Donnerstag, 23. Juli 2009

Ab August gelten die neuen Rechtschreiberegeln

Hier die wichtigsten Neuerungen:

1. Bei Wortzusammensetzungen fallen keine Buchstaben mehr weg: Schifffahrt, Kaffeeernte, Rohheit (Ausnahmen: u.a. dennoch, Hoheit)

2. Stammschreibung: Stängel (statt Stengel), Gämse (statt Gemse), schnäuzen (statt schneuzen), nummerieren (statt numerieren), Tipp (statt Tip).

3. Wenige Fremdwörter können angepasst werden: Mikrofon (statt Mikrophon), Panter (statt Panther), Spagetti (statt Spaghetti)

4. Getrenntschreibung:

a) bei Verb & Verb: kennen lernen, spazieren gehen

b) bei Substantiv & Verb: Acht geben, Rad fahren (aber nicht bei «verblassten Substantiven»: preisgeben)

5. Zusammenschreibung: zwingend nur bei irgendetwas, irgendjemand, umso, desto

6. Kleinschreibung: Ist erlaubt bei Anredepronomen in Briefen: du, ihre, dein, euer

7. Grossschreibung:

a) Tageszeiten: gestern Abend, heute Morgen

b) Substantive bei Getrenntschreibung: in Bezug auf, Eis laufen, Schuld haben

c) Substantivierung nach Artikel: der Einzelne, das Gleiche, als Erster

8. Kommasetzung:

a) Komma darf wegbleiben in Satzreihen vor «und» bzw. «oder»: Er studiert noch und sie ist arbeitslos.

b) Komma darf wegbleiben bei Infinitiv- und Partizipgruppen: Ich hoffe dir eine Freude zu bereiten. Zu Hause angekommen legte er sich hin.

c) Komma ist zwingend bei Infinitiv- und Partizipgruppen mit Hinweiswörtern: Ein Auto zu kaufen, das ist schwer. Ich liebe es, Sport zu treiben.

d) Komma ist auch zwingend bei Infinitiv mit «um zu», «statt zu».

Mittwoch, 22. Juli 2009

Köppel und die Rabenmütter

In verschiedensten Medien wurde jüngst die Frage diskutiert, ob eine Mutter mit Kindern auch ihren Job an der Führungsspitze problemlos meistern könne. Jene Managerinnen, die in einer wichtigen Fürhungspostition weder auf Job noch auf Kind verzichten wollte, erklärten, man müsse nur die Fremdbetreuung der Kinder organisieren (was mit grossen Kosten verbunden ist, wenn die Konstanz der Bezugsperson gewährleitet werden soll). Sie behaupteten, dass eine zufriedene Mutter, die sich selbst verwirklichen könne eine glücklichere Mutter sei. Was jedoch in den meisten Beiträgen ausgeklammert blieb, war die Meinung der Kinder. Die Frage nämlich, was sich eigentlich die Kinder wünschen: Fremdbetreuung oder Präsenz Elternteil? Auch die grosse Bedeutung der Konstanz der Bezugspersonen bei Kleinkindern wurde kaum erwähnt. Im CLUB wurde die Problematik der schwangeren Managerinnen ebenfalls dikutiert. An einer Veranstaltung des Sonntagsblick (an der ich vor wenigen Wochen teilnahm) erklärte Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre. Mit Kindern sei für sie so ein Job nicht möglich gewesen. Sie habe sich für die Karriere entschieden. In meinen Coachings höre ich von CEOs immer wieder: Auf dieser Stufe müsse man jederzeit verfügbar sein und zu Unzeiten wegfliegen können. Teilzeitjobs auf oberster Stufe sei deshalb nicht möglich, weil die Spitze nicht als Team funktionieren kann. Auf dieser Stufe gebe es keine "Fünfer und Weggli" Situation.

TV-Kritik: Roger Köppel diskutiert mit «Rabenmüttern»

Quelle Tagi

Im «Club» waren berufstätige Mütter das Thema des Abends. Der Bogen wurde gespannt von erster Hilfe bei Stürzen über Märchen bis zu VR-Sitzungen – und der Ton blieb erstaunlich friedlich.

Angeregte Runde: Der «Club» vom 21. Juli.

Angeregte Runde: Der «Club» vom 21. Juli. Bild: Club/Schweizer Fernsehen

«Bin ja noch der grösste Theoretiker»: Roger Köppel.

