Der erste Eindruck des neuen Papstes
Vor dem Mikrofon im Studio des katholischen Fisherman
Radios durfte ich vor der offiziellen Aufnahme zufälligerweise die überraschende Papstwahl live mitverfolgen und aus rhetorischer Sicht mit kommentieren.
Marian meets Marcus Knill
13. März 2013 – Marian meets Marcus Knill
In der ersten Ausgabe der neuen Sendereihe "Marian meets" ist der bekannte Kommunikationsberater und Coach Marcus Knill
zu Gast. Der Schweizer Jugendbischof Eleganti und der Medienprofi Knill
duellieren sich in einem stündigen Live-Gespräch und hinterfragen sich
gegenseitig.
Internetauftritt von Marian Eleganti: www.jugendbischof.ch
Internetauftritt von Marcus Knill: www.rhetorik.ch
Live auf Fisherman.FM, 20 bis 21 Uhr
Kommentar:
Unmittelbar vor unserem festgelegten Gespräch im Studio von Radio Fisherman konnten wir unverhofft die Papstwahl mitverfolgen.
Unvorbereitet konnte ich live meinen ersten Eindruck des neuen Pontifex schildern.
Zum ersten Eindruck des neuen Papstes:
Bei der Begegnung einer Person urteilen alle Leute sehr schnell, ob jemand sympathisch ist oder nicht. Dieser Entscheid wird innerhalb weniger Sekunden gefällt. Erstaunlicherweise muss man kein Experte sein, um die Wirkung einer ersten Begegnung zu beurteilen. Auch Laien erkennen sofort, ob eine Person authentisch auftritt oder ob sie uns etwas vorgaukelt. Mein Vorgehen: Ich beschreibe jeweils zuerst immer genau das, was ich sehe und achte darauf, wie diese Person auf mich wirkt. Meine Beobachtungen beim Erscheinen des neuen Papstes vor dem Publikum: Franziskus tritt ruhig, sicher und bedacht auf dem Balkon vor der Menschenmasse auf.
Aufrecht - in weiss - steht er gut geerdet da und blickt wohlwollend zum Publikum. Eine Hand streicht er - das Volk gleichsam segnend - vor sich waagrecht hin und her. Stabil, mit offenem Blick. Die niedere Lidzahlfrequenz, welche Menschen nicht steuern können, signalisiert trotz verständlicher Spannung innere Lockerheit. Die ungewohnte Begrüssung "guten Abend" wirkt wie ein Eisbrecher. Die Brücke zum Publikum ist errichtet. Die überlange Pause strahlt für mich Sicherheit aus. Franziskus steht sehr lange ruhig da. Die Hände hängen vorerst seitlich am Körper. Kein Schwanken, kein Zittern, keine Signale von Nervosität. Wer sich so präsentiert vor einem Millionenpublikum (den 3800 Journalisten und unzähligen Radio und TV Sendern, die alle auf den neuen Pontifex fokussiert sind), der muss innerlich im Lot sein. Beim "Unser Vater" und während des Ave Marias stelle ich fest: Die Gestik ist natürlich und aussagekräftig, die Stimme auf einer ausgeglichenen Resonanzlage, die Mimik wohlwollend - ab und zu mit einem bescheidenen, sanften Lächeln. Das lange Schweigen, die Demut, die angenehme Zurückhaltung - aber ebenso die stattliche, sichere Haltung, die wohlwollende, natürliche Ausstrahlung, dies alles überzeugt mich. Es stimmt als Ganzes überein. Gesamtwirkung: So eine Person muss sympathisch wirken. Wir haben einen Menschen vor uns, der Bescheidenheit, Intelligenz und Menschennähe in sich vereint. Dieser erste Eindruck von einer schlichten Person, die auf Menschen zugehen kann, ist während den ersten Minuten noch nicht beeinflusst von den zahlreichen nachträglichen Zusatzinformationen aus der Presse, die positive oder negative Vorurteile auslösen könnten. Beispielsweise das Wissen um Herkunft, Vorlieben, Lebensgeschichte usw.
Es nimmt mich wunder, ob das Verhalten des neuen Papstes diesen geschilderten ersten Eindruck bestätigt oder ob diese Wahrnehmung später revidiert werden muss.
