Freitag, 6. Juli 2012

In jedem Anfang wohnt ein kleiner Zauber! (Hesse)



Ich wünsche den Kursteilnehmerinnen  nächste Woche am Montagmorgen einen guten Start!





Erfolg dank Überzeugen

von Marcus Knill

Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft. -- John Locke
Überzeugend antworten, Mit Argumenten Überzeugen, Person-Thema-Verhalten und 7 Regeln
Andere überzeugen bringt Erfolg. Es genügt nicht, nur gut zu sprechen, um andere zu überzeugen und für sich und seine Gedanken zu gewinnen. Es geht auch nicht nur um gutes Argumentieren oder das verständliches Reden. Überzeugen ist mehr. Die Frage müsste alle Politiker, Führungskräfte, Verkäufer und Ausbilder beschäftigen: Warum überzeugt eine Person und die andere nicht, obwohl beide das selbe sagen?
Was heisst Überzeugen?
Nur wenn eine Botschaft einleuchtet, begriffen wird und der "Sender" glaubwürdig ist, überzeugt sie. Rhetorik und Überzeugungsfähigkeit lässt sich nur zum Teil erlernen. Denn die positive Wirkung auf andere Personen hängt von drei wichtigen Bereichen ab:
  1. Von der Persönlichkeit, die etwas sagt.
  2. Von den Dialogischen Elementen: Fühle ich mich angesprochen?
  3. Von der Botschaft, der Akzeptanz der Argumentation und des Inhaltes. Auch Kopf und Herz spielen bei Überzeugungsprozessen eine Rolle.
Dies ist das Person-Verhalten-Thema- Dreieck.
Zur Persönlichkeit
Die Wirkung der Person ist ausschlaggebend. Ist sie glaubwürdig? Wirkt sie echt und natürlich? Die Qualifikation der Person, die Akzeptanz dieser Person ist wesentlich. Es lohnt es sich also, in erster Linie an der Persönlichkeitsschulung zu arbeiten. Wer überzeugen will, muss im Lot sein, muss seine Schwächen und Stärken kennen und an die Botschaft glauben, die vermittelt werden soll.
Kontakt schaffen
Vor allem der Blick schafft Kontakt! Wer andere beim Sprechen nicht ansieht, wird sie nicht oder nur schwer vom eigenen Anliegen überzeugen können. Wer beim Sprechen am Partner vorbeischaut, wird unglaubwürdig wirken. Wer offen in die Augen schaut, wirkt ehrlich. "Kannst Du mir in die Augen schauen?" kennzeichnet die Bedeutung des Blickkontaktes für die Glaubwürdigkeit des Gesagten. Die meisten Leute schauen beim Reden am Gesprächspartner vorbei, in der Regel nach oben. Wir haben erlebt, dass der Blickkontakt dann automatisch stimmt, wenn wir uns voll und ganz für das Gegenüber interessieren. Das "Anstieren" oder Fixieren des Gesprächspartners - es wird als unangenehm und aufdringlich empfunden. Der Gesprächspartner hat dann den Eindruck, er soll unter Druck gesetzt werden - ist dann beim Coaching auch kein Thema mehr. Wer während des Sprechens an den Blickkontakt denkt, wirkt lächerlich.
Ein Trainer hat jüngst notiert:
"Übrigens: Wenn Ihr Gesprächspartner nervös reagiert oder sogar zu stottern beginnt, war Ihr Blickkontakt zu intensiv, zu druckvoll. Denn auf zu viel Druck wird der Gesprächspartner entweder ausweichend oder mit Gegendruck reagieren. Beides ist für die positive Atmosphäre im Gespräch nicht förderlich. Der Blickkontakt hängt nicht nur vom Gesprächsthema, sondern auch vom Gesprächspartner ab. Manch ein Gesprächspartner muss mit stärkeren Argumenten und auch mit stärkerem Blickkontakt überzeugt werden, während das bei einem anderen Gesprächspartner nicht notwendig ist. Es gilt also, auf jeden Gesprächspartner und jedes Thema mit einem unterschiedlichen, individuellen Blickkontakt zu reagieren. Diesen richtigen und angemessenen Blickkontakt zu finden, kann man leicht üben und trainieren."
  • Tipp 1: "Fixieren Sie Ihren Gesprächspartner nicht! Denn diese Technik der unfairen Dialektik erzeugt meist unnötige Aggression.
  • Tipp 2: "Anschauen bedeutet nicht, nur in die Augen des Gesprächspartners zu gucken. Suchen Sie sich mehrere Punkte im Gesicht Ihres Gesprächspartners, die Sie dann abwechselnd anschauen. So vermeiden Sie unangenehme Reaktionen und den Fixier-Effekt.
  • Tipp 3: "Überlegen Sie sich, wie wichtig das Thema und der Gesprächspartner für Sie sind.
  • Tipp 4: "Passen Sie Ihren Blickkontakt und Ihre übrige Mimik der Bedeutung Ihrer Worte an."
Vereinfachen der Dialoge
Wer Du-orientiert spricht und das Gegenüber wertschätzt, kann auch auf solche Tipps verzichten. Wer sich akzeptiert und sich voll und ganz auf das Gegenüber einstellt, strahlt automatisch Sicherheit und Kompetenz aus. Die innere Einstellung ist massgebend. Die Dialoge sind dann viel einfacher. Verbindung schaffen wir, wenn es uns gelingt, eine Brücke zum Gegenüber aufzubauen. Dazu gehört nicht nur der Blickkontakt. Eine Person die Dialogik gross schreibt, hat immer gute Voraussetzungen zu überzeugen. Dann sie geht auf die Interessen des Gegenübers ein, kann zuhören, stellt Fragen. Eine Persönlichkeit überzeugt aber auch dann, weil sie das Thema qualifiziert behandelt. Die Qualifikation des Redners wird an der Untermauerung des Themas durch Fakten erkennbar. Wer keine Fakten bringt, wird in die Nähe jener Politiker gerückt, die lediglich schön reden oder lediglich Stammtisch-Parolen vermittelt. Beides ist einer Fachperson abträglich. Das Thema muss durchdacht sein und die Aussagen eindeutig und unmissverständlich vorgebracht werden. Mit vielen Worten wenig zu sagen - das sollte die Praxis mancher Blender bleiben. Wir benötigen Fakten und Argumente um zu überzeugen. Wenn die Fachkenntnisse, der Hintergrund oder die stichhaltigen Argumente fehlen, überzeugt die gesamte Persönlichkeit nicht. Im Dreieck Persönlichkeit, Verhalten und Thema sind bei den Überzeugungsprozessen alle Ecken wichtig: Die Persönlichkeit, das Verhalten gegenüber dem Adressaten und das Thema. Jeder Mensch muss sich passend zu seiner Persönlichkeit verhalten. Tut er das nicht, so wird über ihn gesagt, dass er entweder übertreibt, ein Angeber ist oder sein Licht unter den Scheffel stellt. Das Verbindungsglied zwischen der Persönlichkeit und dem Verhalten ist die Sozialkompetenz. Gleichzeitig gibt es zwischen der Persönlichkeit und dem Thema eine Verbindung. Wer über etwas redet, wovon er nichts versteht, wird schnell entlarvt und als Schwätzer oder als inkompetent bezeichnet. Das Verbindungsglied zwischen Persönlichkeit und Thema ist die Fachkompetenz. Das Thema und das Verhalten hängen ebenfalls zusammen. Wer sich nicht so verhält, wie er spricht, wer etwas fordert und sich selbst nicht an seine Forderungen hält, wird als Pharisäer bezeichnet. Das Verbindungsglied zwischen Thema und Verhalten ist die Überzeugung. So bilden Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Überzeugung ein weiteres Dreieck. Auf keinen dieser Komponenten kann verzichtet werden.
Ohne Kernbotschaft, kein Überzeugen
Von einem Thema, von einem Anliegen lässt sich jeder Mensch nur durch stichhaltige Argumente wie aktuelle Statistiken, Arbeitsergebnisse oder Logik überzeugen. Deshalb gilt es bei jedem Votum, jeder Ueberzeugungsrede, jedem Verkaufsgespräch zuerst die Kernbotschaft (Hauptargument) herauszuschälen. Die eigene Überzeugung allein reicht nicht aus, das Gegenüber zu überzeugen. Es gilt stets zu bedenken: Selbst wenn die Botschaft, das Argument stichhaltig ist, kommt es immer auch auf das rhetorisch geschickte Vorgehen an.


