Donnerstag, 20. August 2015

Deshalb hat Trump Erfolg

Die amerikanischen Universitäten übertreiben mit der politischen Korrektheit

Bildergebnis für sprachpolizei  

Laut Tagesanzeiger grassiert an US Universitäten eine neue Form politischer Korrektheit.
Wörter werden verbannt,
Redner ausgeladen,
Ideen unterdrückt.
Die Redefreiheit wird  durch eine Sprachpolizei geopfert, weil verletzende Worte das emotionale Wohlbefinden der Studenten stören könnte.

Dies führt zu grotesken Situationen:
Die Sprachpolizei ahnden im Campus die kleinsten "Mikroaggressionen", welche bei den Studenten psychologische Traumatas hervorrufen könnten.

Man erhoffte sich, dass die militante politische Korrektheti überwunden sein. Nun steht sie wieder in voller Blüte mit den merkwürdigsten Asuwüchsen.

Was verletzend sein könnte, wird sofort verboten.
Ziel der neuen Bewegung ist es, den Campus in eine Sicherheitszone zu verwandlen.

Junge Menschen sollen geschützt werden von allen Wörtern, die Unwohlsein bereiten könnte.

Die Redefreiheit wird eingeschränkt weil sie  dazu missbraucht werden könnte, Minderheiten, Schwule, Lesben, Frauen, Schwarze oder durch "Mikroaggressionen" zu verletzen.

Allein schon der Versuch"Mikroaggressionen" zu definieren, wird zur "Mikroaggression" und ist nicht erlaubt.

Die Auswirkungen sind grotesk:

Ein College nahm die "Vagina Monologues" aus dem Programm, weil das Theaterstück Frauen ohne Vagina auslasse.

Mark Twains Texte wurden als zu anstössig gebrandmarkt.

Bestimmte Dramen dürfen nicht mehr aufgeführt werden.

Am Hampshire College musste eine Afroband weichen, weil ihr zu viele weisse  Musiker angehörten.

Für Lehrende gibt es zu viele Möglichkeiten, um auf eine Mine zutreten. so viele Begriffe sind verboten.
Die Situation für Hochschullehrer ist heute prekär, denn wer ins Visier der Sprachpolizei gerät, riskiert den Job.

Selbstzensur ist an der Tagesordnung: Lieber nichts Kontraverses sagen! Auf keinen Fall anecken!

Amerikanische Komiker machen bereits einen grossen Bogen um die Hochschulen.

Die Atmosphäre wird durch die Zensur-Mobs in den Social-Media verstärkt.
Die Anmache einer Studentin durch einen Studenten kann zum justiziabelen Fall werden.
Die Gedanken- und Sprachpolizei bringt es fertig, dass Redner auf  Grund von Anzeigen an Universitäten ausgeladen werden.



KOMMENTAR:

Wenn nicht Gegensteuer gehalten wird, führt dies zu einer unakzeptablen Zensur und erinnert an
Bücherverbrennungen in Diktaturen. Wenn die Sprachpolizei nicht gebremst werden kann, wird die neue Zensur  institutionalisiert. Studenten von allen Begriffen zu schützen, die herausfordern können, ist im Grund genommen antiintelektuell. Die Uniprofessoren warnen, diese übertriebene politische Korrektheit sei infantilisierend.
Nach Martin Kilian (Autor der Beitrages "Jetzt kommt die Sprachpolizei") ist ein Ende dieses unsäglichen Schutzgedankens in Amerika nicht in Sicht.

 LINKS:

 

1. Jan. 2004 ... Das Sachbuch "Die Sprachpolizei" von Diane Ravitsch analysiert und kritisiert Fehlentwicklungen und Auswüchse dieser zum Teil grotesken ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html



20. Dez. 2006 ... Aktuell Artikel über Sprache: Gedanken Schreiben · Sprachpolizei säubert Schulbücher · Eskimo Sprache · Metaphern · Die korrigierende ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/12_20.html
15. Aug. 2006 ... Sprachpolizei · Medienrecht. In "20 Minuten" haben wir gelesen: "Je mächtiger der Suchmaschinenbetreiber Google wird, desto weniger Spass ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_15.html
9. Jan. 2011 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Sprachpolizei · Das Elter · Kindergartenlehrperson · Feministische Sprache · Aktuell Sprache ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_09/
3. Juni 2010 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Aktuell Schweiz · Sprachpolizei · Feministische Sprache · Beamtendeutsch. Die Stadt Bern streicht Wörter, die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/06_03/




