Samstag, 25. Mai 2013

Wendehalsverhalten hat normalerweise  negative Folgen:

 Bei Eveline Widmer- Schlumpf nie!

Erstaunlich, wie  unsere Justizministerin  alle verbalen Pannen unbeschadet übersteht.
Sie  ist und bleibt für die SVP Blochers immer noch die böse Gegenfigur und Verräterin. Wahrscheinlich war dies bisher für Eveline Widmer-Schlumpf ihr Glück. Alle Blocher Gegner hielten in stürmischen Zeiten stets zu ihr, mussten zu ihr halten. Vielleicht nur deshalb, um Christoph Blocher keinen Gefallen zu tun. Diese Allianz war bislang ihre Trumpfkarte.

Jüngstes Beispiel (Ich zitiere Blick-online)

Informationsaustausch mit EU ist beschlossene Sache

In der Öffentlichkeit stemmte sich Eveline Widmer-Schlumpf bisher immer deutlich gegen den automatischen Informationsaustausch. Ein Protokoll von einer BDP-Fraktionssitzung sagt jedoch etwas anderes. 

Wann hat sie mit wem was abgesprochen? Eveline Widmer-Schlumpf während der Session im Nationalratssaal.

Wann hat sie mit wem was abgesprochen? Eveline Widmer-Schlumpf während der Session im Nationalratssaal.
Bild: Keystone

Vor einem Jahr war die Welt der Banken noch in Ordnung. Das UBS-Debakel war langsam vergessen, dank der Eurokrise spülte es Milliarden in die Schweiz, trotz Löchern im Bankgeheimnis. Und vor allem hatte die Schweiz gerade einen Vertrag mit Deutschland und Grossbritannien ausgehandelt, der via Abgeltungssteuer die Lösung für die Hunderte von Milliarden Franken Schwarzgeld, das teilweise seit Jahrzehnten in der Schweiz liegt, bringen sollte.
Schon neun Monate später war alles vorbei, in der deutschen Länderkammer scheiterte der Vertrag, im Finanzdepartement stand man vor einem Scherbenhaufen. Doch noch wollte das niemand zugeben. Eveline Widmer-Schlumpfs Partei, die BDP, schrieb noch am 13. Dezember: «Dieses Abkommen oder keines», und meinte weiter, die Ablehnung sei «keinesfalls ein Grund, von der eingeschlagenen Strategie abzuweichen».

Informationsaustausch abgelehnt

Es folgte ein atemberaubender Zickzackkurs. Bereits am 19. Dezember ging Widmer-Schlumpf mit ihrer sogenannten Weissgeldstrategie in den Bundesrat, offiziell wurde kommuniziert, der automatische Informationsaustausch (AIA) werde nach wie vor abgelehnt. Am 20. Dezember sagte sie an einer Medienkonferenz, man müsse über Alternativen zur Abgeltungssteuer nachdenken, nämlich über den AIA. Daraufhin forderte FDP-Präsident Philipp Müller, man solle ihr das Dossier entziehen.
Tags darauf erklärte Widmer-Schlumpf im «SonntagsBlick», sie sei gegen den automatischen Informationsaustausch. Kurz darauf sagte BDP-Vizepräsident Lorenz Hess in der «SonntagsZeitung», man solle über den AIA nachdenken. Etwas später ging Parteipräsident Martin Landolt noch weiter und sagte, die Banken könnten doch die Bankbelege direkt dem Steueramt schicken. Bei all diesen Äusserungen wurde bestritten, dass sie mit der Bundesrätin abgestimmt seien.


Kehrtwende im Dunkeln
Liest man nun das Protokoll der Fraktionssitzung der BDP von Anfang März, ergibt sich aber ein ganz anderes Bild, das einer minutiös abgesprochenen Kehrtwende, die es zu verschleiern galt. Erstens war der AIA offenbar beschlossene Sache, nur noch nicht kommuniziert. Auf Martin Landolts Frage, ob noch etwas zum Thema Weissgeldstrategie komme, sagte Widmer-Schlumpf: «Aus der Weissgeldstrategie blieb kommunikativ nur der AIA übrig.» Nationalrätin Ursula Haller fragte nach: «Wäre es schlecht, wenn wir uns öffentlich dazu äusserten? Oder wenn ja, wie?» Widmer-Schlumpf: «Nein, wie Lorenz (Hess) darf man ruhig betonen, dass neue Lösungen gefunden werden müssen.»
Besprochen wurde auch, wie man diese Position mehrheitsfähig machen wolle. Dazu Landolt: «Mit Ausnahme der SVP sind sich alle Parteien dessen bewusst, aber niemand will es sagen. Und es stimmt, die Grossbanken sind teils nicht einig.» Dann sollten Gespräche mit der CVP aufgenommen werden. Landolt: «Wir müssen der CVP beweisen, dass wir mustergültig mit ihr zusammenarbeiten.» Ein Punkt, der offenbar gelungen ist, denn in letzter Zeit hat die CVP den AIA nicht mehr kategorisch abgelehnt.

