Donnerstag, 20. Februar 2014

Zum fragwürdigen Auftritt von Markus Spillmann: Mit meiner Kritik bin ich nicht allein

Markus Spillmann hatte nicht nur sich mit seinem Auftritt bei Anna Will geschadet,  sondern auch der NZZ und der Schweiz.

Mich hat es gewundert, dass sich ein Chefredaktor der renommierten  NZZ für seinen Auftritt  nicht richtig vorbereitet hatte, obwohl er genau wusste, dass er vor einem Millionenpublikum die Chance hat, seine Botschaft kund zu tun.
Dass der erste Eindruck prägend  ist, sollte einem Medienmann bekannt sein. Dass ein TV Auftritt keine Schreibe ist, müsste eigentlich auch jeder Printjournalist wissen.

Das Publikum darf von einem Gesprächsteilnehmer Aufmerksamkeit und Präsenz erwarten.
Spillmann äusseres Verhalten widerspiegelte Desinteresse, Langweile und Missmut.

Ich zitiere PERSOENLICH.COM:

Köppel und Mörgeli kritisieren Spillmanns ARD-Auftritt

"Ich war froh, dass er sich keinen Joint anzündete", schreibt Mörgeli.
Obwohl der Auftritt von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli und NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann im deutschen Fernsehen schon über eine Woche her ist, wird der ARD-Talk mit Anne Will in der aktuellen "Weltwoche" gleich zweimal ausführlich thematisiert.
NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann kommt dabei nicht gut weg: Im Artikel "Wir sind Europa" bezeichnet "Weltwoche"-Chefredaktor Roger Köppel Spillmanns Auftritt als "erschütternd". Er habe seinen Augen nicht getraut, als der "dandyhafte" Spillmann nicht neben dem zweiten Schweizer Platz genommen habe. Willy Bertscher, von 1933 bis 1967 NZZ-Chefredaktor, wäre bestimmt neben Mörgeli gesessen, schreibt Köppel weiter. Spillmann hingegen habe auf einer Linie mit der "linken europäischen Angriffsachse" argumentiert.
Auch Christoph Mörgeli, welcher selber in der Talk-Sendung sass und in den Medien vor allem wegen seines "einbetonierten Lächelns" veräppelt wurde, lässt kein gutes Haar an Spillmann. In seiner "Weltwoche"-Kolumne kritisiert er den 3-Tage-Bart des NZZ-Chrefredaktors, welcher "zeitweilig zu entschlummern drohte". Er sei schon froh gewesen, dass sich Spillman während der Sendung keinen Joint angezündet habe, so Mörgelis Fazit. (set)


 



KOMMENTAR: Erstaunlich, dass ich auch aus dem Publikum viele negative Echos erhalten hatte. Ich persönlich schrieb nach der Sendung:


Die Echos über den Auftritt der Schweizer Akteure Spillmann und Mörgeli entsprachen der Gesinnung der Kritiker. Die Gegner der Masseneinwanderungsinitiative liessen Mörgeli klein aussehen. Die Befürworter loben Mörgelis Standfestigkeit.
Das Konzept der Sendung war eindeutig so konzipiert, dass Titel, Auswahl des Publikums und die Moderatorin Anne Will die Schweiz als Abschottungsland, als Rosinenpicker hinstellen wollte.
Mörgeli betonte nach meinem Dafürhalten immerhin das Selbstbestimmungsrecht der Schweiz. Doch spielte er zu sehr den Wadenbeisser.


 Spielmann (NZZ) wirkte fade, zu farblos und überzeugte mit seiner gepielten lässigen, desinteressierte Haltung nicht. Seine Mimik signalisierte vielfach mürrisches "Nicht - Einverständnis". Inhaltlich differenzierte er hingegen die Problematik sehr geschickt, so dass er wie ein Ueberflieger die Diskussion aus einer Expertenwarte aus ins neutrale Licht zu rücken verstand. Dass er am deutschen Fernsehen Blocher als Brandstifter bezeichnete, war deplaziert und ist für einen Chefredaktor einer angesehenen Zeitung bedenklich.  

