Ohne Worte:
UNZUFRIEDENHEIT
Quelle: Tagi-online
Freitag, 22. März 2013
Für jene Seminarteilnehmer, die sich nach meinem Beitrag zur Ochlokinetik erkundigt haben. Hier die COPIE:
Der Mensch ist ein pfadversperrendes Wesen
Zum Begriff Ochlokinetik:
Olchos (griech.) heisst Menge, Gruppe und
Kinetik bedeutet Bewegung.
Senn hat festgestellt, wie sich Menschen beim Fortbewegen laufend behindern:
Beispielsweise im öffentlichen Verkehr, beim Aussteigen, indem Menschen, gleichsam einem inneren Instinkt folgend, unter der Türe stehen bleiben und noch etwas aus der Tasche nehmen. Oder auf der Autobahn, wie sie als Linksfahrer anderen bewusst den Weg versperren. Im Grunde genommen wird Ochlokinetik im Alltag zur Olchostatik (zur gegenseitige Blockierung). Wir alle können tagtäglich das pfadversperrende Verhalten beobachten. Viele stehen auf der Rolltreppe bewusst in der Mitte. Es stehen und reden an einer Party viele ausgerechnet dort, wo es am Engsten ist.
Unser Planet wird bald von 7 Milliarden Menschen bevölkert.
- In diesem Bad, hat auch der beste Ochlokinetiker Probleme
K+K könnte Ihnen helfen, wie sie Gesprächsblockierer konstruktiv begegnen können.
LINK:
Ochlokinetik oder warum die Menschen steckenbleiben - Nordic ...
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marcus knill
um
01:27
Donnerstag, 21. März 2013
Solche Echos sind immer Aufsteller und motivieren zum Schreiben:
Heute schrieb mir ein Leser ein Mail. Ich zitiere:
Vielen Dank für die immer spannenden Artikel von Ihnen im Persönlich; sie sind bei mir immer Pflichtlektüre!
Notiert von
marcus knill
um
20:39
Zur Internethetze:
Wie Promis im Netz fertig gemacht werden
Promis tragen oft eine Mitschuld an der beleidigenden Kritik im Netz. Die wenigsten wissen, wie leicht es ist, ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten.
LINK:
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9. Apr. 2007 ... Cyber-Bullying heisst dieser neue Trend aus Grossbritannien: Handys und das Netz machen Pädagogen zum Gespött der ganzen Welt." ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/04_09/index.html
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Diese zehn Promis sind Opfer von Cyber-Mobbing
► Aktuellster Fall: Schauspielerin Katja Riemann (49)
Nach ihrem Nörgel-Interview bei „DAS“ im NDR erntete Riemann auf ihrer Facebook-Seite und im Gästebuch ihrer Homepage negative Kritik.
Wegen der vielen unangenehmen Kommentare sperrte sie nun beides. Stattdessen gibt es nur noch eine Fan-Seite ohne die öffentliche Pinnwand und ohne negative Kommentare.
Katja Riemann
Nach Nörgel-Interview Katja Riemann sperrt ihren Facebook-Account
Im Frühjahr 2012 wurde sie über Facebook sexuell belästigt, ein Unbekannter schrieb: „Willst du mal einen schönen Schw... sehen? Gerade geduscht und frisch rasiert.“ Dazu soll er ein Foto von seinem Geschlechtsteil geschickt haben.
Friedrich, eine Polizeikommissarin, war entsetzt – und machte den Namen nach eigener Recherche öffentlich. Dafür wurde sie scharf kritisiert, einige Menschen wünschten ihr sogar die Todesstrafe.
Ariane Friedrich
Ariane Friedrich Sex-Attacke bei Facebook
Für einen Facebook-Post zur Atom-Katastrophe von Fukushima erntete die Grünen-Chefin Empörung: Sie verlor kein Wort über das Erdbeben und den dadurch entstandenen todbringenden Tsunami.
Circa vier Stunden nach dem Aufreger-Status meldet sich das Team von Roth auf Facebook zu Wort und bat per neuerlichem Status-Update um Entschuldigung.
Claudia Roth
Fukushima-Jahrestag Shitstorm gegen Claudia Roth
Die Schauspielerin wurde ohne ersichtlichen Grund auf ihrer Facebook-Seite als „arrogante Schlampe aus dem Osten“ und „abgehobener Superstar“ bezeichnet.