Fazit: Der erste Eindruck ist immer aufschlussreich. Er prägt jedenfalls die Einstellung gegenüber einer Person.
Freitag, 15. März 2013
Donnerstag, 14. März 2013
Begeisterung als Baustein des Erfolges
Offensichtlich üben zu viele Menschen ihren Job aus, ohne das Gefühl zu haben: "Ich bin in meinem Element - wie ein Fisch im Wasser." Es mangelt meist an Begeisterung.
Wenn die Freude am Tun fehlt, müssen wir uns fragen, was wir unternehmen können, um bei unserer Tätigkeit öfters ein Funken der Begeisterung in den Augen zu haben.
Nur weil wir es gewohnt sind, den Alltag im gleichen Trott zu tun, muss dies nicht unbedingt richtig sein.
Gibt es Möglichkeiten, unserer Arbeit einen anderen Stellenwert zu geben?
Ja, dies ist möglich. Wir könnten erfüllende Arbeit verrichten damit die Tätigkeit uns Freude macht.
Es gibt Wege, die zur Begeisterung beim Job führen:
Ich muss eine Arbeit suchen und finden, die ich im Idealfall aus tiefster Ueberzeugung ausführen kann. Eine Arbeit die ich gerne verrichte.
Erobern wir uns eine Arbeit zurück, die wir als sinnvolle Tätigkeit empfinden und die uns Spass machen kann.
Leider gehen viele einem Job nach, der in erster Linie Geld bringt oder vom Umfeld anerkannt wird.
Die Freude am Tun ist weniger wichtig.
Ich habe bei mir festgestellt: Wenn ich etwas gerne tue, dann arbeite ich zwangsläufig mehr und länger. Dadurch werde ich immer besser. Ich erarbeite mir eine aussergewöhnliche Fertigkeit. Dank dieses USP--> dies bedeutet ein Alleinstellungsmerkmal (engl. unique selling proposition) werde ich als Arbeitnehmer immer mehr gefragt. Die Kasse stimmt hernach automatisch.
Fazit: Wer begeistert ist von seiner Arbeit, setzt sich aus Ueberzeugung mehr ein. Er spürt die positive Resonanz, erntet Anerkennung, diese spornt dann erneut an. Die Spirale des Erfolges beginnt sich zu drehen.
Ich kenne einen guten Berufsberater. Sein Credo: Suche in erster Linie eine Tätigkeit, die dir Spass macht d.h. die Du gerne machst.
Daraus lässt sich meist ein Beruf entwickeln, der aus Berufung getan wird. Wir beginnen nicht nur deshalb ein Studium, weil es uns Karriere oder Ansehen verspricht.
Menschen verfügen oft über Fähigkeiten, die von Eltern, Lehrern und Vorgesetzten nicht erkannt worden sind.
Viele Erzieher arbeiten nach starren Schemen. Einmalige Fähigkeiten werden zugeschüttet. Hierzu die wahre Geschichte von Frank (Quelle: Förster, "Hör auf zu arbeiten"):
Frank war ein pfiffiger Erstklässler, der neben tausenderlei Dingen besonders an Mathe interessiert war. Er bekam in den ersten Wochen seiner Schulkarriere zusammen mit seinen Klassenkameraden eine Aufgabe:
Aufgemalt war ein Feld mit zwei Aepfeln drin. Daneben war ein anderes Feld, das war leer. Zwischen den Feldern war ein Pluszeichen. Rechts daneben stand ein Gleichheitszeichen und ein drittes Feld, indem waren sieben Aepfel. Klar, die Aufgabe war so gemeint: Wie viele Aepfel musst du zu den zwei Aepfeln legen, damit du sieben Aepfel bekommst? Ziel des Ganzen: Addieren lernen - so haben es jedenfalls die lehrplanschreibenden Pädagogen ausgedacht.
Sie haben aber nicht mit dem mathematisch begabten Frank gerechnet. Dem war sofort klar, dass zwei plus fünf sieben ist - ob nun Aepfel oder Autos oder Raumschiffe. Das war ihm zu langweilig.
Er wendete seine Fähigkeiten zum divergierenden Denken an und malte in das erste Feld mit den beiden Aepfeln noch einen dazu. Jetzt waren es drei. Also malte er vier Aepfel ins zweite Feld.
