Dienstag, 8. April 2014

Neue Tagesschaumoderatorin beim Schweizer Fernsehen

Wasiliki Goutziomitros wird Moderatorin der "Tagesschau"

Sie war die letzten Jahre hauptsächlich als Redaktorin für den "Kulturplatz" tätig.

Quelle PERSOENLICH-COM:

Das Moderationsteam der "Tagesschau" ist wieder komplett. Wasiliki Goutziomitros wechselt als Nachfolgerin von Andrea Vetsch im Juni zur Nachrichtensendung, wo sie auf SRF 1 die "Tagesschau"-Ausgaben um 12.45 Uhr, 18.00 Uhr und die "Tagesschau Nacht" moderiert.
Während dem Mutterschaftsurlaub von Andrea Vetsch hat Wasiliki Goutziomitros bereits mehrere Monate als Vertretung die "Tagesschau" moderiert, heisst es in der Mitteilung. Nach dem Wechsel von Vetsch zum Nachrichtenmagazin "10vor10"  übernimmt sie nun die Stelle als Redaktorin und Moderatorin definitiv. Sie bildet künftig zusammen mit Maureen Bailo, Penelope Kühnis, Pascale Menzi, Gion-Duri Vincenz, Mario Grossniklaus und Roger Brändlin das Moderationsteam.
Goutziomitros war die letzten Jahre hauptsächlich als Redaktorin für den "Kulturplatz" tätig. Sie berichtete zudem für die "Rundschau" und als Sonderkorrespondentin für die "Tagesschau" aus Griechenland. Seit 2006 ist die 35-Jährige als Moderatorin von "Schweizweit" auf 3sat tätig und moderierte die Reisesendung "SF unterwegs" beim Schweizer Fernsehen.
Goutziomitros schloss an der Universität in München ein Studium der Journalistik ab und arbeitete während der Studienzeit als freie Redaktorin für RTL. 

KOMMENTAR: Nach meinem Dafürhalten eine gute Wahl. 

Montag, 7. April 2014

DIe Sage vom Blut der Soldaten

Natur-Spektakel am HallwilerseeRot wie das Blut der Burgunder

Jeden Frühling färbt sich das Wasser des Hallwilersees blutrot. Dahinter steckt kein Unheil, sondern eine Wasseralge.

play «Burgunderblut»: Bei Beinwil am See ist das Wasser rot gefärbt.
(Thomas Moor)
Laut einer Sage ist es das Blut der Soldaten, die bei der Schlacht bei Murten 1476 mit ihren schweren Rüstungen im See ertranken. Tatsächlich ist es aber eine Alge, die den Hallwilersee jeweils im Frühjahr blutrot färbt.
Bereits ist es wieder soweit. Das Wasser in Ufernähe sei in tiefes Rot getaucht, schreibt die «Aargauer Zeitung». Die Ursache trägt den wissenschaftlichen Namen «Planktothrix Rubescens», der «im Wasser umherirrendes rötliches Haar» bedeutet. Umgangssprachlich und in Anlehnung an die Sage wird die Alge «Burgunderblut» genannt.

Alge zeigt: Dem See geht es besser

Entgegen ihrem Namen bedeutet ihre Anwesenheit im Hallwilersee nichts Unheilvolles – im Gegenteil. Sie ist ein Zeichen dafür, dass es dem See wieder besser geht.

Kommentar: Die Algen sondern angeblich ein Gift ab. Eine ungewöhnlich Verfärbung der Nahrung oder der Haus machen die Menschen auf Gefahren oder Krankheiten aufmerksam. Spannend diese Farb-Kommunikation. Seit Menschen gedenken wurden aussergewöhnliche Farbsignale interpretiert und führten mitunter zu Fehlinterpretationen.

Sonntag, 6. April 2014

Frühlingsgefühle




Frühling

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!