Sie löschte ihren Account nicht, sondern ging zum Gegenangriff über und bat ihre Netz-Freunde um Hilfe.
Anna Loos
Internet-Hetze Facebook-Terror gegen Anna Loos
Der schrille Designer bekam auf seiner Seite nicht nur Hassnachrichten, sondern auch Morddrohungen und seine treuen Fans wurden teilweise selbst Opfer von Cybermobbing. Glööckler entschied sich 2012 dazu, sein Profil zu löschen.
„Eben wurde eine Dame auf Facebook hier bei mir derart beleidigt, dass ich mich schäme. Ich schäme mich für die Art und Weise, wie man hier mit Menschen umgeht. Ich werde mich nun hiermit von den Facebook-Freunden, die diese Seite mit Achtung, Würde und Liebe genutzt haben, verabschieden.“
Harald Glööckler
Wegen Hass-Attacken Glööckler macht Schluss mit Facebook
Der Schalke-Torwart wurde für die 3:0-Niederlage gegen Nürnberg verantwortlich gemacht. Auf seiner Facebook-Seite hagelte es fiese Kommentare und wüste Beschimpfungen. Kostprobe: „Du dummer Bastard! Erschieß dich bitte. Du kannst nix.“
Hildebrand war schockiert und schrieb bei Facebook: „Das kann nicht geduldet werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich es hier poste. Bin gespannt wie das hier diskutiert wird.“ Der Keeper erhielt Rückenwind aus der Fan-Gemeinde. Fast 2000 Facebook-Nutzer reagierten, die meisten forderten rechtliche Konsequenzen.
Timo Hildebrand
„Erschieß dich bitte“ Schalke-Torwart auf Facebook übel beleidigt
Die Piratin wurde bei der Fußball-WM 2010 als Lippenleserin bekannt, kandidiert jetzt für den Bundestag. Nach einem TV-Auftritt bei ZDFlogin wird sie auf Twitter für ihre Stimme verhöhnt, die aufgrund ihrer Gehörlosigkeit „für manche vielleicht etwas ungewohnt klingt“, wie sie sagte.
Die Reaktion: Sie nahm ihren Twitter-Account vom Netz – ging damit aber wenige Tage später wieder online, um zu signalisieren: „Ich lasse mich nicht für etwas kritisieren oder beleidigen, wofür ich nichts kann, nämlich die Kontrolle über meine Stimme.“
Julia Probst
Julia Probst (31) Internet-Mobbing gegen gehörlose Piratin
Die DJane nahm den Mund zu voll und wurde dafür fies beschimpft. Weil sie auf Facebook öffentlich gegen die alkoholkranke Jenny Elvers-Elbertzhagen stänkerte, hagelte es massenweise Kritik.
Siegel löschte den Eintrag, doch auch ihr Lösch-Kommentar wurde zum unangenehmen Eigentor.
Giulia Siegel
Giulia Siegel Fiese Facebook-Attacke gegen kranke Jenny
Für ein Merkel-Lob gab es für den Tennis-Profi gemeine Kommentare. Der Shitstorm gegen Boris Becker ging nicht auf Facebook, sondern beim Kurznachrichtendienst Twitter los.
Boris zwitscherte: „Großer Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde Patriot, als sie Friedensnobelpreis gewonnen hat!!!“ Die Folge? Spott und Hohn. Twitter-Nutzer machen sich über sein Deutsch und seine Sachkenntnis lustig. Schließlich hatte nicht Angela Merkel, sondern die EU den Nobelpreis bekommen.
Boris Becker
Boris Becker „Twitter“-Shitstorm, weil er Merkel gelobt hat
Im Netz war eine Welle der Empörung entstanden, nachdem der Schlager-Star laut einem RTL-Bericht zwei Fans finanziell über den Tisch gezogen haben soll.
Die beiden Damen wollten ihm demnach in der Wendler-Hochburg Mallorca mit einem Fan-Café ein Denkmal setzen – und mussten dafür Lizenzgebühren zahlen, zunächst einmal knapp 40 000 Euro, insgesamt sogar 100 000 Euro.
Michael Wendler
Michael Wendler Von Hunderttausenden auf Facebook gehasst
Quelle Bild
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marcus knill
um
09:26
Mittwoch, 20. März 2013
Gesprächskarambolage
News zu katja Riemann you tube
- TV-Interview mit Katja Riemann als Internet-Hit
General-Anzeiger - vor 5 StundenEin zähes Fernseh-Interview mit der Schauspielerin Katja Riemann (49) aus dem ... Allein bei YouTube verzeichnete ein Zusammenschnitt des ...