«Bin ja noch der grösste Theoretiker»: Roger Köppel. (Bild: Club/Schweizer Fernsehen)

Links

Der Weltwoche-Chefredakteur setzte gleich zu Beginn der Sendung die Agenda. Die Rolle als Geschäftsführer in einem grossen Unternehmen lasse keine extremen Zusatzbelastungen zu, wie eine Mutterschaft sie bedeute, sagte er. Köppel hatte bereits in einem Editorial die Entscheidung der ABB-Chefin Jasmin Staiblin kritisiert, in den aktuell schwierigen Zeiten 16 Wochen Mutterschaftsurlaub einzuziehen. «Wenn eine Frau ein Unternehmen leitet, muss sie sich dem 100 Prozent unterordnen», sagte er jetzt.

Köppel räumte ein, dass seine Meinung auch von persönlichen Erfahrungen herrühre. «Meine beiden Eltern waren berufstätig», erzählte Köppel der Runde. «Es war für mich der Horror, in den Hort zu gehen.» Wenn er ganz ehrlich zurückdenke, dann habe er die Mutter vermisst, weniger den Vater. «Zu ihr hatte ich den persönlicheren Bezug.» Ein Vater, und das sei keine repräsentative, sondern eine rein persönliche Aussage, bewege sich nicht in derselben Intimsphäre.

Das symbolische Pflästerli...

Rösli Zuppiger, Hausfrau und Mutter, und Claudia Deuber, Teilzeit-Stillberaterin und Mutter, pflichteten dem Chefredakteur bei. Eine Mutter müsse für ihr Kind da sein.

Diese Aussage war der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Diskussion: Die Teilnehmer drehten sich lange Zeit um die Frage, was das genau bedeutet. Zum Sinnbild wurde im Laufe der Debatte das Pflästerli, ein Verbandspflaster, das eben eine berufstätige Mutter dem Kind nicht selber aufkleben könne.

«Das ist richtig», sagte Andrea Degen, Ärztin und Unternehmerin dazu. Ein Pflästerli klebe jeweils nicht sie auf. «Aber ganz ehrlich: Das würde mich auch sehr bemühen.» Für sie sei vielmehr zentral, das sie ihren Kindern vermittle, dass ihre Mutter immer wieder heimkomme. «Ich sage meinen Kindern, ich fliege jetzt ins Ausland, aber ich komme immer zu euch zurück.»

...die Grimm'schen Märchen

Köppel verwies auf die Urangst des Kindes, von seinen Eltern getrennt zu sein. In seiner Generation sei viel zu wenig bedacht worden, was die Berufstätigkeit der Mutter für das Kind bedeute.

.....

Köppel: «Wenn du ganz nach oben willst, musst du dich voll und ganz dieser Herausforderung widmen.» Verantwortung sei unteilbar, und wer Teilzeit arbeite, zeige, dass er entbehrlich sei.

......

Köppel, der selber bald Vater wird, meinte, ein Kind zu betreuen, habe ja wohl nicht denselben Effekt wie Golf zu spielen oder zu wandern. «Meinen Sie? Das habe ich auch mal gedacht», so Degen. Köppel hörte aufmerksam zu und meinte schliesslich: «Ich bin ja hier noch der grösste Theoretiker.» Man darf gespannt sein.

Montag, 20. Juli 2009

Dabellay als monsieur "ZickZack"

Ich zitiere Tagi:

«Alle Optionen offen»: Darbellay schwenkt um

In einem Zeitungsinterview sagte er gestern, er sei nicht Kandidat für Couchepins Bundesratssitz. Jetzt krebst der CVP-Präsident zurück.

Am 8. September werden die Kandidaten bestimmt: Christophe Darbellay vor der Sommerpause im Nationalrat.

Am 8. September werden die Kandidaten bestimmt: Christophe Darbellay vor der Sommerpause im Nationalrat. Bild: Keystone

«Was mich angeht, ich bin nicht Kandidat», sagte Darbellay in einem am Montag veröffentlichten Interview der Genfer Tageszeitung «Le Temps». Auf Anfrage der AP hielt der CVP-Präsident aber fest: «Das ist der Stand heute. Was morgen passiert, ist etwas anderes.» Er lasse diesbezüglich alles offen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es einfach noch keine offizielle Kandidatur aus den Reihen der CVP.

