Sonntag, 15. April 2018
Samstag, 14. April 2018
Wer möchte nicht Lügner entlarven können
Trotz neuster Erkenntnisse ist es schwierig, Lügner zu entlarven.
Soziale
Lügen haben ein positives Ziel, die sind in Ordnung. Sie verbessern das
gegenseitige Verständnis und fördern sogar das Vertrauen untereinander.
Wenn ich ein positives Feedback nicht glauben kann, kann ich wenigstens der negativen Reaktion trauen? Ja, Kritik ist oft ehrlicher als Lob.
Können wir unterscheiden, welche positive Äusserung wahr ist und welche nicht?
Das ist wirklich schwierig in der digitalen Welt. Wir können es am
ehesten aus dem Kontext erschliessen. Wenn jemand nur selten auf einen
Post im Netz reagiert, ist seine Reaktion, ob positiv oder negativ,
glaubwürdiger als von jemandem, der ständig alles liked. Es ist
vermutlich auch viel bedeutungsvoller und auch verstörender, wenn man
gar keine Reaktion auf seinen Post bekommt. Vor allem dann, wenn ein
Freund aus der realen Welt nicht reagiert. Das ärgert richtig.
Und in der richtigen Welt? Da ist es viel einfacher: Hier kann man auf die Stimme hören, auf die Körpersprache achten und ins Gesicht schauen.
Worauf muss ich da achten?
Zum Beispiel auf die Veränderungen im Gesicht: Die Mundwinkel, die auf
einmal nach oben oder unten zeigen, die Fältchen, die sich um die Augen
bilden.
Und woran erkenne ich, dass mein Gegenüber ehrlich ist? Es darf keinen Widerspruch geben zwischen den Worten und den Bewegungen, der Mimik und der Stimme.
Zum Beispiel?
Wenn man jemandem im Gespräch zustimmt, zeigt man das mit einer
unterstreichenden Handbewegung, lehnt sich zu ihm, nickt mit dem Kopf
dazu, lächelt und gibt der Stimme einen warmen Ton.
Das kann man doch auch vorspielen. Nur bedingt. Man kann ein falsches Lächeln ziemlich gut von einem richtigen Lächeln unterscheiden.
Wie?
Ein falsches Lächeln benutzt nur den Mund, mit hochgezogenen
Mundwinkeln, nicht aber die Backen und die Augenpartie. Wenn man
wirklich positive Gefühle zeigt, gehen die Backen hoch und die Muskeln
um die Augen ziehen sich zusammen. Es gibt dann diese berühmten kleinen
Lachfältchen.
Das funktioniert auch, wenn das Gesicht geliftet oder mit Botox behandelt ist?
Auch dann. Botox legt in der Regel nicht das ganze Gesicht lahm. Auch
wenn die Augenpartie gespritzt ist, bewegen sich immer noch Mund und
Backen.
Quelle BLICK online:
Notiert von
marcus knill
um
12:48
Freitag, 13. April 2018
Typen am Arbeitsplatz die nerven
Ergänzung zu meinem Beitrag "Umgang mit schwierigen Typen"
Kennen Sie diese Typen aus Ihrem Büro?
(Aus 20 Min) Vom Mr. Beschäftigt bis zur Hypochonderin: Jeder hat Kollegen, die einfach nerven. Eine Typologie aus dem Büroalltag.
Mr. Beschäftigt
Dieser Typ scheint immer sehr, sehr beschäftigt. Doch eigentlich tut er nur so, als ob er hart arbeiten würde. Um diesen Eindruck zu vermitteln, hat er eine ganze Kiste von Tricks. Mails programmiert er zum Beispiel so, dass sie mitten in der Nacht abgeschickt werden, damit sein Chef denkt, er würde morgens um zwei Uhr arbeiten. Im Büro flucht und jammert er gerne lautstark darüber, wie viel er zu tun hat. Sein Lieblingssatz, wenn man sich ihm nähert: «Jetzt nicht.»
Die Putz-Allergikerin
Diese alteingesessene Kollegin arbeitet schon seit vielen Jahren auf der Abteilung. Mit der Spülmaschine ist sie in dieser Zeit aber noch nie in Berührung gekommen. Sie hat schliesslich nicht an einer Top-Uni studiert, um niedere Arbeiten im Büro zu verrichten. Ihre von Lippenstift verschmierten Tassen lässt sie darum immer im Lavabo zurück. Irgendein Praktikant wird sich schon dann darum kümmern.
