Donnerstag, 15. Juni 2017

Medien und Demokratie



 Zur Wärterfunktion der Medien  in der Demokratie

 Ziehen die neuen Formen des Medienkonsums dem Qualitätsjournalismus den Boden unter den Füssen weg?
Bildergebnis für "Medien und Demokratie"   OEFFENTLICHKEIT ZUM VERKAUF?
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Gedankensplitter zur öffentlichen Podiumsdiskussion

an der Universität Zürich vom 14. Juni 2017  zur Thematik:

"Medien und Demokratie
 

OEFFENTLICHKEIT ZUM VERKAUF?


Auf dem Podium diskutierten:


Roger de Weck (Generaldirektor SRG)

Christof Moser (Projekt Republik)
Dr. Felix E. Müller (NZZ am Sonntag)
Prof. Gabriele Siegert (Prorektorin Uni ZH)

Moderation: Pascale Bruderer (Ständerätin AG)


Im Anschluss an die aufschlussreiche Kurzpräsentation von Prof. Daniel Kübler über die Globalisierung, Mediatisierung und den Populimus als Herausforderung für die Demorkatie ging es in der Diskussionsrunde um wichtige Fragen, wie man den politischen Qualitätsjournalismus in der neuen Medienwelt erhalten kann.

 




Einige bedenkenswerte Gedankensplitter, notiert während der Diskussion:



- Die Bevölkerung will Informationen einordnen können.


- Die Medien- als vierte Gewalt- muss Falschinformationen  korrigieren können.

- Medien müssen aufklären.

- Die Finanzierung ist heute schwieriger geworden. Wir sollten uns derzeit fragen:

Wie hoch ist uns der Wert der Demokratie?

 - Die Bereitschaft die Angebote zu bezahlen sinkt nicht nur bei den Jungen ständig.

 - Vermutlich wird die öffentliche Finanzierung der Medien unumgänglich werden.

 - Als Vorschlag könnte die Infrastruktur den Medien von der Oeffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden (Druckerei usw)

- Ein Zeitproblem ist auch die "Flucht der Journalisten".

- In der Medienlandschaft wird es  zu weiteren drastischen Bereinigungen kommen.

- Leider wird vielfach zu wenig diffenziert .

 - Es gibt ein Zeitproblem: Inhalte und die Wertung von Inhalten werden vermischt.

- Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass heute schon 80 % des Informationsangebotes nicht aus dem  journalistischen Umfeld kommt (google facebook usw.)

-  Eine gute Mischung von privaten Angeboten und oeffentlich finanzierten Medien tut Not.

 - Die Medienvielfalt muss unbedingt gewahrt bleiben.

- Dem Publikum  müsste sich  der Bedeutung der Medienqulität  bewusster gemacht werden.


Globalisierung, Mediatisierung und Populismus: Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert

Kurzpräsentation der Forschungsergebnisse des NCCR Democracy von Prof. Daniel Kübler. Mittwoch, 14. Juni 2017, 17:30-18:00 an der Universität Zürich, Hauptgebäude, Rämistr. 71, KOH B-10.
Der nationale Forschungsschwerpunkt NCCR Democracy wurde 2005 vom Schweizerischen Nationalfonds und der Universität Zürich lanciert. Seitdem haben Sozialwissenschaftler/innen im NCCR in mehr als 50 Forschungsprojekten die aktuellen Herausforderungen für die Demokratie untersucht: Globalisierung, das Erstarken des Populismus und die zunehmende politische Rolle der Medien ("Mediatisierung"). NCCR Democracy Direktor Prof. Daniel Kübler präsentiert die Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Kurzvortrag.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe "Globalisierung, Mediatisierung und Populismus: Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert" zum Abschluss des Forschungsprogrammes NCCR Democracy.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Nachlese im TAGI

Man verstand sich nicht so gut

Christa Rigozzi, Kesb-Wut und die Anarchie des Zuschauertelefons: Das war die Premiere von «Arena/Reporter».



































































