Mittwoch, 16. März 2016

Künstler wollen Köppel die Geister austreiben

Unter dem Etikett Kunst ist selbst 

ein Mordaufruf erlaubt.

 

Linke wollen Roger Köppel mit Voodoo verfluchen

 

Ebola, Impotenz, Blitzschlag

 Linke wollen Roger Köppel mit Voodoo verfluchen

BLICK: Wieder reiten Künstler eine Attacke gegen den SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Verleger. Der zeigt sich gegenüber BLICK genervt.
Online-Fluchgenerator: So wirbt das Theater Neumarkt für die Köppel-Schau.
Online-Fluchgenerator: So wirbt das Theater Neumarkt für die Köppel-Schau.
www.schweiz-entköppeln.ch.  Hier können die User dem bestgewählten Nationalrat der Schweiz (178'090 Stimmen) Flüche an den Hals wünschen.
717 Flüche wurden bis zur Erstellung dieses Artikels bereits verschickt. Am beliebtesten sind:
 

  • Zwanghaftes Onanieren (151 Stimmen)
  • Inkontinenz (113)
  • Impotenz (106)
  • Blitzschlag (76)
  • Maul- und Klauenseuche (75)
  • Schizophrenie (50)
  • Auf den hinteren Rängen folgen: Autounfall, Alzheimer (fortgeschritten), Querschnittslähmung und Ebola.
Hinter der Seite stehen Künstler des Zürcher Theater Neumarkt, die für ihre Performance am 18. März werben. Laut den Theatermachern ist der «Weltwoche»-Verleger vom Geist Julius Streichers, dem «Stürmer»-Herausgeber und rassistischen Hetzer, besessen. Und den gelte es auszutreiben.

Voodoo-Priester aus Kamerun einfliegen

Weiter heisst es auf der Seite: «Der erfahrene Exorzist Reto Bastian De Samoto wird in einer strengkatholischen Prozession mit dem Schweizer Volk zum Privatdomizil von Roger Köppel nach Küsnacht vordringen. In einem streng rituellen Ablauf wird Streichers Geist aufgeschlitzt. Wir fordern alle Menschen dazu auf, stinkende Fische mitzubringen!»
Und weil doppelt genäht besser hält, werde zusätzlich ein «renommierter Voodoo-Priester aus Kamerun» eingeflogen, der Köppel endgültig verfluchen wird.
Auch wenn man jetzt den Theaterleuten attestieren wollte, die künstlerische Freiheit auszuloten und die Aktion humoristisch zu meinen, mag der SVP-Nationalrat selber nicht lachen.

«Das zeigt, wie primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist»

Auf eine Anfrage von BLICK antwortet Köppel per SMS: «Die Aktion zeigt einfach, wie unglaublich primitiv der subventionierte Kulturbetrieb ist!»

Ruchs Inserat in «Surprise» (2015). zvg
Schliesslich ist es nicht das erste Mal, dass Köppel Opfer von Künstlern wird. So rief der deutsch-schweizerische Philosoph Philipp Ruch letzten September in einer Anzeige: «Tötet Roger Köppel!». Das Schock-Inserat erschien damals im Schweizer Strassenmagazin «Surprise» (BLICK berichtete). «Er muss sterben», sagte Ruch damals. «Im Namen der Menschheit.»
Danach ermittelte die Staatsanwaltschaft - und entschied im Sinne der Künstler: Der Mordaufruf sei klar als künstlerische Darbietung zu erkennen gewesen.
Das Strassenmagzin «Surprise» hatte sich im nachhinein entschuldigt.  (bö)

KOMMENTAR: Politiker dürfen keine dünne Haut haben.
Denn Künstler und Satiriker haben gleichsam Narrenfreiheit, wenn unliebsame Kontrahenten fertig gemacht werden.
Die Leserinnen und Leser fragen sich jedoch, wie produktiv solche Aktionen sind.
Was nicht verstanden wird: Rassismus wird bestraft. Mordaufruf hingegen toleriert. 
Müssen Sich Politiker tatsächlich alles gefallen lassen?
SP Stadtpräsidentin Mauch findet die Aufführung im Neumarkt "geschmacklos ". Sie überschreite die "rote Linie".
Dem von der Stadt subventionierte Theater könnte der Geldhahn zugedreht werden.
Auch Köppel-Kritiker haben kein Verständnis für die jüngste Aktion:

"Diese "Aktion" ist unterste Schublade" , schreibt ei Kommentator.