Der Firmen-Sklave
Dieser Zeitgenosse hat noch nicht mitbekommen, dass viele Überstunden heutzutage kein Grund mehr zum Angeben sind. Er hat sich mit seiner 60-Stunden-Woche freiwillig eine Work-Work-Balance geschaffen und beantwortet Mails immer innert fünf Minuten – egal, zu welcher Tageszeit. Die Firma ist sein ein und alles: Am liebsten würde er sich das Firmenlogo auf die Brust tätowieren lassen.
Der Hunde-Papi
Seine französische Bulldoge heisst Olivier oder Stella. Das Tier ist sein emotionaler Support im brutalen Büroalltag. Wenn er Bestätigung braucht, die er von seinen Kollegen nicht bekommt, schaut er in die treuen, feuchten Augen seines Hundes – und alles ist wieder gut. Stella stellt keine Fragen. Stella versteht. Dass die Kollegen manchmal wenig Verständnis für den Geruch nach nassem Hund im Büro aufbringen wollen, sieht der Hunde-Papi allerdings nicht ein.
Der Schrei-Telefonierer
Er verwechselt sein Telefon offenbar mit einem Megafon. Der Schrei-Telefonierer möchte, dass alle mitbekommen, wie wichtig er ist. Wenn er Anstalten macht, zum Hörer zu greifen, verabschieden sich seine Tischnachbarn hastig in die Kaffeepause oder versuchen, sich mit Kopfhörern zu schützen. Sein Gelärme hat nur ein Ziel: Seinem Chef und den Kollegen zu zeigen, dass ohne ihn der Laden nicht laufen würde.
Die Hypochonderin
Die Krankheitstage-Liste führt sie seit Jahren an. Sie putzt ihre PC-Tastatur vor Arbeitsbeginn und desinfiziert sich alle fünf Minuten die Hände. Auf ihrem Pult hat es mehrere angebrochene Packungen mit Vitamin-C-Tabletten, und sie ist auch im Sommer in einen dicken Schal gewickelt. Sie hasst Klimaanlagen und knallt jedes Fenster theatralisch zu, das länger als zehn Sekunden geöffnet ist.
Der Blender
Der Kollege, der sich ständig in den Vordergrund drängt, per Zufall gerade dann rauchen geht, wenn das der Chef auch tut, beim Weihnachtsessen immer am Tisch der Geschäftsleitung sitzt und gerne mit Anglizismen wie «No-Brainer» und «Business Case» um sich wirft. Doch so toll, wie er tut, ist er eigentlich nicht.
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22. Dez. 2001 ... Bei vielen Diskussionen, vor allem bei Wahlveranstaltungen, sind sie ein
Dauerproblem: Die Stänkerer, Sonderlinge, Vielredner, die sogenannten "
Nervensägen". Sie stellen die Geduld der Diskussionsleiter und Podiumsgäste,
aber auch des Publikums auf die Probe. Es scheint, dass alle machtlos sind ...
www.rhetorik.ch/Nervensaegen/Nervensaegen.html
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15. Jan. 2007 ... Aber das Schwierige an Projekten ist nicht die Planung, sondern der Umgang mit
den Beteiligten. Eine kleine Typologie. "Irgendwo taucht ein Problem auf und
sofort gibt es eine Projektgruppe", sagt Markus Knill, Kommunikationsberater und
Teamexperte aus der Schweiz. Projektarbeit heisst das Motto, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/01_15/index.html
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10. Aug. 2005 ... Im Lehrbuch Team und Kommunikation ist ein Kapitel dem Umgang mit den
unterschiedlichsten Teamtypen gewidmet. Ich sammelte damals monatelang die
gängigsten und sonderbarsten Teammitglieder und glaubte, die wichtigsten
Typen und Mischformen zusammengetragen zu haben. Wir behandeln ...
www.rhetorik.ch/Janusgesicht/Janusgesicht.html
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Notiert von
marcus knill
um
08:33
Mittwoch, 11. April 2018
Gegenseitiges Verständnis fördern
Dank verbesserter Kommunikation Vertrauen aufbauen
So können wir das gegenseitige Verständnis fördern
VORAUSSETZUNG
Eine gute Beziehung
WAS FOERDERT DEN DIALOG?