Weshalb nicht ausrasten- wenn es immer zum Erfolg geführt hat?

Mittwoch, 19. Februar 2014

Kann mit Geld die Meinung des Volkes gekauft werden?

Gib mir eine 10 Millionen und ich mache aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat

Diese colportierte Meinung trifft nicht zu. Im Gegenteil: Wer offensichtlich zu stark klotzt mit der Werbung schadet sich.
Dass Parteien mit Geld die Bürger kaufen können, ist eine weit verbreiteter Irrtum.
Selbstverständlich braucht es Geld, um Kampagnen zu führen. Doch ist die Wirkung kontraproduktiv, wenn übertrieben wird. Das hat Blocher mit seinen Millionenkampagnen immer wieder erleben müssen. Bei der letzten Abstimmung investierte économie suisse viel zu viel und verlor. Auch der Bundesrat übertrieb. Noch nie weibelten drei Bundesräte in der Schweiz herum. Die Bevölkerung wurde stutzig und musste sich fragen: Was ist los? Weshalb hat die Regierung Angst vor des Volkes Stimme?
Der enorme Aufwand war eindeutig kontraproduktiv. 

Ich kenne einen Parlamentarier, der zuerst nicht gewählt wurde, weil er ein Vermögen ausgegeben hatte für seine Werbung (300 000 für  Inserate). Die Presse publizierte den Betrag und die Stimmberechtigten wählten den Kandidaten nicht. Das Volk wollte sich nicht kaufen lassen. Beim zweiten Mal machte es der Kandidat geschickter: Er warb mit persönlichen Briefen. Dies war viel aufwändiger und kostete ebenfalls viel. Doch wirkte es nicht als überrissen und er wurde gut gewählt.

Ich zitiere 20 Min;

5,6 Millionen Franken in vier Monaten: Die Gegner der SVP-Initiative gaben mehr als doppelt so viel Geld für Werbung aus wie die Befürworter. Mit dem Betrag liegen sie sogar noch über dem Budget von McDonalds.



Intensiver Abstimmungskampf: Sowohl Gegner als auch Befürworter der Initiative investierten viel Geld. (8. Januar 2014)

FAZIT: Bei der Werbung kann auch zu viel getan werden.

Dienstag, 18. Februar 2014

Udo Jügens - als überzeugter Europäer - sieht Grenzen bei Volksabstimmungen

Folgende Aussage des bekannten Musikers spricht für sich:



«Ich bin absolut gegen Volksabstimmungen, wenn es um komplexe Sachfragen geht. Man darf nicht alles das Volk entscheiden lassen, dafür sind vom Volk gewählte Politiker und die Fachbeamten da.»

KOMMENTAR: Für den bekannten Entertainer taugt die direkten Demokratie bei komplexen Sachverhalten nicht mehr. Eine Ansicht, die ich in Deutschland immer wieder gehört habe. Im deutschen Fernsehen warnte sogar ein Politiker vor der direkten Demokratie (wie sie in der Schweiz gehandhabt wird). Er sagte: Wir Deutschen können froh sein, dass wir das Volk nicht mitreden lassen. Wir sehen jetzt in der Schweiz wohin eine diekte Demokratie führen kann! Ueberlassen wir die Entscheide lieber den Fachbeamten und gewählten Politikern.
Solche Aussagen machen klar: Es klafft ein grosse Graben zwischen den Anhängern der direkten Demokratie und jenen Bürgern, die den Volksentscheiden misstrauen.
Viele deutsche Journalisten können nicht verstehen, dass das Volk vernünftiger entscheiden sollte als Berufspolitiker. Die direkte Demokratie lebt  von mündigen Bürgern. Dies setzt jedoch voraus, dass die Bevölkerung gut informiert ist. Volksentscheide können weh tun. Würden wir Entscheide nur den Experten und Fachleuten überlassen, besteht nach meinem Dafürhalten eine noch grössere Gefahr. In einer Technokratie könnten nämlich diese Fachleute ihre Vollmacht ausnützen und missbrauchen. Die Diktatur von Fachkräften ist gefährlicher als Volksentscheide, die ab und zu schmerzen. Ob Udo Jürgens das Volk wirklich unfähig findet komplexe Sachverhalte zu beurteilen? 

