Freitag, 30. Januar 2015

Das hat sich eine Hausfrau und Mutter angetan

Dekadenter Schönheitsbegriff

Hürlimann vor den Medien

Was auffällt:

Die Aussagen des angeschossene Politikers stimmen stets überein.
Er macht keinen Zick-Zackkurs.
In Krisensituationen wäre es verheerend, zu lügen.
Falls seine Aussagen tatsächlich der Wahrheit entsprechen, teile ich die Meinung des Politberaters Balsiger:
Die Kommunikationsstrategie Hürlimanns könnte später aufgehen.

Der Auftritt an der Medienkonferenz war zwar sachlich und gut vorgetragen. Kein Abweichen vom vorbereiteten Text (gekonntes Lesen mit schweifendem Blick). Aber etwas hat mir gefehlt:
Am Schluss des Beitrages - in der Zusammenfassung, in der er alle Personen einzeln aufzählt, die er um Nachsicht bittet - erwähnt er seine Frau mit keinem Wort mehr.  Diese Ausklammerung nimmt den Worten die Glaubwürdigkeit.
Ich kann mit kaum vorstellen, dass seine Frau die Angelegenheit auf die leichte Schulter genommen hat und gesagt hatte: "Ist schon gut mein Lieber". Auch die Aussage, dass das "Fremdküssen" nach Abschuss der Veranstaltung eine private Angelegenheit sei,  teile ich nicht. Wer sich als Politiker im oeffentlichen Raum daneben benimmt, kann sich nicht darauf berufen, das sei eine private Angelegenheit.
Politikberater stützt SVP-Hürlimann: «Fremdküssen ist nicht einmal ein Kavaliersdelikt»

Wissen Sie, was Salafismus ist?

In der letzten ARENA war immer wieder von Salafismus die Rede.

Ich habe in einem Serviceclub verschiedene Personen gefragt, was eigentlich Salafisten sind.
Niemand konnte mir eine genaue Antwort geben. In solchen Fällen hilft google:

Salafismus

Der Salafismus (auch Salafiyya, von arabisch ‏السلفية‎ as-salafiyya) gilt als eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islams, die eine geistige Rückbesinnung auf die „Altvorderen“ (arab. Salaf ‚der Vorfahre; der Vorgänger‘) anstrebt. Der Ausdruck wird auch verwendet, um bestimmte Lehren des sunnitischen Islam zu bezeichnen, die sich ihrem Selbstverständnis nach an der Zeit der „Altvorderen“ orientieren. Unter den zeitgenössischen Strömungen zählen dazu einerseits die Schülerschaft Muhammad Abduhs, die eine Vereinbarkeit von Islam und Moderne vertritt, andererseits konservative Richtungen, welche sich auf Ibn Taimiya beziehen und nicht nur die Moderne, sondern auch Entwicklungen der islamischen Theologie und der religiösen Praxis ablehnen wie etwa Traditionen bestimmter Rechtsschulen oder den Sufismus. Hierzu zählen die Wahhabiten; die Bezeichnung „Salafisten“ wird des Weiteren speziell für nicht-saudische Wahhabiten gebraucht.[1] Dazu zählen beispielsweise die Ahl-i Hadîth, Tariqa-yi Muhammadiya und die Muhammadiyah

ALLES KLAR?  ODER HABEN SIE BAHNHOF VERSTANDEN?

Aus faz:

Einen Koran in jeden Haushalt

Vom Verfassungsschutz beobachtet, betreiben salafistische Muslime Mission - vor allem in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die Anhängerschaft wird größer.

© picture alliance / dpa Vergrößern Nichts als die Wahrheit: Die salafistischen Prediger Bilal Philips (l.) und Pierre Vogel.
Gefährlich sind die Hassprediger, denn sei befürworten Gewalt gegen Ungläubige.

Tötungsfabrik Auschwitz

Europa gedenkt der Millionen Menschen die von den Nazis vernichtet worden waren.

Nach diesen unvorstellbaren grauenhaften Taten, die Menschen Mitmenschen angetan haben, darf
kein Schlussstrich gezogen werden.





«Sonderkommando» bei der Verbrennung von Leichen. 

Video «70 Jahre Befreiung Auschwitz» abspielen

70 Jahre Befreiung Auschwitz

3:46 min, aus 10vor10 vom 23.1.2015
 

Donnerstag, 29. Januar 2015

Zur Selbstüberschätzung Walters

Das Dschungelklima scheint Walters Sinne zu beeinträchtigen

Ich zitiere 20 min-online:

Walters Irrsinn


ZDF dementiert «Wetten, dass..?»-Angebot

Dschungelcamper Walter Freiwald will eine TV-Show. Aber nicht «Wetten, dass..?» – ein solches Angebot habe er abgelehnt. Davon weiss das ZDF nichts.




Ausser Walter, der gerne viel redet, ist es im Dschungel eher ruhig. Was dieses Jahr im Dschungelcamp geschieht, muss RTL den Angstschweiss auf die Stirne treiben. Die Kandidaten benehmen sich nämlich seltsam: Wie normale Menschen. Sie sprechen gesittet miteinander. Sie haben Spass. Sie sind manchmal einfach nur müde und liegen rum. Konklusion von Medienexperte Professor Jo Groebel: «Es gibt nicht jedes Jahr fünf neue interessante Trash-Könige. Es könnte sein, dass dieser Pool allmählich versiegt.»


Dass Walter Freiwald gerne und viel erzählt, wissen eingefleischte «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!»-Fans längst. Dass das meiste davon kaum je zu hundert Prozent der Wahrheit entspricht, dürfte ebenfalls auf der Hand liegen – spätestens seit gestern jedenfalls.