Fazit:

Ich hatte im PERSOENLICH Heft jüngst den neuen UBS Boss Oswald Grübel gelobt, weil er stets verlässlich antwortet. Wenn der CVP Präsident der Oeffentlichkeit wiederum ein unverständliches Pirouettenverhalten demonstriert, so muss er sich nicht wundern, wenn er seiner Partei mit dieser Wankelmütigkeit ebenfalls schadet. Plumpe Windfähnchenpolitik hat sich noch nie ausbezahlt. Würde Darbellay doch noch nominiert, sehe ich schwarz für ihn. Wie im Wallis würde es gewiss nochmals Schiffbruch erleiden.

Sonntag, 19. Juli 2009

Empathie ist nicht angeboren

Das abgebrühte Verhalten jugendlicher Gewalttäter, die aus Lust - ohne Grund ( wie im Rausch) - Menschen am Boden liegend mit Füssen das Gesicht traktieren und brutal ohne Einfühlungsvermögen zusammenschlagen, rüttelt seit Wochen die Oeffentlichkeit auf.

Die Brutalität der Vergehen schockiert. Eltern und Erzieher können es kaum verstehen, dass solch gestörtes Verhalten immer mehr Realität wird. Man wundert sich, dass einem Jugendlichen jegliches Mitfühlen fehlen kann.

Fachleute sind sich einig, dass der Mensch die Empathie in der Kindheit erwerben muss.

Das Einfühlungsvermögen ist ist eine Fertigkeit, die leider nicht angeboren ist.

Babys weinen erst, wenn andere Babys weinen. Hat es ein Kind gelernt, sich in das Leid anderer hinein zu fühlen, kann bereits ein Zweijähriges Freunde mit einem mitfühlenden Blick trösten.

Das Phänomen der Empathie ist länger Zeit schon Gegenstand intensiver Forschung.

Es gibt Kinder, die bereits mit zwei Jahren beziehungsgestört sind. Die Frage nach den Gründen ist nicht schlüssig beantwortet: Sind es nur die Verwahrlosung, die fehlende Präsenz, der Liebesentzug, Quälereien, die zu den Beziehungsstörungen führen?

Heute sind leider viele Eltern überfordert, oft zu jung und es fehlt immer mehr an konstanten Bezugspersonen, die präsent sind und nicht wechseln. Fremdbetreuung wird zur Norm.

Spuren werden früh angelegt

Hirnforscher Timo Vloet aus Aachen findet: Durch jede negative Erfahrung wird - wie bei einem Trampelpfad im Schnee - die negative Spur immer tiefer.

Timo Vloet

Timo Vloet Klinik: Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen

In der Schule zeigt sich dann Lustlosigkeit - Hausaufgaben werden nicht gemacht - Mitschüler drangsaliert.

Es hat sich bestätigt, dass die Saat der Gewalt früh angelegt wird. Viele Eltern, die keine Zeit mehr haben für ihre Kinder, glauben, sie könnten sich dann später schon noch den Kindern widmen. Sie sind sich aber nicht bewusst, dass bereits die ersten Lebensjahre entscheiden, welche Pfade angelegt werden. Jedes Kind benötigt vor allem während der ersten Lebensjahre geduldige, liebevolle Eltern!

Psychoanalytiker Arno Gruen sieht in der Fähigkeit zum Mitfühlen " den Kern des Menschseins". Für ihn wird sie zur entscheidenden zivilisatorischen Hemmschwelle vor dem Bösen.

Arno Gruen

Wer mitfühlt, wird anderen nicht so leicht Uebles tun.

Bei abgebrüten, abgestumpften verhaltensgestörten Kindern (die ein gestörtes Sozialverhalten haben), lösten bei Messungen mitleiderregende Bilder kaum körperliche Reaktionen aus. Dies kann nachgewiesen werden. Diese suchen dann stärkere Reize, um überhaupt etwas zu spüren.

Solche Menschen eignen sich deshalb für nervenaufreibende Jobs, wie beispielsweise "Bombenentschärfer".