Feministische Sprache, Linguistik. ... Zum Gebrauch von weiblichen Personenbezeichnungen. (Siehe auch Sexistische Feministische Rhetorik) ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
27. Sept. 2013 ... Der Schriftsteller Bernhard Lassahn geht in einer Kritik an geschlechter-korrekter Anrede im Focus 38, 2013 noch weiter als üblich: er ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/13/09_27a/
1. Jan. 2004 ... Feministische Rhetorik verbannen das Wort "Schneemänner" Statt "Snowman" muss es nun "Schneeperson" heissen. Das Kinderbuch (The ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html
8. Sept. 2014 ... Aktueller Beitrag rhetorik.ch. ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Feministische Rhetorik · Aktuell Sprache. Die Kastration eines Bullenkalbs ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/14/09_08/index.html
5. Juli 2011 ... Aktueller Beitrag rhetorik.ch. ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Feministische Rhetorik · Aktuell Jan 1, 2004 · 29.12. 2010 · 3.6. 2010 · 9.1, 2011 ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_05/



Mittwoch, 19. August 2015

PERSOENLICH-BLOG




Guerillawerbung bei den SBB

Bild des Benutzers Marcus Knill
Marcus Knill
Eine Guerillawerbung? In SBB Zügen gibt es gut getarnte Guerillawerbung, die zum Denken anregt. Ob es sich tatsächlich um Werbung handelt, wird sich wohl erst später zeigen. Tramfahrer in Zürich entdeckten plötzlich Kleber, die als offizielle Kleber getarnt waren.




Im Nachhinein wurden sich die Betrachter bewusst, dass es sich um eine Scherz-Meldungen handeln musste. Denn Farbe und Schrift waren täuschend echt. Auch in SBB Zügen wurden solche Kleber angetroffen. Ich finde diese Aktion originell, zumal aktuelle Zeitprobleme thematisiert worden sind und es nicht um politische Werbung geht. Starren doch viele Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ständig nur noch auf ihr Smartphone.
Gegenüber 20min.ch nimmt die SBB Stellung. "Es ist aber  nicht so, dass wir einen Detektiv engagiert haben, um der Sache auf den Grund zu gehen", sagt Sprecher Reto Schärli. Es käme oft vor, dass Kleber und Schriftzüge entfernt werden müssten. "Das gehört einfach dazu. Abgesehend davon hatten wir seit dem Frühsommer keine Beanstandungen mehr", so Schärli. Zudem seien die Kleber ja offensichtlich dazu da, Gespräche anzuregen, was im Pendler-Alltag sicherlich nicht schaden könne.

Entwurf der Medienseite für die SN


Trumps Trumpf:

Verzicht auf politische Korrektheit

Die Kandidatenkür der Republikaner dominiert Provokateur Donald Trump mit seiner Ein-Mann-Show. Medienrhetorisch ist bei Trump vieles ein No-go, doch hat er Erfolg.
Der  Immobilienmilliardär und Quereinsteiger dominiert die Medien,  Aufmerksamkeit ist ihm sicher. Er poltert, beleidigt, pöbelt, teilt ungefiltert aus und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er beschimpft rücksichtslos etablierte Kritiker und frisst auch vor wichtigen TV- Debatten keine Kreide.
Das Erstaunlichste: Trotz Beleidigungen und extrem ungefilterter Aussagen liegt er in allen Umfragen weit vorn. Er kann alle Politikverdrossenen um sich scharen. Als Quereinsteiger spielt Trump den Gewährsmann für einen Wechsel im Weissen Haus.
Kein Politexperte gibt jedoch diesem „Clown der Nation“ eine echte Wahlchance.

Dennoch lässt sich das Enfant terrible nicht bremsen.  Falls er nicht als Kandidat erkoren würde, schliesst er unverhohlen ein freie Kandidatur nicht aus.Täte er dies, würde er zum Steigbügelhalter von Hillary Clinton, weil sich dadurch die Stimmen für die Republikaner aufsplitten würden. Trump kennt weder Parteiraison noch rhetorische Zurückhaltung, er spricht immer frei - ohne Teleprompter - und verzichtet auf Redenschreiber.
Weil Aussergewöhnliches  am besten vermarktet werden kann, wird Trump in der Medienpräsenz favorisiert. Und der Provokateur versteht es hervorragend, diese  zu nutzen und punktet dank seiner Unverfrorenheit.
Offensichtlich kommt dies bei einem  grossen Teil des Publikums an.