Ich habe vor Jahren bei der Interviewschulung von Spitzensportlern in Magglingen zur Einstimmung oft das einmalige Gespräch eines Sportjournalisten mit einem Boxer gezeigt, bei dem der Sportler jede Antwort verweigert hatte, indem er einfach geschwiegen hatte. Eine peinliche groteske Situation.
Mit dieser Sequenz konnte ich veranschaulichen, dass jedes Gespräch vor Mikrofon und Kamera nur dann etwas bringt, wenn beide - Interviewer und Interviewte - bereits sind, aufeinander einzugehen.
Das Interview mit Katja Riemann ist ein gutes Lehrstück für Journalisten und Prominente, um zu zeigen, dass Interviewer und Interviewter aufeinander angewiesen sind. Sie sind keine Freunde aber Partner. Der Interviewte hat die Chance, sich zu verkaufen und der Journalist nutzt die prominente Persönlichkeit, um zu einer guten Einschaltquote zu kommen.
Beide snd aufeinander angewiesen.
Kommentar: K+K hilft Ihnen im Umgang mit Medien. Sie lernen bei uns, wie die Medien ticken und wie sie vor Mikrofon und Kamera überzeugen können.
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marcus knill
um
10:24
Dienstag, 19. März 2013
Kein Ruhmesblatt für Alt-Bundesrätin Calmy-Rey:
Überschrittene Kompetenzen, mangelhafte Protokolle
Bild: Keystone
Die GPK kritisieren demnach vor allem, dass der Bundesrat eigenmächtig vorgegangen sei und nicht etwa den Bankrat der Nationalbank (SNB) eingeschaltet habe. Diese Kritik betrifft laut Niederberger insbesondere die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
Calmy-Rey war im Dezember 2011 von SVP-Nationalrat Christoph Blocher über eine verdächtige Transaktion des damaligen SNB-Präsidenten Philipp Hildebrand informiert worden. Daraufhin setzte sie Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Justizministerin Simonetta Sommaruga in Kenntnis und konfrontierte Philipp Hildebrand selber mit den Vorwürfen. Laut GPK fehlte für dieses Vorgehen aber die Kompetenz.
Mangelhaftes Protokoll
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Protokollierung der Bundesratssitzung, die als ungenügend bezeichnet wird. «Der Ablauf einer Sitzung sollte anhand eines Protokolls nachvollziehbar sein», sagte Ständerat Niederberger.
Über die Vorwürfe haben am Freitag die Westschweiz Tageszeitung «Le Temps» und am Samstag die «Neuen Zürcher Zeitung» und die «Berner Zeitung» berichtet. Die Kommissionen wollen nun Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung einreichen - zum einen gegen Unbekannt und zum anderen gegen den Journalisten von «Le Temps». Niederberger bestätigte auch diese Information der «Neuen Zürcher Zeitung».
Calmy-Rey äussert sich noch nicht
Hildebrand kündigte am 9. Januar 2012 seinen Rücktritt als Nationalbankpräsident an. Zum Verhängnis geworden war ihm eine Transaktion, die seine Frau über sein Konto tätigte - kurz bevor die SNB einen Euro-Mindestkurs für den Franken festlegte. Am 27. Januar 2012 haben die GPK eine Untersuchung zum Fall eingeleitet.
Micheline Calmy-Rey will sich zur Kritik erst äussern, wenn sie den Bericht gelesen hat. Dies teilte sie am Samstag auf Anfrage der sda mit.
Kommentar: Es ist richtig und klug, sich erst dann zu äussern, wenn man den Bericht selbst gelesen hat. Doch darf erwartet werden, dass sich Micheline Calmy-Rey tatsächlich auch noch äussern wird, wenn es versprochen wird. Während der Amtszeit hat BR Calmy leider oft zu vorschnell geredet. Schön: Man kann auch nachträglich dazu lernen.
Dicke Luft im Bundesrat:
Die Hildebrand-Affäre sorgt für Verstimmung zwischen Bundesrat und Parlament. Die Regierung habe falsch reagiert, als sie von den Devisentransaktionen des Nationalbankpräsidenten erfuhr. Diese will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.
Nachtrag 20 Min:
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marcus knill
um
03:48
Montag, 18. März 2013
Welche Aussage stimmt?
