Sonntag, 16. Mai 2021

Applaus von Moderatoren

Applaus von Journalisten ist kein Kommentar, sondern unprofessionelles Verhalten.


Ich zitiere Marlis Prinzing aus Persönlich-Blog:

 

Eine aktuelle Variante der Heldinnenkür markiert der Applaus, den das ProSieben-Moderationsduo Thilo Mischke und Katrin Bauerfeind im ProSieben Spezial der Kanzlerkandidatin Baerbock zu Ende des Gesprächs gegeben haben. Das ist ein journalistischer Offenbarungseid. Zur PrimeTime.

Journalistinnen und Journalisten wird immer wieder vorgeworfen, sie hätten eine Schlagseite zugunsten von Links und Grün. Selbst aus einem bestimmten Sozialmilieu zu stammen, bedeutet noch lange nicht, unprofessionell zu sein. Zum journalistischen Basishandwerk gehört ja gerade auch die Fähigkeit, auf (professionelle) Distanz gehen zu können. 

 

Das Moderationsduo Bauerfeind/Mischke hingegen verhielt sich unprofessionell, bestärkte die Klischees vieler, die Journalismus in einen Topf mit dem Etikett «linkslastig» werfen und ramponierten die Glaubwürdigkeit des professionell arbeitenden Politikjournalismus. In einem Kommentar nach Abwägen diverser Argumente zum Schluss zu kommen, Person A scheint geeignet oder Position A eher zutreffend, ist etwas anderes als einfach zu klatschen: Applaus ist kein Kommentar. Erst recht nicht im Politikinterview

Gut, man kann sagen, dass sei ja eher Gefühlsjournalismus oder Politikunterhaltung. Aber so einfach ist es nicht. Denn vielen Menschen fällt es ohnehin schwer, professionellen und unsoliden Journalismus voneinander zu unterscheiden.

Kommentar: Gut geschrieben, Frau Prinzing

Donnerstag, 13. Mai 2021

Kampagne gegen Bearbock

 

Annalena Baerbock ist Ziel einer Schmutzkampagne
Die sozialen Netzwerke werden überschwemmt mit Hass-Postings gegen Annalena Baerbock. Bedient werden, wie hier in einem wirren Posting des Vegan-Kochs und Hasspredigers Attila Hildmann auf dem Nachrichtendienst Telegram, die seit Jahren von Moskau geförderten Narrative von einer angeblichen „jüdischen Weltverschwörung“ (oben rechts: Baerbock mit Milliardär George Soros). Baerbock soll als von „finsteren Mächten“ auserwählte Merkel-Nachfolgerin dargestellt werden. Aber auch gefälschte Nacktfotos und andere Lügen werden platziert. Motto: Hauptsache, irgendetwas wird schon hängenbleiben.Foto: privat

Quelle: tio

Sommaruga parla del clima, ma Trump è poco convinto

La presidente della Confederazione annuncia di voler affrontare la questione del riscaldamento globale. E l’espressione del presidente USA cambia

 

«Un saluto distaccato» - La vede diversamente l’esperto di comunicazione Marcus Knill: «Già il saluto con la stretta di mano era distaccato: Trump ha tenuto la mano sopra a quella di Sommaruga, segnalando così dominanza. L’unica cosa che avevano in comune era il colore rosso, del vestito di Sommaruga e della cravatta di Trump». Dei successi concreti - per esempio un importante passo avanti nella discussione per l’accordo di libero scambio - non ci sarebbero stati. Ma sono questioni che non si affrontano dopo un incontro di questo tipo.

«Sulla questione ambientale, le opinioni sono più divergenti di quanto suggerito da Sommaruga» afferma ancora l’esperto, che ritiene però positivo che il presidente americano abbiamo nuovamente incontrato la delegazione elvetica.«Colloqui come questi possono aprire delle porte». Un vantaggio che non andrebbe sottovalutato.

Aus Westfälische Nachrichten


„Vermutungen werden schnell zu Tatsachen“

Gerüchte entstehen zu einem Zeitpunkt, an dem die Lage noch unübersichtlich ist, auch für die Polizei. „Dann gibt es immer Experten, die etwas wissen oder vorgeben, etwas zu wissen“, sagt der Leiter des Fachgebietes Kommunikationswissenschaft. Diese Informationen bewegen sich zunächst häufig in geschlossenen Gruppen wie beim Nachrichtendienst WhatsApp. Nach dem Stille-Post-Prinzip werden sie weitergegeben – und damit verfremdet. „Einer hat etwas gehört, und wenn eine weitere Person so etwas Ähnliches gehört hat, dann haben es schon zwei gehört – und dann muss es ja stimmen.“

Die wenigsten machten sich die Mühe, zwischen Fakten und Vermutungen zu unterscheiden, und so „werden Vermutungen schnell zu Tatsachen“, schreibt Kommunikationsberater Marcus Knill auf seiner Webseite Rhetorik.ch. Ist ein Gerücht erst einmal öffentlich, lässt es sich kaum noch unterdrücken. Diejenigen, die es lesen, sind verunsichert. Die Polizei muss es auf seinen Wahrheitsgehalt prüfen. „Das macht Mehrarbeit und hat erheblichen Einfluss auf die Lagebereinigung“.

Mittwoch, 12. Mai 2021

Ob der Eritreer ausgeschafft wird?

