Sonntag, 2. April 2017

Storytelling ist soziales Erleben

Storytelling stand im Zentrum des Schweizer Forums für Film und Video vom 1. April in Baden

Urs Fitze (SRF) fasste zusammen, was gutes Storytelling ist:


- Eine Geschichte muss so erzählt werden, dass das Gegenüber gefesselt ist.

- Die Erzählweise ist dem Gegenüber anzupassen

- Der Erzähler muss das Publikum kennen

- Das Publikum ist möglichst breit anzusprechen

- Es gilt die Aufmerksamkeit zu gewinnen und aufrecht zu erhalten

- Es muss die passende Erzählform gewählt werden

Es gilt immer zu beachten:

- Erzählen heisst: Handlungen REDUZIEREN

- Die Anzahl der Figuren ist zu BESCHRAENKEN

- Es geht um hohe VERDICHTUNG

- Eine klare STRUKTUR (Exposition-Fragestellung-Konflikt-These/Antithese-Moral der Geschichte)

- Die Handlung muss abgeschlossen sein

LINKS: 

12. März 2005 ... Abstrakte Abhandlungen und endlose Powerpoint Präsentationen sind weniger gefragt als narrative (erzählende) Elemente bei Vorträgen, ...
www.rhetorik.ch/Narrativ/Narrativ.html


15. Sept. 2012 ... An der Grossveranstaltung Wirtschaftsimpulse mit dem Thema "Zeitbombe Finanzsystem" in Schaffhausen nutzten Redner die Methode des ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/09_15/
 

Samstag, 1. April 2017

Der 1. Aprilscherz

Der Aprilscherz hat seit Jahrhunderten Tradition.

Nicht nur hierzulande. Es gibt ihn unter anderem auch in Italien als «pesce d’aprile» (April-Fisch) oder in Nordamerika als «april fool» (Aprilnarr). Bei seinem Ursprung scheiden sich die Geister.
Schriftlich erstmals festgehalten wurde die Redensart «in den April schicken» schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Der heute gebräuchliche Begriff «Aprilscherz» bürgerte sich erst im späten 19. Jahrhunderts ein. Als Ausgangspunkt des Aprilscherzes wird häufig das wechselhafte Aprilwetter angeführt, das uns ständig zum Narren hält. Es könnte sich aber auch um Reste eines Frühlingsbrauches handeln. Dabei steht der «Aprilnarr», der sich überall hinschicken lässt, für den Winter, der sich machtlos dem Sommer ergeben muss.
Weitere Deutungen sind religiösen Ursprungs: Bei den frühen Christen galt der 1. April gemeinhin als Unglückstag. Einerseits soll Judas, der Jesus verraten hatte, an diesem Tag geboren worden oder gestorben sein – je nach Überlieferung. Andererseits soll am 1. April der sogenannte Engelssturz stattgefunden haben, bei dem Luzifer und die ihm folgsamen Engel aus dem Himmel gestossen wurden. Viele Christen glaubten, dass der Teufel an diesem Unglückstag besonders viele Seelen fängt und zu den Seinen macht. Seine Anhänger sollen hingegen durch Narrheit gekennzeichnet und vor dem Teufel sicher gewesen sein. Wer sich deshalb am 1. April bewusst zum Narren machte, galt als gefeit vor dem Teufel.
Verbreitet ist auch die Theorie, der Aprilscherz gehe auf eine Kalenderreform des französischen Königs Karl IX. im 16. Jahrhundert zurück. Damals wurde das neue Jahr vom 1. April auf den 1. Januar vertagt. All jene Menschen, die dies nicht wussten und somit am 1. April feierten, wurden als Aprilnarren ausgelacht. Eine amüsante Erklärung geht auf den lustgetriebenen französischen König Heinrich IV. zurück. Dieser soll von einer unbekannten jungen Frau am 1. April zu einem romantischen Treffen eingeladen worden sein. Als er jedoch am vereinbarten Ort eintraf, habe ihn dort nicht die junge Dame, sondern der versammelte Hofstaat erwartet – samt der Ehefrau des Königs.
Kein 1. Aprilscherz:
Am Samstag 1. April besucht Roger Federer den Rheinfall. Er ist bereit, um 1030 Uhr beim Infostand vor dem Schlösschen Wörth, Fans einen Lieblingsgegenstand mit seiner Unterschrift zu verzieren. Falls der Andrang zu gross ist, wird er dem Publikum bis 1230 zur Verfügung stehen.
Roger Federer will aber während des Essens nicht mehr gestört werden. 
 

Freitag, 31. März 2017

März 2017

Verschleierung kann nicht gerechtfertigt werden aus religiösen Gründen

Theologisch unbedeutend

(Quelle Blick-online) Mit dem Entscheid Österreichs, ein Verschleierungsverbot einzuführen, sind schon zwei Nachbarländer strenger als die Schweiz. Und auf europäischer Ebene wird das Burkaverbot definitiv zum Thema. So beschloss die Europäische Volkspartei (EVP), der Zusammenschluss der Christdemokraten, in den einzelnen Ländern für ein Burkaverbot zu kämpfen.
Manfred Weber, Vorsitzender der EVP-Fraktion im EU-Parlament und stellvertretender CSU-Parteivorsitzender, sagt auf Anfrage zu BLICK: «Das Thema muss auf die Agenda der Bundestagswahl!»