Er grinste, denn dies fand er witzig. Hey, eins plus sechs gleich zwei plus fünf gleich drei plus vier gleich sieben. Das ist ja cool. Er gab der Lehrerin freudestrahlend das Blatt, und dann setzte das Drama unseres Bildungswesens mit voller Wucht ein: "Nein Frank, das ist falsch! Schau doch mal, da sind zwei Aepfel, nicht drei. Du darfst da keine Aepfel reinmalen, da sind doch schon zwei! Nein das hast du falsch gerechnet. Versuchs noch mal!"
Und hat Frank noch mal gerechnet? Nein hat er nicht. Er bockte. (Ende Zitat)
ERKENNTNIS: Die Freude am Tun, am Denken wird leider oft unbedacht zerstört. Eltern, Erzieher und Vorgesetzte sind sich vielfach nicht bewusst, was Kinder oder Mitarbeiter für Potenziale haben. Ich kenne viele Geschichten, die zeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer einem Kind die Freude am Tun in kurzer Zeit zerstört haben.
Ein Schüler, der eine Mauer mit gefärbten Steinkiesel gemalt hatte, wurde im Zeichnungsunterricht getadelt: "Male es noch einmal!" befahl die Lehrerin. "Die Steine sind grau!"
Der Schüler hatte aber vor wenigen Tagen mit dem Vater zusammen in einer Kiesgrube Steine gesammelt. Weil es geregnet hatte, fiel dem Kind auf, dass die Steinkiesel farbig sind: Rot, Grün, Weiss sogar Schwarz.
Unprofessionelles Verhalten kann bereits in früher Kindheit, die Freude am Tun vergällen.
Deshalb gilt es bei unser Arbeit zu ergründen, was uns eigentlich bei unserem Tun Spass macht. Aus Freude am Tun entwickelt sich dann zwangsläufig Begeisterung und Begeisterung ist ein starkes Fundament unserer "Treppe zum Erfolg".
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marcus knill
um
05:18
Mittwoch, 13. März 2013
FDP Frauen werden nun doch noch abgestraft
Ich gab schon 2011 zu bedenken. (Zitat):
Marketing und Werbung: Zur Oben-ohne Foto der FDP Frauen
Ein Ausschnitt aus der neusten Kampagne der FDP Frauen, die ab Donnerstag auf Facebook und ab September im Kino zu sehen sein wird. Ich zitiere 20min.ch: “So sexy haben sich die Freisinnigen Frauen noch nie präsentiert: Mit nackter Brust, nur bedeckt von einem Banner «Nicht mehr oben ohne», posiert Generalsekretärin Claudine Esseiva ab heute Donnerstag auf Facebook für die neuste Kampagne der FDP Frauen. «Der Slogan zielt auf unsere Forderung, dass mehr Frauen in den oberen Etagen von Wirtschaft und Politik vertreten sein müssen», sagt die 32-jährige Generalsekretärin gegenüber 20 Minuten Online. «Mit dem Bild und dem Satz bringen wir das Thema auf den Punkt», ist Esseiva überzeugt.
«Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen»
Esseiva ist aber klar, dass gerade ihr Auftritt einigen zu gewagt sein könnte. «Mit dem Oben-ohne-Foto provozieren wir bewusst. Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen.» Zudem sei das Ziel der Kampagne, junge urbane Frauen anzusprechen, und dies gelinge nur mit einer frischen und frechen Kampagne. Dieser Meinung ist auch Carmen Walker-Späh, Präsidentin der FDP Frauen und betont gegenüber 20 Minuten Online: «Mit der Kampagne wollen wir weg vom feministischen Mief, hin zu einer fortschrittlichen liberalen Politik, die auch einmal lustvoll sein darf.»
Mein Kommentar: Selbstverständlich hat die Oben-ohne Foto ein Teilziel erreicht. Sie macht immerhin von sich reden. Doch müssen wir uns fragen, ob die “Pin-up-Aktion” hinsichtlich Imageförderung und Botschaftenmanagement der FDP langfristig Erfolg hat. Für mich wird dieser verzweifelte Versuch mit einer provokativen Foto, die
bewusst aneckt und der FDP das Image einer frechen, frischen Partei vermitteln soll, keine Ernte einfahren wird. Bei politischen Werbeaktionen ist die Wirkung beim Adressaten (Stimmvolk) ausschlaggebend. Ich habe 20 Personen das Bild gezeigt. Das Echo war ernüchternd: Muss dies sein? Weshalb hat sich die FDP nicht von Marketing-Profis beraten lassen? war zu hören. Nur eine Minderheit fand die Aktion modern und frech. Niemand diskutierte über den Frauenanteil auf den Chefetagen.
