Samstag, 9. Juli 2016

Kleidersprache unserer Magistraten am "Schulreisli")


Bundesrat auf Schulreise: In Abländschen BE




Wie heisst es so schön: Kleider machen Leute. Wer eine bestimmte Rolle einnehmen muss und  jahraus, jahrein gleichsam eine Uniform tragen muss, ist froh, wenn er sich für einmal unkonventionell kleiden kann. Wenn sich der Bundesrat einmal  locker und frei kleiden kann, wird er dennoch unter die Lupe genommen.

LINK:



8. Apr. 2001 ... Zur Kleidersprache: Kleiderdiktat für Moderatoren? ... fassen wir die Erkenntnisse der Kleidersprache am Bildschirm (Outfit, Schminke, Frisur, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Apr_09_2001.html



Analyse im Tagi:
 Vor einer kleinen Kirche in Abländschen im Berner Oberland posierten die acht für ein Gruppenfoto. Darauf sehen sie genau so aus, wie man sich Schweizer Touristen vorstellt – modische Fauxpas inklusive.

Ganz links trägt Doris Leuthard zwar die grauen Wanderschuhe passend zu Schal und Oberteil, ihre Sonnenbrille steckt sie ins Sweatshirt, doch ihre Hose ist ein paar Zentimeter zu kurz und an den Knöcheln viel zu weit. Sie erinnert an die strenge Oberstufenlehrerin, die egal bei welchen Temperaturen immer einen Schal getragen hat. Dazu drängt sich die Frage auf, was sie auf einer Wanderung mit einer kleinen beigen Umhängetasche will. Diese passt eher zum Treffen mit dem französischen Botschafter im Elysée als in die Berge.
Nebendran trägt Bundespräsident Johann Schneider-Ammann ein lila Hemd mit willkürlich hochgekrempelten Ärmeln. Seine darübergelegte Weste soll ihn wohl ein bisschen lässiger aussehen lassen. Doch er sieht damit eher aus wie der Grossvater, der gerade nach dem Mittagessen nach draussen geht und Laub kehren will.
Ein bisschen gewagter zeigt sich Simonetta Sommaruga: mit blauen Hosen, weissem Kurzärmelshirt und passender Kette macht sie auf dem Foto am meisten her. Mit ihrem maritimen Look sticht sie aus der Truppe heraus und könnte ihre Kollegen gut über stürmische Seen führen.
Die knallorangen Schnürsenkel springen einem sofort in die Augen, wenn man sich den nächsten Bundesrat in der Reihe anschaut.

Zu seinen knalligen Turnschuhen trägt Alain Berset dunkelblaue Anzugshosen und ein hellblaues, zerknittertes Hemd. Irgendwie macht er den Eindruck, als hätte er nichts anderes im Schrank als Anzüge, und hat die Turnschuhe eines seiner drei Kinder angezogen, um nicht ganz unpassend dazustehen.

Guy Parmelin trägt weisse Turnschuhe mit schwarzen Socken, die er bis zur Hälfte seiner kreidebleichen Waden hochgezogen hat. Die kurzen Hosen trägt er fast bis unter den Bauchnabel und dazu hat er ein überhaupt nicht passendes lila-beige-gestreiftes Poloshirt an. In seiner Montur sieht er aus, als hätte man ihn gerade von seinem Zweitjob als Tennisplatzabwart abgeholt.

Didier Burkhalter mimt den Cowboy unter den Bundesräten. Mit dem zerknitterten violetten Hemd und der Jeans könnte er locker ein paar Abländscher Rinder einfangen.

Ueli Maurer macht den Anschein, als fühle er sich pudelwohl. Er kaut auf einem Grashalm rum und trägt ein altbackenes Sportshirt.

Bundeskanzler Walter Thurnheer macht die beste Figur unter den Herren: Ausgestattet mit Rucksack, sportlichen Schuhen, sowie einem Shirt passend zur Hose würde man gerne mit ihm auf Wanderung gehen. Die Bundesräte daneben wirken irgendwie ein bisschen unbeholfen. Nächstes Mal lieber wieder im Kleid und im Anzug – darin fühlen sie sich wahrscheinlich am wohlsten.

Freitag, 8. Juli 2016

Mutmasslicher Mord im Hafturlaub wird zum Politikum

Ein Mörder mordete er im Freigang?