Petra Gössi: «Unterdrückung der Frau»

Auch in der Schweiz hat ein baldiges Burkaverbot Chancen. Ein politischer Vorstoss, es in der Verfassung zu verankern, scheiterte zwar kürzlich im Ständerat. Doch auf Gesetzesstufe würden viele bürgerliche Politiker ein Burkaverbot begrüssen.
So sagt FDP-Präsidentin Petra Gössi: «Wenn es keine religiöse Pflicht gibt, ist eine Verschleierung einfach eine Unterdrückung der Frau, und das sollten wir nicht dulden.» Die Volksinitiative von SVP-Nationalrat Walter Wobmann, die laut Umfragen vor dem Volk gute Chancen hat, unterstützt sie zwar nicht, denn in der Verfassung sei das Burkaverbot am falschen Platz.
Gössi ist für eine gesetzliche Regelung. «Denn eine Vollverschleierung der Frau ist einfach nicht vereinbar mit unseren freiheitlichen Grundwerten.»
Schweiz-Diskussion zum Burkaverbot: ist Gesetz nötig für Integration?
Mustafa Memeti, Leiter des Muslimischen Vereins Bern: «Als Imam und Prediger kann ich sagen: Theologisch hat die Gesichtsverschleierung einer Frau keine Bedeutung.» Ein Burkaverbot könnten die Schweizer Muslime darum laut Memeti nicht als Provokation sehen.
Schweiz-Diskussion zum Burkaverbot: ist Gesetz nötig für Integration?
KOMMENTAR: Im Grunde genommen geht es um ein Verhüllungsverbot. Das gilt eigentlich für alle Personen im öffentlichen Raum.
Mit dem Gesicht identifiziert sich eine Person. Am Zoll, am Schalter in einer Bank, bei einer Polizeikontrolle usw. Doch müsste das Verbot überall durchgesetzt werden. Bei Chaoten  und Burkaträgerinnen. Wer nichts zu verbergen hat, darf sein Gesicht zeigen.

Donnerstag, 30. März 2017

5 Ausraster gegen die Schweiz





Das Transparent gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan an der Demo letzten Samstag in Bern hat zu erbosten Reaktionen in der Türkei geführt. Erdogan schleuderte zu bester Sendezeit ein «Schande über euch!» in Richtung Schweiz. Er ist nicht der erste Spitzenpolitiker, der die Schweiz öffentlich beschimpft. Diese fünf Attacken musste die Schweiz schon einstecken.

1. Gaddafi bezeichnet die Schweiz «als Mafia der Welt»

Der libysche Diktator Muammar Gaddafi hatte im Juli 2009 am Rande des G8-Gipfels die Schweiz als Helferin des Terrorismus bezeichnet und schlug vor, die Schweiz an die Nachbarländer aufzuteilen, da sie die «Mafia der Welt» sei. Daraufhin stellte Libyen den Antrag an die Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Zerschlagung der Schweiz.
Hintergrund der Bemerkung des Diktators war die Verhaftung seines Sohnes Hannibal Gaddafi in Genf. Laut Genfer Staatsanwaltschaft soll dieser eine Bedienstete misshandelt haben. Diese Verhaftung führte zu einer Staatskrise und dem Kidnapping zweier ABB-Mitarbeiter in Libyen. Nach seiner Freilassung äusserte sich der Gaddafi-Sohn: «Hätte ich eine Atombombe, würde ich die Schweiz auf der Landkarte ausradieren.»

2. Stalin nannte die Schweizer «Schweine»

Schon im Zweiten Weltkriegs stand die Schweiz im Zentrum der Kritik: Gegenüber dem britischen Premier Winston Churchill hatte der sowjetische Staats- und Parteichef Josef Stalin in der Endphase der Kriegshandlungen die Schweizer als «Schweine» bezeichnet und die Alliierten ermuntert, ohne weiteres durch das Schweizer Staatsgebiet vorzurücken im Endkampf gegen Deutschland, sofern dies einen Zeitvorteil bringen würde. Das rapportiert Werner Vogt in seinem Buch über den legendären Besuch von Churchill in Zürich vom September 1946.

3. Steinbrück drohte mit der Kavallerie

Nur Verbal mit einem Angriff drohte der Wutpolitiker Peer Steinbrück 2009: Er war vor seiner Karriere als Minister in Berlin und SPD-Kanzlerkandidat Finanzminister im grössten deutschen Bundesland Nordrhein-Westphalen. In den Jahren 2006 und 2007 liess er gestohlene Bankdaten aus der Schweiz aufkaufen. Nicht nur mit diesen Steuersünder-CDs machte er Druck auf die Eidgenossenschaft und das Bankgeheimnis in der Schweiz. Im März 2009 drohte er dann sogar mit der Kavallerie, «die nicht immer ausreiten muss, manchmal reicht es, wenn die Indianer wissen, dass sie da ist». Für diese Verbalattacke erntete er einen Aufschrei der Empörung und löste heftige antideutsche Gefühle aus. Wie einige Monate zuvor, als er der Schweiz im gleichen Konflikt um deutsche Schwarzgelder auf Schweizer Banken «Zuckerbrot und Peitsche» angekündigte.

