Samstag, 22. August 2020

Chiesa als Präsident der SVP gewählt.

Spannend bis zum Schluss

In der Gerüchteküche hiess es bereits, es werde nun doch noch zu einer Kampfwahl kommen.

Denn, Alfred Heer hatte vor der Delegiertenversmmlung nichts von sich hören lassen und hatte nicht auf eine Kandidatur verzichtet.

Heer war abgetaucht. 

Journalisten prognostizierten bereits: Wenn es zu einer geheimen Wahl komme, würde Heer gewählt.

Nun sind die Würfel gefallen. Ich zitiere SRF:

SVP-Delegiertenversammlung: 

Tessiner Marco Chiesa wird neuer SVP-Präsident

  • Der Tessiner Marco Chiesa ist an der SVP-Delegiertenversammlung in Brugg Windisch AG mit grosser Mehrheit zum neuen Präsidenten der Partei gewählt worden.
  • Die SVP-Delegierten haben auch Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 27. September gefasst.
  • Die eigene «Begrenzungsinitiative» wurde einstimmig und mit viel Applaus zur Annahme empfohlen.
  • Zur Kampfjet-Abstimmung wurde eine Ja-Parole gefasst, zum Vaterschaftsurlaub eine Nein-Parole.

Die mehr als 350 Delegierten quittierten die Wahl von Chiesa mit Applaus. Die Stimmen konnten nicht mehr ausgezählt werden. Es war jedoch eine sehr grosse Mehrheit. Der 45-Jährige löst Nationalrat Albert Rösti an der Parteispitze ab.

Er werde das Programm der SVP nicht ändern, nur um netter zu sein und mit allen auszukommen, sagte Chiesa nach seiner Wahl. Er wolle ganz sicher keine 10-Millionen-Schweiz. Er wolle seinen Kindern eine Welt übergeben, auf die sie stolz sein könnten. Mit Chiesa hat die SVP erstmals einen Präsidenten aus der lateinischen Schweiz.

Alfred Heer hat verzichtet

Bei der SVP kam es zu keiner Kampfwahl um das Präsidentenamt. Der Zürcher Nationalrat Alfred Heer stellte sich am Ende nicht zur Verfügung. Die Zürcher Kantonalpartei unterstützte öffentlich den einzigen Kandidaten Marco Chiesa.

Heer hatte allerdings bis zuletzt offen gelassen, ob er an der Versammlung zur Wahl für das Präsidium der SVP Schweiz antreten wird. Die Zürcher Kantonalpartei hatte ihn eigentlich offiziell nominiert.

Aus BLICK:

 

Was machen Sie am liebsten – neben der Politik?
Ich widme meine gesamte Freizeit meinen Kindern und meiner Frau.

Ihr Traumberuf als Bub?
Hausarzt, ein aussergewöhnlicher Beruf.

Ihr bisher grösster politischer Erfolg?
Die Annahme der Kantonalverfassungs-Initiative im Tessin zur Wiederherstellung des Inländervorrangs auf dem Arbeitsmarkt.

Ihr politischer Lieblingsfeind?
Ich habe keine Feinde, nur politische Gegner.

Was ist für Sie Heimat?
Unser wunderbares Land, in dem ich meine Wurzeln habe, mein Zuhause, meine Familie.

Ihr Lieblingssong?
«One» von U2.

Was brachte Sie zuletzt zum Weinen?
Geweint habe ich nicht, aber ich habe schwierige Zeiten während der Corona-Krise erlebt.

Ihre grösste Schwäche?
Schwiizertütsch.

Womit kann man Ihnen eine Freude bereiten?
Mit einem freien Abend und einem gemütlichen Abendessen mit alten Freunden.

Haben Sie ein Tattoo? Wenn nicht, was liessen Sie sich stechen?
Nein, und ich werde mir auch nie eines stechen lassen.

Bier oder Wein?
Ein feines Glas Merlot del Ticino.