  • Kurt  Züst aus St.Gallen
    Ein aufrichtiger Mensch wünscht nicht mal seinen ärgsten Feinden solche Hasstiraden. Diese Flüche werden an Köppel abprallen und den Weg zurück zu den Absendern finden.

  • Hans  Joos aus Olgiasco
    Solche Aufrufe sind strafbar und haben nichts mit Kunst zu tun. Wenn die Zürcher Staatsanwaltschaft hier die Ermittlungen einstellt, ist sie auf einem Auge blind. Solche Beamte sind zu entlassen. Ich bin weder SVP noch Köppel-Fan. Aber jeder Mensch hat Anrecht auf Respekt und faire Behandlung. Was die "Künstler" hier produzieren, kennt man sonst nur aus Diktaturen.


  • Dienstag, 15. März 2016

    Zur Cebit Rede des Bundespräsidenten

    Cebit-Eröffnung



    Schneider-Ammann 

    redet jetzt über Computer - 

    WIE SCHNEIDET ER JETZT AB?

    Nach seiner Rede zum Tag der Kranken, die weltweit für Spott sorgte, eröffnet der Bundespräsident nun die Computermesse Cebit mit einer Ansprache.

    storybild Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel eröffnen heute die IT-Messe CeBIT. (Bild: Screenshot)

    Bundespräsident Johann Schneider-Ammanns emotionslose Rede zum Tag der Kranken hat nicht nur die Schweizer, sondern auch die Franzosen und die Amerikaner erheitert.
    Nun tritt der Bundespräsident wieder vor Publikum, nämlich an der Computermesse Cebit, die heute in Hannover eröffnet wird. Die Schweiz ist dort dieses Jahr Partnerland. Redner sind neben Schneider-Ammann auch der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel und Swatch-CEO Nick Hayek.
    Hier gehts zum Video von Schneider-Ammanns Rede.
    Nachrichtenbild für "marcus knill" von 20 Minuten

    Auftritt an der Cebit

    20 Minuten-vor 1 Stunde
    «Es ist beachtlich, dass es Schneider-Ammann gelungen ist, sich nach all den Negativschlagzeilen nicht zu verkrampfen», sagt Marcus Knill, ...
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    Auftritt an der Cebit

    15. März 2016 13:17; 20 min Print

    Schneider-Ammann hat dazugelernt

    An der Computermesse Cebit sprach Johann Schneider-Ammann über Innovation. Hat er aus seiner missglückten Kranken-Ansprache gelernt?

    (Quelle: Youtube.com/ cebitchannel)
    «Ich suche das Rampenlicht nicht, aber das gehört zur Funktion», sagte Johann Schneider-Ammann vor Beginn seines Präsidentschaftsjahrs zu 20 Minuten. Damals konnte er noch nicht ahnen, dass wegen einer Ansprache zum Tag der Kranken bald die ganze Welt über ihn lachen würde – von Frankreich bis nach Amerika. Wie fühlt es sich an, unter diesen Bedingungen erneut ins Rampenlicht zu treten?
    Am Montag war es so weit: Es war an Schneider-Ammann, den «Switzerland Summit» an der weltgrössten Computermesse Cebit in Hannover zu eröffnen. Mit einem charmanten «Grüessech mitenand» begrüsste der Wirtschaftsminister die anwesenden Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. In seiner rund 10-minütigen Rede sprach er vom «Innovationspark Schweiz» und verwies darauf, dass das World Wide Web am Genfersee erfunden worden war. Zürich beherberge heute ausserdem das grösste Google-Forschungszentrum ausserhalb der USA.

