Dienstag, 13. Oktober 2015

Wird wohl Bundesrätin Widmer - Schlumpf nochmals gewählt?

Das neue Parlament wird entscheiden, ob....

Bildergebnis für widmer schlumpf  

Die Politologen rätseln schon seit Monaten, ob es wohl Widmer-Schlumpf  nochmals reichen könnte und gehen alle möglichen Varianten durch.
Doch die Frau, die es geschafft hatte - dank dem Antiblocher Clan - in einem umstrittenen Coup Blocher aus der Exekutive zu kippen, sie hat es nicht einfach mit einer  Partei, die serbelt.
Blick schreibt über die Frau, welche die Schweiz spaltet:

Die Bündnerin hält bedeckt, ob sie zu den Bundesratswahlen im Dezember antritt – als Einzige im Bundesrat. Denn ihr Schicksal hängt von den Wahlen in einer Woche ab. Dieser Urnengang entscheidet nicht nur über die Kräfteverhältnisse in National- und Ständerat. Die Wahlen geben auch die Richtung für die Bundesratswahlen im Dezember vor. Und ganz im Zentrum steht die BDP-Bundesrätin, die die politische Schweiz spaltet:

  • Reicht es am 18. Oktober für die Mitte-links-Koalition von SP, Grünen, CVP, BDP und wohl auch GLP, welche für Status quo plädiert – also einen breit abgestützten Bundesrat mit fünf Parteien?
  • Oder gewinnt das rechte Lager mit SVP und FDP so viele Sitze dazu, dass Widmer-Schlumpf ihren Posten räumen muss?
Die Alternative zu Widmer-Schlumpf ist ein zweiter SVP-Bundesrat. Ein solcher steht für eine harte Haltung gegenüber der EU, für eine Energiepolitik mit AKW, für eine harte Gangart gegen Asylsuchende und Einwanderer. Kurz: für eine konservative Schweiz.
Auch Widmer-Schlumpf ist in ihrer Grundhaltung eine stramm bürgerliche Politikerin. Ihre alte politische Heimat war die Bündner SVP.
Richtig konservativ ist sie jedoch nur bei der Wahl ihres Handys. Die Bündnerin stemmt sich gegen den Trend zum Smartphone und setzt auf ein altes Nokia-Handy. Politisch tickt sie progressiver, sucht die Herausforderung. Sie liebt es, neue Lösungen für alte Probleme zu finden. Sie steht für den Wandel des Finanzplatzes, für die Abkehr vom vermeintlichen helvetischen Heilsversprechen: dem Bankgeheimnis. Den internationalen Standard zum automatischen Informationsaustausch hat sie massgeblich mitgeprägt – und durchgesetzt.
Sie steht für eine pragmatische Flüchtlingspolitik und ­einen ökologischen Wandel. Sie befürwortet eine aktive Weiterentwicklung der Beziehungen mit der EU, setzt auf Gespräche und neue Lösungen statt auf Konfrontation. Kurz: Widmer-Schlumpf steht für bürgerliche Progressivität. Das bringt die Rechten auf die Palme – ihnen gilt sie als Wasserträgerin der Linken. Die Mitte-links-Koali­tion schätzt sie dafür – und will sie unbedingt im Amt halten.
Gedanken über einen Rücktritt hat sich Widmer-Schlumpf schon gemacht. Sie weiss zumindest genau, was sie danach nicht will: Sich als alt Bundesrätin zu diesem und jenem äussern. Sie werden den Mund halten, erzählte sie im kleinen Kreis. Dafür wäre dann mehr Zeit für die Enkelkinder und Musse, um einem Handörgeli aus der vom Vater geerbten Sammlung ein paar Töne zu entlocken.
Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Eine starke Koalition in Bern will, dass sie im Finanzdepartement weiterhin die erste Geige spielt. «Ich hoffe, Eveline Widmer-Schlumpf tritt nochmals an», sagt SP-Präsident Christian Levrat (45). Sie solle die aufgegleisten Reformen – etwa die ökologische Steuerrefom – vollenden dürfen. Auch CVP-Chef Christophe Darbellay (44) plädiert für eine Wiederwahl.
Die SVP hingegen will ihre Intimfeindin durch einen SVP-Vertreter ersetzen und ihr die Schmach der Abwahl Christoph Blochers (74) endlich heimzahlen. Unterstützt wird sie von der FDP, welche Widmer-Schlumpf die Legitimation abspricht. Ziel der beiden Parteien ist quasi eine Neuauflage der Blocher-Legislatur. Mit je zwei Sitzen würden die beiden Parteien den Bundesrat dominieren.
Der Vize-Fraktionschef der FDP, Ignazio Cassis (54), fordert denn auch den Rücktritt: «Wenn die Verhältnisse so bleiben und die BDP auch nach den Wahlen nicht zu den vier grössten Fraktionen gehört, sollte Frau Widmer-Schlumpf ihr Amt zur Verfügung stellen.» Zwar mache die Finanzministerin ihren Job gut; aber ihre Partei habe einfach kein Anrecht auf einen Sitz.
An einen Rücktritt mag SVP-Chef Toni Brunner (41) nicht glauben: «Ich nehme an, Frau Widmer-Schlumpf wird wieder antreten», sagt er. Er könne nicht mehr tun als der Bundesversammlung anzubieten, dass die SVP bereit sei, in der Regierung mehr Verantwortung zu übernehmen.
Viel Hoffnung, dass das Parlament ihn erhört, hat Brunner derzeit nicht. «Bleiben die Mehrheitsverhältnisse im Parlament ungefähr gleich, wird sich auch die Zusammensetzung im Bundesrat nicht ändern», sagt er ernüchtert.
Widmer-Schlumpf hat  im Volk Rückhalt. In Umfragen äussern sich mehr Leute für einen Verbleib der BDP im Bundesrat als für ­einen zweiten SVP-Sitz.

