Freitag, 23. August 2013

Aus: komm-net.de

Angriffe kontern

Rede-Taktik: So kontern Sie Angriffe

Für alle Gesprächssituationen gilt: Lassen Sie sich durch Einwände und Unterbrechungen nicht aus der Ruhe bringen. Steuern Sie Störmanövern rechtzeitig gegen, indem Sie antizyklisch handeln.

Marcus Knill ist Rhetorikexperte und Inhaber der Knill + Knill Kommunikationsberatung im schweizerischen Uhwiesen. Er rät: Mit dieser Taktik kontern Sie folgende Angriffe:

  • Sie werden mit unangenehmen Fragen bombardiert.

    Marcus Knills Rat: Fragen Sie zurück! Sie müssen nicht auf jede Frage sofort mit der passenden Antwort reagieren. Sinnvoller ist es, wenn Sie Fragen mit Gegenfragen beantworten. So spielen Sie den Ball zurück und behalten die Initiative. Anstatt nur zu reagieren und das Heft aus der Hand zu geben, kontrollieren Sie die Situation.
  • Im Publikum wird es laut, im Raum entsteht Unruhe.

    Marcus Knills Rat: Werden Sie leise! Dadurch, dass Sie Ihre Lautstärke bewusst herunterfahren, zwingen Sie Ihr Publikum, Ihnen konzentrierter zuzuhören. Achten Sie darauf, dass Sie auch Ihr Sprechtempo verzögern. So wirken Sie der entstehenden Hektik entgegen und lenken das Gespräch wieder in ruhigere Bahnen.
  • Jemand versucht, Sie aus dem Konzept zu bringen, indem er Sie ständig unterbricht, drängt und hetzt.

    Marcus Knills Rat: Bleiben Sie ruhig! Bremsen Sie Ihr Gegenüber, indem Sie längere Pausen machen. Signalisieren Sie ihm freundlich, aber bestimmt: „Ich will weiterreden!“ Konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernaussage und wiederholen Sie die wichtigsten Punkte. Beantworten Sie den Druck von außen mit innerer Ruhe und Gelassenheit.
  • Jemand versucht ständig, das Thema zu wechseln.

    Marcus Knills Rat: Halten Sie sich weiter an den roten Faden! Gehen Sie nicht auf das Wechselspiel ein. Weisen Sie in aller Deutlichkeit darauf hin, worum es in Ihrer Rede oder beim Gespräch geht. Ihre Zuhörer und Sie haben ein Recht darauf, dass das Thema erschöpfend behandelt wird. Sehen Sie Ihr Thema als roten Faden an, den Sie nicht verlieren dürfen. Kommen Sie daher jedes Mal, wenn Ihr Gegenüber das Thema wechseln will, bewusst wieder darauf zurück.

    Antizyklisches Denken und Handeln lohnt sich bei vielen Kommunikationsprozessen. Passen Sie aber Ihr Verhalten der jeweiligen Gesprächssituation an.

    Denken Sie daran: Kommunikation ist stets ein Geben und Nehmen! Gehen Sie nicht zu plump vor. Seien Sie stets auf Ausgleich und Balance bedacht.

Donnerstag, 22. August 2013

Missbrauch eines Logos ist verwerflich aber erfolgreich

Auf 100 Plakaten

Quelle 20 min:

Atomstrom-Befürworter klaut Tourismus-Logo

von Hannes von Wyl - Für seine Plakatkampagne gegen die Erhöhung der Einspeisevergütung verwendet ein Politaktivist das Logo von Schweiz Tourismus – ohne deren Einverständnis. Die Organisation hat einen Anwalt eingeschaltet.

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Das Plakat des Politaktivisten Christian Riesen weist starke Ähnlichkeit mit dem Auftritt der Marketing-Organisation Schweiz Tourismus auf, inklusive geschütztem Logo.