Lago Maggiore oder Lago di Lugano?
Lago di Lugano.

Matteo Salvini oder Sebastian Kurz?
Sebastian Kurz.

Skiferien oder Strandferien?
Skiferien in unseren Schweizer Bergen.

Würden Sie Ihren Kindern raten, in die Politik zu gehen?
Ja sicher, wir brauchen Schweizerinnen und Schweizer, die sich in der Politik engagieren für eine lebendige Demokratie und auch in Zukunft für eine freie Schweiz kämpfen.

Heute wählt die SVP ihren neuen Chef

Heute ist es so weit: An der Delegiertenversammlung in Windisch AG wählt die SVP ihren neuen Präsidenten.

Acht Monate sind seit der Rücktrittsankündigung von Albert Rösti (53) vergangen. Eigentlich hätte bereits im März ein Nachfolger bestimmt werden sollen, was wegen Corona aber schiefging.

Für die SVP kam das nicht ungelegen: denn sie tat sich schwer, einen neuen Chef zu finden. Die, die sich das Amt vorstellen konnten, wollte SVP-Doyen Christoph Blocher (79) nicht.

Am früheren Nachmittag wird der neue SVP-Chef feststehen. Der Vorstand hat gestern Abend Marco Chiesa (45) einstimmig zur Wahl empfohlen. Damit ist er gesetzt. Der Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer (58) hat seine Kandidatur zwar noch immer nicht zurückgezogen. Doch auch wenn es zur Kampfwahl kommt: Heer dürfte Chiesa kaum in die Quere kommen. Erstmals wird wohl ein Tessiner Präsident der grössten Schweizer Partei.

 

Mittwoch, 19. August 2020

Medienspiegel


Stift 28
6215 Beromünster

Münsterer Tagung

«Alles an dir spricht zu mir – Aspekte der Kommunikation». Vorträge. Mit Marcus Knill, Kurt Stadelmann, Pascale Bruderer u. a. Moderation: Christoph Staerkle

Münsterer Tagung
Alles an dir spricht zu mir – Aspekte der Kommunikation

Im Stiftstheater Beromünster  fand die traditionelle Münsterer Tagung statt, organisiert vom Haus zum Dolder.
Seit mehr als 20 Jahren führt das Haus zum Dolder in Beromünster jeweils im Herbst die Münsterer Tagung durch. Die zur Tradition gewordene Veranstaltung befasste sich dieses Jahr mit dem Thema «Kommunikation». Dazu wurden hochkarätige Referentinnen und Referenten eingeladen. In kurzen Vorträgen beleuchteten sie einige Aspekte von Kommunikation aus verschiedenen Blickwinkeln.
Mit der Frage Kommunikation – Selbstverständlichkeit oder Zauberwort? zeigte der erfahrene Kommunikationsexperte Marcus Knill in seinem Eröffnungsreferat auf, wie uns Schlüsselworte («Zauberworte») ermöglichen, besser verstanden zu werden und im Alltag zu überzeugen.
Das Kommunizieren am Telefon ist ein vertrauter und unentbehrlicher Akt. Unter dem Titel Es Telefon i jedes Huus – Wie das Telefon zum Menschen oder der Mensch zum Telefon kam veranschaulichte Kurt Stadelmann, Ausstellungskurator am Museum für Kommunikation in Bern, mit historischen Fakten, Anekdoten und Bildern die fast 140-jährige Entwicklungsgeschichte des Telefons.
Bei den zwei Vorträgen nach der Pause stand die nonverbale Kommunikation im Zentrum. Die Farb-, Stil- und Imageberaterin und Dozentin für Farbpsychologie Claudia Kammermann zitierte im Titel ihres Referats zum Faktor Farbensprache den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick: «Man kann nicht nicht kommunizieren!» und verriet, wie die richtig gewählte Kleidung, passendes Design und eine geschickte Farbwahl zum Erfolg in der Gesellschaft und auch im Beruf verhelfen.
Unter dem Titel Kommunikation mit allen Sinnen sprach Pascale Bruderer, Ständerätin des Kantons Aargau bis 2019, über ihre Erfahrungen aus 20 Jahren Parlamentsarbeit, über Erfolgsrezepte in der politischen Kommunikation und über die Bereicherung durch Gebärdensprache, die sie selber beherrscht.
Ein Highlight wird auch die Moderation des Nachmittags sein: Durch das abwechslungsreiche Tagungsprogramm führte der bekannte Pantomimenkünstler Christoph Staerkle. Er zeigte, dass zwischenmenschliche Kommunikation auch nonverbal durch Mimik und Gestik wirklich funktioniert.