AUS MIGROS MAGAZIN



Wie sag ichs dem Chef?

Kommunikationsberater Marcus Knill  

von Marcus Knill

Sie möchten Ihr Arbeitspensum zugunsten der Familie reduzieren oder zu Hause arbeiten? Das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten ist entscheidend. Kommunikationsberater Marcus Knill gibt zehn Tipps für das richtige Vorgehen:

1. Vorbereitung

Erstellen Sie einen Argumentationskatalog: Welches sind die Vorteile meines Vorschlags (Telearbeit, reduziertes Pensum, etc.)? Listen Sie mögliche Gegenargumente und die Antworten darauf auf. Antizipieren Sie den Kompromissvorschlag des Chefs und überlegen Sie sich: Wie weit kann ich entgegenkommen? Wo ist die Grenze des Kompromisses?

2. Probelauf

Üben Sie das Gespräch mit einem Sparringpartner, eventuell mit Tonband. Berechnen Sie den Ort und Zeitpunkt des echten Gesprächs mit ein.

3. Einstellung

Das Wichtigste! Man überzeugt nur, wenn man selber von seinen Argumenten überzeugt ist. Stimmt die Einstellung mit der Botschaft überein, sind auch Ihre Stimme und die Körpersprache automatisch okay, dann kommt die Aussage glaubwürdig rüber. Gut zu wissen: Erstaunlicherweise werden rhetorische Defizite toleriert, wenn die Einstellung stimmt.

4. Start

Konzentrieren Sie sich vor Beginn des Gesprächs auf sich selber und überprüfen Sie: Sitze ich locker? Stimmen für mich die räumliche Distanz und der Winkel zum Vorgesetzten? Falls nicht: den Stuhl umstellen, das darf man! Der Massstab ist das eigene Wohlbefinden. Ein guter Start ist die halbe Miete.

5. Anwärmphase

Darf nicht fehlen. Ein kurzer Small Talk übers Wetter, die Anreise oder ein aktuelles Erlebnis baut die Beziehungsebene auf und ölt das Getriebe des Gesprächs. Die Einstimmung muss aber authentisch sein, Schauspielerei bringt nichts.

6. Einstieg

Denken Sie jetzt nicht mehr an sich selber, sondern konzentrieren Sie sich nur noch auf Ihr Anliegen und Ihr Gegenüber. Innert weniger Sekunden müssen Sie Ihren Wunsch konkret und unmissverständlich formulieren. Blosse Andeutungen bringen nichts. Veranschaulichen Sie mit einem Beispiel, wie Sie das gewünschte Arbeitszeitmodell ohne Qualitätseinbussen realisieren wollen.

7. Nachfragen

Holen Sie die Meinung des Vorgesetzten ein: «Es interessiert mich, wie Sie diesen Wunsch einschätzen.»

8. Diskussionsphase

Hier geht es um gutes Zuhören, Nachhaken, Paraphrasieren, also das Gehörte mit eigenen Worten wiederholen, zum Beispiel: «Habe ich richtig verstanden, dass ein Teilzeitpensum unter keinen Umständen infrage kommt?» Das Prinzip: «Wer fragt, führt.»

9. Verhandeln

Ist Ihr Chef nicht überzeugt: Entkräften Sie seine Bedenken mit den vorbereiteten Argumenten, suchen Sie nach einem Kompromiss. Eventuell sagt der Vorgesetzte: «Vorläufig kann ich Ihrem Wunsch nicht entsprechen.» Dann fragen Sie nach: «Ab wann sehen Sie eine Möglichkeit?»

