch

Drittes und letztes TV-Duell vor der US-Wahl! Das Thema: Außenpolitik


Es ist die letzte Chance der Kandidaten!
Zum dritten Mal treten Barack Obama (51) und Mitt Romney (65) am Montagabend im TV gegeneinander an. Kampfplatz diesmal: die Stadt Boca Raton im umkämpften „Swing State“ Florida.
Sonntagmorgen in Boca Raton (Florida): Ann und Mitt Romney auf dem Weg zum Gottesdienst
Sonntagmorgen in Boca Raton (Florida): Ann und Mitt Romney auf dem Weg zum Gottesdienst
Foto: AFP
90 Minuten lang müssen sich der US-Präsident und sein Herausforderer den Fragen von CBS-Urgestein Bob Schieffer (75) stellen. BILD.de berichtet in der Nacht zum Dienstag live.
Die Kontrahenten wissen: Das Rennen ist knapp.

In den Umfragen liegen Obama und Romney fast gleich auf – 46 Prozent für Obama, 45 für Romney, so die aktuelle Ipsos-Umfrage.

Punkten können sie am Montag mit nur einem Thema: Außenpolitik. In den vorherigen zwei Runden wurde bereits über die Attacke auf den US-Botschafter Cris Stevens in Bengasi gesprochen. Mitt Romney leistete sich dazu im zweiten Duell einen schweren Patzer.

DIESMAL DARF DAS NICHT PASSIEREN!

Die Kandidaten trainieren hart für ihr Finale. Barack Obama hat sich für drei Tage in sein „Erholungsgebiet“ nach Camp David zurückgezogen. Mitt Romney macht sich in Florida fit. Mit seiner Ehefrau Ann zeigte er sich schon am Sonntagmorgen im TV-Duell-Ort Boca Raton, nahm an einem Gottesdienst der Mormonen teil.
Voller Einsatz für den Ehemann: Ann Romney am 20. Oktober mit Frauen, die (wie sie auch) den Brustkrebs besiegt haben
Voller Einsatz für den Ehemann: Ann Romney am 20. Oktober mit Frauen, die (wie sie auch) den Brustkrebs besiegt haben
Foto: Reuters
Danach wird weiter gepaukt, auf dem Plan: Fakten, Fakten – und ein ordentlicher Angriff.
„Schiedsrichter“ wird am Montag Bob Schieffer sein, der seit mehr als 20 Jahren jeden Sonntag den Mächtigen auf den Zahn fühlt. Titel seiner Sendung: „Face the Nation” . Der CBS-Chefkorrespondent gilt trotz fortgeschrittenen Alters (75!) zu den wachsten und kritischsten Journalisten, die Washington zu bieten hat.
Das zeigte er schon 2008 und 2004 bei den damaligen Duellen der Präsidentschaftskandidaten.

Bob Schieffer
75 Jahre aber kein bisschen leise: TV-Duell-Moderator Bob Schieffer
Foto: dpa
WER WIRD PUNKTEN?

Der große Hype der ersten beiden Duelle hat sich gelegt, das Thema der dritten Runde, Außenpolitik, ist für die meisten Amerikaner nicht wahlentscheidend. Seit Tag 1 des Wahlkampfes ist klar, dass es am 6. November um Wirtschaft und Jobs gehen wird und nicht um Afghanistan oder den Iran. Außerdem unterscheiden sich Obama und Romney in ihren außenpolitischen Positionen viel weniger als in der Innenpolitik.

Lässt der Republikaner zwar verbal stärker die Muskeln spielen als der Demokrat, klingt er etwa in Sachen Iran kriegerischer, läuft es beim genauen Hinsehen oft nur auf Nuancen hinaus, beispielsweise in der Frage einer Bewaffnung der syrischen Opposition.

Und das verspricht wenig Material für jene Art unterhaltsamen Duell-Zoff, den beide Kandidaten beim letzten Mal boten, als Obama nach seiner ersten Debatten-Pleite in die Vollen ging.

So erwarten denn auch Experten kein furioses TV-Debattenfinale, das die Zuschauer mitreißt, „sondern eher eines, in dem es um die feinen Unterschiede geht, bei dem man genau zuhören muss”, wie es ein CNN-Kommentator am Wochenende formulierte.

Allen ist klar:

 Dieses Rennen wird erst am 6. November entschieden.