 

BLOG aus Persönlich.com

Blog

19.08.2020 - Marcus Knill

Der Wert der Präsenz-Kommunikation

Zuschauer machen Sport zum Erlebnis, ebenso Konzerte oder Kinobesuche. Das machte die Coronakrise deutlich.

 

https://www.persoenlich.com/blog/der-wert-der-prasenz-kommunikation

 

Corona machte die Bedeutung des Publikums bewusst. Dialogische Kommunikation lebt vom direkten Austausch mit dem Gegenüber. Indirekte Kommunikation kann den Live-Dialog nicht ersetzen. Im Sport spielen Emotionen, Fans, Stadien mit Zuschauern vor Ort eine wichtige Rolle. Das hat sich in diesen Zeiten eindrücklich bestätigt. Spielen ohne Zuschauer oder mit nur wenigen Besuchern fehlt ein wesentliches Element. In der New York Times wird dies ausgesprochen: «Es ist zum ersten Mal, dass man den wirklichen Wert von Live-Zuschauern anerkennt.»

Ähnliches ist auch in der Lehre der Fall. Bei Vorlesungen vor leeren Bänken oder virtuell vor einer Kamera fehlen wichtige Komponenten. Das gilt auch in der Kunst oder Musik oder beim Film. Ein Museumsbesuch ist eine völlig andere Erfahrung, als sich ein paar Bilder auf dem Computer anzusehen. Musik in einer Tonhalle mit Publikum ist ebenfalls ein besonderes Erlebnis. Ein Konzert lebt nur mit Menschen, die Stimmung machen. Ein Kinoerlebnis gemeinsam mit einem Publikum ist nicht zu vergleichen mit dem Konsum des Films im Fernsehen.

Im New-York-Times-Artikel wird Travis Vogan, ein Professor aus Iowa, der Medien im Sport studiert, zitiert: «Das Publikum legitimiert die Erfahrung. Man ist verbunden mit anderen Leuten, die dem Ereignis nahe sein wollen.» Auch das Fernsehen weiss das. Oft zoomen Kameras in die Menge, um die Emotionen zu erfassen und zu vermitteln. Es geht um die Atmosphäre. Als Alternative zu Fans hat man während der Krise versucht, in Stadien Plakate oder Puppen aufzustellen – oder es wurden mit dem Computer generierte Fans eingeblendet. Das alles funktionierte nicht. Zu Recht sprechen wir von Geisterspielen.

Meine Erkenntnis: Das Fehlen des konkreten Gegenübers macht uns eindrücklich bewusst, dass bei allen Kommunikationsprozessen die Emotionen eine zentrale Rolle spielen. Beim Fernunterricht oder beim Coaching über den Bildschirm fehlen die dreidimensionalen Face-to-Face-Erlebnisse mit Geruch, die paraverbalen Signale und der Originalton. Nebengeräusche haben bekanntlich einen grossen Stellenwert. Dank Corona wurde uns der Wert des Live-Publikums, das heisst der Präsenz von Akteuren, verdeutlicht.



Marcus Knill ist Experte für Medienrhetorik und Autor der virtuellen Navigationsplattform für Kommunikation und Medien rhetorik.ch.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten vertreten ihre eigene Meinung. Sie deckt sich nicht in jedem Fall mit derjenigen der Redaktion.