10. Konsequenzen

Sind Sie von einer Absage perplex, vertagen Sie das Gespräch vielleicht besser. Sprechen Sie mit einem Kollegen oder einer Kollegin mit einem ähnlichen Anliegen. Eventuell hilft es, wenn diese ein separates, unabhängiges Gespräch mit dem Chef suchen. Aber versuchen Sie nicht, gemeinsam Druck auszuüben. Druck erzeugt nur Gegendruck.
Kommt gar keine Einigung zustande, überlegen Sie sich gut, was für Sie die Konsequenzen sind. Kommt nur eine Kündigung infrage, lassen Sie das beim Chef durchblicken. Bleiben Sie diplomatisch: «Ich hoffe, Sie verstehen, wenn ich mich nach einem anderen Job umsehe.» Aber drohen Sie nicht damit.
www.knill.com

Hat mit der Abwahl Blochers alles begonnen?

Die fragwürdige Nacht und Nebelaktion gegen den missliebigen Partei-Bundesrat hatte damals Erfolg und veränderte die politische Landschaft in der Schweiz.


Dank der generalstabsmässige Zusammenarbeit zwischen einer kleinen Gruppe (Es warnen nur wenige Blocher Gegner- denen   der Coup mit der Abwahl gelang, weil nichts durchsickerte.
Der Sieg wurde hernach lautstark gefeiert. Es wurde eine Sprengkandidatin gefunden, die nach ihrer umstrittenen Wahl von allen Gegnern Blochers über Jahre gestützt wurde, obschon sie keine grosse Partei im Rücken hatte. Sie blieb für die SVP stets eine Verräterin, weil sie angeblich ihr Wort gebrochen haben soll (Unschuld oder Schuld konnte nie belegt werden).
Der geschlagene   Blocher warnte damals nach dem Rauswurf das politische Personal im Bundeshaus: Ihr werdet noch von mir hören!!!!
Und der gekränkte und geschlagene Vollblutpolitiker hielt sein Wort. Blocher blieb aktiv wie je und je und zog als Stratege weiterhin an den Strippen.
Nach dem überraschenden  Sieg der SVP am letzten Sonntag wird nun  von verschiedenstene Seiten und vom Volk lautstark gefordert: Der SVP als grösster Partei muss nun endlich ihr zweiter Sitz zugestanden werden. Doch diese Forderung wäre nur auf Kosten der SVP oder der BDP denkbar.

Ich zitiere die Umfrage, die So-Blick-online publizierte:

Exklusiv-UmfrageVolk will zweiten SVP-Bundesrat

Das Schweizer Volk hält trotz dem Ja zur Zuwanderungsinitiative der SVP an den bilateralen Verträgen fest. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Isopublic im Auftrag von SonntagsBlick.

 
Zitat 20 Min:

Schweizer wollen zweiten SVP-Bundesrat

Im Nachgang zur Einwanderungs-Abstimmung zeigt sich: Die Schweizer wollen an den bilateralen Verträgen festhalten – und der SVP einen Sitz im Bundesrat einräumen.

storybildGehts nach dem Willen des Volkes würde Ueli Maurer nicht mehr der einzige SVP-Vertreter im Bundesrat sein. BDP-Bundesrätin Widmer-Schlumpf müsste ihren Posten nicht räumen: Die Mehrheit der Schweizer würden der FDP einen Sitz wegnehmen.
 
KOMMENTAR: Ich vermute, dass Eveline Widmer Schlumpf auch weiterhin von den Blochergegnern profitieren wird und trotz Fehlleistungen die Bühne nicht räumen muss.

LINKS:
12. Dez. 2007 ... Die von der Bundesversammlung an Stelle von Bundesrat Blocher gewählte Sprengkandidatin Eveline Widmer-Schlumpf ist mit 125 Stimmen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/12_12/index.html
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
15. Mai 2008 ... der Film, dass Eveline Widmer-Schlumpf nach der Wahl nicht die Wahrheit gesagt hatte. Die neue Bundesrätin sah jedoch im Film ein un-.
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/05_15/05_08.pdf
 

Montag, 17. Februar 2014

Sie stolpern bis zum Umfallen

Wer Ermittlungen behindert ist naiv, vor allem wenn Politiker glauben, man könnte Fehlverhalten unter dem Deckel behalten.

