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Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Politiker müssen lernen, sich von Medien nicht überraschen zu lassen
Die Geschichte hat hohe Wellen geworfen: Ende September bezeichnete SVP-Nationalrat Andreas Glarner am Rande eines Klimaprotest-Camps vor dem Bundeshaus die Grüne Nationalrätin Sibel Arslan als «Arschlan» (persoenlich.com berichtete). Etwas abseits stand SP-Nationalrätin Jacqueline Badran, die sich darüber ärgerte, dass anstelle der Klimaaktivisten nun Glarner die mediale Aufmerksamkeit auf sich zieht. «Praktisch alle Journalisten, die auf dem Platz waren, rannten zu den beiden, als wären Harry und Megan persönlich aus dem Bundeshaus geschritten», so Badran in einem ausführlichen Medienwoche-Interview.
Als ein SRF-Radiojournalist Badran fragte, was sie vom Streit zwischen Glarner und Arslan halte, antwortete sie: «Mit euch spreche ich nicht.» Der Grund, den Badran anschliessend nannte, wurde schliesslich in einem «Echo der Zeit»-Beitrag gesendet: «Weil ihr die falschen Fragen stellt, weil ihr die Kameras auf die falschen Orte richtet. Ihr müsst die Jugendlichen filmen und nicht de huere fucking Glarner.»
Badran sei «offensichtlich nicht in der Verfassung» gewesen, um ein Zitat abzugeben. Sie kritisiert SRF, sie überrumpelt und ihre Aussage unautorisiert verwendet zu haben. «Der Journalist hätte eine Stunde später zurückkommen können und ich hätte ein vernünftiges Statement zur Medienkritik abgeben können», so Badran zur Medienwoche. «Wir sind nicht Vieh. Wir sind auch Menschen und keine Roboter, die nonstop professionelle Medienarbeit machen.»
Der SRF-Beitrag löste weitere Medienberichte aus – und hatte Folgen für die Zürcherin. «Ich wurde einfach auf die Politikerin reduziert, die die Nerven verloren hat und rumrabazt und Glarner beschimpft», so Badran, «und nicht etwa auf die 40 Jahre Engagement als Umweltpolitikerin, die die Medien kritisiert.» Unter Artikeln von Blick und 20 Minuten gab es wüste Kommentare, Badran erhielt zahlreiche E-Mails. Auch eine Morddrohung sei eingetroffen, wie sie gegenüber der Medienwoche schildert. Unterzeichnet sei das Schreiben «von einem ‹Mitglied des Glarner-Fanclubs›» gewesen.
Kommentar: Diese Geschichte zeigt, wie wichtig Medientrainings sind.
Badran greift SRF an. Journalist kontert:
In einem ausführlichen Interview in der Medienwoche hat sich SP-Nationalrätin Jacqueline Badran kürzlich nicht nur über den Zustand der Medien geäussert, sondern auch harsche Worte an die Adresse von Radio SRF gerichtet (persoenlich.com berichtete). Der für den kritisierten «Echo der Zeit»-Beitrag verantwortliche SRF-Bundeshausredaktor Oliver Washington nimmt nun in einer Replik Stellung zu den Vorwürfen.
Washington schildert darin, wie sich der Dialog zwischen ihm und Badran tatsächlich zugetragen hat – und hinterlegt als Beweis dafür einein MP3-Tonfile. «Es ist offensichtlich, dass dieser Dialog der Darstellung widerspricht, wie sie in der Medienwoche geschildert wurde», so der SRF-Journalist.
Ebenso widerspricht er Badrans Darstellung, die «huere fucking Glarner»-Aussage sei nicht autorisiert gewesen. «Der Bundesplatz war zu jenem Zeitpunkt ein öffentlicher, politischer Ort. … Jacqueline Badran ist als bekannte Nationalrätin zudem eine öffentliche Figur», so Washington zur Medienwoche. Zudem sei er mit dem SRF-Mikrofon in der Hand klar erkennbar gewesen. Badrans Statement zu Andreas Glarner sei eine «relevante öffentliche Aussage einer öffentlichen Person in einem öffentlichen, politischen Kontext» gewesen. (cbe)
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marcus knill
um
01:03
"Das Fallbeil von Leutschenbach" streicht beliebte Sendungen
Die SRF Direktorin muss aufgrund ausbleibender Werbeeinnahmen zwangsläufig sparen. Doch sie kann es mit ihrem "Streichkonzert" niemandem recht machen. Sie legt sich gegen zu viele Fronten an. Ein verzwickte Situation. Das Publikum will ihre Entscheide in dieser Form nicht mehr hinnehmen. Weil erfolgreiche Sendungen abgeschafft werden sollen, ist nun der Teufel los. Vor allem religiöse Kreise und Künstler wollen die Kürzungen nicht akzeptieren. Das Aus für Sternstunde Musik, Arena Reporter, Schawinsky und Eco Talk noch ohne grossen Lärm über die Bühne. Beim jüngsten aktuellen grossen Streichkonzert ertönen laute Misstöne.