KOMMENTAR: Eveline Widmer-Schlumpf schaffte sich mit Ihrer Auflösung des Bankgeheimnisses keine zusätzlichen Freunde. Auch mit der europafreundliche Haltung holte sich die Bundesrätin keine zusätzlichen Punkte.
Die Chance, nochmals gewählt zu werden, entscheidet die alte Koalition, welche Blocher in einer Nacht- und Nebelaktion kippen konnte. Einige davon werden nicht mehr im Rat sein.
In einer Volkswahl hätte Widmer-Schlumpf nichts zu befürchten. Wenn die Finanzministerin nicht von sich aus zurücktritt, besteht für sie die Chance, noch einmal gewählt zu werden. Der Wahlsonntag könnte einiges klären.

Montag, 12. Oktober 2015

Grenzenlose Merkel

Quo vadis?



Die deutsche Bundeskanzlerin profitiert von einem Vertrauenspolster.
In der Nachfolgeregelung sind die beiden denkbaren Nachfolger (Innenminister und Verteidigungsministerin) angeschlagen.

Angela Merkel hatte nun die Flüchtlingsfrage zur Kanzlerfrage gemacht und pokert damit recht hoch.
Scheitert nämlich ihre optimistische Haltung, könnte dies für die Machtfrau Merkel zum Verhängnis werden.
Die Flüchtlingsproblematik müsste sie ernster nehmen.



Bildergebnis für MAcht hoch die Tür die Tore weit
Vielleicht hat die Kanzlerin die Probleme einer grenzenlosen Einwanderung unterschätzt. Nachdem sie die Schleusen grosszügig geöffnet hatte, kann sie nun die Last und Probleme nicht mehr "einfach so" delegieren. Sie erinnert mich an den Zauberlehrling. Die Ströme  reissen nicht ab - im Gegenteil.
Es wird für sie immer enger. Anstatt die Schleusen zu regulieren, möchte sie die Flut einfach auf andere Länder umleiten.

Der vorschnelle Entscheid Merkels ist auf verschiedenen Ebenen ist brisant. Es gibt über die Dosierung der Einwanderung keinen Volksentscheid und die Regierung muss mit einer grossen NEIDDEBATTE rechnen.
Das betrifft  die Wohnungen, die Sozialleistungen, den Arbeitsmarkt, die medizinische Grundversorgung, das Schulwesen, die Verschuldung (Schäuble ist genötigt, wegen der Flüchtlinge Schulden zu machen).
Der Traum vom ausgeglichenen Haushalt ist jedenfalls ausgeträumt.
Die Versorgung der Hilfesuchenden versachlicht Milliarden an Aufwendungen.
Eine Million Flüchtlinge erhalten Hartz IV, so wird vorerst einmal optimistisch geschätzt.