Eduard Mörike


Die Krux mit der Kettensäge

Die Meldung in der Presse über einen Kettensägeunfall, weckt mir Erinnerungen an den Vorfall im letzten Herbst im Wallis.
Heute lese ich:

Röntgenbilder nach Unfällen mit Nägeln kennt man. Auch solche mit Scheren. Aber mit einer Motorsäge? Die Aufnahme eines Baumschneiders aus Pittsburgh krönt fortan unsere Fotostrecke. 
ENDE ZITAT

UND NUN ZUR KETTENSAEGEGESCHICHTE AUF DER ALP:


Auf unserem Refugium "Salmenfee" - einer Maiensäss auf 1200 Meter - wollten wir im Herbst eine neue Küchentüre einsetzen. Das 150 jährige Lärchenholz war so hart, dass der Schreiner Mühe bekundete mit seiner Handsäge. Deshalb fuhr er ins Tal zur Schreinerei und beschaffte sich eine Kettensäge. Kaum hatte er den ersten Schnitt durch die dicke Holzwand geschafft, rief mir meine Frau: UNFALL! Der Handwerker sprang auf dem Vorplatz umher - blutüberströmt. Er drückte noch bei Bewusstsein Küchentücher auf das Gesicht. Die Kette muss sich gelöst haben und  dem Handwerker von der Stirne über die Nase bis zum Mund eine Scharte ins Gesicht geschnitten haben. Was tun? Mit dem Auto den Verletzten ins Spital hinunterzufahren? Das war nicht möglich. Der Patient wäre uns verblutet. Ich hatte glücklicherweise das Handy bei mir und  rief  sofort 144 an. Ich schilderte   der Frau  in Sitten die Situation. Diese sagte mir: Halten sie ein sauberes Tuch auf die klaffende Wunde und gehen Sie vor die Hütte auf der Alp. Winken sie mit dem Hemd. Ein Heli wird kommen. Ich schilderte den genauen Ort und erwähnte der Telfonistin den starken Blutverlust. Die Frau sagte: "Dann drücken sie einfach stärker drauf". Der  erfahrene Arzt mit dem Sanitäter und dem Piloten kamen mir  beim Eintreffen wie rettende Engel vor. Eindrücklich war für mich (Ich beschäftige mich als Kerngeschäft mit Krisenkommunikation) wie der Arzt  den Patienten ruhig  untersucht hatte. Mit dem Mikrofon am Helm  sprach er dann direkt mit einem Arzt in Visp. Weil dort keine Gesichtsoperationen möglich waren, sprach er hernach direkt mit einem Chirurgen im Insel-Spital in Bern. Nachdem er beim Patienten wichtige Funktionen, wie das Funktionieren der Augen geklärt und das Gesicht mit einem Druckverband fachgerecht eingebunden hatte, instruierte er den Chirurgen in Bern, damit er die Operation vorbereiten konnte und anküdigte, er werde dort in 20 Minuten eintreffen.
FAZIT: Diese Geschichte kann ich heute in Seminaren schildern, wenn ich das "antizyklische Verhalten" in Stresssituation veranschaulichen muss. Das Beispiel illustriert den Grundsatz: "Taxifahrer fahren Sie langsam, es eilt!"
Als  nach nach dem Aufenthalt auf der Alp eine Radiostation von mir  in Uhwiesen wissen wollte, was ich vom aktuellen Rega Zwist halte, erzählte ich am Mikrofon die erlebte  Geschichte mit den Rettern aus der Luft und sagte: Die Bevölkerung will nur Eines: Eine rasche, kompetente Hilfe. 
Für die Hilfesuchenden spielt es letztlich keine Rolle, ob es die Rega, der TCS oder die Air Zermatt in der Not kommt.  

 LINK:

knill blog: Zum Image der REGA

knill.blogspot.com/2013/07/zum-image-der-rega.html‎
27.07.2013 - Salmenfee Haus An unserer Alphütte setzte ... Er holte im Tal eine Kettensäge, um schneller vorwärts zu kommen. Plötzlich hörten wir Schreie ...
 

Samstag, 5. April 2014

Aus der Sprecher- Akademie.de

ZUR RHETORIK

In der Aufklärung wurde die Rhetorik zunehmend aus dem Alltag, den 
Wissenschaften und dem Denken verdrängt, da man ihr vorwarf, von 
rationaler Erkenntnis abzulenken. Seither wird unter Rhetorik meist nur 
noch die Technik der Rede und der Textanalyse bzw. die Theorie und 
Praxis der Rede und des Gesprächs verstanden. Wissenschaftliche 
Arbeiten zur Rhetorik beschäftigen sich – vor allem seit der Mitte 
des 20. Jahrhunderts – überwiegend mit dem Gespräch sowie 
mit Fragen der Rede- und Gesprächspädagogik; ihre Forschungen
kommen unter anderen aus der Sprechwissenschaft, der 
Linguistik (vor allem dem Sprachgebrauch in der Werbesprache), 
der Psychologie, der Pädagogik und der Soziologie.