Die Opposition formiert sich breit. Proteste werden laut. Nathalie Wappler möchte künftig vermehrt die Jugend ansprechen. Sehr wahrscheinlich geht ihr bei diesem Konzept die Rechnung nicht auf. Denn, populäre Sendungen sollen zu Gunsten der Jugend gekippt werden. Das derzeitige Problem: Zu viele Bevölkerungsgruppen werden vor den Kopf gestossen und die Jugend wird wohl dem Wunsch der Direktorin nicht nachkommen. Der Fehler Wapplers: Sie legt sich mit zu vielen Konsumenten an.
Der Direktorin wird vorgeworfen, mit ihrem Sparhammer verstosse sie gegen den Service Public.
SRF sei verpflichtet, im Programm alle Schichten abdecken. Es sei ein Fehler, die treusten Fernsehkonsumenten und Radiohörer zu vergällen.
Weshalb sind so viele Konsumenten verärgert? Vor allem das treue Publikum, die ältere Generation, die Künstler, die Kirchen?
Stimmen werden laut die vermuten, diese Kürzungen wären gesellschaftpolitisch bedingt.
Bluten müssen viele Swissness - Spartensendungen, wei beispielsweise:
- SRF bi dä Lüüt
- Viva Volksmusik
- Mini Schwyz- Dini Schwyz
- Swiss-Music-Avards
Aber auch Sportsendungen:
- Sport Aktuell
Die Unterhaltung wird ebenfalls nicht verschont:
-Art on Ice
Auch Sendeplätze für Literatur und Religion:
- "Die 52 besten Bücher"
Fernen sollen Religionssendungen ausgedünnt werden:
- Zwischenhalt
- Blickpunkt Religion
Die Sparte Wirtschaft und Wissenschaft muss ebenfalls bluten:
- ECO
- Einstein Spezial
Sowie die beliebte und lehrreiche Sendung:
- Tierdok "Netz Natur" mit Andreas Moser.
Zudem will Wappler 211Vollzeitstellen in den nächsten zwei Jahren abbauen.
Kommentar: Wappler könnte gewisss konkret aufzeigen, dass man den Pelz nicht waschen kann, ohne ihn nass zu machen.
Sie muss bei der Sparübung entscheiden und kann es nicht allen recht machen.
Wenn es aber SRF nicht gelingt, die Bevölkerung zu überzeugen, dass ALLE bluten müssen, muss etwas mit der Kommunikation nach innen und aussen verbessert werden.
Der Aufschrei der kirchlichen Kreise und der offene Brief von zwei Dutzend Schriftsteller an die SRF Direktorin verdeutlichen, dass der Ueberzeugungsakt noch nicht geglückt ist. Die SRF Führung kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, in der Hoffnung, der Lärm verebbe.
Auch eine Petition signalisiert, dass SRF nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.
Jetzt ist ein wohl durchdachtes Kommunikationskonzept gefragt, das zeigt, dass die Kritik des Publikums ernst genommen wird.
Wappler müsste überzeugend darlegen, wo sie auch intern kürzt.
Beispielsweise bei kostspieligen Reisen von Journalisten.
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marcus knill
um
09:33
Biden ist nicht mehr der Jüngste (Aufnahme nach dem Duell)
Spannung liess nach, als er glaubte, die Kamera sei abgestellt.