ZUR LEHRPERSON, DIE ALS GENERALISTIN d.h. ALS COACH, KOMMUNIKATOR, FUERUNGSPERSOENLICHKEIT GLEICHZEITIG FOERDERN UND FORDERN, BEGLEITEN UND MODERIEREN KOENNEN MUSS:




"Wer Menschen führen will, muß hinter ihnen gehen."
(Laotse, chinesischer Philosoph, 4. - 3. Jahrhundert v.Chr.)




  • Ein guter Menschenführer hält sich unten. Laotse, Lao-Tse - Tao Te King (Neu übertragen von Zensho W. Kopp)
Wenn der Meister regiert, ist sich das Volk kaum bewusst, dass es ihn gibt. Der Zweitbeste ist ein Führer, den man liebt. Der Nächste einer, vor dem man Angst hat. Der Schlechteste ist einer, den man verachtet.

Laotse, Laotse - Tao Te King (Neu übertragen von Peter Kobbe

http://www.seminarspiegel.de/binary/8273
Roland Henssler, Management-Trainer 


"Das meiste, was wir als Führung bezeichnen, besteht darin, den Mitarbeitern die Arbeit zu erschweren. "


Peter Ferdinand Drucker, US-amerikanischer Unternehmensberater, Managementtheoretiker und Publizist



"Alter frenis eget, alter calcaribus. - Der eine bedarf der Zügel, der andere der Sporen."


Marcus Tullius Cicero, römischer Staatsmann, Redner, Schriftsteller und Philosoph


"Führung ist wie der schreckerregende Schneemensch, dessen Fußabdrücke überall sind, der aber noch nie gesehen wurde."


Warren Bennis, US-amerikanischer Psychologe



"Mit Selbsterkenntnis muss man beginnen, bevor man andere führt."


August Everding, deutscher Regisseur und Intendant

"Den Charakter eines Menschen erkennt man dann, wenn er Vorgesetzter geworden ist."




Erich Maria Remarque


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Führen-aber wie? (Eigenverlag, 1975 - vergriffen) Fuehren aber wie  Umschlag


  1. Führen - aber wie? Inhalt

    Web brevier ueber Fuehrung, Gedanken, Assoziationen, Stichworte ueber das Thema Fuehren. www.rhetorik.ch/Führen-aberwie/Inhalt.html - 6k - Cached - Similar pages
  2. Führen - aber wie? Definition

    M. Knill, Brevier 'Führen - aber wie?' Nächste Seite. Führen ist. gewolltes menschliches Tun; Koordination der Kräfte beim Lösen einer gemeinsamen Aufgabe ... www.rhetorik.ch/Fuhrenaberwie/Definition.html - 7k - Cached - Similar pages

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  4. Aus der Praxis für die Praxis:
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Zur PERSONELICHKEIT:
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Charisma

23. Nov. 2007 ... Der Soziologe Max Weber(1864-1920) definierte charisamatisches Führen als die Begabung, mit Vision Andere inspirieren zu können und die ... www.rhetorik.ch/Charisma/Charisma.html - 9kCached - Similar pages
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Wer führt muss vor allem glaubwürdig und überzeugend kommunizieren können
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LINKS:

Erfolg dank Überzeugen

24. März 2007 ... Andere überzeugen bringt Erfolg. Es genügt nicht, nur gut zu sprechen, um andere zu überzeugen und für sich und seine Gedanken zu gewinnen. ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - 14k -Cached - Similar pages
  1. Kommunikative Kompetenz als Schlüssel zum Erfolg

    ... wenn sie sich glaubwürdig und überzeugend verständlich machen kann. .... Offenheit heisst dialogisch kommunizieren: Beide Gesprächspartner erhalten die ... www.rhetorik.ch/KomKom/KomKom.html - 17k - Cached - Similar pages
Knill: "Natürlich, zuhörerorientiert, inhaltzentriert reden" SVSF Verlag 1991, Hoelstein,
Bestellung bei blmvshop.ch Zuhoererorientiert Reden Buchumschlag
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Beurteilen können

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  1. LINKS:

  2. Beurteilen- aber wie?

    Die Beurteilung muss stets zu Verbesserungen führen, sonst wäre sie blosser ... Alle Beurteilungen müssen letztlich immer zu Verbesserungen führen, ... www.rhetorik.ch/Beurteilen/Beurteilen.html - 24k -Cached - Similar pages


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  4. Gespräche führen können
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LINKS:


  1. Mit Antworten führen - dank antizipieren

    25. Mai 2000 ... Durch Antworten und Antizipieren von Situation ein Gespräch führen. www.rhetorik.ch/Antizipieren/Antizipieren.html - 10k - Cached - Similar pages
  2. Überlegen antworten - Gesprächserfolge durch strukturierte ...

    Was die wenigsten jedoch wissen: Auch wer antwortet, kann führen. Die Kenntnis all dieser Fragearten genügt noch nicht, um beim Antworten ebenfalls zu ... www.rhetorik.ch/Alphaartikel/ueberlegen.html - 10k -Cached - Similar pages
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Prinzipien der Teamkommunikation kennen
(TEAMS führen können)

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M.Knill+K.Kunert "Team und Kommunikation"
Bestellung bei Sauerländer Team und Kommunikation  Buchumschlag

Team-Kommunikation

Über Sitzungen sagen Satiriker: "Da lässt sich ruhig schlafen. ... Sitzungen sind tatsächlich oft "Zeit- und Nervtöter" und Entscheidungen werden bei ... www.rhetorik.ch/TeamKommunikation/Team.html - 20k -Cached - Similar pages

Appreciative Inquiry

10. März 2002 ... Die Mitglieder eines Teams stehen füreinander ein! Zumindest dann, wenn sie so viel Verstand haben wie die Wildgänse. ... www.rhetorik.ch/Appreciative/Appreciative.html - 15k - Cached - Similar pages

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  2. Kritisieren können
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  4. LINKS:

  5. Schlechte Nachrichten übermitteln

    20. Febr. 2009 ... Buch: Elisabeth Haberleitner, Elisabeth Diestler, Robert Ungvari Führen, Fördern, Coachen, 2. Auflage von 2007, Redline Wirtschaft ... www.rhetorik.ch/Schlechtenachrichten/Schlechtenachrichten.html - 8k - Cached - Similar pages
  6. Kritikgespräche

    Kritikgespräche führen gerne zu langwierigen Konflikten. ... Die Begründung ist einfach: "Warum"- Einleitungen führen in der Regel zu Rechtfertigungen, ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html - 23k - Cached - Similar pages

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  8. Beraten können
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  11. Verbesserung durch Coaching und Beratung

    Wobei er schon während des Begleitprozesses die Zügel immer wieder dem lernenden Kutscher übergibt, damit dieser lernt, selbständig die Zügel zu führen. ... www.rhetorik.ch/Verbesserung/Coaching.html - 10k - Cached - Similar pages
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    2. Verhandeln können
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    4. LINKS:

    5. Das "Harvard" Verhandlungs Prinzip

      ... dass es den Kompromiss als herkömmliches Verhandlungsmodell überwindet und Lösungen sucht, die für beide Seiten zum Gewinn führen. ... www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/Harvardkonzept.html - 16k - Cached - Similar pages
    6. Verhandeln - aber wie?

      Ein Ratgeber zum Thema Verhandeln. ... Jedes Kind übt sich ständig im Verhandeln. "Muss ich tatsächlich um zehn Uhr schon ins Bett? ... www.rhetorik.ch/Verhandeln/Verhandeln.html - 38k - Cached - Similar pages

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    8. Moderieren können
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    10. LINKS:

    11. Moderieren - aber wie?

      9. Juni 2001 ... Unterschiedliche Begriffe oder zwischenmenschliche Aspekte können zu Frustrationen führen. Speziell gilt es Interventionstechniken zu ... www.rhetorik.ch/Moderieren/Moderieren.html - 21k - Cached - Similar pages
  12. &&&&&&&&&
  13. Sitzungen (Meetings) leiten können
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  15. LINKS:

  16. Meetings optimieren

    1. Apr. 2002 ... Die Teilnehmenden tragen oft dazu bei, dass Sitzungen viel zu lange dauern .... Die Sitzung ist keine Seifenoper. Robert Musil sagte einmal: ... www.rhetorik.ch/Meetings/Meetings.html - 33k - Cached - Similar pages
  17. [PDF]

    Ausser Sitzungsspesen nichts gewesen

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - View as HTML Sitzungen – zu neudeutsch Meetings genannt – verursachen oftmals ... Sitzungen scheitern, weil es an klaren Regeln mangelt. Von Anouk Holthuizen ... www.rhetorik.ch/Meetings/Sitzungen.pdf - Similar pages
  18. Meetings als Zeitverschwendung

    Dann machen Sie doch eine Sitzung! Sie können dann sehen, wie andere Leute in Ruhe schlafen, ... Sitzungen sind die praktischste Alternative zur Arbeit. ... www.rhetorik.ch/Meetings/Zeitverschwendung.html - 7k - Cached - Similar pages
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  20. Zeit managen können
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  22. LINKS:

  23. Zeit managen - aber wie?

    3. März 2002 ... Die Zeit können wir nicht managen, wenn wir uns nicht bewusst machen, welche Zeitverhinderer uns tagtäglich von wichtigen Tätigkeiten ... www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - 61k - Cached - Similar pages
  24. &&&&&&&&&
  25. Informieren können
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  27. LINKS:

  28. Marcus Knill: Informieren - aber wie?(Huber 1984 - vergriffen) Informieren aber  wie Buchumschlag

  29. M. Knill, Brevier 'Führen - aber wie?' Nächste Seite. Teilprobleme der Information. Informationsbeschaffung; Informationsauswertung; Informationsverbreitung ... www.rhetorik.ch/Führenaberwie/Information.html - 6k - Cached - Similar pages
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  31. Mit der Informationsflut umgehen können - Das Wesentliche sehen
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  33. LINKS:

  34. Information - Informationsflut

    Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - 27k - Cached - Similar pages
  35. WICHTIGES erkennen

    Wer verhindern will, dass "Falsches" hinzugedacht wird, der muss WESENTLICHES ausformulieren, ausführlicher schildern. Dies ist der Rede wert. ... www.rhetorik.ch/Wichtig/Wichtig.html - 14k - Cached - Similar pages
  36. Mut zum Vereinfachen

    Wichtig ist die Reduktion auf das Wesentliche. ... Die Kunst liegt darin, so zu vereinfachen, dass das Wesentliche trotz des Weglassens erkannt und ... www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - 15k - Cached - Similar pages
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  38. Erziehen können
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  40. LINKS:

  41. Führen - aber wie, Erziehung

    Erziehung. M. Knill, Brevier 'Führen - aber wie?' Literaturauswahl. Es gibt keinen sogenannt 'richtigen' Führungsstil, denn er hängt von der Führungsperson, ... www.rhetorik.ch/Führenaberwie/Erziehung.html - 7k - Cached - Similar pages
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  43. Motivieren können
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  45. LINKS:

  46. Führen - aber wie? Motivation

  47. Motivieren - aber wie?

    8. Apr. 2000 ... Andere motivieren - sich selbst motivieren; aber wie? Manche Bewerber werden nicht eingestellt, weil sie nicht anders eingestellt sind. ... www.rhetorik.ch/Motivation/Motivation.html - 17k - Cached - Similar pages
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ERKENNTNISSE: - Wer fragt, führt!
- Führen heisst: Vorausschauen!
Von der Schriftlichkeit zur visuellen Kultur

 
Texte haben ihre Stärken. Sie sind sie bei der Beschreibung von Sachverhalten komplexer als Bilder - vor allem bei politischen Sachverhalten. Das Internet und die Verfügbarkeit der Handys als Fotoapparat führte zu einem Paradigmenwechsel von Der Schriftlichkeit hin zur interaktiven Bildkommunikation Bereits das Fernsehen hat mit Live Uebertragungen (Sport- und Kriegsereignisse) die Informationslandschaft gewaltig verändert. In Krisensituationen (Katastrophen) war die Information immer Mangelware. Internet, Handys und Satelliten führten zu einer medialen Revolution, die nicht unterschätzt werden darf. Die vielen Einzelpersonen, die spontan Ihre Beobachtungen ins Netz einspeisen können, führen gemeinsam zu einer neuen Lagebeurteilung. (Sog. crowdsourcing). Diese Information von der Basis, von Betroffenen hat den Vorteil, dass die Information nicht nur schneller erfolgt, sondern auch transparenter geworden ist. dies setzt jedoch voraus, dass die Leute ein Handy haben. In Afrika ist es noch Mangelware. Die heutige Kommunikation basiert nicht mehr nur auf festen Leitungen und festen Sendern und Empfängern. Wir erleben heute gleichsam eine Demokratisierung der Massenkommunikation.

Aber auch eine Entwertung einzelner Informationen, aber auch ein Wildwuchs in der Fülle von Nachrichtenfetzen. Als bei den Wahlen Iran (2009) die Berichte der Korrespondenten unterdrücken wollte, bildeten sich auf Facebook Gruppen wie"100 millio members for Demokracy in Iran". 15000 Mitglieder produzierten über 100 000 Einträge. Anderseits wird inzwischen das Internet auch dazu missbraucht, Falschinformationen zu verbreiten. Mit der neuen visuelle Kultur handelten wir einen grossen Nachteil ein: Die Informationsflut. Die Schwemme an Rudel Blödsinn. Es gibt zu viele Wiederholungen und auch zu viel nutzloses Geschwätz. Fachleute fragen sich, wie man die Zuverlässigkeit der neuen Informationskanäle erhöhen kann. Es besteht bereits ein Projekt "Swift River" . Hier wird nach Softwarelösungen gesucht, um die Inhalte zu bewerten und die Quellen zu identifizieren. Facebook ist verhältnismässig neu. Es wird vor allem von jüngeren Menschen genutzt, dies führt deshalb auch zu Verzerrungen. FAZIT: Das Internet schafft allein noch nicht eine sichere, bessere, demokratischere Welt. Es wird von Dissidenten wie auch von den Schergen eines antoritären Regimes genutzt. Ferner führt das Internet auch zu einem Verlust an Differenzierung. Dennoch kann der Schritt von der Schriftlichkeit zur visuellen Kultur nicht mehr rückgängig gemacht werden. (Basiert auf einem Beitrag von Eric Gujer aus der NZZ vom 9. Juli 10 - über die "Schwarm Intelligenz des Internets")
  1. Information - Informationsflut

    Nachdem bis zum heutigen Tage die Information lawinenartig zu einer Informationsflut angewachsen ist, ist der Umgang mit der Informationsfülle zu einem ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell: Organisation kämpft gegen Informationsflut

    14. Juni 2008 ... Das Ziel ist, gegen Informationsflut vorgehen. Die Webseite der Organisation hat schon ein paar Tips publiziert, was man konkret tun kann: ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_14/index.html - Cached
  3. rhetorik.ch aktuell: Was kann man gegen die Informationsflut tun?