 
 



Auszug aus www.rhetorik.ch











Die AAA Regel

von Marcus Knill

Anfang
Aufhänger (sollte appellativ und emotional sein)  

Argument
(ist rational und argumentativ)  

Abschluss

(appellativ, emotional evt. Wiederholung, Fazit)



Dieser Handlauf ist einfach genug, dass man ihn nicht 

vergisst. Die AAA Regel hilft in der Praxis. Wir 
haben den Handlauf als Illustration für diesen 
Artikel selbst gebraucht. Repetitives Einhämmern 
des Kernthemas ist Teil der Technik. Es ist eine 
klassische Trilogie, die wir in Coaching Sessions schon 
oft erfolgreich gebraucht haben. Im Studio habe 
ich erlebt, dass viele die Kernbotschaft nicht sagen, 
weil es für sie eine Selbstverständlichkeit ist. Oft wird 
höchstens noch am Schluss formuliert. Sagen Sie deshalb 
bei den bevorstehenden Auftritten die 
 Dachbotschaft bereits am Anfang, während 
der Argumentationsphase, sowie am Schluss.

A Einstieg
Um was geht es? Ohrenöffner. Kurze, einfache 

Sätze. Eventuell schon Kerngedanke. 

A Kerngedanke
Ein persönliches Erlebnis, eine Geschichte,

 oder ein Bild. Argumente.

A Schluss
Appell, Zusammenfassung, Wiederholung 

der These.
Appell


Um die eher generischen Begriffe "Anfang", 

"Abschluss" konkreter zu machen, kann 
man die AAA Regel auch wie folgt zusammenfassen 
und vereinfachen. Das Zentrale ist die Kernbotschaft, 
ein Kernthema. Das muss sowohl am Anfang, als auch 
in der Argumentation als auch im Appell nochmals 
herauskommen:

Aufhänger
mit Kerngedanke  

Argument
zum zentralen Thema  

Appell
mit Zusammenfassung


Denken Sie beim nächsten Auftritt 

an die AAA-Regel.

Ich bin falsch verstanden worden

Sind nur die Medien schuld?

(Aus Spiegel online)

Schäuble bei "Beckmann": "Die mediale Aufregung ist unerträglich"


Finanzminister Schäuble: Lediglich einen Halbsatz zitiert Zur Großansicht
AFP
Finanzminister Schäuble: Lediglich einen Halbsatz zitiert

Wolfgang Schäuble musste sich bei "Beckmann" auch mit der Kritik an seiner umstrittenen Hitler-Putin-Äußerung auseinandersetzen. Die Erklärung des politischen Routiniers: Schuld sind die Medien, er sei unvollständig zitiert worden.
Wenn ein Politiker von Reinhold Beckmann zum Einzelgespräch gebeten wird, hat er üblicherweise nicht viel Unangenehmes zu befürchten. Derart höflich und einfühlsam liefert ihm der stets gut präparierte Talkmaster die Stichworte, dass es bisweilen ein bisschen betulich zu werden droht. So war es auch über weite Strecken im Falle Wolfgang Schäubles (CDU).

Dass es nicht durchweg bei diesem wohltemperierten Modus blieb, lag allerdings nur teilweise an Beckmann, sondern in erster Linie an aktuellen Umständen, hervorgerufen durch Äußerungen des Geladenen, die ziemlichen Ärger ausgelöst haben. Es ließ sich, kurz gesagt, wohl nicht vermeiden, auch auf die leidige Geschichte mit Hitler und dem Sudetenland respektive der aktuellen Ukraine-Politik eines gewissen Wladimir Putin zu sprechen zu kommen.Schäuble sagte bei Bekmann manch Bedenkenswertes: über Europa und den Euro, die Globalisierung und das Steuersystem, die Sparpolitik, die bevorstehenden Europawahlen, die Griechen und die Franzosen.


