Sonntag, 11. November 2018
Samstag, 10. November 2018
Freitag, 9. November 2018
Niemand kann über das Wetter im Herbst klagen
Die Leute flanieren an der Sonne im November
wie am Altweibersommer
In der Stadt wird indes bereits die Weihnachtsbeleuchtung montiert.

Notiert von
marcus knill
um
09:17
Donnerstag, 8. November 2018
Zum Feministinnenabend an der ARENA
Es gab eine reine Frauenrunde in «Arena/Reporter» – mit vier «efrauzipierten» Damen zwischen 28 und 79 Jahren.
Im «Reporter»-Beitrag wurde die Youtuberin Tamara Wernli vorgestellt
und begleitet. Gesellschaftliche Reizthemen sind ihr Fachgebiet, und sie
warnt auf ihrem Kanal: «Nicht geeignet für schnell beleidigte Gemüter.»
Die polarisierende Videobloggerin und Kolumnistin sagt, dass es den
Feminismus in der heutigen Form nicht braucht und rief den Frauen in der
Studio-Diskussion zu: «Hört auf mit eurer Opferrolle! Wir haben die
Chancengleichheit. Wir Frauen sind keine schutzlosen Rehlein.»
Danach ging es um Beruf und Mutterschaft und gleichen Lohn für
gleichwertige Arbeit. Die ehemalige CVP-Nationalrätin und
Frauenrechtlerin Rosmarie Zapfl sowie MySports-Chefin Steffi Buchli
betonten, es gäbe noch viel zu tun. Buchli: «Ich musste lernen, für
meinen Lohn zu kämpfen.» Juso-Präsidentin Tamara Funiciello wies auf
geringe Löhne von Pflegerinnen hin, «während Hedgefonds-Manager weiss de
Gugger was verdienen». Will ich das alles am Sonntagabend hören? Nein.
Zum Schluss war wie erwartet noch die MeToo-Debatte dran, kürzlich schon Thema im «Club» (persoenlich.com berichtete).
Wernli findet, dass viele Fälle zu einer «Hexenjagd gegen Männer»
führten, Zapfl konterte: «Mächtige Männer können sich alles erlauben.»
Erneut wurde in dieser Sendung ziemlich viel Wind gemacht. Neues,
Überraschendes erfahren? Nada. Es war so interessant wie ein
zweistündiges Referat über saure Milch. Die Frauen gingen in der
Diskussion jovial miteinander um. Selbst Funiciello war artig. Die
Juso-Präsidentin wirbelt ja sonst häufig mehr Staub auf, als ihre Partei
schlucken kann. Ich wurde den Eindruck nicht los, dass sich Moderator
Jonas Projer in dieser Sendung nicht sonderlich wohl fühlte, und die
Zeit lieber mit seiner Frau und den fünf gemeinsamen Kindern verbracht
hätte. Das sollte er künftig jeden Sonntagabend tun.
Notiert von
marcus knill
um
09:21
Mittwoch, 7. November 2018
Sprachsprechstunde
Webvideo
Notiert von
marcus knill
um
18:01
Dienstag, 6. November 2018
Wir gratulieren der neuen SRF Direktorin
Nathalie Wappler wird neue Direktorin
die Prozesse innerhalb des Schweizer Radio und Fernsehens bestens:
Nach ersten Berufsjahren als Redaktorin bei ARD und ZDF war die
Ostschweizerin seit 2005 in verschiedenen Funktionen für das SRF
tätig und holte unter anderem den späteren SRG-Generaldirektor
Roger de Weck zur «Sternstunde». Sie begleitete als
Projektmanagerin ab 2009 mehrere Veränderungsprozesse beim SRF,
entwickelte Strategien für ein modernes Kulturradio, neue Film-
und Serienstrategien und trimediale Arbeitsplatzmodelle.
2011 folgte der Aufstieg zur Abteilungsleiterin Kultur -
eine Funktion, in der sie gleichzeitig Mitglied der
Geschäftsleitung von SRF, 3sat und Verwaltungsrätin des
Programmvermarktungsunternehmens Telepool wurde. Im November 2016
wechselte Wappler dann als Programmdirektorin zum Mitteldeutschen
Rundfunk (MDR) nach Halle.
Bei ihrer Rückkehr zu alter Wirkungsstätte sagte Wappler am
Montag: «Wir müssen den Service public schärfen». Und mit Blick
auf die neuen ökonomischen Zwänge beim SRF ergänzte sie:
«Wir müssen effizienter und in bestimmten Prozessen auch
besser werden».
Wapplers Visionen decken sich dabei weitgehend mit denjenigen von
SRG-Generaldirektor Gilles Marchand, wie dieser im Gespräch mit
dem Klein Report sagte: «Im Herzen teilen wir dieselben Werte.
Wir sind uns in grundsätzlichen Dingen einig und haben dieselben
Ideen und Prioritäten», so Marchand.
Das zeigte sich denn auch vor den Medien: So betonten sowohl
der SRG-Generaldirektor als auch die künftige SRF-Direktorin,
dass man in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf die
Unterscheidbarkeit von den Angeboten privater Medien
legen müsse.
Konkret könnte das heissen: Mehr Kultur, mehr Fiktion, dafür
aber weniger Unterhaltung und weniger Sport, wenn es um aufwändige
Produktionen oder teure Sportrechte geht, wie Gilles Marchand auf
Nachfrage des Klein Reports sagte: «Wir müssen mehr im Bereich
der Unterscheidbarkeit machen, beispielsweise mit viersprachigen
Informationsangeboten und im Bereich der Kultur, wo diese auf dem
Markt nicht finanzierbar ist.»
Nathalie Wappler stehe im Grundsatz für diese Idee, betonte
Marchand. Im Team der SRG-Zukunft, das für den geschärften
Service public steht, spiele sie deshalb eine wichtige Rolle.
«Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe», erklärte Nathalie
Wappler selber und stellte die Rolle der SRG dann auch in einen
globalen Kontext: «Die Polarisierung der Gesellschaft geht weiter
auseinander. Unsere Aufgabe ist es, eine gemeinsame Gesellschaft
zu gestalten. Wir müssen aus der Filterblase heraus und für
Meinungsvielfalt und Meinungsbildung sorgen.»
Notiert von
marcus knill
um
09:14