Eine Frau wurde vor den einfahrenden Zug geschubst.

 

Am Freitagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr kam es am Zürcher Hauptbahnhof zu einer Attacke auf eine Zugsreisende: Ein Eritreer schubste eine wartende Frau am Perron vier vor den einfahrenden Zug. Der Zugführer verhinderte durch eine rasche Notbremsung Schlimmeres, das 40 Jahre alte Opfer wurde von Passanten aus dem Gleisbett gehoben. Die Frau wurde beim Vorfall nur leicht verletzt. Der mutmassliche Täter wurde kurz nach der Tat von der Zürcher Kantonspolizei verhaftet. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 27-Jährige sein Opfer nicht kannte. 

 

Falls der Täter nicht ausgeschafft wird,  wäre dies Wsser auf die Mühlen jener Gruppen, die finden, die Schweiz gehe zu larsch gegen kriminelle Asylanten vor.

Eritreer (27) stösst 40-Jährige vor einfahrenden Zug

Dienstag, 11. Mai 2021

Die Differenzen beim Rahmenabkommen

Zum Rahmenabkommen:

 

EU vs. Schweiz - Rahmenabkommen


Darum geht es bei der Unionsbürgerrichtline (UBRL): Die Richtlinie geht in mehreren Bereichen weiter als das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU von 1999, dass die Personenfreizügigkeit heute regelt:

  • Vereinfachter Zugang zu den Sozialwerken: Personen, denen nach Antritt einer Stelle in einem anderen EU-Land gekündigt wird, haben bereits nach drei Monaten Anspruch auf Sozialhilfe von sechs Monaten. Nach einem Jahr haben sie unbeschränktes Aufenthaltsrecht, einschliesslich Anspruch auf Sozialhilfe. Derzeit haben EU-Bürger in den ersten 12 Monaten in der Schweiz keinen Sozialhilfe-Anspruch, danach maximal sechs Monate.
  • Recht zum Daueraufenthalt: Unionsbürger und ihre Familienangehörigen erhalten nach 5 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt das dauerhafte Recht zu bleiben. Das gilt in der Schweiz derzeit nur für Bürger aus 15 EU-Staaten (die sogenannten EU-17 Staaten ohne Zypern und Malta) und nicht für alle EU-Angehörigen.
  • Erschwerte Ausschaffung: Auch Unionsbürger können zwar aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in ihr Heimatland ausgeschafft werden, es muss aber gemäss dem Verhältnismässigkeitsprinzip jeder Einzelfall überprüft werden. Unionsbürger aus der Schweiz auszuschaffen, dürfte laut Experten eher schwieriger werden.

Nach Ansicht der EU hätte die Schweiz die UBRL als Weiterentwicklung des Freizügigkeitsabkommens schon lange übernehmen müssen. Die Schweiz wollte aber im Rahmenabkommen eine Klausel unterbringen, dass sie die UBRL nicht übernehmen muss. Die EU hingegen wollte die Schweiz zur Übernahme verpflichten. Im aktuellen Entwurf zum Rahmenabkommen wurde die UBRL als Kompromiss dann überhaupt nicht erwähnt. Es wird aber befürchtet, dass die EU nach Unterzeichnung des Abkommens die Frage erneut aufbringt und ein Schlichtungsverfahren nach den neuen Regeln einleiten wird.

Warum wird überhaupt über ein Rahmenabkommen verhandelt? Die Schweiz ist weder Mitglied der EU noch des EWR. Sie setzt für die Zusammenarbeit mit der EU stattdessen auf bilaterale Verträge, die zum Beispiel den Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt sichern. Die EU ist aber nur willens, diesen bilateralen Weg fortzusetzen, wenn die institutionellen Fragen in einem Rahmenabkommen geregelt werden.

Der Vertrag soll zum Beispiel grundsätzlich regeln, wie Streitigkeiten beigelegt werden, aber auch wie die Schweiz ihr Recht im Gegenzug für den Marktzugang an jenes der EU anpassen muss.

Was, wenn es kein Rahmenabkommen gibt? Dann laufen die bisherigen bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU weiter. Die EU will aber keine neuen Marktzugangsverträge – etwa ein Strommarktabkommen – mehr abschliessen. In Frage dürfte wohl auch die Aktualisierung bestehender Verträge stehen, sollte eine solche nötig werden.

 

Kommentar: Wenn das Rahmenabkommen scheitert, liegt es daran, dass die Schweiz jede Aenderung automatisch nachvollziehen muss und das Vollk nicht mehr das letzte Wort hat. Bis jetzt hat die EUmit der direkten Demokratie in der Schweiz Mühe.  Nach meinem Dafürhalten müssen bei allen Verhandlungen verträge immer wieder neu BIlATERAL augehandelt werden.

 

 

Montag, 10. Mai 2021

Temperaturen tauchen

Eisheilige ohne Frost

 Morgen Dienstag, dem Tag des Mamertus, stürzen die Temperaturen gnadenlos ab. Während der Eisheiligen, von Mittwoch bis Samstag, geht es kühl weiter, (Quelle SRF)

Das heisst, am Tag des Pankratius, bis zum Samstag, dem Tag der Kalten Sophie, bleibt es kühl mit Temperaturen deutlich unter dem langjährigen Mittel.

 

Wetter Eisheilige 2021: Schon wieder eine Punktlandung | wetter.com