**********************
Kommentar: Es  ist  hinlänglich bekannt, was die Kanditaten tun müssten, um die Wahlberechtigten heute Nacht zu überzeugen:

1. Auch während des dritten Duells stellt sich das Publikum die WHID Frage.
Was Habe Ich Davon?

Nutzenargumente müssten immer durchschimmern (Die persönlichen Vorzüge, wenn man mich wählt).

2. Zahlen, Daten, Fakten, weil  rationale Beweismitteln analytisch orientierte Zuhörer akzeptieren.

3. Beispiele, Storys, Analogien sprechen die Gefühle an.
Ich spreche von der BBB Formel: Eine Botschaft sollte mit einem Bild oder einem Beispiel veranschaulicht werden.

4. Zitate von Experten oder Meinungsmachern verstärken das Gewicht der Argumentation.

5. Die Argumente müssten sich vorrangig nach NORMEN, WERTEN, HALTUNGEN, EINSTELLUNGEN und GEFUEHLEN ausrichten.

Ich werde deshalb den Fokus in der dritten Debatte beachten, wie zuhörerorientiert debattiert wird. Wer punktet in dieser Hinsicht mehr?

ANALYSE DES  DRITTEN SCHLAGABTAUSCHES:

Handpuppen von Romney und Obama an einer Wahlkampfveranstaltung in Florida.
Keiner darf im letzten Duell einen Fehler machen.
Deshalb interessiert es mich, welcher Kandidat einen Fehler macht.
 Vorweg gesagt: Ich kann beim letzten Duell keinen eindeutigen Sieger ausmachen. Romney verbucht einen  Patzer. Beide kämpfen, greifen an. Beide müssen sich verteidigen. Romney bemüht sich erfolgreich in kein Fettnäpfchen mehr zu treten. Er gibt sich staatsmännisch. Obama wirkt etwas präsenter, ausdruckstärker, selbsicherer und energischer. Beide haben sicherlich im Trainingslager gelernt, die Kernbotschaften zu wiederholen. Obama unterstreicht immer wieder: Romney ist nicht verlässlich. Er laviert und verändert seine Aussagen zu oft. Obama unterstreicht immer wieder seine Erfolge als Präsident.  Er will den Wählern zeigen, wenn ihr Romney wählt, geht ihr ein Risiko ein. 

Romney will ein starkes Land, Strategien, Grundlagenforschung. Der Herausforderer versucht immer wieder mit allgemeinen Begriffen, die  Werte und seine Führerschaft zu unterstreichen. Er wiederholt immer wieder  die Schwachpunkte des Präsidenten während seiner Amtszeit.
Im dritten rhetorische Kampf wirkte Romney etwas weniger sicher als Obama. Wenn wir die Vertrauenswürdigkeit beleuchten, müssen wir immer beides,  Substanz und  Form betrachten. Das WIE und das WAS von Aussagen sind wichtig.
Wenn wir diese beiden Aspekte betrachten, punktete Obama mehr.
Inhaltlich fällt mir auf, dass beide Kandidaten immer wieder das Thema von der Aussenpolitik auf die Innenpolitik wechseln.
Obama kann Romney ein paar Mal schlagfertig kontern.
Man merkte den Balanceakt, die unentschlossenen Wähler mit zu aggressiver Rhetorik nicht vor den Kopf zu stossen. Deshalb wirkt das letzte Duell generell über Strecken  gleichförmig. Es gab wenig spannende Momente.
Entscheidend wird im Endspurt die Mobilisierung der Unentschlossenen sein. Im Vergleich zu den ersten beiden Auseinandersetzungen waren beide Akteure viel verhaltener. Beide waren darauf bedacht, ruhig und überlegen zu wirken.
Romney hat sich bewusst zurückgenommen. Obama greift etwas mehr an. Man sieht ihm  an, dass er wahrscheinlich mehr Informationen über die aussenpolitischen Situationen kennt und beim Thema Iran sehr vorsichtig argumentieren muss.

Fazit: Romney hat sich recht gut geschlagen. Obama punktet für mich hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Schlagfertigkeit.
Er hat den Bonus des Präsidenten und hat mehr Herz und Humor als der kühlere Herausforderer. Man könnte somit von einem eindeutigen  Punktesieg Obamas ausgehen. Dennoch würde ich eher von einer Patt-Situation sprechen. Das Endresultat ist  nicht so klar und deutlich, wie bei den ersten Auseinandersetzungen. Im  Endspurt wird es somit zu einem spannenden Wahlkrimi kommen.