Mit dem Pin-up-Girl lösen sich die FDP Frauen auch nicht vom feministischen Mief. Sie unterstreichen höchstens zusätzlich die Frau als Sexobjekt. Meine kritischen Gedanken zu der Playboyaktion der deutschen Fussballerinnen bestätigten mir, wie Themen mit Frauen als Sexobjekt polarisieren. Die einen finden solche Aktionen modern, unverkampft und gut. Andere lehnen jegliche Versuche ab, mit der Frau als Sexobjekt zu spielen. Nach meinem Dafürhalten ist immer das Resultat der Werbung ausschlaggebend. In diesem Fall bezweifle ich, dass auf Grund des “Oben – ohne Auftrittes” die Frauen der FDP im Herbst mehr Stimmen bringen werden und künftig etwas getan wird, damit mehr Frauen in den Verwaltungsräten sitzen. Ich bin ferner davon überzeugt, dass meine Bedenken auch von vielen Marketingspezialisten geteilt werden. Der Erfolg der Kampagne zeigt erst später, ob eine Werbung gut war. On verra!
Kommentar: "In verra" schrieb ich damals am Schluss des Blogs. Nun ist es soweit. Die FDP Frauen eckten parteiintern erneut an, weil sie sich gegen die Parteiparole bei der Fremdbetreuung stellte. Ich zitiere 20 Min:
Die FDP hat der Frauen-Generalsekretärin Claudine Esseiva einen Maulkorb verpasst. Während die Parteispitze schweigt, stellt sich Ständerätin Christine Egerszegi hinter das Enfant terrible der Freisinnigen.
«Kein Kommentar», sagt Esseiva selbst und verweist auf die Präsidentin der FDP-Frauen Carmen Walker Späh. Walker Späh sagt nur: «Die Geschäftsleitung der FDP-Frauen Schweiz steht geschlossen hinter der Generalsekretärin.»
«Esseiva ist Ausdruck von FDP-internem Spannungsfeld»
«In der Tendenz sind bürgerliche Frauen linker, feministischer, ökologischer und progressiver als ihre männlichen Kollegen», sagt Politologe Louis Perron. Der Fall Esseiva sei Ausdruck dieses Spannungsfeldes. «Die FDP-Elite ist eher konservativ und altväterlich.» Die Freiburgerin habe sehr pointiert auf Themen aufmerksam gemacht, die die FDP in den letzten Jahren verschlafen habe. «Modernisiert sich die FDP im politischen Alltag nicht bald, läuft sie Gefahr weiter Wähler an die Grünliberalen zu verlieren.»
Fazit: Es schadet jeder Partei, wenn der Spaltpilz Einsitz nimmt. Die Kommunikationsregel lautet:
Differenzen intern bereinigen! Nach aussen mit einer Stimme sprechen! Die Wäsche muss intern gewaschen werden, nicht in der Oeffentlichkeit. Insoweit hat Claudine Esseiva recht, wenn sie in dieser Situation schweigt.
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marcus knill
um
09:06
Dienstag, 12. März 2013
Kommentar zum Schweiger Tatort
Ich zitiere Bild:
Was sagt Krimi-Deutschland zum neuen Schweiger-„Tatort“?
Bei einem waren sich viele einig: Das war ein Nuschel-Tatort. Teilweise waren weder Schweiger, noch seine Tochter oder sein Partner Fahri Yardim deutlich zu verstehen.
So schreibt Steph Tøgel auf Facebook: „Nuschelnator“. Und Claudia Fischer auf Facebook: „Vorhin habe ich echt geglaubt, die sprechen chinesisch, ich versteh teilweise kein Wort.“
Tagi kommentiert:
Die Rollen waren klar verteilt. Hier die bösen Gangster, dort Hamburg-Neuling Tschiller – dessen Arbeit von seinen Vorgesetzten unterminiert wurde. Hatte die Polizei mit dem mächtigen Astan-Clan doch einen «Kiezfrieden» geschlossen, sodass die Bande Hamburgs fiese Wirtschaftskapitäne mit Ostblock-Mädchen versorgen konnte. Damit wusste Tschiller, dessen eigene Tochter im Alter der Prostituierten ist, natürlich nichts anzufangen. Im Showdown schlug der Bodycount nochmals tüchtig aus.