Die Suche nach der Wahrheit ist bei Aussagen gegen Aussagen immer schwierig.
Rausschmiss
Rauchende Nationalrätin aus Club geworfen
von Marco Lüssi - Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran wurde aus einem Club geworfen, weil sie drinnen rauchte. Jetzt erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den Türsteher. Der Club widerspricht. (Quelle 20 Min)
Bildstrecken Streitgespräch Raumplanungsgesetz Was war passiert? Die Versionen von Badran und den Clubverantwortlichen unterscheiden sich stark. Sicher ist: Badran hielt sich im Aura, wo das fünfjährige Bestehen von Roger Schawinskis Radio 1 gefeiert wurde, nicht an das Rauchverbot. Gemeinsam mit dem «Weltwoche»-Journalisten Alex Baur rauchte sie am Freitag gegen 23 Uhr im Foyer des Clubs aus dem Fenster. Bis Türsteher intervenierten. Ein Security forderte die beiden auf, sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Eine Anweisung, der er sofort Folge geleistet habe, sagt Baur. Anders Badran: «Ich bin Nationalrätin, ich darf das», sagte sie laut Aura-Sprecherin Maria Liessmann zum Türsteher.
Badran: «Ich wurde gepackt und rausgeschleift»
Danach eskalierte die Sache - jedenfalls nach Badrans Darstellung: Der Türsteher habe sie «gepackt, 30 Meter durch das Foyer im 1. Stock geschleift, weiter die Treppe runtergeschleift und dann bei der Haupttüre nach draussen geworfen», schreibt sie im Netz. Blaue Flecken würden von der Gewalt zeugen, die sie erlitten habe.
Anders stellt es Liessmann dar: «Der Türsteher umfasste Frau Badrans Arm und geleitete sie freundlich, aber bestimmt nach draussen.» Dabei sei er von der alkoholsiert wirkenden Politikerin unflätig beschimpft worden. «Den Wortlaut möchte ich gar nicht widergeben», so Liessmann.
Girod setzte sich für Badran ein
Welche Version stimmt, kann auch Baur, der sich ganz in der Nähe befand, nicht sagen: «Alles ging sehr schnell, und ich war abgelenkt, weil ich in diesem Moment nach einem Ort suchte, an dem ich meinen ausgedrückten Zigarettenstummel entsorgen konnte.»
Nach dem Vorfall wurde Badran erlaubt, in den Club zurückzukehren, um ihr Handy und ihre Jacke zu holen. Anfangs sei ihr dies verwehrt worden, der ebenfalls an der Party anwesende grüne Nationalrat Bastien Girod und dessen Frau Ellen hätten sich aber für sie eingesetzt, so Badran.
Wut auf den «Weltwoche»-Journalisten
Nach dem Vorfall traf Badrans Wut nicht nur die Security des Clubs, sondern auch den «Weltwoche»-Journalisten. Sie beschimpfte Baur per Twitter als «feigen Spiesser» warf ihm «unterlassene Hilfeleistung» vor. Baur, den gemäss eigenen Angaben eine «Hassliebe» mit Badran verbindet, wehrt sich: «Wäre Jacqueline in Lebensgefahr gewesen, hätte ich mich natürlich mit Fäusten für sie eingesetzt - auch wenn ich gegen den muskulösen Türsteher wenig hätte ausrichten können.» Für ihn habe es aber einfach so ausgesehen, als habe der Türsteher sie nach draussen begleitet und sie würde dort weiterrauchen. «Eigentlich ein ganz banaler Vorgang, und ich wollte mir die Party davon nicht verderben lassen.»
«Badran fiel schon vorher unangenehm auf»
Laut Liessmann war Badran schon vor diesem Vorfall unter den 350 Partygästen negativ aufgefallen. Sie habe die anderen Leute provoziert. Im Internet schreibt Badran, an der Party habe es «lauter Cippollata- und Servelapromis» gehabt. Gemäss Liessmann hat Badran beim Aura-Personal den Eindruck erweckt, betrunken zu sein. Auch Baur sagt: «Ich war erstaunt, dass sie an diesem Abend Prosecco trank - normalerweise trinkt sie nur Wasser.»