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marcus knill
um
18:29
Dubler gibt dem Druck nicht nach. Schon wieder stehen «Mohrenköpfe» in den Schlagzeilen. Erst vor Kurzen löste der umstrittene Schoko-Schaumkuss eine Debatte in der Schweiz aus. Eine Twitter-Nutzerin prangerte öffentlich den rassistischen Namen an. Sie forderte die Detailhändler auf, den «Mohrenkopf» aus dem Sortiment zu nehmen. Migros und Volg reagierten auf den Aufruf und schmissen die Dubler-Schaumküsse aus dem Regal. Drei Monate später der nächste Hammer. Das Unternehmen Richterich aus Laufen BL fügt sich dem öffentlichen Druck. Das Unternehmen verzichtet auf die Bezeichnung «Mohrenkopf» für seine bekannteste Süssigkeit. Dubler kann nur schmunzeln (Quelle Blick) Darüber kann Mohrenkopf-König Robert Dubler nur schmunzeln. «Richterich ist klein», sagt er. «Ich habe das Glück, dass ich es mir leisten kann, unabhängig zu sein und zu meinen Überzeugungen zu stehen.» Dubler führt die Firma in zweiter Generation. «Solange ich lebe, bleibt der Name», sagte er bereits im Juni gegenüber BLICK, als der Skandal hohe Wellen schlug. Der Richterich-Mohrenkopf aus Laufen sieht dem Dubler-Schaumkuss aus Waltenschwil AG sehr ähnlich. Auch er ist in eine goldene Verpackung gehüllt. Mehr zum Thema Auch «Moretti» müssen dran glauben Migros tauft Schaumküsse neu Nach «Mohrenkopf» auch «Moretti» weg! Migros Basel lässt Mohrenkopf im Regal Traditionsfirma Richterich streicht den Namen «Mohrenkopf» Nach Protesten der Kunden Hersteller Richterich streicht Namen «Mohrenkopf» Richterich-Schaumküsse wieder im Manor Auf den Schaumküssen des Traditionsunternehmens Richterich wird ab jetzt nur noch der Name des Familienunternehmens stehen. Ob die Firma diesen Entscheid aus finanziellen oder ethischen Gründen gefällt hat, ist bislang nicht bekannt. Fakt ist aber auch: Der Detailhändler Manor hatte die Richterich-Küsse im Sommer als Reaktion auf die Rassismusvorwürfe aus dem Sortiment genommen. Nun sind sie wieder erhältlich. Mit neuer Verpackung. «Es handelt sich um einen pragmatischen Entscheid, das Wort ‹Mohrenkopf› nicht mehr auf die Goldfolie zu drucken», sagt Richterich-Sprecherin Cécile Grüninger. «Wir entsprechen damit einfach dem Wunsch einiger Kundinnen und Kunden», sagt sie. KOMMENTAR: Richterich entspricht nicht dem Wunsch der Kunden, sondern dem Wunsch extremer Sprachpolizisten. Dublers konsequente Haltung ist bewundernswert. Er lässt sich nicht erpressen.
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marcus knill
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18:23
Bei den Umfragen, spielen bei der Beurteilung Vorurteile mit Die Umfragen sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen. Aus 20 Min: DIE NOTEN Jäger gibt Donald Trump die Note 5, weil Trump sein Konzept erfolgreich umgesetzt habe. Denn: «Er wirkte viel aggressiver als Biden, viel dynamischer. Das kommt gerade in Wirtschaftskreisen gut an.» Grundsätzlich aber sei eine Haupterkenntnis aus der Debatte: «Trump äusserte sich nie zu seinem grossen Plan für das Land in den nächsten vier Jahren. Dies, weil er keinen hat.» Biden gibt der Experte lediglich die Note 4. Denn: «Es gelang ihm nicht, gegen Trumps Zerstörungstaktik anzugehen.» Stellenweise habe Biden fahrig und etwas tatterig gewirkt, im Gegensatz zum aggressiv und dominant auftretenden US-Präsidenten. Trump vs. Biden Viele genervte Amerikaner Eine grosse Mehrheit der Amerikaner haben die erste Fernsehdebatte vor der Präsidentschaftswahl als anstrengend empfunden. Befragt nach ihrem überwiegenden Gefühl beim Schauen der Debatte antworteten in der CBS-Blitzumfrage mehr als zwei Drittel (69 Prozent), die Diskussion habe sie vor allem verärgert. Nur 31 Prozent fühlten sich davon unterhalten. In der Umfrage gaben zudem 19 Prozent an, sie seien nach der Sendung pessimistisch. Den Ton der Debatte, bei der vor allem der Trump seinem Herausforderer wiederholt ins Wort fiel, empfanden 83 Prozent der Befragten als negativ. Auf die Frage, wer die Debatte gewonnen hat, nannten 48 Prozent Biden und 41 Prozent Trump. Rund 10 Prozent bewerteten den Ausgang als unentschieden. Laut Angaben des Fernsehsenders CNN sahen 60 Prozent der Zuschauer Biden vorne. (SDA)
