Donnerstag, 6. November 2014

Mit Klapproths Klappe klappte es leider nicht immer

Stephan Klapproth - der 10 vor 10 Moderator - machte sich 
nicht nur mit seiner Palmen Frisur einen Namen.

 

Seine Sprüche vor der Kamera brachten ihm folgende Spitznamen ein:


- Schwadroneur vor Gott

- Plapperroth

- Informations-Zampano

Auch Klapproths Holperverse sind bekannt:

"Man sieht, da ist einer reich wie Stein. Und wenns ums Geld geht, entpuppt er sich doch als 
schw...ieriger Partner."



Die faulen Sprüche am Schuss der Sendung wurden  - wahrscheinlich auf Anordnung von oben - nach einer Gnadenfrist abgestellt.

Wer kennt sie nicht - die Frisur von Steffi Buchli?

An Halloween war sie immerhin passend:

Mittwoch, 5. November 2014

Unbelehrbar

Hier geht es nicht um teure Therapiekosten.
Hier geht es um Leben und Tod

Tödlicher Crash heute Nacht im Aargau: Der 30-jährige Stefano C.* (30) hat es eilig. Auf der Seetalstrasse von Seon AG in Richtung Schafisheim AG überfährt er im Nebel die Sicherheitslinie und überholt zwei Autos.
Den entgegenkommenden Audi sieht Stefano C. nicht. Frontal knallt er mit seinem Mazda in das korrekt fahrende Auto. Tragisch: Dessen Fahrer (60) und eine 50-jährige Frau kommen bei dem Unfall ums Leben. Die übrigen zwei Insassen werden wie C. schwer verletzt ins Spital gebracht.
Jetzt wird bekannt: Es ist nicht das erste Mal, dass Stefano C. mit dem Strassenverkehrsgesetz in Konflikt gerät, er musste das Billet mindestens einmal schon abgeben. «Er darf erst seit zwei Monaten wieder Auto fahren», sagt eine Nachbarin zu Blick.ch. «Er musste seinen Führerschein noch einmal neu machen.»

KOMMENTAR: 
In solchen Fällen ist Nachsicht das falsche Rezept. 
Hier ist beim Strafmass Härte angebracht.

Dienstag, 4. November 2014

EIn Krimi der unter die Haut geht - Animierte er einen frustrierten Familienvater?

Am Sonntagabend ging es  im Krimi um einen Familienvater, der die Trennung  rächte.
Die Folge: Ein Familiendrama das auch von Jauch im Nachgang verabeitet wurde.


Der letzte Sonntagskrimi wird als EXTRAKLASSE gelobt. Und am Montag ereignen sich in der Schweiz zwei ähnliche Dramen.

Ob die Täter diesen Film gesehen hatten? Dann wäre der Krimi zum Animationsfilm mutiert.

Polizeiruf "Familiensache" Eine sogenannte Familientragödie

 

Andreas Schmidt als ebenso aufmerksamer
wie maßloser Mörder.
 Foto: NDR/Christine Schroeder

"Polizeiruf" der Extraklasse aus Rostock
Erweiterter Selbstmord und das offene Ende einer Affäre



Es ist ihr zehnter Fall und wieder einmal hat das Team des Rostocker "Polizeirufs 110" einen Krimi der Extraklasse abgeliefert. Denn der Film mit dem Titel "Familiensache" ist ein tragischer, emotionaler und fulminanter Krimi, der trotz der Schwere seines Themas Raum ein paar leichte Szenen hat und mit einer überraschenden Wendung für ein offenes Ende sorgt.

"Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie", sagt Henning Röder (Uwe Preuss), 1. Hauptkommissar der Mordkommission Rostock zu Beginn des Streifens. Da feiern die Polizisten noch ausgelassen das Dienstjubiläum ihres Chefs. Doch diese Fröhlichkeit wird ihnen schon am nächsten Morgen vergehen.

Andreas Schmidt brilliert als Psycho-Wrack

Denn bei ihren Ermittlungen erleben die Kommissare Bukow und König (Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau) genau das Gegenteil. Sie erleben, wie eine Familie zerstört wird, und müssen anfangs tatenlos zusehen, wie dieses Kostbarste im Leben eines Menschen von einer verzweifelten Person - dem psychisch völlig erledigten Familienvater Arne Kreuz (großartig verkörpert von Andreas Schmidt) - ausgelöscht wird.