Der Puffer von getätigten Rücklagen wird Schäuble nicht ausreichen.
Im Vergleich zu anderen EU Ländern sind die Leistungen in Deutschland recht grosszügig. Das führt zu einer zusätzlichen Sogwirkung.
Kürzungen dieser Leistungen sind derzeit für die Politiker keine Option.
Die überfüllten Flüchtlingsheimen führen indes intern zu Problemen (Gewalt und Aggressionshandlungen mit Kosten für die Aufrechterhaltung der Sicherheit).
Die Einquartierung in beschlagnahmnte billige Wohnung weckt Neid bei jenen Bevölkerungskreisen, die schon lange ein kostengünstige Bleibe suchen.
Wenn es soweit kommt, dass es den Einwanderern besser geht, als vielen Deutschen, ist dies ein hervorragender Nährboden für die Neidkultur und gibt zudem rechtsextremen Gruppierungen Aufwind.


Neiddebatten könnten für Merkel sehr gefährlich werden. Die Bundesregierung fürchtet nämlich nichts mehr als Aussagen wie:


"Wegen der Flüchtlinge müssen wir Einheimische den Gürtel enger schnallen“.

 
Wenn die Ausgaben nicht zurückgefahren werden können, so bleibt nur noch die Erhöhung von Steuern.



Dies wäre aber ein Bruch des zentralen Wahlversprechens der Union und würde die Neiddebatte zusätzlich befeuern.
Deshalb ist dies für die Flüchtlingskanzlerin keine Option.
Wahrscheinlich wählt die Bundesregierung den Weg der zusätzlichen Verschuldung.
Damit würde aber das Problem einfach auf die nächste Generation abgewälzt.
Merkel muss jetzt alles tun, dass es nicht soweit kommt und es plötzlich heisst. „Wir schaffen es nicht!“
Die Einwanderungswelle wird in den Medien vielfach mit Völkerwanderungen der Vergangenheit verglichen (Ostdeutsche Einwanderer, welche der deutschen Sprache mächtig waren - oder  mit der Völkerwanderung im Römischen Reich oder dem Barbarensturm. Nach der Pest des 14. Jahrhunderts und dem Dreissigjährigen Krieg des 17. Jahrhunderts wurden Siedler bewusst eingeladen von Landesherren. Handwerker und Bauern wurden gebraucht. Damals stand jedoch leeres Land in Fülle zur Verfügung. Bei den Hugenotten die überall Glaubensgenossen fanden, war die Einwanderung ein Gewinn. Es waren meist Eliten).
Die historische Erfahrung macht uns heute bewusst: Menschen lieben ihre Verschiedenheit. Die Verschiedenheit wollen sie jedoch nicht teilen oder abgeben. Die eigenen Identität wird immer hart verteidigt.
Fremdheit in homöopathischen Dosierungen bereichert ein Land. Doch zeigte sich immer: Zu viel des Guten, wirkt zerstörerisch. Wenn wir die Ansprüche der Einwanderer sofort befriedigen wollen (Sozialrecht, Mietrecht, Harz IV usw.) funktioniert dies nicht für Kulturkreise, wo Armut herrscht und die Grossfamilie über alles geht oder  das islamische Religionsgesetz über allem steht.


Wir müssen davon ausgehen,  dass der deutsche Sozialstaat der unbegrenzten Belastung nicht stand hält.
Die Sicht von Soziologen, dass Missgunst, Neid, Protest eingebettet in die kollektiven Kräfte, gefährliche Ausdrucksformen finden können- diese Sicht gilt es ernst zu nehmen.
Die Erfahrung hat uns gelehrt: Der Zugang zur Sprache ist die erste Voraussetzung des friedlichen Zusammenlebens.
Vermutlich hat Angela Merkel  - als sie die „Willkommkultur“ vorschnell ausrief, verbunden mit dem Motto „Wir schaffen es“, deren unbeabsichtigte realen Folgen völlig vergessen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Unhöflichkeit hat negative Auswirkungen

Unhöflichkeit ist ansteckend

(Aus SRF)
Nicht nur Viren und Bakterien sind ansteckend – auch Unhöflichkeit ist es. Inkubationszeit: Bis zu einer Woche. Symptome: Übellaunigkeit und schlechte Leistung.
Autofahrer streckt Mittelfinger in die Luft 
 Leicht übertragbar: Wer solches oder ähnlich unhöfliches Verhalten zeigt, sollte sich seiner ansteckenden Wirkung bewusst sein. Imago
Unhöflichkeit ist das Pendant zu einem lauten «Hatschi» in der vollen S-Bahn ohne die Hand vor den Mund zu halten. Unhöflichkeit ist nämlich hochgradig ansteckend. Psychologen der Universität Florida haben in einer Studie gezeigt: Versuchspersonen, die man unhöflich behandelt hat, sind in nächsten Begegnungen selber tendenziell unhöflich – und zwar auch noch nach einer Woche. Aber aufgepasst, nicht nur die direkten Opfer sind gefährdet.

