Montag, 17. Februar 2020

Blick TV ist geboren

Das Format ist gewöhnungsbedürftig

Es ist ein Stück Schweizer Mediengeschichte: Blick TV ist am Montagmorgen um 6 Uhr auf Sendung gegangen. 17 Stunden lang werden Blick-Userinnen und User nun jeweils von 6 Uhr morgens bis 23 Uhr mit den Top-News des Tages auch im Bewegtbild informiert.
Die Anspannung im Newsroom der Blick-Gruppe war kurz vor 6 Uhr zu spüren. Viele Mitarbeitende – auch solche, die keinen Dienst hatten – fanden sich vor dem Studio zusammen, um der Lancierung des neusten Blick-Mediums beizuwohnen. Ein Kollegen-Applaus motivierte das Moderatorenduo Simone Stern (27) und Reto Scherrer (44), bevor ein Countdown die letzten Sekunden bis zum Start runterzählte. Blick TV war geboren!

Blick TV ergänzt die bisherigen Blick-Produkte

Themen der ersten Sendung waren der Sicherheitsskandal bei der Schweizerischen Post, die Problem-Siedlung Genesis in Beringen SH, der heutige Hooligan-Prozess in Basel und der Geisterfahrer von Rubigen BE. «Blick TV wird all das bieten, was den BLICK heute schon stark macht: harte Recherchen, intelligente Politikbeiträge, hochunterhaltsamer Boulevard und die beste Sportberichterstattung der Schweiz», versprach Jonas Projer (38), Chefredaktor Blick TV, bereits vor dem Sendestart.
Blick TV – live auf Handy, Tablet und Computer
Sie brauchen nur ein Smart­phone oder ein Tablet mit der am Wochenende veröffentlichten Version der Blick-App, um in den Genuss des ersten ­Onlinefernsehsenders der Schweiz zu kommen. Seit heute ist dort bereits auf der Start­seite, unten neben der Naviga­tionsleiste, der Hinweisbalken auf Blick TV zu finden.
Ein Klick – und Sie sind mitten im Programm! Das gilt natürlich auch auf unserer Website Blick.ch – dort ist der Blick-TV-Hinweis ­allerdings oben. Das beste Blick-TV-Erlebnis bietet die Blick-App. Die Besonderheit: Blick TV ist dort sowohl klassisch horizontal, also im Breitbild, als auch vertikal im quadratischen Bildformat zu sehen. Hierfür werden die aufgenommenen ­Bilder so eingepasst, dass der wesentliche Inhalt des Bildes in beiden Bildversionen ersichtlich ist. Falls Sie die Inhalte von Blick TV ohne Ton sehen möchten, können Sie die Untertitelungsfunktion nutzen. Diese kann in der Funktionsleiste ­unten ein- und wieder ausgeschaltet werden und ist während der 17-stündigen Sendezeit von Blick TV täglich verfügbar. Und falls der Ton nicht funktioniert: Überprüfen Sie den Mute-Schalter an der Seite des Handys – der muss (derzeit noch) auf Laut geschaltet sein.

Insgesamt 16 viertelstündige Sendungen pro Tag produziert

Die erste 15-minütige Sendung des Tages ging praktisch fehlerfrei über die Bühne, Erleichterung machte sich im Newsroom der Blick-Gruppe breit. «Vor nicht mal elf Monaten gab uns der Ringier-Verwaltungsrat grünes Licht für die Umsetzung von Blick TV. Und schon heute feiern wir den Sendestart. Das ist sensationell», hielt Christian Dorer (44), Chefredaktor Blick-Gruppe fest. Jonas Projer bedankte sich bei allen Mitarbeitenden des Newsrooms, die die neuen Fernsehkollegen und das neue Projekt so gut im Arbeitsumfeld integrieren.
Insgesamt acht viertelstündige Sendungen hat das erste Moderatoren-Duo von Blick TV aufgezeichnet, nach ihrer ersten Sendeschicht geben sich Reto Scherrer und Simone Stern zufrieden: «Natürlich waren wir angespannter als sonst, wir dürfen noch ein wenig lockerer werden», meint Stern. Die Quereinsteigerin, die erst im Januar zu moderieren begann, griff punkto Nervosität vor dem Sendestart auf einen ganz speziellen Trick zurück: «Es waren so viele wichtige Leute anwesend. Darum stellte ich mir vor, ich würde die Inhalte meinem Grossmami erzählen. Das hat gut funktioniert, ich konnte mir vieles merken.»