Minister stolpert über Edathys Kinderpornos

Hans-Peter Friedrich tritt zurück. Er soll die Ermittlungen im Fall des SPD-Politikers Edathy behindert haben. Gegen diesen wird wegen «Kinder Posing»-Bildern ermittelt.


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Der Kinderporno-Skandal um den SPD-Bundestagabgeordneten Sebastian Edathy weitet sich im Februar 2014 zur Staatsaffäre aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel ärgert sich über die Plaudereien der Politiker.


Jetzt strauchelt gar ein Minister über den Kinderporno-Skandal in Deutschland. Wie der «Spiegel» schreibt, tritt Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich zurück. Nach Vorwürfen, er habe die Ermittlungen im Fall Edathy behindert, wurde der Druck zu gross.
Am Freitagmorgen hatten sich die Spitzen der CSU in einer Krisensitzung hinter verschlossenen Türen in Berlin getroffen. Laut «Zeit» wurde die Situation als kritisch eingestuft, personelle Konsequenzen wurden nicht ausgeschlossen.
Worum geht es? Im Zentrum steht der langjährige Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, gegen den die Staatsanwaltschaft Hannover wegen Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt. Der SPD-Shootingstar soll zwischen Oktober 2005 und Juni 2010 von einem PC in Kanada 31 heikle Videos und Fotos von unbekleideten Buben im Alter von etwa acht bis 14 Jahren bestellt haben.
«Das stinkt zum Himmel»
Bei mehreren Razzien am 10. Februar 2014 beschlagnahmten die Ermittler unter anderem Computer von Edathy. Und stellten bei der Sichtung fest, dass die Geräte manipuliert waren. «Das stinkt zum Himmel», sagte einer der Beamten zur «Bild». Edathy habe sich «generalstabsmässig» auf die Durchsuchungen vorbereitet. Brisant: Edathy hatte zwei Tage vor den Razzien sein Mandat als Bundestagsabgeordneter niedergelegt.
Und hier kommt Minister Friedrich ins Spiel. Der CSU-Spitzenpolitiker soll bereits im Oktober 2013 den SPD-Chef Sigmar Gabriel über die Ermittlungen gegen Edathy informiert haben. Wenn das stimmt, wäre das juristisch höchst problematisch. Im selben Monat gab Gabriel die Informationen an die Parteikollegen Frank-Walter Steinmeier und Thomas Oppermann und im Dezember an Christine Lambrecht weiter.
Seit Anfang 2014 krankgeschrieben
Im November beschwerte sich die Staatsanwaltschaft Hannover über die Weitergabe der Informationen, nachdem Edathys Verteidiger Kontakt mit ihr aufgenommen hatte – obwohl die Akte Verschlusssache war. Beobachtern dürfte aufgefallen sein, dass der SPD-Shootingstar Edathy nach der Bundestagswahl keinen wichtigen Posten zugeteilt erhielt und dass er sich seit Anfang 2014 hatte krankschreiben lassen.
Laut der «NZZ» belastet der Skandal nicht nur Minister Friedrich, sondern die ganze schwarz-rote Koalition. Kanzlerin Angela Merkel ist denn auch «stinksauer» über die angebliche Weitergabe der Informationen, wie «n-tv» schreibt, Plaudereien schätze sie gar nicht.
(kmo) AUS 20 MIN

KOMMENTAR: Die Geschichte kann für die SPD noch Folgen haben. Ich vermute, die Fortsetzungsgeschichte ist vorprogrammiert. Die Medien sind jedenfalls bereits in den Startlöchern.

Ich zitiere SPIEGEL:

Ermittlungen wegen Kinderporno-Verdacht Edathy bestreitet Kontakt mit Tippgebern

Ermittlungen wegen Kinderporno-Verdacht: Edathy bestreitet Kontakt mit Tippgebern
Sebastian Edathy gibt sich unschuldig: Im SPIEGEL-Interview bestreitet der Ex-SPD-Abgeordnete, von Tippgebern einen Hinweis auf die Ermittlungen gegen ihn bekommen zu haben. Auch Beweismaterial habe er nicht vernichtet. Gegenüber der Staatsanwaltschaft verschärft Edathy den Ton. mehr... [ Forum ]