Ansteckung nur durch zuschauen

Es reicht sogar nur Zeuge von einer Unhöflichkeit zu sein, um selbst gröber im Umgangston zu werden. Da können selbst so simple Dinge, wie eine halbwegs nette E-Mail zu verfassen, zur Herausforderung werden. Die eingenistete Unhöflichkeit macht auch mit den Unhöflichen selbst etwas. Sie sind nicht nur sozial unverträglicher, sondern arbeiten auch schlechter und sind weniger leistungsfähig. Das sagen zumindest die Studien der US-Psychologen. Unhöflichkeit wirke wie ein Neurotoxin – ein Nervengift. Und noch wurde kein Gegengift gefunden.

KOMMENTAR:
In meiner Tätigkeit habe ich gesehen, dass auch  Höflichkeit ansteckend ist. Höflichkeit hat  nach meinen Erfahrungen eine ebenso starke Wirkung - aber im positiven Sinn. Wer die Erkenntnisse über die ansteckende Wirkung der Unhöflichkeit kennt, wird künftig auf Unhöflichkeiten nicht sofort "zurückbellen", sondern zuerst prophylaktisch schweigen.
Bei unseren Weiterbildungsseminaren bei einem Lehrgang mit Kundendienstberatern haben wir erkannt, wie wichtig die Höflichkeit ist.
Ich kann auf unsere Erkenntnisse aus verschiedenen Seminaren u.A. bei den Mitarbeitern bei einem Verkehrsbetrieb eines Kantons verweisen:
28. Okt. 2006 ... Kundenreklamationen. von Marcus Knill. Weniger Reklamationen, dank ... Kunden wertschätzen. Wünsche ernst nehmen. Zuvorkommend und ...
www.rhetorik.ch/Reklamationen/Reklamationen.html

Samstag, 10. Oktober 2015

Peter Pan

Der folgende Text war für mich eine gute Einstimmung zum heutigen  Kinobesuch des neuen 3D Filmes Peter Pan

Mich interessierte nicht die psychoanalytische Seite der Geschichte, sondern die technischen Tricks, die heute phantastische Traumwelten mit Computern hervorragend realisiert werden können:

Wie alles begann

Mit seinem familienfreundlichen 3-D-Fantasy-Spektakel „Pan“ bringt Regisseur Joe Wright die Vorgeschichte des fliegenden Waisenknaben auf die große Leinwand. Der Bub, der nie erwachsen wird, kämpft nach seiner Entführung durch Captain Blackbeard ins sagenumwobene Neverland - an der Seite seines neuen Freundes James Hook - gegen die Schreckensherrschaft des Piraten.
Eine schöne junge Mutter lässt schweren Herzens ihr Baby in einem Korb vor der Tür eines Londoner Waisenhauses zurück. Die einzigen Gaben sind ein Abschiedskuss, ein kurzer Brief und eine Kette mit einem kleinen Anhänger in Form einer Panflöte. So beginnt die vom Briten Wright neu und zeitgemäß adaptierte Story rund um die Figur des Peter Pan, die vom schottischen Schriftsteller James M. Barrie erdacht wurde.

Begehrtes Drehbuch von Hollywoods Blacklist

Peter, gespielt von Newcomer Levi Miller, und seine Freunde werden von den Piraten um Captain Blackbeard, dargestellt von Hugh Jackman, aus dem tristen Waisenhaus nach Neverland entführt. Erst kurz zuvor hat Peter einen Brief seiner Mutter entdeckt, in dem es heißt: „Wir werden uns wiedersehen, in dieser Welt - oder einer anderen!“ Die Reise im fliegenden Piratenschiff endet für die Kinder in Blackbeards Mine, wo sie für den Oberschurken nach „Pixum“ graben müssen, dem raren Elfenstaub. Dabei lernt der Bub den von Garrett Hedlund verkörperten James Hook kennen, der ihn bei der Suche nach seiner Mutter und dem Kampf gegen Blackbeard unterstützt.
Filmszene aus "Pan"
Warner Bros Entertainment
Hugh Jackman als fieser Pirat
Wright erzählt nach dem Drehbuch von Jason Fuchs („Ice Age 4 - Voll verschoben“) die Vorgeschichte des Buchklassikers. 2013 stand das Drehbuch auf der sogenannten Blacklist in Hollywood, der Sammlung der besten noch unverfilmten Skripte.