Nach dem Tötungsdelikt werden massive Vorwürfe laut: Warum durfte der 23-jährige Tobias Kuster in den Hafturlaub? War das gerechtfertigt? 
    Erst zwei Tage nach dem Mord an einem 43-jährigen Schweizer im Zürcher Seefeld leitete die Polizei eine öffent­liche Fahndung nach dem Verdächtigen Tobias Kuster ein. Der Kriminelle war bereits am 23. Juni nicht mehr aus seinem unbegleiteten Hafturlaub zurückgekehrt, doch die Polizei hatte nicht reagiert. Nun wird sie scharf kritisiert. Und auch SP-Justizdirektorin Jacqueline Fehr muss viel Kritik einstecken, vor allem aus bürgerlichen Kreisen. Es könne doch nicht sein, das ein vorbestrafter Krimineller unbegleitet Hafturlaub bekomme, lautet der Vorwurf.
    Bildergebnis für Jacqueline Fehr


    Für Justizdirektorin Jacqueline Fehr müssen wir mit diesem Risiko leben.

    "Derartige Urlaube von verurteilten Straftätern stellen immer ein gewisses Risiko dar", räumte Jacqueline Fehr ein. Es sei aber ein Risiko, "das wir zu tragen haben".

    KOMMENTAR:

    Bei militanten Islamisten wird oft moniert, dies wären ja nur sehr wenige, die gefährlich wären.  Wir müssten mit einem gewissen Risiko leben.
    Wenn es um Gewalttaten geht, hat die Bevölkerung ein Anrecht geschützt zu werden. Müssen wir Risiken tatsächlich in Kauf nehmen, die vermieden werden können? Gefährliche Wiederholungstäter dürfte man nicht unbegleiteten Hafturlaub gewähren. Beim Tötungsdelikt Kuster ist das Stillschweigen der Polizei ein weiterer gravierender Kommunikationsfehler gewesen.
     

    Donnerstag, 7. Juli 2016

    Atomausstieg=Einstieg in die Kohlekraftwerke

    So etwas darf nicht sein

    Den Teufel dürfen wir nicht mit dem Belzebub austreiben.
    Deutschland muss den vorschnellen Ausstieg aus der Kernenergie mit dem Einsatz von zusätzlichen Dreckschleudern wettmachen.
    Eine sonderbare Energiewende.

    Umweltstudie übt Kritik an EU-Staaten (Artikel enthält Video)


    Mittwoch, 6. Juli 2016

    Selbsterkenntnis

    Etwas von WICHTIGSTEN beim  Optimieren der kommunikativen Kompetenz

    Ich muss mich kennen, d.h. meine Stärken und Schwächen.
    Es ist erstaulich, wie viele Menschen sich entweder überschätzen oder unterschätzen.
    Diese Katze könnte mit einem Politiker verglichen werden, der glaubt, er sei der Grösste.

    Dienstag, 5. Juli 2016

    Der namhafte Schriftsteller Markus Werner ist gestorben


    Schriftsteller Markus Werner ist tot


    Der grosse Schweizer Schriftsteller verstarb im Alter von 71 Jahren in Schaffhausen. Das teilte sein Verlag mit. Werner verfasste sieben hoch gelobte Romane. Seinen letzten veröffentlichte er 2004.
    Markus Werner. 
      Markus Werner gehörte zu den namhaften und vielfach ausgezeichneten Autoren des Landes. 
    Der Schriftsteller Markus Werner ist im Alter von 71 Jahren gestorben, wie sein Verlag eine Meldung des «Tages-Anzeigers» bestätigte. Der gebürtige Thurgauer lebte zuletzt als freier Schriftsteller in Schaffhausen.

    Vor wenigen Tagen noch Preis gewonnen

    Vor rund einer Woche, am Samstag 25. Juni, hatte Werner noch den Preis der Stiftung Pro Litteris für sein Gesamtwerk erhalten. Die Jury ehrte ihn für unverwechselbaren Stil. Obwohl seine Sprache einfach zu lesen sei, sei sie hochpräzise gearbeitet, elegant und differenziert, reich und virtuos ohne jemals selbstgefällig zu sein, hiess es.
    Seinen letzten Roman, «Am Hang», veröffentlichte er 2004. Das Kammerstück über zwei Männer mit grundverschiedenen Einstellungen zur Liebe war Werners grösster Publikumserfolg. Schon bald nach der Veröffentlichung dieses, seines siebten Romans, hatte der Autor deutlich gemacht, dass das sein letztes Werk sei – für weitere liess ihm ein Lungenemphysem nicht genug Atem.

    Über ein Dutzend renommierte Preise

    Trotzdem wurde Markus Werner fast zehn Jahre nach Erscheinen des Buchs von einer jüngeren Leserschaft neu entdeckt: durch die Verfilmung von «Verdingbub»-Regisseur Markus Imboden.