 Erste Frage: Wars klug, einen Kesb-Kritiker zu inszenieren, der sich selbst als «Nazi» bezeichnet? 
Zweitens: 
Was bringt Ex-Miss Christa Rigozzi der politischen Debatte?
Solide Premiere: Ex-Schönheitskönigin Christa Rigozzi bei «Arena/Reporter». Antwort eins: Leider nein. Der «Reporter» berichtete über Christian Kasts unstetes Leben, gab aber kaum Einblicke in die komplexe Arbeit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb. Kast ist ein Boulevard-Liebling, bekannt geworden wegen seines extremen Denkens und Handelns; er taugt nicht als Ausgangspunkt einer ausgewogenen Betrachtung. Dabei hat der Versuch, mit einem «Reporter»-Film eine gemeinsame Gesprächsbasis für die folgende «Arena»-Diskussion zu legen, durchaus seinen Reiz. Beim hochemotionalen Thema Kesb verhinderten allerdings alte Befindlichkeiten jede Aussicht auf eine frische Reflexion. Längst waren die Meinungen zur Causa Kast gemacht.


Und Christa Rigozzi? Der Medientrubel um ihr Engagement dürfte sich quotenmässig bereits gelohnt haben. Rigozzis Anmoderation war souverän – danach referierte sie ebenso souverän Tweets und Zuschauertelefonate. Der Job der neutralen Feedback-Sammlerin kommt ihr als Geschäftsfrau zupass, vor allzu gewagten eigenen Polit-Statements wird sie sich hüten.Derweil beharkten sich Kesb-Vertreter und Kesb-Kritiker in einer giftigen, komplett unversöhnlichen Diskussion. Der Fall Kast wurde nach Gutdünken strapaziert, hinzu kamen Telefonate von persönlich Betroffenen, deren Kesb-Fälle man bloss zur Kenntnis nehmen und dann wieder vergessen konnte. Die überladene, überhitzte Sendung zerfaserte weiter, weil «Arena»-Mann Projer den «Reporter»-Filmer zu Details seines Werks befragen musste; offenbar war den Machern die Ausstrahlung des Films nicht Aufmerksamkeit genug. Knarzte dann auch noch die Telefonverbindung, stand die Liveshow kurz vor der Kakofonie. Zum Schluss las Rigozzi ein paar Tweets vor. «Sehr intensive + emotionale Sendung» stand in einem davon. Man stimmte zu und merkte doch: Banalität ist ein schwacher Trost. (Tages-Anzeiger)

PS: Ich verweise auf meine Analyse vom Montag.

Dienstag, 13. Juni 2017

Zum Hunger nach materiellen Gütern


Binsenwahrheiten werden aus einer anderen Optik relativiert

Bildergebnis für Der materielle hunger der menschen

Und wie so oft, so erscheinen unsere alten Binsenwahrheiten im Adlerblick der Geschichte jetzt plötzlich anders – oder falsch. Drei Beispiele aus Tagi-online:

1. Die Shoppinggesellschaft ist typisch für unsere Zeit

Den Massenkonsum gab es, bevor es die Massenproduktion gab. Und Konsumgesellschaften fand Frank Trentmann zu vielen Zeiten, an vielen Orten, in vielen Formen. Vom Diener an aufwärts strebten die Menschen nach Klimbim, Flitter und Tand, nach Tee, Kaffee, Kakao, Schnallenschuhen, Porzellanknöpfen, Lacktruhen, Tabak oder Hunderten Arten von Baumwollstoffen.

2. Der Massenkonsum ist ein Kind des US-Kapitalismus

Ist er nicht. Coca-Cola oder McDonald’s sind höchstens erfolgreiche Nachzügler eines urmenschlichen Verhaltens, des Anpreisens und Kaufens – mehr nicht. Massenwaren wurden auch im Ming-China mit seinen Werbeplakaten oder im alten Rom mit seinem Brand-Olivenöl professionell vermarktet und eifrig konsumiert.
 1577 wetterte ein englischer Pfarrer, dass seine Landsleute inzwischen aussähen wie Spanier, Franzosen oder Türken, aber gar nicht mehr als Engländer erkennbar seien – alle gleich. Schlimmer noch: Langsam kämen die Frauen daher wie Männer, und die Männer wie Ungeheuer. Das Lamento könnte von 2017 stammen.