 
«Nur noch kurze Zeit. Aussicht ohne 1000 Windräder.» So wirbt der politische Einzelkämpfer Christian Riesen auf rund 100 Plakaten in den Kantonen Zürich, Bern und Solothurn für das Referendum gegen die Erhöhung der Einspeisevergütung für Solar- und Windstrom. Pikant: Die Gestaltung orientiert sich stark am Design von Schweiz Tourismus – inklusive Logo.
«Es handelt sich im vorliegenden Falle um eine missbräuchliche, widerrechtliche Nutzung unseres Markenauftrittes, der in keiner Art und Weise mit uns abgesprochen war», sagt Schweiz-Tourismus-Sprecherin Daniela Bär.

«Dreistes» Plagiat



In einem Schreiben einer Anwaltskanzlei wird Riesen nun aufgefordert, alle Plakate und die Bilddateien auf seiner Homepage und Facebook-Seite zu entfernen. Der Solothurner ist enttäuscht: «Ich habe mir gewünscht, dass Schweiz Tourismus auf meine Kampagne etwas sportlicher reagiert», sagt Riesen. Es sei offensichtlich, dass die Tourismus-Organisation nichts mit dem Referendum zu tun habe.
Politikberater und Kampagnenspezialist Mark Balsiger widerspricht: «Ein Plakat wird im Vorbeigehen nur für eine oder zwei Sekunden angeschaut. Durch die Verwendung des charakteristischen Designs mit dem offiziellen Logo von Schweiz Tourismus wird die Windrad-Aussage automatisch mit der Marketing-Organisation assoziiert.»
Damit wolle Riesen lediglich Aufmerksamkeit erregen. «Diese Art von Plagiat ist schlicht dreist», sagt Balsiger. Riesen habe den Markenauftritt mit Absicht verwendet. «Es ist mir bewusst, dass ich ein geschütztes Markenzeichen verwende», sagt dieser. Er habe aber gehofft, dass seine Plakate toleriert werden.

Verlust an Glaubwürdigkeit



«Es geht mir um den Schutz der Schweizer Landschaft vor einer Verschandelung durch Windräder», sagt der 43-jährige Wirtschaftsinformatiker, der beim Kernkraftwerk Gösgen arbeitet. «Das sollte eigentlich auch im Sinne der Schweizer Tourismusbranche sein.»
Das ist für Balsiger nur ein Vorwand, um das Plagiat zu rechtfertigen. «Es ist sehr gut möglich, dass Riesen von Anfang an darauf spekuliert hat, dass seine widerrechtliche Verwendung medial für Aufruhr sorgt.» Damit büsse der Atomkraft-Befürworter aber massiv an Glaubwürdigkeit ein.


Kommentar: Die Aktion findet trotz Logoklau Beachtung. Die Empörung hilft den dreisten Manipulatoren. Das Bild wirkt immer nachhaltiger als Worte und auch mit der Darstellung des gefälschten Logos wird der Gedanke der Logoklauer verbreitet und verstärkt. Zudem teile ich die Meinung Balsigers. Das Plakat ist irreführend, weil die oberflächlichen Betrachter sich gut vorstellen könnten, dass sich der Schweizer Tourismus gegen die Verschandelung der Landschaft mit Windrädern einsetzen könnte.
Das ist das Perfide an dieser Aktion: Die  Werbung - trotz der Fragwürdigkeit - erzielt somit grosse Wirkung! Auch mit meiner Darstellung helfe im Grunde genommen der widerrechtlichen Nutzern eines Markenauftrittes. Kritiker und Empörte, die das Plakat zur Veranschaulichung abbilden, helfen den dreisten Täuschern. Das Plakat wird zusätzlich verbreitet.

Mittwoch, 21. August 2013

SRG Genossenschafter lernen Kurt Aeschbacher als Person kennen

Kurt Aeschbacher - ein Talker, der seine Gesprächspartner ernst nimmt

In der Lounge des Schweizer Fernsehens konnten die Genossenschafter RFZ am Dienstagabend, den 20. August 2013,   in einem Event der SRG ein paar Persönlichkeiten aus dem Bereich Unterhaltung näher kennen lernen. Kurt Aeschbacher  hat mich bei diesem Anlass besonders  überzeugt. Die Zielsetzung des Abends,  prominente Persönlichkeiten in einem Talk  von einer persönlichen Seite kennen zu lernen, kam aus meiner Sicht  Aeschbi am besten nach. Seine Aussagen waren für mich  glaubwürdig,  echt und nicht gespielt. Er gab Einiges von sich preis, das für die Anwesenden neu war.