Übrigens:
Die Schlägerszenen, das viele Blut hat immerhin 30% der Konsumenten gefallen. Wenn jedoch der Tatort aus der Sicht des Konzeptes, des roten Fadens, Verständlichkeit beleuchtet wird, dann kommt dieser Krimi sehr schlecht weg. Ballern und Action allein genügt nicht. Das Schwarz-weiss Schema (gut-böse) war zu plump.
Was ich mich bei diesem Film als Kommunikationsberater frage: Weshalb darf ein Schauspieler so unverständlich nuscheln, dass er auch von Normalhörenden kaum verstanden wird? Das ist eigentlich eine Zumutung. Wer gehofft hatte, jene Aera von Filmen, die bewusst den Ton vernachlässigt haben und Dialoge mit Hintergrundmusik bewusst "stören", währen Vergangenheit; der hat sich getäuscht. Verständlichkeit ist und bleibt etwas vom Wichtigsten bei allen Kommunikationsprozessen - auch beim Film.
ECHOS zum Nuschelkönig:
BILD.TV – Die Top-Videos
- Wer nuschelt so spät durch Nacht und Wind, es ist der Schweiger mit seinem Kind. #Tatort #TilSchweiger (hey, das hat er selbst gesagt!)
- Ein #tatort mit Semmelrogge UND Til Schweiger. Das verkraftet der Logopädenverband nicht.
- Der nächste Tatort sollte der Einfachheit halber direkt im Apple Store spielen! #tatort
- Kleinhirnbullen. #tatort
- Kokowäääh mit Schusswaffe #tatort
- Und gleich humpelt er blutend in den Sonnenuntergang. Vermutlich trägt er dabei eine Bewusstlose auf Händen. #Tatort
- Nach Kein-Ohr-Hase und Zwei-Ohr-Küken jetzt Drei-Schuss-Daneben. #Tatort
- #Tatort Bei den ganzen Mädeln mit irgendwie osteuropäischem Akzent, fällt gar nicht auf, dass der Schweiger nicht ordentlich spricht.
- Til Schweiger singt auf der neuen Nuschelrock übrigens alle Lieder. #Tatort
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marcus knill
um
08:49
Montag, 11. März 2013
Das Image und das Geld
Mir war klar, dass Vasella mit seinen Millionen in der Schweiz nicht mehr glücklich leben kann. Trotz seines immensen Vermögens, trotz der These "Geld macht sexy", wird er, seine Frau und seine Kinder als Abzockerfamilie stigmatisiert bleiben. Wo immer sie auftreten: Auf der Strasse, an Partys im Alltag. Das negative Image würden sie nicht so leicht los.
Dass Vasella auswandern wird, lag somit in der Luft.
LINK:
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18. Okt. 2009 ... Christian Fichters Team an der Universität Zürich ist auf Imageforschung spezialisiert. Eine Untersuchung des Teams wurde im Scheizer ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/index.html
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marcus knill
um
08:33
Sonntag, 10. März 2013
Ständemehr nicht mehr zeitgemäss?
Erstmals seit fast zwanzig Jahren ist am Sonntag eine eidgenössische
Vorlage am Ständemehr gescheitert. 1994 wurde die erleichterte
Einbürgerung durch die Stände abgelehnt, am Wochenende war es der
Familienartikel. Obwohl 54,3 Prozent der Schweizer Stimmbürger die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine Verfassungsartikel
fördern wollten, wurde der Bundesbeschluss über die Familienpolitik von
11 Kantone und vier Halbkantone abgelehnt.
Gemäss Resultat offenbart sich ein deutlichen Stadt-Land Graben. Der ursprüngliche Sinn des Ständemehrs war es, die ländlich-konservativen Kantone zu stärken. Die Kantone als souveräne Staaten wollten nicht von den bevölkerungsstarken Kantone dominiert werden. Das Ständemehr wurde bewusst eingeführt, dass die kleinen Kantone nicht benachteiligt werden.