3. Der Massenkonsum wird von der Privatwirtschaft angeheizt

Nicht nur. Parallel zum privaten Güter- und Dienstleistungsangebot wuchs immer auch das Konsumangebot des Staates. Und so kamen die Menschen in den Überflussgesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur zu Volkswagen, Aromat und Hitachi-Stereoanlagen – sondern zugleich wurde das ganze System durch staatliche Ausbauten überhaupt erst angefeuert: Autobahnbau, Wasseranschlüsse, neue öffentliche Parks und Museen. Oder durch Radio und Fernsehen: Auch die typischen Massenkonsummedien wurden vom Staat eingerichtet, gross gemacht und vermarktet. Im Land der SRG weiss man das ja eigentlich schon.
Ohnehin hatte fast jeder Staat den Anspruch, seinen Bürgern mehr Güter zu bieten; jedes politische System versprach mehr Konsum, ob es nun demokratisch, monarchistisch, faschistisch, sozialistisch oder sogar kommunistisch war (letzteres versagte hier einfach besonders spektakulär).

Fazit: Der materielle Hunger lässt sich nicht verbieten


Frank Trentmann: Herrschaft der Dinge: Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute. Sachbuch. DVA 

KOMMENRAR: Wir sehen, Nullwachstum ist eine Wunschvorstellung.Viele Versuche, den Konsum einzuschränken sind gescheitert.  Welt- und Menschenverbesserer  mussten erkennen, dass sich der materielle Hunger nicht einfach weggeredet werden kann. Früher war die Welt nicht besser als heute. Wünsche und Begierden sind seit je menschliche Eigenschaften. Dennoch ist es  möglich, den Konsum besser zu lenken - ohne Oeko-Diktatur.
Dieses Buch will keine Rechtfertigung der  Konsumwut sein. Es relativiert aber die Begriffe Wachstum und Konsum. Der Hunger nach Gütern kann  nicht erfolgreich verboten werden. Der Mensch wäre nämlich durchaus fähig, seinen Konsum selbst zu begrenzen ohne Planwirtschaft.

Von der Leyen verliert die Nerven


  •  Aus Angst vor Schwäche Ministerin zeigt Offizier an!

Montag, 12. Juni 2017

Analyse Skript - Beurteilung der Co-Moderatorin ARENA/REPORTER

Dies sind meine Notizen während der ersten Stunde

Analyse Moderation Christa Rigozzi als Co-Moderatorin bei der Pilotsendung ARENA/REPORTER vom 11. Juni 2017
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1. Eindruck:
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Haltung geerdet, konzentriert, präsent.
Erscheinungsbild: Eine wache Persönlichkeit, welche das Lampenfieber, das bei jedem wichtigen Auftitt vermehrt vorhanden ist, sofort in positive Ausdruckskraft umsetzt.
(Der einmalige Medienwirbel im Vorfeld der Sendung ist zweifelsfrei belastend)
Bestimmtes Auftreten.
Beim Start weniger locker als bei den anderen Auftritten.

Ausstrahlung:
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Von Anfang an gewinnt die Moderatorin, dank ihrer  ungekünstelten Ausstrahlung.
Christa Rigozzi hat einen natürlichen Charme.



Wirkung allgemein (beim Auftreten):
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Freundlich, natürlich. Wirkt sicher, bestimmt. Ihr  Blick ueberzeugt, wirkt dialogisch,
Zuschauer fühlen sich angesprochen.   

