Samstag, 18. Mai 2013

Fall Fiala neu aufgerollt:

Deutsche Plagiatsjäger stellen Fiala ein sehr schlechtes Zeugnis aus

aus Tagi-online
«Vroni Plag», die Plattform, die bereits Edmund Stoibers Tochter Veronica Sass um deren Doktortitel brachte, untersucht Doris Fialas Abschlussarbeit. Ihr Fazit ist verheerend.
Stellte sich den Fragen von Roger Schawinski: Doris Fiala im SRF.
Stellte sich den Fragen von Roger Schawinski: Doris Fiala im SRF.
Bild: Screenshot SRF

Abgeschrieben bei Wikipedia: Gegenüberstellung der deutschen Plagiatsjäger. (Für Grossansicht bitte anklicken) (Bild: PD)
Noch haben die Plagiatsjäger der Internetplattform «Vroni Plag» die Untersuchung von Doris Fialas Arbeit nicht abgeschlossen, doch bereits nach wenigen Tagen zieht Debora Weber-Wulff, Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, ein deutliches Fazit: «Das Ergebnis ist erschütternd.»
Gleich seitenweise habe die FDP-Politikerin und potenzielle Kandidatin für das Zürcher Stadtpräsidium abgeschrieben – und die Quelle dabei verschleiert. Weber-Wulff ist bei Vroni Plag Wiki aktiv, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die Plagiatsdokumentationen anfertigen. Im Gegensatz zur Plagiatssoftware Docoloc, die Fialas erster Kritiker, ein Mitarbeiter der Universität Zürich mit SVP-Vergangenheit, vor 14 Tagen zur Analyse ihrer Arbeit eingesetzt hat und deren Auswertung zahlreiche Fehltreffer aufweist, ist die Kritik der Vroni-Plag-Macher wasserdicht.
Ein ganzes Kapitel per Copy-Paste
74 Seiten mit Plagiaten haben die Rechercheure bisher gefunden, 42 Prozent, also fast die Hälfte der 178 Seiten langen Arbeit, sind demnach abgeschrieben. Fiala habe gar ganze Kapitel kopiert. Jenes mit dem Titel «Schnittstelle Terrorismus, am Beispiel Grossbritannien» sei bis auf das Fazit nahezu lückenlos abgeschrieben, stellen die Plagiatsjäger fest: «Zunächst werden knapp zwei Seiten aus Wikipedia ohne Kennzeichnung übernommen, anschliessend aus einem Bericht des European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC).»
Quellenverweise würden fehlen oder seien inadäquat, so die Plagiatsjäger. 15 Fragmente mit Übernahmen aus Wikipedia haben die Rechercheure identifiziert, zudem ungekennzeichnete Übernahmen aus Publikationen des Center for Security Studies (CSS) der ETH, an welchem Fiala ihre Nachdiploms-Masterarbeit verfasst hat.
«Schmerzlich, aber verkraftbar»
Die ETH will sich zu den erhärteten Vorwürfen nicht äussern. Ihre interne Untersuchung des Falles sei derzeit am Laufen, sagt Sprecher Roman Klingler. Doris Fiala bleibt auf erneute Anfrage bei ihren früheren Äusserungen, die Kernthese ihrer Arbeit, nämlich die Zusammenhänge zwischen Schweizer Migrations- und Sicherheitspolitik im globalen Zusammenhang, sei so noch nie behandelt worden und könne deshalb kein Plagiat sein. Dass sie beim Zusammentragen des Fachliteraturwissens nicht überall korrekte Quellenangaben gemacht habe, schliesse sie nicht aus, sagt Fiala. Dies sei jedoch unwissentlich geschehen. Es sei unter Experten umstritten, inwiefern solches «notorisches Allgemeinwissen» überhaupt mit Quellenangabe zitiert werden müsse. Im schlimmsten Fall werde ihr der Titel von der ETH entzogen, sagt Fiala. «Das wäre zwar sehr schmerzlich, aber verkraftbar. Das erworbene Wissen würde dadurch nicht geschmälert.»
Das Vroni Plag Wiki, das Anfang 2011 gegründet wurde, untersucht verschiedene Hochschulschriften – hauptsächlich Dissertationen –, die unter Plagiatsverdacht geraten sind. Die Dokumentationen lösten in der Regel Überprüfungen durch die zuständigen Fakultäten aus und führten in mehreren Fällen zur Aberkennung des Doktorgrades.
Nach Stoibers Tochter benannt
Vroni Plag ist nach der Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Veronica Sass, benannt, deren Dissertation als Erste untersucht wurde. Rund 40 Arbeiten haben die anonymen Mitarbeiter inzwischen untersucht, darunter nur noch wenige von Politikern. Mit Doris Fialas Arbeit kehren die Macher also zu ihrem Kernthema zurück. Weil Fiala in den Medien sagte, dass es sich bei ihrer Arbeit um kleine Fehler handle und nicht um ein Plagiat, hätten Aktivisten der Gruppe sich ihre Arbeit besorgt und diese untersucht, sagt Weber-Wulff. «Die Arbeit war online erhältlich und sehr einfach zu untersuchen, da viele Quellen online sind.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Kommentar: Ich befürchte, dass diese leide Geschichte für die Gegner Fialas ein guter Steilpasse ist, die beliebte Politikerin zu demontieren, um ihr Image im Hinblick auf die Stadtpräsidentswahlen rechtzeitig zu demontieren. Wie sollte sich nun Doris Fiala in dieser heiklen Situation verhalten? Mailen Sie mir Ihren Rat per Mail  an die Adresse: k-k@bluewin.ch

