NACHTRAG 1: Kein Wind hilft demjenigen, der nicht weiss, wohin er segeln will!
NACHTRAG 2:
Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Notiert von
marcus knill
um
18:28
Thomas Minder sieht sich als David, der gegen Goliath kämpft
Nach seinem Auftritt bei SCHAWINSKI SF 1 (Montag, 23. April 12) interessierte die Bevölkerung vor allem die Frage: Wie nimmt der populäre Schaffhauser Ständerat Stellung zu den vielen harten Vorwürfen in den Medien?
Ich hatte für das Schaffhauser Fernsehen bereits während des Wahlkampfes 2011 den parteilosen Ständeratskandidaten bei seinen Medienauftritten beobachtet und analysiert. Damals beurteilte ich vor allem die Wirkung des Einzelkämpfers. Ich zitiere:
"Der Vater der "Abzockerinitiative" spricht mediengerecht, anschaulich und ausdruckstark. Ein Beispiel: "Es darf nicht so weiter gehen wie in Stetten, dass Häuser wie Nistkästen bis an den Waldrand gebaut werden." Der parteilose Kandidat mobilisiert das Publikum mit eigenen Mitteln und grossen Inseraten. Er hat keine engen Verbindungen zu Parteien und Verbänden. Thematisch tangiert er zum Teil die Thematik der SVP und der Grünen. Er kann mobilisieren, wirkt als Person engagiert und ist von seiner Botschaft überzeugt. Wer an eine Sache glaubt, kann erstaunlicherweise viele rhetorische Fehler machen. Minder überzeugt vor allem deshalb , weil er selbst von seiner Botschaft überzeugt ist. So spricht Minder vor Mikrofon und Kamera oft LAUT, SCHROFF, zu pausenlos. Minder profitiert vom Bonus "Neu, frisch, unverbraucht, parteilos". Viele Bürger zeigen den grossen Parteien gegenüber oft Verdrossenheit, Unbehagen bis hin zu Misstrauen. Sie ärgern sich auch, dass die Minder-Initiative auf die lange Bank geschoben wird und hoffen, dass der neue Ständerat in Bern Druck ausüben könnte. Thomas Minder ist so besessen von seiner Mission, dass die "Bilanz" ihn einmal mit "heiligen Eifer" betitelte. Er muss daher aufpassen, dass er mit seinem ausgesprochenen Sendungsbewusstsein NICHT ZU MISSIONARISCH WIRKT und er im Wahlkampf keine Schlammschlacht führt. So stört mich zum Beispiel, dass Minder in seinen Inseraten für sich selbst Mitleid erweckt. Wenn er den Sitz ins "chambre de réflexion" schaffen will, MUSS ER UNBEDINGT DIE BALANCE ZWISCHEN HAERTE UND FLEXIBILITAET finden."
Beim Auftritt der Kandidaten beim Schaffhauser Fernsehen warf Christian Heydecker seinem Kontrahenten damals vor, Minder habe ihn unfair ans Schienbein getreten und der Kampf könnte in der letzten Phase - zusammen mit den Jungfreisinnigen - zu einer Schlammschlacht verkommen. Es kam dann aber nicht so weit.
Der jüngste Medienwirbel über seine Aussagen als neuer Ständerat machte bewusst, dass die Direktheit Minders bei der Oeffentlichkeit und vor allem in den Medien sehr schlecht ankam.
Was war geschehen?
Wenige Aussagen Minders lösten gleichsam ein politisches Beben aus. Der neue Schaffhauser Ständerat soll (gemäss NZZ Beitrag) gesagt haben, das Stöckli sei ein "Kindergarten", sei "tiefrot", ein "Streichelzoo" und mache "Tubel-Vorschläge", die nur dazu dienten, Subventionen für ihre Kantone locker zu machen.
Blick vermutete darauf, Minder sei in Rage gekommen, weil seiner Initiative wohl ein direkter - "inklusive sozialistischer Bonisteuer" - und ein indirekter Gegenvorschlag entgegengestellt worden sei. Ständerat This Jenni vertrat die Meinung: "Wir müssen Minder disziplinieren - sofern er überhaupt therapierbar ist". Anita Fetz keilte nach: "Minder ist halt so ein Typ, der schwatzt, bevor er denkt". Solche beleidigenden Aussagen habe sie in ihrer Ständeratskarriere noch nie gehört.