Nachdem ihn eine Moderatorin wegen seiner frauenfeindlichen Aeusserung festnageln will, kontert er: „Ich habe keine Zeit für Political Correctness und das Land hat dies auch nicht.“
Weil der Provokateur die Journalistin nachträglich  beleidigte, handelte sich Trump erstmals ein Problem mit den Medien ein. Er wurde von dieser Journalistin bei einer Konferenz ausgeladen. Diese Massregelung wurde dann aber zum Rohrkrepierer, denn dadurch  wurde er zum Märtyrer.
Was braucht es, um die Trump Show zu stoppen? Er könnte  sich wohl nur selbst  demontieren.
Die Liste seiner rhetorischen Patzer ist ellenlang.
Es gibt  eine Fülle von Verunglimpfungen und verbalen Ausrutschern,
Der Medienhype um Trump begann, als er seine Kandidatur offiziell machte. In seiner Rede beleidigte er gleich  Mexiko mit den Worten. „Wenn Mexiko seine Leute schickt, schickt es nicht seine besten. Sie schicken nicht euch. Sie schicken Leute, die viele Probleme haben, und die bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger. Und ein paar, nehme ich an, sind auch nette Leute."



Erstaunlich, dass Donald Trump  trotz aller Fettnäpfchen als republikanischer Präsidentschaftskandidat punkten kann.  Vielleicht ist  es aber gerade diese unkonventionelle, "frei von der Leber Weg" Politik, die ihn populär gemacht hat, gibt es doch zu viele Politiker, die keine  eindeutigen Aussagen mehr wagen. Sie wollen es allen recht machen.
Ähnlich wie beim "Palin Effekt" gibt es einen "Trump Effekt": Mit einem grossen  Maul kommt man zwar in die Medien. Aber wie lange?


Die Meinung der Journalisten ist praktisch einhellig: Trump hat wenig Chancen, die Nomination zu gewinnen. Wie schon bei vielen unqualifizierten Anwärtern vor ihm, wird wohl auch sein Höhenflug von kurzer Dauer sein.



Aber wie auch bei Palin, kann man bei Aussenseitern nicht voraussehen, wie es wirklich kommt. Auf jeden Fall wird Trump  mit seinen ungefilterten provokativen Aussagen  noch weiter von sich reden machen.
Ungewöhnliches, Negatives, prominente Personen, Skandale sind stets ein
gefundenes Fressen für die Medien. Trump weiss dies genau. Er hat Spass, das politische Personal in den USA aufzumischen. Eines hat er  geschafft, man schreibt und spricht von ihm. Die Einschaltquoten bei seinen Auftritten sind enorm.
Das schlimmste für Provokateure ist, totgeschwiegen zu werden.
Aber das können sich die Medien nicht leisten,  skurrile Geschichten sind Geld wert.
In der New York Times war von Kolumnistin Maureen Dowd  zu erfahren: Die Debatte mit Trump hatte ein fantastische Quote: die 9. beste Quote, die je im Kabelfernsehen gemessen wurde.24 Millionen Zuschauer haben die Fox Debatte gesehen. Das war Trump zu verdanken. Auch fragte sich Dowd: Was ist besser? Ein politisch korrekter Politiker, der lügt und Kriege anzettelt oder ein Politiker, der sagt was er denkt?


 Vielleicht hat die Öffentlichkeit genug von zu der extremen politischer Korrektheit.
Donald Trump trifft wahrscheinlich mit seiner ungehobelten Art den Nerv vieler Amerikaner. Sie würden gerne so reden wie er, nur trauen sie sich nicht.
Viele sind sich der politischen Korrektheit überdrüssig.
Trump profitiert vom Unmut der Bevölkerung gegen die  zu enge Auslegung der politischen Korrektheit mit der einhergehenden Sprachpolizei. Seine Direktheit wird dadurch goutiert. In den Staaten ist es heute ein Tabu, über Verbrechen von Afroamerikaner zu reden oder ein schlechtes Wort über Muslime zu sagen. Niemand darf die Kriminellen aus Mexiko kritisieren.