Rasanter Start mit Rockstar-Ambitionen

Gleich zu Beginn legt Jackman als gefürchtetes Piratenoberhaupt einen regelrechten Rockstar-Auftritt hin. Gemeinsam mit Piraten und Gefangenen schmettert er eine Version von Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ und „Blitzkrieg Bop“ von den Ramones durch die düstere Mine. Es kann aber Entwarnung gegeben werden, denn es bleibt bei diesem gesanglichen Intermezzo, das ein wenig deplatziert wirkt.
Jackman, der den internationalen Durchbruch seiner Mitwirkung am Musical „Oklahoma!“ verdankt, ist spätestens seit seiner Rolle des Jean Valjean in „Les Miserables“ von 2012 auch dem breiten Publikum als stimmgewaltig bekannt. Und seine beinahe bipolar angelegte Version von Blackbeard macht dem Schauspieler sichtlich Spaß.

Kuckucksei in bunter Schale

Beim ersten Treffen zeigte Wright Jackman eine Fotomontage des Körpers von König Ludwig XIV. mit dem Konterfei des Schauspielers samt Marie-Antoinette-Perücke. Jackmans Reaktion darauf: „I´m in!“ Die britische Kostümbildnerin Jacqueline Durran, die 2013 für Wrights „Anna Karenina“ einen Oscar erhielt, kleidete Hedlund alias Hook als eine Art Indiana Jones mit John-Ford-Filmfigur-Anleihen. Rooney Mara machte sie als Prinzessin Tiger Lily hingegen zu einer poppig-flippigen Figur mit Rock über Hose, sehenswertem Kopfschmuck und Feder-Epauletten. Überhaupt wurde im Film auf allen Ebenen stark gemixt, mit unterschiedlich viel Erfolg.
Filmszene aus "Pan"
Warner Bros Entertainment
Rooney Mara: Als indigene Prinzessin fehlbesetzt?
So wirkt Mara inmitten ihres aus vielerlei Nationen zusammengewürfelten Stammes wie ein ausgebrütetes Kuckucksei mit zu viel Schminke. Denn die von Barrie als amerikanische Ureinwohnerin beschriebene Prinzessin fällt als einzige europäische Erscheinung inmitten der indigenen Truppe aus dem Rahmen. Als bekanntwurde, dass Mara den Part übernehmen würde, formierte sich Widerstand im Netz gegen das „Whitewashing“. Das amerikanische Studio Warner Bros. wurde sogar in einer Petition aufgefordert, die Königstochter neu zu besetzen. Warum keine Schauspielerin aus dem Kreis der Native Americans engagieren? Sogar Mara selbst gab den Kritikern recht.

Als Feind noch Freund war

Hooks Herkunft und Vorgeschichte wiederum bleiben im Film nahezu unkommentiert - diesen blinden Fleck könnte eine Fortsetzung tilgen. Barrie beschrieb seinen Hook als einen stilsicheren „Grandseigneur“, der, selbst wenn er jemanden aufschlitzte, das mit Stil tat. Barrie behauptete später, die Figur habe das englische Eliteinternat Eton besucht. Wrights Hook hingegen ist draufgängerisch angelegt, von Stil keine Spur. Die teils holprigen Flirtversuche mit Tiger Lily erinnern ebenso wie seine Faszination für eine dreifach geklonte Meerjungfrau (gespielt von Cara Delevingne) stark an Indiana Jones in seinen besten Zeiten.
Hook sieht in Peter Pan seine Fahrkarte in die reale Welt und hilft ihm wenig ehrenhaft aus Kalkül. Warum er in die alte Heimat zurückwill, scheint er jedoch nicht mehr zu wissen, denn in Neverland vergisst man schneller als anderswo, heißt es im Film. Die Befürchtung liegt nahe, dass es dem Publikum ergeht wie Barries Buchhelden Peter Pan, der am Ende weder Erinnerungen an Hook noch an die ihm treu ergebene Tinker Bell hat. Vergessen kann eine Gnade sein.
Und das ist schade, denn Barries Vorlage hätte sich mehr verdient. Die Geschichte über den fliegenden Waisenbuben hat bereits unzählige Adaptierungen hervorgebracht. 1924 machte Regisseur Herbert Brenon die Schauspielerin Betty Bronson in der Erstverfilmung zum Star. Die bekannteste Zeichentrickfilmversion lieferte Disney 1953. Sogar Pans Erzfeind „Hook“ gönnte man 1991 mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle eine eigene Filmgeschichte. 2004 wurde in „Wenn Träume fliegen lernen“ die Entstehungsgeschichte des Klassikers fantasievoll mit einigen unwahren, aber wirksameren Details angereichert erzählt.