Thema "erweiterter Selbstmord"

Erweiterter Selbstmord nennen Fachleute diese Tat. Davon spricht man, wenn ein Elternteil beschließt, sich das Leben zu nehmen, und es nicht in Frage kommt, die Kinder alleine zurückzulassen. Aufwühlend und dramatisch genug für einen Sonntagabendkrimi, könnte man meinen. Doch Regisseur und Drehbuchautor Eoin Moore belässt es nicht bei der Inszenierung der nervenaufreibenden Hatz nach dem Täter. Er lässt daneben die Affäre der Frau von Kommissar Bukow (Fanny Staffa) mit dessen Kollegen Thiessler (Josef Heynert) auffliegen. Und verschärft somit die Spannung noch einmal.
Der als beklemmendes Kammerspiel gestartete und zum rasanten Psychothriller mutierte Fall zieht dadurch Parallelen zwischen dem Amok laufenden Mörder und dem Privatleben des Kommissars. An Intensität ist dieses Szenario kaum zu überbieten. Das liegt auch daran, dass Eoin Moore bei aller Hochspannung ein Gespür für subtil komische Momente hat. Etwa bei der fast schon tragikomischen Szene, als Bukow von der Affäre erfährt. Oder wenn die Kommissare bei der Verfolgung eine langsame Fähre nehmen müssen, weil ein Fluss zwischen ihnen und dem Täter liegt und keine Brücke in der Nähe ist.
NACHTRAG:
Der Krimi wurde zusätzlich medial ausgewertet.
Das war jedoch umstritten. 
Nach dem „Polizeiruf 110: Familiensache“ talkt Günther Jauch mit Darsteller Andreas Schmidt und einem realen Opfer über erweiterten Selbstmord, vulgo „Familiendrama“. Foto: dpa 
Nach dem „Polizeiruf 110: Familiensache“ talkt Günther Jauch mit 
Darsteller Andreas Schmidt und einem realen Opfer 
über erweiterten Selbstmord, vulgo „Familiendrama“. Foto: dpa
Berlin. Im „Polizeiruf 110: Familiensache“ tötet ein Vater Frau und Kinder. Danach spricht Günther Jauch über das Thema erweiterter Selbstmord – mit dem „Polizeiruf“-Schauspieler Andreas Schmidt und mit einer Frau, deren Mann tatsächlich sich und den Sohn getötet hat.


AM MONTAG KAM ES IN DER SCHWEIZ ZU EINEM AEHNLICHEN DRAMA- NUR ZUFALL?

Schiesserei



3 Tote in Wilderswil – war es ein Beziehungsdrama?

Im Berner Oberland wurde am Montagmorgen geschossen. Dabei sind drei Personen ums Leben gekommen. Laut einer Anwohnerin soll es sich um ein Beziehungsdelikt handeln.

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Am Montagmorgen, 3. November, wurden unweit des Bahnhofs in Wilderswil BE drei Tote gefunden.








Schiesserei in beschaulichem Berner Oberländer Dorf: In Wilderswil bei Interlaken BE hat sich am Montagmorgen kurz nach 7 Uhr eine schreckliche Bluttat zugetragen. Wie die Berner Kantonspolizei bestätigte, wurden in der Nähe des Bahnhofs drei Personen tot aufgefunden. Die Identität der drei Opfer ist noch unbekannt.
Eine Anwohnerin berichtet gegenüber 20 Minuten, es soll sich bei der Tat um ein Beziehungsdelikt handeln. Der Täter, ein Portugiese soll seine Ex-Partnerin und ihren neuen Mann und dann sich selbst erschossen haben. Eine Nachbarin geht davon aus, dass der Mann mit der neuen Beziehung seiner Ex-Frau nicht klar kam. 

Auch in Basel kommt es am Montag zu einem ähnlichen Drama:
Am Montag sind in Basel zwei Frauen getötet und ein Mann schwer verletzt worden. Die Anwohner sind geschockt. 