Die Ursachen des kaltblütigen Verhaltens von jugendlichen Schlägern, die ohne Grund (nur aus Langeweile, oder einfach den "Kick" suchen) Leute "abklopfen" sind multifaktorell. Mehrere Aspekte können zur ausgeprägten Mitleidlosigkeit führen:

- die Veranlagung (Gene)

- die Erziehung (auch: Erziehungslosigkeit)

- schwache Intelligenz

- der Gruppendruck (Einfluss der Clique)

Verhaltenstraining muss früh beginnen

Schon bei Kleinkindern muss die Empathie trainiert werden. Einem Kind, das eine Katze am Schwanz zieht, muss erkennen lernen, dass dies dem Tier weh tut.

Kinder, die schon im Kindergarten instrumentell aggressiv reagieren, können zum Sprengsatz in der Gruppe werden. Denn sie ziehen andere Kinder mit.

Eltern und Erzieher holen leider meist zu spät Hilfe.

Störungen wachsen nicht aus. Nach Psychiater Timo Vloet werden sie sogar noch schlimmer.

FAZIT:

Die Spuren der Gewalt werden in den ersten Jahren gelegt. Reden, streicheln, knuddeln ist so wichtig wie das Einflussnehmen auf das Verhalten.

Empathiemangel kann nicht ohne Präsenz von konstanten Bezugspersonen und nicht ohne Eltern, die eine Vorstellung von Werten und Empathie haben, begegnet werden.

Müssen wir uns an solche Meldungen gewöhnen?

Nachtrag Blick:

Zollikerberg 4 Teenies stechen 3 Kollegen nieder!

Aktualisiert um 15:07 | 25.07.2009

Solche Verhaltensstörungen haben gewiss mit Luxusverwahrlosung, Orientierungslosigkeit usw. zu tun. Wenn Jugendlichen in den ersten Jahren kein Urvertrauen und keine Empathie vermittelt wird, müssen wir uns nicht wundern, dass....

Samstag, 18. Juli 2009

Kein Bild aus unserer Webseite www.rheinfall.com, sondern...

Ein Schnappschuss aus dem Tessin nach den sintflutartigen Regenfällen der letzten Nacht (Quelle. tagi-online)

Reden und Interpretieren

Wiederum ergab es sich, dass ich mit meinen Teilnehmern des Intensivseminars (Reden und Ueberzeugen) anlässlich der Schweizerischen Lehrerweiterbildungskursen in Frauenfeld einen bekannten Profisprecher im gleichen Gebäude (Kantonsschule) besuchen durften:

Martin Hamburger

Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen

Reden ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen

Martin und ich kennen uns schon einige Jahre und wir haben festgestellt, dass wir im Grunde genommen beide in Bereichen wie DENKEN - REDEN - EINSTELLUNG - PRAESENZ - UEBERZEUGEN KOENNEN unterrichten.

Wir entschlossen deshalb - dieses Jahr übrigens bereits zum zweiten Mal - uns mit der eigenen Lerngruppe gegenseitig zu besuchen. Der Austausch war ein Erfolg.

Martin Hamburger werde ich deshalb gerne im Netzwerk Knill+Knill als empfehlenswerte Adresse einbauen. Martin Hamburger ist ein Vollprofi. (Knill und Knill vernetzt sich nur mit erfahrenen, kompetenten Fachpersonen im Bereich Kommunikation) Dass Martin Hamburger eine grosse Erfahrung hat, veranschaulicht nur schon sein Berufsprofil:

Qualifikationen und Berufserfahrung

Erstausbildung:

  • 1970 Mittelschulabschluss (Handelsdiplom)
  • 1972 Lehrabschluss als Sortimentsbuchhändler

Theater:

  • 1974 Schauspielakademie Zürich (Grundausbildung zum Schauspieler)

  • 1975 Rollenstudium bei Anita Ferraris (Regisseurin)
  • 1976-79 Engagement Stadttheater St. Gallen als Schauspieler und Regieassistent (von Dietmar Pflegerl)
  • 1979 Engagement Württembergische Landesbühne Esslingen a.N.
  • 1980 Atem-, Stimm- und Sprechschulung bei Dr. Horst Coblenzer (Coblenzer-Seminare)
  • 1981 Theater-Workshop (Lee Strasberg Technik) bei John Costopulos am Theaterhaus Berlin
  • 1982 Theater-Workshop (Lee Strasberg Technik) bei Ned Manderino am Theaterhaus Berlin
  • 1984 Stimmbildungs-Workshop bei Zygmunt Molik am Theaterhaus Berlin
  • 1997 Improvisations-Workshop bei Keith Johnstone am Theaterhaus/Interkunst Berlin