    11. Febr. 2006 ... Was kann man gegen die Informationsflut tun? Links: Zum Umgang mit Information · Informationen sammeln und sinnvoll bearbeiten ... www.rhetorik.ch/Aktuell/06/02_11.html
  4. [PDF]

    Die Informationen sammeln – und sinnvoll verarbeiten Beschaffung ...

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View überall die Informationsflut z.B. in Unter- nehmen, Lehranstalten oder Spitälern. ... hend, dass die Informationsflut nur durch ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar
  5. Informationsmanagement - Rhetorik Homepage: Home

    Im Kommunikationszeitalter steigt überall die Informationsflut z.B. in ... Hierauf folgte die Analyse Davon ausgehend, dass die Informationsflut nur durch ... www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html - Cached - Similar

Donnerstag, 5. Juli 2012

Was sagt der Blick von Widmer Schlumpf?

Eveline Widmer-Schlumpf ist in Verzug mit ihren Vorschlägen zur ökologischen Steuerreform: Mit Doris Leuthard informierte sie am 1. Dezember 2011 über die Energiestrategie 2050.

Eveline Widmer-Schlumpf ist in Verzug mit ihren Vorschlägen zur ökologischen Steuerreform: Mit Doris Leuthard informierte sie am 1. Dezember 2011 über die Energiestrategie 2050.
Bild: Keystone

Kommentar: Wir dürfen aus einer Aufnahme keine endgültige Beurteilung vornehmen. Diese Foto könnte unterschiedlich interpretiert werden:

- Vielleicht ist die Finanzministerin mit einer Aussage nicht einverstanden.

- Bundesrätin Widmer-Schlumpf ist möglicherweise müde 

- Sie denkt unter Umständen an etwas Unangenehmes

- oder sie ärgert sich, dass ihre Kollegin zu lange redet usw.


Um eine schlüssige Beurteilung dieser Foto zu machen, müssten wir weitere  Zusatzinformationen haben. Es bedarf  einer längere Sequenz, die wir sehen und  hören, um eine verlässlichere Beurteilung zu machen.

Bei einem Auftritt von Micheline Calmy-Rey und Bundesrat Merz war die Beurteilung einfacher, weil ich damals verschiedene Film- Sequenzen zeigen konnte:

LINK:


04 Feb. 2010
Dass Merz und Calmy-Rey das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, ist längst bekannt. Doch ist es dicke Post, ... Calmy-Rey. (Reuters). Finanzminister Merz machte gestern an der Pressekonferenz zum Datenklau klar: ...
http://knill.blogspot.com/


Ich hatte Micheline Calmy- Reys Körpersprache anlässlich der Medienkonferenz mit Bundesrat Merz analysiert und gezeigt, dass die Aussage (Wir beide haben gar keine Unstimmigkeiten mehr) überhaupt nicht mit dem nonverbalen Verhalten übereinstimmte. Leider wurden die Bilder auf dem Netz eliminiert. Ich weiss nicht über welche Stelle. Hier habe ich noch ein ähnliche, vielsagende  Aufnahme gefunden:
Sicherlich signalisiert dieses Gesicht und dieser Blick alles andere als Glück, Zufriedenheit, Harmonie:



Micheline Calmy-Rey musste telefonisch Kritik einstecken.



Mittwoch, 4. Juli 2012

MEDIENKONFERENZ IN EINER KRISE



Zur Medienkommunikation in Krisen



LINKS ZUR   UEBUNG EINER GROESSEREN FIRMA

(basieren auf www.rhetorik.ch "Krisen")


Krisen (alle Beiträge)





Krisen, Kommunikation, Krisenkommunikation, Krisenvorbereitung. ... Umgang mit Medien · Aktuell: Erfolgreiche Notfall und Krisenkommunikation · Aktuell: Mit ...
www.rhetorik.ch/Krisenbeispiele/Krisenbeispiele.html
12. Juni 2008 ... Schlauchbootunfall testet Krisenkommunikation ... Er sei traurig und erschüttert, sagte Schmid vor den Medien und zitierte aus dem Kirchenlied ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_12/index.html
5. Jan. 2012 ... Hildebrand an einer Pressekonferenz (5. ... dem Verhalten Wulff/Hildebrand während der Krise Wer sich für Krisenkommunikation interessiert, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/01_05/index.html
23. Juni 2005 ... Zur Krisenkommunikation bei der SBB Panne ... Weibel begann die Medienkonferenz mit seiner eigenen Erfahrungen: Er sass zur Zeit der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/06_23.html
5. Juli 2002 ... Es gibt bei der Krisenkommunikation wenige Grundprinzipien, die einzuhalten ... Fehler: Ungeklärte Fakten wurden an eine Medienkonferenz ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_05_2002.html
05 Okt 11: Krisenkommunikation und Medien · 26 Sep 11: Internet gegen Fernsehen und Zeitung · 26 Sep 11: Google Plus auf Aufholjagd · 18 Jul 11: BLM ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Medien.html
14. Okt. 2005 ... Links: Medien als Angstmacher? Krisenkommunikation und Medien · Fortsetzung : Vogelgrippe und die Medien ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/10_14.html
05 Okt 11: Krisenkommunikation und Medien · 01 Okt 11: Nein sagen koennen- dank der TTT-Formel · 30 Sep 11: Plakat Dschungel strapaziert Wahrnehmung ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell.html
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ERKENNTNISSE AUS DER UEBUNGSBESPRECHUNG - ANSCHLIESSEND AN DIE MEDIENKONFERENZ:



Vorbemerkung:


 Das vorgängige Medientrainung der obersten Führungsebene zahlte sich aus. Der CEO und die MEDIENSPRECHERIN überzeugten, dank der eindeutigen klaren Antworten.
Die STIMME die EMOTIONEN stimmten mit den Dachbotschaften überein (Schon beim ersten Eindruck).