1.000 und eine Anleihe

Warum also eine neuerliche Adaption? Die eigentlichen Adressaten im Peter-Pan-Alter werden sich diese Frage vielleicht nicht stellen, denn die Story um Piraten, fliegende Schiffe und kindliche Identifikationsfigur ist bildgewaltig, bunt und wild. Der Film unterschätzt jedoch sein Publikum, denn die pseudo-kindgerechten darstellerischen Übertreibungen sind so nervtötend wie unnötig. Der als familientaugliches Fantasyabenteuer angekündigte Film kann cinephile Erwachsene zumindest abendfüllend beschäftigen, indem er sie zum gedanklichen Mitzählen der Anleihen bis hin zu den nahezu klagbaren Plagiaten ermuntert.
Filmszene aus "Pan"
Warner Bros Entertainment
Peter Pan (Levi Miller) und sein „Indiana Jones“-artiger Freund Captain Hook (Garrett Hedlund)
„Oliver Twist“, „Jurassic Park“, „Avatar“, ein Han-Solo-Auftritt aus „Star Wars“ und „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson kommen zu Ehren. Hier agiert Wright wie Barrie, der sich für seinen Pan bei der „Schatzinsel“ ebenso wie bei Märchen- und Sagenstoffen bediente. Doch Wright glättet dort – wie viele andere zuvor auch –, wo Barrie die Erwartungen gegen den Strich bürstet, und so verkommt die Neuinterpretation einer möglichen Vorgeschichte zu einem überladenen und angestrengten Mix.

Die Verkaufszahlen stets im Blick

Einige Elemente des 1904 in London uraufgeführten Originalschauspiels und später erschienenen Buches sind stärker und wilder als die braven Adaptionen. Denn dass Peter Pan Mütter für überschätzte Kreaturen hält oder die nervenden und wie Bierkutscher fluchenden Elfen verprügelt, lässt sich schlecht mit dem forcierten Bild des vorwitzigen Naturkindes vereinbaren. So schlecht, dass sich der deutsche Dressler Verlag nicht traute, die Elfenprügel-Szene richtig zu übersetzen.
Ob Wright samt Cast und Crew im fliegenden Piratenschiff den Publikumsreaktionen wird ausweichen können, bleibt abzuwarten. Denn der Film kann eine Optimierung der Handlung - wobei man wohl stets die Kinokassen im Blick hatte - schwer abstreiten. Das knapp zweistündige Spektakel wird seine Fans finden. So mancher kritische Geist hingegen wird vorzeitig nach Hause gehen und den literarischen Vorläufer zur Hand nehmen.

Aufstieg und Niedergang

Seine Mission zerstört

 

Porträt Joseph S. Blatter spielte während 
seiner 17 Jahre als Präsident der Fifa so lang 
mit der Macht, bis er jeden Sinn für die Realität verlor. 
Dafür zahlt er mit einem beispiellosen Absturz. Mehr..
Quelle Tagi