 So war zu erfahren, dass er seine geladenen Gäste als Menschen immer ernst nimmt und niemand bloss stellt. Dieses Einfühlungsvermögen, dieser Respekt ist in seinen Sendungen offensichtlich. Ausgerechnet diese Wertschätzung vermisste ich leider an diesem Abend bei René Rindlisbacher, der unter dem Vorwand "Lustig sein zu wollen", sich nicht bewusst war, dass er eigentlich etwas von dieser Grundhaltung Aeschbachers lernen müsste. Humor dürfte nämlich nicht verletzen. Besonders, wenn es um Kollegen geht.
Das Eingeständnis Aeschbachers, er scheue eigentlich  Auftritte - Die Präsenz am Bildschirm sei für ihn gleichsam Therapie - können sich all jene Leute hinter die Ohren schreiben, die glauben, Profis hätten kein Lampenfieber mehr, d.h. durch die Routine verfliege jegliche Spannung. Kurt Aeschbacher erzählte den Anwesenden, wie er schon im Studium Angst vor Fragen hatte. Er glaubte damals, rot zu werden. 

Im Gegensatz zu Rindlisbacher, der sich in der unglaubwürdigen Behauptung verstieg, Quoten wären ihm völlig egal, nahm Aeschbacher die Quote als Signal  ernst. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es ein Frontmann im Fernsehen das Resultat (Akzeptanz beim Publikum) völlig ignoriert.  Wenn ein Moderator nicht wissen will, wie seine Sendung angekommen ist, wäre er letztlich ein Selbstdarsteller.
Ich bin nicht der Einzige, der Mühe hatte mit dieser sonderbaren Selbstschutzbehauptung Rindlisbachers.
Ebenfalls glaubwürdig vermochte Kurt Aeschbacher in einem  anderen Votum darlegen, dass für ihn die Vorbereitung die halbe Miete ist. Junge Journalisten gehen leider oft davon aus, dass sich ein erfahrener Moderator nicht mehr so intensiv vorbereiten müsse.
Alle erfolgreichen Profis, die ich kenne, legen das Hauptgewicht auf die minutiöse Vorbereitung, aber auch auf die hundertprozentige Präsenz. Für Aeschbi muss die Arbeit  Spass machen. Die Lust, sich mit Menschen auseinanderzusetzen - gepaart mit einer  gesunden Neugierde - ist bei Kurt Aeschbacher zu spüren. Das ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund, weshalb  er über Jahre hinweg jung geblieben ist. Etwas von Zentralsten blieb mir Aeschbachers Aussage: Ich akzeptiere mich, so wie ich bin. Chapeau! In der Persönlichkeitsschulung ist dies für mich ein essenzielles Teilziel. Im persönlichen Gespräch mit dem Kurt Aeschbacher - vor und nach dem Anlass - merkte ich, dass bei ihm das Interesse an Mitmenschen keine Hohlformel ist. Seine Gedanken stimmen mit  all jenen Profi- Medienschaffenden völlig überein, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite:
- Moderieren heisst: Andere zum REDEN bringen, heisst vor allem: aktiv zuzuhören

- Mitmenschen müssen wir ernst nehmen
- Wichtig sind Geschichten, Bilder und Analogieen

Unsere bewährte Navigationsformel  BBB (Die Botschaft muss mit einem Bild und einem Beispiel verständlich gemacht werden) - diese Formel lebt auch Aeschbacher nach.
Er hat deshalb Erfolg, weil es sich in die Gäste versetzen kann und diese Wertschätzung  mit einer ausgesprochen guten Wahrnehmungsfähigkeit koppeln kann.
Der Abend  am Dienstag beim Schweizer Fernsehen war für mich saufschlussreich. Ich lernte  Kurt Aeschbacher von einer anderen Seite kennen.