Für SVP-Nationalrat Hans Kaufmann ist das Vorgehen ein typischer Verrat der Finanzministerin. FDP-Präsident Müller sagt: «Es handelt sich um eine krasse Verletzung des Amtsgeheimnisses.» Zudem zeige es, dass Widmer-Schlumpf schon seit längerem auf den automatischen Informationsaustausch hinarbeite und die BDP lediglich ihre Speerspitze sei und mit der CVP die Wiederwahl der Bundesrätin 2015 aufgegleist werde.

Unbekannte Absprachen
Die Parteiexponenten als Spindoctors für die Bundesrätin? BDP-Vizepräsident Hess sieht das anders: «Natürlich sprechen wir uns ab, was politische Positionen betrifft, doch wir sind nicht die Befehlsempfänger der Bundesrätin.» Er glaube, man müsse in die AIA-Diskussion einsteigen. Hess: «Die Ereignisse der letzten Monate geben uns recht.»
Doch nicht nur mit der CVP gibt es offenbar Absprachen, sondern auch mit der SP. Diese betreffen die Ausgestaltung der Weissgeldstrategie. vor allem die Frage, ob die ausländischen Kunden alle belegen müssen, dass ihr Geld bei Schweizer Banken versteuert ist. Eine umfassende Sorgfaltspflicht nennt dies die SP. «Sie hat entgegen unseren Vereinbarungen im Februar und im September erneut nicht Wort gehalten», heisst es dazu im SP-Protokoll.
Philipp Müller möchte wissen, was in den Vereinbarungen steht:

 «Verraten wird damit die Wählerschaft der BDP. Diese hat weder CVP noch SP gewählt, sieht aber nun, dass ihre Partei zur Wiederwahl ihrer Bundesrätin an beide Parteien Versprechungen macht.» (Tages-Anzeiger)

Kommentar: Auch andere Eiertänzer retteten sich meist mit folgenden Argumenten: Es gibt einen neue Situation. Da musste ich mich anpassen.
 Oder: Man kann auch etwas dazu lernen und gescheiter werden. 
Der Zickzackkurs der Bundesrätin Widmer-Schlumpf ging jedoch für FDP Präsident Müller zu weit und er wagte es, die Galionsfigur (Schweizerin des Jahres) öffentlich zu attackieren und an den Pranger zu stellen. 

Ist es normal geworden, dass unsere Politiker vor Mikrofon und Kamera nicht immer die Wahrheit sagen?

Ränkespiele und Halbwahrheiten sind zwar im politischen Geschäft nichts Neues. Wenn es um das Image eines Poltitikers geht, stelle ich in der Praxis fest, dass sich das Lavieren und Eiertanzverhalten langfristig  rächt. 
Bei Eveline Widmer Schlumpf bin ich mir jedoch nicht so sicher, dass Ihr  das Lavieren schaden wird. Diese Bundesrätin - mit einer 5% Partei im Rücken und ihrer fragwürdigen Interessenpolitik - ist bleibt  immun gegen jede Kritik.
Für mich ist diese Politikerin ein Phänomen. Bei der Justizministern kann ein JA ein NEIN sein und ein NEIN ein JA!


Freitag, 24. Mai 2013

Das hat mich heute gefreut


Ich durfte jemand beraten, der durch einen hinterhältigen Medienbericht die Erkenntnisse der Krisenkommunikation praktisch anwenden konnte.

Er hatte mit folgenden Tools Erfolg:
- Ruhe bewahren
- sich an Fakten halten
- Sachverhalte beschreiben
- Die Betroffenen sprachen mit gleicher Stimme
usw.

LINK:

5. Okt. 2011 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Aktuell Krisenkommunikation · Krisenkommunikation und Medien · Verhalten in publizistischen Krisen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/10_05/


Donnerstag, 23. Mai 2013

Der einzige Farbtupfer 
im verregneten Wonnemonat Mai

Wir können immerhin von blühenden Bäumen 
und wärmenden Sonnenstrahlen träumen.

K+K wünscht allen Lesern ein schönes Wochenende


Körperhaltung beeinflusst die Einstellung
und die Einstellung beeinflusst die Körperhaltung

Diese Interaktion haben wir verschiedentlich thematisiert. Küstenmacher publiziert nun einige weitere Uebungen, die sich in der Praxis bewährt haben. Ich zitiere:


Körperhaltung à la simplify  (Quelle Tiki Küstenmacher)


Fühlen Sie sich manchmal als Opfer? Leiden Sie unter Ihrem Chef, Ihrer Familie, den Zuständen in der Welt? Der Grund dafür kann eine falsche Körperhaltung sein. Der Rehabilitationsmediziner René Cailliet hat nachgewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen einer dauerhaft nach vorn geneigten Kopfhaltung und seelischen Frustrationszuständen. Cailliet: "Egal, ob der hängende Kopf vom Frust kommt oder umgekehrt, die Stimmung der Patienten ließ sich durch Körpertraining deutlich verbessern."