KOMMENTAR:
Obwohl Trump den Bogen überspannt hat, wird er noch lange ein Medienthema bleiben.  Vor allem weil er es wagt, das auszusprechen, was in republikanischen Quartieren nur hinter vorgehaltener Hand gesagt wird. Er vertritt aber auch politische Positionen, die nicht  mit der republikanischen Sicht vereinbar sind. Er war 2003 gegen den Krieg im Irak («ein Desaster»), er weigert sich, die Renten sowie die staatliche medizinische Versorgung für Senioren und Bedürftige zu kürzen («wir müssen uns um die Armen kümmern»), und er will den staatlichen Mindestlohn zumindest nicht abschaffen.   Mal war Trump Demokrat, mal war er parteilos, jetzt ist er eben Republikaner.
Er  ist kaum zu fassen, denn Kritik perlt bei ihm ab, wie von einer Teflonschicht. Sein disruptives Potential, den Wahlkampf zu stören, ist unermesslich.
An Dreistigkeit ist er kaum zu überbieten, vor allem, wenn er sich mit seinen perlweissen Zähnen überartikuliert selbst darstellt:
„Ich habe die besten Schule besucht.“
„ Ich habe die besten Noten bekommen.“
„ Ich habe ein Vermögen gemacht - ein unglaubliches Vermögen - eine grösseres als die Menschen begreifen können.“
„Ich bin wirklich ein kluger Mensch“
„Die Leute lieben mich. Jeder liebt mich.“
Der Erfolg des grossmauligen Kandidaten kommt auch daher:

Mit den frauenfeindlichen Sprüchen hat sich Trump jedoch enorm geschadet. Er brachte damit die grosse weibliche Wählerschaft gegen sich auf, was ihm das Genick schneller brechen könnte als alle andern Flegeleien. Da ging er sicherlich zu weit. Ich meine, der Provokateur hätte mit einer kleinen Chance auf Erfolg rechnen können, wenn es ihm gelungen wäre, die eigene Partei hinter sich zu scharen, doch das wird  nicht  der Fall sein. Für die Journalisten hingegen ist Trump ein Glücksfall, für die Medien bleibt er noch lange ein Goldesel. Trump ist jedenfalls ein Medienphänomen.

FAZIT:
Dank seines Reichtums ist Trump kaum angreifbar und kann sagen was er will, nach dem Motto: Was stört es eine Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt.
Richtig ist wohl, dass wegen der verständlichen Verdrossenheit der Wähler den rückmarklosen Politikern gegenüber, Trumps Auftreten Beachtung findet. Dass aber die Leute, die sein rüpelhaftes Wesen „ganz gut“ finden, ihn auch an der Spitze der USA sehen möchten, ist sehr unwahrscheinlich. Aber sehr wahrscheinlich ist es, dass er insgesamt den Republikanern schaden wird, sei es als unabhängiger und Stimmen von ihnen abziehender Kandidat oder als erkannter Rabauke, dem es nur um seine Person und deren „gebührende“ Beachtung geht und den „man“ nicht wählt.

NACHTRAG:

Bild für das Nachrichtenergebnis
Jetzt kommt die Sprachpolizei. Redner werden ausgeladen, Wörter verbannt, Ideen ...

Wie steht es bei Ihnen?

Haben Sie auch Ihr ZIEL

im Fokus?


Dienstag, 18. August 2015

Ist das glaubwürdige Politik?

Dürfen Versprechen so leichtfertig gebrochen werden?

Bildergebnis für angela merkel

Versprochen:

Keine Hilfe für Griechenland!

„Deutsche Milliardenhilfen für Griechenland schloss die Kanzlerin kategorisch aus“

zitiert das Bundespresseamt Angela Merkel.

Der Anlass:

Gefragt, ob es Finanzhilfen für Griechenland geben wird, hatte Angela Merkel in einem ARD-Interview am 28. Februar 2010 gesagt: 

„Das ist ausdrücklich nicht der Fall.“

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Gebrochen!

Deutschland haftet mit rund 86 Milliarden Euro. 

Durch das 3. Rettungspaket steigt die Summe 

auf mehr als 110 Milliarden Euro.
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KOMMENTAR:

Die Moral von der Geschicht:
Versprechen dürfen angeblich gebrochen werden.
Denn in der Politik hat dies
leider keine Folgen.

Zur Krisenkommunikation in Chur

Bischof Huonder  im Trommelfeuer der Kritik

Nun zeigt sich: Bei der umstrittenen Rede liess er sich nicht beraten.
Ein Sturm der Entrüstung weht Huonder seit seiner umstrittenen Rede in Fulda entgegen.
Seine Interviews und Entschuldigungen konnte die Oeffenlichkeit nicht beschwichtigen.
Ich habe mich gefragt, wer wohl den Bischof in dieser Situation berät.
Heute wird bekannt: Der Mediensprecher vom Bistum muss als Krisenmanager das ausbaden, was Bischof Huonder selbstverschuldet eingebrockt hat. Vitus Huonder hatte leider den Bischofsprecher bei der heiklen Rede  ausgeklammert und den Text selbst verfasst, ohne ihn von Gracia gegenlesen zu lassen. Ein gravierender Fehler, der heute kaum noch zu korrigieren ist.