- Das Gegenüber ernst nehmen
- Sich in Gegenposition versetzen können
- Gegenargumente anhören (aktiv zuhören)
WIE KANN ICH MICH DER VORWURFSSCHLAUFE ENTZIEHEN?
- Fragen statt sagen
- Hin zu konkreten Fakten lenken
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AUS DER PRAXIS FUER DIE PRAXIS:
Die Erkenntnisse basieren auf langjähriger Erfahrung bei heiklen Verhandlungen und Gesprächen
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DIE VORBEREITUNG IST DIE HALBE MIETE
WAS IST DIE WICHTIGSTE BOTSCHAFT?
- Was muss verankert werden?
DAS ARGUMENT KURZ UND KONKRET AUF DEN PUNKT BRINGEN
- BBB Formel: Nur eine Botschaft (ein Argument mit einem Bild oder einem Beispiel koppeln)
EINWAENDE ANTIZIPIEREN
- Wer nicht in den Mokassins des Gegners gelaufen ist, argumentiert schlechter
- Versuche deshalb auch die Position der anderen Seite einzunehmen
NACH DEM HARVARD PRINZIP VERHANDELN
- Mit der Person freundlich - in der Sache hart kommunizieren
- "Ich verstehe Deine Sicht - bin aber mit dieser Ansicht nicht einverstanden"
PRAESENT SEIN
- Wer 100% ig engagiert ist und sich nicht von Tipps und Tricks ablenken lässt
(Wie soll ich schauen, wie soll ich betonen usw.), der kann sogar Fehler machen.
Sie werden toleriert. Das vereinfacht alle Kommunikationsprozesse.
VERSTAENDLICHKEITSHELFER KENNEN
ABER DAS WICHTIGSTE IST UND BLEIBT:
- Die Einstellung des Redners. Diese ist entscheidend!
- Nur wer von seinem Argument überzeugt ist, kann glaubwürdig überzeugen
Notiert von
marcus knill
um
01:08
An Reaktionen mangelt es nicht
Jens Jessen wusste, dass er mit seinem Beitrag in ein Wesbennest sticht
Der "Zeit"-Titelgeschichte "Der bedrohte Mann" von Jens Jessen
ist zu entnehmen, dass es für ihn als Mann nur ein
einziges Schicksal gibt: Er ist schuldig und macht alles komplett
falsch.
"Das System der feministischen Rhetorik folgt dem Schema des
bolschewistischen Schauprozesses, nur dass die Klassenzugehörigkeit
durch die Geschlechtszugehörigkeit ersetzt ist. So oder so steht die
Schuldigkeit schon durch Herkunft fest."
Und wo sich jeder Maßstab für angemessene Metaphern eh schon aufgelöst hat, ergänzt er noch:
"Der Feminismus hat damit eine Grenze überschritten, die den Bezirk
der Menschlichkeit von der offenen Barbarei trennte. Nur sehr Tapfere
erkennen darin eine heilsame Lektion, die es allen Männern erlaubt, die
Diskriminierungserfahrung der Muslime zu machen: Was einige getan haben,
wird allen zur Last gelegt. Jeder Muslim ein potenzieller Terrorist,
jeder Mann ein potenzieller Vergewaltiger. Aber worauf wollen die
Aktivistinnen der #MeToo-Bewegung mit ihrem neuen feministischen
Volkssturm hinaus, diesem Zusammentreiben und Einsperren aller Männer
ins Lager der moralisch Minderwertigen?"
Doch trotz offensichtlichen Lagerkollers ist es dem tapferen Feuilletonisten gelungen, seinen Text direkt aus dem Gulag herauszufunken und in der größten deutschen Wochenzeitung zu veröffentlichen.
KOMMENTAR:
Jens Jessen hätte wissen müssen, dass er mit dieser Titelgeschichte nicht nur bei der
MeToo-Bewegung mit einem Bashing rechnen musste. Der Autor wurde von den Feministinnen mit harter Kritik eingedeckt, aber auch von Berufskollegen.
Jessen hat immerhin etwas erreicht. Man spricht von ihm. Er hat Aufmerksamkeit generiert. Jeder Marketingverantwortlicher könnte neidisch werden. Den wenigsten gelingt es, sich mit einem einzigen Beitrag einen Namen zu verschaffen. Jessen gelang dies.
Notiert von
marcus knill
um
00:55