"Der Fisch stinkt vom Kopf"

Die Position Ihres Kopfes steuert die Stellung von Schultern, Rücken und Becken. Durch Arbeit am Bildschirm, Lesen, Hausarbeit und viele andere Zivilisationstätigkeiten schieben wir ständig den Kopf nach vorn. Dadurch wird die normale aufrechte Haltung geringfügig, aber langfristig verschoben. Am oberen Ende der Wirbelsäule steuert ein kleiner Muskel namens rectus capitus anterior die Drehung und Neigung des Kopfes, und er ist einer der Schlüssel zu einer gesunden Körperhaltung.

Übung 1: Nicken Sie sich fit

Greifen Sie, während Sie bequem stehen oder sitzen, Ihren Kopf mit beiden Händen, die Daumen hinter den Ohren. Machen Sie sich so groß wie möglich, als ob ein unsichtbarer Faden Ihren Schädel nach oben zöge. Bewegen Sie Ihren Kopf in dieser Haltung ganz sanft nach vorn und hinten – wie beim zustimmenden Nicken. 5 Sekunden reichen, aber wiederholen Sie diese Übung mindestens 10-mal am Tag.






Übung 2: Schädel-Balance

Der menschliche Schädel wiegt bis zu 8 kg; es ist ein anstrengender Akt für die gesamte Wirbelsäule, ihn ständig in Balance zu halten. Je zentrierter Sie ihn tragen, umso leichter machen Sie es Ihrem gesamten Körper und verbessern damit Ihr Allgemeinbefinden.

Strecken Sie Ihre Wirbelsäule wie bei der vorherigen Übung, halten Sie den Rücken gerade und machen Sie Ihre Schultern breit. Bewegen Sie Ihren Kopf sanft nach beiden Seiten und nach vorn und hinten, wie einen Ball, den Sie auf dem ausgestreckten Finger balancieren. Finden Sie so die genaue Mittelposition Ihres Kopfes. Keine Sorge, wenn es dabei im Halsbereich hörbar knirscht – das sind Ablagerungen in den Gelenken.

Führen Sie diese Übung am besten immer durch, bevor Sie mit der Arbeit beginnen, mehrmals am Tag.

Übung 3: Sitzen ohne Hindernisse

Leeren Sie Ihre Taschen. Vermeiden Sie es, auf Ihrem Geldbeutel oder Ihren Schlüsseln zu sitzen. Das New England Journal of Medicine veröffentlichte eine Studie, nach der einige männliche Patienten mit chronischen Rückenschmerzen nach dem Entleeren ihrer Gesäßtaschen schmerzfrei waren.

Weitere Ergebnisse der Studie: Achten Sie auf eine rechtwinklige Sitzposition. Verwenden Sie möglichst immer Stühle mit Armlehnen. Dadurch entlasten Sie die Hüftwirbel um 25%. Wenn Sie die Beine kreuzen wollen, tun Sie das nur mit den Knöcheln. Das Kreuzen der Knie verschiebt die Hüfte und drückt auf die Rückenwirbel. Wechseln Sie Ihre Sitzposition häufig, aber nie zu unsymmetrisch. Führen Sie zu Beginn jeder neuen Sitzposition die Übung 2 durch.

Der goldene Schritt
Keine Übung, sondern ein Grundprinzip, das Sie stets und überall anwenden sollten: Wann immer Sie nach etwas greifen, gehen Sie einen Schritt darauf zu. Damit konzentrieren Sie Ihre Kraft und vermeiden schädliche verdrehte Bewegungen.

Quelle: Tiki Küstenmacher


Kommentar: Die Interaktion Einstellung des Körpers versus psychische Befindlichkeit ist nicht neu. Ich vermittle in meinen Intensivseminaren weitere hilfreiche Bausteine, die wir in unserem Simulator für Ihre heiklen Auftritte, Präsentationen, Dialoge, Ueberraschungen, Interviews oder Diskussionen vermitteln können. In einem zweistündigen individuellen Coaching kann ich Ihnen bereits die wichtigsten bewährten Rituale bewusst machen, die sie nachher im Alltag selbst festigen können. Setzen Sie sich mit mir Verbindung.


Mittwoch, 22. Mai 2013

Die 17 jährige Angela Merkel im DRR Zivilschutz

Mit solchen Aufnahmen wird versucht, die Kanzlerin zu demontieren.


DDR anno 1972

DDR anno 1972

Zur Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative:


(Quelle 20 Min- am 22. Mai)

Kommentar: Die Einsprachen Webers scheinen das Bundesgericht zusätzlich zu belasten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass viele Einsprachen zurückgezogen werden und  die künftigen Einsprachen nicht mehr so viel Arbeit geben, weil später - bei den neuen Fällen - nicht mehr so viele Abklärungen notwendig sind.
 

Ueberraschend eindeutiger Bundesgerichtsentscheid:

Die Bergkantone reagieren frustriert. Der Initiant Franz Weber jubelt!