Bei dieser medialen Ausrastergeschichte zeigte sich für mich wieder einmal, dass die Form, das "Wie" und die Wortwahl eines Parlamentariers ausschlaggebender sein können, als das das "Was". Wenngleich in Minders Aussagen ein Funken Wahrheit sein könnte, dürfte aus meiner Sicht kein Kritiker öffentlich die Nerven verlieren und emotional aus dem Bauch heraus kontern. Der verbale Ausraster schadete aus meiner Sicht dem neugewählten, unverbrauchten, sympathischen Schaffhauser Politiker enorm. Ich erwartete eine Entschuldigung, damit seine Reputation keinen weiteren Schaden nimmt. Minder nahm jedoch kein Wort zurück, er fand lediglich, er sei missverstanden worden, man habe seine Aussagen nur auf ein paar Stichworte reduziert. Er werde sich aber auf keinen Fall verbiegen lassen. Immerhin gestand er, der Ausdruck Kindergarten sei nicht ideal gewesen.
Schawinski mit Thomas Minder - YouTube | |
www.youtube.com/watch?v=VGGpnq2z4YQNeuvor 1 Tag - 31 Min. - Hochgeladen von SchweizerFernsehen
Als Kämpfer gegen die «Manager-Gier» ist Thomas Minder einst auf dem politischen Parkett aufgetreten ... | |
Notiert von
marcus knill
um
13:56
15. Mai 2005 ... Der Deutsche Bundespräsident Johannes Rau trug Anfang Juni 2004 bei der Jahrestagung des "Netzwerks Recherche" zehn Gebote für guten ...
www.rhetorik.ch/Journalistengebote/Journalistengebote.html -
Kommunikation und Medien
Umgang mit den Medien - 10 Tipps. 1. Journalistinnen und Journalisten sind Ihre Partner, nicht Ihre Feinde. Das heisst aber nicht, dass Sie Ihre Freunde ...
www.rhetorik.ch/Medien/Medien.html -
Oeffentliche Auftritte
Öffentliche Auftritte. von Marcus Knill. 1. Vorbereitung ... 2. Kurz vor dem Auftritt. Sich lockern. ... 3. Beim Auftritt. Keine Nebengedanken. ... www.rhetorik.ch/OeffentlicheAuftritte/OeffentlicheAuftritte.html -
Aufmerksamkeit allein genügt noch nicht
Wie bei dem umstrittenen FDP Videoclip in Reinach
kam es nun bei einem SPD “Gaga” Plakat in Nordrhein-Westfalen zu einem
Medienwirbel. “Parteienwerbung ganz gaga Wurst-Wirbel um SPD-Plakat” titelte „Bild“.
Zum Sachverhalt: Per Facebook-Abstimmung haben die Sozialdemokraten ein neues Plakatmotiv ausgesucht. Die nordrhein-westfälische SPD wurde dazu aufgefordert, kreative Vorschläge für ein Wahlkampfplakat einzureichen. Eine Jury wählte dann aus den Vorschlägen fünf aus und liess per Facebook über diese Favoriten abstimmen. 4‘497 Facebook-Nutzer entschieden sich für das Plakat mit dem sonderbaren Slogan „Currywurst ist SPD.“ Nun soll die Currywurst-SPD-Werbung tatsächlich in Druck gehen und tausendfach im ganzen Bundesland aufgehängt werden. Der Entscheid sorgte nachträglich für jede Menge Spott. Sogar die Vegetarier wurden auf den Plan gerufen! Diese fanden das Wurst-Plakat alles andere als lustig. Umfragen machten nachträglich bewusst, dass die Aussage des Plakates – der Gag – nicht verstanden wurde. SPD-Generalsekretär und Wahlkampfleiter Michael Groschel rechtfertigte die Aktion: „Wer sich auf das Netz einlässt, muss mit dem Ergebnis leben“. Die SPD hat etwas erreicht: Eine Menge Aufmerksamkeit. Das Plakat ist überall im Gespräch. Zwei Studenten aus Tübingen hatten das Motiv vorgeschlagen. Als Preis dürfen sie nun mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dinieren. Ob’s da wohl Currywurst zu essen gibt? fragt die „Bild“-Redaktion. Was ich von dieser Aktion halte: Auch bei diesem Kampfplakat erwarte ich Antworten auf die Fragen: Welches ist die Kernbotschaft? Wird sie verstanden? Was bezweckt diese Aktion? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Profi-Werber glücklich ist, wenn sein Plakat falsch verstanden wird und seine Aktion nicht dazu beiträgt, Stimmen zu gewinnen. Ein Selbstversuch lohnt sich. Zeigen Sie in Ihrem Bekanntenkreis dieses Plakat und sammeln Sie die Reaktionen oder Antworten. Sie werden bei dieser Gaga-Aktion einmal mehr feststellen: Aufmerksamkeit wecken allein genügt leider noch nicht! In meinem Bekanntenkreis kam jedenfalls das Plakat schlecht an.