Nach der jüngsten Abstimmung klagen nun die grossen Städte, sie würden durch die kleinen Stände benachteiligt.
Die Unterlegenen möchten über den Föderalismusgedanken neu bedenken, während im konservativen Lager solche Ideen kein Gehör finden. Das Ständemehr sei aktueller denn je, sagt SVP-Nationalrat Greogr Rutz. «Es trägt wesentlich zur Rechtssicherheit und Stabilität unseres Landes bei. Wir tun gut daran, an diesem föderalistischen Konzept festhalten.» In der Politik sei es nie falsch, wenn man zwei Anläufe nehmen muss - fatal sei es nur, wenn Regelungen zu schnell beschlossen würden.
CVP-Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz die an vorderster Front für den Familienartikelgekämpft hat und unterlegen war, findet persönlich, es sei der falsche Zeitpunkt - nach einem Abstimmungsentscheid - über eine solche Änderung zu diskutieren. «Ausserdem ist die Debatte nicht zielführend, da eine Änderung der Spielregeln erneut ein Ständemehr voraussetzt, welches mit Sicherheit nicht gegeben wäre.» Eine Änderung am Prinzip Ständemehr hält auch Andreas Auer vom Zentrum für Demokratie Aarau in naher Zukunft für unrealistisch: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stände einer Revision des Ständemehrs zustimmen würden.»
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marcus knill
um
14:44
Es geht um die WURST!
Wissenschaftliche Studie versus Fleischliebhaber
Heftige Reaktionen
(Quelle 20 Min)Fleischliebhaber wehren sich gegen Uni-Studie
Die Veröffentlichung der Universität Zürich zu den Fleisch und Wurstwaren schlägt hohe Wellen. Jetzt ergreifen die Metzger und Fleischfreunde das Wort.
Unter den Metzgern ist man empört über die Studie der Universität Zürich. (Bild: Keystone/APBöse Wurstwaren: Wer täglich eine Bratwurst isst, stirbt früher
Infografik Fleischteile vom Schlachtvieh
Doch, aber nicht jeden Tag eine. Auch ein Schinkensandwich ist schon zuviel: Eine durchschnittliche Scheibe Schinken oder Salami wiegt nämlich schon 20 bis 30 Gramm. Die Grenze von 40 Gramm ist also sehr rasch erreicht. Die Empfehlung ist, 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche zu verzehren und nur einen kleinen Teil davon in Wurstwaren.
Was ist so ungesund an Cervelat, Bratwurst und Co.?
Die Haltbarmachmethoden. Durch das Pökeln, Salzen oder Räuchern entstehen krebserregende Stoffe wie Nitrosamine, was die Ursache für die erhöhte Krebsmortalität bei grossem Wurstkonsum ist. Zudem sind verarbeitete Fleischprodukte reich an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Gibt es denn keine Alternativen zum risikoreichen Nitritpökelsalz?
Nein. Man muss aber sehen, dass die Fleischindustrie den Gehalt in den letzten Jahren bereits deutlich gesenkt hat. Ohne das Nitritpökelsalz würden die Wurstwaren ausserdem nicht die Farbe von Fleisch behalten, sondern wären grau.
Die Fleischverbände wehren sich gegen die Ergebnisse Ihrer Studie – die krebserregenden Stoffe seien auf die falsche Handhabung der Produkte zurückzuführen.
Wir haben die Studienteilnehmer nach dem alltäglichen Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren, die sie im Handel kaufen können, befragt. Die Stoffe entstehen durch die Verarbeitung in den Fleischkonzernen und nicht in den Küchen der Haushalte.
Wo steht die Schweiz in Sachen Wurstkonsum?
Obwohl die Teilnehmer der Studie nicht aus der Schweiz stammen, gelten die Resultate hierzulande ebenfalls. Die Schweiz liegt entsprechend ihrer geografischen Lage im europäischen Mittel – je nördlicher, desto höher der Fleischkonsum, je südlicher, desto tiefer.
*Sabine Rohrmann ist Assistenz-Professorin am Institut für Präventiv- und Sozialmedizin der Uni Zürich. Zusammen mit Forscherkollegen hat sie im Rahmen einer europaweiten Studie bei rund 450000 Teilnehmenden den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Sterberisiko untersucht.