LINKS:
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Joseph Blatter. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist einer der wichtigsten. Sportmanager der Welt. Im Vorfeld zur Wiederwahl als FIFA-. Präsident beschuldigte ...
www.rhetorik.ch/Fussballrhetorik/Persoenlich.pdf
17. Sept. 2011 ... Die Wut der FC-Sion-Fans ist dem FIFA-Präsidenten Joseph Blatter mit voller Wucht entgegengeschlagen. An einem Empfang der Gemeinde ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/09_17a/
25. Sept. 2015 ... Um 14 Uhr wollte Sepp Blatter am Fifa-Hauptsitz in Zürich über die ... angeführten Verdachtsmomente gegen Joseph Blatter erhärten, riskiert ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/09_25/index.html
14. Juni 2015 ... Seit 1998 führt Joseph Blatter die Fifa, regiert den Weltfussballverband wie ein kleiner König. Dass er da so einfach seinen Posten räumt, wäre ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/06_14/
17. März 2002 ... In allen Antworten haben wir bis anhin von Joseph Blatter nie gehört, dass die finanzielle Situation bei der FIFA in Ordnung sei. Hier der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_17_2002.html
27. Mai 2015 ... Joseph Blatter hat schon viele Skandale überstanden. Nun gibts neuen Stuss. Es heisst es, bei der Vergabe der Weltmeisterschaft sei ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/15/05_27/
5. Mai 2002 ... Mai stand die Blatter-Story auf den Frontseiten der Sonntagblätter. .... Fifa- Präsident Joseph Blatter wurde der "American Global Peace Award" ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mai_05_2002.html
2. März 2002 ... Blatter habe von den Bestechungen gewusst, behauptete er zudem. Wie antwortete Joseph Blatter am Fernsehen bei den Befragungen?
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_02_2002.html
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25. März 2005 ... sident Joseph Blatter hat dem DFB indirekt unterstellt, geschlampt zu haben. Zwanziger: “Ich freue mich eher über die Unterstützung der UEFA.
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/03_25/03_2005.pdf
8. März 2003 ... FIFA Chef Joseph Blatter war vor seiner Wahl im im Mai 2002 für längere Zeit Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Nach rhetorisch spannenden ...
www.rhetorik.ch/Medienopfer/Medienopfer.html


Freitag, 9. Oktober 2015

BILDER und ASYLANTEN


Medienexperte Marcus Knill: Wieso Medien solidarisch über ...

www.lifechannel.ch/.../Medienexperte-Marcus-Knill-Wieso-Medien-solid...
Medienexperte Marcus Knill: Wieso Medien solidarisch über #Flüchtlinge berichten.  Seit Tagen sind Flüchtlingen in den Medien ein Thema.


Merkel ist erstmals erstaunlich konsequent. Sie wirkt sogar stur bei der Einwanderungskrise

Das könnte Merkels Ziel sein: 
Der FRIEDENSNOBELPREIS

Bildergebnis für friedensnobelpreis

Die deutsche Bundeskanzlerin fällt 
derzeit mit ihrem Teflonverhalten auf.
Für Journalisten wirkt sie sehr stur.
positiv formuliert konsequent.
Obschon Ihre Willkommpolitik mit der offerierten grenzenlosen Einwanderung immer mehr kritisiert wird, 
perlt derzeit bei Angela Merkel jegliche Kritik ab.
Für die zahlreichen  Bedenken  hat sie absolut kein Gehör.
Was ist los mit der mächtigsten Frau Europas?

KOMMENTAR:
Meine Vermutung: Eine Politikerin, die ALLEN Einwanderern das Herz schenkt, könnte für den Friedensnobelpreis nominiert werden.
Durch ihr kompromissloses Engagement für Einwanderer, wächst diese Chance zur Nominierung zunehmend.
Das muss die Kanzlerin wissen.
Angela Merkel ist bekanntlich eine Frau die den Meccano der Macht beherrscht.
Meine Vermutung ist zwar eine Unterstellung, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Kanzlerin ganz genau weiss, wie man sich die einmalige Auszeichnung erwerben kann. Angenommen, sie möchte dieses ambitiöse Ziel erreichen, dann hätte dieses Ziel erste Priorität. Die wachsenden Probleme sind für sie somit kein Thema. Die negativen Folgen ihres fragwürdigen Entscheides kann sie getrost anderen überlassen.

NACHTRAG: Merkel wurde nicht gewählt! Wahrscheinlich ist das Gremium vorsichtiger geworden mit der Nominierung von Promis. Zeigte sich doch nachträglich dass der Friedensnobelpreis nicht gerechtfertigt war - so, wie bei Obama.
Merkel wird wohl auch bei der nächsten Wahl leer ausgehen, weil sich dann zeigen wird, dass der Entscheid mit der unbeschränkten Zuwanderung keine gute Idee war.