Scherrer will sich Arbeitsstunden besser einteilen

Auch Scherrer ist zufrieden mit seiner Leistung. «Ich muss mich aber noch an den Stundenrhytmus gewöhnen. Die jeweiligen Stunden muss ich mir mit texten, moderieren, schminken und auch mal mit was essen aufteilen», meint er. In seinen ersten Feierabend geht er mit einem guten Gefühl. «Das, was das neue Team hier im schon bestehenden Newsroom aufgebaut hat, ist beachtlich. Ich bin mehr als zufrieden mit unserem ersten Sendetag.»

Ab 15 Uhr übernimmt Lena Wilczek (25) die Moderation von Blick TV. Das Programm von Blick TV läuft jeden Tag von 6 bis 23 Uhr. Insgesamt sendet der erste digitale Fernsehsender der Schweiz 17 Stunden live.  (Quelle Blick)



Kommentar: Offensichtlich wollen die Moderatoren nicht SRF copieren. Sie suchen den Weg zwischen Small Talk und "seriöser"Moderation. Dieser Weg ist noch nicht gefunden worden. In Deutschland besteht beim Frühstückfernsehen ebenfalls eine Moderation zu Zweit, die icht überall gut ankommt. Reto Scherrer schätzte ich bei seinen Auftritt beim Radio und Fernsehen durch seine Natürlichkeit. Am Morgen des17. Februars  störte mich jedoch seine aufgesetzte maniriert Betonung einzelner Gedanken. Wenn er sich schon vornimmt, wie mit der Grossmutter zu sprechen, müsste er dies auch so tun. Mit viel mehr Selbstverständlichkeit. Das Problem mit den Augen (Blick zur Partnerin, zur Kamera?) ist noch nicht gelöst.  

Sonntag, 16. Februar 2020

Diese Fähigkeit benötigen wir heute besonders


Es ist die Überzeugungskraft
Die Fähigkeit, andere zu überzeugen, wird besonders wichtig, weil Entscheidungen immer schneller getroffen werden müssen und man sich immer weniger Zeit für eine gründliche Faktenanalyse nehmen kann, wie Mölleney sagt. Zudem sei die Menge an verfügbaren Informationen so gross, dass man sie kaum bewältigen könne. «Die zunehmende Bedeutung der sogenannten Influencer ist ein Indikator dafür, welche Bedeutung Überzeugungskraft hat.» (Quelle 20 Min)


24.03.2007 - Erfolg dank Ueberzeugen. ... Knill+Knill Kommunikationsberatung. Knill.com ... Andere zu überzeugen bringt Erfolg. Es genügt nicht, gut zu ...

Freitag, 14. Februar 2020

Die Piraten am Cholfirst

Etwas Nostalgie in der heutigen Andefinger Zeitung:

https://www.andelfinger.ch/themen/weinland/als-die-ptt-piraten-jagte/

Donnerstag, 13. Februar 2020

Unglaublich

Die Schweiz sorgt in der Abfahrt von Saalbach für eine Sensation! 
Gleich vier Schweizer klassieren sich in den Top 5. Einzig der Deutsche Thomas Dressen verhindert die grosse Schweizer (Kugel-) Party. (Quelle BLICK)

Montag, 10. Februar 2020

GRO KO wankt in Deutschland

 Kollaps der Merkel - Regierung?