Es hat sich einmal mehr bestätigt, dass Krisensituationen 1:1 antizipiert und simuliert werden müssen.
Ich verweise auf die Uebungen der Swissair mit Beatrice Tschanz. Sie hat immer wieder erklärt, dass die Swissair nach dem Absturz eines Grossflugzeuges nie so gut kommuniziert hätte,  wenn die oberste Führung der SWISSAIR  die Erkenntnisse - nach dem Training mit zwei simulierten Uebungen - nicht umgesetzt hätte. Auch beim Anschlag in ZUG hat mir der Polizeikommandant gesagt, dass ihm die  erarbeitete Checkliste die Medienarbeit enorm erleichtet habe.
Unser Profi-Journalist an der  MK machte nach der heutigen tägigen Uebung auf einige hilfreiche Aspekte der Medienkonferenz aufmerksam.

Zum Zeitaspekt:








Bei einem Unfall mit Toten und Schwerverletzten darf  nicht fünf Stunden zugewartet werden.
Heute sind die Medien noch schneller geworden und wollen rasch informieren. Der mediale Druck wird immer grösser. Als  Erstes muss nach kurzer Zeit wenigstens das gesagt werden, was man bislang weiss. Man darf auf die nächste Medienverlautbarung verweisen.

Journalisten sind keine Spezialisten. Es lohnt sich deshalb, einen klar verständlichen Text abzugeben.

Wer sagt was?

VOR der Präsentation sollte schon abgesprochen werden, WER WAS sagt.






Zu den kritischen Fragen der Journalisten:

Es lohnt sich, alle kritischen Fragen zu antizipieren.

Wenn der Krisenstab ruhig, bedacht kommuniziert, wirkt sich dies auf das Verhalten der Journalisten aus.

Zur Krisenkommunikation:

Die verständlichen, kurzen und KONKRETEN  Antworten  veranschaulichten, was es heisst, auch unter Druck - in einer Stresssituation - zu überzeugen.

Die Medienkonferenz wurde vom ganzen Team professionell vorbereitet. Ich bin sicher, dass sich die praktische Uebung gelohnt hat.



Weshalb sich die Fluglärmgegner nicht durchsetzen können


 


Die Gründe:

1. In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit und beim Fluglärm können sich somit lokale Gruppen nicht durchsetzen

2. Die Mehrheit will nämlich einen Flughafen Kloten

3. Wenn es dann um die Lärmverteilung geht, zählt der Egoismus. Nach dem St. Florian Prinzip:"Verschone mein Haus, zünd lieber das andere an."

4. Weil keine Lösung vorliegt, die alle unterschreiben können, werden wir künftig mit Vereinbarungen und Lösungen leben müssen, die weiterhin für  einzelne Gegenden schmerzhaft sind.

Dienstag, 3. Juli 2012



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Fünf deutsche Bergsteiger sind  am Lagginhorn (VS) zu Tode gestürzt





Von unserem Refugium aus sehen wir diesen Gipfel - so wie die Mischabelgruppe -  vor uns, in unserem Aussichtspanorama. 






Für fünf Bergsteiger hatte die Besteigung des Lagginhorns am 3. Juli ein tödliches Ende. Weissmies links im Bild, Mitte im Bild das Lagginhorn mit 4010 M.ü.M.
Für fünf Bergsteiger hatte die Besteigung des Lagginhorns am 3. Juli ein tödliches Ende. Weissmies links im Bild, Mitte im Bild das Lagginhorn mit 4010 M.ü.M.
Quelle TAGI-online:
Unter den fünf deutschen Alpinisten, die gestern im Wallis starben, waren auch zwei Kinder des überlebenden Sechsten. Laut Polizei waren die Bergsteiger nicht angeseilt, andere Quellen sprechen von einer Seilschaft.
1/5 «Wetterbedingungen waren gut»: Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmiess (v.l.n.r.).
Bild: Wikimedia/Engie

   
Drama auf dem Lagginhorn: Fünf Deutsche sind im Wallis ums Leben gekommen. (Video: Reuters )
 
Drama im Wallis

KOERPERSPRACHE: WAS VERRAET DIE MIMIK?


Falls Sie den nachfolgenden Beitrag  lesen, erfahren Sie was Jörg Merten schreibt über die Möglichkeiten der Gesichter unserer Mitmenschen zu lesen. Es geht um das Erkennen versteckter Signale. Für ihn sind die Schnittstellen zwischen INNEN und AUSSEN die Muskeln. Ein universeller Code lasse Menschen einander verstehen, findet er. Tatsächlich kann niemand bestreiten, dass sich grundlegende Emotionen wie AERGER, ANGST, TRAUER, FREUDE, VERACHTUNG, UEBERRASCHUNG im Muskelspiel des Gesichtes abzeichenen.

Manche Ausdrücke sind  nach Mertens schlicht Angewohnheit oder dienen dazu, beim Erzählen Akzente zu setzen. Ich zitiere Mertens:  »Außerdem verfügen wir über viel Potenzial, andere zu täuschen.« Wer seine wahren Emotionen verbergen kann, etwa die Wut auf den Chef, hätten Vorteile, denn er ecke weniger an.

Mertens ergänzt:

Auch unterdrückte Emotionen Spuren, sogenannte micromomentary expressions: minimale Bewegungen, die für Zehntelsekunden übers Gesicht huschen, bevor die Mimik unter Kontrolle gebracht ist. Die Signale sind schwer zu erkennen, aber man kann seinen Blick für sie trainieren.  Psychologen, Coachs und Verhandlungsführer aus der Wirtschaft können lernen in Gesichtern nicht wie in einem Buch zu lesen. Der Eindruck, den Beobachter von außen gewinne, sei stets konstruiert und durch eigene Emotionen gefärbt.