Publikumsnähe:
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Hört gut zu. Wird ihrer Rolle gerecht,  den Kontakt zum Publikum herzustellen.
Sie versucht, weder die Publikumsbeiträge zu werten noch diese gefärbt weiter zu geben.
Die Moderatorin erkennt, was dem Publikum unter den Nägel brennt und versteht es gut, diese Aspekte geschickt einzubringen.
Sie vermittelt während der Sendung die Stimme des Publikums, ohne den Inhalt zu verfälschen.
Rigozzi agiert sehr publikumszentriert.  Sie erreicht die Bevölkerug ohne grossen Aufwand.
Es gelingt ihr, den Fragen und Beiträgen wichtige Zusatzgedanken zu entlocken.



Dossierfestigkeit und politische Kompetenz:
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Die Dossierfestigkeit in der Thematik zeigt sich bei der Einordnung der Publikumsreaktionen.
Rigozzi ist gut vorbereitet und bringt über die Publikumsbeiträge wichtige Aspekte der Kesb- Problematik in die Diskussion ein.
Die Fragestellungen werden klar  und gut struktureirt herausgeshält:
Wie stark soll sich der Staat in die Erziehung der Kinder einmischen?
Wenn ja, wann?
Wo liegen die Grenzen?


Auftrittskompetenz:
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Theaterzentriertes Auftreten ist Rigozzi fremd. Sie gibt sich ungezwungen,  "selbstverständlich".
Die Auftrittskompetenz zeigt sich in ihrer ungestelzen Ausdrucksweise.
Wer vor Mirkofon und Kamera Gedanken verständlich und glaubwürdig formulieren kann, veranschaulicht, was mit Auftrittskompetenz gemeint ist.

Schlagfertigkeit:
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Schlagfertigkeit hat weder mit SCHLAGEN noch mit FERTIG zu MACHEN des Gegenübers zu tun.
Christa Rigozzi versteht Schlagfertigkeit, als das Kontern mit dem Florett des Geistes.
Ich habe ihre wohlbedachten, klugen Antworten in ihren Interviews bewundert,  sie bewiesen hatten, dass sie in heiklen Situation seht geschickt ragieren kann.
Da Rigozzi verständlicherweise auf Fragen,  wie "Wäre es besser gewesen, wenn Trump nicht in die Politik gegangen wäre?" geantwortet hatte: "Dazu möchte ich mich nich täussern!"
wurde sie mit demVorwurf konfrontiert:
"Jetzt wird es langsam langweilig. Früher waren Sie dafür bekannt, dass Sie ihre Meinung offen vertreten."
Die schlagfertige Antwort Rigozzis:
"Tut mir leid. Nun sehen Sie die vielen Einschränklungen, die ich im Kauf nehme." (lacht dabei).



Moderation:
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Sie moderiert professionell, weil sie Einwände, Fragen und Bemerkungen klärt und fürs Publikum richtig einordnet.
Sie nimmt sich zurück (ist moderat - was bei vielen Moderatorennicht der Fall ist) und weiss, dass die Kunst der Moderation darin besteht, andere zum Reden zu  bringen.
Ihre Erfahrung im Umgang mit Kamera und Mikrofon ist offensichtlich (Regozzi hat schon öfters moderiert und ist Mediengewandt)
Rigozzs Fragetechnik ist vorbildlich. Sie untermauert die Frage mit einer "Plattform". Das heisst, sie schildert eine Sitaution und stellt dann nur eine Frage.
Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird. Es werden "Fragenketten" gestellt.
(mehrere Fragen gleichzeitig) .
Wenn jemand zu lange dozierte, verstand es die Moderation, eine Zwischenfrage zu stellen.

Rhetorik:
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- Körpersprache:

Der Blickkontakt ist gleichsam die Nabelschur der Kommunikation.
Christa Regozzis Augenkontakt ist ausgeprägt. Dies verstärkt die gute Dialogik der Co-Moderatorin.
Es gelingt ihr sehr gut,  eine Brücke zum Gegenüber und zum Publikum zu schlagen.
Die Zuschauer fühlen sich angesprochen.
Die Gestik ist nicht einstudiert. Es sit ein begleitendes Geschehen und unterstützt synchron den Inhalt.
Beim konzentirerten Zuhören viel die erhöhte Lidschlagzahl auf.
Ein Feststellung ohne Wertung: Beim konzentrierten Zuhören kniff die Moderatorin verschiedentlich die Augen zusammen. Bei den Nahaufnahmen viel dies übermässig auf.