Barack Obama, Mitt Romney, TV-Duell
REUTERS
Auch die Frauen müssen an die TV-Front
...
Obama siegt im letzten TV-Duell: US-Präsident attackiert Romney mit viel Witz und gewinnt - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/us-wahl/obama-siegt-im-letzten-tv-duell-us-praesident-attackiert-romney-mit-viel-witz-und-gewinnt_aid_844076.html


NACHTRAG MEDIENSPIEGEL

Aus Blick:

Die besten Konter Obamas:


Der Konter von Obama bringt dem Präsidenten den grössten Lacher des Abends ein. Er setzt an: «Ich denke, Gouverneur Romney hat sich zu wenig damit auseinandergesetzt, wie unser Militär funktioniert.»
Dann setzt er an: «Sie haben die Navy erwähnt und dass wir weniger Schiffe haben als 1916. Gouverneur, wir haben auch weniger Pferde und Bajonette, weil sich die Natur unseres Militärs verändert hat. Wir haben diese Dinge, die man Flugzeugträger nennt, auf denen Flugzeuge landen können. Wir haben diese Schiffe, die unter Wasser gehen können, sie heissen Atom-U-Boote. Das ist nicht das Spiel Schiffeversenken, wo wir unsere Schiffe zählen. Es kommt darauf an, was unsere Möglichkeiten sind.»
Der Konter, der Romney wie einen Schulbuben aussehen liess, entwickelt sich danach auf Twitter zum Selbstläufer. Der Hashtag #horsesandbayonets wird mit einer Rate von 105,767 Tweets pro Minute verbreitet.
Es war nicht das einzige Mal an diesem Abend, dass Obama seinem Widersacher mit geschliffenen Worten die Hosen absägte. Er erinnerte die Wähler daran, dass Romney vor einiger Zeit Russland als grösste geopolitische Bedrohung für die USA gesehen hatte. «Die 1980er rufen an, um zu fragen, ob sie ihre Aussenpolitik zurückhaben dürfen - weil der Kalte Krieg seit 20 Jahren vorbei ist.»

Romneys Patzer aus DIE ZEIT:
 

Aus nzz-online:

Händeschütteln nach der Debatte.

Angriffiger Obama hält Romney in Schach

An der dritten und letzten Fernsehdebatte vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen haben Barack Obama und Mitt Romney zur Aussenpolitik die Klingen gekreuzt. Obama wirkte angriffiger, während Romney, der das Momentum im Wahlkampf auf seiner Seite wähnt, eine eher defensive Strategie verfolgte. Mehr...



TAGI-online:


Romney tänzelte wie einst Mohammed Ali

Die aussenpolitische Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten hat Barack Obama einen Punktsieg gebracht. Mitt Romney aber gab sich besonnen und könnte die Wahlen dennoch gewinnen. Mehr...

News-Ticker

«Obama wollte angreifen. Romney wollte zustimmen.»

Präsident Barack Obama und Mitt Romney lieferten sich diese Nacht ihr letztes TV-Duell. Obama gewann gemäss ersten Umfragen. Aber nützt ihm das? Tagesanzeiger.ch/Newsnet kommentierte live. Mehr...
Aktualisiert um 06:26 51 Kommentare
Aus DIE ZEIT-online:
Romney Obama

TV-DebatteRomney besteht den Commander-in-Chief-Test

Mitt Romney lässt sich nicht in die Bush-Ecke drängen. Stattdessen hat er den Wählern die Angst vor einem Krieger als Präsidenten genommen. C. v. Marschall, Washington  [weiter…] 3 Ko
20 Min-online:

BILD teilt meine Beurteilung und spricht auch von einem Unentschieden:

Am Ende wirkten sie wieder so, als seien sie die besten Kumpels: US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney (65) standen nach der letzten TV-Debatte auf der Bühne, sie lachten. Obama scherzte mit einem der Enkel Romneys. Ehefrau Michelle strahlte Ehefrau Ann Romney an. Die strahlte zurück.
Friede, Freude, Eierkuchen? Keineswegs. Die Männer können sich nicht ausstehen. Und nur Minuten zuvor war ein heftige Redeschlacht zu Ende gegangen.
  • Mitt Romney und Barack Obama begrüßen sich. Im Hintergrund Moderator Bob Schieffer

    TV-Duell Der letzte Thriller in Florida

    Mitt Romney und Barack Obama begrüßen sich. Im Hintergrund Moderator Bob Schieffer
    Foto: AFP
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Obama griff beim TV-Duell in der Lynn University in Boca Raton (US-Bundesstaat Florida) zum Thema Außenpolitik einen vergleichsweise zahm wirkenden Romney an, der unbedingt den Eindruck vermeiden wollte, er sei ein außenpolitischer Hardliner.