Für die Zeit nach dem Urwald-Abenteuer kennt Walter nur ein Ziel: Er will Fernsehmoderator werden. Er hat auch schon eine konkrete Vorstellung. «Da ich schon einmal ‹Wetten, dass..?›-Angebote bekommen und damals Nein gesagt habe, sollte sich das ZDF tatsächlich überlegen, ob sie mit mir nach 15 Jahren noch was anfangen können bei einer neuen Show. Die muss ja nicht ‹Wetten, dass..?› heissen», sagte er am Dschungeltelefon.

ZDF machte kein Angebot!




Wie bitte? Walter hat tatsächlich das legendäre ZDF-Format angeboten bekommen? – Von wegen! 20 Minuten fragte beim Sender nach – und bekam eine deutliche Antwort: «Von uns gab es kein Angebot», sagt Silke Blömer, Kommunikation Presse und Information.

Es scheint, als leide Walter spätestens nach zwölf Tagen in der Wildnis an akuter Selbstüberschätzung.


KOMMENTAR:
Oh Gott Walter! Schade! Nachdem seine Aussagen als unwahr entlarvt werden konnten,  hat sich der bunte alte Vogel viel Sympathie verspielt. Mit Unwahrheiten schädigt man sich den eigenen Ruf nachhaltig. Oder hat Walter absichtlich geflunkert, um Aufmerksamkeit zu schaffen.
Glaubwürdigkeit kann man  nicht mehrmals zurückgewinnen.
Walter erhielt die Quittung:

Ur-Walter ist raus!!!

Und Tanja hat nur Speck im Kopf: „Ich habe meinen Bacon verloren“


  Krasse Wendung im Dschungelcamp: Ur-Walter ist raus!!!
Schock für alle Walter-Fans: Der ehemalige RTL-Allrounder wurde von den Zuschauern rausgewählt

Inszeniertes Ekel-Fernsehen

Das RTL versteht es, Einschaltquoten mit  bewährten Mitteln zu generieren.

Dschungelcamp 2015: Maren schluckt ein Iiiiiiiih, ein Uuuuuh und ein Bääääh!
(illustration aus BILD-online)

Das Rezept ist einfach:
Man arbeitet mit dem Schlüssellocheffekt, der Schadenfreude, dem Geisterbahnphänomen und der Neugierde:
Die Konsumenten schauen Ekelszenen in der gemütlichen Stube an und ergötzen sich an den Szenen, ohne daran teilnehmen zu müssen.
Dann wird die ganze Geschichte dank Medienverbund aufgeheizt. Die Regenbogenpresse schreibt jeweils am
anderen Tag ausführlich über das Geschehen im Dschungel.
Die Vorkommnisse werden Gesprächsthema auf Pausenplätzen und Kneipen.
Das Publikum wird bewusst mit einbezogen: Für die Mitbestimmung darf es sogar noch zahlen (Telephongebühren).
Man muss  mit dabei sein, weil angeblich "alle" davon reden.
Wie beim klassischen Boulevard mixen die Macher: Promis, Sex, Emotionen, Ekel, Eifersucht, Streit, Intimes auch eine Prise Psychologie zusammen. Alles wird geschickt sehr schnell geschnitten und von einem grotesken Moderatorenpaar kommentiert.  Damit sind die Einschaltquoten  gesichert.
Man filmt eine Gruppe Pseudo-Promis im Dschungel und hofft, dass sie allmählich die Beherrschung verlieren (Nässe und Hunger beschleunigen solche Szenen.
Diese Woche waren die Macher offensichtlich enttäuscht, weil niemand ausrastete. Die Teilnehmer benahmen sich einen Tag wie normale Menschen. Das ist angeblich nicht erwünscht.
Jörn „Stöhni“ Schlönvoigt

Jörn  Schlönvoigt scheiterte an Schafshoden und Fischaugen. 
Aber er hatte ja Maren, die Mampfmaschine …

Foto: Stefan Menne / RTL

Mittwoch, 28. Januar 2015

So, als wäre eine Katastrophe geschehen

Medienhype aus einer Kleinigkeit? - Die Gründe.



Als wäre die grösste Katastrophe geschehen: Die Medien berichten von der Tagesschausprecherin Boesch, die einen Schwächeanfall erlitt.
Ich habe Verständnis für dieses immense Medienecho. Wichtige Voraussetzungen für eine Mediengeschichte sind  gegeben.


Die Gründe:

So etwas ist in der Schweiz seit über 60 Jahren noch nie vorgekommen
(Aussergewöhnliches ist immer Medienfutter).

Es geht um eine prominente Frau und um Emotionen
(Neugierige Journalisten vermuten sofort:
- Schwangerschaft?
- Ueberarbeitet?
- Schlechtes Krisenmanagement?
- Was geschah genau? )

Medienexperten können sich verlauten lassen, was bei der SRF alles falsch gelaufen ist und was andere Stationen bei solchen Pannen getan hätten.

Dadurch wird die Geschichte in den Medien zum Selbstläufer.

Es kommt zum Dominoeffekt.  Wenn A darüber schreibt fühlt sich B  verpflichtet, ebenfalls aufs Trittbrett aufzusteigen und einen eigenen Beitrag zu publizieren.

Auch die Gewerkschaft Syna nahm die Gelegenheit wahr - dank der Boesch Schlagzeilen - ihr Süppchen zu kochen: "Aus Angst vor dem Jobverlust arbeiten die Leute, auch wenn sie krank sind, weiter - bis zum Umfallen!"

Ich zitiere:

Das SRF interessiert unsere Nachbarn kaum. Klappt eine Moderatorin zusammen,