Donnerstag, 16. Mai 2013


Nicht Neues unter der Sonne. Die Vergangenheit Merkels wird lediglich neu beleuchtet

Angela Merkel: Die Vergangenheit der Kanzlerin

Wie war ihre Vergangenheit im Kommunismus wirklich? Merkel und die Hippie-Sehnsucht in der DDR 

Merkel diskutierte jüngst in einem Westberliner Kino über ihren DDR-Lieblingsfilm – und über ihre Vergangenheit.

Dank eines neueen Buches über Angela Merkel werden bekannte Tatsachen neu beleuchtet. Eine gezielte Aktion vor den Wahlen?

Kommentar: Angela Merkel kann sicherlich Ihr Persönlichkeitsprofil durch den Wechsel aus der DDR in den Westen nicht ändern. Sie war schon früher ehrgeizig, ist  heute Macht besessen. Sie wird es auch bleiben. Ich bin überzeugt, dass sie schon in der DDR klare Vorstellungen  von einem neuen Kommunismus hatte.

Ich gehe ferner davon aus, dass die jüngsten aufgewärmten Geschichten der Kanzlerin nicht schaden werden.  

LINK:

Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich: Kopf an Kopf - Politikerporträts, 31.10.2008 - 22.02.2009 "Kopf an Kopf - Politikerporträts" zeigt auf, welcher ...
www.rhetorik.ch/Politikerportraits/Politikerportraits.html

 

Mittwoch, 15. Mai 2013

Phänomene 

der Kommunikationspychologie


Ich präsentiere einen losen Strauss von Erkenntnissen aus der Praxis.

Heute am 15. Mai 2013 überreicht  für 
die Rotary Freundinnen und Freunde

des Rotary Clubs Schaffhausen-Munot



Wer das Thema vertiefen will, kann später im Knill-Blog in Ruhe die Links
nachlesen. Die Phänomene lasse ich im Netz stehen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Phänomen 1 der Kommunikationspsychologie:

Unsere Wahrnehmung ist leider oft eine Falschnehmung

Das zeigt sich in der Menschenkenntnis, beim ersten Eindruck, bei Vorinformationen:
Vorwissen, Worte, Bilder, Stimme usw. können unsere Einstellung stark beeinflussen.

LINKS:

Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale ... Der erste Eindruck kann trügen, zumal persönliche Vorerfahrungen und ...
www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html

15. März 2007 ... In der Fachliteratur wird der erste Eindruck unterschiedlich thematisiert. Es gibt Autoren, die messen ihm keine grosse Bedeutung bei.
www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html

24. Aug. 2010 ... Veränderte Wahrnehmung ... haben, werden Enten für Sie nie mehr die selben sein. Sie werden die Vögel von nun an anders wahrnehmen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/08_24/

Menschenkenntnis, Mimik,Menschen durschauen- ist das moeglich?
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html


10. Okt. 2004 ... Worte können Menschen beeinflussen, Macht ausüben, Worte führten zu Kreuzzügen und Glaubenskriegen. Die Macht der Worte wird einem ...
www.rhetorik.ch/Fenster/Fenster.html

25. Jan. 2001 ... Dass seit je Bilder als Transportmittel von Botschaften und vor allem zur Beeinflussung genutzt wurden und werden, ist hinlänglich bekannt.
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_25_2001.html

Montag, 13. Mai 2013

Phänomen 2 der Kommunikationsphilosophie:

Sie sind Profi, wenn Sie die Wahrnehmungsfähigkeit nicht verschüttet haben

Ich kenne einige Berater, die den Kunden beibringen, wie Sie  sich beim Sprechen nonverbal verhalten müssen.
Es gibt Seminare, da lernen die Teilnehmenden sogar, das Gegenüber anhand von Körpersignalen einzuschätzen und zu entlarven. Es werden dann solche Entschlüsselungs CDs verkauft.