Montag, 3. November 2014

Auch der Martini-Sommer verabschiedet sich

Letztes Aufblühen

Neues im Fall Geri Müller

Die Indizien mehren sich, das Geri Müller selbst den Medien Material aus dem Chat zugespielt hatte.

Laut Beitrag vom 2. November in der NZZ am Sonntag (Medienschlacht mit intimen Chats)
geht die juristische Aufarbeitung der Affaire um die Nacktbilder des Badener Stadtrates Geri Müller nach gut unterrichtete Kreise in eine neue Runde. Müller  soll nächste Woche von der Bieler Polizei befragt werden. Dabei geht es um die Screenhots aus seinen Monate dauernden intimen SMS- und  Whatsapp-Austausch mit einer Studentin und die Frage, wie diese zur "Schweiz am Sonntag" gelangen konnten.
Es geht auch darum, zu klären, wie weitere Medien an zusätzliches Material aus den Chat gelangen konnten.
Müllers Chatpartnerin beteuert, dass sie Material, das sie selbst ins schlechte Licht rücke  unniemandem weitergegeben habe. Tatsächlich hätten das weitergereichte Material die Partnerin unglaubwürdig gemacht, weil es dies als instabile , suizidgefährderte Person dargestellt hatte.
"Warum sollte ich so etwas an die Medien weitergeben? Das macht doch niemand." Zudem habe sie über das Material gar nicht verfügt.
Im Gegensatz zur Studentin hatte Geri Müller ständig Zugriff auf die Chats.
Es geht nun darum, herauszufinden, ob nicht Geri Müller höchstpersönlich dieses Material den Medien zugespielt hat, um die Studentin zu demontieren.
Das wäre peinlich, zumal der grüne Nationalrat in der Sendung "CLUB" des Schweizer Fernsehens wortreich die Verletzung seiner Privatsphäre beklagt und angemahnt hatte.
Geri müller äussert sich in Anbetracht des laufenden Verfahrens nicht mehr zu diesem Vorwurf.
Die Weltwoche, die angeblich auch mit Material beliefert worden war, geriet im Fall Geri Müller  mit einem der prominentesten Journalisten der Weltwoche in tiefste Zerwürfnis. Engeler beendete die Arbeit bei der "Weltwoche" und warf ihr unethisches Verhalten vor.
Die Weltwoche erhielt das Material und machte mit der Veröffentlichung des Facebook-Namens die
Frau identifizierbar. Die Doppelbödigkeit der Weltwoche im Fall Geri Müller bezeichnete Köppel in Radio lediglich als "Lappsus".

Ich zitiere BLICK:


Nacktselfie-Affäre: Hat Geri Müller die Chat-Protokolle selbst gestreut?

Nacktselfie-Affäre Hat Geri Müller die Chat-Protokolle selbst gestreut?  

Sonntag, 2. November 2014

Die Vergangenheit hat ihn eingeholt

Günter Grass als Jungnazi

Der spätere Schriftsteller als Soldat

Aus NZZ:




Für Erregungen war dieser Autor schon immer gut. Als ihn 1959 sein Roman «Die Blechtrommel» auf einen Schlag berühmt machte, teilte sich die Leserschaft in Bewunderer und Angeekelte. War das nun Weltliteratur oder einfach ein Elaborat aus groben Schnitten, Pornografie und Nihilismus? Unter schweren Beschuss geriet Günter Grass selbst noch als alter Mann: 2006, ein Jahr vor seinem achtzigsten Geburtstag, verriet er in der Autobiografie «Beim Häuten der Zwiebel» seine jugendliche Mitgliedschaft in der Waffen-SS. Lange hatte der zum Nobelpreisträger und zur moralischen Instanz Aufgestiegene darüber geschwiegen, umso grösser war nun die allgemeine Empörung. Und 2012, nach der Publikation seines israelkritischen Gedichts «Was gesagt werden muss», stand er plötzlich als halber Antisemit im öffentlichen Raum.