Diplomatische Verwicklungen? Aber nicht doch!
Plötzlich gab es  einen abrupten Schnitt, den man auch als leicht absurd, wenn nicht gar stillos empfinden konnte. "Piff paff", machte der Gastgeber lautmalerisch und betrachtete das offenbar als passenden Übergang zum Krim-Konflikt inklusive des Eklats um die Hitler-Putin-Anmerkungen seines Gastes.
Der nutzte die Gelegenheit, um zunächst in Richtung Moskau noch einmal das loszuwerden, was gegenwärtig den Kurs des Westens ausmacht: dass man im Prinzip mit Russland zusammenarbeiten wolle und auf Verhandlungen setze, die Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der Ukraine aber nicht hinnehmen könne und sich auch weitere Sanktionen vorbehalte. Ohne mögliche Fehler des Westens einräumen zu wollen, gestand der Minister aber immerhin etwas vage ein, einiges sei vielleicht nicht richtig verstanden worden.

Schäubli wurde etwas ungehalten. Er sei unvollständig zitiert worden, erklärte er gleich mehrfach. Als Beckmann in einem Anflug von journalistischer Hartnäckigkeit einige Male nachsetzte, war es niemand anders als die Journaille, die sich von Schäuble vorhalten lassen musste, sie habe aus drei Sätzen lediglich einen Halbsatz zitiert. Den entscheidenden Satz "Ich vergleiche nicht" hätten die Medien aber unterschlagen. Dieses Vorgehen sei "im besten Fall unseriös", so Schäuble, "die mediale Aufregung unerträglich", und es stimme außerdem gar nicht, dass es diplomatische Verwicklungen gegeben habe. Eine etwas eigenwillige Interpretation, denn immerhin beschwerte sich das russische Außenministerium beim deutschen Botschafter in Moskau. Man hätte jetzt vielleicht fragen können, weshalb er denn überhaupt Hitler und das Sudetenland erwähnt habe, wenn er denn nicht habe vergleichen wollen.


Kommentar: Genau diese Frage hätte Beckmann stellen sollen.  Das finde ich seinen Fehler. Der Moderator begnügte sich stattdessen mit Schäubles Beteuerung, er sei "doch nicht blöd", in die Falle des falschen Nazi-Vergleichs zu tappen. 
FAZIT: Man darf nie in die Nazi Fall tappen - auch wenn man
sogar teilweise recht hätte. Es kommt immer wieder vor, dass Politiker in eine Nazi- Falle tappen. Es wird wohl auch nicht das letzte Mal gewesen sein.
LINKS:
10. Okt. 2007 ... Eva Hermann hätte bei Kerner die Gelegenheit nutzen können, sich mit ... Nazi- Regime verteidigt, nicht die pervertierte Mutterrolle der Nazis.
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/10_10/

4. Juli 2003 ... Für den aktuellen aufseherregenden indirekten Nazi-Vergleich wollte sich ... bei diesem Fall wieder hervorgeholt (Quellen: AP, NYT, Spiegel): ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_04_2003.html
2. Jan. 2011 ... ... die furchtbare Geschichte zur Zeit von Nazi-Deutschland missbraucht. ... auch in diesem Fall ist die skandalöse Äusserung Junckers hernach ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_02a/


2. Aug. 2011 ... "Die Aufhetzung unter dem Unrechtsregime der Nazis eignet sich nicht für launige ... Aber der Fall Geissler zeigt: Alter (und eine umfassende ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/08_02/


Es gilt Gesetze durchzusetzen

Bussen sind bei unbelehrbaren Automobilisten notwendig

Es ist verständlich, dass die neue Lichtregelung umgesetzt wird.
Das Publikum fragt sich jedoch, weshalb die erstaunlich vielen Velofahrer, die nachts ohne Licht fahren, ein Sonderrecht haben.

Ich zitiere BLICK-online:


KOMMENTAR: Ich habe vor zwei Tagen einen Velofahrer erst im letzten Moment erkannt und gottlob noch bremsen können (Ein entgegenkommendes Fahrzeug hatte mich zusätzlich geblendet und der Velofahrer war auch noch dunkel gekleidet). 

Anregung: Wenn derzeit Jagd gemacht wird auf Auto- und Töfffahrer (die TAGSUEBER das Licht nicht eingeschaltet haben) - sollten nun  die Velofahrer, welche (wohlverstanden NACHTS!) ohne Licht unterwegs sind, nicht mit analogem Aufwand - ebenfalls gebüsst werden?

UNGLAUBLICH: EIN DRITTEL DER VELOFAHRER SIND AMGEBLICH NACH SONNENUNTERGANG OHNE LICHT UNTERWEGS!