Didaktik

  • 2003 Ausbildung für Ausbildner. Schweiz. Verband für Erwachsenenbildung (SVEB)

Tätigkeit als freier Theaterschaffender und Sprecher

  • seit 1982 Auftritte und Engagements als Schauspieler, Kabarettist und Sprecher Theater am Hechtplatz, Zürich, Theater 58 (Tournee-Theater), Komedi-Theater Zürich, sogar Theater Zürich, Radio DRS, Literaturhaus Zürich
  • seit 1989 Solo-Kabarett
  • seit 1998 Off-Sprecher für diverse Fernsehsender (SF DRS, TV3, RTL/Pro7/Schweiz)

Unterrichtstätigkeit

Sprechtechnik-Kurse und Inszenierungen von Theaterstücken am Studententheater der Universität Zürich

  • 1979-85 Stimm- und Sprechlehrer an der Comart Schule für Theater und Tanz Zürich
  • 1982-1987 Abendkurse für Laien an der Comart Zu den Studierenden gehörten die „Acapickels“.
  • 1989-1994 „Freifach Sprechen“ am Seminar und Gymnasium Hitzkirch
  • (1997/98, 1998/99, 2001/02, 2002/03, 2003/04) Dozent/Sprechausbildner PHZ Luzern (seit 2003) Dozent/Sprechausbildner PHZ Zug (seit 2005) Abendkurse „Erfolgreich sprechen“ für Lehrpersonen an der Kaderschule Zürich (2002) Abendkurse „Erfolgreich sprechen“ für Lehrpersonen an der Kantonsschule Frauenfeld (2002) Abendkurse für Lehrpersonen des Kantons Luzern (seit 2003)
  • Samstagsseminare an der Schule für Angewandte Linguistik (SAL) Zürich (2006, 2007)

  • Tageskurse an der Medienschule Nordwestschweiz (MNS) Stein AG (2006, 2007)

Literarische Veröffentlichungen

  • Romantik der Kälte. Gedichte. (1982)
  • Meinen Sie mich? Geschichten (1986)
  • Mut.Anfälle.New York. Erzählungen (1999)
  • Texte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien

    http://www.schule-hergiswil.ch/cgi-bin/lehrer/niederberger_yolanda/017.jpg

Freitag, 17. Juli 2009

Sprechmarotten

Viele Redner die sich nicht regelmässig in einem Seminar spiegeln lassen. merken nicht, dass sich sich Formulierungen angewöhnt haben, die sie unbedacht, gleichsam standardisiert - ohne es zu merken, immer wieder sagen Wer Kontrollseminare (beispielsweise mit Video) meidet, erkennt nicht, dass sich im Alltag immer wieder Gewohnheitsformulierungen einnisten. Eine Journalistin sagte beispielsweise nach jeder Analyse: "Du weisst , was ich meine?". Als ihr diese Angewohnheit bewusst gemacht wurde, verschwand die Marotte sehr schnell. Einer bekannten Politikerin wurde leider all zu lange nicht gesagt, dass sie jeden Satz mit "Ich denke..." eröffnet hatte. Die Marotte wurde bereits zur festen Gewohnheit.

Ein Seminarleiter gewöhnte sich jüngst beim Dozieren an, bei jeder sonderbaren Beobachtung zu sagen:

"Da bekomme ich Vögel!"

Er schätze es sehr, als ihm die Teilnehmer das Lied "Alle Vögel sind schon da!" vortreugen und ihn humorvoll auf seine Gewohnheit aufmerksam machten.

Verbesserungen sind ohne konstruktive Kritik nicht möglich. Ich verstehe deshalb nicht, dass es Menschen gibt, die immer noch glauben: Nach der Beruflehre sei man ausgebildet bis zur Pensionierung.

In Seminaren bei K+K werden Ihnen störende Marotten bewusst gemacht. Warten Sie nicht zu lange!

LINK:

Sprechmarotten

Es gibt Personen, die haben sich die Sprechmarotte "des Mischens" so angewöhnt, dass sie ihn kaum mehr wegbringen. Selbst beim Kurz-Training nicht. ... www.rhetorik.ch/Marotten/Marotten.html - Im Cache - Ähnlich -