(Interview: SUT) Mögliche Ursachen für die erhöhte Krebsmortalität sind laut Studie krebserregende Stoffe wie Nitrosamine, die beim Salzen, Pökeln oder Räuchern entstehen. Ebenfalls problematisch seien die hohen Anteile von Cholesterin und gesättigten Fetten im Fleisch, so die Studienleiterin ist Sabine Rohrmann vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin (siehe Box).
Der Fleischverband und die Metzger antworten auf die Studie
Beim Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) ist man über die Argumentation der Studie empört: «Die Studie verweist auf das ungesunde Fett, erwähnt aber nicht, dass nur 15% der gesamten Fettaufnahme über Fleisch und Fleischprodukte erfolgt», meint Ruedi Hadorn vom SfF. «Die auch erwähnten Nitrosamine sind wohl krebserregend. Sie bilden sich aber nur, wenn ein Fleischprodukt in Kombination gepökelt, einer Fermentation unterzogen, einen gewissen Säuregrad aufweist und auf mindestens 140°C erhitzt wird. Die Bildung der Nitrosamine beruht somit nicht auf dem Fleisch selber, sondern auf einer falschen Handhabung durch zu starkes Braten von gepökelten Waren.»
Kritisiert wird auch, dass nicht auf den bereits erzielten Fortschritt in der Fleischbehandlung aufmerksam gemacht wird. «Der Nitritanteil konnte in Wurstwaren durch verbesserte Stall-, Schlacht-, und Verarbeitungshygiene durch zunehmende Industrialisierung verringert werden», erklärt Metzgermeister Hummel von der Metzgerei Küenzli. «Der Nitritgehalt im Nitritpökelsalz wurde im Zuge der Diskussion um Nitrosamine in den letzten 30 Jahren massiv gesenkt. Zudem ist durch den Einsatz von hochwertigem Buchenholzrauch die Bildung von krebserregenden Stoffen vermeidbar.»
«Der Konsum von Wurstwaren kann kurzfristig etwas zurückgehen»
Bei der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande bewusst, dass Wurstwaren weniger gesund sind als Frischfleisch: «Da hat es nun mal Stoffe drin zum Beispiel aus Gründen der Konservierung. Doch alles ist eine Frage des Masses: Ein Wienerli auf dem Sauerkraut oder eine Berner Platte ab und zu kann man bedenkenlos geniessen», so der Sprecher Erich Schlumpf. Er rechnet zwar damit, dass der Konsum der in der Schweiz äusserst beliebten Würste kurzfristig etwas zurückgehen könnte. «Doch langfristig wird wohl niemand auf einen feinen Cervelat oder eine Bratwurst verzichten - Wurstwaren haben hierzulande eine zu lange Tradition.»
Sich jedoch täglich von Bündnerfleisch, Salsiz oder Baurenschüblig zu ernähren findet auch er nicht empfehlenswert: «Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört die Abwechslung. Wir propagieren einen massvollen Fleischgenuss. Lieber etwas weniger und dafür Schweizer Fleisch aus artgerechter Haltung. Zudem richten wir uns nach den Empfehlungen der schweizerischen Gesellschaft für Ernährung.»
Keine Alternativen zum Herstellungsverfahren
Sophie Frei von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung sagt klar: «Alternative Herstellungsverfahren für Wurstwaren und Fleischprodukte gibt es nicht. Salzen, Pökeln und Räuchern dienen der Haltbarmachung, dem Geschmack und dem typischen Aussehen. Ungepökelt würden Würste zum Beispiel unappetitlich grau aussehen. Die einzige Möglichkeit, die Risikofaktoren für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzudämmen, ist, den Wurst- und Fleischkonsum einzuschränken», so Frei weiter.
KOMMENTARE:
Es ist erstaunlich: Immer wieder werden angeblich wissenschaftliche Studien publiziert über die Schädlichkeit von Lebensmittel. Es wird gewarnt vor Kaffee, vor Butter, vor ....
Und die Menschen werden immer älter und älter. Es verwundert mich deshalb nicht, dass die Bevölkerung gegenüber solchen Studien immer skeptischer wird.
Notiert von
marcus knill
um
09:29












Tschüss Studien
Auch so geht es
Bin immer noch am Leben