4. US-Diplomat: Schweiz hat Krieg verlängert

Weniger plakativ war die Aussage in dem im Mai 1997 veröffentlichten Eizenstat-Bericht der US-Behörden über die Finanztransaktionen des Naziregimes. Doch das Echo war umso grösser. Der Kernsatz des Berichtes, der nach dem zuständigen Diplomaten Stuart E. Eizenstat benannt war, kam in der Schweiz wie eine Beleidigung an: Die Neutralen hätten durch ihre fortgesetzten wirtschaftlichen Kontakte mit Hitlerdeutschland dazu beigetragen, den Krieg zu verlängern. In der Schweiz gingen die Wogen hoch, denn man bezog den US-amerikanischen Bericht einzig auf die Schweiz. Verantwortlich für die Krise waren die Schweizer Banken. Sie hatten Verwandten von Juden, die in den Konzentrationslagern der Nazi umgekommen waren, nicht geholfen, an die Vermögen derselben zu kommen.

5. Türken: Schweizer Botschafter muss weg

Es ist nicht das erste Mal, dass die Schweiz sich von der Türkei mit Vorwürfen eindecken lassen muss. Eine Demonstration von Kurden vor der türkischen Botschaft in Bern lief 1993 aus dem Ruder, als die rund 100 Protestierenden versuchten, auf das Gelände der Botschaft zu gelangen. Vier türkische Botschaftsangestellte schossen daraufhin mit Pistolen und Maschinenpistolen in die Luft, aber auch direkt auf die Demonstranten. Bilanz: ein toter Kurde und mehrere Verletzte. Daraufhin entbrannte ein diplomatischer Konflikt zwischen Bern und Ankara. Dies, weil die Schweiz nicht nur die Kurden strafrechtlich belangen wollte, sondern auch die Schützen aus der Botschaft. Am Schluss verlangte die Türkei unter Ministerpräsident Turgut Özal sogar, dass die Schweiz den Botschafter und zwei weitere Diplomaten aus dem Land zurückrufe. In einer Note hiess es zudem, dass die Schweiz den Terror unterstütze. Dies, weil sie die Botschaft nicht genügend gegen die Demonstranten geschützt habe. Ironie der Geschichte: Am Schluss wurden nur Kurden verurteilt – unter ihnen auch solche, die bei der Auseinandersetzung verletzt wurden. Alle beteiligten Türken wurden nie belangt.
Quelle Blick-online
KOMMENTAR: Die Schweiz kann solche Attacken ertragen, wenngleich gewisse Aussagen grenzwertig sind. Uebrigens hat auch Jean Ziegler die Schweiz als ein von Banken und Banditen beherrschtes Disneyland bezeichnet.

Mittwoch, 29. März 2017

Wenn es junge Nordafrikaner gewesen sind....

...könnte dieser Vorfall die Fremdenfeindlichkeit schüren.

Dennoch wäre es falsch, wenn die Täter nicht beim Namen genannt würden.

Ich zitiere 20 Min:

storybild Ein Personenzug der SBB bei Olten.
Der 49-jährige Deutsche befand sich am späten Sonntagabend im Zug von Basel kommend auf dem Heimweg nach Zofingen. Kurz nach Mitternacht traten drei oder vier Männer an ihn heran und forderten Geld. Als sich dieser weigerte, kam es zu einer Auseinandersetzung. In deren Verlauf traktierten ihn die Unbekannten mit Faustschlägen und Fusstritten. Ohne Beute verliessen die Täter dann den Zug in Zofingen.

Blutende Wunde
Um nicht mit ihnen aussteigen zu müssen, fuhr das Opfer noch eine Station weiter und alarmierte telefonisch die Polizei.
Die Polizei fahndete noch nach den Tätern – laut Angaben des Opfers handelte es sich dabei um junge Nordafrikaner. Diese blieben jedoch unauffindbar.


Die gute Nachricht: Laut Kriminalstatistik sind die immerhin die  Einbruchszahlen zurückgegangen.

Dienstag, 28. März 2017

Die gute Nachricht von Lutz Jäncke

Dank intensiver  Nutzung  kann unser Gehirn es sogar verjüngt werden!


Früher gingen Forscher davon aus, dass das menschliche Gerhirn im Alter kontinuiertlich nachlässt.
Diese Meinung ist erstaunlicherweise überholt:


Wissen & Digital

Hirnforscher mit einer guten Nachricht

 

Neuropsychologe Lutz Jäncke hat mit seiner Forschung zur Erkenntnis beigetragen, dass das Gehirn sehr veränderbar ist. Das bedeutet, dass wir es sogar verjüngen können – wenn wir es benützen. Mehr...