    «Gute Ausdruckskraft»

    «Es ist beachtlich, dass es Schneider-Ammann gelungen ist, sich nach all den Negativschlagzeilen nicht zu verkrampfen», sagt Marcus Knill, Experte für Medien-Rhetorik. Von Angst oder einer Blockade sei in der Cebit-Rede nichts zu spüren – im Gegenteil: «Er kommt frisch auf die Bühne und hat eine gute Ausdruckskraft.» Man merke, dass er mitdenke, während er spricht. «Er ratterte nicht einfach emotionslos etwas herunter.»
    Zwar hielt es sich stark an sein Manuskript, so Knill. Inhalt und Aufbau seien aber gut. So habe der Wirtschaftsminister erfolgreich die Brücke von Deutschland zur Schweiz geschlagen und sei auch auf die Ängste eingegangen, welche die Digitalisierung auslösen könne. «Alles in allem habe ich den Eindruck, dass er an den Erfahrungen der letzten Tage enorm gewachsen ist.»
    Schon vor der viel belächelten «Rire»-Rede sei ein leichter Aufwärtstrend feststellbar gewesen. «Der Taucher am Tag der Kranken hat ihm nun definitiv die Augen geöffnet.» Er hoffe, dass der Bundespräsident nun intensiv von einem erfahrenen Profi gecoacht werde. «Das Wichtigste ist, verständlich zu formulieren und das Publikum direkt anzusprechen. Wer überzeugt ist von dem, was er sagt, kann so viele Fehler machen, wie er will.»
    Hier gehts zum Video von Schneider-Ammanns Cebit-Ansprache.
    (jbu)

    KOMMENTAR zum Tatort, der nicht überzeugte


    «Focus» fasst seine Kritik 
    so zusammen: 
    «Die Handlung ist nicht spannend 
    genug und von zu vielen Klischees 
    durchzogen.» 
    Auch «T-Online» ist nicht begeistert: 
    «Möglicherweise hätte man sich auf 
    weniger Handlungsstränge 
     konzentrieren sollen, 
    statt zu viele Geschichten 
    anzuschneiden und sie dann nicht richtig 
    zu Ende zu erzählen.» 
    Und die «Augsburger Allgemeine» 
    schreibt gar: 
    «Die Eidgenossen haben die 
    Spannung nicht gerade erfunden.» 
    Laut «Spiegel» fehle der 
    Fokus und die «Berliner Zeitung» 
    findet den Schweizer «Tatort 
    «einfallslos und vorhersehbar».
    Auch auf Twitter können 
    die Zuschauer 
    dieser «Tatort»-Folge nichts 
    abgewinnen.


    Eine Geschichte überzeugt dann, wenn sie einfach gestrickt ist.
    Wenn sie problemlos nachvollzogen werden kann.
    Die Kunst des ERZAEHLENS gilt auch bei der Filmsprache.

    LINK: 
    12. März 2005 ... Narrative Rhetorik, Die Kunst des Erzählens. ... Von der Kraft des Erzählens. Julius Köckert: Harun al Raschid empfängt die Gesandten Karls ...
    www.rhetorik.ch/Narrativ/Narrativ.html



    Einmal mehr ein Tatort, der nicht überzeugte

    Gretchenfrage: Weshalb schaffen Tatortmacher keine
    dramatische Akzente mehr?

    Seit Jahren verpacken die  Krimiautoren zu viele Geschichten in einen Tatort. Die privaten Probleme der Kommissare dominieren. Es fehlt der Spannungsbogen.
    Siehe Link:


    Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
    27. Juni 2014 ... Die Krimireihe «Tatort» von ARD, SRF und ORF ist ein Phänomen: Trotz jahrelanger Laufzeit vereinigt sie jeden Sonntagabend.
    www.rhetorik.ch/Aktuell/14/06_27/tatort.pdf









    Weshalb der letzte Tatort mehr verwirrte als überzeugte:


    Der Luzerner «Tatort» konnte die Kritiker nicht begeistern.

    Montag, 14. März 2016

    Heute am 14. März ist der Tag der Zuhörens bei der Dargebotenen Hand Tf 143

    Zuhören (Beitrag von Hildegard Knill)


    Hören - Hinhören - Zuhören


    von Hildegard Knill



    
    
    
    
    Eine der Gründe, warum man in der Konversation so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, dass es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das dächte, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt. Die Feinsten und Gefälligsten begnügen sich damit, während man es ihrem Auge und Ausdruck ansehen kann, dass ihre Gedanken nicht bei unserer Rede sind, sondern sich eifrig mit dem beschäftigen, was sie sagen wollen. Sie sollten bedenken, dass es ein schlechtes Mittel ist, anderen zu gefallen oder sie zu gewinnen, wenn man sich selbst so sehr zu gefallen sucht, und dass die Kunst, gut zuzuhören und treffend zu antworten, die allerhöchste ist, die man im Gespräch zeigen kann.
                                     - Francois de la Rochefoucauld
    