LINKS:

30. Dez. 2010 ... Botschaft. Was ist die Key Message? Beispiel. Ein Beispiel für die Geschichte. B ilder. Bilder sind auch beim Einstieg und Schluss wichtig. 30.
www.rhetorik.ch/BBB/BBB.html

29. Okt. 2010 ... Anlässlich eines Intensivseminares mit Führungskräften arbeitete ich jüngst mit Steffen Lukesch vom Schweizer Fernsehen zusammen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/10_29/

Die Erfolgsformel lautet: MMMM. Das beste Studium nützt nichts, wenn jemand nur so tut, als ob ...! Wer erfolgreich sein will, sollte vermehrt wahrnehmen, wie ...
www.rhetorik.ch/Erfolgsregeln/Erfolgsregeln.html

Moderieren. ... von Marcus Knill. quelle: www.sfdrs.ch, Aktuellbeiträge zum Thema Moderation auf www.rhetorik.ch": Sabine Christiansens Gesprächsführung ...
www.rhetorik.ch/Moderieren/Moderieren.html
29. Mai 2009 ... Moderieren heisst, sich zurücknehmen und ein Gespräch lenken, führen und zum Ziel führen. Ein guter Moderator, bringt die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/05_29/
2. Dez. 2008 ... Persönlichkeiten finden Zur gründlichen Vorbereitung gehörte es, Persönlichkeiten zu finden, die zum Thema etwas zu sagen haben.
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/12_02/


Nachtrag vom 12. Oktober, 2010: Ein Zitat von Kurt Aeschbacher. "Ich habe heute noch Angst, vor der Kamera andere zu enttäuschen". Die Aussage tröstlich ...
www.rhetorik.ch/Lampenfieber/Lampenfieber.html

Wie wirke ich?

Persönliche Wirkung



Die persönliche Wirkung entscheidet nicht nur im Beruf. Wir wirken ständig. Viele sind sich dessen zu wenig bewusst. Viele Wahrnehmungsphänomene sind uns zwar bekannt, doch gewöhnen wir uns immer wieder Verhaltensweisen an, die dem unternehmerischen oder persönlichen Erfolg im Wege stehen.
Im einem persönlichen individuellen Modul kann Ihnen die Wirkung ihrer Persönlichkeit bewusst machen. Ich arbeite weder rezept- noch theaterzentriert.

In einem bewährten Feedbackverfachen kann ich Ihnen Ihre Stärken und allfälligen blinden Flecken bewusst machen. Sie erhalten hilfreiche individuelle Navigationsinstrumente, damit sie coachunabhängig nachher weiter an sich arbeiten können (Hilfe zur Selbsthilfe). Sie profitieren vor allem von unserer langjährigen Erfahrung!

Module: 2 Stunden, 3 Stunden oder einen ganzen Tag.

Zielgruppe:


Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik usw.


Kosten gemäss Vereinbarung. Setzen Sie sich mit mir in Verbindung: k-k@bleuwin.ch oder 052 659 11 10




Polizei twittert



SOCIAL MEDIA





St.Gallerfest: Polizei twitterte durch die Nacht

von Tabea Waser -
Die Polizei nutzte das St.Gallerfest vom Wochenende als Twitter-Testlauf - und zieht eine positive Bilanz.

Erneuter Besucherrekord am St.Gallerfest. (Bild: zvg)
 Aus 20 min




«Ich brauche einen Joint»: Kanadier sucht auf Twitter Drogen – Polizei antwortet
Missbrauch-Vorbeuge: Polizei erklärt Eltern Facebook und Co.
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
 
Seit Kurzem betreibt die Stadtpolizei während den Bürozeiten einen Twitter-Account. Um auf die neue Plattform aufmerksam zu machen, wurde das St.Gallerfest zur polizeilichen Twitter-Übung (20 Minuten berichtete). Benjamin Lütolf, Mediensprecher der Stadtpolizei, vermittelte in der Nacht auf Sonntag während acht Stunden in 27 Tweets Polizeiarbeit live - und ist zufrieden: «Wir konnten einen vielfältigen Blick in die Polizeiarbeit geben und haben gute Rückmeldungen erhalten.» So vermeldete Lütolf etwa um 4:08: «Jugendpolizei hält bei Kontrolle 2 Jugendliche an, die von einem Heim abgängig sind. Werden zurück gebracht.». Die Twitter-Arbeit soll gemäss Lütolf einen Nutzen für Followers und Polizei generieren. Die Leser scheinen zufrieden, so hiess es gestern auf Twitter: «Wir finden eure Tweets super! Interessant zu lesen, was in der Innenstadt so alles abläuft! Gute Sache!».