- Stimme:
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Sonore, warme, ausbalancierte Stimme.
Aus-DRUCKs stark. (Ohne Druck gibt bekanntlich keinen Ein-DRUCK)


- Sprache:
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Der Tessiner Akzent übt bei der Moderatorin einen besonderen Charme aus.
Die "Aehs" bei Wortfindungsproblemen wirken somit  nicht störend.
Die Formulierungen sind "strassengängig" (allgemeinverständlich).
Der dynamsiche und rhythmische Akzent ist vorbildlich.



Verständlichkeit:
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- ZUR EINFACHHEIT: Einfache, verständliche Sprache
- ZUR KUERZE: Kurze Gedankenbogen
- ZUR STRUKTUR: Voten und Fragen sind sauber strukturiert
- ZUR STIMULANZ: Konkrete Beispiele, die stimulieren

Sympathie:
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Da hat Christa Rigozzi einen grossen Bonus. Sie ist eine Sympathieträgerin
und hat mit diesem Auftritt  jene Kritiker Lügen gestraft, die generell eine blonde Miss Schweiz als "dumm" etikettieren wollten (Christian Levrat, Jacqueline Badran)

Blamage/ Faxpas:
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Was mich bei der Sendung störte hat nichts mit Rigozzi zu tun:
Es wurde zu viel durcheinander gesprochen.





Gesamtbeurteilung des Auftrittes in der Sendung "Arena/Reporter".
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Regozzi überzeugt. Sie ist glaubwürdig, weil Aussage, Stimme, Körpersprache übereinstimmen. Ein Beispiel, dass in den Medien Authentizität honoriert wird. Die Moderatorin wird ihrer Rolle gerecht. Christa Regozzi ist als Co-Moderatorin mit ihrer natürlichen, kompetenten, souveränen, smpathischen aber auch bescheidenen Art eine gute ideale Ergänzung zum eher strengen Dompteur Jonas Projer.


Ausführliche Begründung:

Bei den Ueberzeugugnsprezessen in den Medien habe ich festgestellt, dass die EINSTELLUNG des
Redners oder der Rednerin entscheidend ist. Nur wer von dem überzeugt ist, was er sagt, kann überzeugen. Bei Christa Rigozzi spüren wir, dass sie voll und ganz hinter ihrer Aussage steht.
Ich behaupte, das Publikum entlarvt intuitiv jedes falsche Spiel. Kommt dazu, dass alle, die sich während des Sprechens nur noch auf das DENKEN und das Gegenüber konzentrieren, stets ernst genommen werden. Wer authentisch kommuniziert, kann sogar auch Fehler machen. Diese werden ihm verziehen.




Was hat mir am Auftritt besonders gefallen?
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Die dialogischen Elemente der Moderation Regozzis haben mir besonders gefallen.

Ausführliche Begründung:

Während der Sendung wurde mir bewusst, dass die Hauptstärken der Moderatorin die Dialogik unterstreichen: Der offene Blick als "Brücke zum Du", die Fähigkeit das Publikum zu gewinnen.
Vor allem auch die Fähigkeit gut zuzuhören, der stimmige Ausdruck, die natürliche Gestik und die adressatengerechte Sprache haben der Moderatorin den Zugang zum "Du" enorm erleichtert. 


Was hat mich gestört/ nicht gefallen? NUR DETAILS
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Am Anfang hat Christa Rigozzi etwas zu schnell gesprochen. Sie hätte akzentuierter reden sollen. Sie wirkte gehetzter als sonst.
Im zweiten Teil wurde Rigozz immer nervöser (Spielt mit Bleistift, kneift beim Zuhören immer wieder die Augen zusammen. Hat eine erhöhte Lidschlagzahl. Unterbricht das Gegenüber viel mehr als am Anfang.