    Ein Mann, der andauernde Streitigkeiten mit seiner Frau nicht länger ertragen konnte, bat einen Meister um Rat: "Kaum macht einer von uns den Mund auf, unterbricht ihn der andere schon. Ein Wort, dann haben wir gleich wieder Streit miteinander, und jeder von uns ist mürrisch und schlecht gelaunt", sagte der Mann. Dabei lieben wir uns doch, aber so kann es nicht weitergehen. Ich weiss einfach nicht mehr, was ich machen soll."
    "Du musst lernen, deiner Frau zuzuhören," sagte der Meister. "Und wenn du sicher bist, dass du diese Regel beherrscht, dann komm wieder zu mir." Nach drei Monaten sprach der Mann wieder beim Meister vor und erklärte, er habe jetzt gelernt, auf jedes Wort, das seine Frau sagt zu hören.
    "Gut", sagte der Meister mit einem Lächeln. "Wenn du in einer glücklichen Ehe leben willst, musst du jetzt noch lernen, auf jedes Wort zu hören, das sie nicht sagt."

    Verfasser: Herbert Lechleitner

    Miteinander reden ist schwierig. Nicht nur, weil wir Mühe haben, das zu sagen, was wir meinen, sondern auch deshalb, weil wir eben nur miteinander reden und nicht aufeinander hören. Das Hören wird viel zu oft vernachlässigt. Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören.


    Hören Hinhören Zuhören
    Hören ohne Hinhören heisst zum Beispiel, mit sich selber beschäftigt zu sein, nur sporadisch aufzumerken und einem Gespräch nur solange zu folgen, bis selbst geredet werden kann. Hinhören ohne Zuhören heisst: Aufnehmen, was die andere Person sagt, ohne sich zu bemühen herauszufinden, was der andere meint oder sagen will. Zuhören heisst, sich in den Partner hineinzuversetzen, ihm volle Aufmerksamkeit zu schenken und dabei nicht nur auf den Inhalt, sonder auch auf Zwischentöne zu achten.
    Die Aufmerksamkeit ist noch nicht unbedingt auf den Gesprächsinhalt, sondern auch auf die eigene Beschäftigung, die eigenen Gedanken und die Gelegenheit, zu Wort zu kommen, gerichtet. Man ist gefühlsmässig noch unbeteiligt, distanziert und abwartend. Die oder der Sprechende meint fälschlicherweise, ihr oder ihm würde ernsthaft zugehört. Durch Haltung und Reaktion wird dem Gesprächspartner mitgeteilt, dass es im Moment nichts Wichtigeres gibt, als sie oder ihn.


    Richtiges Zuhören heisst also nicht, sich passiv zu verhalten und die Gesprächspartnerin oder den Gesprächspartner reden zu lassen. Richtiges Zuhören heisst:

    Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen.


    Aktives Zuhören

    Carl Rogers 1902-1087 In der Psychotherapie wird die Methode des aktiven Zuhörens schon lange angewendet (Carl R.Rogers (1902-1987). Das aktive Zuhören hat einen festen Platz in der Gesprächstherapie und auch Kommunikationsfachleute schulen in ihren Kursen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im aktiven Zuhören. Kursabgänger bestätigen, dass für eine konstruktive Gesprächsführung das aufmerksame Zuhören ebenso wichtig ist wie das klare und verständliche Reden.


    Nachfolgend die wichtigsten Erkenntnisse aus einem dreitägigen Seminar "Fragen statt Sagen - als Baustein des aktiven Zuhörens", die von Teilnehmenden am Schluss zusammengestellt worden ist:

    • Wir erkannten dass zuhören, "gnadenlos wertschätzen" heisst (weder rechtfertigen noch schönreden).
    • Aussagen können wir auch umdeuten (positiv rahmen, reframing (Prinzip aus dem NLP)
    • Meinungen respektieren, heisst nicht Meinungen akzeptieren. Nach dem Harvard Prinzip: "Verstehen, will nie heissen, auch einverstanden zu sein".
    • Humorvoll sein - ja (ist Weichmacher, kommt von innen) - aber nicht auf Kosten des Gesprächspartners.
    • Versuchen wir nicht zwischen den Zeilen zu lesen, denn da steht meist nichts Wichtiges drin. Besser: "ins Wort hineingehen", "Aussagen wörtlich nehmen", Beispiel: "Nichts hat mir geholfen!" - Antwort: "Wie genau "Nichts²?
    • Die Antworten ernst nehmen. Die Antwort enthält meist den richtigen Ansatz zur Fortsetzung des Gespräches.
    • Aktiv zuhören, heisst immer ,sich Zeit nehmen, beharrlich weiter zu fragen (Aber nur aus echtem Interesse und anteilnehmender Neugier heraus).
    • Nichtwissen ist hilfsreicher, als durch Kompetenz zum "Besserwisser" zu werden.