Natürlich hatte der Republikaner auch viele Pfeile im Köcher, warf Obama Führungsschwäche vor, pochte auf ein starkes Amerika. Zugleich bewegte er sich inhaltlich in einigen Punkten auf den Präsidenten zu.
„Er wollte kein Risiko eingehen - ein kriegerischer Ton verschreckt Wähler“, so US-Debattenexperte David Steinberg von der University of Miami  sieht nach der Redeschlacht ein Unentschieden.

DIE LETZTEN UMFRAGEN  IN DER BEVOELKERUNG (0900 Uhr SCHWEIZERZEIT) SEHEN OBAMA ALS PUNKTESIEGER. DOCH WIRD DIESER SIEG ALS WERTLOS BEZEICHNET.


Ich zitiere den SPIEGEL:


Mitt Romney hat dieses außenpolitische Duell, das über weite Strecken auch ein wirtschaftspolitisches war, keineswegs verloren; er ist eher eine Art zweiter Sieger.
Und genau das könnte Romney reichen. Denn anders als in den beiden Debatten zuvor musste er den Präsidenten nicht mehr herausfordern, sondern viel eher das eigene Momentum halten. Denn in den nationalen Umfragen hat er mittlerweile mit Obama gleichgezogen und in entscheidenden Swing States wie Ohio seinen Abstand deutlich verkürzt. Das wollte er auf keinen Fall gefährden. Stattdessen zielte Romney an diesem Abend ganz offensichtlich darauf ab, als Leader zu erscheinen, als einer, der das Land anführen kann.
In einer NBC-Erhebung erklärten 21 Prozent der Befragten vor dem Duell, sie seien unsicher, ob Romney einen guten Job als Präsident machen würde. Um diese Leute ging es Romney heute: Jene, die ihn theoretisch wählen würden, aber noch zögern. Es könnte funktioniert haben. "Romney hat den Commander-in-Chief-Test bestanden", urteilte nachher der altgediente Präsidenten-Berater David Gergen auf CNN.

Foto: AFP

TV-Duell zur US-Außenpolitik Kopf an Kopf in den Endspurt

So ist Mitt Romney nicht zu schlagen: In der finalen TV-Debatte zur Außenpolitik punktete Barack Obama als kompetenter Commander-in-Chief - doch auch sein Republikaner-Rivale war stark. Gewonnen oder verloren wird die Wahl nun in den Swing-States. Aus Boca Raton, Florida, berichtet Marc Pitzke mehr... Video | Forum ]
Fotostrecke

Montag, 22. Oktober 2012

Duell der Quotenkönige

Aus n-tv:

Thomas Gottschalk bei seinem Gastvortrag an der Universität Heidelberg.
Thomas Gottschalk bei seinem Gastvortrag an der Universität Heidelberg.(Foto: picture alliance / dpa)

Gottschalk : Florian Silbereisen ist in den Augen seines Kontrahenten der "größte Irrtum der Fernsehgeschichte" und "Carolin-Reiber-Klon".

Zwischen den beiden TV-Größen Thomas Gottschalk und Florian Silbereisen hat sich ein verbales Gefecht entwickelt. Der Streit nahm seinen Lauf, als der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator Gottschalk in einem Gastvortrag an der Universität Heidelberg über Qualität im deutschen Fernsehen dozierte. Thema der Rede: "Lassen sich Quote und Anspruch in der heutigen Fernsehunterhaltung noch auf einen Nenner bringen?"
Als Juror der RTL-Show "Das Supertalent" versuche er zumindest, nachdenkliche Inhalte an "Menschen weiterzugeben, die sonst niemand erreicht". Unter seiner Mitwirkung werde in der Sendung "niemand mehr vorgeführt", sagte der Entertainer, um dann auf die Leistungen seiner Kollegen einzugehen.

Unter großem Beifall bezeichnet er den volkstümlichen Kollegen Silbereisen als "größten Irrtum in der Fernsehgeschichte". Der 31-jährige "Carolin-Reiber-Klon" und seine Sendungen seien für Gottschalk grenzwertig und fragwürdig zugleich, sagte der 62-Jährige im Hörsaal.
Das saß ganz offensichtlich. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Silbereisen feuert zurück: "Ich freue mich, dass wir so viele Zuschauer haben und dass Gottschalk scheinbar dazugehört", erklärte der Moderator der "Feste der Volksmusik". 