    Im Gegensatz zur breiten Leserschaft erkannte die Fachwelt Werners Könnerschaft gleich sofort. Für seinen ersten Roman «Zündels Abgang» erhielt er 1984 den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. Es folgten über ein Dutzend weitere, renommierte Auszeichnungen. Werners Bücher wurden bisher in 18 Sprachen übersetzt.

    Vom Lehrer zum Schriftsteller

    Das Hauptthema in seinen Werken war die «condition humaine», im Mittelpunkt seiner Romane standen Figuren, die von der Welt für untauglich befunden wurden und mit der Tücke des Objekts haderten.
    Markus Werner wurde am 27. Dezember 1944 in Eschlikon (TG) als Sohn eines Lehrers geboren. Als der Junge vier war, zog die Familie nach Thayngen (SH). Werner studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Uni Zürich und promovierte 1974 mit einer Arbeit über Max Frisch. Danach arbeitete er fünfzehn Jahre lang in Schaffhausen als Gymnasiallehrer, bevor er sich 1990 als Schriftsteller selbständig machte.

    Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

    Montag, 4. Juli 2016

    Spott für tänzelnden Elfmeterschützen (EM Italien-Deutschland)

    Das Internet lacht über Zazas Fehlschuss

    Bild für das Nachrichtenergebnis
    Zaza-Fehlschuss wird zum Gespött des Internets
    Eurosport.de - vor 15 Stunden
    Simone Zaza wird durch seinen grotesken Elfmeter-Fehlschuss im EM-Viertelfinale ...

    Weitere Nachrichten für Zazas Fehlschuss

    „Pinguin-Anlauf“: So lacht das Netz über den Fehlschuss ... - Express

    www.express.de/.../-pinguin-anlauf--so-lacht-das-netz-ueber-den-fehlschuss-von-italien-...
    vor 8 Stunden - Simone Zaza von Italien wurde nach dem Elfer-Krimi gegen Deutschland bei der EURO 2016 zum Gespött.

    EM-Tagesticker: Zaza bekommt im Internet das Fett für seinen ...

    www.watson.ch/.../177786071-EM-Tagesticker--Zaza-bekommt-im-Internet-das-Fett-...
    vor 19 Stunden - EM-Tagesticker: Zaza bekommt im Internet das Fett für seinen Fehlschuss ab +++ Khedira kaputt, fällt für den Rest der EM aus.

     (Aus DIE WELT)

    Wenn sieben von achtzehn Elfmeterschützen am Punkt die Nerven versagen, ist es eigentlich schwer, einen der Fehlschützen besonders herauszupicken. Einer schaffte es bei Deutschlands denkwürdigen 6:5 i. E. gegen Italien aber doch, negativ herauszustechen: Simone Zaza.
    Es ist noch nicht überliefert, ob es eine Eingebung des 25-Jährigen selbst oder seines Trainers Antonio Conte war, die zur Einwechslung in der 121. Minute führte. Doch einer von beiden oder im Optimalfall Spieler und Trainer waren davon überzeugt, dass der gerade zu Juventus Turin zurückgekehrte Stürmer der perfekte Elfmeterschütze sei.
    Ohne Ballberührung in den verbliebenen Sekunden der Verlängerung ging Zaza als zweiter italienischer Schütze an den Elfmeterpunkt.

    Was dann folgte, war wundersames Schauspiel und selbsterfüllende Prophezeiung zugleich.
    Mit elfengleichen Tippelschritten pirschte er sich Zentimeter um Zentimeter an den Ball heran, um nach einer gefühlten Ewigkeit den Anlauftanz zu beenden und den Ball rechts über die Querlatte zu knallen. So viel Aufwand. So viele Gedanken. Alles für nichts.

    Die EU muss sich bewegen

    Eigenartig:

    Wenn es um die Einhaltung der Spielregeln bei Finanzfragen  geht, drückt die EU säumigen Staaten oft beide Augen zu.
    Das Nichteinhalten wird von Vereinbarungen wird toleriert.
    Bei der Personenfreizügigkeit hingegen stellt sie sich stur.
    Nicht nur die Schweiz - auch andere Nationen - möchten die Zuwanderung selbst steuern können.
    Bildergebnis für Einwanderung
    Falls die EU sich nicht bewegt, gibt dies Auftrieb für all jene Strömungen, die sich von der EU lösen wollen (Dominoeffekt BREXIT).