Liessmann ist überrascht, dass Nationalrätin Badran ihrer Vorbildfunktion nicht nachgekommen sei und gegen das Rauchverbot verstossen habe. Badran erklärt ihr Verhalten im Internet damit, dass das Fumoir überfüllt und nur über einen weiten Weg erreichbar gewesen sei. «Jacqueline ist als Sozi für Gesetze und Regulierungen, aber mit dem Rauchverbot steht sie auf Kriegsfuss», sagt ihr Bekannter Baur.
Für Liessmann ist klar: «Unsere Türsteher haben nur ihren Job gemacht. Man kann ihnen nichts vorwerfen.» Das Aura kläre den Fall jedoch intern weiter ab.
20 Minuten konnte Badran heute Sonntag bisher nicht für eine Stellungnahme erreichen.
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Alle 31 Kommentare
Was wir aus dieser Geschichte lernen können: Es lohnt sich vor einem Aufschrei im Twitter zuerst durch zu atmen und zu antizipieren, welche Folgen so ein Eintrag haben könnte.
Nationalrätin Badran sieht dies in einem Interview nach dem Medienwirbel ein:
Werden Sie gegen den Türsteher Anzeige wegen Körperverletzung erstatten?
Nein, für so etwas habe ich keine Zeit. Ich hatte mein Leben lang noch nie etwas mit der Justiz zu schaffen, und das soll so bleiben. Aber die blauen Flecken, die mir zugefügt wurden, habe ich fotografisch dokumentiert. Die sind aber an Stellen, die ich der Öffentlichkeit nicht zeigen will.
Was für Lehren ziehen Sie aus dem Vorfall?
Ich werde mich künftig peinlich genau ans Rauchverbot halten. Und ich hätte meinem Ärger über diesen Vorfall besser nicht über Twitter Luft gemacht.
Diese Einsicht ist gut. Leider kommt sie zu spät.
LINK:
Nachtrag:
DIE SICHT DES TUERSTEHERS:
Er hat Jacqueline Badran aus dem Club geworfen: Der Türsteher Merlin Tchamba erzählt, wie er seine Begegnung mit der Zürcher SP-Nationalrätin erlebte.
«Sie nannte mich Arschloch»
Die Politikerin, von der er vor diesem Abend noch nie gehört hatte, sei als «sehr unangenehmer» Gast aufgefallen. Als er sie freundlich gebeten habe, das Rauchen am geöffneten Fenster im Foyer zu lassen und sich dafür in die nebenan liegende Raucherlounge zu begeben, habe sie einfach weitergequalmt, während ihr Begleiter dieser Bitte sofort widerspruchslos entsprochen habe. «Sie aber sagte mir, sie sei Nationalrätin, sie dürfe das.»
Daraufhin habe er - wie es im Türsteher-Alltag in solchen Situationen üblich sei - sie mit beiden Armen von hinten umfasst und nach draussen geführt. «Dabei nannte sie mich Arschloch und stiess weitere Schimpfwörter aus, die ich nicht verstand, weil ich nicht so gut Schweizerdeutsch kann.» Zudem habe sie ständig mit den Ellbogen nach ihm gestossen. «Wenn sie blaue Flecken hatte, dann davon.» Sie habe auch ihm Schmerzen zugefügt.
Tchamba ist auch als Staatsbürger enttäuscht von Badran
Nach dem Vorfall habe man Badran erlaubt, ins Aura zurückzukehren. Dort habe sie noch etwa eine Stunde weitergefeiert. «Als sie dann ging, beschimpfte sie mich zum Abschied erneut.» Nach diesem Arbeitstag habe er schlecht geschlafen.
Der gebürtige Kameruner mit Schweizer Pass ist auch als Staatsbürger enttäuscht von Badran: «Die Schweiz ist ein Hort der Demokratie. Ich hätte nie gedacht, dass Politiker sich hier aufführen wie in Afrika und sich nicht um Gesetze scheren.» Er wähle sozialistisch. «Aber diese Frau wird meine Stimme nicht bekommen.»
Dass sie ihm vorwerfe, er habe seinen Job schlecht gemacht, wurme ihn, sagt der Familienvater mit drei Kindern: «Ich bin sehr gerne Türsteher und bemühe mich, immer höflich zu sein und richtig und korrekt zu handeln.»
Kommentar: Wie dem auch sei. Medienmässig hat jedenfalls die SP Nationalrätin das ZWEI am Rücken. Dies bestätigen Dutzende von Kommentaren im Netz.
Notiert von
marcus knill
um
09:26

Körperverletzung
Eine Schweinerei
Schweizer sind vor dem Gesetz gleich...?