Florian Silbereisen
Florian Silbereisen


Kommentar: Erst denken, dann reden! Auf diese Erkenntnis hätte Moderator Thomas Gottschalk früher kommen müssen, denn nach den unbedachten Giftpfeilen, die er auf seinen Kollegen geschossen hatte, musste  er nachträglich zurückkrebsen und sich entschuldigen: "Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich gegen niemanden etwas habe, auch nicht gegen Florian Silbereisen," sagte er.  Sein Kollege, den er "Calolin-Reiber-Klon"  genannt habe, sei ein ausgesprochen netter Kerl." Er wirke in den Shows allerdings immer etwas gekünstelt.

Lieber Thomas Gottschalk! Weshalb haben Sie dies dann nicht so gesagt, wie sie es gemeint haben? Die nachträgliche Entschuldigung für die Beleidigung "Irrtum"ist das Minimum, das ich erwartet hatte. Doch das "Sorry" mit dem Versprechen: Florian, Du hast einen gut bei mir, dies scheint mir zu billig.

Möglich, dass die hohe Einschaltquoten (bei der Unterhaltungssendung "Herbstfest" mit Florian Silbereisen 43 Millionen) dem Konkurrenten  dermassen weh getan haben, dass Gottschalks Gehirn ausschaltete.

Vor den Wahlen im Kanton Aargau wurde die SVP vorschnell kleingeschrieben.

Die SVP verlor nicht - wie es gewisse Medien wahr haben wollten. Sie verlor keine Sitze und bleibt die wählerstärkste Partei.

Nach angeblich seriöse Umfragen vor den Wahlen wurde bei der SVP einen Einbruch von 3% - als sicher - prognostiziert.

Erstaunlich, diese Prognosen waren völlig falsch. Nur beim Regierungsrat musste die SVP eine Niederlage verbuchen. Für jene Medien jedoch, welche die Talfahrt der SVP vorhergesehen hatten, erwähnten gestern nach den Wahlen nur den missglückten Angriff im Regierungsrat prominent. Sie erwähnen jedoch den Wahlerfolg nur noch nebenbei: Die SVP bleibe die stärkste Partei.

Weshalb sich die zahlreichen negativen Prophezeihungen in Luft aufgelöst hatten - davon nachtrräglich kein Wort.

Politologe Michael Hermann analysiert hingegen die zahlreichen Fehleinschätzungen. Seine Analyse ist lesenswert:



Ich zitiere aus 20 Min:

Viele haben die SVP vorschnell abgeschrieben»

v Die Wahlergebnisse aus dem Aargau gelten als Trend für das Land. Politgeograf Michael Hermann erklärt, warum die SVP trotz Personalproblemen punkten konnte, die SP dafür über die Bücher muss.

storybildPolitologe Michael Hermann sieht bei der SVP keine Krise.
 Darüber wird sich Parteipräsident Toni Brunner freuen.



Trotz nationaler Negativschlagzeilen um SVP-Politiker wie Christoph Mörgeli oder Bruno Zuppiger konnte sich die SVP im Kanton Aargau behaupten. Worauf führen Sie dies zurück?

Michael Hermann: Ich sehe zwei Erklärungen für das positive Resultat: Zum einen spielt die ganze Personaldebatte in der SVP-Basis offenbar eine weniger grosse Rolle als in den Medien. Zum anderen hat sich das Themenfeld im Vergleich zum letzten Herbst verändert. Ereignisse wie die Atomkatastrophe in Fukushima oder das politisch motivierte Breivik-Attentat in Norwegen haben damals der SVP geschadet. Nun steht die Migrationsdebatte im Fokus, die der Partei gerade auch im ländlichen Raum wieder zu mehr Wählerstimmen verholfen hat. Nicht vergessen darf man aber, dass die SVP im Aargau letztes Jahr bei den Nationalratswahlen nur 1,5 Prozentpunkte verloren hatte.




Dennoch zeigt die neuste Wähler-Umfrage des «Sonntagblicks», dass die SVP national an Unterstützung verliert. Was ist nun aussagekräftiger?

Das reale Ergebnis aus dem Kanton Aargau ist mindestens so aussagekräftig wie diese einzelne Umfrage. Ich würde sagen: Die SVP kann sich aufgrund der Resultate im Aargau mehr Hoffnungen machen, als Sorgen aufgrund der Umfrage. 

Also nichts mit Krise bei der SVP?