Ausführliche Begründung:

Der Stress führt oft dazu, dass das Sprechtempo erhöht wird  und die Pausen verkürzt werden.
Es gibt beinahe 20 % Zuhörer, die Hörprobleme haben.
Diese schätzen  Akzente und Pausen.
Leider reihte Christa Reguzzi bei diesem Auftritt die gut formulierten Gedanken aneinander - ohne merkbare Pausen. Immerhin senkt Christa Rigozzi am Ende des Gedankbogens die Stimme.

Am Anfang hat die Standardsprache Rigozzis Julia Onken irritert. Sie fragte,  ob sie "hochdeutsch" weiterfahren solle, sprach dann Mundart, fiel aber immer wieder in die "Standardsprache" zurück.
Wenn ein deutscher Gesprächspartner "hochdeutsch" spricht, irritiert dies weniger. Aber wenn eine leitende Moderatorin Standardsprache spricht, erschwert dies die Sprachregelung, weil sich die Gesprächsteilnehmer immer wieder  der moderatorin anpassen. Weshalb  nicht das ganze Gespräch in Standardsprache führen?    



Würde ich Frau  Rigozzi auch noch andere Politsendungen zutrauen?
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 Ja

Ausführliche Begründung:


Christa Rigozzi hat bereits bewiesen, dass sie bei Veranstaltungen (über wirtschaftliche und politische
Fragen) Erfahrungen sammeln konnte. Sie hat beispielsweise im Swiss-Economic-Forum in Interlaken und am Tag der Wirtschaft mit Adolf Ogi erfolgreich moderiert.
Obschon Rigozzi einen Hochschulabschluss hat (sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Freiburg und Kriminologie studiert und Strafrecht an der Universität Bern. Nach dem Miss-Jahr hat Rigozzi ihr Stu­dium der Kommunikationswissenschaft und Kriminologie an der Universität Freiburg mit der Note 5,5 abgeschlossen),
so sie doch noch  keine eigentliche Politmoderatorin, wie Susanne Wille usw.. Ich würde  auch einen Unterschied machen zwischen Bernhard Russi, den das Fernsehen ebenfalls als Co-Moderator engagiert hat im Sport (auch er macht übrigens Werbung) und Christa Rigozzi, die aber als Werbeträgerin in einer neuen Funktion als Politmoderatorin eher Problem bekäme.
Ich traue ihr zwar den Einsatz in anderen Politsendungn zu. Doch würde ich ihr davon abraten (Hier müsste  sie als bekannte Werbeträgerin  mit unnötigen Konflikten rechnen).


Kommentare zu meiner Analyse ARENA/REPORTER

ECHOS:

Ich erhielt erstaunlich viele Rückmeldungen zu meiner Analyse (20 Minuten online und Print).  Die meisten Journalisten teilten meine Sicht.
Im Bekanntenkreis war der Grundtenor:
"Wenn man nicht im Vorfeld über die neue Sendung so viel geschrieben hätte, wäre ich nach kurzer Zeit ausgestiegen. "
Das undiszipinierte Drein- und Durcheinanderreden kam jedenfalls bei vielen Bekannten gar nicht gut an.
"Wenn das zur Norm wird, zappe ich künftig sehr schnell weg."
Hinsichtlich Gesprächsdisziplin muss Jonas Projer sofort über die Bücher, sonst fällt die derzeitig gute Einschaltquote wie ein Kartenhaus zusammen.

Analyse Christa Rigozzi

Nachrichtenbild für "marcus knill" von 20 Minuten

«Christa Rigozzi wurde immer nervöser»

20 Minuten-vor 1 Stunde
 
von B. Zanni - Wie hat sich Christa Rigozzi als Polit-Moderatorin geschlagen? Kommunikationsberater Marcus Knill hat genau hingeschaut.