147 000 kamen – neuer Rekord

Mit rund 147 000 Besuchern, die am Freitag und Samstag in die Stadt strömten, verzeichnete das St.Gallerfest einen neuen Besucherrekord. Entsprechend schwierig gestaltete sich teils das Durchkommen in den Gassen der Innenstadt. Dennoch zieht die Polizei eine positive Bilanz. Öfters Eingreifen musste sie nach Mitternacht wegen alkoholbedingten Streitigkeiten. Insgesamt drei Jugendliche im Alter zwischen 16 und 17 Jahren, die aus Jugendheimen abgehauen waren, konnten aufgegriffen und wieder zurückgeführt werden. 47 Personen wurden durch Sanitäter betreut. Vier Patienten mussten hospitalisiert werden. Lärmklagen wegen zu lauter Musik blieben aus. Der Grenzwert von 93 Dezibel wurde nach ersten Erkenntnissen eingehalten.
Professionalität ist wichtig

Für Kommunikationsexperte Marcus Knill ist die Auseinandersetzung mit Social Media unabdingbar und der Twitter-Account der Stadtpolizei St.Gallen ein Musterbeispiel: «Meldungen werden nicht interpretiert. Es werden wertfrei Fakten beschrieben - und das ist enorm wichtig». Für Knill ist es eine gute Möglichkeit, wenn es professionell betrieben wird, «Verständnis für Polizeiarbeit zu wecken und den Dialog zwischen Polizei und Bevölkerung zu fördern».

Dienstag, 20. August 2013

Bewusste Ueberzeichnungen

Junge SVP provoziert

Aus 20 Min:

Ohne Militärdienst werden Junge zu Drogenhippies

von Hannes von Wyl - Ein Abstimmungsplakat der Jungen SVP Waadt gegen die Aufhebung der Wehrpflicht setzt Nicht-Soldaten mit drogensüchtigen Hippies gleich. Die Gsoa ist empört.

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Zu den vieldiskutierten SVP-Kampagnen der letzten Jahre gesellt sich nun der neuste Streich der JSVP Waadt. Im Abstimmungsplakat gegen die Aufhebung der Wehrpflicht stellen sie Nicht-Soldaten mit drogensüchtigen Anarcho-Hippies gleich.






«Welches Vorbild für die Jugend wollen wir?», fragt die waadtländer Jung-SVP auf ihrem Abstimmungsplakat gegen die Aufhebung der Wehrplicht. Unter dem Titel «Milizarmee» lächelt dem Betrachter ein strammer Soldat mit schlanker Gattin und sportlichem Kind entgegen. Daneben ein ungepflegter Anarcho-Hippie mit Spritze im Arm und Joint im Mund, die Hände zeigen den Stinkefinger und das Victory-Zeichen: «Schweiz ohne Armee». 

«Es ist befremdend, dass mit so undifferenzierten Bildern argumentiert wird», sagt Gsoa-Sprecher Nikolai Prawdzic. Das sei einer demokratischen Debatte nicht würdig. «Solche Plakate sind jenseits von Gut und Böse und befeuern ein Klima, in dem Bundesräte bedroht werden.» Zudem gehe es in der Abstimmung nicht um die Abschaffung der Armee, wie suggeriert werde. «Die Aussage des Plakats ist schlicht unwahr», sagt Prawdzic.