Die Selbstdemontage der SVP, von der nach der Personaldebatte im Sommer die Rede war, ist nicht eingetroffen. Wenn man die aktuellen Ergebnisse anschaut, müsste man sich sogar fragen, ob der letzte Herbst nicht eine Spezialsituation dargestellt hat mit all den aussergewöhnlichen Ereignissen. Klar ist: Der eine oder andere hat die SVP vorschnell abgeschrieben.

Abgeschrieben hatten viele in den letzten Jahren auch die FDP. Im Aargau konnte der Freisinn nun aber gleich um zwei Sitze zulegen. Alles dank dem neuen FDP-Parteipräsidenten und Aargauer Philipp Müller?

Das Ergebnis ist sicher eine Bestätigung für seinen Kurs. Seine Volksnähe tut der Partei gut. Hinzu kommt, dass die FDP stark auftritt beim Thema Asyl und auch bei Atomfragen eine rechte Position einnimmt. Das hat ihr im Aargau offenbar geholfen.

Dafür ist der CVP der Atomausstiegs-Kurs zum Verhängnis geworden.
CVP-Bundesrätin Doris Leuthard ist der prägende Kopf der Energiewende - das haben offenbar die atomfreundlichen Aargauer nicht goutiert. Hinzu kommt aber auch die zusätzliche Konkurrenz in der Mitte mit den Grünliberalen und der BDP.

Apropos Grünliberale und BDP. Wieviel Potenzial nach oben haben diese Parteien national überhaupt noch?
Dass beide Parteien im Aargau zulegen, war zu erwarten. Allerdings konnten ihre Erfolge die der nationalen Wahlen nicht ganz erreichen. Möglicherweise ist die Decke schon spürbar. Es sieht aber so aus, dass nicht nur die GLP, sondern auch die BDP - die oftmals als reine Widmer-Schlumpf-Wahlpartei verschrien wurde - ihren Platz in der nationalen Parteienlandschaft sichern kann.

Weniger rosig sieht es für die Linke aus. Die SP verlor 0,5 Prozent Wählerstimmen, die Grünen 1,2 Prozent. Was ist da los?

Für die SP ist das Ergebnis eigentlich noch deprimierender, da sie anders als die Grünen vor vier Jahren massiv verloren hatte. Bei der SP hat man eigentlich gedacht: Weiter runter kann es nicht mehr gehen.

Ist es nun aber doch. Was machen die Sozialdemokraten falsch?
Seit Jahren erwartet man, dass die SP in Zeiten der Wirtschaftskrise attraktiver wird. Doch bisher konnte sie weder aus der Gerechtigkeitsdebatte, noch aus dem Streit um die Abzocker-Banken oder dem schrumpfenden Mittelstand Kapital schlagen. Trotz verbreitetem Unbehagen mit dem Kapitalismus scheinen die sozialdemokratischen Lösungsansätze zu wenig vertrauenswürdig.

Kommentar: Diese Geschichte macht uns einmal mehr deutlich: Das Wunschdenken  gewisser Medien beeinflusst die Wählerinnen und Wähler kaum, wenn der Bevölkeurng ein echtes Problem unter den Nägeln brennt. Zur Zeit beschäftigt sich die Bevölkerung mit dem Einwanderungsproblem und da ist einmal mehr die SVP am Ball.

Schade: Das hätte ich nicht gemacht!

Obschon davon ausgegangen werden muss, dass  der Wahlkampf hart und unfair gewesen sein mag. Doch die entgegengestreckte Hand des Gegners zurückzuweisen, ist ein  Fehler.

Ich zitiere Blick-online:

  Hochuli akzeptiert Gratulation von SVP nicht


play
(Keystone)
Die Grüne Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli nimmt Gratulationen entgegen. Sie verteidigt erfolgreich ihren Regierungsratssitz.

Als aber SVP-Fraktionschef Andreas Glarner ihr die Hand reichen will, um sie ebenfalls zu beglückwünschen, verweigert sich Hochuli. «Ich nehme nur Gratulationen an, die von Herzen kommen», sagt sie dem verdutzten SVP-Mann gemäss dem Online-Portal der «Aaargauer Zeitung».

Ende Zitat

Kommentar: Die Siegerin Hochuli hätte Grösse gezeigt, wenn sie dem Gegner  die Hand nicht zurückgewiesen hätte. Schade! Mit der  Verweigerung der Gratulation büsste die Gesundheitsdirektorin viele Bonuspunkten ein. Schade, hat sie sich zu diesem Ausrutscher hinreissen lassen. Wer Schlechtes grosszügig übergeht, zeigt nach dem Sieg Ueberlegenheit und punktet.