Ich zitiere 20 Min:



Huonders Sprecher ist «schockiert»

Nach der Rede von Vitus Huonder in Fulda: Sogar der Churer Bischofssprecher kritisiert die Interpretationen des Oberhirten.

storybild

Eine Rede hallt nach: Die Äusserungen des Churer Bischofs
Vitus Huonder in Fulda sind äusserst umstritten.
Der Churer Bischof Vitus Huonder hatte in seinem Vortrag am letzten Juli-Tag in Fulda Textstellen aus dem Alten Testament zitiert, wonach Homosexualität eine Gräueltat sei, die mit dem Tod bestraft werde. Die bischöfliche Interpretation dieser Textstellen war vom Publikum in Fulda mit Applaus bedacht worden. Huonder hatte wörtlich interpretiert: «Die beiden zitierten Stellen allein würden genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben.»
Bischofssprecher Giuseppe Gracia sagt nun heute (Montag) in der Sendung «Tagesgespräch» von Radio SRF, er sei «schockiert» gewesen über diesen Nachsatz zu den Zitaten. Dieser Nachsatz sei das Problem, wie Gracia als «Medienberater» und nicht als Sprecher des Bischofs in der Radiosendung betonte.


Die bischöfliche Fulda-Rede war von Huonder selber während der Ferien verfasst worden. Huonder gab den Vortrag gemäss eigenen Bekundungen niemandem zum Gegenlesen. Gracia sagte dazu, er hätte Huonder gewarnt, hätte er die Rede vorher gelesen. Er hätte dem Bischof gesagt, er werde nicht verstanden, auch wenn die Zitate fachtheologisch gemeint seien.
Gracia sprach in der Sendung weiter von «Krise» und «Krisensituation» im Bistum Chur nach Huonders Fulda-Rede. Schadensbegrenzung sei angezeigt. Er sei loyal zum Bistum. Er werde das Bistum in der Krise begleiten, erklärte Gracia und meinte weiter: Was er nachher mache, sei eine andere Frage.
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KOMMENTAR: Es gehört zum Einmaleins der Krisenkommunikation, dass man sich extern beraten lässt.
Unbegreiflich, dass ein Bischof die Krise im Alleingang bewältigen will und die Situation laufend verschlimmbessert.

Ich sehe heute schwarz für Bischof Huonder. Zumal diese Woche sich die Bischofkonferenz der leiden Geschichte annehmen muss. Die Krisensituation wird sicherlich ein
Traktandum sein.
Es steht derzeit für Bischof Huonder schlimm, zumal nun der eigene Mediensprecher Klartext sprechen muss, weil die peinliche Geschichte aus dem Ruder läuft.
Das Alte Testament verficht bekanntlich Thesen, die 2000 Jahre alt sind und diese Stellen müssten auch in diesem Kontext gelesen werden. Dieser wichtige Hinweis fehlte leider in der Rede Honders. Ich bin überzeugt, dass ihn der medienerfahrene Giuseppe Gracia auf die heikle Stelle mit dem fragwürdigen Bergriff "Wende" hingewiesen hätte. Somit steht fest: "Die Krise in Chur hat Bischof Huonder selbst verschuldet.

Montag, 17. August 2015

"ATOMLOS durch die Nacht"

- müsste eigentlich heute
Helene Fischer für die Schweizer 
singen, statt:

"Atemlos durch die Nacht", denn ...




Zur Reparatur eines Dampflecks im Turbinenkreislauf musste in der Nacht das AKW Gösgen vom Netz genommen werden. Weil auch die übrigen Schweizer Atomkraftwerke wegen Revisionen und Reparaturen nicht in Betrieb sind, wird hierzulande bis auf weiteres kein Atomstrom mehr produziert.
(Quelle SRF) 
  Video «AKW Gösgen wegen Reparatur vom Netz» abspielen

AKW Gösgen wegen Reparatur vom Netz

Ich zitiere Helene Fischer:

Helene Fischer mit Atemlos durch die Nacht - YouTube

www.youtube.com/watch?v=7ZkejDqTuSM

02.05.2014 - Hochgeladen von SRF Musik
Helene Fischer performte bei der 1. Show von «Hello Again» ihren Song 
«Atemlos durch die Nacht ...