«Das ist nur eine Parodie»

Natürlich würden ohne Wehrpflicht nicht alle Jugendlichen automatisch zu Drogensüchtigen, sagt der Präsident der JSVP Waadt, Yohan Ziehli. «Wir kritisieren damit die Gsoa-Kampagne, die Unwahrheiten über die Wehrpflicht verbreitet. Soldaten werden als dumm dargestellt, als sexistisch und frauenfeindlich.» Das Plakat sei also als Parodie zu verstehen, meint Ziehli. «Das ist eine Karikatur, mit der wir Aufmerksamkeit erregen wollen, damit wir unsere Argumente vorbringen können. Damit wollen wir bewusst provozieren.»

Kommunikationsexperte Marcus Knill bezweifelt jedoch, dass das Plakat wirklich als Parodie verstanden wird. Für diese Lesart gebe es keine Hinweise. «Die JSVP versucht die Wehrpflichtgegner mit ihrem simplen Gut-Böse-Schema als schlechte Vorbilder zu diffamieren», sagt Knill. Diese Provokation errege sicherlich Aufmerksamkeit – und genau darum gehe es den Plakatgestaltern. 

Billige Tricks

Ob die beabsichtigte Wirkung bei jüngeren Menschen aber erzielt werde, sei fraglich. «Der verständlich gezeichnete Gegensatz spricht vor allem Armeebefürworter, bürgerliche Kreise und die ältere Generation an.» Zudem setze die Waadtländer Jung-SVP die Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht mit der Abschaffung der Armee gleich, was in der kommenden Abstimmung aber gar nicht zur Debatte stehe. «Das ist ein alter rhetorischer Kniff, um eine sachliche Diskussion zu umgehen», sagt der Kommunikationsprofi.
Grundsätzlich gehöre Provokation und Übertreibung aber zur politischen Propaganda, meint Knill. «Auch die Gsoa geht mit ihren Gegnern nicht gerade zimperlich um.» Was die Kampagnen der Wehrpflichtgegner und -befürworter angehe, sehe er eine Pattsituation. «Letzlich entscheidet aber die Wirkung bei den Adressaten», sagt Knill.

Montag, 19. August 2013

Medienteams an der Tortour


 
Quelle PERSOENLICH.COM

Tamedia ist das schnellste Medienteam

Promotiontools schafft es auf das Podest.
Die Tortour 2103 ist zu Ende gegangen. Die fünfte Ausgabe des Rennspektakels konnte ohne Zwischenfälle und bei schönstem Wetter durchgeführt werden.
persoenlich.com stellte vor Beginn der Tortour die Teilnehmenden aus Medien und Marketing vor und liess Mitgründer und Kommunikationverantwortlicher Matthias Knill die verschiedenen Teams hinsichtlich ihrer erwarteten Leistung einschätzen. 
In der Kategorie der Sechser-Teams reichte es für Promotiontools für einen Podestplatz - genau wie Knill richtig voraus gesagt hatte. Mit 33 Stunden 44 Minuten und 10 Sekunden landete das Unternehmen auf den dritten Rang.

Rund zweieinhalb Stunden länger brauchte die Mannschaft von Tamedia (vgl. Titelbild), die mit dem fünften Platz als bestes Medienteam hervorgeht. Somit hat sich Knills Vorhersage, dass das Team um Tamedia "Lehrgeld" aufgrund der neuen Zusammensetzung bezahlen müsse, nicht bewahrheitet.
Die NZZ katapultierte sich mit 35 Stunden 44 Minuten 22 Sekunden auf Rang 8 und zeigte wie erwartet, eine solide Leistung. Auch Ringier schaffte es mit dem neunten Platz noch in die Top 10 unter den 26 Kategorien-Teilnehmer.


Anders als Matthias Knill prognostizierte, konnte "20 Minuten" das Team von Tamedia zeitlich nicht überholen und brauchte für das Rennen 38 Stunden 8 Minuten und 45 Sekunden. Damit reichte es für Platz 15 und einer Verwarnung, weil beim Begleitfahrzeug das Hinterlicht nicht brannte.


Das Team um Porsche & Compresso schaffte es in seiner Kategorie auf den 26. Platz und verzeichnete eine Gesamtzeit inklusive Eskorte von 38 Stunden 40 Minuten und 53 Sekunden. 
Die gesamte Rangliste kann hier abgerufen werden. (lf/Bilder: Tortour.ch)