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Psychologie Das Fenster zum Ich

Schnell schließen wir vom Aussehen und von der Körpersprache eines Menschen auf seinen Charakter. Doch wie gut kann man wirklich in andere hineinsehen?

Wer ein Seminar bei Jörg Merten besucht hat, sieht danach mitunter Verstörendes in den Gesichtern der anderen. Ein leichtes Zucken zum Beispiel. Merten macht es vor: Er zieht ganz kurz seine linke Wange hoch, als rümpfe er einseitig die Nase. Das Zucken ist so flüchtig und zart, dass man es leicht übersieht. Dabei ist seine Botschaft gravierend. Es bedeutet Verachtung.
Jörg Merten lehrt Psychologie an der Universität des Saarlandes und leitet das Institut für Mimikforschung Gnosis Facialis. Er bringt Menschen bei, in Gesichtern zu lesen. »Für die Kursteilnehmer ist das so, als öffne sich eine Tür zu einer neuen Welt«, sagt er. Plötzlich sehen sie in der Mimik anderer feine Bewegungen, die ihnen zuvor entgangen sind. Mit etwas Übung erkennen sie sogar versteckte Signale. »Man kann manchmal auch Emotionen sehen, die das Gegenüber verbergen will«, sagt Merten.
Es ist ein verlockender Gedanke: hinter die Fassade der anderen zu blicken, sehen zu können, was sie wirklich fühlen und denken. Zu einem gewissen Grad beherrscht jeder diese Fähigkeit und nutzt sie tagtäglich, oft unbewusst. Wenn Menschen einander begegnen, machen sie sich automatisch ein Bild davon, was im anderen vorgeht, ja sogar was für ein Wesen er hat. Innerhalb von Sekunden schließen wir von der äußeren Erscheinung auf Charakter und Einstellungen. Wir sehen Kleidung, Körpersprache und Gesicht und meinen prompt zu wissen, was für ein Mensch vor uns steht. Und allzu leicht glaubt man, jemanden in- und auswendig zu kennen, sein Verhalten vorhersagen zu können. Forscher versuchen zu ergründen, wie solche Eindrücke entstehen und wie gut man wirklich in andere hineinsehen kann.
Der Mensch ist ein soziales Wesen, sein ausgeprägtes kooperatives Denken hat ihn in der Evolution erfolgreich gemacht. Es ist überlebenswichtig, schnell zu begreifen, wer Freund und wer Feind ist und was in den Artgenossen vorgeht. Haben sie Angst, droht womöglich auch Gefahr für das eigene Leben. Kochen sie innerlich vor Wut, gilt es, zu beschwichtigen, ehe es Schläge setzt. Schon Darwin war überzeugt, dass es einen evolutionären Vorteil hat, Emotionen ausdrücken und ablesen zu können.
»Die Schnittstelle zwischen innen und außen«, sagt Jörg Merten, »sind die Muskeln.« Mit ihnen senden wir Signale an die Umwelt, die sich in Körperhaltung, Bewegungen und vor allem in der Mimik niederschlagen. Diese gleicht einem universellen Code, der Menschen hilft, einander zu verstehen.
Die amerikanischen Psychologen Paul Ekman und Wallace Friesen haben mit ihrem Facial Action Coding System dokumentiert, welche Muskeln – Action Units – angespannt werden, um die grundlegenden Emotionen Ärger, Angst, Trauer, Freude, Ekel, Verachtung und Überraschung zu zeigen. Trauer etwa lässt sich schon mit einer einzigen Bewegung ausdrücken. Jörg Merten hebt seine Augenbrauen zur Mitte hin an – und sieht mitleiderregend aus. Ärger ist etwas komplexer. »Da gibt es zum Beispiel die Action Units vier und sieben«, sagt Merten, zieht die Stirnfalte zusammen und verengt die Augen.
Einblicke in die Seele offenbart die Mimik aber nicht immer. Manche Ausdrücke sind schlicht Angewohnheit oder dienen dazu, beim Erzählen Akzente zu setzen, sagt Merten. »Außerdem verfügen wir über viel Potenzial, andere zu täuschen.« Wer seine wahren Emotionen verbergen kann, etwa die Wut auf den Chef, hat Vorteile, denn er eckt weniger an.
Allerdings hinterlassen auch unterdrückte Emotionen Spuren, sogenannte micromomentary expressions: minimale Bewegungen, die für Zehntelsekunden übers Gesicht huschen, bevor die Mimik unter Kontrolle gebracht ist. Die Signale sind schwer zu erkennen, aber man kann seinen Blick für sie trainieren. In Mertens Kursen lernen dies etwa Psychologen, Coachs und Verhandlungsführer aus der Wirtschaft. In Gesichtern wie in einem Buch zu lesen sei aber dennoch nicht möglich, betont Merten. Der Eindruck, den Beobachter von außen gewinnen, sei stets konstruiert und durch eigene Emotionen gefärbt. Seine Experimente ergaben: Sollen Personen einschätzen, wie sich ihr Gegenüber in einem Gespräch gefühlt hat, dann hängt das Ergebnis auch davon ab, was sie selbst in dieser Situation empfunden haben. »Wir sind eben keine Messinstrumente.«
Am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology arbeiten Wissenschaftler an Maschinen, die Gesichtsausdrücke objektiver analysieren sollen als ein Mensch. Wer die berühmte Bastelwerkstatt betritt, stößt auf erstaunliche Erfindungen, darunter ein Spiegel, der Herzfrequenzen misst. Hier hat Rana el Kaliouby eine Brille entwickelt, die Mimik interpretiert.