(Aus Blick) Der Schritt von Annegret Kramp-Karrenbauer (57), kurz AKK, ist der Anfang des Ausbruchs eines Vulkans, der schon seit einiger Zeit am Brodeln ist. Er könnte zum Kollaps der Merkel-Regierung sowie zu Neuwahlen im Land führen, das unser wichtigster Partner ist.

Am Montag hat AKK, für alle überraschend, verkündet, dass sie sowohl als CDU-Vorsitzende zurücktrete als auch auf eine Kandidatur fürs Kanzleramt verzichte. Das Amt als Verteidigungsministerin werde sie jedoch weiterführen. AKK galt bisher als aussichtsreichste Nachfolgerin von Angela Merkel (65), die spätestens im Herbst 2021 als Kanzlerin zurücktreten wird.


Merkel musste eingreifen

Für AKKs Rücktritt ausschlaggebend war der Wahl-Knall im Bundesland Thüringen. Da war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich (54) vor einer Woche mit Unterstützung der AfD und CDU-Vertretern zum neuen Ministerpräsidenten gewählt und der beliebte Landesvater Bodo Ramelow (63, Linke) aus dem Amt verdrängt worden. Dass sich der FDP-Mann und Vertreter einer Mini-Fraktion von der AfD unterstützen liess und CDU-Vertreter mit der Rechtspartei gemeinsame Sache machten, sorgte für ein Politbeben in ganz Deutschland.
AKK versuchte zu schlichten, wurde aber nicht erhört. Es war eine Schmach für sie, dass sich Angela Merkel aus Afrika in den Streit einschalten musste. Überhaupt hatte AKK bisher kein glückliches Händchen. So hatte sie zum Beispiel mit einer dünnhäutigen Reaktion auf ein Anti-CDU-Video des Youtubers Rezo (27) eine schlechte Figur abgegeben. Für einen Eklat sorgte ihr versuchter Witz über das «dritte Geschlecht» bei einer Karnevalssitzung.

AKK möchte Ämter wieder zusammenführen

AKK sagte am Montag vor der Presse, die Aufteilung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz auf zwei Personen habe sich nicht bewährt. AKK: «Diese Trennung schwächt die Partei in einer Phase, in der Deutschland auf eine starke CDU angewiesen ist.» Sie wolle «bis Sommer den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren, die Partei weiter auf die Zukunft vorbereiten und dann den Parteivorsitz abgeben».
Die vier heissesten Kanzler-Kandidaten der CDU
Friedrich Merz (64): Der frühere Unionsfraktionschef und heutige Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) für transatlantische Beziehungen und die Folgen des Brexit gab nach einem Streit mit Merkel 2018 ein Comeback in der Partei. Bei der Wahl ums Parteipräsidium unterlag der Rechtsanwalt AKK nur ganz knapp. Ist zurzeit Kronfavorit.
Markus Söder (53): Der bayerische Ministerpräsident (CSU) hat grosse Erfahrung und macht seinen Job gut. Der ehemalige Hardliner hat sich neu erfunden. Ganz wichtig ist ihm auch der Umweltschutz.
Jens Spahn (39): Der Minister für Gesundheit ist eine junge Kraft und packt heisse Eisen an.
Armin Laschet (58): Der NRW-Ministerpräsident gilt als gewinnend und als Politiker, der zusammenführen kann. So engagiert er sich für einen Dialog der Generationen und mit Muslimen. (gf)
Falls sich die Partei entschliessen sollte, Kanzleramt und Parteivorsitz wieder in die gleichen Hände zu legen, könnte das Konsequenzen für Merkel haben: Entweder müsste sie noch einmal als Parteichefin ran oder als Kanzlerin vorzeitig zurücktreten.