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marcus knill
um
11:46
Klimastreikende sagen «Arena»-Auftritt ab. Eigentlich wollten sie in der «Arena» über den Klimawandel reden. Als die Klimastreikenden aber erfuhren, dass die Redaktion an der Einladung von Roger Köppel (55) festhält, sagten sie ihren Auftritt ab. SVP-Nationalrat Roger Köppel scheint für seine Gegner ein zu wortgewandter Gast zu sein. Die Klimastreikenden weigern sich, mit ihm zu diskutieren. Zur «Arena»-Debatte hatte Hanna Fischer (19, 2. von links) vom «Klimastreik» zugesagt. Doch sie sagte wieder ab, weil Roger Köppel und seine Zeitung «Weltwoche» angeblich «massivst» gegen Klimastreikende, insbesondere Greta Thunberg hetzen. Schon im Juni wurde Roger Köppel von der SRF-1-Radiosendung «Forum» zurückgewiesen, weil die Gegenpartei sich weigerte, mit ihm über Rassismus zu reden. Die Gesprächsverweigerung scheint Früchte zu tragen Die Klimastreikenden besetzten dieser Woche unerlaubt den Bundesplatz. Sie erwarten Dialogbereitschaft, trotz Missachtung aller Vorschriften. Thema der nächsten SRF-«Arena»: die Klimaerwärmung. Zur Debatte wurde auch «Rise Up for Change» eingeladen – je Organisation, unter deren Dach sich verschiedene Klimabewegungen sammeln und die in dieser Woche das illegale Klima-Protestcamp auf dem Bundesplatz organisiert hat. Hanna Fischer (19) vom «Klimastreik» hat der «Arena» erst zugesagt. Und dann wieder abgesagt. Der Grund: SVP-Nationalrat Roger Köppel (55) sollte die Gegenpartei vertreten. Weil der den menschengemachten Klimawandel leugnet und Klimaaktivisten attackiert, verweigert Fischer den Auftritt. WERBUNG Ads by Teads «Das Kommunikationsteam von Rise Up for Change (...) hat einstimmig beschlossen, die Einladung zur SRF Arena vom 25.9. nicht anzunehmen, wenn Klimaleugner Roger Köppel ebenfalls eingeladen ist», schreibt «Rise Up for Change» in einer Mitteilung. Nach mehreren Gesprächen mit den Arena-Verantwortlichen habe man die Einladung abgelehnt. Zu «Rise Up for Change» gehören neben dem Klimastreik – in dem sich vor allem junge Aktivisten organisieren – auch radikalere Bewegungen wie Extinction Rebellion, das Collective Climate Justice, das Collective Break Free sowie die Umweltorganisation Greenpeace Schweiz. «Wir wurden schon als Kindersoldaten bezeichnet» Roger Köppel ist nicht überrascht vom Rückzug der Klimastreikenden: «Ich finde es schade, aber typisch, dass sie abschleichen», sagt Köppel zu BLICK. «Sie stellen ihre Gesinnung über den Rechtsstaat, Widerspruch von Andersdenkenden dulden sie nicht.» Er wirft ihnen eine «undemokratische Gesinnung» vor. Köppel wolle trotzdem an der «Arena» kommenden Freitag seine Meinung vertreten: «Ich finde es wichtig, den Rechtsstaat und die freie Rede zu verteidigen. Ich rede jedenfalls mit allen.» Sandro Brotz bedauert auf Twitter die Absage der Klimastreikenden: «Bedauerlich, dass ‹Rise Up for Change› die Zusage zur Einladung zurückzieht. Die Beteiligung von Roger Köppel war ihnen bekannt.» Die SRF-«Arena» stehe zur offenen Debatte, die aber durch «Gesprächsverweigerung» nicht gefördert werde. Die «Arena» werde selbstverständlich stattfinden. Schon im Juni wurde Roger Köppel von der SRF-1-Radiosendung «Forum» zurückgewiesen, weil die Gegenpartei sich weigerte, mit ihm über Rassismus zu reden. (hac) Mehr zum Thema Niemand wollte mit SVP-Köppel über Rassismus diskutieren SRF blies die Sendung wieder ab. Die Gesprächsverweigerung lohnte sich und könnte Schule machen. Keiner wollte mit SVP-Köppel über Rassismus reden. Kommentar: Es wäre gravierend, wenn missliebige Gegner mundtot gemacht werden könnten mit gezielter Gesprächsverweigerung. Das erinnert mich an die 68 er Jahre, als Studenten mit Störaktionen Dozenten mit einer kritischen Meinung am Reden gehindert haben.
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marcus knill
um
18:45
21.10.2020