    Was ist "aktives Zuhören"?

    "Aktives Zuhören" bedeutet:

    • zu versuchen, sich in den Gesprächspartner einzufühlen
    • beim Gespräch mitzudenken,
    • dem Gesprächspartner Aufmerksamkeit und Interesse entgegenzubringen.


    Durch verbale und nonverbale Aufmerksamkeitsreaktionen wird dem Partner gezeigt, dass man aufmerksam ist, dass man versucht, zu verstehen und dass man Interesse und Anteilnahme hat.
    Die vier Stufen des aktiven Zuhörens sind: die Wahrnehmung, das Verstehen, die Wertung und die Reaktion:




    Wahrnehmung

    Wir nehmen selektiv wahr. Das ist auch sinnvoll, denn der Mensch wäre gar nicht fähig, auf alle Informationen, Reize, Eindrücke einzugehen.




    Verstehen

    Beim Verstehen wird das Gehörte aufgefasst und begriffen. Missverstöndnisse können zum Beispiel entstehen, wenn Sender und Empfönger Begriffe verschieden definieren.




    Bewerten

    Wir tendieren dazu, zu bewerten was wir gehört und verstanden haben. Feedback kann helfen, Missverständnissen vorzubeugen.




    Reaktion

    Verbale und Nonverbale Reaktionen, wie Kopfnicken, Blickkontakt etc. sind Techniken, die aktives Zuhören erleichtern. Aktives Zuhören ist lernbar. Es heisst nicht, dass Aussagen einfach wiederholt werden müssten. Das "Spiegeln" von Aussagen ("Habe ich richtig verstanden, dass.....?") hilft aber zu zeigen, dass die Aussage registriert wurde. Wer sieht, dass das Gehörte zusammengefasst werden kann, fühlt sich verstanden. Es wird bei Gesprächen letzlich zum Zeitgewinn.


    Aktives Zuhören: Techniken

    1.Paraphrasieren Die Aussage wird mit eigenen Worten wiederholt.
    2.Verbalisieren Die Gefühle, die Emotionen des Gegenübers werden gespiegelt z.B. "Sie hat das masslos geärgert."
    3. Nachfragen "Nachdem Sie dies gesagt hatten, reagierte Hans Meier nicht?"
    4. Zusammenfassen So wie in einem Zeitungsartikel unter dem Titel der Inhalt in geraffter Form gedruckt wird, kann bei Gesprächen das Gehörte mit wenigen Worten zusammengefasst werden.
    5. Klären Unklares klären: "Sie haben gesagt, sie hätten sofort reagiert. War das noch am gleichen Tag?"
    6. Weiterführen "Dann hat der Vorgesetzte das Gespräch gesucht. Wie hat er sich dann verhalten?"
    7. Abwägen "War die Belästigung schlimmer als "das Nicht-Ernstgenommen-Sein"?




    Fazit: Zuhören heisst Anteilnehmen im wörtlichen Sinn: Ich nehme die Teile die mitgeteilt worden sind an. Das Anteilnehmen hat mit aber vor allem mit echtem Interesse zu tun. Zuhören lässt sich optimieren. Wer jedoch sich und seine Aussage wichtiger nimmt als die Aussagen der Mitmenschen wird trotz Kenntnis von Zuhörtechniken noch kein guter Zuhörer.




    K+K kann in der Praxis weiterhelfen das aktive Zuhören bewusster zu machen. Sie erhalten konkrete Tools, damit Ihr persönliches Zuhörverhalten im Alltag verbessert und langfristig optimiert werden kann.




    Dieser Beitrag ist in der Zeitschrift "Dezibel" vom 3/2001 und im Stellenanzeiger der "Südostschweiz" vom 22. März 2001 und 29. März 2001 (in 2 Teilen) erschienen.

