Donnerstag, 10. März 2016

Teilzeitarbeit als Karrierekiller

Wer weiterkommen will, muss voll da sein.

Die Empfehlung Jobs aufzuteilen und nicht mehr 100 prozentig zu arbeiten ist ein frommer Wunsch.
Auch ohne wissenschaftliche Untersuchung zeit sich in der Praxis, dass eine Führungspersönlichkeit voll und ganz da sein muss. Zudem rächt es sich später bei der Rente, wenn Mann oder Frau Teilzeit arbeitet.  Jetzt wird diese Erkenntnis auch wissenschaftlich untermauert:

Die Sankt Galler Management-Professorin Gudrun Sander hat mehr als tausend Führungskräfte in Schweizer Unternehmen danach befragt, was Karrieren behindert. Sie sagt: «Was dabei wirklich eine Rolle spielt, ist Vollzeit oder Teilzeit.» Kaum Einfluss auf die Karrierechancen hätten dagegen Geschlecht, Mutterschaftsurlaub (Quelle SRF):

Vollzeit praktisch ein Muss

Fast alle Führungskräfte würden Vollzeit arbeiten und darüber hinaus noch Überstunden leisten. Dasselbe werde auch von den karrierewilligen Untergebenen erwartet, so Sander weiter. Dies führe dazu, dass Teilzeit-Angestellte «signifikant schlechtere Leistungs- und Potenzial-Beurteilungen bekommen». Damit würden auch deren Aufstiegs- und Beförderungschancen schwinden.


Doch auch die Frauen müssten selber mehr dafür tun, um ihre Karriere-Chancen zu verbessern. Sander empfiehlt den Frauen, sich nicht in «typische Marketing und HR-Jobs» abdrängen zu lassen. Sie müssten versuchen, in wichtigen Projekten sichtbar zu bleiben, um sich zu profilieren und für höhere Aufgaben zu empfehlen.

1:51 min, aus HeuteMorgen vom 05.03.2016

KOMMENTAR: Trotz dieser eindeutigen Erkenntnis wird Männern und Frauen eingeredet, sie sollen doch auf einen Teilzeitjob umstellen. Das fördere die Lebensqualität und so könne Kind-Haushalt und Job unter einen Hut gebrachte werden. Die Nachteile werden bewusst ausgeklammert. Wer Teilzeit arbeitet, muss sich bewusst bleiben: Er behindert seine Karriere und wird bei der Pension abgestraft.

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