 

SP Bundesrat will Bürger entmündigen

Ende der freien Arztwahl?«Bundesrat Berset will die Patienten bevormunden»

Die Regierung will die freie Arztwahl in der Grundversicherung einschränken. Die Massnahme soll Kosten senken, ist aber umstritten. (Quelle: 20 Min)

KOMMENTAR: Die Suppe wird sicher nicht so heiss gegessen, wie sie Berset gekocht hat. Es ist unvorstellbar, dass das Parlament dem Bürger  die freie Arztwahl ebenfalls entziehen will.

Wir fragen uns, ob der BAG - König nach den vielen autoritären Eingriffen in die Freiheitsechte während der "CORONA - Zeit" Geschmack gefunden hat an "diktatorischen" Massnahmen und staatlichen Eingriffen bei wichtigen Freiheitsrechten der Bevölkerung.

Die freie Arztwahl ist für die Meisten ein hohes Gut.  

 

Montag, 17. August 2020

Drei Zigeuner fand ich einmal......

Darf künftig am Lagerfeuer  folgendes Lied  nicht mehr gesungen werden?

Ein schönes Lied, meist mit Gitarre begleitet, ist jedoch ein bewahrenswertes Kulturgut.

Text: Lyrik von Nikolaus Lenau

 

Die drei Zigeuner

5 Steps to Roasting Up This Summer's Campfire Sing-Along – Forte ...

Nikolaus Lenau

Drei Zigeuner fand ich einmal

Liegen an einer Weide,
Als mein Fuhrwerk mit müder Qual
Schlich durch sandige Heide.

Hielt der eine für sich allein
In den Händen die Fiedel,
Spielte, umglüht vom Abendschein,
Sich ein feuriges Liedel.

Hielt der zweite die Pfeif im Mund,
Blickte nach seinem Rauche,
Froh, als ob er vom Erdenrund
Nichts zum Glücke mehr brauche.

Und der dritte behaglich schlief,
Und sein Zimbal am Baum hing,
Über die Saiten der Windhauch lief,
Über sein Herz ein Traum ging.

An den Kleidern trugen die drei
Löcher und bunte Flicken,
Aber sie boten trotzig frei
Spott den Erdengeschicken.

Dreifach haben sie mir gezeigt,
Wenn das Leben uns nachtet,
Wie mans verraucht, verschläft, vergeigt
Und es dreimal verachtet.

Nach den Zigeunern lange noch schaun
Mußt ich im Weiterfahren,
Nach den Gesichtern dunkelbraun,
Den schwarzlockigen Haaren.

 

Bald gibts diese Sauce unter einem neuen Namen.

Muss alles angeblich politisch korrekt umfomuliert werden?

Der jüngste Streich:

Knorr verärgert Kunden mit neuem Namen für «Zigeunersauce»

Künftig heisst das Produkt «Paprikasauce Ungarische Art». Das hat im Internet grosse Diskussionen ausgelöst.

In den sozialen Medien folgt nach dem grotesken Verhalten der MIGROS beim Verkauf von Mohrenköpfen und  nach weiteren unverständlichen Aktionen ein mediale Shit storm gegen die militanten Spachpolizisten. Wir müssen laufend mit unverständlichen Eingriffen an traditionellen Begriffen rechnen. Bald wird auch Zigeunerschnitzel verboten oder es müssen Märchen, Kinderlieder und Bücher  umgeschrieben werden.  Die Bevölkerung versteht jedenfalls die fanatischen Ueberkorrekten nicht. Solche Korrekturen sind lächerlich.

Roma | Wegen Rassismus-Diskussionen - Knorr benennt „Zigeunersauce“ um

Mäuse können klettern

https://www.youtube.com/watch?v=AsxoX99clTE

Samstag, 8. August 2020

Nichts gelernt

 

Marcus Knill

08.08.2020

Unglaublich: Der Bund sorgt weiter für Verwirrung in der Coronakrise.

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