     Zuhören 
    
    Zuhören heisst:
    hin-hören;
    inne-werden;
    den, dem man zuhört,
    an-nehmen,
    gelten lassen,
    ernst nehmen.
    
    Ein Mensch,
    der zuhören kann,
    hat Seltenheitswert.
    Manchmal kann einer,
    der zuhört,
    wichtiger sein
    als ein Stück Brot.
                         -- Quelle unbekannt
    






    Heute ist der Tag Pi (gute Darstellung aus Blick am Abend)

    Heute ist auch «Pi Day»

    Heute ist «Pi Day»: 11 runde Fakten zur Kreiszahl π | Blick ...

    www.blickamabend.ch/.../wichtigste-zahl-der-mathematik-11-fakten-zur-kr...
    vor 4 Stunden - Heute ist «Pi Day»: 11 runde Fakten zur Kreiszahl π. Heute ist «Pi Day»11 ... März als 3.14, daher wird an diesem Tag die Kreiszahl gefeiert.

    14 kreisrunde Kuchen zum Pi-Tag - Blick am Abend

    www.blickamabend.ch/.../3-141592653589793238462643383279502884...
    vor 4 Stunden - Anders als bei uns, wird in den Staaten der 14. März als «3.14» geschrieben. Aus diesem Grund feiern Mathematiker heute die Kreiszahl Pi, ...

    von Oliver Knill (Mathematiker):
    http://www.math.harvard.edu/piday/index_2016.html
    Piday 2016

    AfD müsste ernster genommen werden

    Die AfD wurde von allen in die rechte Ecke gedrängt
    - bei Diskussionen nicht eingeladen
    - wer die Flüchtlingspolitik Merkels kritisierte, wurde mit dem Stempel fremdenfeindlich versehen
    - und die AfD als rassistisch, brauner Sumpf und als populistisch verschrieen
    - auch die Medien distanzierten sich von der neuen Kraft 
    - Gespräche mit der AfD wurden verweigert

    und nun die Resultate:


    CDU (32,5)AfD (-)Linke (23,7)SPD (21,5)Grüne (7,1)FDP (3,8)Sonstige0%10%20%30%40%
    Vorläufiges amtliches Ergebnis Sachsen-Anhalt. In Klammern: Wahlergebnis 2011 in Prozent www.stala.sachsen-anhalt.de

    Grüne(+6,1%)CDU(-12,0%)AfD(+15,1%)SPD(-10,4%)FDP (+3,0%)Linke(+0,1%)Sonstige0%10%20%30%40%
    Vorläufiges amtliches Ergebnis Baden-Württemberg In Klammern: Veränderung im Vergleich zur Landtagswahl 2011 statistik-bw.de

    SPD (+0,5%)CDU (-3,4%)AfD(+12,6%)FDP (+2,0%)Grüne(-10,1%)Linke(-0,2%)0%10%20%30%40%
    Vorläufiges amtliches Ergebnis Rheinland-Pfalz In Klammern: Veränderung im Vergleich zur Landtagswahl 2011 wahlen.rlp.de

    Trotz des Erfolges will niemand mit der erfolgreichen AfD regieren.

    Bei Anne Will wurde gestern die Siegerpartei - trotz der Erfolge - von allen andern gegeisselt.

    Angela Merkel wird nach dieser Ohrfeige ihren Kurs unbeirrt weiterverfolgen, obschon das Signal der Bevölkerung nicht eindeutiger hätte sein können.

    Ich bin überzeugt, dass sich das überhebliche Verhalten der AfD Gegner weiterhin rächen wird.

    Es ist zu einfach: Ein Fünftel der Bevölkerung  in die braune Ecke zu stellen. Das Unbehagen hinsichtlich Flüchtlingspolitik müsste ernster genommen werden. AfD Anhänger sind nicht nur Frustrierte und Protestwähler.

    Die Ausklammerungspolitik wird sich für die etablierten Parteien langfristig rächen.

    Bekanntlich ist nichts erfolgreicher als der Erfolg.

    FAZIT: Das Signal der Unzufriedenheit mit dem politischen Personal darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.

    Die Alternative für Deutschland hat die Erwartungen ihrer Unterstützer übertroffen. (Bild: Wolfgang Rattay / Reuters)