 2012 brach der Leiter Jörg-Philipp Thomsa, ein Germanist und Historiker, mit dem alten Konzept. Nach all den Debatten um Grass liess sich der zeitgeschichtliche Kontext des Schaffens nicht mehr aussparen. Fünf Stationen gliedern seitdem den Hauptraum der Ausstellung nach Grassschen «Lebensthemen», als da wären: Nationalsozialismus, Geschlechterverhältnisse, politisches Engagement, Literatur und Kunst, Skandale. Jedes Modul besteht aus Einleitungstexten und Grafiken an der Wand sowie Multimedia-Tischen mit Schubladen und Touchscreens, an denen sich digital aufbereitete Materialien erschliessen lassen. Stoff ist übergenug vorhanden, denn das Archiv des Museums besitzt alle Manuskripte von Grass seit 1996 (ältere lagern in Berlins Akademie der Künste) sowie mehr als 1200 bildkünstlerische Arbeiten.

Eine Apologie liegt den Kuratoren indessen fern, ihr wissenschaftliches Bemühen um Objektivität ist unverkennbar. Mehr als siebzig digitale Folien bietet die neue Multimedia-Station auf, und man sieht nicht nur Fotos von Grass als Hitlerjunge und Soldat, sieht Altersgenossen in Uniform oder findet Erläuterungen zum Einfluss der Kriegserfahrung auf das Gesamtwerk. Auch die Medienschlacht um seine SS-Entblössung ist dokumentiert, ohne dass die Invektiven der Kritiker zu kurz kommen. In Erinnerung wird freilich auch gerufen, dass Grass bereits 1963 Klaus Wagenbach bei einem Interview im Tessin verriet, in der Waffen-SS gewesen zu sein. Die damals geplante Biografie über Grass erschien nie, die handschriftlichen Notizen Wagenbachs sind in der Ausstellung nun im Original zu sehen. Lapidar ist dort vermerkt: «Marschbefehl zur Kompanie, zuerst Schlesien, dann Berlin, Gruppe Steiner (SS).»
Warum aber das spätere lange Schweigen? Grass sagt: Aus Scham. Das mag man ihm glauben, klar ist indes auch, dass es ab den späten Sechzigern für seine Rolle als grosser Mahner politisch nicht opportun gewesen wäre, seine Zugehörigkeit zur SS aufzudecken.  Mit zehn Jahren war Grass Pimpf, mit vierzehn Hitlerjunge, mit fünfzehn endete für ihn die Schule, und er wurde Luftwaffenhelfer, mit sechzehn Soldat, mit siebzehn Kriegsgefangener. Daraus kann ihm niemand einen Strick drehen. Aus seinem Schweigen über die SS aber schon. Was er auch einräumt.

Eine Urschrift fast ohne Eingriffe

Grass schreibt mit der Hand. Seine Aufrisse von Romanen und grösseren Erzählungen kombinieren tabellarische Gliederungen mit organischen Zeichnungen; so birgt denn der Werkplan zu der Autobiografie von 2006 auch eine Zwiebel, in deren Schalen sich die Themen einlagern. Es ist das erste Mal, dass das Grass-Haus Werkpläne zeigt. Das interessanteste Schaustück ist eine rot gebundene Kladde mit der Urschrift von «Das Häuten der Zwiebel». Den Text der aufgeschlagenen Doppelseite leitet die Skizze eines Soldatenprofils mit Stahlhelm ein; dass es ein Selbstporträt ist, verrät der Unterbiss, den Grass später mit seinem Schnurrbart kaschierte.
Erstaunlicherweise wirkt die Urschrift wie eine Reinschrift, die Eingriffe sind minimal – was nicht die Regel ist, die Manuskripte anderer Romane sind voller Korrekturen. Auch gibt es, wie Museumsleiter Thomsa sagt, «im Manuskript keine Überraschungen, keine inhaltlichen Abweichungen von der Druckfassung». Was daraus zu schliessen ist, dass Günter Grass die «Zwiebel» offenkundig in einem Rutsch herunterschrieb, bleibt eine offene Frage.

LINKS:
16. Aug. 2006 ... Das späte Eingeständnis des deutschen Schriftstellers Günter Grass, im zweiten Weltkrieg Mitglied der Waffen SS gewesen zu sein, erregte die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_16.html
3. Apr. 2012 ... Es ist nicht das erste Mal, dass wir das Verhalten von Günter Grass kommentiert haben. Wo bleibt die Selbstkritikfähigkeit eines so intelligenten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_03/