Regierung wankt

Nach der SPD ist nun auch die CDU definitiv in die Krise gerutscht. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (61, CDU) redet von einer «ungewöhnlich ernsten Situation für die CDU». Innerhalb der Partei herrscht Streit, unter anderem über das Verhältnis zur AfD und zu den Linken. AKK betonte, dass sie eine Zusammenarbeit mit beiden Extrem-Parteien ausschliesse.
Die Krisen in den beiden grossen Parteien bringt sogar die Grosse Koalition ins Wanken. Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel (60, SPD), sagt: «Die Bundesregierung ist nach dem SPD-Kandidatenwettbewerb zum zweiten Mal in kurzer Zeit paralysiert. Ich vermute, es dauert nicht mehr lange, dann gibt es Neuwahlen.»
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (61) formuliert es noch dramatischer: «Die GroKo ist am Ende. Die CDU ist aktuell nicht regierungsfähig. Schluss mit dieser Regierung.»
FAZIT:
Im Grunde genommen ist AKK konsequent, wenn sie sich gegen Links und Rechts abgrenzt. Es ist völlig unverständlich, wenn bürgerliche Parteien  nur gegen die rechte Seite eine Brandmauer errichtet und somit einen Linksrutsch in Kauf nimmt. Wer mit der zweitgrössten Partei (vom Volk gewählt!) nicht reden will und Fakten einfach negiert, hat ein schlechtes Demokratieverständnis. Wer die AfD anerkennt, wird ausgegrenzt.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Demokratie lässt unliebsame Meinungen zu

Sonderbares Demokratieverständnis, denn Demokratie lässt unliebsame Meinungen zu.

In Erfuhr wurde der FDP Politiker zum Ministerpräsidenten überraschen gewählt.
Es folgt ein Aufschrei des Entsetzens, als sei ein Tsuami  über die politische Landschaft gefegt.
Die deutschen Medien schreiben von Schande der Demokratie.
Demonstrationen folgen.
Von Tabubruch, Verräter ist die Rede.
Der Pakt aller Parteien gegen die AfD sei gebrochen worden.
Das dürfe nicht hingenommen werden.
Die Empörung des Blocks gegen die AfD erkalierte. Es war abzusehen.
Dem neu gewählten Ministerpräsident bleibt nichts übrig als die Segel zu streichen, obschon es in einer Demokratie kein Makel ist, wenn jemand von einer anerkannten aber unliebsamen Partei unterstützt wird.


Dem Gewählten wurde ein Blumenstrauss vor die Füsse geworfen.
Eine unwürdige Geste, die zum Bumerang werden kann, so wie jene Politikerin in den Vereinigten Staaten, die vor der Kamera während der Rede Trumps sein Manuskript  zerrissen hatte.
Solche Demonstrationen sind zwar medienwirksam, letztlich aber meist kontaproduktiv. 
Bislang konnte die AfD konsequent ignoriert, ausgegrenzt und stigmatisiert werden, obwohl die Partei 20 Prozent der Bevölkerung hinter sich schart und eigentlich zur Volkspartei geworden ist.
Je mehr die Medien und Parteien die AfD ausgeklammert hatten und bei Talks nicht mehr eingeladen wurde, wuchs die unliebsame Partei. Ein Fünftel der Deutschen können keine Neonazis sein, nur weil es bei der AfD auch rechtsextremen Triebsand gibt.

Es ist unvorstellbar, dass der gleiche Medienhype entstanden wäre, wenn die Sozialisten dank der Unterstützung gewählter extremer Linken die bürgerliche Vorherrschaft gesprengt hätte. Ich behaupte:
In diesem Fall hätte es keine Empörungswelle, keine Demostrationen gegeben, auch wenn bei den Linken fragwürdige Kommunisten im Boot sind.

Fazit: Wahl in Tübingen war laut NZZ kein Tabubruch, kein Skandal. Nein nur Demokratie


Donnerstag, 30. Januar 2020

Marketing: Die Macht der Duftnote