Das Fenster zum Ich
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Widersprüchliche Signale

Die Informatikerin hat ein großes Lächeln, das sie oft zeigt. Und dank ihrer Erfindung kann das nun auch ihr Computer erkennen. Eine Kamera registriert, ob jemand nickt oder den Kopf schüttelt, und verfolgt 24 Punkte im Gesicht. Das Programm vermisst die Bewegungen der Punkte und gleicht sie mit Gesichtsausdrücken ab, die aus einer Datenbank eingespeist wurden. Über einen kleinen Lautsprecher erfährt der Nutzer, ob sein Gegenüber interessiert zuhört oder gelangweilt abschweift, ob die andere Person Zustimmung, Widerspruch oder Irritation signalisiert. Auf einem Monitor dokumentieren farbige Kurven die Stimmung des Beobachteten.
Autisten sollen mithilfe des Programms lernen, die Mimik anderer besser zu verstehen. Es gibt aber noch andere Interessenten, etwa die Werbeindustrie oder Partnervermittlungen, die die Technik gern für Online- und Speeddating einsetzen würden. Anfragen kamen auch von Sicherheitsbehörden. »Die haben wir aber abgelehnt«, sagt el Kaliouby. Dennoch ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis Passagiere an US-Flughäfen mit derartiger Technik überwacht werden. Schon heute patrouillieren mancherorts Sicherheitskräfte, die verdächtige Personen an der Körpersprache erkennen sollen, bisher jedoch ohne nennenswerten Erfolg.
ZEIT Wissen 4/2012

Dieser Text stammt aus dem aktuellen ZEIT Wissen Magazin, das am Kiosk erhältlich ist. Klicken Sie auf das Bild, um auf die Seite des Magazins zu gelangen
Emotionspsychologe Merten sieht solche Technologien kritisch. Die Mimik sei zu komplex, um von einer Software gelesen zu werden. »Ein Lächeln ist für solche Programme immer ein Lächeln, auch wenn ich damit Wut oder Verachtung verdecke.«
Wenn das Gesicht eines Menschen schon so widersprüchliche Signale über den augenblicklichen Gemütszustand sendet, dann muss es umso schwerer sein, von außen zu erkennen, welchen Charakter jemand hat, was für ein Mensch er ist. Dennoch fällen wir ständig allein aufgrund des Aussehens Urteile über solche tiefer gehenden Merkmale.
Um uns ein Bild von einer anderen Person zu machen, reichen wenige Augenblicke. Thin slices nannten die Psychologen Robert Rosenthal und Nalini Ambady die kleinen Eindrücke, die wir in diesen Momenten aufschnappen. Mit aufsehenerregenden Studien zeigten sie bereits vor 20 Jahren, dass Menschen anhand sehr weniger Informationen Urteile über andere abgeben, die öfter der Wahrheit entsprechen, als mit bloßen Zufallstreffern erklärbar wäre.
Schon anhand eines kurzen Videoausschnitts oder Wortwechsels können wir manche Eigenschaften erkennen. Haltung und Bewegungen deuten auf den sozialen Status hin; Extrovertiertheit zeigt sich in ausladender Gestik, expressiver Mimik und einer lauten Stimme; auf Gewissenhaftigkeit lassen formaler Kleidungsstil und ein etwas steifes Verhalten schließen.
  • Das Ich im Netz
  • Facebook und eigene Websites
Auch die Spuren, die wir im Internet hinterlassen, geben Hinweise auf unsere Persönlichkeit.
Die E-Mail-Adresse
Schon die Absenderzeile kann verräterisch sein, ergab eine Studie des Münsteraner Psychologen Mitja Back. Gewissenhafte Menschen haben seltener lustige E-Mail-Adressen und häufiger solche, die auf .de enden. Auf Offenheit deuten kreative Wortschöpfungen und viele Unterstriche hin.
Mitunter reicht sogar ein Passfoto, um Menschen einzuschätzen. Eine Studie des Baseler Psychologen Jakub Samochowiec zeigte, dass Probanden häufig die politische Orientierung (rechts oder links) eines ihnen unbekannten Politikers von einem Foto ablesen konnten. »Besonders gut erkannten sie Politiker, deren Einstellung der eigenen widersprach«, sagt der Heidelberger Sozialpsychologe und Co-Autor Klaus Fiedler. Welche Merkmale die entscheidenden Hinweise lieferten, ist nicht klar. »Die Kleidung allein war es nicht, denn als sie wegretuschiert wurde, waren die Einschätzungen noch immer besser als Zufallstreffer.«
Solche Studien geben den Forschern Rätsel auf. Sogar wenn Testpersonen Persönlichkeitseigenschaften an Gesichtern ablesen sollen, gelangen erstaunlich viele zu den gleichen Ergebnissen. Der Wahrheit entsprechen diese Urteile aber nicht unbedingt. Offenbar hat die ausgeprägte Fähigkeit, Emotionen in Gesichtern zu lesen, die Nebenwirkung, dass wir manchmal schon die bloße Gesichtsstruktur interpretieren. Der Psychologe Alexander Todorov von der Princeton University fand heraus: Neutrale Gesichter, deren Physiognomie an einen emotionalen Ausdruck erinnert, rufen die Assoziation mit verwandten Charakterzügen hervor. Ähnelt ein Gesicht von Natur aus einer zornigen Mimik, hält man den Menschen eher für aggressiv und gemein.
Psychologen vermuten, dass in solchen Fällen die Gehirnsysteme zur Emotionserkennung »übergeneralisieren«. Sie interpretieren selbst ein starres Muster als Signal. Eine ähnliche Verzerrung sehen Forscher auch beim Babyface-Effekt. Kindliche Gesichtszüge lassen Erwachsene naiver, fügsamer und ehrlicher aussehen. Auf ein Babygesicht mild zu reagieren ist zum Schutz unseres Nachwuchses anscheinend so tief in uns angelegt, dass wir auch bei Erwachsenen auf solche Reize ansprechen. Einmal zu viel ist offenbar besser als einmal zu wenig. Das kann kuriose Folgen haben: Eine Studie deutet darauf hin, dass Straftäter mit kindlichen Gesichtszügen bei vorsätzlichen Taten eher freigesprochen, bei Fahrlässigkeit dagegen eher für schuldig gehalten werden.