Sonntag, 27. Dezember 2009

Was mich gefreut hat:

Mit der kalten sterilen Neonröhrenbeleuchtung zur Weihnachtszeit ist jetzt an der Bahnhofstrasse in Zürich endgültig Schluss.

Auch wir haben jahrelang die unfestlichen Zapfen von Neonleuchten kritisiert. Es lag vor allem am Licht, das kein Menschenherz erwärmen konnte. Es wurde als Pistenbeleuchtung bezeichnet mit Leichenhallen-Charme. Der Einkaufbummel in der Bahnhofstrasse erinnerte an ein Büro. Tatsächlich war die sündenteure Beleuchtung seelenlos. Zwar widerspiegelte die "Norpol-seelenlos" Beleuchtung den kalten Zeitgeist der Banken und erinnerte uns an das Kunstverständnis von Nelly Wenger, die süsse Cailler Schokolade in eine moderne, kalte Hülle verpacken liess, die auch sehr teuer war, die aber die Kunden abschreckte. Der Konsum brach ein. Nelly Wenger musste nach diesem Flop über die Klinge springen. Die kreativen Schöpfer des Eislichtes in der Bahnhofstrasse konnten immerhin die teure (angeblich moderne) - aber verschmähte Beleuchtung - vier Jahr zum Aerger der Bevölkerung brennen lassen. Sie konnten nicht entlassen werden.

Vor 2005 bezauberten jahrelang unzählige Lichter den Himmel über der Bahnhofstrasse:

Damals war die Weihnachtsbeleuchtung ein Besuchermagnet.

Die gute Nachricht: Nächstes Jahr wird Lucy (eine neue Beleuchtung) die Menschen mit einem warmen Lichtregen erfreuen. Die Lichtwolke besteht aus 15 000 goldgelben Lichtpunkten. Es macht den Anschein dass bei der alten (supermodernen Eislicht Beleuchtung) Geschäftleute im Namen der Kunst über den Tisch gezogen worden sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass 2,4 Millionen Franken für eine Weihnachtsbeleuchtung ausgegeben werden ohne die Kunden zu berücksichtigen. Die Architekten des kalten Eislichtes (Fabio Gamazio und Matthias Kohler) haben sich um die Volksmeinung foutiert, Sie wollten als Künstler zum Lichtzauber an den Hausfassaden einen Kontrapunkt setzen und damit ihre Aussage den Besuchern aufzwingen. Was sie nicht bedacht haben: Die Bevölkerung will beim Einkaufen keine paradoxen anspruchsvollen Aussagen von Künstlern. Die Kunden möchten auch nicht mit dem Abbild der kalten Welt der Banken konfrontiert werden und einen Spiegel zur tatsächlichen Welt vorgesetzt bekommen. Sie will lediglich ein wenig Wärme und eine Stimmung, die Erinnerungen an eine friedliche Weihnacht konserviert. Künstler haben selbstverstädlich ein Recht zu provozieren. Und die Kunden haben aber ein Recht, die Aussagen von sendungsbewussten Künstlern abzulehnen.

LINKS

  1. rhetorik.ch aktuell: Umstrittene Weihnachtsbeleuchtung

    2. Dez. 2005 ... Es geht hier um die neue Weihnachtsbeleuchtung der Zürcher Bahnhofstrasse, wo ein Hightech-Event angekündigt worden ist. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_02.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell: Kunst, Kitsch und Kunde

    14. Juli 2007 ... Auch die neue Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse, die 2005 mit LCD Lichtröhren installiert worden war, wurde vom Publikum nicht ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/07_14/index.html - Cached

Samstag, 26. Dezember 2009

Exklusive Videos erinnern an die Tsunami Katastrophe vor 5 Jahren

Fünf Jahre nach der Tsunami- Katastrophe haben Menschen rund um den Indischen Ozean der Opfer gedacht. Unzählige Videos erinnern an das Jahrhundertereignis.

Aus TAGI:
1/7 Banda Aceh, Indonesien Die Flutwelle rollt durch die indonesische Stadt Banda Aceh.

Freitag, 25. Dezember 2009

Vor dem Sprung ins neue Jahr

Wir wünschen Ihnen schon heute einen leichtfüssigen Sprung ins neue Jahr. Doch empfehlen wir Ihnen beim Sprung in 2010, den folgenden Zeitgenossen nicht nachzuahmen:

Quelle 20 Min)

Ein äusserst risikofreudiger Zeitgenosse springt von einem Hochhaus aufs nächste.

(Quelle: YouTube)

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Der heilige Abend

Gemälde von Fritz von Uhde 1890

http://media.kunst-fuer-alle.de/img/41/g/41_00257038~_fritz-von-uhde_der-heilige-abend.jpg

Die beste Armee der Welt

(Link anklicken, um das Video zu sehen) Leerlauf im Militär? Nein! Moonwalk nennt sich das. Und was der Rekrut «AJ» Lanz in der Kaserne Kloten zeigt, ist grosse Klasse.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

K+K wünscht allen Lesern frohe Weihnachten und besinnliche Festtage!

http://www.geo-reisecommunity.de/bild/regular/104476/Frohe-Weihnachten-allen-Mitgliedern.jpg

Ist das die Aufwertung der Hausärzte?

Es ist unbestritten: Hausärzte müssen unterstützt werden. So wurden jüngst die Hausbesuche entschädigt. Nun lesen wir im Tagi:

Krankenkassen streichen Hausärzten die Pauschale für Hausbesuche

Die Krankenkassen wollen ab März 2010 keine Pauschale mehr für ärztliche Hausbesuche entrichten. Bei den betroffenen Ärzten stösst dieser Entscheid auf Unverständnis.

Auch das gehört zum Beruf eines Hausarztes: Hausbesuch bei einem kranken Patienten.

Auch das gehört zum Beruf eines Hausarztes: Hausbesuch bei einem kranken Patienten. Bild: Keystone

Santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly begründete den Entscheid am Dienstag gegenüber der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens mit den laufenden Tarifverhandlungen. Die Hausbesuchspauschale sei von Anfang an befristet gewesen. Der Grund sei, dass der Krankenkassenverband den Ärztetarif Tarmed umbauen wolle.

Die Grundversorger sollen besser entschädigt werden. Dies gehe nur, wenn an einem anderen Ort gespart werde, etwa bei den Spezialisten oder bei Spital-Ambulatorien. Dazu seien aber im Moment weder die Spitäler noch die Ärztegesellschaft FMH bereit, erklärt Schneuwly weiter. Die Hausärzte müssten sich nun entscheiden, was ihnen wichtiger sei: Die Besserstellung ihrer eigenen Situation oder die Solidarität mit den Spital- und Spezialärzten.

Der Entscheid stösst bei den Hausärzten auf Unverständnis. Hausarzt Ernst Gähler, Vizepräsident der Ärztegesellschaft FMH sagte gegenüber «10 vor 10»: «Alle sprechen davon, den Hausarzt-Beruf aufzuwerten. Und jetzt wird diese Pauschale einfach nicht mehr verlängert». Der Präsident der Schweizer Hausärzte, Marc Müller ist überzeugt: «Das ist ein Vertrauensbruch. Das wird bei der Basis ein grosses Rumoren auslösen».