Diese Angebote florieren. Denn wer möchte nicht beim Gegenüber oder bei seinem Chef wissen, was er wirklich tickt?
Ich habe Probleme bei derartigen fragwürdigen rezeptorientierten Angeboten. In verschiedenen Beiträgen habe  ich dies begründet.

Zur Körpersprache (Kinesik):


Wir haben alle im Grunde genommen eine jahrelange praktische Ausbildung. Ohne dass wir es gemerkt haben. Ich behaupte, dass wir schon als Kleinkind und später im Kindergarten in der Schule und im Alltag gelernt haben,  Signale zu entziffern. Im Sandkasten merken Kleinkinder rasch, wer einem das Schäufelchen wegnehmen will oder lügt.
Unbewusst werden Signale des Blickes, der Mimik, der Hautverfärbung, des Muskeltonus, der Stimme usw. erkannt und die Frühwarnsignale registriert.   Das intuitive Lesen nonverbaler Signale steckt somit in uns, sofern wir die Wahrnehmungsfähigkeit nicht verschüttet haben.

Dass unsere innere Stimme verlässlich ist, kann ich in einem Experiment demonstrieren.


LINK:

Schablonenartige Interpretationen der Körpersprache von Mitmenschen sind Unsinn. Auf dieser Seite finden Sie ein Beispiel einer fragwürdigen ...
www.rhetorik.ch/Pseudopsychologie/Pseudopsychologie1.html
 

Sonntag, 12. Mai 2013

Phänomen 3 der Kommunikationspsychologie

Dank Perspektivewechsel der Wahrheit annähern

Es ist erstaunlich, wie uns bei Kommunikationsprozessen der Perspektivewechsel weiter bringen kann. Folgende Links helfen Ihnen, dieses paradoxe Phänomen bewusst zu machen: Wir können uns auch der Wahrheit nähern, indem wir uns von einem Sachverhalt distanzieren oder das Problem von einer anderen Seite betrachten (Perspektivewechsel)

7. Sept. 2010 ... Das Tatoo Logo Beispiel links veranschaulicht, dass die Sichtweise ausschlaggebend ist. Das Ambigramm illustriert, dass jede Sache kann ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/09_07/

3. Dez. 2010 ... Wahrnehmung auf den Kopf gestellt ... Aktuell Psychologie · Dissoziation · Dugan test · Blickwinkel beeinflusst · Veränderte Wahrnehmung ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_03/

10. Mai 2012 ... Literatur. Thompson, P. (1980). Margaret Thatcher: A new illusion. Perception, 9, 483-484. PDF; Bartlett, J.C., & Searcy, J. (1993). Inversion and ...
www.rhetorik.ch/Thatcherillusion/Thatcherillusion.html


1. Febr. 2010 ... Der Thatcher Effekt vom Februar 2005. Thatcher. Fazit: Es lohnt sich immer auch beim Journalismus, beim Argumentieren und Beurteilen die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_01/
19. Juli 2011 ... Sean Murphy Student an der Uni von Queensland hat einen interessanten Hässlichkeitseffekt bemerkt. Wenn verschiedene Gesichter schnell ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_19a/

25. Dez. 2009 ... Deshalb lohnt es sich immer wieder, sich bewusst zu distanzieren, um dank der Übersicht zu erkennen, dass das Ganze mehr ist als die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/12_25/


Wenn Sie persönlich angegriffen werden: Dissoziieren Sie! Persönliche Angriffe kann man wegstecken, indem man sich bewusst von schlechten Angriffen lösen ...
www.rhetorik.ch/Dissoziation/Dissoziation.html





 

Samstag, 11. Mai 2013

Phänomen 4 der Kommunikationspsychologie

Die Aufmerksamkeits-Illusion

Wir glauben, nichts zu verpassen, was sich in unserem Gesichtsfeld abspielt. Doch sehen wir in Wahrheit meist nur das, worauf wir uns konzentrieren.
Seit der Einführung der Navigationssysteme waren zahlreiche Chauffeure so sehr auf ihr Navigationssystem konzentriert, so dass sie gar nicht merkten, wie sie irregeleitet wurden.



9. Febr. 2010 ... Der Regina Dugan's Test wird von Peter Lee demonstriert. Dem Zuschauer wird für 5 Sekunden ein Bild mit farbigen Punkten gezeigt, und eine ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/02_09/


20. Juli 2011 ... Christopher Chabris und Daniel Simons haben sich 1997 in Harvard getroffen. Sie haben in 2004 den Ig Nobel Prize in Psychology erhalten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_20/