Marcus Knill
Montag, 23. April 2012 um 10:19 Uhr
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Notiert von
marcus knill
um
10:27
Eindrückliche Nasszellen
Notiert von
marcus knill
um
16:12
| "Wenn irgendwelche nicht näher erläuternde Umstände es erlauben, könnten wir gewiss versuchen, etliche Aspekte immerhin den gewünschten Gegebenheiten anpassen." |
| "Wissen Sie," fährt der Befragte selbstsicher weiter; "wenn die Angelegenheit mit gesundem Menschenverstand angegangen wird und alle am gleichen Strick ziehen, so ist dies gewiss der erste Schritt in die richtige Richtung. Ich würde meinen: Es geht vorab darum, gemeinsam das nämliche Ziel anzustreben, getragen vom Willen, anstatt zu diskutieren, Hand anzulegen. Denn: Wer der Zukunft ins Auge blickt, stellt fest: Am Ende des Tunnels wird es immer wieder hell." |
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Reden und nichts Sagen, Reden mit leeren Phrasen und Worthuelsen.
www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html
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12. Mai 2002 ... "Airbagrhetorik" ist eine defensive Art der Kommunikation. Worthaufen drängen sich zwischen die Gesprächspartner. Diese leeren Worte im ...
www.rhetorik.ch/Airbag/Airbag.html
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12. Sept. 2007 ...
Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich
(www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer
Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/index.html
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4. Juli 2006 ... Wir sahen oft einen Politiker der überzeugen konnte, dann hat uns aber Joschka Fischer immer wieder enttäuscht, wenn er ins Quasseln kam ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/07_04.html
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7. Febr. 2004 ... Airbagrhetorik · Quasseln · Reden und nichts sagen · Fussballrhetorik. Durch gezieltes Abschweifen Nach dem Motto gewisser Politiker: ...
www.rhetorik.ch/Torpedo/Torpedo.html
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4. Apr. 2007 ... Es lohnt sich, diese Weichspüler gezielt zu eliminieren. Erstaunlich: Viele Redner benutzen "Flicklaute". Damit werden Denkpausen akustisch ...
www.rhetorik.ch/Weichspueler/Weichspueler.html
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vor 3 Tagen ...
In meinem zweiten Semester an der Uni hatte ich genug von trockenen
Vorlesungen und freute mich auf Seminare mit lebhaften Diskussionen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_19/
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Einfachheit durch verständliche adressatengerechte Sprache. ... Wer kompliziert, zu lange, unstrukturiert, abstrakt und trocken spricht, wird schlecht verstanden.
www.rhetorik.ch/Missverstehen/Missverstehen.html
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17. Febr. 2010 ... Fast jeder Beruf hat seine Sprache, die für das Laienpublikum ... Im Fernsehsimulator gibt es mitunter Leute, die eine komplizierte Fachsprache ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_17/index.html
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1. Jan. 2002 ... Seit langem hatten Erwachsenen Mühe mit der Sprache der ... Medien komplizierte Sachverhalte einfach und "strassengängig" zu vermitteln.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2002.html
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Durch Analogien und Beispiele können auch komplizierte Zusammenhänge klar ... immer wieder fest, dass Fachleute gerne behaupten, die einfache Sprache, ...
www.rhetorik.ch/Spiel/Spiel.html
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marcus knill
um
15:38
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marcus knill
um
11:56
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marcus knill
um
07:01